DEW0017825MA - - Google Patents

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DEW0017825MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. November 1955 Bekamrtjgeniacht am
DEUTSCHES PATENTAMT
29. November 1956
PATENTANMELDUNG
KLASSE 45 e GRUPPE 36oi INTERNAT. KLASSE A 01 f
W17825III/45e
Ing. Wilhelm Kleidorfer, Kufstein
Ü3fl§SK,XESSiSSH]ä3fc (Österreich)
ist als Erfinder genannt worden
Peter Weninger, Innsbruck (Österreich)
Vertreter: Dipl.-Chem. Dr. phil. E. Sturm, Patentanwalt, München
Einrichtung zur Zerkleinerung von insbesondere pflanzlichem Gut unter Verwendung des Prinzips der Hammermühle
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Zerkleinerung von insbesondere pflanzlichem Gut unter Anwendung des Prinzips der Hammermühle.
An derartige Einrichtungen werden in landwirtschaftlichen Betrieben oft große Anforderungen gestellt. So· werden unter Umständen ganze Kürbisse, Maiskolben u. dgl. der Zerkleinerung zugeführt, was naturgemäß an die Verarbeitungsorgane der Einrichtungen hohe Anforderungen stellt.
Für derartige Anforderungen versagen die bisher bekannten Hammermühlen, vor allem jene, welche ein mit Mahlkammern gleichmäßiger oder variierender Breite bzw. ein mit Rillen versehenes Gehäuse aufweisen, da das pflanzliche Gut in den Kammern oder Rillen verkleben und verfilzen würde, wodurch sowoihl dessen Bewegung zum Auslaß als auch die Zerkleinerungswirkung auf das nachfolgende Gut gestört wäre.
Auch mit den Hammermühlen ohne Mahlkammern in den bisher bekannten Ausführungen konnten selbst unter Verwendung von Messern, welche den Hämmern vorgelagert sind, keine befriedigende Zerkleinerungswirkung erzielt werden. Auch die Verwendung eines Hammersatzes, bei welchem in bekannter Weise die einzelnen Zerkleinerungswerkzeuge unterschiedliche Formgebung aufweisen, konnte nicht befriedigen.
Ein guter Feinheitsgrad des bearbeiteten Gutes wird erfindungsgemäß, dadurch erreicht, daß die im Verlaufe der Drehwelle angeordneten Hämmer vom Eintrittsbereich des zu zerkleinernden Gutes bis zu dessen Ausgabeöffnung mit absatzweise ab-
609' 657746
W17825 HI/45e
nehmenden Breiten ausgebildet sind, wobei sich mit der Verringerung der Breiten der Hämmer deren Anzahl je Längeneinheit der Drehwelle proportional steigert.
Die derart, und zwar vornehmlich an der Eintrittsstelle des Gutes verstärkt ausgeführten Häm-■y!\r,,^a^ri»jajj-s-b'es'Qj^derej.in der Breitenerstreckung, be- '' üwirkert-'selbst''· bei gröbster und rauhester Beschik-{,<(' k.v£n,g_-;;; der·; ;.·, Einrichtung ein zufriedenstellendes
ίο Zerkleinern des Gutes. Nahe der Ausgabeöffnung, wo das Gut also vor seiner Endbearbeitung.. steht., sind auf einem gleich langen Drehwellenabschnitt wesentlich mehr, jedoch schmälere Hämmer vorgesehen, als an der Eintrittspartie des pflanzlichen Gutes. Sie sind hier in der Masse geringer, schmäler und enger beisammen und verarbeiten das Gut, unabhängig von seiner Zusammensetzung, in die ge-
wÄfischteS^lkii6 Masse.
/'■{ ,gsi|ipnii|:n'?;auch mehrere Arten von Hämmern
vo:rgese:he,ni:"sein, von denen die ersten nicht nur ί in. der . Breite, sondern auch in der zweiten Di-
\- ..(pension die nachfolgenden Hämmer übertreffen.
\«. Die nachfolgenden Hämmer können also sowohl yäri-.der Breite als auch in der Stärke immer kleiner \$erderi; da ja nun nicht mehr eine so große Wucht verlangt wird als an der Eintrittsstelle des Gutes. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeiispiel veranschaulicht, es soll die Erfindung jedoch nicht darauf eingeschränkt sein.
Fig. ι zeigt ein solches Ausführungsbeispiel im Längsschnitt, und die
Fig. 2, 3 und 4 zeigen· in Draufsicht Hämmer mit verschiedenen Breiten, wie sie in der erfindungsgemäßen Ausführung Anwendung finden.
Eine trichterförmige Zuführung 1 mündet in einen aus biekannten Gründen konisch ausgebildeten Stutzen 5, in welchem sich die für die Zersehneidung gröbster Teile vorgesehenen Messer 2 befinden. Diese sind mit den in der Breite verschieden ausgebildeten Hämmern 16, 17 und 18 auf einer gemeinsamen Drehwelle 3 befestigt. Es ist besonders vorteilhaft, nicht nur die Hämmer, sondern auch die Messer lose zu befestigen, damit unversehens eingebrachte harte Gegenstände, wie etwa Steine oder Knochen, diese Messer nicht zu beschädigen vermögen.
Den Antrieb besorgt hier ein Motor 4, der beispiels'weise mittels 'eines Lagers 12 fliegend, direkt an der Einrichtung selbst gelagert ist. Die Drehwelle 3 kann, wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, durch den Abschlußdec'kel ι ο hindurchragen und hier eine Riemenscheibe 11 tragen, womit mittels1 desselben Antriebes auch' noch andere Maschinen betrieben werden können.
Die Zuführung 1 dient vorwiegend für die Einführung von Gras, Rüben u. dgl., und ein Beschickungsbehälter 13 ist für die Einbringung von korn- oder schrotartigem Gut bzw. von Flüssigkeit vorgesehen, welche durch eine mittels eines Schiebers 15 absperrbare Einlaßöffnung 14 in den konischen Stutzen 5 gelangen.
An den konischen Stutzen 5 schließt nun eine
Radialwand 7 an, und an diese ist nach dem Ausführungsbeispiel die Zylinderwänd 6 angeschlossen.
Gelangt nun das von den Messern 2 etwas zerstückelte Gut entlang der -Wandung des konischen Stutzens 5 in den Bereich der 'radialen Absatzfläche 8, so wird es von den bier vorgesehenen, mit großer Breite 21 ausgebildeten Hämmern 18 mit geradezu vehementer Wucht in vorwiegenid kleine Teilchen zerschlagen. Diese starken Hämmer 18 besorgen auch bereits eine kraftvolle Durch.-mischung eventuell beigemengter Zusätze, und diese grobkörnige Masse wandert vermöge der Vorschubwirkung des konischen Stutzens 5 weiter und gelangt so in den Bereich der 'mit einer mittleren Breite 20 ausgebildeten Hämmer 17. Diese Hämmer 17 bewirken eine weitere. Zerkleinerung des Gutes, wobei es von besonderem Vorteil ist, daß letztere in der Anzahl je Längeneinheit der Drehwelle in vergrößertem Maße vorhanden sind. Das hier einer gemischten Mahl- und Knetwirkung ausgesetzte Gut kommt nun endlich in die Bearbeitung von Hämmer 16, welche mit einer geringen Breite 19 und vorzugsweise auch mit geringer Masse ausgebildet sind. Diese Hämmer besorgen die Endbearbeitung des zu zerkleinernden Gutes.
Selbstverständlich ist es möglich, mehrere Arten von Hämmer vorzusehen, wie dies insbesondere in den Fig. 2 bis 4 versinnbildlicht ist.
Es besteht auch die Möglichkeit, durch entsprechende Anbringung der Ausgabeöffnung 9 bzw. deren Ausbildung einen beliebigen Feinheitsgrad des zerkleinerten Gutes zu erzielen. Die Ausgabeöffnung 9 kann beispielsweise auch in seitlicher Höhe der Zylinderwänd 6 angebracht sein, wodurch insbesondere bei kleineren Einrichtungen eine be-, queme Entnahme des Gutes ermöglicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Einrichtung zur Zerkleinerung von insbesondere pflanzlichem Gut unter Anwendung des Prinzips der Hammermühle, dadurch gekennzeichnet, daß die im Verlauf der Drehwelle (3) angeordneten Hämmer (18, 17, 16) vorn Eintrittsbereich des zu zerkleinernden Gutes bis zu dessen Ausgabeöffnung (9) mit absatzweise abnehmenden Breiten (21, 20, 19) ausgebildet sind, wobei sich mit der Verringerung der Breiten (21, 20, 19) der Hämmer (18, 17,. 16) deren Anzahl je Längeneinheit der Drehwelle proportional steigert. ,
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich mit der Verringerung der Breiten (21, 20, 19) der Hämmer (18, 17,
    16) in ähnlicher Größenordnung, und zwar unabhängig von der Länge der Hämmer, auch deren Masse verringert.
    i —
    In Betracht gezogene Druckschriften:.
    Deutsche Patentschrift Nr. 553 710.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © «09 «57/4« 10.56

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