Die Erfindung betrifft ein Belüftungselement zur Abdeckung des längs am Dach
verlaufenden Spaltes zwischen einer First- oder Gratbohle und Dacheindeckungsplatten
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Belüftungselementes.
Bekannt sind solche Belüftungselemente als aufrollbare Ware oder als starre Lüfter.
Sie werden an ihrem Mittelteil auf einer First- oder Gratlatte befestigt und dichten
den Spalt zwischen dieser Latte und den Dacheindeckungsplatten eines Daches ab,
wobei sie mit ihren äußeren Kantenbereichen auf den Eindeckungsplatten zu liegen
kommen.
Ein aufrollbares Belüftungselement ist aus der DE 40 01 766 bekannt. Dieser Lüfter
ist aus einem Vliesstoff hergestellt und im Bereich seiner Außenkanten plissiert, also
flächenmäßig vergrößerbar, um sich in die Täler der Dacheindeckungsplatten
einschmiegen zu können. Der notwendige Luftaustausch zwischen den Bereichen
unterhalb und oberhalb des Lüfters wird hierbei dadurch realisiert, daß luftdurchlässiges
Vliesmaterial verwendet wird. Weil das Vliesmaterial wasserundurchlässig
aber luftdurchlässig sein muß, weist dieser Lüfter nur sehr kleine, im Vliesstoff
eingebrachte Luftdurchlaßporen auf, welche im Lauf der Zeit verstauben und
luftundurchlässig werden, wodurch die Belüftungsfunktion nicht mehr erfüllt werden
kann.
Ein weiteres First- und Gradbelüftungselement ist aus der EP-0 117 391 bekannt.
Es besteht aus einem steifen Mittelteil mit angrenzenden Seitenteilen, die aus
kammartigen elastischen Zähnen aufgebaut sind, an denen ein Vliesmaterial in
plissierter Form befestigt ist. Die Seitenteile schmiegen sich hierbei wiederum an
die Dacheindeckungsplatten an, wodurch die Abdichtung erzielt wird. Im steifen
Mittelteil dieses Lüfters sind neben dem Auflagebereich für die First- oder Gratlatte
Belüftungsöffnungen vorgesehen, durch welche die Luft aus dem Dachstuhl nach
oben abziehen kann. Nachteiligerweise ist dieses starre Belüftungselement nicht
aufrollbar, wodurch Lagerungs- und Vertriebskosten erhöht werden. Die Kunststoffteile
dieses elastischen Elements sind absichtlich aus einem steifem Material hergestellt,
damit die bei der Montage entstehende Federwirkung die gezahnten Seitenteile
in die Mulden der Dacheindeckungsplatten eindrücken kann, so daß eine
Formanpassung und Abdichtung entsteht. Die Herstellung solcher Elemente ist
aufwendig und ihre Einsatzmöglichkeiten sind auf bestimmte Dachpfannenformen
beschränkt.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 44 41 296 ist ein Belüftungselement bekannt,
welches aufrollbar ist und am Übergang zwischen Mittelteil und Seitenteil bezüglich
beider Teile mit relativ großer Materialdicke ausgeführt ist. Die Materialdicke der
Seitenteile nimmt zu deren Randbereich hin ab, um eine gute Anpassung an die
Form der Dacheindeckungsplatten zu gewährleisten, während die im Übergangsbereich
zwischen Mittelteil und Seitenteil relativ große Materialstärke eine elastische
Federwirkung ausüben kann, die die Seitenteile in die Mulden der Dacheindeckungsplatten
eindrückt.
Sowohl bei dem Lüfter nach der EP 0 171 391 als auch bei demjenigen nach der DE
44 41 296 wird also immer das Prinzip verwirklicht, die elastische Steifigkeit im
Übergangsbereich von Mittel- und Seitenteil dahingehend auszunützen, daß eine
Federkraft die Seitenteile in die Mulden der Dacheindeckungsplatten hineindrückt.
Dieses Prinzip birgt noch immer den Nachteil in sich, daß das Material des Lüfters
am Mittelteil sowie zumindest in den dort angrenzenden Bereichen der Seitenteile
relativ stark sein muß, da sonst eine solche Federwirkung nicht auftreten würde.
Wellenförmig plissierte Seitenteile, die, wenn auch nur in bestimmten Bereichen,
eine relativ große Materialstärke aufweisen, entwickeln aber auch relativ starke
Rückstellkräfte, wenn die Plissierung verformt wird. Ein solches Verformen der
Plissierung findet aber zumindest am Rand der Seitenteile immer dann statt, wenn
diese Ränder, wie es üblicherweise geschieht, an die Dacheindeckungsplatten anklebt
werden. Da der Klebstoff nicht sofort nach dem Ankleben an die Dacheindeckungsplatten
aushärtet, entstehen durch diese Rückstellkräfte in der Plissierung, die
dahingehend wirken, daß die Wellenform wieder hergestellt wird, Ablösungen an
den Klebestellen und somit Undichtigkeiten gegenüber den Dacheindeckungsplatten.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile des
Standes der Technik zu überwinden. Insbesondere soll ein Belüftungselement
geschaffen werden, dessen Seitenteile zwar ausbreitbar und damit den Dacheindeckungsplatten
anpassbar sind, aber von sich aus im Wesentlichen keine Rückstellkräfte
entwickeln, so daß die Seitenteile an ihren Rändern nach dem Verlegen ohne
undichte Stellen an den Dacheindeckungsplatten aufliegen.
Diese Aufgabe wird durch eine Ausgestaltung eines Belüftungselements gemäß dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafterweise entwickeln
die gegenüber dem Mittelteil des Belüftungselements in der Materialdicke wesentlich
geringeren Seitenteile keine oder nur noch verschwindend geringe Rückstellkräfte,
wenn das Material bei der Ausbreitung und Anpassung an die Dacheindeckungsplatten
verformt wird. Auch ohne die Federwirkung stärkerer Materialdicken
schmiegen sich die Seitenteil damit vollständig an die Form der Dacheindeckungsplatten
an. Insbesondere wenn die Seitenteile an den Dacheindeckungsplatten verklebt
werden, treten keine Undichtigkeiten durch eine Wiederherstellung der Wellenform
auf. Wegen ihres dünnen Materials fallen die Seitenteile "tot" in die
Dachpfannen. Der Mittelteil, der aus dem relativ stärkeren Material hergestellt ist,
sorgt für eine ausreichende Stabilität des Belüftungselements.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung liegt die Materialdicke
des Mittelteils im Bereich von 0,6 mm bis 1,2 mm, insbesondere 0,8 mm bis 1 mm
und vorzugsweise bei 0,9 mm, während die Materialdicke jedes Seitenteils entsprechend
im Bereich von 0,2 mm bis 0,8 mm, insbesondere 0,4 mm bis 0,7 mm
und vorzugsweise bei 0,5 liegt. Die Plissierung jedes Seitenteils ist im Wesentlichen
wellenförmig ausgeführt. Sie kann, wenn nur geringe Streckfähigkeit vonnöten ist,
also beispielsweise bei flachen Dacheindeckungsplatten, einen Zickzackverlauf
aufweisen, während für eine mittlere Streckfähigkeit (mittelstark gewölbte Dacheindeckungsplatten)
ein Zickzackverlauf mit einseitig abgeflachten Spitzen sowie für
große Streckfähigkeit (stark gewölbte Dacheindeckungsplatten) ein Zicksackverlauf
mit zweiseitig abgeflachten Spitzen Verwendung finden kann.
Vorzugsweise besteht das Belüftungselement aus einem, insbesondere modifizierten,
PVC-Material, welches durch Zusätze witterungsbeständig, insbesondere beständig
gegen UV-Licht, gemacht ist, und es wird aufrollbar als Meterware verlegbar
ausgebildet. Die Witterungsbeständigkeit bringt speziell bei den teilweise nach außen
freiliegenden Seitenteilen Vorteile bezüglich der Lebensdauer. Hierbei ist insbesondere
die Beständigkeit gegen UV-Licht wegen der dünnen Materialstärke der
Seitenteile von Wichtigkeit.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Mittelstreifen des Belüftungselements
nach der Erfindung voneinander beabstandete Belüftungsöffnungen auf, die
insbesondere als im Mittelstreifen zu dessen Oberseite hin vorstehende Absetzungen
ausgebildet sind, deren Außenränder Wasserschutzkanten bilden und deren Material
gegenüber den umgebenden Bereichen verdickt ist.
Diese Belüftungsöffnungen im Kunststoffmaterial können nicht durch Staub verstopft
werden. Die entstehenden Wasserschutzkanten verhindern, daß Wasser durch die
Belüftungsöffnungen in den Dachinnenraum eindringt und stellen ein gutes Ablaufen
des Wassers auf der Lüfteroberseite sicher. Durch die verdickte Ausgestaltung der
Absetzungen wird verhindert, daß beim Aufrollen des Belüftungselements die
Absetzungen mit den Belüftungsöffnungen und die Wasserschutzkanten durch
Flächendruck eingedrückt werden. Auch können die verstärkten, als Absetzungen
ausgestalteten Belüftungsöffnungen herkömmlich verwendete Abstandshalter überflüssig
machen.
Das erfindungsgemäße Belüftungselement kann ferner so ausgeführt werden, daß in
dem Abschnitt wo der Mittelstreifen an das Seitenteil angrenzt, in Längsrichtung des
Belüftungselements eine Biegezone mit einer gegenüber den angrenzenden Bereichen
verringerten Materialstärke verläuft. Wie schon erwähnt sollen die Seitenteile des
Belüftungselements nach dem Aufliegen des Mittelstreifens auf die First- oder
Gratlatte möglichst durch ihr Eigengewicht nach unten fallen und sich in die Täler
der Dacheindeckungsplatten einformen. Mittels der oben beschriebenen, entlang des
Lüfters verlaufenden Biegezonen wird eine geringe Biegesteifigkeit erreicht, so daß
das Anschmiegen der Seitenteile an die Dachpfannenform erleichtert wird.
Geeigneterweise werden an der Unterseite des Seitenteils außen Klebemittel, insbesondere
Kleberaupen oder Klebeband angeordnet, so daß die Plissierung des
Seitenteils vorteilhafterweise bis in Täler der Plissierung hinein eine Klebeschicht
aufweist. Die Klebemittel dienen dazu, die in die Täler der Dachpfannen versenkten
Abdichtstreifen dort zu fixieren, um eine optimale Dichtwirkung zu erhalten.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird an der
Unterseite des Seitenteils am Rand ein Flachstreifen eingeformt. Ein solcher Flachstreifen
besteht aus einem elastischen Material, daß sich ebenfalls leicht in die
Dacheindeckungsplatten einformen läßt. Es sorgt für eine noch bessere Anpassung
an die Dachpfannenform und das Klebemittel kann mit einer einheitlichen Verteilung
an der so abgeflachten Unterseite des Seitenteils aufgebracht werden. Die vorher
beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Belüftungselemente
können bezüglich des Mittelteils und der Seitenteile einstückig mittels einer Extrusionstechnik
hergestellt werden.
Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit für das erfindungsgemäße Belüftungselement
besteht darin, daß jedes Seitenteil ein separates Bauteil bildet, das mit dem Mittelteil
insbesondere durch Schweißen, Kleben, Nieten, Falzen, Stecken oder Extrusionsumspritzen
oder -formen verbunden ist. Durch die Bereitstellung einer solchen
mehrteiligen Ausführungsform wird es nunmehr möglich, verschiedene Formen und
Materialien von Abdichtstreifen bei dem erfindungsgemäßen Belüftungselement zu
verwenden, um so im Einzelfall jeweils eine optimale Belüftungselementausgestaltung
für verschiedene Anwendungen bereitzustellen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem jedes Seitenteil zusammen mit dem
Mittelteil extrudiert wird, wobei beim Extrudieren die Materialdicke jedes Seitenteils
von dem an das Mittelteil anschließenden Rand bis zur äußeren Kante hin in etwa
gleich und wesentlich geringer gehalten wird als die Materialdicke des Mittelteils,
kann ein Lüftungselement hergestellt werden, das die schon vorher beschriebenen
Vorteile aufweist. Das Belüftungselement kann einstückig mit den voher diskutierten
Ausgestaltungen oder mit separaten Seitenteilen hergestellt werden, die während des
Extrusionsverfahrens mit dem Mittelteil verbunden werden. Im letzteren Fall besteht
einerseits die Möglichkeit, das Seitenteil zunächst in flacher Form mit dem Mittelteil
zu verbinden und danach zu plissieren, während andererseits das Seitenteil schon in
plissierter Form beim Extrudieren in das Material des Mittelteils eingeformt werden
kann.
Die Erfindung wird im Weiteren anhand einer bevorzugten Ausführungsform mit
Hilfe der beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Aufsicht sowie eine Schnittansicht durch ein erfindungsgemäßes
Belüftungselement;
- Figur 2
- drei verschiedene Plissierungsformen für unterschiedliche Streckfähigkeiten;
- Figur 3
- eine Anbringungsmöglichkeit für ein Klebemittel am Seitenteil des
Belüftungselements;
- Figur 4
- eine weitere Anbringungsmöglichkeit für ein Klebemittel; und
- Figur 5
- ein Beispiel für einen Herstellungsablauf bei einem Belüftungselement
mit einem separaten Seitenteil.
Das in Figur 1 dargestellte Belüftungselement besteht im Wesentlichen aus einem
Mittelteil 10, an dessen oberen und unteren Rand die plissierten Seitenteile 20
angeordnet sind. Erfindungsgemäß, aber in der Zeichnung nicht sichtbar, ist das
Mittelteil 10 bezüglich seiner Materialstärke wesentlich stärker ausgeführt als die
Seitenteile 20. Wenn beispielsweise das Mittelteil 10 eine Materialstärke von 0,8
mm bis 0,9 mm aufweist, so wären die Seitenteile 20 etwa 0,4 mm stark. Durch
diese geringe Materialdicke können die Seitenteile 20 beim Einformen in die Wölbungen
der Dacheindeckungsplatten leicht gestreckt werden; sie schmiegen sich nach
der Einpassung vollständig an die Oberfläche dieser Platten an, weil die Plissierung
keine Rückstellkräfte entwickelt, die die ursprüngliche Wellenform wieder herstellen
könnten. Auch fallen die Seitenteile 20, da sie über ihre gesamte Breite die geringe
Materialstärke aufweisen relativ leicht in die Mulden der Dacheindeckungsplatten
hinein und die Verlängerung d.h. die Streckung der Plissierung zur Anpassung
macht keine Schwierigkeiten.
Im Bereich seiner Mittellinie 8 kommt das Belüftungselement auf einer First- oder
Gratlatte zu liegen und wird dort befestigt. Neben diesem Auflagebereich weist das
Belüftungselement nach Figur 1 beiderseitig andeordnete längsbeabstandete Lüftungsöffnungen
9 auf. Diese sind als zur Oberseite hin vorstehende Absetzungen 11
mit einem Loch ausgebildet. Zur Verstärkung der Absetzungen 11 sind um deren
Randbereich herum jeweils Sicken 12 angesetzt. Das Material ist in diesem Bereich
noch etwas verdickt, wodurch eine gute Stabilität der Absetzungen 11 bereitgestellt
wird. Insbesondere kann durch diese Stabilität verhindert werden, daß beim Aufrollen
des Lüfters die Absetzungen 11 eingedrückt werden.
Die Figur 2 stellt nun drei verschiedene Plissierungsformen für Seitenteile 20 dar,
die je nach der Höhe der Wölbung der Dacheindeckungsplatten zum Einsatz kommen.
Eine zickzackförmig gewellte Plissierung, wie sie bei I) dargestellt ist, kommt
insbesondere dann zum Einsatz, wenn die Dacheindeckungsplatten kaum gewölbt
sind. Bei höheren Dacheindeckungsplatten, d.h. in einem mittleren Höhenbereich,
muß die Plissierung stärker gestreckt werden. Hierfür eignet sich eine Plissierungsform,
deren Zickzackverlauf oben abgeflacht ist, wie sie bei II) in Figur 2 dargestellt
ist. Für sehr starke Wölbungen muß eine große Streckfähigkeit der Plissierung
vorgesehen werden. Diese wird beispielsweise bei dem Querschnitt erreicht,
der in Figur 2 bei III) dargestellt ist und bei dem Zickzackform beidseitig abgeflacht
ist.
Die Streckfähigkeit der Plissierung läßt sich also auch über die Plissierungform noch
einstellen. Es ist jedoch zu bemerken, das Seitenteile mit allen drei dargestellten
Plissierungsformen wegen ihrer geringen Materialdicke den erfindungsgemäßen
Vorteil aufweisen, sich vollständig an die Dacheindeckungsform anzuschmiegen und
nach dem Aufbringen auch dort zu verbleiben, ohne wegen entstehender Rückstellkräfte
in der Plissierung Undichtigkeiten zu verursachen.
Die Figuren 3 und 4 zeigen zwei verschiedene Möglichkeiten, ein Klebemittel 30 an
der Unterseite eines Seitenteils 20 in dessen Randbereich anzubringen. Bei der
Ausführungsform nach Figur 3 weist die Plissierung eine Zickzackform mit oben
und unten abgeflachten Spitzen auf. Ein Klebemittel, beispielsweise ein flexibler
zweiseitig klebender Klebstreifen 30, wird im plissierten Zustand unten an den
unteren Abflachungen des Seitenteils angesetzt. Beim Einlegen des Seitenteils 20 in
die Wölbungen der Dachpfannen streckt sich die Plissierung zusammen mit dem
flexiblem Klebstreifen 30. Das Seitenteil 20 wird dann im Bereich des Klebstreifens
30 von oben an die Dachpfannen angedrückt. Damit wird im Wesentlichen die
gesamte untere Fläche des Seitenteils 20 mit dem Klebemittel 30 in Berührung
kommen, das an den Dacheindeckungsplatten selbst klebt. Es kommt zu einer
lückenlosen Verklebung, die wegen der geringen Materialstärke des Seitenteils 20
auch nicht mehr durch die diesen innewohnenden Rückstellkräfte gelöst wird. Die
Form der Plissierung in Figur 2 ist für den Einsatz bei großen Verlängerungen also
tiefen Dachpfannen vorgesehen. Die Erhöhungen der Dachpfannen können bis 80%
betragen, wobei die Rückstellkräfte, verursacht durch das Strecken der Plissierung
bei herkömmlichen Lüftern mit starkem Material im Seitenteil recht hoch werden
können. Beim vorliegenden erfindungsgemäßen Belüftungselement treten solche
Rückstellkräfte wie schon beschrieben nicht auf, die Anhaftung bleibt dicht.
Obiges gilt auch für die Ausführungsform der Verklebung, die in der Figur 4
dargestellt ist. Im Unterschied zur Ausführungsform nach Figur 3 wird gemäß Figur
4 ein Klebemittel 30 der Form der Plissierung nachgeführt, also in Zickzackform
auf das Seitenteil 20 im Randbereich aufgebracht. Hierbei kann als Klebemittel 30
wiederum ein beidseitig klebender flexibler Streifen verwendet werden, es kann aber
auch eine Raupe aus Klebmaterial aufgetragen werden. Die Plissierungsform in
Figur 4 findet Verwendung bei flachen Dacheindeckungsplatten. Vorteilhaft wirkt
sich hier aus, daß, wenn nur eine geringe Streckung der Plissierung erfolgt, die
noch aufstehenden Spitzen in sich selbst verkleben und somit wiederum eine gute
Abdichtung zur Verfügung gestellt werden kann.
Die Figur 5 zeigt fortlaufend mit den Darstellungen A) bis D) die Herstellung eines
erfindungsgemäßen Belüftungselements, das ein separates Seitenteil 20 aufweist, daß
am Mittelteil 10 angebracht wird.
Die Darstellung A) zeigt ein im Herstellungsverfahren anfangs noch vorliegendes
flaches Seitenteil 20. Im äußeren Rand des flachen Seitenteils 20 ist ein Flachstreifen,
der beispielsweise aus einem dünnen Aluminiumblech bestehen kann, am
unteren Rand angebracht, während auf der Unterseite des Streifens 21 ein Klebstoffstreifen
30 angeordnet ist.
Die Darstellung B) zeigt eine andere Ausgangssituation, bei der der Streifen 21
durch ein Einsäumen mit dem Rand des Seitenteils 20 befestigt ist. An der wieder
aufeinander zu liegen kommenden Stelle des Seitenteils 20 kann die Befestigung
beispielsweise durch Nähen oder Kleben erfolgen. Unterhalb des mit dem Streifen
21 versehenen Randes ist wiederum ein Klebstoffstreifen 30 aufgebracht.
Die Darstellung C) zeigt nun einen späteren Zustand des Seitenteils 20 im Herstellungsverfahren,
bei dem das Seitenteil 20 schon plissiert wurde. Die Plissierung
erfaßt das Seitenteil 20 sowie den Streifen 21, während nunmehr der Klebstoff 30
auf der Unterseite am Rand des Seitenteils 20 einheitlich verteilt ist. Rechts in der
Darstellung C) ist eine Hälfte des Mittelteils 10 zu sehen, daß in einem weiteren
Verfahrensschritt mit dem Seitenteil 20 zusammengebracht wird, wodurch ein
fertiges Belüftungselement entsteht, wie es in der Darstellung D) gezeigt ist. An der
Verbindungsstelle von Mittelteil 10 und Seitenteil 20 können verschiedene Verbindungsarten
gewählt werden, wie sie im Vorhergehenden schon beschrieben wurden.
Die Verbindung erfolgt vorzugsweise thermisch; auch können die beiden Teile 20
und 10 gemeinsam extrudiert werden, wobei auch die Plissierung naturgemäß unter
Wärmeeinwirkung durchgeführt wird.
In Figur 5 ist das Seitenteil 20 lediglich wegen der besseren Darstellbarkeit ebenso
stark gezeichnet worden, wie das Mittelteil 10. Erfindungsgemäß weist das Seitenteil
20 jedoch eine wesentlich geringere Materialdicke auf als das Mittelteil 10.