EP0363732A1 - Anfahrvorrichtung für eine Stahlbandgiessanlage - Google Patents

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EP0363732A1
EP0363732A1 EP89117872A EP89117872A EP0363732A1 EP 0363732 A1 EP0363732 A1 EP 0363732A1 EP 89117872 A EP89117872 A EP 89117872A EP 89117872 A EP89117872 A EP 89117872A EP 0363732 A1 EP0363732 A1 EP 0363732A1
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Hans Streubel
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/08Accessories for starting the casting procedure
    • B22D11/081Starter bars

Definitions

  • the starting device 10 is lowered into the mold until the support and discharge region 13 is gripped by the first pair of rollers 9 and the upper edge of the sealing region 11 matches the sealing plane E 1 of the mold. After the casting and formation of a resilient connection between the starting device 10 and the cast steel strip, it is conveyed out by the pair of rollers 9.
  • FIG 3 shows a starting device which has a sealing area 15 with connecting heads 16 at each end. This starting device can be used twice.

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)
  • Control And Safety Of Cranes (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Eine Anfahrvorrichtung für eine aus einer Kokille und mindestens einem nachfolgenden, angetriebenen Rollen- oder Walzensatz be­stehende Stahlbandgießanlage weist Bereiche zum Abdichten der Kokille, zur Bildung einer Angießverbindung sowie zum Stützen und Ausfördern des gegossenen Stahlbandes auf.
Zur Schaffung einer kostengünstigen Anfahrvorrichtung mit vereinfachter Handhabung ist eine Angießkontur (12, 16, 18 21, 24), der Abdichtbereich (11, 15, 20) und der Stütz- und Aus­förderbereich (13) der Anfahrvorrichtung durch eine ein­stückige Stahlplatte gebildet, die länger ist als der Abstand a zwischen Kokillenabdichtebene E₁ und gemeinsamer Achsebene E₂ des ersten Rollen- oder Walzenpaares (9).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anfahrvorrichtung für eine aus einer Kokille und mindestens einem nachfolgenden, angetriebenen Rollen- oder Walzensatz bestehende Stahlbandgießanlage, die aus Bereichen zum Abdichten der Kokille, zur Bildung einer Angießverbindung sowie zum Stützen und Ausfördern des ge­gossenen Stahlbandes besteht.
  • Bekannte Anfahrvorrichtungen dieser Gattung bestehen aus einem die Kokille verschließenden und mit einer oberen Angießkontur versehenen Anfahrkopf und einem mit diesem lösbar verbundenen starren oder flexiblen Strang zum Stützen und Ausfördern des gegossenen Stranges.
  • Diese kostspieligen Anfahrvorrichtungen erfordern zur Hand­habung besondere Einrichtungen zur Aufbewahrung, zum Transport und zum Abtrennen vom Gießstrang, die Wartungsaufwand erfordern und bei denen Störungen auftreten können. Ein zusätzlicher Nachteil der bekannten Anfahrvorrichtungen ist es, daß die Vorbereitung eines Gusses erhebliche Zeit erfordert.
  • Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Anfahrvorrichtung für eine Stahlbandgießkokille, insbesondere für Stahlbänder unter 60 mm Dicke, die kostengünstig herstellbar ist, und bei der aufwendige Einrichtungen zum Transport, zur Zwischenlagerung und zum Abtrennen des Gießstranges entfallen können und deren Handhabung einfach und zeitsparend ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Anfahrvorrichtung gelöst, bei der Angießkontur, Abdichtbereich und Stütz- und Ausförderbereich durch eine einstückige Stahlplatte gebildet wird, die länger ist als der Abstand zwischen Kokillenab­dichtbereich und gemeinsamer Achsebene des Rollen- oder Walzensatzes.
  • Dadurch wird eine einfache Anfahrvorrichtung geschaffen, die leicht zu handhaben und in Angießposition bringbar ist. Die neue Anfahrvorrichtung kann durch übliche Gießstrangquerteil­einrichtungen vom Gießstrang getrennt werden, so daß spezielle Trennvorrichtungen entfallen können. Wegen der einfachen und kostengüstigen Herstellbarkeit ist die neue Anfahrvorrichtung bereits bei einmaliger Benutzung wirtschaftlich, zumal in diesem Fall die Vorbereitung und besondere Zwischenlager ent­fallen.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Dicke des Abdichtbereichs 2 bis 4 mm kleiner als das entsprechende Austrittsmaß der Kokille. Auf diese Weise können an den Breit­seitenwänden besondere Abdichtungen entfallen, da wegen der schnellen Erstarrung im Spalt keine Schmelze nach unten durchlaufen kann.
  • Eine Gewichtsersparnis und damit leichtere Handhabung der Anfahrvorrichtung wird vorteilhaft dadurch erreicht, daß der Stütz- und Ausförderbereich aus im Abstand voneinander ange­ordneten Streifen besteht.
  • Eine Mehrfachnutzung der Anfahrvorrichtung wird in weiterer Ausbildung der Erfindung dadurch erreicht, daß sich an beiden Enden eine Angießkontur befindet.
  • Eine Mehrfachnutzung kann aber auch dadurch erreicht werden, daß, die Stahlplatte eine sich aus dem Abstand a und dem Produkt aus Angießkonturhöhe h und Anzahl der Mehrfach­nutzungen n nach der Formel L = a + n · h ergebende Mindest­länge hat. Die Anformung einer neuen Angießkontur geschieht vorteilhaft durch Brennschneiden.
  • Die Angießkontur kann durch Verbindungsköpfe an der Stirn­seite des Abdichtbereichs gebildet werden. Alternativ können in der Stirnseite des Abdichtbereichs mehrere mit Hinterschneidungen versehene Öffnungen angeordnet sein. Dabei kann eine freie Schrumpfung des gegossenen Stahlbandes zur Vermeidung von Schrumpfrissen dadurch ermöglicht werden, daß die äußeren Öffnungen nur an der Außenseite eine Hinter­schneidung aufweisen.
  • In der Stirnseite des Abdichtbereichs können Gewindelöcher für mit Gewinde versehene Tragstangen eines Hebezeugs an­geordnet sein.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dar­gestellt. Es zeigen
    • Fig. 1 im Schnitt eine aus einer Kokille und einer nachge­ordneten Presswalzeneinrichtung bestehende Stahl­bandgießanlage mit Anfahrvorrichtung,
    • Fig. 2 eine Innenansicht der Stahlbandgießanlage mit der Anfahrvorrichtung,
    • Fig. 3 eine Anfahrvorrichtung mit an beiden Enden befind­licher Angießkontur,
    • Fig. 4 eine Anfahrvorrichtung mit eingezeichneten Neuan­ formungen der Angießkontur
      und
    • Fig. 5 + 6 Anfahrvorrichtungen mit negativen Angießkonturen.
  • Bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Stahlbandgieß­kokille bilden zwei gegenüberliegende gekühlte Breiteseiten­wände 1, 2 und zwei zwischen parallelen Seitenbereichen 3, 4 der Breitseitenwände 1, 2 angeordnete Schmalseitenwände 5, 6 den Formraum. Die Breitseitenwände 1, 2 bilden zur Aufnahme eines nicht dargestellten Gießrohres einen oberen, mittleren Eingießbereich 7, der trichterförmig auf einen unteren Format­bereich 8 übergeht. Der Stahlbandgießkokille ist ein anstell­bares Presswalzenpaar 9 nachgeordnet. Alternativ kann anstelle des Presswalzenpaares 9 ein Treibrollenpaar vorgesehen sein.
  • Eine aus einer einstückigen Stahlplatte gebildete Anfahrvor­richtung 10 ist in der Angießposition dargestellt. Die Anfahr­vorrichtung weist einen Abdichtbereich 11 zum Verschließen der Kokille auf, an der stirnseitig eine aus mehreren Ver­bindungsköpfen 12 bestehende Angießkontur angeordnet ist. Die Dicke des Abdichtbereichs ist 2 bis 4 mm kleiner als das entsprechende Austrittsmaß der Kokille, woraus sich bei zentrierter Anordnung innerhalb der Kokille zu jeder Breit­seitenwand 1, 2 ein 1 bis 2 mm breiter Spalt s ergibt.
  • Unterhalb des Abdichtbereichs 11 der Anfahrvorrichtung 10 wird ein Stütz- und Ausförderbereich 13 durch zwei parallele Streifen gebildet. Nach der Erfindung wird die Mindestlänge L der aus Abdichtbereich 11 und Stütz- und Ausförderbereich 13 gebildeten Anfahrvorrichtung 10 durch den Abstand a der Ab­dichtebene E₁ innerhalb der Kokille von der gemeinsamen Achs­ ebene E₂ des Presswalzenpaares 9 bestimmt. Die Handhabung des Anfahrvorrichtung erfolgt durch ein nicht dargestelltes Hebe­zeug, dessen mit Gewinde versehene Tragstangen in Gewinde­löcher 14 im Abdichtbereich 11 eingeschraubt werden.
  • Die Anfahrvorrichtung 10 wird in die Kokille herabgelassen, bis der Stütz- und Ausförderbereich 13 vom ersten Walzen- oder Rollenpaar 9 gefasst wird und die Oberkante des Abdicht­bereichs 11 mit der Abdichtebene E₁ der Kokille übereinstimmt. Nach dem Angießen und Bildung einer belastbaren Verbindung zwischen Anfahrvorrichtung 10 und gegossenem Stahlband erfolgt die Ausförderung durch das Rollen- oder Walzenpaar 9.
  • In Fig. 3 ist eine Anfahrvorrichtung dargestellt, die an beiden Enden je einen Abdichtbereich 15 mit Verbindungsköpfen 16 aufweist. Diese Anfahrvorrichtung kann zweimal verwendet werden.
  • Gemäß Fig. 4 kann eine Mehrfachnutzung der Anfahrvorrichtung 10 dadurch erzielt werden, daß nach dem Abtrennen vom gegossenen Band jeweils eine neue Angießkontur 18, 18′, 18˝, 18‴ durch Brennschneiden hergestellt wird. Dabei wird die Mindestlänge L der Anfahrvorrichtung 17 nach der Formel L = a + n · h be­stimmt, worin a der Abstand E₁ - E₂, n die Anzahl der Nutzungen und h die Höhe der Angießkontur angibt.
  • Die Figuren 5 und 6 zeigen Anfahrvorrichtungen mit negativen Angießkonturen. Nach Fig. 5 ist eine Anfahrvorrichtung 19 in der Stirnseite des Abdichtbereichs 20 mit mehreren Öffnungen 21 versehen, die auf beiden Seiten eine Hinterschneidung 22 auf­weisen. Zur Vermeidung von Schrumpfrissen im Gießstrang sind bei der Anfahrvorrichtung 23 nach Fig. 6 äußere Öffnungen 24 nur an der Außenseite mit Hinterschneidungen 25 versehen.

Claims (9)

1. Anfahrvorrichtung für eine aus einer Kokille und mindestens einem nachfolgenden, angetriebenen Rollen- oder Walzensatz bestehende Stahlbandgießanlage, die aus Bereichen zum Abdichten der Kokille, zur Bildung einer Angießverbindung sowie zum Stützen und Ausfördern des gegossenen Stahlbandes besteht,
dadurch gkennzeichnet,
daß eine Angießkontur (12, 16, 18, 21, 24), der Abdichtbe­reich (11, 15, 20) und der Stütz- und Ausförderbereich (13) der Anfahrvorrichtung durch eine einstückige Stahlplatte gebildet wird, die länger ist als der Abstand a zwischen Kokillenabdichtebene E₁ und gemeinsamer Achsebene E₂ des ersten Rollen- oder Walzenpaares (9).
2. Anfahrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke des Abdichtbereichs (11, 15, 20) 2 bis 4 mm kleiner als das entsprechende Austrittsmaß der Kokille ist.
3. Anfahrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stütz- und Ausförderbereich (13) aus im Abstand voneinander angeordneten Streifen besteht.
4. Anfahrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Mehrfachnutzung an beiden Enden eine Angießkontur (16) geformt ist.
5. Anfahrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stahlplatte eine sich aus dem Abstand a und dem Produkt aus Angießkonturhöhe h und Anzahl der Mehrfach­nutzungen n nach der Formel L = a + n · h ergebende Mindestlänge aufweist.
6. Anfahrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Angießkontur durch Verbindungsköpfe (12, 16, 18) an der Stirnseite des Abdichtbereichs (11, 15) gebildet ist.
7. Anfahrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Angießkontur durch mehrere mit Hinterschneidungen (22, 25) versehene Öffnungen (21, 24) in der Stirnseite des Abdichtbereichs (20) gebildet ist.
8. Anfahrvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die seitlichen Öffnungen (24) im Abdichtbereich (20) nur eine äußere Hinterschneidung (25) aufweisen.
9. Anfahrvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Stirnseite des Abdichtbereichs Gewindelöcher (14) zum Einschrauben von Tragstangen eines Hebezeugs vorge­sehen sind.
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