Verfahren zur Erzeugung eines Plasmas durch Einstrahlung von Mikrowellen
Stand der Technik
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung eines Plasmas durch Einstrahlung von Mikrowellen, wobei ein Prozessgas in einen Rezipienten geleitet wird, mittels einer Strahlenquelle eine Mikrowellenstrahlung erzeugt wird und diese Mikrowellenstrahlung in den Rezipienten eingestrahlt wird, so daß ein Plasma gezündet wird.
Prozesse, bei denen Mikrowellenstrahlung erzeugt und damit ein Plasma gezündet wird, sind bekannt und werden in den unterschiedlichsten Gebieten eingesetzt. Dabei kann es sich um eigenständige Prozesse oder um einen Teil einer Abfolge verschiedener Prozesse handeln. Das durch die Mikrowellenstrahlung erzeugte Plasma kann auch zur Zündung eines weiteren Plasmas dienen.
Ein wichtiger Anwendungsbereich ist die Behandlung von Oberflächen. Darunter werden sowohl beschichtende als auch nicht beschichtende, z. B. abtragende oder aktivierende Verfahren verstanden. Von den beschichtenden Verfahren sind die Beschichtung von Kunststoffen und gehärteten Stählen mit einer harten Verschleißschutzschicht von besonderer Bedeutung. Bei einer derartigen Verschleißschutzschicht kann es sich z. B. um eine harte, amorphe Kohlenstoff-Schicht (a-C:H) handeln.
Gattungsgemäße Verfahren sind aus den DE 195 13 614, US 5,427,827 und US 4,869,923 bekannt. Die DE 195 13 614 beschreibt die Abscheidung von Kohlenstoffschichten mit angelegtem bipolar gepulstem Bi- as. Die US 5,427,827 befaßt sich mit der Abscheidung von optisch transparenten, diamantartigen Kohlenstoffschichten im kontinuierlichen Mikrowellen- ECR-Plasma bei einer Substrattemperatur von 50°C, wobei eine sinusförmige RF- echselSpannung angelegt wird. Es wird das sogenannte downstream-Verfahren beschrieben, bei dem die Plasmaerzeugung und die Schichtabscheidung räumlich getrennt in zwei Kammern ablaufen. Die US 4,869,923 betrifft ein Verfahren, bei dem ein Plasma durch kontinuierliche Einstrahlung von Mikrowellen erzeugt wird, jedoch ohne bipolar gepulsten Bias.
Nachteilig an diesen bekannten Verfahren ist, daß zur Abscheidung harter, einige μm dicker Schichten bei hohen Abscheideraten die typischen Prozeßtemperaturen bei etwa 180 - 220°C liegen. Diese hohen Temperaturen können einen Härteverlust beim Substrat bewirken. Eine Beschichtung von Kunst-
stoffSubstraten ist mit diesem Verfahren nicht ohne weiteres möglich, da der Kunststoff aufgrund der Temperaturbelastung erweicht, so daß die Substrate ihre Form ändern. Man kann zwar Abhilfe schaffen, indem die eingestrahlte Mikrowellenleistung verringert wird. Dadurch verringern sich aber auch die Beschichtungsrate, so daß die Prozeßzeit wiederum verlängert wird. Eine andere Abhilfemöglichkeit besteht darin, Pausenzeiten zwischen den bipolaren Substratpulsen zur Beschleunigung der Ionen einzulegen. Dies führt allerdings zu einer Verringerung der Abscheiderate und, was viel gravierender ist, zu einer Verringerung der Schichthärte.
Bei einem anderen bekannten Verfahren werden sowohl die Erzeugung des Plasmas als auch die Beschleunigung der Ionen auf die Substrate gemeinsam durch eine hochfrequente, sinusförmige Wechselspannung an den Substraten bewirkt. Die Prozeßtemperatur liegt hier bei etwa 150°C. Nachteilig an diesem Verfahren ist aber, daß aus technischem Gründen eine Skalierung auf große Chargenmengen wie z. B. die industriell üblichen Chargengrößen nicht ohne weiteres möglich ist.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem zur Erzeugung des Plasmas eine gepulste Mikrowellenstrahlung verwendet wird, hat demgegenüber den Vorteil, daß die Prozeßtemperatur auf weniger als 200°C eingestellt werden kann und eine Skalierung auf große Chargenmengen möglich ist. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich somit besonders für die Be-
handlung temperaturempfindlicher Substrate und für die Behandlung industriell üblicher Chargengrößen.
Die Erniedrigung der Prozeßtemperatur wird dadurch ermöglicht, daß die eingekoppelte Leistung der gepulsten Mikrowellenstrahlung bei gleichem Prozeßergebnis im Vergleich zur benötigten Leistung der un- gepulsten Mikrowellenstrahlung gesenkt werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf der Erkenntnis, daß die Ionenstromdichte, die aus einem durch Mikrowellenstrahlen erzeugten Plasma extrahierbar ist und auf die Substrate einwirken kann, überproportional zur eingekoppelten Leistung der Mikrowellenstrahlung ansteigt. Verdoppelt man also die Leistung der eingekoppelten Mikrowellenstrahlung, so steigt der Ionenstrom ebenfalls an, aber um mehr als das Doppelte. Im Stand der Technik wird die Leistung der kontinuierlichen Mikrowellenstrahlung daher so weit abgesenkt, bis die gewünschte Ionenstromdichte erreicht ist. Beim erfindungsgemäßen Verfahren geht man statt dessen von einer hohen Leistung der Mikrowellenstrahlung aus und zündet das Plasma durch eine gepulste Anregung. Wird die ursprüngliche Leistung der Mikrowellenstrahlung z. B. verdoppelt und eine Pulsfrequenz gewählt, bei der der Mikrowellengenerator zu 50% der Betriebszeit im Betriebszustand "an" und zu 50% im Betriebszustand "aus" ist, erreicht man effektiv also eine Halbierung der ursprünglich verdoppelten Leistung. Diese Halbierung des sog. "duty cycle" von 100% auf 50% bewirkt eine Halbierung des Ionen- stroms. Jedoch war der Ausgangswert des Ionenstroms durch die zu Beginn vorgenommene Verdoppelung im
Vergleich zum ungepulsten Fall schon erhöht, und zwar auf mehr als das Doppelte.
Bei gleicher effektiver Mikrowellenleistung kann man also einen größeren Effekt, in diesem Fall also einen höheren Ionenstrom bekommen. Um den ursprünglich gewünschten Ionenstrom wieder zu erhalten, muß man folglich die Betriebszeit des Mikrowellengenerators noch weiter reduzieren. Damit wird aber die effektive Leistung der Mikrowellenstrahlung unter den Ursprungswert gesenkt. Man erhält somit den gleichen Effekt, nämlich den gleichen Ionenstrom, bei reduzierter effektiver Leistung der Mikrowellenstrahlung.
Die Reduktion der effektiven Leistung der Mikrowellenstrahlung bei gleichem Prozeßresultat führt zu einer Senkung der Prozeßtemperatur. Das erfindungs- gemäße Verfahren ist also zur Behandlung temperaturempfindlicher Substrate besonders gut geeignet. Andererseits wird bei effektiv gleicher eingekoppelter Leistung der Mikrowellenstrahlung die Prozeßrate erhöht. Damit reduziert sich die Prozeßzeit. Das Verfahren wird also schneller und billiger und ist damit auf große Chargenmengen skalierbar.
Bei niedrigen Leistungen der Mikrowellenstrahlung (z. B. etwa 0,5 kW) beobachtet man ferner eine Stabilisierung des Plasmas, wie sie bei den bisher bekannten Verfahren nicht möglich ist. Ein nicht gepulstes Plasma ist im allgemeinen unterhalb einer bestimmten Leistung nicht stabil zu betreiben; es verlöscht. Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist
mittels Pulsung dagegen ein Dauerbetrieb auch bei kleinen Mikrowellenleistungen unterhalb dieses Grenzwertes möglich.
Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des in Anspruch 1 angegebenen Verfahrens möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann naturgemäß Anwendung in allen mikrowellen-unterstützten Prozessen finden. Dabei kann es sich um einen eigenständigen Prozeß handeln. Er kann aber auch Teil einer Abfolge verschiedener Prozesse sein. Bei den Prozessen kann es sich um solche zur Oberflächenbehandlung handeln, die beschichtend oder nicht beschichtend sein können. Bei den nicht beschichtenden Prozessen unterscheidet man abtragende und nicht abtragende, z. B. aktivierende Prozesse.
Die Mikrowellenstrahlung kann mit anderen Quellen für Teilchen, elektromagnetische Strahlung oder Teilchenstrahlung kombiniert werden, beispielsweise Sputterquellen, Verdampferquellen oder Bogenquel- len.
Das Mikrowellenplasma selbst kann je nach dem Prozeß, bei dem es eingesetzt wird, auf verschiedene Weise genutzt werden, beispielsweise als Plasmaquelle oder als Ionenquelle. Diese Ionen können mittels einer negativen Substratspannung auf die Substrate beschleunigt werden.
Das Mikrowellenplasma kann aber auch als Zündhilfe für andere Plasmen genutzt werden.
Zeichnung
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Aus- führungsbeispiels mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine graphische Darstellung der Abhängigkeit der mittleren Leistung der Mikrowellenstrahlung von der Leistung pro Mikrowellenpuls für einen konstanten mittleren Ionenstrom auf den Substraten;
Figur 2 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ;
Figur 3 einen Schnitt entlang der Linie III- III in Figur 2.
Figur 1 illustriert nochmals, wie durch das erfindungsgemäße Verfahren die effektive Leistung der Mikrowellenstrahlung bei gleichem Prozeßresultat reduziert wird. In diesem Fall wurde mit einer
Mikrowellenstrahlung mit einer Leistung von 0,84 kW
3 mit Argon als Prozessgas bei einem Druck p = 1x10 mbar ein Mikrowellenplasma erzeugt. Durch Anlegen einer negativen Bias-Versorgung an im Plasma befindliche Substrate wurde der Substrat- Ionenstrom gemessen. Der Ausgangszustand entspricht 100% der ungepulsten Mikrowellenleistung, d. h. während der Betriebszeit der Strahlungsquelle war diese aus-
schließlich im Betriebszustand "an". Dies entspricht einem sog. "duty cycle" von 1 (100%) . Die Mikrowellenleistung wurde nun systematisch erhöht. Der damit ebenfalls ansteigende Ionenstrom wurde durch Pulsen der Mikrowellenstrahlung reduziert. Die Leistung der Mikrowellenstrahlung im Puls bleibt also hoch. Die Strahlungsquelle ist aber nicht mehr kontinuierlich im Betriebszustand "an", sondern zeitweise im Betriebszustand "aus". Dies entspricht einem "duty cycle" unter 1 (weniger als 100%) . Aus der Strahlungsleistung pro Puls multipliziert mit dem Wert für den duty cycle berechnet sich die effektive Leistung der Mikrowellenstrahlung. Diese wird so eingestellt, daß die Ionenstromdichte, also der Biasstrom an den Substraten auf den Ausgangswert reduziert und konstant gehalten wird. Man erkennt aus der Auftragung, daß bei Erhöhung der Pulsleistung eine Reduktion der effektiven Mikrowellenleistung bei gleichem Effekt möglich ist.
Die Figuren 2 und 3 zeigen schematisch eine Vorrichtung 1 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Vorrichtung 1 weist einen im Querschnitt kreisförmigen Rezipienten 2 mit einem Durchmesser von ca. 70 cm auf. In Rezipienten 2 sind Substrate 3 eingestellt. In diesem Fall handelt es sich um Stahl-Substrate. Im vorliegenden Fall sind zweifach rotierende Substrate 3 vorgesehen, die sich in Richtung der Pfeile A und B in Figur 3 sowohl um sich selbst als auch um den Mittelpunkt des Rezipienten 2 drehen. Die Substrate 3 sind an eine Spannungsquelle 4 angeschlossen, so
daß eine negative Bias -Versorgung angelegt werden kann, die auch gepulst werden kann.
Der Rezipient 2 weist eine Öffnung 5 auf, durch die eine von einer Spannungsquelle 6 erzeugte Mikrowellenstrahlung eingekoppelt werden kann. Ferner sind ein Zufuhrstutzen 7 für die Einleitung des Prozeßgases und ein Absaugstutzen 8 mit Regelventil 9 für das Anlegen des benötigten Unterdrucks vorgesehen. Der Rezipient 2 weist ferner zwei weitere Strahlungsquellen 10 und 11, im vorliegenden Fall zwei Sputterkathoden auf.
Das erfindungsgemäße Verfahren wurde wie folgt durchgeführt :
Zunächst wurde in einer bekannten Weise eine Plasmareinigung der Substrate durchgeführt, indem ein Ar-Plasma gezündet wurde bei an die Substrate angelegter negativer Spannung. Dies dient zur Reinigung und Erhöhung der Haftung der anschließend aufzubringenden Schicht .
Als nächscer Schritt wird durch ein bekanntes Verfahren eine metallische Schicht aufgebracht, die eine Erhöhung der Haftung der anschließend aufzubringenden Funktionsschicht bewirkt. Die Funktionsschicht wird auf folgende Weise abgeschieden: über den Zufuhrstutzen 7 wurde Acetylen als Prozeßgas in den Rezipienten 2 eingeleitet. Der Druck wurde auf 3x10 mbar eingestellt. Eine Mikrowellenstrahlung mit einer Leistung von 1,1 kW (=100% ungepulste Leistung) wurde eingekoppelt, so daß sich ein Plasma 12 entzündete. Zum Pulsen wurde die Leistung der Mikrowellenstrahlung auf 110% er-
höht und die Pulsfrequenz auf 5 kHz eingestellt. Der "duty cycle" der Strahlungsquelle 6 betrug 50%, d. h. Spannungsquelle 6 war während der gesamten Betriebsdauer zu 50% im Betriebszustand "an" .
An die Substrate wurde eine bipolare Biasspannung angelegt. Der zeitliche Mittelwert der SubstratSpannung betrug -200V.
Im Ausführungsbeispiel ist der Rezipient 1 mit zwei Sputterquellen 10, 11 gekoppelt. Auf diese Weise kann neben dem Beschichtungsprozeß ein Sputterpro- zeß eingesetzt werden. Auch die Kopplung mit anderen Quellen von elektromagnetischer oder Teilchenstrahlung wie Verdampferquellen und Bogenquellen sind denkbar.
Die Temperatur des ungepulsten Prozesses (ungepulste Strahlung mit einer Leistung von 1,1kW) betrug ca. 220°C. Nach dem Pulsen beobachtete man eine Reduktion der Temperatur auf unter 200°C. Beim gepulsten und beim ungepulsten Prozeß wurden amorphe Kohlenstoffschichten (a-C:H) mit vergleichbaren Raten und im Rahmen der Meßgenauigkeit gleichen Härten und tribologischen Eigenschaften abgeschieden. Die Eigenschaften der hergestellten Schichten waren :
-amorphe, wasserstoffhaltige Kohlenstoffschicht (a- C:H) mit metallischer Haftschicht -Schichtdicke 2-3 μm -Schichthärte 2000-4000HV -Reibwert gegen Stahl 0,1
Das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel kann auf vielfältige Weise variiert werden. Vorteilhaft ist eine Kombination der gepulsten Plasmaerzeugung mit einer Substratspannungsversorgung. Diese ermöglicht die getrennte Plasmaerzeugung und Beschleunigung von geladenen Teilchen auf das Substrat und somit die gezielte Beeinflussung von Schichteigenschaften. Als Substratspannungsversorgung sind denkbar -DC-Spannungsversorgung
-Wechselfrequenz, insbesondere für elektrisch isolierende Schichten.
Die Frequenz der Wechselfrequenz kann dabei kleiner, gleich oder größer als die Frequenz der Mikro- welle sein. Im Fall der Frequenzgleichheit kann es vorteilhaft sein, die Phase zwischen Biaspuls und Mikrowellenpuls definiert einzustellen. Als Wechselfrequenz in Betracht kommen etwa ein sinusförmiger zeitlicher Spannungsverlauf, eine pulsartige monopolare Spannung und eine pulsartige bipolare Spannung mit oder ohne Pausen zwischen den einzelnen Spannungspulsen.
Die Mikrowellenfrequenz kann im Industriefrequenz- bereich liegen, beispielsweise bei 2,45 GHz, 1,225 GHz und 950 MHz GHz. Es sind z. B. Pulsf equenzen denkbar, die bis in den Megahertzbereich reichen. Frequenzen von 0,1 bis 100 kHz sind zur Zeit aus technischen Gründen bevorzugt, wobei ein Frequenz- Spektrum von 2-10 kHz besonders leicht ohne großen apparativen Aufwand erreicht werden kann.
Je nach Anwendung kann man den Nutzeffekt des Pul- sens mit der Mikrowellenleistung steigern. Die obe-
re Grenze der Leistung der Mikrowellenstrahlung ist gleich der Leistungsgrenze der verwendeten Strahlungsquelle. Eine untere Grenze von 0,5 kW ist empfehlenswert. Besonders bevorzugt sind Werte über 1 kW bzw. über 3 kW.
Es können verschiedene Arten von Mikrowellenplasmen Verwendung finden. Zum einen können reine Mikrowellenplasmen verwendet werden in einem Druckbereich >10 mbar, oder mit zusätzlichen Magnetfeld als ECR-Mikrowellenplas a in einem Druckbereich >10 mbar.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist für alle Arten von beschichtenden Mikrowellen-Plasmen geeignet. Zur Beschichtung mit C-haltigen Schichten können z. B. Methan und Acetylen als Prozeßgase eingesetzt werden. Für die Herstellung silizium-haltiger Schichten eignen sich Silane, z.B. Silan, oder siliziumorganische Verbindungen wie HMDS, HMDS (0) , HMDS(N) oder TMS als Prozeßgase. Aber auch andere, dem Fachmann bekannten Prozeßgase wie z. B. metallorganische Verbindungen sind einsetzbar. Geeignet ist das Verfahren auch zur Abscheidung von Plasmapolymerschichten. Möglich ist ebenfalls die Abscheidung von Schichtsystemen durch Kombination unterschiedlicher Gase.
Es ist möglich, die nach dem beschriebenen Verfahren abzuscheidende Schicht mit anderen Schichten zu kombinieren, insbesondere solchen, die nach bekannten Verfahren abgeschieden werden. Die Kombination kann beispielsweise in Mehrfach- oder Multilagen erfolgen.
In den Pulspausen kann auch ein Austausch des Prozeßgases erfolgen, so daß jeder Plasmapuls mit frischem Prozeßgas startet. Dies kann wichtig für die Behandlung und Beschichtung von Substraten mit komplexen Geometrieverhältnissen sein.
Die Substrate können stehend, drehend oder linear bewegt sein. Das Verfahren kann selbstverständlich in anderen Anlagentypen wie in Batch-Anlagen oder Durchlauf-Anlagen oder Schüttgutanlagen durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist ferner geeignet für nicht beschichtende Prozesse zur Oberflächenaktivierung, für die Plasmafeinreinigung von Oberflächen oder für die Plasmastrukturierung von Oberflächen. Es ermöglicht auch hier in vorteilhafter Weise niedrigere Behandlungstemperaturen oder einen schnelleren Prozeß, d. h. eine Verkürzung der Prozeßzeit .