EP0753443A2 - Verfahren zum Ermitteln variabel vorgebbarer Abdrückgeschwindigkeiten - Google Patents
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- EP0753443A2 EP0753443A2 EP96250152A EP96250152A EP0753443A2 EP 0753443 A2 EP0753443 A2 EP 0753443A2 EP 96250152 A EP96250152 A EP 96250152A EP 96250152 A EP96250152 A EP 96250152A EP 0753443 A2 EP0753443 A2 EP 0753443A2
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- B61—RAILWAYS
- B61J—SHIFTING OR SHUNTING OF RAIL VEHICLES
- B61J3/00—Shunting or short-distance haulage devices; Similar devices for hauling trains on steep gradients or as starting aids; Car propelling devices therefor
- B61J3/02—Gravity shunting humps
Definitions
- the invention is in the field of process engineering for drainage systems for the automated resolution of previous and assembling new vehicle groups.
- a decoupled previous vehicle group is pushed by a push-off locomotive over the top of the drainage system, so that the individual departments roll autonomously down the valley and reach the desired exit or direction track by setting the appropriate switches.
- the differences in the running behavior (e.g. good runner / bad runner) of the individual department must be compensated for by suitable pulling speeds.
- a department is understood to mean both a single vehicle and a group of vehicles running together.
- the invention relates to a method for determining variably predeterminable pull-off speeds when pulling-off several departments of an association via the drain summit of a drain installation, a department-specific maximum allowable pull-off speed being determined in advance for each department in a known manner.
- the aim is to achieve a high carriage throughput and thus a high performance of the drainage system by using the highest possible pulling speeds.
- safe plant operation without false runs and corner joints requires ensuring sufficiently large distances between the individual processes. The distance formation is largely determined by the speed of the pull-off.
- DE-41 39 875 A1 describes in the introduction a method for determining variably predeterminable pull-off speeds in which the pull-off speed for the current sequence is specified by gradually increasing or decreasing the pull-off speed assigned to a previously depressed department. In a simulation process, it is examined whether, based on the newly specified pull-off speed, there is still a route separation to the preceding department or departments.
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Abstract
Description
- Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik für Ablaufanlagen zur automatisierten Auflösung bisheriger und Zusammenstellung neuer Fahrzeugverbände. Dabei wird ein entkuppelter bisheriger Fahrzeugverband von einer Abdrücklokomotive über den Gipfel der Ablaufanlage geschoben, so daß die einzelnen Abteilungen autonom talwärts rollen und durch entsprechende Weichenstellungen in ein jeweils gewünschtes Ausgangs- oder Richtungsgleis gelangen. Damit die einzeln ablaufenden Abteilungen auch tatsächlich ihr jeweiliges Ziel erreichen, sind unter Berücksichtigung der beispielsweise ladungsabhängigen Toleranzgrenzen für die Stoßbelastungen beim Auflaufen auf ein vorhergehendes Fahrzeug die Unterschiede im Laufverhalten (z. B. Gutläufer/Schlechtläufer) der einzelnen Abteilung durch geeignete Abdrückgeschwindigkeiten zu kompensieren. Unter Abteilung ist im Sinne der vorliegenden Erfindung sowohl ein einzelnes Fahrzeug als auch eine gemeinsam laufende Fahrzeuggruppe zu verstehen.
- Die Erfindung betrifft in diesem Zusammenhang ein Verfahren zum Ermitteln variabel vorgegebbarer Abdrückgeschwindigkeiten beim Abdrücken von mehreren Abteilungen eines Verbandes über den Ablaufgipfel einer Ablaufanlage, wobei in an sich bekannter Weise vorab für jede Abteilung eine abteilungsindividuelle höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit bestimmt wird.
- Grundsätzlich wird einerseits durch möglichst hohe Abdrückgeschwindigkeiten ein hoher Wagendurchsatz und damit eine hohe Leistung der Ablaufanlage angestrebt. Andererseits erfordert ein sicherer Anlagenbetrieb ohne Falschläufer und Eckstöße die Gewährleistung ausreichend großer Abstände zwischen den einzelnen Abläufen. Die Abstandsbildung wird von der Abdrückgeschwindigkeit wesentlich mitbestimmt.
- Die DE-41 39 875 A1 beschreibt einleitend ein Verfahren zum Ermitteln variabel vorgebbarer Abdrückgeschwindigkeiten, bei dem durch schrittweise Erhöhung oder Herabsetzung der einer zuvor abgedrückten Abteilung zugeordneten Abdrückgeschwindigkeit die Abdrückgeschwindigkeit für den aktuellen Ablauf vorgegeben wird. Dabei wird in einem Simulationsvorgang untersucht, ob unter Zugrundelegung der neu vorgegebenen Abdrückgeschwindigkeit eine Laufwegtrennung zu der oder den vorauslaufenden Abteilungen noch gegeben ist.
- Aus dem Aufsatz "NEUE LÖSUNGEN IN DER VERFAHRENSTECHNIK FÜR ABLAUFANLAGEN/TEIL II" in SIGNAL + DRAHT, 85 (1993) 3, Seiten 73 bis 77 wird ein Verfahren der eingangs genannten Art beschrieben, bei dem zur Ermittlung der variablen Abdrückgeschwindigkeiten das Löse- und Laufverhalten sowie die Beeinflussung der Abläufe in den Gleisbremsen- und Förderanlagen und durch die Witterung berücksichtigt wird. Für jeden Wagen des abzudrückenden ursprüglichen Verbandes oder Zuges wird vorab die höchstzulässsige Abdrückgeschwindigkeit berechnet Die jeweilige Geschwindigkeitsvorgabe wird per Funk zur Beidrucklokomotive übertragen. Sofern es sich dabei um eine funkgesteuerte Lokomotive handelt, ist eine Schutzvorrichtung vorgesehen, die die Lokomotive bei Störung der Funkverbindung bzw. bei ausbleibenden Steuersignalen sofort zum Stillstand bringt und damit den Abdrückvorgang unterbricht. Werden die Vorgaben für die Abdrückgeschwindigkeit dagegen im Notbetrieb oder mangels Funksteuerung der Lokomotive grundsätzlich per Sprechfunk an den Lokomotivführer übermittelt, erfordert dies die volle Aufmerksamkeit des Bergmeisters und des Abdrücklokomotivführers. Sie müssen nämlich dann beim Herannahen einer Abteilung, der eine verminderte Abdrückgeschwindigkeit zugeordnet ist, unverzüglich und konsequent reagieren, um eine Überschreitung der maximal zulässigen abteilungsspezifischen Abdrückgeschwindigkeit zu verhindern. Bei Störungen tendiert das bekannte Verfahren also nicht in jedem Fall zur sicheren Seite.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht daher in der Schaffung eines Verfahrens zum Ermitteln variabel vorgebbarer Abdrückgeschwindigkeiten, bei dem stets eine Überschreitung der abteilungsindividuellen höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten für die noch abzudrückenden Abteilungen verhindert wird.
- Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeweils nach dem Ablauf einer Abteilung aus den höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten aller verbleibenden Abteilungen die minimale höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit ermittelt wird und daß diese als Abdrückgeschwindigkeit für den Ablauf der nachfolgenden Abteilung vorgegeben wird.
- Die Erfindung beruht auf der wesentlichen Erkenntnis, daß eine Leistungssteigerung bei Ablaufanlagen mit variabler Abdrückgeschwindigkeit unter Gewährleistung eines Systemverhaltens zur sicheren Seite hin dadurch möglich ist, daß der Restverband stets mit der kleinsten der höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten der noch abzudrückenden Abteilungen abgedrückt wird. Dadurch kann der Restverband schneller abgedrückt werden, wenn besonders kritische Abläufe mit besonders geringen höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten bereits abgedrückt sind. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich mit geringem Aufwand implementieren, weil nur vergleichsweise einfache Rechenoperationen (Minimalwertbestimmung) durchzuführen und einfach überschaubare Ergebnisse zu verarbeiten sind.
- Eine verfahrenstechnisch bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß die Abdrückgeschwindigkeit für den Ablauf der nachfolgenden Abteilung wagenbezogen vorgegeben wird, wenn die in Ablaufrichtung erste Achse der Abteilung den Ablaufgipfel passiert.
- Die Erfindung wird beispielhaft nachfolgend anhand einer Zeichnung weiter erläutert; es zeigen:
- die Figuren 1A und 1B verschiedene Situationen auf einer Ablaufanlage und
- die Figuren 2A, 2B, 2C unter Berücksichtigung der abteilungsindividuellen höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten vorgegebene Abdrückgeschwindigkeiten.
- Gemäß Figur 1A besteht ein Verband VB aus mehreren Abteilungen, die jeweils von einzelnen Wagen 1 bis 10 gebildet sein können. Im vorliegenden Beispiel bilden die Wagen 4, 5 und 6 eine gemeinsam ablaufende Abteilung AB. In Figur 1A hat der erste Wagen 1 gerade den Ablaufgipfel AG überwunden und rollt in freier Fahrt gemäß der Stellung nicht gezeigter Weichen in ein für ihn vorgesehes Richtungsgleis der Ablaufanlage. Die übrigen Abteilungen 2 bis 10 sind noch in Kontakt miteinander und werden von einer Abdrücklok AL bergaufwärts geschoben. Die Abdrücklock AL kann ihre Geschwindigkeit und damit die Abdrückgeschwindigkeiten der einzelnen Abläufe variieren. Dem Führer der Abdrücklok AL wird die für den jeweiligen aktuellen Ablauf vorzusehende Abdrückgeschwindigkeit über Sprechfunk mitgeteilt.
- Figur 2A zeigt den jeweiligen Abteilungen (WagNr.) zugeordnete höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeiten vo. Beispielsweise ist dem Wagen 1 eine höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit vo=0,4 m/s zugeordnet. Damit ergibt sich für den ersten aktuellen Ablauf eine von der Abdrücklokomotive AL (Figur 1A) zu realiserende zulässige Abdrückgeschwindigkeit vzulneu von 0,4 m/s. Diese Abdrückgeschwindigkeit wird zunächst auch für alle folgenden Abläufe als zulässige Abdrückgeschwindigkeit vzul vorgemerkt, wie aus der dritten Spalte der Figur 2A hervorgeht.
- Nachdem der erste Ablauf (Wagen 1) mit 0,4 m/s abgedrückt worden ist, wird nunmehr die Abdrückgeschwindigkeit für den nachfolgenden Ablauf (Wagen 2) vorgegeben. Individuell wäre für den Wagen 2 eine höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit vo = 0,6 m/s zulässig. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird aus den höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten vo aller verbleibender, noch abzudrückender Abteilungen 2 bis 10 die geringste höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit ermittelt. Im vorliegenden Beispiel ist das die höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit vo des Wagens 3 mit 0,5 m/s (dieser Zusammenhang ist durch Fettdruck der entsprechenden Geschwindigkeitsangaben in den Spalten 2, 3 und 4 der Figur 2B hervorgehoben). Demgemäß wird der nachfolgende aktuelle Ablauf (Wagen 2) mit einer Abdrückgeschwindigkeit vzulneu von 0,5 m/s abgedrückt und diese Abdrückgeschwindigkeit zunächst auch für die folgenden Abläufe als zulässige Abdrückgeschwindigkeit vzul = 0,5 m/s. vorgemerkt (dritte Spalte der Figur 2B).
- In Figur 1B ist das in der korrespondierenden Figur 2C zahlenmäßig dargestellte Szenario skizziert. Wie aus den Werten der Figur 2C hervorgeht, ist dem dritten Wagen 3 die zweitgeringste höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit vo = 0,5 m/s zugeordnet. Dieser hat wie vorstehend beschrieben auch die Abdrückgeschwindigkeit vzulneu des Wagens 2 dominiert. Nachdem der Wagen 3 mit 0,5 m/s abgedrückt worden ist, bestimmt sich für den Ablauf des Wagens 4 die Abdrückgeschwindigkeit vzulneu nach der geringsten höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeit der noch verbleibenden Wagen 4 bis 10. Diese ist durch die höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit des Wagens 6 (0,7 m/s) vorgegeben; dieser Zusammenhang ist wiederum durch Fettdruck der entsprechenden Werte hervorgehoben. Demgemäß sind auch die Wagen 4 und 5 mit der Abdrückgeschwindigkeit vzulneu 0,7 m/s abgedrückt worden. Im vorliegenden Beispiel bilden die Wagen 4, 5 und 6 zufällig eine gemeinsam ablaufende Gruppe, in der sich zufällig auch der hinsichtlich der Festlegung der Abdrückgeschwindigkeit bis dahin dominierende Wagen 6 befindet. Der nachfolgende Ablauf des Wagens 7 (Figur 1B) ist mit wesentlich höherer Abdrückgeschwindigkeit vzulneu = 1,1 m/s möglich. Diese Abdrückgeschwindigkeit ist durch die maximal zulässige Abdrückgeschwindigkeit des Wagens 8 bestimmt und für die übrigen nachfolgenden Wagen unkritisch, so daß für die Wagen 8 bis 10 eine vorläufige zulässige Abdrückgeschwindigkeit vzul von 1,1 m/s vermerkt wird (Spalte 3 der Figur 2C).
- Vorzugsweise wird die Abdrückgeschwindigkeit vzulneu für den jeweils nachfolgenden Ablauf (z. B. 2) wagenbezogen vorgegeben, wenn dessen in Ablaufrichtung FR (Figur 1A) erste Achse A den Ablaufgipfel AG passiert.
- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden einerseits die Nachteile überwunden, die sich ergeben, wenn ein besonders langsam abzudrückender Ablauf sich im vorderen Bereich des Verbandes befindet und aus Rücksichtnahme auf diesen der gesamte restliche Verband unnötigerweise zu langsam abgedrückt wird. Andererseits gewährleistet das erfindungsgemäße Verfahren auch bei Störungen in der Vorgabe der Abdrückgeschwindigkeiten eine Verfahrensfortführung auf der sicheren Seite, so daß eine Überschreitung der wagenindividuell festgelegten höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten sicher vermieden wird.
Claims (2)
- Verfahren zum Ermitteln variabel vorgegebbarer Abdrückgeschwindigkeiten (vzulneu) beim Abdrücken von mehreren Abteilungen (1 bis 10) eines Verbandes (VB) über den Ablaufgipfel (AG) einer Ablaufanlage,
wobei in an sich bekannter Weise vorab für jede Abteilung (1 bis 10) eine abteilungsindividuelle höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit (vo) bestimmt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
jeweils nach dem Ablauf einer Abteilung (1) aus den höchstzulässigen Abdrückgeschwindigkeiten (vo) aller verbleibenden Abteilungen (2 bis 10) die minimale höchstzulässige Abdrückgeschwindigkeit (vo) ermittelt wird und daß diese als Abdrückgeschwindigkeit (vzulneu) für den Ablauf der nachfolgenden Abteilung (2) vorgegeben wird. - Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdrückgeschwindigkeit (vzulneu) für den Ablauf der nachfolgenden Abteilung (2) wagenbezogen vorgegeben wird, wenn die in Ablaufrichtung (FR) erste Achse (A) der Abteilung (2) den Ablaufgipfel (AG) passiert.
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