Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Bereitstellung
von Säcken gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Beim automatischen Abfüllen von Schüttgütern in Leersäcke werden
diese üblicherweise aus einem Magazin entnommen und geöffnet einer
Fülleinrichtung zugeführt. Bei den bekannten Maschinen für diese
Aufgabe ist die Kapazität der Magazine zur Aufnahme der Säcke
entweder reichlich beschränkt oder die Magazineinrichtungen sind
sehr kompliziert zu befüllen. So sind beispielsweise solche Einrichtungen
bekannt, bei denen die Säcke schuppenförmig auf einer
Spule aufgerollt sind.
In jedem Fall ist es aber notwendig, nach einer relativ kurzen
Betriebszeit, von z.B. einer halben Stunde bei einfachen Magazinen,
in denen die Säcke einfach übereinander gestapelt sind, oder einer
Stunde bei komplizierter aufgebauten Magazinen, mit einer Unterbrechung
der Entnahme der leeren Säcke zu rechnen, um die Magazine
tauschen zu können.
Ziel der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und eine
Einrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die sich
durch einen einfachen Aufbau auszeichnet und einen durchgehenden
Betrieb einer Füllanlage ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer Einrichtung der eingangs
erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1
erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ist es möglich ein Magazin
während der Entnahme von Säcken zu tauschen, sodaß ein kontinuierlicher
Betrieb einer Fülleinrichtung gewährleistet ist.
Der Inhalt eines einzelnen Magazins kann dabei von einem der beiden
Hubroste aufgenommen und in die obere Entnahmestellung für die
leeren Säcke angehoben werden, wobei die Hubroste während der
Entnahme nachgeführt werden können. Der Inhalt eines zweiten Magazins
liegt dabei auf dem zweiten Hubrost auf.
Liegen nur mehr wenige Säcke auf dem oberen Hubrost auf, so kann
dieser aus dem Führungsschacht seitlich herausgezogen und bei einem
in den untersten Bereich des Führungsschachtes eingeschobenem
Magazin seitlich in den untersten Bereich des Führungsschachtes und
des in diesem eingeschobenen Magazin eingeschoben und angehoben
werden, wonach das Magazin wieder aus dem Führungsschacht herausgezogen
werden kann.
Auf diese Weise kann sehr einfach ein kontinuierlicher Betrieb
einer Fülleinrichtung, bzw. eine kontinuierliche Entnahme von
Säcken sichergestellt werden.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich eine in konstruktiver
Hinsicht einfache Lösung, da die beiden Hubroste nicht
aneinander vorbeigeführt werden müssen, wodurch sich ein relativ
komplizierter Bewegungsablauf bei der Überführung eines Hubrostes
aus dessen oberster Position in dessen unterste Position ergeben
würde.
Durch die Merkmale des Anspruches 3 ergibt sich der Vorteil einer
sicheren Führung und Halterung eines Stapels von Säcken in einem
Magazin. Grundsätzlich könnte aber ein Magazin auch auf einen
Auflagerrost reduziert sein, dessen Roststäbe gegenüber der Aufstandsebene
des Auflagerrostes, bzw. Magazins erhöht angeordnet
sind, sodaß die Stäbe der Hubroste die Abstützebene des Stapels unterfahren
und diesen anheben können.
Die Merkmale des Anspruches 4 ermöglichen eine leichte Handhabung
der Magazine.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei
zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Magazin, Fig. 2 einen Schnitt durch einen Führungsschacht mit
eingeschobenem Magazin, Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in der Fig. 3, Fig. 5 schematisch einen Schnitt ähnlich jenen nach der
Fig. 3 durch ein in Betrieb befindliche erfindungsgemäße
Einrichtung, Fig. 6 schematisch einen Schnitt ähnlich jenen gemäß der
Fig. 2 durch eine in Betrieb befindliche erfindungsgemäße
Einrichtung und Fig. 7a bis 7p zeigen schematisch die einzelnen Phasen eines
kompletten Magazinwechsels.
Wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, weist ein Magazin 1 einen
Boden 10 auf, von dem Seitenwände 11 aufragen. Weiters sind Räder
12 vorgesehen.
Zwei einander gegenüberliegende Seitenwände 11 des Magazins 1 sind
mit in deren oberem Rand offene Schlitze 13 versehen und in den
zwischen diesen Schlitzen 13 verbleibenden Stegen 14 sind in deren
unteren Bereich Auflagerstäbe 2 gehalten, die sich in das Innere
des Magazins 1 hineinerstrecken. Dabei sind die Auflagerstäbe 2
oberhalb der Ebene der unteren Enden der Schlitze 13 angeordnet und
bilden ein Auflager für einen Stapel 6, 7 von Säcken.
Wie aus den Fig. 2 und 3 zu ersehen ist, weist die erfindungsgemäße
Einrichtung einen Führungsschacht 3 auf. Bei diesem sind zwei
einander gegenüberliegende Seitenwände 16 mit Schlitzen 15
versehen, deren Abstand voneinander und deren Breite im wesentlichen
jenen der Schlitze 13 des Magazins 1 entspricht. Allerdings
sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel diese Schlitze 15 als
Durchbrechungen ausgebildet und weisen daher einen geschlossenen
Umfang auf.
Im untersten Bereich des Führungsschachtes 3 sind die mit den
Schlitzen 15 versehenen Seitenwände 16 des Führungsschachtes 3 nach
außen ausgekröpft, sodaß sich in diesem Bereich ein größerer
lichter Querschnitt ergibt. In diesem Bereich fehlt zumindest eine
Stirnwand 16', bei dargestellten Beispiel beide Stirnwände 16',
sodaß ein Magazin 1 in diesen Bereich eingefahren werden kann. Der
lichte Querschnitt des unteren Bereiches des Führungsschachtes 3
übersteigt dabei den Querschnitt des Magazins 1. Die Höhe des
Führungsschachtes 3 übersteigt die dreifache Höhe eines in einem
Magazin 1 gehaltenen Stapels 6, 7 von Säcken (Fig. 5, 6).
Wie aus den Fig. 5 und 6 zu ersehen ist, sind zu beiden Seiten des
Führungsschachtes 3 angeordnete Hubroste 4 und 5 vorgesehen, deren
frei endende Roststangen in die Schlitze 15 des Führungsschachtes 3
einführbar sind. Diese Hubroste 4, 5 sind in horizontaler und in
vertikaler Richtung bewegbar.
Wie aus der Fig. 7 ersichtlich ist, sind auf jedem der beiden
Hubroste 4, 5 Stapel 6, 7 von Säcken abgelegt (Fig. 7a), wobei die
Hubroste 4, 5 langsam nach oben wandern und die obersten Säcke mit
einer nicht dargestellten Entnahmevorrichtung, z.B. einem mit einem
Sauger versehenen Arm, entnommen werden. Wenn der jeweils untere
Hubrost 4, 5 über die Höhe eines Magazins 1 angehoben ist, kann ein
solches in den untersten Bereich des Führungsschachtes 3 eingeschoben
werden (Fig. 7b).
Sobald nur mehr wenige Säcke des Stapels 6 auf dem obersten
Hubrost 4 liegen (Fig. 7c) wird dieser seitlich aus dem Führungsschacht
3 herausgezogen und die Säcke fallen auf den darunterliegenden
Stapel 7. Eine Mitnahme dieser Säcke beim Herausziehen des
Hubrostes 4 ist aufgrund der zwischen den Schlitzen 15 der Seitenwand
16 des Führungsschachtes 3 verbleibenden Teile der Seitenwand
16 nicht möglich (Fig. 7d).
Anschließend wird der herausgezogene Hubrost4 abgesenkt (Fig. 7e)
und im untersten Bereich des Führungsschachtes 3 wieder in diesen
eingeschoben (Fig. 7f) . Dabei werden die Roststangen des
Hubrostes 4 unterhalb der Auflagerstäbe 2 des eingeschobenen Magazins
1 auch in dieses eingeführt und unterfahren daher auch den auf
den Auflagerstäben 2 des Magazins 1 liegenden Stapel 6', der durch
den Hubrost 4 angehoben wird (Fig. 7g).
Danach kann das Magazin 1 wieder aus dem Führungsschacht 3 herausgezogen
werden (Fig. 7h) und ein neues Magazin 1 eingeschoben
werden (Fig. 7j).
Sind nahezu alle Säcke des Stapels 7 entnommen, so wird der
Hubrost 5 seitlich aus dem Führungsschacht 3 herausgezogen, sodaß
die verbleibenden Säcke auf den Stapel 6' fallen, der von Hubrost 4
gehalten ist (Fig. 7k und 7 l).
Der Hubrost 5 wird danach abgesenkt (Fig. 7m) und im untersten
Bereich des Führungsschachtes 3 in diesen und in das bereitgestellte
Magazin 1 eingeschoben, wobei die Schlitze 15 des Führungsschachts
3 und die Schlitze 13 des Magazins 1 durchsetzt werden
(Fig. 7n)
Nach dem Anheben des Hubrostes 5 über die Höhe des Magazins 1,
wobei der Hubrost 5 außer Eingriff mit dem Magazin 1 kommt,
(Fig. 7o) kann das Magazin 1 aus dem Führungsschacht entfernt
werden. Dabei werden die Säcke vom Stapel 6' entnommen, der vom
Hubrost 4 gehalten ist. Es ergibt sich dabei der gleiche Zustand,
wie er aus der Fig. 7a zu ersehen ist (Fig. 7p).
Es ist daher möglich, vom obersten Bereich des Führungsschachtes 3
kontinuierlich Säcke zu entnehmen, ohne daß dies Entnahme zu Zeiten
eines Magazinwechsels unterbrochen werden müßte.