EP0013400A1 - Verfahren zur Trocknung von feuchten Bahnen aus Papier oder Kartonagen - Google Patents
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- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
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Definitions
- the invention relates to a method for drying moist webs of paper or cardboard, especially those that are subsequently coated, to a moisture content of 2-9% by combined capacitive high-frequency and cylinder drying.
- Capacitive high-frequency dryers which are connected downstream of the conventional cylinder dryers of the paper machines, are advantageously used for drying paper webs. With these capacitive dryers, a high level of economy and a very high degree of drying uniformity can be achieved. If you add a few drying cylinders to a high-frequency dryer, the moist paper surface caused by the high-frequency heating leads to significantly more effective drying by the drying cylinders.
- the object of the present invention is to specify a procedure for assigning the individual drying processes by means of which the moisture profile of paper and cardboard can be optimally evened out.
- This object is achieved in that the web is first dried to a moisture of 10 to 20% by means of cylinder drying, then to a moisture of approx. 6 to 10% by high frequency and then to the desired final moisture between 2 and 8% by means of cylinder drying .
- each dryer is used in the area in which it has its optimal effect with regard to the homogenization of the moisture profile and the investment costs to be expended.
- the paper web 1 coming from a paper machine (not shown) in the direction of arrow 2 at a constant speed first passes through a steam-operated conventional cylinder dryer 3 with, for example, 60 drying cylinders, in which the paper is pre-dried to about 15% moisture. This is followed by a capacitive high-frequency dryer 4, in which the paper is dried to about 7% moisture. The rest of Drying to about 4% residual moisture is then carried out again in a cylinder dryer 5 with, for example, eight drying cylinders.
- the performance of the individual drying devices is determined in accordance with the measurement data supplied by measuring devices (not shown) by means of a control device 6, e.g. a process computer.
- FIG. 2 shows the moisture U A of the paper web 1 at the end of a drying process on the abscissa and the achievable mean deviation ⁇ U A of the moisture from the value U A on the ordinate.
- curve I applies to the cylinder dryer and curve II applies to the capacitive high-frequency dryer, the electrode voltage being regarded as constant here.
- the curves are also related to the case where a disturbance occurs at the entrance to the drying device due to a change in the basis weight of the web of approximately 2.5%.
- curve II is, except for the range of 1-3%, much lower for the high-frequency dryer - i.e. the high-frequency dryer brings a much higher level of uniformity for a given disturbance at the entrance.
- the optimal value for the individual ranges of drying results in the above-mentioned value ranges, i.e. a pre-drying to 10-20% with a cylinder dryer, then a capacitive high-frequency drying to 6-10% and, if desired, a remaining drying with a cylinder dryer to a final moisture between 2 and 8%.
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Abstract
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Trocknung von feuchten Bahnen aus Papier oder Kartonagen, insbesondere solchen, die nachträglich gestrichen werden, auf eine Feuchte von 2-9% durch kombinierte kapazitive Hochfrequenz- und Zylindertrocknung.
- Zur Trocknung von Papierbahnen werden heute mit Vorteil kapazitive Hochfrequenztrockner benutzt, die den konventionellen Zylindertrocknern der Papiermaschinen nachgeschaltet sind. Mit diesen kapazitiven Trocknern läßt sich gleichzeitig eine hohe Wirtschaftlichkeit und eine sehr große Gleichmäßigkeit der Trocknung erreichen. Schaltet man einem Hochfrequenztrockner noch einige Trockenzylinder nach, so führt die durch die Hochfrequenzheizung bedingte feuchtere Papieroberfläche zu einer deutlich wirksamen Nachtrocknung durch die Trockenzylinder.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Zuordnung der einzelnen Trocknungsabläufe anzugeben, durch das eine optimale Vergleichmäßigung des Feuchteprofils bei Papier und Kartonagen erreichbar ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bahn zunächst mittels Zylindertrocknung auf eine Feuchte von 10 bis 20%, dann mit Hochfrequenz auf eine Feuchte von ca. 6 bis 10% und anschließend mittels Zylindertrocknung auf die gewünschte Endfeuchte zwischen 2 und 8% getrocknet wird.
- Auf diese Weise wird jeder Trockner in dem Bereich eingesetzt, in dem er seine optimale Wirkung hinsichtlich der Vergleichmäßigung des Feuchteprofils und der aufzuwendenden Investitionskosten entfaltet.
- Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert;
- es zeigen:
- Figur 1 den schematischen Aufbau einer Trocknungsanlage für Papier und
- Figur 2 die prozentuale Störgrößenausregelung für Zylinder- und Hochfrequenztrockner in Abhängigkeit von der prozentualen gewünschten Endfeuchte des Papiers.
- Die in Richtung des Pfeiles 2 mit konstanter Geschwindigkeit - aus einer nichtgezeigten Papiermaschine kommende - Papierbahn 1 durchläuft zunächst einen mit Dampf betriebenen konventionellen Zylindertrockner 3 mit z.B. 60 Trockenzylindern, in dem das Papier bis auf ca. 15% Feuchte vorgetrocknet wird. Hieran schließt sich ein kapazitiver Hochfrequenztrockner 4 an, in dem das Papier bis auf ca. 7% Feuchte getrocknet wird. Die restliche Trocknung auf etwa 4% Restfeuchte wird dann wieder in einem Zylindertrockner 5 mit z.B. acht Trockenzylindern vorgenommen.
- Die Leistungen der einzelnen Trocknungsvorrichtungen werden dabei entsprechend den - von nichtgczeigten Meßeinrichtungen - gelieferten Meßdaten mittels einer Steuervorrichtung 6, z.B. einem Prozeßrechner, festgelegt.
- In Figur 2 ist auf der Abszisse die Feuchte UA der Papierbahn 1 am Ende eines Trocknungsvorganges angegeben und auf der Ordinate die erreichbare mittlere Abweichung δ UA der Feuchte von dem Wert UA. Hierbei gilt die Kurve I für den Zylindertrockner und die Kurve II für den kapazitiven Hochfrequenztrockner, wobei hier die Elektrodenspannung als konstant angesehen wird. Die Kurven sind ferner auf den Fall bezogen, daß am Eingang der Trocknungsvorrichtung eine Störgröße durch Änderung des Flächengewichtes der Bahn um ca. 2,5% auftritt.
- Wie aus der Kurve I ersichtlich, ist mit dem Zylindertrockner bei einer gewünschten Ausgangsfeuchte UA von 15% eine mittlere Abweichung von 1% erreichbar, dagegen bei einer gewünschten Ausgangsfeuchte von z.B. 3% eine mittlere Abweichung von 0,25%.
- Wie ersichtlich, liegt die Kurve II- bis auf den Be- ) reich von 1-3% für den Hochfrequenztrockner wesentlich niedriger - d.h. der Hochfrequenztrockner bringt eine wesentlich höhere Vergleichmäßigung bei gegebener Störgröße am Eingang.
- 5 Wie ferner aus der Kurve ersichtlich, ist aber der Unterschied unterhalb UA ≈ 6% nicht so erheblich, als daß sich der Einsatz der relativ teueren Hochfrequenzenergie lohnen würde. Andererseits steigt aber oberhalb 10% gewünschter Endfeuchte der Anteil der mit Hochfrequenz - d.h. Leistung N (gestrichelte Kurve) - zu verdampfenden Feuchtigkeit, so daß aus Investitionsgründen und Gründen zunehmender Überschlagsgefahr auch in dieser Richtung für den kapazitiven Hochfrequenztrockner Grenzen gesetzt sind.
- Für die mit dem Hochfrequenztrockner zu erreichende Feuchte ist es also vorteilhaft, wenn die Werte im Bereich B liegen. Trocknung auf Werte in den Bereichen A und C werden dagegen vorteilhaft mit Zylindertrocknern vorgenommen, wobei die Grenzen naturgemäß zwischen den einzelnen Bereichen fließend sind.
- Insgesamt gesehen, ergeben sich also für eine optimale Vergleichmäßigung die eingangs genannten Wertbereiche für die einzelnen Trocknungsvorgänge, d.h. eine Vortrocknung auf 10-20% mit einem Zylindertrockner, anschließend dann eine kapazitive Hochfrequenztrocknung auf 6-10% und falls gewünscht, eine restliche Trocknung mittels Zylindertrockner auf eine Endfeuchte zwischen 2 und 8%.
Claims (1)
- Verfahren zur Trocknung von feuchten Bahnen aus Papier oder Kartonagen, insbesondere von solchen, die nachträglich gestrichen werden, auf eine Feuchte von 2-8% durch kombinierte kapazitive Hochfrequenz- und Zylindertrocknung, dadurch gekennzeichnet , daß die Bahn (1) zunächst mittels Zylindertrocknung auf eine Feuchte von 10-20%, dann mit Hochfrequenz auf eine Feuchte von ca. 6-10% und anschließend mittels zylindertrocknung auf die gewünschte Endfeuchte zwischen 2-8% getrocknet wird.
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