DEW0016231MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. März 1955 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug mit auf dem Dach angebrachter Einrichtung zum Aufbau
einer Unterkunft, die im Benutzungszustand mit einer Zeltüberdachung zusammenwirkende, auf
einen am Fahrzeugdach fixierten Basiskörper niederklappbare und im Transportzustand abdeckbare
Rahmen aufweist.
Es sind schon verschiedene Campingeinrichtungen bekanntgeworden, bei denen der Zeltaufbau
direkt auf dem Dach des Fahrzeuges vorgenommen wird. Die auf diese Weise über dem Dach erhaltene
einzige Räumlichkeit ist äußerst beengt und vom Innenraum des Fahrzeuges völlig abgetrennt.
Der Unterkunftsraum auf dem Dach kann nur ungeschützt über eine auf der Hinterseite des Fahr-_
zeuges angebrachte Leiter erreicht werden. Gegebenenfalls noch neben dem Fahrzeug aufgebaute
bekannte Zelträumlichkeiten bleiben ohne Verbindung mit dem Raum über dem Dach, so daß
dieser nur über das Freie und damit jeder Witterung ausgesetzt betreten werden kann. Abgesehen
von diesem Nachteil bestehen die bekannten Einrichtungen außer der Zeltwandung noch aus einem
sehr umfangreichen und komplizierten Gerüst; auch
wenn hierfür bereits Rahmen verwendet wurden, ist zum Aufbau ein ziemlich großer Zeitaufwand
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erforderlich. Ein weiterer Nachteil dieser Ausführung besteht darin, daß der Aufbau am Boden verankert
werden muß, wodurch eine gewisse Abhängigkeit gegeben ist. Abgesehen davon ist das
Gewicht dieser Einrichtung ein beträchtliches. Der hohe Materialaufwand und der . komplizierte
Mechanismus erfordern hohe Kosten.
Es ist ferner eine Einrichtung nicht mehr neu, bei der ein auf dem Fahrzeugdach angebrachtes
ίο Bett im Transportzustand durch einen Deckel abgeschlossen
ist, der für die Benutzung zu Campingzwecken über das Bett angehoben werden kann. Er
bildet sodann ein Dach über dem Bett, wobei durch Vorhänge an den Dachseitenkanten ein neben dem
Fahrzeug angeordneter,, sehr beschränkter Raum gewonnen wird. Das Spannen von Zeltplanen von
den Seitenwänden dieses Deckels schräg zum Boden ist eine unzulängliche, mühsam aufstellbare Improvisation;
selbst dann, wenn die sich ergebenden offenen Zwickel durch weitere Planen verhängt
werden, wird nicht erreicht, daß die so gebildeten Räume witterungsgeschützt, insbesondere bei
Seitenwindverhältnissen, betreten werden können.
Ein anderer bekannter Vorschlag soll an der
a5 vorderen Hälfte eines Autodaches unter auskragendem
Ausbau nach vorn unter Verwendung von Rahmen einen pultdachähnlichen Zeltaufbau ermöglichen.
Hierbei verläuft die Klappachse quer zur Fahrzeuglängsachse. Schon daraus ergibt sich
eine starke Beengtheit des gebildeten Raumes unter dem Zelt, der nur an einer Stelle seines Längenprofils
eine ausreichende Höhe aufweist und von dort aus nach beiden Seiten oder nach einer Seite
rasch niedriger wird und schließlich schräg an den Erdboden anschließt.
Vielfach sind bei derartigen mehr oder weniger improvisierten Behelfsbauarten Zeltplanen am
Fahrzeugdach, einem über dieses angehobenen Deckel od. dgl., unter Verzicht auf mechanisch
wirksame Gelenke bloß mittels bei Piachen üblichen Schlaufen befestigt; derartige Verbindungsmittel
sind zum Erhalt eines einigermaßen stabilen, auch gegen Sturm widerstandsfähigen Aufbaues
nicht geeignet.
Alle diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß die Rahmen an dem am
Fahrzeugdach befestigten Basiskörper im oberen Bereich einer Fahrzeugseitenwand schwenkbar gelagert
sind, wobei einer dieser Rahmen in seinem seitlich aufgeklappten Zustand einseitig über die
Dachfläche des Fahrzeuges etwa in der gleichen Flächenausdehnung wie diese auskragt und gemeinsam
mit einem über der Dachfläche des Fahrzeuges nach oben gerichteten Rahmen das Skelett
für die Zeltüberdachung einer den Wagenraum ergänzenden Räumlichkeit bildet, die sich sowohl
oberhalb des Fahrzeugdaches als auch neben einer Längsseite des Fahrzeuges erstreckt, und zwar mit
der durch den über das Fahrzeugdach nach oben gerichteten Rahmen satteldachartig wirksamen
Firstlinie, die dem Raumteil oberhalb des Fahrzeugdaches und dem seitlich daran anschließenden,
bis zum Erdboden herabreichenden Raumteil gemeinsam ist, von dem sowohl der Wageninnenraum
als auch der über dem Fahrzeugdach gebildete Raumteil witterungsgeschützt zugänglich sind.
Ausschließlich im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, daß der Rahmen aus drei formgleichen
übereinander gelagerten, klappbaren Bügeln und in an sich bekannter Weise aus einem starren, am
Fahrzeugdach befestigten Basiskörper besteht. In an sich bekannter Weise kann der Basiskörper als
Gepäckträger ausgebildet sein.
Durch die Erfindung wird eine sich über die Fläche des Fahrzeuges Und zusätzlich auf einer
Seite desselben in der gleichen Größenordnung erstreckende Räumlichkeit erhalten, die innerhalb
weniger Sekunden vom Transportzustand in die fertige bewohnbare Stellung gebracht werden
kann. Es ist dadurch die Möglichkeit gegeben, sich innerhalb der Überdachung vollkommen witterungsgeschützt
zwischen dem Fahrzeuginnern und dem auf dem Dach angeordneten Schlafraum zu bewegen, wobei der seitlich vom Fahrzeug gebildete
und mit dem Raum auf dem Dach in unmittelbarer Verbindung stehende Raum als Aufenthaltsraum
dienen kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Einrichtung für sich selbst verspannbar
ist; die Verspannung zur Sicherung der 9<? Stabilität der aufgebauten Räumlichkeit ist ohne
Verankerung am Boden erzielt, wodurch der gesamte Aufbau vom Boden völlig unabhängig ist.
Dies wird ausschließlich im Rahmen der Erfindung dadurch erreicht, daß als Spannelemente im Basiskörper
verschiebbare Halter vorgesehen sind. Es ist auch möglich, anstatt dieser verschiebbaren
Halter, die in den waagerechten Bügeln eingehängt werden, eine an sich bekannte Gelenkschere zu verwenden,
deren Arme beispielsweise am waagerechten Bügel und am Basiskörper befestigt sein
können.
In der Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel der Gesamtausbildung der Erfindung sowie Ausführungsbeispiele
von Einzelheiten veranschaulicht.
Fig. ι zeigt schaubildlich ein Fahrzeug mit der im Transportzustand befindlichen Einrichtung; in
Fig. 2 ist, ebenfalls schaubildlich, dieses Fahr-. zeug mit der Einrichtung im aufgeklappten Benutzungszustand
dargestellt; .
Fig. 3 zeigt in Vorderansicht die Einrichtung mit nur einem Teil des Fahrzeugdaches und
Fig. 4 eine Einzelheit in Ansicht; in
Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 1-1 der
Fig. 4 dargestellt, und in
Fig. 6 ist der Rahmen schaubildlich veranschaulicht.
Auf dem Dach 2 eines Fahrzeuges ist mittels geeigneter Streben ein aus Rohren 3, 4 gebildeter
Basiskörper befestigt. Dieser Basiskörper kann als Gepäckträger ausgebildet sein und trägt gemäß
Fig. ι die Einrichtung im transportfertigen Zustand. Eine Schutzhülle 5 aus wetterfestem Material
ist über die gesamte Einrichtung gedeckt, um sie nicht der Witterung während der Fahrt auszusetzen.
Aus Fig. 1 läßt sich erkennen, daß die Ein-
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richtung im transportfertigen Zustand einen ganz flachen Aufbau darstellt. In Fig. 2 ist die Einrichtung
in aufgeklapptem Zustand dargestellt. Drei mit einer Bespannung 9 versehene Bügel 6, 7, 8
sind durch geeignete Lagerelemente am Basiskörper verankert. Die Bespannung 9 ist im weiteren
auch an den zwei Schmalseiten und an der einen Längsseite des Basiskörpers mit dem Rohr 4
desselben verbunden, so daß sich durch das Aufklappen der Bügel drei ungleiche Sektoren ergeben.
Der erste Sektor wird von dem horizontal liegenden Bügel 6 und dem lotrecht stehenden Bügel 7
gebildet, der zweite Sektor wird von dem letzteren Bügel 7 und dem unter 45 ° geneigt stehenden
Bügel 8 und der letzte Sektor wird wiederum von dem Bügel 8 und dem Rohr 4 des Basiskörpers gebildet.
Die Überdachung seitlich des Fahrzeugbereiches entspricht somit einem Satteldach, und die
von den zwei Sektoren gebildete, das Fahrzeug überdachende Seite kommt einem Mansardendach
gleich. Der horizontal liegende Bügel 6 trägt weiter einen vorhangartig verschiebbaren Behang, der beispielsweise
aus zwei Seiten- und zwei Eingangsteilen 10, 11 besteht. Der von den beiden Sektoren
über dem Fahrzeugdach gebildete Raum ist als Schlafraum verwendbar und kann ohne weiteres
mit Matratzen ausgelegt werden, die sich ebenfalls im Basiskörper in Transportstellung befinden
können. Zwischen dem Sektor und dem als eigentlicher Schlafraum vorgesehenen Raum kann als
Trennwand ein Vorhang 12 dienen. Da der seitlich außerhalb des Fahrzeuges befindliche Raum für den
Aufstieg ohne Boden ausgebildet ist, kann er als
. Ablegeplatz für die verschiedensten Ausrüstungsgegenstände wie Kleider u. dgl. verwendet werden.
Es ist auch ohne weiteres möglich, beispielsweise durch Hängematten hier weitere Schlafstellen zu
errichten, wobei die Hängematten etwa an den beiden Schmalseiten des horizontal liegenden Bügels 6
befestigt werden können. Insbesondere das Umkleiden der Personen kann ebenerdig hinter dem
Behang 10, 11 unbeobachtet vorgenommen werden. In Fig. 3 ist die Einrichtung in Vorderansicht
auf einem nur teilweise dargestellten Fahrzeug-
4-5 dach 2 veranschaulicht. Die drei Bügel 6, 7, 8 sind
in transportbereitem Zustand dargestellt, und die Pfeile 13, 14, 15 zeigen die verschieden langen
Wege an, die von den Bügeln zurückgelegt werden müssen, um in die gestrichelt angedeuteten, beispielsweisen
Wirkungsstellungen zu gelangen.
In Fig. 4 ist die spezielle Ausbildung der Lagerung der Bügel an Hand eines Ausführungsbeispieles
veranschaulicht. Diese Ansicht ist von der Längsseite des Fahrzeuges gesehen, und hieraus ist
zu erkennen, wie die drei Bügel 6, 7, 8 übereinander angeordnet und mittels eines Halters 16 am
Basiskörper befestigt sind. Die Bügel 6, 7, 8 sind hier abgebrochen und in die Wirkungsstellung geklappt
gezeichnet und die Enden derselben sind abgerundet zueinander weisend gebogen. Die Endstücke
der Bügel sind mit Lagerbolzen 17 versehen, die in den Bohrungen der Bügel gelagert sind.
Diese Lagerbolzen sind ihrerseits in dem laschenförmig ausgebildeten Halter 16 gelagert und können
sich in demselben drehen. Durch die abgerundete Ausbildung der Enden der Bügel läßt sich ,
auch der mittlere Bügel 7, trotzdem er unter dem in horizontaler Lage befindlichen Bügel 6 gelagert
ist, unbehindert in die lotrechte Lage klappen. Die Halterung der Lagerbolzen 17 in den Endstücken
der Bügel 6, 7, 8 ist aus der einen Schnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 4 darstellenden Fig. 5 ersichtlich. Die Lagerbolzen 17 weisen eine Einschnürung
18 auf, und das Material der Bügel ist an dieser Stelle an diese Einschnürung angedrückt, wodurch
die Lagerbolzen 17 in den Bügeln axial unverrückbar festsitzen. In ihrem hintersten Verlauf sind die
Lagerbolzen 17 im Halter 16 gelagert und lassen sich in diesem frei drehen. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
weisen die Lagerbolzen Köpfe 18 auf, damit sich die Bügel nicht mitsamt den Lagerbolzen
aus dem Halter 16 verschieben lassen. Da die Bügel auf derselben Längsseite des Fahrzeuges,
aber an der anderen Schmalseite spiegelbildlich genau gleichartig gelagert sind, wäre rein theoretisch
keine Verschiebung in den beiden Haltern möglich; praktisch gestattet jedoch die nicht unerhebliche
Länge erforderlichenfalls doch eine vorübergehende Biegung der Bügel, wodurch dann
auch eine axiale Verschiebung in den Haltern eintreten kann.
In den Fig. 3 und 6 ist veranschaulicht, wie ein im Basiskörper verschiebbar gelagerter Halter 20
an dem in horizontaler Lage angeordneten Bügel 6 derart in Wirkungsstellung gebracht werden kann,
daß die gesamte Einrichtung, d. h. die Bügel mitsamt der Bespannung, im aufgeklappten Zustand
gehalten werden. Natürlich befinden sich beiderseits dieser Längsseite des Fahrzeuges solche
Halter, womit die Einrichtung in sich selbst gespannt werden kann; trotz der sich über den freien
Boden erstreckenden Räumlichkeit ist keine Bodenverankerung notwendig.
Durch die in Fig. 3 gestrichelt angedeutete besondere Form der Räumlichkeit, die durch die
Bügel mittels der Bespannung 9 sowie auch infolge der Lagerung der Bügel an einer Längsseite des
Fahrzeuges erreicht wird, ergibt sich ein zeltartiger Aufbau, dessen größte Höhe 21 sich in Form einer
Firstlinie 22 über jener Längsseite des Fahrzeuges .110
befindet, an der die Bügel gelagert sind. Hierdurch wird insbesondere eine bequeme Einstiegsmöglichkeit
in den Innenraum des Fahrzeuges sowie in die als Schlaf raum oberhalb des Fahrzeugdaches ge-.
bildete Räumlichkeit erhalten. In besonders vorteilhafter Weise wird der in waagerechter Lage in
Wirkungsstellung gelangende Bügel 6 auf dem Basiskörper zuoberst gelagert, wodurch der .herausragende
Bügel 6 eine genügende Bodenhöhe aufweist und so ein Durchgehen von Personen in auf-
rechter Stellung ermöglicht. Natürlich könnte dieser Bügel durch die entsprechende.Ausbildung der
Bespannung 9 auch schräg nach oben weisend verankert werden, aber in diesem Falle müßten die
Seitenteile 10, um lotrecht fallen zu können, an ihrer Oberseite schräg geschnitten sein, was jedoch
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beim Zusammenlegen der Einrichtung wieder Schwierigkeiten machen würde; die Seitenteile
müßten in diesem Falle gefaltet werden, wo hingegen sie nach der dargestellten Ausführung
faltenlos plan in die Transportlage gelegt werden können. Die Seitenteile in der Transportstellung
der Einrichtung können über die in derselben verpackten Gebrauchsgegenstände wie Matratzen,
Decken u. dgl. gelegt werden und bilden so eine zusätzliche Abdeckung für wertvolles Gut. Anderer-.
seits kann eine für den Transportzustand beispielsweise eigens als Schutzhülle 5 vorgesehene Plane
beim Camping als Abdeckhaube für den nicht überdeckten Teil des Fahrzeuges dienen.
In Fig. 6 ist der Rahmen der Einrichtung schaubildlich dargestellt. Die Bügel 6, 7, 8 sind hierin
abgeschnitten dargestellt und in Wirkungsstellung geklappt gezeichnet. Aus dieser Darstellung" ist besonders
deutlich zu ersehen, daß der Basiskörper aus zwei rundumlaufenden Rohren 3, 4 besteht, die
durch Laschen 23 miteinander verbunden sind. Da die Fahrzeuge und damit auch die Dächer derselben
größenmäßig völlig unterschiedlich ausgebildet sind, können die rundumlaufenden Rohre 3, 4 des
S5 Basiskörpers für sämtliche Fahrzeugtypen gleich
groß sein, aber es muß zwischen dem eigentlichen Basiskörper und dem Fahrzeugdach noch ein
Zwischenglied vorgesehen sein, womit die Einrichtung am Dach befestigt werden kann. Als Befestigungsorgane
fungieren beispielsweise allgemein für Gepäckträger übliche Saugpuffer 24 mit Kugelgelenk; die Streben 25 dieser Puffer weisen
Laschen 26 auf, womit die Puffer verstellbar an Schienen 27 befestigt sind. Es sind zwei Schienen
27 vorgesehen, von denen jede wieder, mit zwei Saugpuffern 24 ausgestattet ist, und die Schienen
27 selbst sind wieder mittels je zweier Laschen 28 am unteren Rohr 3 des Basiskörpers verstellbar
angebracht. Die Länge der Schienen 27 ist so groß gewählt wie die Breite des Basiskörpers; die
Schienen können je nach der Länge eines Fahrzeuges am Basiskörper mehr oder weniger weit
auseinandergeschoben und festgestellt werden. Durch die Querverschiebung der Saugpuffer 24 auf
den Schienen 27 läßt sich die Einrichtung wiederum breitenmäßig jeder Type anpassen. Dadurch kann
die Standardausführung der Einrichtung jeder Fahrzeuggröße angepaßt werden.
Die Bügel sind an ihrem Ende abgerundet und zueinander weisend geformt; die Lagerung erfolgt
erst an den zueinanderweisenden Teilstücken der Bügel. Im Transportzustand, also im zusammengeklappten
Zustand, ergeben die aufeinanderliegenden Bügel an den zwei Schmalseiten und an einer
Längsseite einen bordartigen Aufbau. Es kann vorteilhaft sein, die zueinander weisenden Enden 29
der Bügel langer auszubilden, als dies zur Abrundung und zur Lagerung notwendig erscheint, um
so auch an der zweiten Längsseite zumindest im vorderen und hinteren Bereich einen bordartigen
Aufbau zu erhalten. Dies ist für eine bequeme Unterbringung von, Ausrüstungsgegenständen sehr
vorteilhaft. Aber auch im Benutzungszustand, wenn also der Raum über dem Fahrzeugdach als Schlafraum
verwendet wird, ist es sehr angenehm, in der Kopf- bzw. Schulterpartie und bei den Füßen eine
wenn auch geringe, so doch stabile Erhöhung zu haben.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich gegenüber allen früher bekanntgewordenen Vorschlägen durch
die Erfindung die fortschrittliche Möglichkeit, in einfachster Weise einen wettergeschützten Vorraum
ari einer Seite des Kraftfahrzeuges in kürzester Zeit zu erhalten, der sowohl mit dem Wageninneren
als auch mit dem Raum über dem Dach verbunden ist.
Claims (8)
1. Kraftfahrzeug mit auf dem Dach angebrachter Einrichtung zum Aufbau einer Unterkunft,
die im Benutzungszustand mit einer Zeltüberdachung zusammenwirkende, auf einen
am Fahrzeugdach fixierten Basiskörper niederklappbare und im Transportzustand abdeckbare
Rahmen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen (6, 7, 8) an dem am Fahrzeugdach
(2) befestigten Basiskörper (3, 4) im oberen Bereich einer Fahrzeugseitenwand schwenkbar gelagert sind, wobei einer (6) dieser
Rahmen in seinem seitlich aufgeklappten Zustand einseitig über die Dachfläche des Fahrzeuges
etwa in der gleichen Flächenausdehnung wie diese auskragt und gemeinsam mit einem
über der Dachfläche des Fahrzeuges nach oben gerichteten Rahmen (7) das Skelett für die
Zeltüberdachung einer den Wagenraum ergänzenden Räumlichkeit bildet, die sich sowohl
oberhalb des Fahrzeugdaches als auch neben einer Längsseite des Fahrzeuges erstreckt, und
zwar mit der durch den über das Fahrzeugdach nach oben gerichteten Rahmen satteldachartig
wirksamen Firstlinie, die dem Raumteil oberhalb des Fahrzeugdaches und dem seitlich
daran anschließenden, bis zum Erdboden herabreichenden Raumteil gemeinsam ist, von dem
sowohl der Wageninnenraum als auch der über dem Fahrzeugdach gebildete Raumteil witte-
- rungsgeschützt zugänglich sind.
2. Einrichtung ausschließlich nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rahmen aus drei formgleichen, übereinander gelagerten klappbaren Bügeln (6, 7, 8) und in
an sich bekannter Weise aus einem starren, am Fahrzeugdach befestigten Basiskörper (3, 4)
bestehen. 115·
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise
der Basiskörper als Gepäckträger ausgebildet ist.
4. Einrichtung ausschließlich nach An-Spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus
Rohren gebildeten Bügel (6, 7, 8) an ihren zur Lagerung vorgesehenen Partien abgerundet zueinander
weisend geformt und an den Endstücken mit Lagerbolzen (17) versehen sind,
wobei die übereinander angeordneten Lager-
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bolzen je einer Seite in einem gemeinsamen, am Basiskörper befestigten Halter (i6) gelagert
sind. '
5. Einrichtung ausschließlich nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von den
übereinander gelagerten Bügeln (6, 7, 8) vermöge der Bespannung (9) der zuoberst angeordnete
Bügel (6) um einen Winkel von i8o° etwa in horizontale Lage, der mittlere Bügel (7)
um einen etwa rechten Winkel in ungefähr lotrechte Lage und der zuunterst angeordnete
Bügel (8) um einen spitzen Winkel von 45 ° zur Ruhelage der Bügel schwenkbar und diese
Bügel in den angegebenen Lagen durch beispielsweise am horizontal liegenden Bügel verankerbare
Spannelemente fixierbar sind.
6. Einrichtung ausschließlich nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der für
die horizontale Lage vorgesehene Bügel (6) einen vornehmlich vorhangartig ziehbaren Be- ao
hang aufweist, der aus Seiten- und Eingangsteilen (io, ii) besteht.
7. Einrichtung ausschließlich nach Anspruch 5,, dadurch gekennzeichnet, daß als
Spannelemente im Basiskörper verschiebbare Halter (20) vorgesehen sind oder eine an sich
bekannte Gelenkschere verwendet ist.
8. Einrichtung ausschließlich nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein als
Seitenteil (10) vorgesehener Behang im Transportzustand der Einrichtung als Schutzhülle
für die letztere verwendbar ausgebildet ist.
Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 821 226;
britische Patentschrift Nr. 360853; USA.-Patentschriften Nr. 1 984681, 2530450,
594 065, 2 600 799.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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