EP0013432B1 - Mehrlagiges Segeltuch - Google Patents
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D11/00—Double or multi-ply fabrics not otherwise provided for
Definitions
- the invention relates to the use of a multi-layer fabric as a canvas.
- Canvas is made in a wide variety of weight classes (weight per square meter). Their use depends on the one hand on the size of the boats or ships, such as small dinghies, ocean-going yachts, Raasegler, on the other hand according to the specific conditions, such as light sails, heavy weather sails, storm sails, spinnakers etc.
- these different weight classes are single-ply fabrics with different yarn titer and yarn settings, so that the strength of the fabric increases with increasing square meter weight, but the fabric also has properties that are inevitable due to the weaving changes in the setting in warp and weft. Above all, this includes influencing the longitudinal, transverse and diagonal stability.
- the invention has for its object to propose a multi-layer canvas, the fabric layers are firmly connected to each other without the disadvantages mentioned above, so that the sail has a high trim resistance. Furthermore, the canvas should have a high yarn filling.
- a multilayered fabric as a canvas, the fabric consisting of at least two fabric layers which are independent of one another in weave, yarn or color and which are connected to one another by changing the fabric layers from one side to the other, and the change is made over the entire width of the fabric or partially and at intervals of 2 to 80 mm.
- a change of fabric layers from one side to the other of the fabric is known from FR-A-1 474 273, but this change of goods is only used for patterning the fabric.
- the fabric layers are firmly connected to one another by the change of the fabric layers by the specified configuration, a high trim resistance of the canvas being achieved with high yarn filling, without the fabric being weakened at the connection points and the handling being impaired. Rather, the change of goods results in an increased grip of the canvas even when using smooth plastic fibers.
- a canvas made in this way retains its shape stability for a long time.
- FIGS. 2 and 3 are to be regarded as examples.
- the fabrics (a) and (b) have different types of warp and weft systems, then when the fabrics are changed, correspondingly alternating fabric images appear on the fabric surfaces.
- These can be colored, e.g. B. be formed as a strip or check, but they can also be caused by differences in the weave, the types of yarn and the yarn diameter.
- the latter type of embodiment according to the invention can be used to increase the stability behavior and the durability, but they can also be added to the pattern by subsequent color-technical measures, e.g. B. piece coloring.
- the strength, stability and grip of the multi-layer fabric can also be influenced by the reinforcement threads (e1) or filler threads (e2) shown in Fig. 6, which are to be introduced into the cavity created by the change of fabric.
Landscapes
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Description
- Die Erfindung betrifft die Verwendung eines mehrlagigen Gewebes als Segeltuch.
- Segeltuche werden in den verschiedensten Gewichtsklassen (Gewicht je qm) hergestellt. Ihre Verwendung richtet sich einerseits nach der Größe der Boote oder Schiffe, wie kleine Jollen, Hochseeyachten, Raasegler, andererseits nach den einsatzspezifischen Bedingungen, wie Leichtsegel, Schwerwettersegel, Sturmsegel, Spinnaker usw.
- Im allgemeinen sind diese verschiedenen Gewichtsklassen einlagige Tuche aus unterschiedlichen Garntitern und Garneinstellungen, so daß die Festigkeit des Tuches mit wachsendem Quadratmetergewicht zwar zunimmt, das Tuch aber auch Eigenschaften erhält, die durch die webtechnischen Veränderungen der Einstellung in Kette und Schuß unvermeidlich sind. Hierzu gehört vor allem die Beeinflussung der Längs-, Quer- und Diagonal-Stabilität.
- Es hat sich daher zur Erzielung besonderer Eigenschaften die Gepflogenheit herausgebildet, Segeltuche mehrlagig, insbesondere zweilagig aus Geweben niedriger Gewichtsklassen herzustellen, da diese Gewichtsklassen in bezug auf die genannten »Trimmeigenschaften« besonders gut sind. Diese Gewebe werden durch bekannte Techniken, wie Nähen, Bindekette, Kleben, Kaschieren miteinander verbunden.
- Diese bekannten Techniken bringen in der Fertigung und bzgl. der Haltbarkeit der Verbindungen insofern Probleme mit sich, weil sie einerseits besondere, die Kosten erhöhende Arbeitsgänge verlangen, andererseits in der Auswirkung auf das Produkt nicht immer befriedigend sind. So ist das Vernähen zweier Gewebelagen aufwendig, wobei das Gewebe an den Nahtstellen durch Perforierung geschwächt wird. Eine Klebeschicht zwischen zwei Gewebelagen bringt eine erhöhte Sperrigkeit des Segeltuchs und eine Gewichtserhöhung mit sich, wobei die Klebeschicht beim Reffen des Segels leicht brechen kann.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mehrlagiges Segeltuch vorzuschlagen, dessen Gewebelagen ohne die zuvor angegebenen Nachteile fest miteinander verbunden sind, so daß das Segel eine hohe Trimmfestigkeit aufweist. Ferner soll das Segeltuch eine hohe Garnfüllung haben.
- Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch die Verwendung eines mehrlagigen Gewebes als Segeltuch, wobei das Gewebe aus mindestens zwei in Bindung, Garn oder Farbe voneinander unabhängigen Gewebelagen besteht, die durch einen Wechsel der Gewebelagen von der einen auf die andere Seite des Gewebes miteinander verbunden sind, und der Wechsel über die ganze Breite des Gewebes oder partiell und in Abständen von 2 bis 80 mm ausgebildet ist.
- Aus der FR-A-1 474 273 ist ein Wechsel von Gewebelagen von der einen auf die andere Seite des Gewebes zwar bekannt, jedoch dient dabei dieser Warenwechsel nur zur Musterung des Gewebes. Bei der Erfindung werden durch die angegebene Ausgestaltung die Gewebelagen fest miteinander durch den Wechsel der Gewebelagen verbunden, wobei eine hohe Trimmfestigkeit des Segeltuchs bei hoher Garnfüllung erreicht wird, ohne daß das Gewebe an den Verbindungsstellen geschwächt wird und die Handhabung beeinträchtigt wird. Vielmehr ergibt sich durch den Warenwechsel eine erhöhte Griffigkeit des Segeltuchs selbst bei Verwendung glatter Kunststoffasern. Zudem behält ein so hergestelltes Segeltuch seine Formstabilität über lange Zeit.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
- Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung nähererläutert.
- Abb. 1 ist die Darstellung des Wechsels der Gewebe, der guten Übersicht halber hier an zwei Geweben gezeigt. Gewebe (a) - durchgehende Linie - und Gewebe (b) - gestrichelte Linie - können periodisch ihre Lage als Ober- oder Untergewebe zueinander wechseln. Die Wechselstelle (c) kann in unterschiedlicher Bindungstechnik (Abb. 7 und 8) und in beliebigen Abständen, insbesondere zwischen 2 und 80 mm, voneinander entfernt liegen.
- Abb. 2 zeigt das Musterungsergebnis eines partiellen Wechsels zwischen den Geweben (a) und (b). Es entstehen mehr oder weniger große Felder, die sich durch Bindungen, Garnart oder Farbe oder durch Kombination aus diesen drei Musterungsarten voneinander unterscheiden können.
- Abb. 3 verdeutlicht den Verlauf der Gewebe (a) und (b) und den hierdurch entstehenden Musterungseffekt bei einem über die ganze Gewebebreite erfolgten Gewebewechsel.
- Abb. 4 zeigt den bindungstechnischen Verlauf einer Bindekette (f gestrichelt) und des Gewebewechsels (c).
- Abb. 5 ist das Beispiel für eine Unterbindung (d).
- Abb. stellt die Verwendung von Verstärkungsfäden oder Füllfäden im Bereich des Warenwechsels dar (e).
- Abb. 7 und 8 zeigen Beispiele für den Bindungsverlauf. Aus diesen Abbildungen ist zu ersehen, daß man durch die Wiederholung des Gewebewechsels in beliebigen Intervallen eine außergewöhnlich feste Verbindung der verschiedenen Gewebelagen erzielt, die bei zwei- oder mehrlagigen Geweben wirksam wird. Sollte es notwendig sein, z. B. bei längeren offenliegenden Intervallen zwischen den Kreuzungsstellen (c) die Gewebelagen noch zusätzlich zu verbinden, können die eingangs beschriebenen Techniken, insbesondere Bindefäden - Abb. 4 - oder Unterbindung - Abb. 5 -, Anwendung finden.
- Die Musterungsmöglichkeiten eines erfindungsgemäß hergestellten Segeltuches ergeben sich aus den Abb. 2 und 3, die als Beispiele anzusehen sind. Haben die Gewebe (a) und (b) verschiedenartige Kett- und Schußsysteme, so entstehen beim Wechsel der Gewebe entsprechend abwechselnde Warenbilder auf den Gewebeoberflächen. Diese können sowohl farblich, z. B. als Streifen oder Karo, ausgebildet sein, sie können aber auch durch Unterschiede in der Bindung, der Garnarten und der Garndurchmesser bedingt sein. Besonders letztere Art der erfindungsgemäßen Ausführung kann zur Erhöhung des Stabilitätsverhaltens und des Standvermögens herangezogen werden, sie können aber auch der Musterung durch nachträgliche farbtechnische Maßnahmen, z. B. Stückfärbung, dienen.
- Die Festigkeit, die Stabilität und die Griffigkeit des mehrlagigen Gewebes kann aber auch durch die in Abb. 6 dargestellten Verstärkungsfäden (e1) oder Füllfäden (e2) beeinflußt werden, die in den durch den Gewebewechsel entstandenen Hohlraum einzubringen sind.
-
- 1. Zwei Gewebe von je 275 g/qm mit gleicher Kett- und Schußeinstellung, rohfarben, in Leinwandbindung, aus Polyester multifil wechseln in 4 mm Abstand die Gewebelage als Ober- und Untergewebe über die ganze Gewebebreite.
- 2. Gewebeeinstellung wie Beispiel 1, eine Kette grün, Bindung Kreuzkörper 4 bindig, eine Kette weiß, Bindung Leinwand, Gewebewechsel in 15 mm Abstand partiell (Abb. 2).
- 3. Gewebeeinstellung wie Beispiel 1, eine Kette Polyester, eine Kette Polyamid, Gewebewechsel über die ganze Gewebebreite in 3 mm Abstand, Bindung Leinwand, Bindekette jeder 20. Faden (Abb. 4) Polyester.
- 4. Gewebeeinstellung wie Beispiel 1, beide Gewebe in Garn und Bindung gleich, Gewebewechsel im Abstand von 3 mm, Verstärkungsfaden Aramid (Abb. 6, e1).
- 5. Gewebeeinstellung wie Beispiel 5, Gewebewechsel in 7 mm Abstand, Füllfaden Polyester Bauschgarn (Abb. 6, e2).
- Diese Beispiele veranschaulichen die grundsätzliche Herstellung des zweilagigen Yacht-und Spinnakertuches. Die Beschränkung auf eine Segel-Gewichtsklasse bedeutet keine Einschränkung der erfindungsgemäßen Anwendung auf jede beliebige andere Gewichtsklasse und Anzahl der Gewebelagen.
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