EP0700644A1 - Automatensicherer Werkstoffverbund für Münzen und Medaillen - Google Patents
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- G07F1/06—Coins specially adapted to operate coin-freed mechanisms
-
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- A44—HABERDASHERY; JEWELLERY
- A44C—PERSONAL ADORNMENTS, e.g. JEWELLERY; COINS
- A44C21/00—Coins; Emergency money; Beer or gambling coins or tokens, or the like
Definitions
- the invention relates to a new type of metallic coin blanks, which has features that make it particularly reliable for the recognizability of the coins made from it in coin validators.
- the detection of the inner layer material is particularly possible if two sensors are used, one of which operates at a low frequency in the range of a few kHz. As a result, the current penetrates the entire disc and can be used to detect the core material.
- the second sensor is operated with high-frequency currents in the MHz range, which only flow in the surface layers due to the skin effect and are used to measure the electrical conductivity of the outer layers.
- Bikolor two-color
- Various combinations are described in US Pat. No. 3,499,739, EP 0 080 437, 0 160 343, 0 415 892, 0 564 667.
- Such a Bikolor coin is also clearly distinguished by an electronic coin tester from coins of the same dimensions made of other materials, because modern test devices work with several sensors.
- the invention is based on the object of further complicating the use of counterfeit coins in coin machines by recognizing and sorting out those which are similar to conventional plated or concentric composites. It should be possible to create coins that can be safely separated from similar counterfeits in electronic test equipment.
- the invention proposes that the inner disc of a concentric composite consists of a layer composite of nickel and a copper-nickel alloy and the outer ring made of a metal or a metal alloy, which has an electrical resistance that differs significantly from that of the disc .
- the outer ring surrounding and pressed with it should consist of a metal with significantly different electrical conductivity. It can be made of CuAl6Ni2 or stainless steel.
- the inner pane 2 can consist of a layered composite with outer layers of CuNi25 and a core layer of nickel. Alternatively, the layer composite of the inner pane can also be constructed in reverse, that is, the outer layers made of nickel and the core layer made of CuNi25.
- the inner pane 2 consists of outer layers 2a made of CuNi25 and a core layer 2b made of nickel.
- the outer ring is made of CuAl6Ni2.
- the coins tested were 23.10 mm in diameter and 1.60 mm thick.
- the thickness of the nickel core layer was 7% of the total thickness of the inner pane.
- the thickness of the layer consisting of nickel should preferably be 5 to 30% of the total thickness of the inner pane 2.
- the two components, outer ring 1 and inner disk 2 can be joined together by means of the pressing method described in EP 0 564 667.
- a serpentine groove 3 is provided, into which material of the other part flows when pressed.
- the coins were tested in commercially available testing devices and provided signals which were clearly distinguishable from those of other coins of the same size and with the same embossed image.
- a coin blank according to the invention was compared with commercially available coins by means of a testing device. This resulted in a difference of the signals of 20. A difference of 10 is usually sufficient for this device for clear separation.
- the layer composite used as the inner disk is produced from a core of nickel and outer layers from a yellow or gold-colored to reddish copper alloy, preferably from the alloy CuZn10Ni9.
- a so-called white alloy for example CuNi25 or stainless steel, is used as the outer ring of a different color.
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft einen neuen Typ metallischer Münzrohlinge, welcher Merkmale besitzt, die ihn besonders sicher für die Erkennbarkeit der daraus hergestellten Münzen in Münzprüfgeräten machen.
- Kam es in früheren Zeiten bei den Kurantmünzen darauf an, daß der Metallwert dem Nennwert der Münzen entsprach, so bestimmte sich aus dieser Forderung die Wahl des Metalls. Man verwendete Gold, Silber und unedle Metalle sowie deren Legierungen. Im Zuge der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts kamen immer mehr Scheidemünzen in den Verkehr, bei welchen der Werkstoff einerseits entsprechend der Möglichkeit einer wirtschaftlichen Fertigung ausgewählt wurde und andererseits nach der optischen Erscheinung. Häufig wurden Nickel und bestimmte Kupferlegierungen eingesetzt. In jüngerer Zeit wird mehr und mehr der Ruf nach preisgünstigeren Münzen laut. Diese können z.B. durch Plattieren unterschiedlicher Materialien hergestellt werden. Münzen werden nicht nur nach ihrem Aussehen beurteilt, sondern sie müssen sich auch für den Einsatz in Verkaufsautomaten, kombinierten Münzsortier- und Zählmaschinen und Münzwechselgeräten eignen. Sie müssen dazu von Münzprüfgeräten erkannt und von anderen Münzen und Falsifikaten sicher unterschieden werden können.
- Moderne elektronische Prüfgeräte nutzen zu diesem Zweck neben der Messung des Durchmessers und der Dicke einer Münze auch die der elektrischen Leitfähigkeit der eingesetzten Werkstoffe. Da die beliebtesten Münzwerkstoffe, beispielsweise CuNi25, in sehr vielen Ländern mit zum Teil identischen Abmessungen eingesetzt werden, sind zusätzlich Unterscheidungskriterien erforderlich. Im Fall des gängigen CuNi25 ist es möglich, solche Unterschiede zu schaffen, indem man einen durch Walzplattieren gefügten Schichtverbundwerkstoff aus CuNi25 und Ni gemäß DE 1 558 703 A1 wählt.
- Bei diesem oder einem ähnlichen Verbund ist die Erkennung des inneren Schichtwerkstoffes besonders gut möglich, wenn zwei Sensoren eingesetzt werden, von denen einer mit niedriger Frequenz im Bereich einiger kHz arbeitet. Das hat zur Folge, daß der Strom die gesamte Scheibe durchdringt und zur Erkennung des Kernwerkstoffs genutzt werden kann. Der zweite Sensor wird mit hochfrequenten Strömen im MHz-Bereich betrieben, welche aufgrund des Skineffektes nur in den Oberflächenschichten fließen und zur Messung der elektrischen Leitfähigkeit der Außenschichten dienen.
- Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz konzentrischer Werkstoffverbunde unterschiedlicher Farbe, sogenannter Bikolor (Zweifarben)-Münzen, welche in den letzten Jahren immer beliebter werden. Bei diesen Münzen werden ein äußerer Ring und eine innere Scheibe aus unterschiedlichen Werkstoffen zusammengefügt. Verschiedene Kombinationen sind in US PS 3 499 739, EP 0 080 437, 0 160 343, 0 415 892, 0 564 667 beschrieben. Auch eine solche Bikolor-Münze wird von einem elektronischen Münzprüfgerät von Münzen gleicher Abmessungen aus anderen Materialien eindeutig unterschieden, weil moderne Prüfgräte mit mehreren Sensoren arbeiten.
- Beide Arten von Münzen, plattierte und konzentrische Verbunde, sind bereits im Umlauf und werden auch innerhalb eines Münzsystems in unterschiedlichen Varianten eingesetzt.
- Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Verwendung von Falsifikaten in Münzautomaten dadurch weiter zu erschweren, daß auch solche erkannt und aussortiert werden, die herkömmlichen plattierten oder konzentrischen Verbunden ähnlich sind. Es soll möglich sein, Münzen zu schaffen, die in elektronischen Prüfgeräten sicher von ähnlichen Falsifikaten zu trennen sind.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die innere Scheibe eines konzentrischen Verbundes aus einem Schichtverbund aus Nickel und einer Kupfer-Nickellegierung besteht und der äußere Ring aus einem Metall oder einer Metallegierung, die einen elektrischen Widerstand hat, der deutlich von dem der Scheibe abweicht. Der die Scheibe umgebende und mit ihr verpreßte äußere Ring soll aus einem Metall mit deutlich unterschiedlicher elektrischer Leitfähigkeit bestehen. Er kann aus CuAl6Ni2, oder aus rostfreiem Stahl bestehen. Die innere Scheibe 2 kann aus einem Schichtverbund bestehen mit Außenschichten aus CuNi25 und einer Kernschicht aus Nickel. Alternativ kann der Schichtverbund der inneren Scheibe auch umgekehrt aufgebaut sein, also die Außenschichten aus Nickel und die Kernschicht aus CuNi25.
- Bei dem Beispiel gemäß Fig. 1 besteht die innere Scheibe 2 aus Außenschichten 2a aus CuNi25 und einer Kernschicht 2b aus Nickel. Der äußere Ring besteht aus CuAl6Ni2. Die geprüften Münzen besaßen einen Durchmesser von 23,10 mm und waren 1,60 mm dick. Die Dicke der Nickel-Kernlage betrug 7 % der Gesamtdicke der inneren Scheibe. Bevorzugt sollte die Dicke der aus Nickel jeweils bestehenden Schicht 5 bis 30 % der Gesamtdicke der inneren Scheibe 2 betragen. Aneinanderfügen kann man die beiden Komponenten, äußerer Ring 1 und innere Scheibe 2, mittels der in EP 0 564 667 beschriebenen Preßmethode. In einer der beiden Kontaktflächen des Rings 1 und der Scheibe 2 ist eine schlangenförmige Nut 3 vorgesehen, in die beim Verpressen Material des jeweils anderen Teils hineinfließt.
- Die Münzen wurden in kommerziell gängigen Prüfgeräten getestet und lieferten Signale, welche deutlich von denen anderer Münzen derselben Abmessung und mit demselben Prägebild zu unterscheiden waren. Mittels eines Prüfgerätes wurde ein erfindungsgemäßer Münzrohling mit handelsüblichen Münzen verglichen. Dabei ergab sich eine Differenz der Signale von 20. Ein Unterschied von 10 reicht bei diesem Gerät üblicherweise zur eindeutigen Trennung aus.
- In einer weiteren Ausführung der Erfindung wird der als innere Scheibe eingesetzte Schichtverbund aus einem Kern aus Nickel und Außenschichten aus einer gelben oder goldfarbenen bis rötlichen Kupferlegierung hergestellt, vorzugsweise aus der Legierung CuZn10Ni9. Als äußerer, andersfarbiger Ring wird eine sogenannte weiße Legierung, beispielsweise CuNi25 oder rostfreier Stahl, verwendet.
Claims (7)
- Rohling für Geldmünzen oder Medaillen mit einem aus einer Metallegierung gebildeten äußeren Ring und einer mit dem Ring form- und kraftschlüssig zu einem Teil verpreßten inneren Scheibe,
dadurch gekennzeichnet, daß die innere Scheibe (2) aus einem Schichtverbund aus Nickel und einer Kupfer-Nickel-Legierung besteht und der äußere Ring (1) aus einem Metall oder einer Metallegierung, die einen elektrischen Widerstand hat, der deutlich von dem der Scheibe (2) abweicht. - Rohling nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Ring (1) aus CuAl6Ni2 oder aus rostfreiem Stahl besteht. - Rohling nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die innere Scheibe (2) aus einem Schichtverbund mit Außenschichten (2a) aus CuNi25 und einer Kernlage (2b) aus Nickel besteht. - Rohling nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die innere Scheibe (2) aus einem Schichtverbund besteht mit Außenschichten (2a) aus Nickel und einer Kernschicht (2b) aus CuNi25. - Rohling nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die innere Scheibe (2) aus einem Schichtverbund mit Außenschichten (2a) aus CuZn10Ni9 mit einer Kernschicht (2b) aus Nickel, besteht. - Rohling nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die innere Scheibe (2) aus einem Schichtverbund mit Außenschichten (2a) aus Nickel und einer Kernschicht (2b) aus CuZn10Ni9 besteht. - Rohling nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der aus Nickel bestehenden Kernschicht (2b) oder Außenschicht (2a) des Schichtverbundes 5 bis 30 % der Gesamtdicke der inneren Scheibe (2) beträgt.
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