Die Erfindung bezieht sich auf eine Duschabtrennung gemäß den im Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Eine derartige Duschabtrennung ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 295 04 881 U1 vorbekannt und wird dort als einbaufertiges Türsystem bezeichnet.
Diese Duschabtrennung enthält als Türpfosten ein Wandanschlußprofil sowie ein
zugeordnetes Pfostenprofil, welches bezüglich des Wandanschlußprofils ausrichtbar
ist. Mit dem Pfostenprofil ist ein Schwenkflügel drehbar verbunden, welcher ein
Flügelrahmenteil sowie ein daran angeschlossenes Glaselement aufweist. Für das
Glaselement des Drehflügels ist eine Aufnahmeschiene vorgesehen, welche quer zur
Drehachse des Drehflügels im Flügelrahmenbauteil verstellbar eingesetzt ist. Für
Duschabtrennungen, bei welchen der Türpfosten nicht im Bereich der Wand eines
Dusch- oder Badezimmers angeordnet ist, sondern zwischen dem Türpfosten und der
genannten Wand ein feststehendes Wandteil vorgesehen ist, kann das vorbekannte
Türsystem nicht ohne weiteres zum Einsatz gelangen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Duschabtrennung der genannten
Art dahingehend auszubilden, daß mit geringem Fertigungs- und Montageaufwand
eine funktionssichere Konstruktion auch bei Einsatz eines feststehenden Wandelements
gewährleistet ist. Die Duschabtrennung soll mit wenigen Bauteilen und mit
geringem Aufwand einen Ausgleich von und eine Anpassung an unterschiedliche
Einbaubedingungen ermöglichen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1.
Die vorgeschlagene Duschabtrennung zeichnet sich durch eine funktionsgerechte
Konstruktion aus und ermöglicht problemlos die Ausrichtung des Türpfostens und die
Anpassung an vorgegebene Einbaubedingungen. Der Abstand des Pfostens zu einer
Raumwand und / oder der Breitenausgleich für das feststehende Wandelement kann
mit geringem Montageaufwand durchgeführt werden. Am oberen Ende des Türpfostens
ist eine Haltestange vorgesehen, welche zur Verbindung mit einer Wand,
insbesondere der Raumwand dient. Die Haltestange übergreift den oberen Rand
eines feststehenden Wandelements, welches einerseits mit der Raumwand und
andererseits mit dem Türpfosten verbunden ist. Der im wesentlichen vertikal ausgerichtete
Türpfosten enthält eine Längsnut, in welche das feststehende Wandelement
mit einer Längskante eingreift. Die Längsnut weist eine vorgegebene Tiefe derart auf,
daß das feststehende Wandelement in der erforderlichen Weise mehr oder weniger
tief in die Längsnut eingesetzt werden kann, um so einen Breitenausgleich den
Erfordernissen entsprechend durchzuführen. Weiterhin ist auch mit der Haltestange
ein Breitenausgleich durchführbar. Hierzu ist der Haltestange an deren freiem Ende
ein Gewindebolzen zugeordnet. Der Gewindebolzen ist einerseits bezüglich der
Raumwand mittels eines Lagerkörpers fixiert und andererseits in ein der Haltestange
zugeordnetes Gewinde eingeschraubt. Durch Drehen des Gewindebolzens erfolgt die
Anpassung und der Breitenausgleich. Vorzugsweise ist dem Lagerkörper sowie dem
Gewindebolzen eine Kappe zugeordnet, welche zur Einstellung auf die Haltestange
geschoben werden kann, und nach Durchführung der Montage auf den Lagerkörper
gesetzt wird.
Weiterbildungen und besondere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten besonderen
Ausführungsbeispiels näher erläutert, ohne daß hierdurch eine Einschränkung
erfolgt. Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Ansicht der Duschabtrennung,
- Fig. 2
- teilweise und vergrößert einen Schnitt durch den Türpfosten
entlang Schnittlinie II gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- vergrößert einen Schnitt durch den Befestigungsbereich der
oberen Haltestange entlang Schnittlinie III gemäß Fig. 1.
Fig. 2 zeigt die Duschabtrennung mit zwei Türpfosten 2, 3, an welchen zwei Türflügel
4,5 mittels Scharnieren 6 bis 9 angelenkt sind. Die beiden Türpfosten 2, 3 sind oben
über dem Durchtrittsbereich, welcher mittels der beiden Türflügel 4, 5 absperrbar
oder freigebbar ist, mit einer Verbindungsstange 10 verbunden. Die Verbindungsstange
10 überspannt bogenartig den genannten Durchtrittsbereich. Seitlich der
beiden Türpfosten 2, 3 ist jeweils ein feststehendes Wandelement 12, 13 vorgesehen,
welche jeweils von einer gebogen ausgebildeten Haltestange 14, 15 überspannt sind.
Die Haltestangen 14, 15 sind mit dem zugeordneten Türpfosten 2 bzw. 3 jeweils fest
verbunden.
Die Duschabtrennung ist gemäß Zeichnung über dem Rand 16 einer Duschwanne 18
angeordnet, welche in bekannter Weise im Eck zwischen zwei Raumwänden montiert
ist. Alternativ kann die Duschabtrennung auch mit einer in den Boden eines
Duschraumes eingelassenen Wanne montiert werden oder ohne Duschwanne, wobei
die Türpfosten 2, 3 direkt auf dem Boden des Duschraumes montiert sind. Da bekanntlich
die Einbaumaße einer Duschwanne ebenso wie die Ausrichtung der Raumwände
nicht zu vernachlässigende Toleranzen in der Regel unterliegen, müssen die
Türpfosten 2, 3 ebenso wie die Wandelemente 12, 13 bei der Montage ausgerichtet
werden können.
Fig. 2 zeigt teilweise und vergrößert in einer horizontalen Schnittebene den Türpfosten
3, welcher ebenso wie der Türflügel 5 über dem Wannenrand 16 angeordnet
ist. Der Türpfosten 3 weist einen im Prinzip kreisförmigen Querschnitt auf, doch
können im Rahmen der Erfindung auch andere Querschnittsformen, beispielsweise
ein Vieleck, ein ovaler Querschnitt oder ähnliches, vorgegeben werden. Maßgeblich
ist eine Längsnut 20 des Türpfostens 3, in welcher das feststehende Wandelement 13
mit seiner Längskante 22 zumindest teilweise eingesetzt ist. Die Längsnut 20 erstreckt
sich über die gesamte vertikale Höhe bzw. Länge des Türpfostens 3 und besitzt eine
Tiefe 24, welche ein mehr oder weniger tiefes Einsetzen der Längskante 22 ermöglicht.
Der Türpfosten 3 ist als Hohlkammerprofil ausgebildet und enthält im Inneren
ferner einen Verbindungssteg 26, welcher eine Verbindung zwischen den Wänden 28,
29, 30 der Längsnut 20 zu der gegenüberliegenden Außenwand 32 des Türpfostens
3 herstellt. Die derart ausgebildete Längsnut 20 und der Verbindungssteg 32 gewährleisten
somit eine hohe Stabilität und Funktionssicherheit des Türpfostens 3, welcher
als eine Profilschiene oder Profilstange, insbesondere aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung ausgebildet ist.
Die Wände 28, 29 der Längsnut 20 enthalten ferner, zweckmäßig nahe der Außenwand
3 des Türpfostens, jeweils eine Kammer 34, 35 zur Aufnahme einer an der
Außenfläche des feststehenden Wandelements 13 anliegenden Dichtung 36, 37. Unabhängig
von der jeweiligen Eindringtiefe der Längskante 22 in die Längsnut 20 ist
folglich eine funktionsgerechte Abdichtung gewährleistet.
Fig. 3 zeigt vergrößert einen Schnitt in einer vertikalen Schnittebene im Bereich des
freien Endes 40 der Haltestange 15. Mit dem freien Ende 40 ist eine Gewindehülse 42
verbunden, und zwar vorzugsweise durch Löten oder Schweißen, wie es mit der
Schweißnaht 44 angedeutet ist. Die Gewindehülse 42 ragt in zweckmäßiger Weise in
die als Hohlprofil ausgebildete Haltestange 15 zumindest teilweise hinein und enthält
außerhalb des freien Endes 40 der Haltestange 15 einen Flansch 46. In das Innengewinde
der Gewindehülse 42 ist ein Gewindebolzen 48 eingeschraubt. Der Gewindebolzen
48 ist bezüglich einer Raumwand 50 über einen Lagerkörper 52 drehbar
gelagert. Der Lagerkörper 52 ist mittels einer Schraube 54 mit der Raumwand 50
verbunden.
Der Lagerkörper 52 enthält eine Aufnahme 56, in welche ein Lagerteil 58 des Gewindebolzens
48 eingesetzt ist. Der Lagerteil 58 enthält in zweckmäßiger Weise eine
Ringnut 60, in welche zur Fixierung der Drehstellung des Gewindebolzens wenigstens
eine Sicherungsschraube 62 einschraubbar ist. Wie dargestellt, sind die erläuterten
Bauteile innerhalb einer Kappe 64 angeordnet. Die Kappe 64 enthält eine Öffnung 66,
welche von der Haltestange 15 durchdrungen ist. Der Durchmesser der Öffnung 66
ist zweckmäßig kleiner als der Außendurchmesser des genannten Flansches 46, so
daß beim Transport und der Montage ein Verlust der Kappe 64 vermieden wird.
Zur Montage ist die Kappe 64 in Richtung des Pfeiles 68, also gemäß Zeichnung nach
links, derart verschoben, daß der Gewindebolzen 48 gedreht werden kann. Hierfür
weist der Gewindebolzen 48 in zweckmäßiger Weise noch einen Flansch 70 und / oder
Angriffsflächen 72 auf, welche insbesondere als ein Sechskant ausgebildet sind
und das Ansetzen eines herkömmlichen Schraubschlüssel ermöglichen. Zuvor wurde
der Lagerkörper 52 mittels der Schraube 54 an der Raumwand befestigt, wobei der
Gewindebolzen 48 noch nicht in den Lagerkörper eingesetzt war. Nach der Befestigung
des Lagerkörpers 52 an der Raumwand 50 wird der Gewindebolzen mit
seinem Lagerteil 58 in die Aufnahme 56 eingesetzt, wobei in zweckmäßiger Weise
mittels der Sicherungsschraube 62 eine vorläufige Sicherung derart erfolgt, daß eine
Drehung des Gewindebolzens 48 bezüglich des Lagerkörpers 52 und / oder der
Raumwand 50 durchführbar ist. Es ist ersichtlich, daß beim Drehen des Gewindebolzens
48 das freie Ende 40 der Haltestange 50 entsprechend der Drehrichtung
entweder in Richtung des Pfeiles 68 oder entgegen der Pfeilrichtung relativ zur
Raumwand 50 einstellbar ist. So wird erfindungsgemäß der Breitenausgleich und / oder
der Abstand des Türpfostens, welcher am anderen Ende mit der Haltestange 15
verbunden ist, bezüglich der Raumwand 50 vorgegeben und in der erforderlichen
Weise eingestellt. Das feststehende Wandelement, welches mit seiner der Raumwand
50 zugeordneten Kante mit der Raumwand 50 definiert verbunden ist, kann mit seiner
anderen Längskante in der oben erläuterten Längsnut des Pfostens ohne weiteres
mehr oder weniger weit hinein- oder herausbewegt werden. Besondere Ausricht- oder
Sicherungsmaßnahmen für das feststehende Wandelement sind hierbei nicht erforderlich.
Es sei an dieser Stelle festgehalten, daß bei der erfindungsgemäßen Duschabtrennung
die beiden oberen Haltestangen 14, 15 gemäß Fig. 1 in der vorstehend erläuterten
Weise ausgerichtet und eingestellt werden können. Es ist ersichtlich, daß somit
eine exakte vertikale Ausrichtung der beiden Türpfosten 2, 3 problemlos durchführbar
ist, zumal die beiden Haltestangen 14, 15 ebenso wie die feststehenden
Wandelemente 12, 13 in Vertikalebenen angeordnet ist, welche im wesentlichen
orthogonal zueinander stehen. Eine Einstellung der mittleren Verbindungsstange 10
ist jedoch nicht erforderlich, da werkseitig mit der Breite der beiden Türflügel bzw.
der Breite der Durchtrittsöffnung vorgegeben ist.
Des weiteren sei an dieser Stelle festgehalten, daß im Rahmen der Erfindung anstelle
der beiden vergleichsweise schmalen Türflügel 4, 5 ein einziger Türflügel vorgesehen
werden kann, welcher im geschlossenen Zustand den Durchtrittsbereich insgesamt
absperrt und beispielsweise am gemäß Zeichnung linken Türpfosten 2 oder aber am
rechten Türpfosten 3 angelenkt ist.
Bezugszeichen
- 2, 3
- Türpfosten
- 4, 5
- Türflügel
- 6, 9
- Scharnier
- 10
- Verbindungsstange
- 12, 13
- Wandelement
- 14, 15
- Haltestange
- 16
- Rand
- 18
- Duschwanne
- 20
- Längsnut in 2, 3
- 22
- Längskante von 13
- 24
- Tiefe von 20
- 26
- Verbindungssteg
- 28 - 30
- Wand von 20
- 32
- Außenwand von 3
- 34, 35
- Kammer
- 36, 37
- Dichtung
- 40
- freies Ende von 15
- 42
- Gewindehülse
- 44
- Schweißnaht
- 46
- Flansch
- 48
- Gewindebolzen
- 50
- Raumwand
- 52
- Lagerkörper
- 54
- Schraube
- 56
- Aufnahme in 52
- 58
- Lagerteil von 48
- 60
- Ringnut
- 62
- Sicherungsschraube
- 64
- Kappe
- 66
- Öffnung in 64
- 68
- Pfeil
- 70
- Flansch
- 72
- Angriffsfläche / Sechskant