EP0870424A1 - Rundballenpresse - Google Patents

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EP0870424A1
EP0870424A1 EP98105654A EP98105654A EP0870424A1 EP 0870424 A1 EP0870424 A1 EP 0870424A1 EP 98105654 A EP98105654 A EP 98105654A EP 98105654 A EP98105654 A EP 98105654A EP 0870424 A1 EP0870424 A1 EP 0870424A1
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EP
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wall section
roller
round baler
baler according
chamber
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EP98105654A
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Leonardus Johannes Van Den Wildenberg
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Kverneland Geldrop BV
Original Assignee
Greenland Geldrop BV
Kverneland Geldrop BV
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    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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    • A01F15/07—Rotobalers, i.e. machines for forming cylindrical bales by winding and pressing
    • A01F2015/0795—Pressing chamber with variable volume

Definitions

  • the third wall section W3 is a roller conveyor 10 with two rollers 5, a frame construction 12 and the pulley 11.
  • the frame structure 12 is around or at the axis of rotation of the lower roller 5 pivotable at 13 and / or around one of them spaced positioning axis 8 (FIG. 6), similar to the first wall section W1.
  • Between the lower roller 5 of the roller conveyor 10 and the feed opening D is another stationary and driven roller 14 is provided which e.g. at 15 in the press housing G is stored.
  • the first wall section W1 is a roller conveyor 4 with two rollers 5 and the deflection roller 7, which are arranged in the frame structure 6 ' .
  • the frame structure 6 ' can be pivoted about a pivot axis 22 which coincides with the axis of the lower roller 5.
  • the first wall section W1 is displaceably guided in a link guide 21 (with an arcuate or oblique course) such that when the first wall section W1 is pivoted, it performs a lowering movement in relation to the starter roller 3, for example about the virtual actuating axis 8 ', which is caused by the course of the Backlit guide 21 is defined.
  • the link guide 21 is arranged in the tailgate K, for example. It is conceivable to provide a link mechanism (not shown) for guiding the movement of the pivot axis 22, for example in the tailgate K, instead of a link guide 21.

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Abstract

Bei einer Rundballenpresse (R) mit variabler Preßkammer (P), in der an Rollen eine flexible Preßbahn (C) abgestützt ist, wobei die Preßkammer von einer kleineren Startkammer (A) oberhalb einer Zuführöffnung (D) bis auf die Größe (B2) des fertigen Ballens vergrößerbar ist und in der Startkammer zumindest erste und dritte Wandabschnitte (W1, W3) vorgesehen sind aus jeweils einer Rahmenkonstruktion (6) mit mindestens zwei zueinander parallelen, beabstandeten Rollen (5, 7') und die Wandabschnitte mit wachsendem Ballen bis in eine Endposition verschwenkbar sind, wird der erste und/oder drittte Wandabschnitt (W1, W3) mit seinen Rollen (5, 7') beim Verschwenken als Ganzes zusätzlich relativ zur Zuführöffnung (E) höhenverstellt. <IMAGE>

Description

Die Erfindung betrifft eine Rundballenpresse der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Bei Rundballenpressen mit variabler Preßkammer ist die Startphase beim Wickeln eines Rundballens besonders wichtig. Ein von Anfang an gleichförmig und zügig gewikkelter Ballenkern ist für die Dichteverteilung im fertigen Rundballen und seine Qualität zwingend. Ferner soll von Anfang an das Erntegut möglichst harmonisch und ohne Stauung den Ballenkern bilden. Dabei soll kein Erntegut in Toträumen verharren, nicht zwischen bewegliche Komponenten der Rundballenpresse eindringen oder sich um rotierende Komponenten herumwickeln, weil dies zu zeitaufwendig zu behebenden Störungen und zu Schäden führen kann. Die baulichen Voraussetzungen in und die Form der Startkammer müssen deshalb eine störungsfreie und effiziente Startphase bei baulich einfachem Aufwand begünstigen, wobei es wünschenswert ist, in der Heckklappe möglichst wenige, leichte und platzsparende Komponenten vorzusehen. Nur bei Erfüllung zumindest einiger dieser Voraussetzungen lassen sich hohe Ballenqualität und eine störungsfreie Startphase auch bei kritischem Erntegut erreichen, z.B. bei Erntegut mit kurzen und feuchten oder mit langen und trockenen Bestandteilen.
Eine aus EP-B-0 228 944 bekannte Rundballenpresse hat eine Startkammer mit einer für die Startphase günstigen Form eines Trapezes, in der die Wandabschnitte für einen weitgehend kontinuierlichen Fluß des Ernteguts sorgen. Die ersten und dritten Wandabschnitte werden von je einem Rollengang mit drei angetriebenen Rollen gebildet, der um die Achse der untersten Rolle aus der Startstellung in eine Endstellung verschwenkbar ist. Drei Rollen sind für eine ausreichende Höhe insbesondere des ersten Wandabschnittes erforderlich, weil die Achse der untersten Rolle die Schwenkachse des Rollengangs ist und in der Startstellung sowie in der Endstellung annähernd auf der Höhe der Achse einer der untersten Rolle benachbarten Starterrolle liegt. Ein Rollengang mit drei Rollen und den zugehörigen Antriebseinrichtungen für die Rollen baut groß und schwer. Aufgrund der tiefen, und in der Start- bzw. Endstellung identischen Position der untersten Rolle des Rollengangs entsteht in Zuführrichtung des Ernteguts in die Startkammer ein zwickelförmiger Totraum zwischen der Starterrolle und dem ersten Wandabschnitt, in dem sich Erntegut stauen und zu Störungen führen kann. Auch der Rollengang des dritten Wandabschnitts schwenkt um die Achse der untersten Rolle.
Bei einer aus EP-A-0 037 155 bekannten Rundballenpresse mit variabler Preßkammer wird die Preßkammer nur von Preßrollen begrenzt, die den Rundballen ohne Preßriemen beaufschlagen. Es ist ein äußerer Kranz aus stationär mit Zwischenabständen gelagerten Preßrollen und ein innerer Kranz aus in die Zwischenräume zwischen den äußeren Preßrollen verschwenkbar geführten Preßrollen vorgesehen. Der innere Kranz begrenzt die runde Startkammer. Mit wachsendem Rundballen werden die Preßrollen des inneren Kranzes allmählich nach außen zwischen die äußeren Preßrollen verdrängt. Die Bewegungsführung der inneren, verschiebbaren Preßrollen erfordert einen hohen technischen Aufwand, wie auch die Antriebsverbindungen, über die die inneren Preßrollen in jeder Stellung angetrieben werden. Ungünstig ist ferner, daß die Größe der zwar runden Startkammer relativ groß ist, so daß die Startphase aufgrund der Größe der Startkammer und der zwischen den inneren Preßrollen vorliegenden Zwischenabständen erschwert ist und das Erntegut die Neigung zeigt, zwischen den inneren Preßrollen einzudringen und sich zu verwickeln.
Weiterer Stand der Technik ist zu finden in GB 2 090 560, EP-A-0 264 492, EP-B-0 339 730, EP-B-0 235 787 und DE-C-21 53 08. Daraus sind zwar technisch teilweise weniger aufwendige Konzepte für Rundballenpressen bekannt, jedoch mit ungünstigeren Formen der Startkammer, was kaum eine zügige und störungsfreie Startphase speziell bei schwierigem Erntegut erzielen läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rundballenpresse der eingangs genannten Art zu schaffen, die baulich einfach ist und eine störungsfreie und zügige Startphase erreichen läßt.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Da zumindest der ganze erste Wandabschnitt zwischen der Startposition und der Endposition höhenverstellt wird, reicht zur Ausbildung einer optimierten Startkammerform eine geringere Höhe des ersten Wandabschnittes aus, was Platz, Gewicht und Teile einspart. Aufgrund der angehobenen Position in der Startphase wird ferner der unerwünschte Totraum zwischen dem in der Startkammer liegenden Teil der Zuführvorrichtung und dem ersten Wandabschnitt vermieden, so daß das Erntegut zügig und harmonisch den Wandabschnitten entlang bewegt und zum Ballenkern gewickelt wird, Bei der Bewegung in die Endstellung gelangt der untere Endbereich des Wandabschnitts in eine abgesenkte Position, in der er am Umfang des fertigen Rundballens anliegt. Bei dieser mit dem Wachsen des gewickelten Rundballens ablaufenden Bewegung des ersten und/oder dritten Wandabschnittes schmiegt sich die Kontur der in der Preßkammer vorliegenden Komponenten, d.h. des in die Preßkammer greifenden Teils der Zuführvorrichtung, z.b. der Starterrolle, zusammen mit dem jeweiligen Wandabschnitt stets hinterschneidungsfrei an den Umfang des Rundballens an. Dies gewährleistet bereits von der Startphase an eine saubere Anlage des Erntegutstroms am rotierenden und im Wachsen begriffenen Ballenkerns. Da die ersten und dritten Wandabschnitte von Rollengängen gebildet sind, läßt sich jeder aufgrund des Höhengewinns durch die Verstellbarkeit in Hochrichtung relativ kurz und damit kostengünstiger, leichter und platzsparender ausbilden.
Gemäß Anspruch 2 wird die Verstellbarkeit durch Verlagern des Wandabschnittes um die Stellachse im Abstand vom unteren Endbereich erzeugt. Dadurch ergibt sich eine einfache Kinematik.
Gemäß Anspruch 3 wird der jeweilige Wandabschnitt sozusagen um eine virtuelle Stellachse in einer Kulissenführung verstellt, wenn der wachsende Rundballen den Wandabschnitt aus der Startstellung in Richtung zur Endstellung verdrängt.
Gemäß Anspruch 4 liegt die Schwenkachse des Wandabschnittes entweder im Abstand von der Stellachse oder (Kniegelenkmechanismus). Damit lassen sich, den jeweiligen Anforderungen angepaßte Bewegungsabläufe bei der Verstellung des Wandabschnittes erzielen.
Gemäß Anspruch 5 ist die Stellachse bzw. die Kulissenführung in bzw. an der Heckklappe platzsparend angeordnet. Die Reaktionskräfte werden so direkt in die Heckklappe eingeleitet.
Gemäß Anspruch 6 und Anspruch 8 wird die Kontur der Starterrolle bzw. der in die Startkammer greifenden Pick-up-Vorrichtung in allen Stellungen des ersten Wandabschnittes von diesem ohne schädlichen Totraum für das Erntegut verlängert. Es ergibt sich eine optimale Form der Startkammer.
Gemäß Anspruch 7 kann zwischen der Pick-up-Vorrichtung und der Starterrolle ein Schneidwerk oder Schneckenförderer vorgesehen sein, z.B. bei der Herstellung von Silage-Rundballen.
Gemäß Anspruch 9 ergibt sich eine günstige Kinematik bei der Verstellung des Wandabschnittes.
Gemäß Anspruch 10 wird die Stellachse aus der Heckklappe heraus verlagert, um eine günstige Kinematik bei der Verstellung des ersten Wandabschnittes zu erreichen.
Gemäß Anspruch 113 läßt sich ein kostengünstiger, leichter und platzsparender Rollengang mit nur zwei Rollen verwenden, der in der Krümmung sauber an den Ballenkern angepaßt ist und dank der Höhenverstellbarkeit in der Startposition ausreichend tief in die Preßkammer greift. Wenigstens eine Rolle sollte angetrieben sein.
Alternativ ist gemäß Anspruch 12 der erste Wandabschnitt ein förderbandartiger Preßbahnabschnitt einer eigenen Preßbahn.
Gemäß Anspruch 13 wird die Preßbahn an der Umlenkrolle geführt. Die ersten und zweiten Wandabschnitte werden durch die Umlenkrolle insbesondere in der Startphase relativ zueinander abgestützt.
Gemäß Anspruch 14 wird eine optimale Startkammer erreicht, die in der Form weitgehend an den runden Ballenkern angepaßt ist und mit diesem wächst.
Gemäß Anspruch 15 kann aufgrund der stationär gelagerten Rolle und wegen der Verstellbarkeit des Rollengangs ein kurzer, kostengünstiger und platzsparender Rollengang verwendet werden.
Gemäß Anspruch 16 vermeidet die opitmale Form der Startkammer Hinterscheidungen oder Toträume, die in der Startphase zu Störungen führen könnten.
Gemäß Anspruch 17 ist die Größe der Startkammer verstellbar, z.B. mittels verstellbarer Anschlageinrichtungen.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Phantomdarstellung einer Rundballenpresse in Seitenansicht (Startphase),
Fig. 2
eine Darstellung der Rundballenpresse ähnlich der von Fig. 1, jedoch bei fertiggestelltem Rundballen,
Fig. 3
schematisch eine Detailvariante in der Startstellung,
Fig. 4
eine weitere Alternative in der Startstellung,
Fig. 5
eine weitere Alternative in der Startstellung,
Fig. 6
eine weitere Alternative.
Eine Rundballenpresse R (Fig. 1 und 2) weist ein Pressengehäuse G mit einer hochschwenkbaren Heckklappe K und ein Fahrwerk 1 auf. Das Pressengehäuse G definiert mit der Heckklappe K und seitlichen Begrenzungen eine variable Preßkammer P, die einem Teil ihrer Umfangserstreckung von einer flexiblen Preßbahn C umschlossen ist. Die Preßbahn C kann aus einzelnen, nebeneinanderliegenden Riemen, einem über die gesamte Preßkammerbreite durchgehenden Band aus zweckmäßigerweise verstärktem Kunststoff oder aus querliegenden, endseitig an Ketten abgestützten Stäben gebildet sein. Zum Abstützen der Preßbahn C sind stationäre Rollen 16 vorgesehen. Die Preßbahn C wird in Wickelrichtung des Rundballens (entgegen dem Uhrzeigersinn) mit einer Antriebsrolle 17 angetrieben und durch eine schematisch angedeutete Spannvorrichtung 18 mit Spannrollen 19 gespannt gehalten. Die Schließseite der Heckklappe K ist mit 20 bezeichnet.
Zur PreßkammerP, die ausgehend von einer Startkammer A (Fig. 1) bis auf die Größe B2 des endgültigen Ballens vergrößerbar ist, führt eine Zuführöffnung D, in deren Bereich eine Zuführvorrichtung Z für Erntegut E vorgesehen ist. Die Zuführvorrichtung weist beim gezeigten Ausführungsbeispiel eine übliche Pick-up-Vorrichtung 2 und eine in der Preßkammer und im Pressengehäuse G antreibbar und drehbar gelagerte Starterrolle 3 auf. Ferner kann zwischen der Pick-up-Vorrichtung 2 und der Starterrolle 3 ein Schneidwerk oder Schneckenförderer S eingeordnet sein. Alternativ ist es möglich, anstelle der Starterrolle 3 die Pick-up-Vorrichtung 2 zu verlängern und mit einem Endteil annähernd in der Position der Starterrolle 3 in die Preßkammer P hineingreifen zu lassen.
Die Startkammer A in Fig. 1 wird begrenzt durch erste, zweite und dritte Wandabschnitte W1, W2 und W3, durch eine stationär an einer Achse 15 gelagerte Rolle 14 im Pressengehäuse, und durch die Starterrolle 3. Die Wandabschnitte W1, W2, W3 schließen in ihren Startstellungen zweckmäßig jeweils paarweise Winkel > 75° ein, so daß sich zusammen mit dem Umfang der Rolle 4 und der Starterrolle 3 eine Form ergibt, die weitgehend an die runde Form eines Ballenkerns B1 angepaßt ist. Gegebenenfalls sind nicht dargestellte Spannvorrichtungen vorgesehen, um die Ausbildung der Startkammer A zu unterstützen. Die Größe der Startkammer A könnte, z.B. mittels Anschlageinrichtungen für die Wandabschnitte W1, W2, W3 verstellbar sein.
Der erste Wandabschnitt W1 ist ein Rollengang 4 mit zwei Rollen 5 und einer Preßbahn-Umlenkrolle 7. Die Rollen 5 (wenigstens eine ist angetrieben) und 7 sind in einer Rahmenkonstruktion 6 gelagert, die in oder an der Heckklappe K um eine Achse schwenkbar ist, wobei die Achse gleichzeitig eine Stellachse 8 für den ersten Wandabschnitt W1 definiert, um die der Wandabschnitt W1 aus der gezeigten Startstellung (Fig. 1) in die Endstellung gemäß Fig. 2 unter Ausführen einer Absenkbewegung bewegbar ist. Die Stellachse 8 ist an einer Lagerung 9 an der Heckklappe K abgestützt, wobei sich die Lagerung 9 über die Schließseite 20 der Heckklappe K nach außen in das Pressengehäuse G erstrecken kann.
In der Startstellung gemäß Fig. 1 führt die untere Rolle 5, die den unteren Endbereich des ersten Wandabschnittes W1 definiert, die Kontur der Starterrolle 3 in Zuführrichtung des Ernteguts E ohne Totraum fort. In der Endposition gemäß Fig. 2 ist hingegen der erste Wandabschnitt W um die Stellachse 8 unten verlagert, so daß beide Rollen 5 am Umfang des fertigen Rundballens anliegen.
Der zweite Wandabschnitt W2 wird durch einen Abschnitt der Preßbahn C gebildet, der sich von der Umlenkrolle 7 zu einer Umlenkrolle 11 am dritten Wandabschnitt W3 erstreckt, und von dieser Umlenkrolle 11 weiter zur Antriebsrolle 17.
Der dritte Wandabschnitt W3 ist ein Rollengang 10 mit zwei Rollen 5, einer Rahmenkonstruktion 12 und der Umlenkrolle 11. Die Rahmenkonstruktion 12 ist um die oder bei der Drehachse der unteren Rolle 5 bei 13 schwenkbar und/oder um eine davon beabstandete Stellachse 8 (Fig. 6), ähnlich wie der erste Wandabschnitt W1. Zwischen der unteren Rolle 5 des Rollengangs 10 und der Zuführöffnung D ist eine weitere, stationäre und angetriebene Rolle 14 vorgesehen, die z.B. bei 15 im Pressengehäuse G gelagert ist.
Am Beginn der Startphase hat die Startkammer A die Form gemäß Fig. 1. Das Erntegut wird zügig und gleichförmig in den Ballenkern B1 gewickelt, der dann die Wandabschnitte W1, W2, und W3 zu verdrängen beginnt. Der erste Wandabschnitt W1 schwenkt im Uhrzeigersinn um die Stellachse 8, wobei er eine Absenkbewegung ausführt. Der dritte Wandabschnitt W3 wird entgegen dem Uhrzeigersinn um die Achse 13 (oder seine Stellachse 8)verschwenkt. Der zweite Wandabschnitt W2 verlängert sich und wird in eine bauchige Form übergeführt. Sobald der gewickelte Rundballen die Größe B2 gemäß Fig. 2 hat, liegen die vorbeschriebenen Komponenten in den Endstellungen gemäß Fig. 2.
In weiterer Folge wird der Rundballen zumeist in eine Umhüllung eingebracht und nach Öffnen der Heckklappe K ausgeworfen. Dann wird die Form der Startkammer A wieder hergestellt, gegebenenfalls unterstützt durch entsprechende Federeinrichtungen und Anschläge.
Der Vergleich der Fig. 1 und 2 zeigt, daß der ganze Rollengang 4 bei der Bewegung in die Endstellung eine Absenkbewegung ausführt, und zwar eine Schwenkbewegung um die Stellachse 8, die sich im Abstand von der unteren Rolle 5 und beispielsweise innerhalb der Kontur der Starterrolle 3 befindet. Es ist denkbar, die Stellachse 8 im Abstand von der unteren Rolle und innerhalb der Kontur der Heckklappe K anzuordnen. Ferner könnte die Stellachse 8 mit der Drechachse der Starterrolle 3 zusammenfallen.
In Fig. 3 ist der erste Wandabschnitt W1 eine förderbahnartige, eigene Preßbahn C', die über zwei Umlenkrollen 7' in einer Rahmenkonstruktion 6 geführt wird. Die Rahmenkonstruktion 6 ist um die Stellachse 8 schwenkbar und trägt die Umlenkrolle 7. Anstelle der Starterrolle 3 von Fig. 1 ist in Fig. 3 eine verlängerte Pick-up-Vorrichtung in der Startkammer angedeutet, deren Endteil 3' den das Erntegut an den ersten Wandabschnitt W1 übergebenden Teil der Zuführvorrichtung Z bildet. Der zweite Wandabschnitt W2 ist ein Abschnitt der Preßbahn C. Bei der Bewegung aus der Startstellung (Fig. 2) in die Endstellung (nicht gezeigt) führt der erste Wandabschnitt W1 eine Absenkbewegung in Relation zum Teil 3' aus.
In Fig. 4 ist der erste Wandabschnitt W1 ein Rollengang 4 mit zwei Rollen 5 und der Umlenkrolle 7, die in der Rahmenkonstruktion 6' angeordnet sind. Die Rahmenkonstruktion 6' ist um eine Schwenkachse 22 schwenkbar, die mit der Achse der unteren Rolle 5 zusammenfällt. Der erste Wandabschnitt W1 ist in einer Kulissenführung 21 (mit bogenförmigem oder schrägen Verlauf) derart verlagerbar geführt, daß beim Verschwenken des ersten Wandabschnittes W1 dieser eine Absenkbewegung in Relation zur Starterrolle 3 ausführt, z.B. um die virtuelle Stellachse 8', die durch den Verlauf der Kulissenführung 21 definiert ist. Die Kulissenführung 21 ist z.B. in der Heckklappe K angeordnet. Es ist denkbar, anstelle einer Kulissenführung 21 einen Lenkermechanismus (nicht dargestellt) zur Bewegungsführung der Schwenkachse 22, z.B. in der Heckklappe K, vorzusehen.
In Fig. 5 ist der erste Wandabschnitt W1 durch den Rollengang 4 mit den beiden Rollen 5 und der Umlenkrolle 7 gebildet. Die Rahmenkonstruktion 6' ist um die Schwenkachse 22 verschwenkbar, wobei die Schwenkachse 22 an Lenkern 23 abgestützt ist, die um die Stellachse 8 verschwenkbar sind. Die Stellachse 8 befindet sich im Abstand von der unteren Rolle des Rollengangs 4 und in der Heckklappe K.
Obwohl der Rollengang 4 bzw. 10 mit zwei Rollen 5 ausgebildet ist, könnte wenigstens eine dritte, ggfs. angetriebene Rolle im Rollengang vorgesehen sein. Dann könnte gegebenenfalls die stationäre Rolle 14 weggelassen werden. Ferner ist es denkbar, auch den dritten Wandabschnitt W3 als einen Abschnitt der Preßbahn C auszubilden oder sogar den zweiten Wandabschnitt W2 durch einen Rollengang, der im Pressengehäuse G verschwenkbar ist.
In den vorbeschriebenen Ausführungsformen sind die unterschiedlichen Mechanismen nur beispielsweise gezeigt, die zum Erzeugen der Absenk- bzw. Anhebebewegung des Wandabschnittes W1 und/oder W2 benutzt werden. Über die gezeigten Ausführungsbeispiele hinaus sind weitere mechanische Lösungen für eine solche Bewegungssteuerung möglich. Entscheidend ist, daß der erste Wandabschnitt W1 beim Rückstellen in die Startposition relativ zur Zuführöffnung D angehoben wird, um dann die Kontur der Starterrolle 3 bzw. des Teils 3' der Zuführvorrichtung möglichst hinterschneidungsfrei fortzusetzen und dann tief in die Preßkammer P hineinzugreifen, und beim Verschwenken bei wachsendem Rundballen relativ zur Startposition abgesenkt wird.
In Fig. 6 ist auch der dritte Wandabschnitt W3, hier der Rollengang 10 mit wenigstens zwei Rollen 5, um die Stellachse 8 schwenkbar, die von der Achse der untersten Rolle 5 beabstandet ist. Beim Verschwenken verlagert sich der ganze Wandabschnitt W3 relativ zur Zuführöffnung D und zur stationären Rolle 14. Dadurch greift der Wandabschnitt W3 in der Startposition weit in die Preßkammer 8.

Claims (17)

  1. Rundballenpresse (R) mit variabler Preßkammer (P) und einer an einem Pressengehäuse (G) hochschwenkbaren Heckklappe (K), die zusammen mit Seitenwänden des Pressengehäuses und wenigstens einer an Rollen (16, 7, 11, 19) abgestützten flexiblen Preßbahn (C) die Preßkammer (P) begrenzt, mit einer Zuführöffnung (D) zur Preßkammer (P), in deren Bereich eine Zuführvorrichtung (Z) für Erntegut vorgesehen ist, wobei die Preßkammer von einer kleineren Startkammer (A) oberhalb der Zuführöffnung (D) bis auf die Größe (B2) des fertigen Ballens vergrößerbar ist und die Startkammer (A) zumindest erste und dritte Wandabschnitte (W1, W3) aufweist, jeweils aus einer Rahmenkonstruktion (6) mit mindestens zwei zueinander parallelen, beabstandeten Rollen (5, 7'), wobei der erste und dritte Wandabschnitt (W1, W3) bei seinem unteren Endbereich nahe eines in der Startkammer (A) angeordneten Teils (3, 3') der Zuführvorrichtung (Z) aus einer Startposition mit wachsendem Ballen bis in eine Endposition verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder dritte Wandabschnitt (W1, W3) mit seinen Rollen (5, 7') beim Verschwenken aus der Startposition als Ganzes zusätzlich relativ zur Zuführöffnung (E) höhenverstellbar ist.
  2. Rundballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder dritte Wandabschnitt (W1, W3) mit seiner Rahmenkonstruktion (6) um jeweils eine Stellachse (8) verschwenkbar ist, die in einem Abstand vom unteren Endbereich des Wandabschnitts (W1, W3) liegt.
  3. Rundballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandabschnitt (W1, W3) mit seiner Rahmenkonstruktion (6) in einer Kulissenführung (21), vorzugsweise um eine virtuelle Stellachse (8') bewegbar ist, und daß die virtuelle Stellachse (8') in einem Abstand vom Endbereich liegt.
  4. Rundballenpresse nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und dritten Wandabschnitte (W1, W3) im Abstand von der Stellachse (8, 8') eine zusätzliche Schwenkachse (22) aufweisen.
  5. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellachse (8, 8') bzw. die Kulissenführung (21) in der Heckklappe (K) oder im Pressengehäuse (G) angeordnet ist.
  6. Rundballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil der Zuführvorrichtung (Z) eine, vorzugsweise im Pressengehäuse (G) gelagerte, Starterrolle (3) ist, und daß der Endbereich des ersten Wandabschnitts (W1) in der Startstellung mit seinem Umriß in etwa in Zuführrichtung mit dem Umriß der Starterrolle (3) ausgerichtet ist.
  7. Rundballenpresse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in Zuführvorrichtung vor der Starterrolle (3) eine Pick-up-Vorrichtung (2) vorgesehen ist, und daß, vorzugsweise, zwischen der Pick-up-Vorrichtung (2) und der Starterrolle (3) ein Schneidwerk oder ein Schneckenförder (S) angeordnet ist.
  8. Rundballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil (3') der Zuführvorrichtung (Z) ein bogenförmig verlaufendes Ende einer direkt in die Startkammer (A) arbeitenden Pick-up-Vorrichtung ist, und daß der Endbereich des ersten Wandabschnittes (W1) in der Startstellung mit seinem Umriß in etwa in Zuführrichtung mit dem Umriß des Endes der Pick-up-Vorrichtung ausgerichtet ist.
  9. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellachse (8) des ersten Wandabschnitts (W1) - in einer Seitenansicht - innerhalb des Umrisses der Starterrolle (3) bzw. des Endes der Pick-up-Vorrichtung angeordnet ist.
  10. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellachse (8) in einem gegenüber der Schließseite (20) der Heckklappe (K) am Pressengehäuse (G) vorstehenden Lagerung (9) angeordnet ist.
  11. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Wandabschnitt (W1) ein Rollengang (4) mit wenigstens einer angetriebenen Rolle (5) ist.
  12. Rundballenpresse nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Wandabschnitt (W1) eine an den als Umlenkrollen (7') ausgebildeten Rollen geführte, eigenständige, förderbandartige Preßbahn (C') ist.
  13. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenkonstruktion (6) des ersten und dritten Wandabschnittes (W1, W3) an der der Stellachse (8) abgewandten Seite eine Preßbahn-Umlenkrolle (7, 11) trägt.
  14. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Startkammer (A) angrenzend an den ersten Wandabschnitt (W1) ein zweiter, annähernd horizontaler Wandabschnitt (W2) und angrenzend an diesen der dritte Wandabschnitt (W3) vorgesehen ist, der sich nach unten in Richtung zur Zuführöffnung (D) erstreckt.
  15. Rundballenpresse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Wandabschnitt (W3) ein Rollengang (10) ist, und daß zwischen dem Rollengang (10) und der Zuführöffnung (D) eine stationär gelagerte, antreibbare Rolle (14) vorgesehen ist.
  16. Rundballenpresse nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten, zweiten und dritten Wandabschnitte (W1, W2, W3) zusammen mit der stationären Rolle (14) und der Starterrolle (3) eine annähernde Kreisform der Startkammer (A) definieren, wobei vorzugsweise, die Wandabschnitte jeweils paarweise Winkel > 75° miteinander einschließen.
  17. Rundballenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Startkammer (A) verstellbar ist.
EP98105654A 1997-04-11 1998-03-27 Rundballenpresse Expired - Lifetime EP0870424B1 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
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