EP0586831A2 - Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge Download PDF

Info

Publication number
EP0586831A2
EP0586831A2 EP93111202A EP93111202A EP0586831A2 EP 0586831 A2 EP0586831 A2 EP 0586831A2 EP 93111202 A EP93111202 A EP 93111202A EP 93111202 A EP93111202 A EP 93111202A EP 0586831 A2 EP0586831 A2 EP 0586831A2
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
hollow body
helmholtz resonator
sound pressure
loudspeaker
simulated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
EP93111202A
Other languages
English (en)
French (fr)
Other versions
EP0586831B1 (de
EP0586831A3 (de
Inventor
Raymond Dr. Freymann
Helmut Spannheimer
Rainer Beer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayerische Motoren Werke AG filed Critical Bayerische Motoren Werke AG
Publication of EP0586831A2 publication Critical patent/EP0586831A2/de
Publication of EP0586831A3 publication Critical patent/EP0586831A3/xx
Application granted granted Critical
Publication of EP0586831B1 publication Critical patent/EP0586831B1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K11/00Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound in general; Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
    • G10K11/16Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
    • G10K11/172Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general using resonance effects
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K2210/00Details of active noise control [ANC] covered by G10K11/178 but not provided for in any of its subgroups
    • G10K2210/30Means
    • G10K2210/321Physical
    • G10K2210/3227Resonators
    • G10K2210/32272Helmholtz resonators

Definitions

  • the Helmholtz resonator that is sonicated with a loudspeaker is also referred to as an active Helmholtz resonator, while conventional Helmholtz resonators with predetermined real volumes are also called passive Helmholtz resonators.
  • FIG. 4 shows an active Helmholtz resonator AHR and a passive comparative Helmholtz resonator PHR.
  • a microphone M1 outside of the two Helmholtz resonators and a microphone M2 within the passive comparison Helmholtz resonator PHR are connected to an arithmetic unit R via input lines.
  • An output line of the computing unit R is connected to the loudspeaker L of the active Helmholtz resonator AHR.

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Fittings On The Vehicle Exterior For Carrying Loads, And Devices For Holding Or Mounting Articles (AREA)
  • Soundproofing, Sound Blocking, And Sound Damping (AREA)

Abstract

Bei einem Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge, bei dem mittels eines Lautsprechers Schalldruckwerte erzeugt werden und bei dem mittels eines Helmholtz-Resonators (AHR) Schalldruck bei dessen Resonanzfrequenz absorbiert wird, werden mittels des im Hohlkörper (H) des Helmholtz-Resonators (AHR) angebrachten Lautsprechers (L) Schalldruckwerte im Hohlkörper (H) erzeugt, durch die gleichzeitig oder zeitlich aufeinanderfolgend beliebig viele von dem realen Hohlkörpervolumen abweichende Hohlkörpervolumina simuliert werden, wobei die zu simulierenden Hohlkörpervolumina aufgrund beliebiger gewünschter Resonanzfrequenzen für den Helmholtz-Resonator (AHR) bestimmt werden.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Aus der DE 37 29 765 A1 ist beispielsweise ein Schallabsorptionsverfahren bekannt, bei dem mehrere Helmholtz-Resonatoren, insbesondere zur Dämpfung tieffrequenter Hohlraumschwingungen, parallel geschaltet und platzsparend in der Fahrzeugkarosserie untergebracht sind. Bei einer Dämpfung von Schalldruckschwingungen durch Helmholtz-Resonatoren sind mit tiefer werdenden Frequenzen in der Regel größere Hohlkörpervolumina der Helmholtz-Resonatoren erforderlich. Das aus der DE 37 29 765 A1 bekannte Schallabsorptionssystem versucht das Problem der großen Hohlkörpervolumina lediglich durch die Art der Unterbringung im Kraftfahrzeug zu lösen.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung,ein Schallabsorptionssystem zu schaffen, das bei Einsatz von Helmholtz-Resonatoren auch zur Absorption von tieffrequenten Schalldruckschwingungen keine großen Hohlkörpervolumina benötigt.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Das Hohlkörpervolumen eines Helmholtz-Resonators wirkt sich in Form des in ihm vorherrschenden Schalldruckverhaltens auf die Schallabsorption aus. Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, in einem verhältnismäßig kleinen Hohlkörper eines Helmholtz-Resonators ein Schalldruckverhalten zu erzeugen, das dem Schalldruckverhalten des üblicherweise jeweils notwendigen Hohlkörpervolumens für die jeweils gewünschte Resonanzfrequenz des Helmholtz-Resonators, bei der der Schalldruck zumindest in überwiegendem Maße absorbiert wird, entspricht. Dazu ist im Hohlkörper eines Helmholtz-Resonators ein Lautsprecher angebracht, durch den der Hohlkörper derart beschallt wird, daß das jeweils erforderliche Hohlkörpervolumen für die jeweils gewünschte Resonanzfrequenz im Hohlkörper vorgetäuscht wird. Dabei kann nur ein einziges Hohlkörpervolumen sowie aber auch zeitlich aufeinanderfolgend oder gleichzeitig mehrere Hohlköpervolumina simuliert werden. Besonders vorteilhaft ist die Simulation derart vieler Hohlkörpervolumina, daß ein breitbandiges Resonanzverhalten in Form eines akustischen Bandpaßfilters erzeugt wird.
  • Durch diese Erfindung ist zum einen eine Schallabsorption durch Helmholtz-Resonatoren mit einem verhältnismäßig kleinen Volumen möglich. Zum anderen kann ein einziger Helmholtz-Resonator sowohl zeitlich aufeinanderfolgend als auch gleichzeitig auf mehrere Resonanzfrequenzen abgestimmt werden.
  • Im folgenden wird der erfindungsgemäß mit einem Lautsprecher beschallte Helmholtz-Resonator auch als aktiver Helmholtz-Resonator bezeichnet, während herkömmliche Helmholtz-Resonatoren mit vorgegebenen realen Volumina auch passive Helmholtz-Resonatoren genannt werden.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Durch das Verfahren nach Unteranspruch 2 wird beispielsweise eine von den aktuellen in der Umgebung des aktiven Helmholtz-Resonators vorherrschenden Schalldruckwerten abhängige Ansteuerung des Lautsprechers erreicht. Die Ansteuerung des Lautsprechers findet durch ein Übertragungssystem statt, das zwischen dem die in der Umgebung vorherrschenden Schalldruckwerte aufnehmenden Mikrofon und dem im aktiven Helmholtz-Resonator befindlichen Lautsprecher angeordnet ist. Das Übertragungssystem ist derart ausgebildet, daß das Schallabsorptionssystem bestehend aus dem Mikrofon, dem Übertragungssystem und dem aktiven Helmholtz-Resonator dasselbe Übertragungsverhalten aufweist wie ein passiver Helmholtz-Resonator mit dem für die jeweils gewünschte Resonanzfrequenz erforderlichen realen Volumen.
  • Das Übertragungssystem ist beispielsweise durch den Aufbau einer elektrischen Schaltanordnung mit digitalen oder analogen Mitteln realisierbar, die auf das gewünschte akustische Übertragungsverhalten durch elektrische Analogien abstimmbar ist.
  • Das Übertragungsverhalten des Übertragungssystems nach Unteranspruch 3 bildet, insbesondere mit PD₂T₂-Gliedern, das Übertragungsverhalten eines passiven Helmholtz-Resonators mit einem realen, dem jeweils simulierten entsprechenden Volumen optimal nach.
  • Mit der Vorrichtung nach Unteranspruch 4 ist die Ansteuerung des Lautspreches zur Anpassung des aktiven Helmholtz-Resonators auf eine gewünschte Resonanzfrequenz mittels der gemessenen Schalldruckwerte innerhalb eines kleinen passiven Vergleichs-Helmholtz-Resonators möglich.
  • Das Übertragungsverhalten dieses passiven VergleichsHelmholtz-Resonators ist ebenfalls auf die Absorption des Schalldruckes bei der gewünschten Resonanzfrequenz abgestimmt.
    Eine derartige elektro-akustische Vorrichtung ist einfacher aufzubauen und paßt sich Störeinflüssen in Form von sich überlagernden äußeren Druckschwankungen besser an als eine elektrische Schaltanordnung auf der Basis einer elektrischen Analogie zu einer idealisierten akustischen Anordnung.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen
  • Fig. 1
    den schematischen Aufbau eines bekannten passiven Helmholtz-Resonators
    Fig. 2
    zwei mögliche Ausgestaltungen für einen aktiven Helmholtz-Resonator
    Fig. 3
    eine erfindungsgemäße Ansteuerung des Lautsprechers über ein elektronisch ausgebildetes Übertragungssystem und
    Fig. 4
    eine erfindungsgemäße Ansteuerung des Lautsprechers über ein elektro-akustisch ausgebildetes Übertragungssystem
    Gleiche Bauteile in den Figuren 1 bis 4 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Links in Fig. 1 ist in der Seitenansicht der Schnitt durch einen herkömmlichen Helmholtz-Resonator bestehend aus einem Hohlkörper mit dem Volumen V und einer Luftdurchtrittsöffnung mit einem Hals der Länge l und des Durchmessers d dargestellt. Auf der rechten Seite der Fig. 1 ist die Draufsicht des Helmholtz-Resonators mit der Luftdurchtrittsöffnung der Querschnittsfläche a gezeigt.
  • Für die Resonanzfrequenz eines Helmholtz-Resonators, bei der der Schalldruck zumindest in überwiegendem Maße absorbiert wird, gilt die Beziehung:
    Figure imgb0001

    mit der Schallgeschwindigkeit c, mit der Halslänge l und der Querschnittsfläche a der Luftdurchtrittöffnung sowie mit dem Volumen V des Hohlkörpers.
    Im folgenden soll auf die Abhängigkeit der Resonanzfreguenz f allein vom Volumen V eingegangen werden. Die Länge l und die Querschnittsfläche a der Luftdurchtrittsöffnung seien konstant. Wie aus der Formel ersichtlich ist, muß mit tiefer werdenden Frequenzen f das Volumen V größer werden. Dieser Zusammenhang bildet die Problematik des großen Platzbedarfs bei der Anwendung eines Helmholtz-Resonators in Kraftfahrzeugen, da dort insbesondere die Schalldrücke tiefer Frequenzen absorbiert werden müssen.
  • Fig. 2 stellt zwei mögliche Ausführungsformen für einen aktiven Helmholtz-Resonator AHR1 und AHR2 vor, deren reale Volumina jeweils durch den Hohlkörper H festgelegt sind. Auch die Luftdurchtrittsöffnungen D seien jeweils fest definiert.
    Bei dem aktiven Helmholtz-Resonator AHR1 ist die der Luftdurchtrittsöffnung D gegenüberliegende Wand des Hohlkörpers H durch einen Lautsprecher L ersetzt. Durch den Lautsprecher L werden die Schalldruckwerte im Hohlkörper H verändert, so daß andere imaginäre Volumina im Hohlkörper H simuliert werden als das Volumen, das real vorhanden ist.
  • Dieselbe Funktion erfüllt auch der Lautsprecher L, der innerhalb des Hohlkörpers H des aktiven Helmholtz-Resonators AHR2 angeordnet ist. Bei dieser Anordnungsmöglichkeit ist der Lautsprecher L nicht Teil einer Hohlkörperwand, sondern ist im Hohlkörper H zumindest nahezu vollständig zur Umgebung hin abgedichtet. Eine derartige Anordnung wird beispielsweise benötigt, wenn besondere Maßnahmen gegen unerwünschte Störeinflüsse durch sich überlagernde Druckschwankungen von außerhalb des Hohlkörpers H ergriffen werden sollen.
  • In Fig. 3 und 4 ist der Einfachheit halber jeweils nur ein aktiver Helmholtz-Resonator AHR in Form des Helmholtz-Resonators AHR1 dargestellt. Dies ist jedoch nicht einschränkend, sondern lediglich beispielhaft gemeint.
  • In Fig. 3 ist ein Mikrofon M außerhalb des aktiven Helmholtz-Resonators AHR über eine Eingangsleitung mit einem Übertragungssystem Ü verbunden. Das Übertragungssystem Ü ist über eine Ausgangsleitung am Lautsprecher L des aktiven Helmholtz-Resonators AHR angeschlossen.
  • Das Mikrofon M nimmt in der Nähe der Luftdurchtrittsöffnung D des Hohlkörpers H die außerhalb des Hohlkörpers H vorherrschenden Schalldruckwerte pa auf und setzt diese in ein entsprechendes elektrisches Signal um, das an das Übertragungssystem Ü weitergegeben wird. Das Übertragungssystem Ü sei eine elektronische Schaltanordnung mit PD₂T₂ Übertragungsverhalten. Der Lautsprecher L wird durch den elektrischen Strom I vom Übertragungsystem Ü angesteuert.
  • Das PD₂T₂-Übertragungsverhalten kann beispielsweise für eine einzige gewünschte Resonanzfrequenz mathematisch durch folgende Formel entsprechend der Laplace-Transformation
    Figure imgb0002

    ausgedrückt werden, wobei C₀, C₁, C₂, C₃ und C₄ Konstanten sind, die von der Form des Hohlkörpers H, von der gewünschten Resonanzfrequenz f sowie vom Frequenz-Leistungs-Verlauf des Lautsprechers L abhängen, und wobei s der Imaginäranteil der komplexen Frequenz p=σ+jw
    Figure imgb0003
    mit s=jw
    Figure imgb0004
    als Laplace-Variablen ist.
  • Das in Fig. 3 dargestellte Übertragungssystem Ü ist für beliebig viele Resonanzfrequenzen anwendbar. Es kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung demnach auch für eine Vielzahl verschiedener gewünschter Resonanzfrequenzen, deren Schalldrücke zu absorbieren sind, gleichzeitig angewendet werden.
    Beispielsweise ist für eine Anzahl n von gewünschten Resonanzfrequenzen das Übertragungssystem mathematisch wie folgt darstellbar:
    Figure imgb0005

    Danach kann eine frequenzbreitbandige Wirksamkeit der Schalldruckabsorption erreicht werden, da sich der Helmholtz-Resonator gleichzeitig bei vielen Frequenzen in Eigenresonanz befindet.
  • In Fig. 4 sind ein aktiver Helmholtz-Resonator AHR und ein passiver Vergleichs-Helmholtz-Resonator PHR dargestellt. Ein Mikrofon M₁ außerhalb der beiden Helmholtz-Resonatoren und ein Mikrofon M₂ innerhalb des passiven Vergleichs-Helmholtz-Resonators PHR sind über Eingangs-leitungen mit einer Recheneinheit R verbunden. Eine Ausgangsleitung der Recheneinheit R ist am Lautsprecher L des aktiven Helmholtz-Resonators AHR angeschlossen.
  • Der passive Vergleichs-Helmholtz-Resonator PHR soll in Miniaturbauform auf dieselbe Resonanzfrequenz bzw. zur Absorption des Schalldruckes derselben Frequenz ausgebildet sein, der auch vom aktiven Helmholtz-Resonator AHR absorbiert werden soll. Dazu besitzt der passive Vergleichs-Helmholtz-Resonator PHR dasselbe Übertragungsverhalten, das auch einem passiven Helmholtz-Resonator mit dem realen Hohlköpervolumen, das dem für den zu absorbierenden Schalldruck bei gewünschter Resonanzfrequenz erforderlichen zu simulierenden Hohlköpervolumen entspricht, zugrunde liegt.
    Das Mikrofon M₁ nimmt die Schalldruckwerte außerhalb der beiden Helmholtz-Resonatoren AHR und PHR in der Nähe derer Luftdurchtrittsöffnungen D1 und D2 auf. Das Mikrofon M₂ erfaßt die Schalldruckwerte innerhalb des passiven Helmholtz-Resonators PHR. Die Signale der Mikrofone M₁ und M₂ werden der Recheneinheit R zugeführt. Die Recheneinheit R ist kein frequenzabhängiges Übertragungssystem Ü (≠f(p), mit p=σ+jw
    Figure imgb0006
    ), sondern lediglich eine additive und/oder multiplikative Verstärkungsschaltung unter Berücksichtigung der Konstanten C₀, C₁, C₂, C₃ und/oder C₄, die von der Form des Hohlkörpers H des AHR, von der gewünschten Resonanzfrequenz f sowie vom Frequenz-Leistungs-Verlauf des Lautsprechers L abhängen.
    Die beiden Helmholtz-Resonatoren AHR und PHR unterscheiden sich lediglich darin, daß aufgrund der Hohlkörpervolumenunterschiede durch den aktiven Helmholtz-Resonator AHR bei gleicher Freuqunz und gleicher Dämpfung eine um ein Vielfaches größere Schallenergie absorbiert wird als durch den passiven Vergleichs-Helmholtz-Resonator PHR. Diese Absorptionsverstärkung findet in der Recheneinheit R statt und wirkt sich über die Ansteuerung des Lautsprechers L über die Ausgangsleitung der Recheneinheit R auf den aktiven Helmholtz-Resonator AHR aus.
    Auch die Ausgestaltung der Erfindung gemäß Fig. 4 ist auf mehrere gewünschte Resonanzfrequenzen gleichzeitig anwendbar, indem mehrere Vergleichs-Helmholtz-Resonatoren, d.h. je ein jeder gewünschten Resonanzfrequenz zugeordneter Vergleichs-Helmholtz-Resonator, in Parallelschaltung zur Ansteuerung des Lautsprechers verwendet werden.
  • Darüber hinaus sei darauf hingewiesen, daß die Erfindung auf Helmholtz-Resonatoren mit beliebig geformten Hohlkörpern und beliebig ausgebildeten Luftdurchtrittsöffnungen anwendbar ist. Beispielsweise hat sich eine Luftdurchtrittsöffnung in Form einer größerflächigen siebartigen Abdeckung des Hohlkörpers als besonders vorteilhaft erwiesen.
    Auch ist eine Anordnung von mehreren Lautsprechern innerhalb des aktiven Helmholtz-Resonators denkbar.

Claims (4)

  1. Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge, bei dem mittels eines Lautsprechers Schalldruckwerte erzeugt werden und bei dem mittels eines Helmholtz-Resonators Schalldruck bei dessen Resonanzfrequenz absorbiert wird,
    dadurch gekennzeichnet, daß mittels des im Hohlkörper (H) des Helmholtz-Resonators (AHR, AHR1, AHR2) angebrachten Lautsprechers (L) Schalldruckwerte im Hohlkörper (H) erzeugt werden, durch die gleichzeitig oder zeitlich aufeinanderfolgend beliebig viele von dem realen Hohlkörpervolumen (H) abweichende Hohlkörpervolumina simuliert werden, wobei die zu simulierenden Hohlkörpervolumina aufgrund beliebiger gewünschter Resonanzfrequenzen für den Helmholtz-Resonator (AHR, AHR1, AHR2) bestimmt werden.
  2. Schallabsorptionsverfahren nach Patentanspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines ersten Mikrofons (M, M₁) die außerhalb des Helmholtz-Resonators (AHR, AHR1, AHR2) vorherrschenden Schalldruckwerte (pa) aufgenommen und einem Übertragungssystem (Ü) zugeführt werden, durch das der Lautsprecher (L) derart angesteuert wird, daß durch das gesamte Schallabsorptionsverfahren das Übertragungsverhalten von Helmholtz-Resonatoren mit realen, den simulierten entsprechenden Volumina nachgebildet wird.
  3. Schallabsorptionsverfahren nach Patentanspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß jeder gewünschten Resonanzfrequenz im Übertragungssystem (Ü) ein PDiTk-Glied, mit i und k größer oder gleich 1, vorteilhafterveise 1 oder 2, zugeordnet wird und daß das Übertragungssystem (Ü) aus der Summe aller PDiTk-Glieder erzeugt wird.
  4. Schallabsorptionsverfahren nach Patentanspruch 2 oder 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Lautsprecher (L) zur Erzeugung einer gewünschten Resonanzfrequenz durch Simulation eines dazu erforderlichen Hohlkörpervolumens mittels des Schalldrucksignals eines weiteren Mikrofons (M₂) innnerhalb eines in Kleinbauform ausgebildeten Vergleichs-Helmholtz-Resonators (PHR) angesteuert wird, der dasselbe Übertragungsverhalten bezogen auf die gewünschte Resonanzfrequenz aufweist wie ein Helmholtz-Resonator mit einem realen dem simulierten entsprechenden Hohlkörpervolumen.
EP93111202A 1992-08-13 1993-07-13 Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge Expired - Lifetime EP0586831B1 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4226885 1992-08-13
DE4226885A DE4226885C2 (de) 1992-08-13 1992-08-13 Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge

Publications (3)

Publication Number Publication Date
EP0586831A2 true EP0586831A2 (de) 1994-03-16
EP0586831A3 EP0586831A3 (de) 1994-03-30
EP0586831B1 EP0586831B1 (de) 1998-09-02

Family

ID=6465521

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
EP93111202A Expired - Lifetime EP0586831B1 (de) 1992-08-13 1993-07-13 Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP0586831B1 (de)
DE (2) DE4226885C2 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2387522A (en) * 2002-04-10 2003-10-15 Hobelsberger Max Tunable active sound absorber
EP1085201B1 (de) * 1999-09-16 2003-11-19 Siemens VDO Automotive Inc. Aktiver abgestimmter Helmholtz Resonator mit gezwungener Response
WO2013064602A1 (en) 2011-11-04 2013-05-10 Empa Eidgenössische Materialprüfungs- Und Forschungsanstalt Adaptive helmholtz resonator
CN111720189A (zh) * 2019-03-22 2020-09-29 广州汽车集团股份有限公司 一种排气系统声品质调节装置与方法

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4446080B4 (de) * 1994-12-22 2004-03-18 Bayerische Motoren Werke Ag Schallabsorptionssystem für Kraftfahrzeuge
EP0916817B1 (de) 1997-11-18 2006-02-08 Faurecia Abgastechnik GmbH Aktiver Schalldämpfer
DE19861018C2 (de) 1998-12-15 2001-06-13 Fraunhofer Ges Forschung Gesteuerter akustischer Wellenleiter zur Schalldämpfung
DE102004016689A1 (de) * 2004-04-05 2005-10-27 Volkswagen Ag Verfahren und Vorrichtung zum Verbessern von Klangeigenschaften in einem Fahrzeug
FR2899011B1 (fr) * 2006-03-24 2008-07-18 Eurocopter France Procede et dispositif de traitement du bruit a bord d'un aeronef
DE102017115271B4 (de) * 2017-07-07 2019-04-18 Tenneco Gmbh Verfahren zum Betrieb eines Kraftfahrzeuggeräusch-Unterdrückungssystems
WO2019007700A1 (de) 2017-07-07 2019-01-10 Tenneco Gmbh Rauschunterdrückungssystem

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3412432A1 (de) * 1984-04-03 1985-10-10 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 8000 München Schallabsorbierendes bauelement
DE3720946A1 (de) * 1986-07-03 1988-01-07 Volkswagen Ag Bodengruppe fuer ein kraftfahrzeug
DE3729765A1 (de) * 1987-09-05 1989-03-16 Bayerische Motoren Werke Ag Schallabsorptionssystem
US5119427A (en) * 1988-03-14 1992-06-02 Hersh Alan S Extended frequency range Helmholtz resonators
DE3816921A1 (de) * 1988-05-18 1989-11-30 Bayerische Motoren Werke Ag Anordnung zur verminderung des geraeuschpegels im innenraum eines kraftfahrzeugs
DE4011705A1 (de) * 1990-04-11 1991-10-17 Freudenberg Carl Fa Luftschall absorbierendes formteil
US5119902A (en) * 1990-04-25 1992-06-09 Ford Motor Company Active muffler transducer arrangement
DE4027511C1 (de) * 1990-08-30 1991-10-02 Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V., 8000 Muenchen, De

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1085201B1 (de) * 1999-09-16 2003-11-19 Siemens VDO Automotive Inc. Aktiver abgestimmter Helmholtz Resonator mit gezwungener Response
GB2387522A (en) * 2002-04-10 2003-10-15 Hobelsberger Max Tunable active sound absorber
GB2387522B (en) * 2002-04-10 2005-09-28 Hobelsberger Max Tunable active sound absorbers
WO2013064602A1 (en) 2011-11-04 2013-05-10 Empa Eidgenössische Materialprüfungs- Und Forschungsanstalt Adaptive helmholtz resonator
CN111720189A (zh) * 2019-03-22 2020-09-29 广州汽车集团股份有限公司 一种排气系统声品质调节装置与方法
CN111720189B (zh) * 2019-03-22 2024-01-23 广州汽车集团股份有限公司 一种排气系统声品质调节装置与方法

Also Published As

Publication number Publication date
DE4226885C2 (de) 2001-04-19
DE59308951D1 (de) 1998-10-08
EP0586831B1 (de) 1998-09-02
DE4226885A1 (de) 1994-02-17
EP0586831A3 (de) 1994-03-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69723945T2 (de) Aktiver Lärmkonditionierungsanordnung
DE3529621A1 (de) Anordnung zum herbeifuehren einer frequenzverminderung in einer gehirnwelle
EP0319777B1 (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur selbsttätigen störgeräuschabhängigen Lautstärkeregelung
EP0586831A2 (de) Schallabsorptionsverfahren für Kraftfahrzeuge
DE3706481A1 (de) Ohrhoerer
DE2618268C3 (de) Verfahren zur Kompression eines Signals und zur Expansion des komprimierten Signals sowie Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
EP1221158A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur aktiven beeinflussung des ansauggeräusches einer brennkraftmaschine
DE19928420A1 (de) Verfahren zur Verarbeitung eines Audiosignals
DE2813628A1 (de) Filterschaltung
EP0342353B1 (de) Anordnung zur Verminderung des Geräuschpegels im Innenraum eines Kraftfahrzeugs
DE19738226C1 (de) Digitale, durchstimmbare Filteranordnung
WO2008000655A2 (de) Verfahren und vorrichtung zur vermeidung von störungen eines funkübertragungssystems
EP0889646B1 (de) Fernsehsignal-Empfänger
DE19545623C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Filterung eines Audiosignals
DE4344302C2 (de) Aktives Innengeräuschminderungssystem für Fahrzeuge
EP1077013B1 (de) Verfahren und einrichtung zum betrieb von sprachunterstützten systemen in kraftfahrzeugen
DE60105089T2 (de) Aktive Geräuschdämpfungssteuervorrichtung mit integrierter Einlassöffnung
DE3411494A1 (de) Verfahren zur unterdrueckung von schall sowie schaltungsanordnung und schallschutzvorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE102018106624A1 (de) Anordnung für eine kapazitive Sensorvorrichtung
DE3336414A1 (de) Stethoskop
DE3007632A1 (de) Schaltungsanordnung zur rueckkopplungsverhinderung bei telefonapparaten mit freisprech- und/oder mithoermoeglichkeit
EP1341294A2 (de) Verfahren und Steuereinheit zur Ansteuerung einer Steuerschaltung
DE19827134A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von sprachunterstützten Systemen in Kraftfahrzeugen
DE3008033A1 (de) Vorrichtung zur unterdrueckung von knackgeraeuschen beim umschalten elektrischer signale
EP1282943B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur vermeidung eines störzustandes

Legal Events

Date Code Title Description
PUAI Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012

PUAL Search report despatched

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009013

AK Designated contracting states

Kind code of ref document: A2

Designated state(s): DE FR GB IT

AK Designated contracting states

Kind code of ref document: A3

Designated state(s): DE FR GB IT

17P Request for examination filed

Effective date: 19940305

17Q First examination report despatched

Effective date: 19961105

GRAG Despatch of communication of intention to grant

Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOS AGRA

GRAG Despatch of communication of intention to grant

Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOS AGRA

GRAH Despatch of communication of intention to grant a patent

Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOS IGRA

GRAH Despatch of communication of intention to grant a patent

Free format text: ORIGINAL CODE: EPIDOS IGRA

GRAA (expected) grant

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009210

AK Designated contracting states

Kind code of ref document: B1

Designated state(s): DE FR GB IT

GBT Gb: translation of ep patent filed (gb section 77(6)(a)/1977)

Effective date: 19980903

REF Corresponds to:

Ref document number: 59308951

Country of ref document: DE

Date of ref document: 19981008

ET Fr: translation filed
PLBE No opposition filed within time limit

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009261

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: NO OPPOSITION FILED WITHIN TIME LIMIT

26N No opposition filed
REG Reference to a national code

Ref country code: GB

Ref legal event code: IF02

PGFP Annual fee paid to national office [announced via postgrant information from national office to epo]

Ref country code: GB

Payment date: 20020711

Year of fee payment: 10

PGFP Annual fee paid to national office [announced via postgrant information from national office to epo]

Ref country code: FR

Payment date: 20020730

Year of fee payment: 10

PG25 Lapsed in a contracting state [announced via postgrant information from national office to epo]

Ref country code: GB

Free format text: LAPSE BECAUSE OF NON-PAYMENT OF DUE FEES

Effective date: 20030713

GBPC Gb: european patent ceased through non-payment of renewal fee

Effective date: 20030713

PG25 Lapsed in a contracting state [announced via postgrant information from national office to epo]

Ref country code: FR

Free format text: LAPSE BECAUSE OF NON-PAYMENT OF DUE FEES

Effective date: 20040331

REG Reference to a national code

Ref country code: FR

Ref legal event code: ST

PG25 Lapsed in a contracting state [announced via postgrant information from national office to epo]

Ref country code: IT

Free format text: LAPSE BECAUSE OF NON-PAYMENT OF DUE FEES;WARNING: LAPSES OF ITALIAN PATENTS WITH EFFECTIVE DATE BEFORE 2007 MAY HAVE OCCURRED AT ANY TIME BEFORE 2007. THE CORRECT EFFECTIVE DATE MAY BE DIFFERENT FROM THE ONE RECORDED.

Effective date: 20050713

PGFP Annual fee paid to national office [announced via postgrant information from national office to epo]

Ref country code: DE

Payment date: 20060830

Year of fee payment: 14

PG25 Lapsed in a contracting state [announced via postgrant information from national office to epo]

Ref country code: DE

Free format text: LAPSE BECAUSE OF NON-PAYMENT OF DUE FEES

Effective date: 20080201