EP1194582A1 - Verfahren zur reduktion von keto-carbonsäuren und deren estern - Google Patents

Verfahren zur reduktion von keto-carbonsäuren und deren estern

Info

Publication number
EP1194582A1
EP1194582A1 EP00953007A EP00953007A EP1194582A1 EP 1194582 A1 EP1194582 A1 EP 1194582A1 EP 00953007 A EP00953007 A EP 00953007A EP 00953007 A EP00953007 A EP 00953007A EP 1194582 A1 EP1194582 A1 EP 1194582A1
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
formula
reduction
esters
compounds
carboxylic acids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
EP00953007A
Other languages
English (en)
French (fr)
Inventor
Michael Müller
Michael Wolberg
Werner Hummel
Christian Wandrey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Forschungszentrum Juelich GmbH
Original Assignee
Forschungszentrum Juelich GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE19937825A external-priority patent/DE19937825B4/de
Application filed by Forschungszentrum Juelich GmbH filed Critical Forschungszentrum Juelich GmbH
Publication of EP1194582A1 publication Critical patent/EP1194582A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P17/00Preparation of heterocyclic carbon compounds with only O, N, S, Se or Te as ring hetero atoms
    • C12P17/02Oxygen as only ring hetero atoms
    • C12P17/04Oxygen as only ring hetero atoms containing a five-membered hetero ring, e.g. griseofulvin, vitamin C
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P41/00Processes using enzymes or microorganisms to separate optical isomers from a racemic mixture
    • C12P41/002Processes using enzymes or microorganisms to separate optical isomers from a racemic mixture by oxidation/reduction reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/62Carboxylic acid esters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduktion von Diketocarbonsäuren oder Hydroxyketocarbonsäuren oder deren Estern, bei dem in Gegenwart von Lactobacillus-Arten wenigstens eine Ketogruppe zu einer Hydroxygruppe umgesetzt wird.

Description

nicht immer eine ausreichende Enantiomerenreinheit. Die Produktausbeute und -qualität hängen stark vom verwendeten Stamm und den Anzuchtbedingungen ab.
Aus der europäischen Patentanmeldung 0569 998 A2 ist schließlich ein Verfahren bekannt, bei dem verschiedene Mikroorganismen zur Reduktion von Ethergruppen enthaltenden Diketoestern eingesetzt werden. Zu den nach der Beschreibung dieser Erfindung einsetzbaren Mikroorganismen zählen zahlreiche Hefen und Bakterien, jedoch nicht Lactobacillus-Arten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zur Reduktion von Diketo- oder Hydroxyketocarbonsäuren oder deren Estern, das die geschilderten Nachteile nicht mehr aufweist. Unter Hydroxygruppen sind hier auch mit Schutzgruppen maskierte Hydroxygruppen zu verstehen.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Verfahren zur Reduktion von Diketocarbonsäuren oder Hydroxyketocarbonsäuren oder deren Estern bei dem in Gegenwart von Lactobacillus-Arten wenigstens eine Ketogruppe zu einer Hydroxygruppe umgesetzt wird. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird eine Reduktion zu Diolen durchgeführt. Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung beinhaltet insbesondere die katalytische Reduktion der prochiralen 3,5-Dioxocarbonsäurenderivate gemäß Formel 1 :
A, B = C=0, CHOΣ, mit Σ = H oder Schutzgruppe für die Hydroxyfunktion, wobei A und B gleich oder verschieden sein können. R1, R2 = H oder eine Komponente aus der Gruppe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aryl, Aralkyl, Cycloalkylalkyi, wobei die Komponenten auch einfach oder mehrfach mit Heteroatomen, wie z.B. Si, N, P, O, S, F, Cl, Br oder I substituiert oder vollständig durch Heteroatome ersetzt sein können. R3 = H, Metallkationen oder eine Komponente aus der Gruppe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aryl, Aralkyl, Cycloalkylalkyi, wobei die Komponenten auch einfach oder mehrfach mit Heteroatomen, wie z.B. Si, N, P, O, S, F, Cl, Br oder I substituiert sein können. Y = eine Komponente aus der Gruppe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aryl, Aralkyl, Cycloalkylalkyi, wobei die Komponenten auch einfach oder mehrfach mit Heteroatomen, wie z.B. Si, N, P, 0, S, F, Cl, Br oder I substituiert sein können. Ausgeschlossen wird X-CH2-O-CH2-, wobei X = Alkyl, Aryl, Cycloalkyl, Aralkyl oder Cycloalkylalkyi sein kann. Unter den Halogenen sind Fluor und Chlor besonders bevorzugt. n = 0-10.
Unter Alkyl sind sowohl geradkettige als auch verzweigte gesättigte Kohlenstoff-Ketten zu verstehen. Beispielhaft können Methyl, Ethyl, n-Propyl, i-Propyl, t-Butyl, Pentyl, i-Pentyl, n-Hexyl, i-Hexyl genannt werden. Mit Alkenyl sind geradkettige und verzweigte ungesättigte Kohlenwasserstoffe bezeichnet, für die beispielhaft Vinyl, 1-Propenyl, Allyl, Butenyl, i-Butenyl genannt werden können.
Mit Alkinyl sind geradkettige und verzweigte ungesättigte Kohlenwasserstoffe bezeichnet, die wenigstens eine -C=C- Bindung enthalten, wie beispielsweise Ethinyl oder Propinyl. Von dem Begriff Cycloalkyl werden gesättigte, ringförmige Kohlenwasserstoff ketten umfaßt, die aus drei, vier, fünf, sechs oder sieben Kohlenwasserstoffatomen bestehen.
Cycloalkenyl bezeichnet ungesättigte, ringförmige Kohlenwasserstoffe, mit fünf, sechs, sieben oder acht Kohienstoffatomen. Unter Aryl sind aromatische Systeme, eingeschlossen Heteroaromaten und substituierte aromatische Systeme, wie z. B. Phenyl, p-Methylphenyl oder Furanyl zu verstehen.
Unter Aralkyl sind Arylreste zu verstehen, die über Alkylgruppen angebunden sind, z. B. ein Benzylrest.
Unter den Begriff Cycloalkylalkyi fallen Cycloalkyl reste, die über Alkylgruppen gebunden sind.
Ebenso sind Reaktionen der Verbindungen gemäß der Formeln 2, 3 und 4 möglich.
Formel 2
Hierbei haben R1, R2, R3 und Y dieselbe Bedeutung wie in Formel 1. Σ = H oder Schutzgruppen für die Hydroxyfunktionen.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können demgemäß insbesondere 3,5-Dihydroxycarbonsäurederivate der im folgenden dargestellten Formel 5 erzeugt werden:
Hierbei haben R1, R2, R3 und Y dieselbe Bedeutung wie in Formel 1. Σ = H oder Schutzgruppe für die Hydroxyfunktion.
Insbesondere können mit den erfindungsgemäßen Verfahren, im Gegensatz zum Stand der Technik, Verbindungen gemäß den Formeln 3 und 4 als Substrate umgesetzt werden.
Je nach Konfiguration an den Stereozentren C-3 und C-5 können die erfindungsgemäß hergestellten 3,5-Dihydroxycarbonsäurederivate der
Formel 5 zielgerichtet bei der Synthese chiraler Naturstoffe, Pharma- und
Agrowirkstoffe, Katalysatoren und Hemmstoffen eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind HMG-CoA-Reduktase-lnhibitoren des Mevinsäure-Typs und
Lipase-Hemmer des Lipstatin-Typs. Andere Natur- oder Wirkstoffe verlangen andere Konfigurationen der
Stereogenen Zentren in Position C-3 und C-5. Auch dies ist mit der vorliegenden Erfindung möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht bei der Reduktion von 3,5-
Dioxocarbonsäurederivaten die regioselektive Einführung einer Hydroxygruppe in Position C-3 oder C-5 oder C-3 und C-5, wobei ein Produkt mit r-Konfiguration erhalten wird. Zu dem Begriff r-Konfiguration sei beispielhaft an Formel 3 folgendes ausgeführt:
In der Formel 3 tritt die OΣ-Gruppe in 5-Position aus der Papierebene hervor, während Y und die Kohlenstoffatome des Kohlenstoffgrundgerüstes in der Papierebene liegen:
Diese Konfiguration wird im folgenden unabhängig von Y als r- Konfiguration bezeichnet.
Ferner ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren bei der Reduktion von 3,5-Dioxocarbonsäurederivaten der Formel 2 eine gezielte Festlegung der Stereozentren in den Position C-2 und C-4. Dies gilt insbesondere für den Fall, daß R1 und R2 von H verschieden sind und R1 beispielsweise eine Methylgruppe darstellt. Sowohl die Enantiomerenreinheit als auch die Diastereomerenreinheit sind hierbei sehr hoch (> 95%).
Erfindungsgemäß können mit dem Reduktionsverfahren auch Gemische hergestellt werden, die Verbindungen mit unterschiedlichen Hydroxygruppen- Gehalten aufweisen. Beispiele hierfür sind Gemische, die aus Verbindungen der Formeln 3, 4 und 5 bestehen, wobei R1, R2 = H; Y = -CH3 oder -CH2CI und R3 = C(CH3)3.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit Lactobacillus-Arten durchgeführt. In Betracht kommen grundsätzlich alle Lactobacillus-Arten. Besonders bevorzugt ist jedoch die Verwendung von Lactobacillus kefir und Lactobacillus brevis.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann unter üblichen
Fermentationsbedingungen und in den üblichen Reaktoren durchgeführt werden.
Als Cosubstrat kann ein leicht metabolisierbares Kohlenstoff-haltiges Substrat, z.B. Glukose verwendet werden. Dadurch werden die bei der Umsetzung verbrauchten Reduktionsäquivalente nachgeliefert. Die Reaktionen werden erfindungsgemäß bei Temperaturen von 10 bis 50°C, bevorzugt von 15 bis 40°C durchgeführt.
Der pH-Wert liegt bei 2 bis 10, bevorzugt zwischen 4 und 8. Zur Sicherstellung eines geeigneten pH-Wertes kann jede in der Fermentationstechnik übliche Puffersubstanz eingesetzt werden. Dies sind z. B. Triethanolamin, Phosphat-Puffer, Phosphat-Citrat-Puffer, 2-Amino-2- (hydroxymethyl)-1 ,3-propandiol-Puffer, 2-[N-Morpholino]ethansulfonsäure- Puffer (MES) oder Tris-Puffer. Die Konzentrationsbereiche für die Puffer liegen vorteilhafterweise zwischen 50 und 500 mmol/l. Als Reaktoren können ebenfalls alle bekannten Reaktortypen Verwendung finden. So können sowohl herkömmliche Rührreaktoren als auch Festbettreaktoren eingesetzt werden.
Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens entfallen vor allem kostenintensive und umweltbelastende Racemat-, oder Diastereomeren- trennungen. Die in einer diastereoselektiven Synthese erforderliche Anbindung und Abspaltung einer stöchiometrischen Menge einer homochiralen Hilfsgruppe wird vermieden. Weiterhin ist das Kohlenstoffgerüst der Dihydroxycarbonsäureester in den
Ausgangsverbindungen bereits komplett, das heißt, die Stereozentren werden erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Gesamtsynthesesequenz eingeführt. Dadurch wird der Verlust an homochiralem Material niedrig gehalten. Gleichzeitig werden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sehr hohe Stereoselektivitäten erzielt. Durch die Verwendung ganzer Zellen entfällt außerdem die Notwendigkeit, zusätzlich kostenintensive Coenzyme und Coenzym-Regenerierungssysteme in die Reaktionen einzusetzen. Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen gemäß den Formeln 1 bis 5 können insbesondere zur Herstellung von chiralen Naturstoffen, Pharma- und Agrowirkstoffen, Katalysatoren und Hemmstoffen eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind HMG-CoA-Reduktase Inhibitoren des Mevinsäure-Typs und Lipase-Hemmer des Lipstatin-Typs. Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher beschrieben:
Beispiel 1 : Herstellung von Lactobacillus-Zellen (Lactobacillus kefir)
Zellen für die Reduktion können erhalten werden, indem eine Stammkultur von Lactobacillus kefir (z.B. DSM 20587) in folgendem Medium vermehrt wird:
Pro 1 L: 10 g Caseinpepton, tryptisch verdaut; 10 g Fleischextrakt; 5 g Hefeextrakt, 20 g Glucose; 1 g Tween 80; 2 g K2HPO4; 5 g Na-acetat; 2 g Diammoniumcitrat; 0,2 g MgS04 x 7 H20; 0,05 g MnSO4 x H20; pH = 6,2-6,5. Nach 24 Std. Wachstum werden die Zellen durch Zentrifugation geerntet. Sie können durch Einfrieren gelagert werden.
Beispiel 2: Ganzzelltransformation von 6-Chlor-3,5-dioxohexansäure-te/ - butylester (1) mit Lactobacillus kefir
Synthese der sekundären Alkohole (S)-Il, (R)-\\\ und (3R, 5S)-IV (Formelschema I)
Die im folgenden beschriebene Ganzzelltransformationen wird bei Raumtemperatur mit Zellen von Lactobacillus kefir durchgeführt, die wie unter Beispiel 1 beschrieben erhalten werden. Diketoverbindung I wird dargestellt wie beschrieben in M. Wolberg, W. Hummel, M. Müller, Ger. Pat. Appl. 19847302.2, 1998.
(S)-π
(R)-m (3R,5S)-TV
Abbildung 1
Durchführung der mikrobiellen Reduktion
In einem 50 ml Becherglas werden 0.61 g Feuchtzellmasse in 0.5 ml Phosphat-Citrat-Puffer (250 mM, pH 5.5) unter Rühren suspendiert. Von dieser Zeilsuspendion werden 0.9 ml mit 1 ml Glucose-Lösung (5 M, autoklaviert), 8 ml Phosphat-Citrat-Puffer (250 mM, pH 5.5) und 50 μl 6- Chlor-3,5-dioxo-hexansäure-tert-Butylester (I) versetzt. Das
Reaktionsgemisch wird mit einem Magnetrührer gerührt. 10
Reaktionskontrolle
Nach 1 h, 2 h, 6.5 h und 10.5 h werden Proben gezogen. Dazu gibt man 40 μl der Reaktionslösung zu 200 μl Essigsäureethylester, schüttelt aus und analysiert die organische Phase gaschromatographisch, wobei ein Quadrupol-Massenspektrometer mit Elektronenstoßionisation (70 eV) als Detektor zum Einsatz kommt (GC-MS-Koppiung).
GC-Kapillarsäule: HP-5MS (5% Phenyl-Methyl-Siloxan; 30.0 m x 250 μm x 0.25 μm nominal)
Temperaturprogramm: 1 min 60°C, dann auf 280°C (15°C/min) Gasfluß: 1.0 ml/min Helium Injektion: split 50 : 1
Retentionszeiten:
I: 8.21 min
(S)-Il: 8.10 und 8.84 min (s. u.)
(R)-\\\: 9.06 min
(3R5S)-IV: 9.26 min
Die Diketoverbindung I wird als Furanon nachgewiesen, ebenso der Hydroxyketoester (R)-\\\ (HCI-Abspaltung im Injektor, siehe auch Formelschema IV). Der Hydroxyketoester (S)-Il erzeugt durch partielle thermische Lactonbildung im GC-Injektor zwei Signale.
Anhand der Chromatogramme kann der Verlauf der mikrobiellen Reduktion verfolgt werden: In den ersten beiden Proben lassen sich wachsende Anteile der Hydroxyketone (S)-Il und (R)-\\\ erkennen, während in den zu späteren Zeitpunkten entnommenen Proben das Signal für die Dihydroxyverbindung (3f?,5S)-IV an Intensität gewinnt. Da gleichzeitig die Signale für die Hydroxyketone (S)-Il und (R)-\\\ wieder an Intensität verlieren, kann davon 11
ausgegangen werden, daß die Dihydroxyverbindung (3f?,5S)-IV durch mikrobielle Reduktion der intermediär auftretenden Hydroxyketone (S)-Il und (R)-\\\ gebildet wird. Aufarbeitung: Nach 12.5 h wird die Reaktion durch Abzentrifugieren der Zellen abgebrochen. Die Zellpellets und der Zentrifugationsüberstand werden getrennt voneinander je zweimal mit Essigsäureethylester extrahiert. Nach Trocknen der vereinigten organischen Phasen mit Natriumsulfat und Einengen am Rotationsverdampfer werden 44 mg Rohprodukt erhalten.
Produktanalvtik a Bestimmung der Anteile der Reaktionsprodukte im Rohprodukt Für eine zerfallsfreie gaschromatographische Analyse (GC-MS, Methode s. o.) werden in einem 1.5 ml GC-Glasvial 1.5 mg des Rohproduktes der mikrobiellen Reduktion in 0.5 ml Dichlormethan aufgenommen und mit 10 μl Trifluoressigsäureanhydrid (TFAA) und 10 μl Pyridin versetzt. Anschließend wird das Glasvial mit einem Septum verschlossen und 30 min bei 40°C aufbewahrt (Wasserbad).
Die nachfolgende GC-MS-Analyse ergibt vier Hauptsignale, die anhand der zugehörigen Massenspektren den Derivatisierungsprodukten (3R,5S)-V, (S)- VI, (S)-Vll, und VIII zugeordnet werden können (Formelschema II).
12
(3R,5S)-\ (S)-VI OTFAOTFA
TFA = Trifluoracetyl = — COCF3
Abbildung 2
Derivat (3R,5S)-y wird aus dem mikrobiellen Reduktionsprodukt (3R,5S)-N gebildet, während das Hydroxyketon (S)-Il zu den zwei stereoisomeren Bisacylierungsprodukten (S)-Vl und (S)-Vll reagiert. Das cyclische Derivat VIII bildet sich aus dem Furanon IX, dessen Formierung aus der Diketoverbindung I während der mikrobiellen Reaktion bekannt ist (Nebenprodukt durch intramolekulare Alkylierung, siehe M. Woiberg, W. Hummel, M. Müller, Ger. Pat. Appl. 19857302.2, 1998). Ein Derivat des Hydroxyketoesters (R)-\\\ kann im Rohprodukt nicht gefunden werden. Diese intermediär auftretende Verbindung wird bei der hier gewählten Reaktionsführung (Abbruch der Reaktion nach 12.5 h) komplett zur Dihydroxyverbindung (3R,5S)-N umgesetzt.
Die Integration der vier Hauptsingnale im Gaschromatogramm ergibt folgende relative Intensitäten ((S)-Vl und (S)-Vll zusammengefaßt, Retentionszeiten in Klammern): 13
(3R5S)-V: 34% (8.14 min)
(S)-VI/(S)-VII: 61% (8.30/7.84 min)
VIII: 5% (6.85 min)
Bei der hier beschriebenen Reaktionsführung der mikrobiellen Reduktion erhält man somit ein Rohprodukt, das hauptsächlich aus dem Hydroxyketon (S)-Il besteht. Dieses Ergebnis wird durch NMR-Spektroskopie bestätigt (s. u.).
Es ist zweifellos möglich durch Variationen der Reaktionsführung die Zusammensetzung des Rohproduktes zu beeinflussen.
Die soeben beschriebene Derivatisierung und GC-MS-Analyse wurde mit dem racemischen Hydroxyketoester rac-ll und dem Diastereomerengemisch der Dihydroxyverbindungen syn-/anti-N, welche durch eine unabhängige Synthese erhalten wurden (Formelschema III), überprüft.
14
anti-TV syn-IV= (3R,5S)-τV und (3S,5fl)-rv aπf/-IV= (3S,5S)-IVund (3fl,5fl)-IV (es ist nur jeweils eines der Enantiomere gezeigt)
Et = — CH2CH3 tßu = — C(CH3)3 syn : anti= 1.4 : 1.0 Abbildung 3
Die Retentionszeiten und Massenspektren dieser racemischen Proben stimmen mit den Retentionszeiten und Massenspektren der Produkte der mikrobiellen Reduktion überein. Gleiches gilt für die jeweiligen TFA-Derivate (Formelschem II).
Das Furanon IX wurde ebenfalls in einer unabhängigen Synthese dargestellt (Formelschema IV). 15
i: 250 mM Phosphat-Puffer pH 7.5/Ethanol (2 : 1 v/v); 20 h bei Raumtemperatur
Abbildung 4
Auch hier stimmen die Retentionszeiten und Massenspektren mit den analogen Signalen in den Spektren des Rohproduktes der mikrobiellen Reduktion überein.
b) Bestimmung des Diastereomerenverhältnisses
Die Diastereomere syn-IV und anti-N werden mit der verwendeten gaschromatographischen Methode nicht getrennt. Eine Grundlinientrennung kann allerdings nach Derivatisierung mit TFAA/Pyridin erreicht werden (Formelschema V).
syn-Y anti-
Diastereomerengemisch, trennbar mit GC (es ist nur jeweils eines der Enantiomere gezeigt)
Abbildung 5
Das polarere Isomer anti-V weist gegenüber dem syn-lsomer eine längere Retentionszeit auf. Beide Signale zeigen identische Massenspektren. 16
Angewendet auf das Rohprodukt der mikrobiellen Reduktion ergibt diese Methode für die Diastereomere syn-V und anti-V ein Verhältnis von 135 : 1. Die mikrobielle Reduktion liefert somit das syπ-lsomer in sehr hohem Überschuß. Dieses Ergebnis wird durch NMR-Spektroskopie bestätigt (s. u.). Für die TFA-Derivate der Produkte der nahezu unselektiven NaBH4- Reduktion (Formelschem III) ergibt die Integration der GC-Signale ein Verhältnis von 1.4 : 1.0.
c) NMR-Spektroskopie
Die NMR-Spektren des Rohprodukts der mikrobiellen Reduktion bestätigen die Ergebnisse der GC-MS-Analysen. Das 1H-NMR-Spektrum zeigt eine Überlagerung der einzelnen Spektren der Verbindungen (S)-Il, (3f?,5S)-IV- und IX, wobei die Signale des Hydroxyketons (S)-Il eindeutig dominieren, während die Signale des Furanons IX nur schwach zu sehen sind.
Hydroxyketoester (S)-Il:
1H-NMR (300 MHz, CDCI3, 22°C, es werden nur die Signale der Ketoform angegeben) δ: 4.31 (m, 1 H, CHOH), 3.6 (m, Feinstruktur nicht erkennbar durch Überlagerung mit Multiple« von Verbindung (3R,5S)-N; 2 x H6), 3.41 (s, 2H, H2), 2.90 (dd, J = 17.5, 5.0 Hz, 1 H, H4), 2.83 (dd, J = 17.5, 7.3 Hz, 1 H, H4), 1.46 (s, 3 x CH3, Überlagerung mit analogem Signal der Verbindungen (3R,5S)-N und IX). Keto: Enol = ca. 95:5. 13C-NMR (75.5 MHz, CDCI3, es werden nur die Signale der Ketoform angegeben) δ:28.13 (OC(CH3)3), 46.57, 48.43, (C4, C6), 51.31 (C2), 67.58 (C5), 82.73 (OC(CH3)3), 166.22 (COOfBu), 202.93 (C3).
Dihydroxyverbindung (3R,5S)-N:
1H-NMR (300 MHz, CDCI3, 22°C) δ:4.22 (m, 1 H, H5), 4.05 (m, 1 H, H3), 3.6 (m, Feinstruktur nicht erkennbar durch Überlagerung mit Multiple« von Verbindung (S)-Il; 2 x H6), 2.43 (d, J = 6.3 Hz, 2H, H2), 1.70 (m, 2H, H4), 1.46 (s, 3 x CΗ3, Überlagerung mit analogem Signal der Verbindungen (S)-\\ und IX). 3C-NMR (75.5 MHz, CDCI3) δ: 28.27 (OC(CH3)3), 39.45, 42.47 (C2, 17
C4), 49.17 (C6), 68.35 (C3), 71.57 (C5), 81.90 (OC(CH3)3), 172.21 (COOffiu).
Furanon IX:
1H-NMR (300 MHz, CDCI3, 22°C) δ:5.69 (s, 1 H, H3), 4.54 (s, 2H, H5), 3.48 (s. 2H, H6), 1.47 (s, 3 x CH3, Überlagerung mit analogem Signal der Verbindungen (S)-Il und (3R,5S)-N).
Die angegebenen Verschiebungen beziehen sich auf CHCI3 in CDCI3 (1H- NMR: δ = 7.27; 13C-NMR: δ= 77.23) und stimmen mit den Daten der auf unabhängigem Wege synthetisierten Vergleichsverbindungen rac-ll, syn/anti- IV und IX (Formelschema III) überein.
Die Signale der Dihydroxyverbindung anti-N, die sich von denen der stereoisomeren Verbindung syn-IV unterscheiden, können im 13C-NMR- Spektrum des Rohproduktes der mikrobiellen Reduktion nicht beobachtet werden. Dies ist ein weiterer Beweis für den sehr hohen Anteil des syn- Isomers (s.o.).
Dihydroxyverbindung anti-\\l (aus unabhängiger Synthese, siehe Formelschem III):
13C-NMR (75.5 MHz, CDCI3) δ: 28.27 (OC(CH3)3), 39.33, 42.22 (C2, C4), 49.60 (C6), 65.46 (C3), 68.94 (C5), 81.87 (OC(CH3)3), 172.54 (COOffiu).
Die Zuordnung der Signalsätze im 13C-NMR-Spektrum des Isomerengemisches syn-/anti-N zu den Diastereomeren erfolgt anhand der charakteristischen chemischen Verschiebung der Kohlenstoffatome C-3 und C-5 (Formelschema VI). 18
syn-TV anti-TV
71.57 68.35 68.94 65.46
13 C, -Kemresonanzen in ppm
(es ist nur jeweils eines der Enantiomere gezeigt) Abbildung 6
Bei der vorliegenden Verbindungsklasse (1 ,3-Diole) weisen die Signale der hydroxyltragenden Kohlenstoffatome des syπ-lsomers relativ zu den analogen Signalen des antf-lsomers für gewöhnlich eine Tieffeldverschiebung auf. Vergleiche hierzu: a) F. G. Kathawala et al., Helv. Chim. Acta 1986, 69, 803-805 b) K.-M. Chen et al., Tetrahedron Leu. 1987, 28, 155-158 c) C. Bonini et al., Gazz. Chem. Ital. 1991 , 121 , 75-80
Das 13 C/ -NMR-Spektrum des Rohproduktes belegt demnach, daß in der hier beschriebenen mikrobiellen Reduktion das syπ-lsomer gebildet wird.
d) Bestimmung der absoluten Konfiguration und der Enantiomerenreinheit Da die Konfiguration des Stereozentrums C-3 relativ zum Stereozentrum C-5 bereits durch die 13C-NMR-Spektroskopie aufgeklärt ist, beschränkt sich die weitere Analytik auf die Ermittlung der Konfiguration des Stereozentrums C- 5. Hierfür wird das Rohprodukt der mikrobiellen Reduktion in das cyclische Derivat (S)-X überführt (Formelschema VII). 19
(Nebenprodukt IX nicht mit abgebildet)
TsOH = p-Toluolsulfonsäure
(S)-X
Abbildung 7
Das racemische Derivat rac-X (Formelschema VIII), welches mit der gleichen Methode aus dem Hydroxyketoester rac-ll erhalten wird, läßt sich durch HPLC mit chiraler stationärer Phase trennen.
HPLC-Bedingungen: Chiracel OB (DAISO);25°C; 1 ml/min i-Hexan/i-Propanol
(80 : 20); Detektion bei 210 nm.
Retentionszeiten:
(S)-X: 24.7 min
(R)-X: 21.5 min
Die Zuordnung der absoluten Konfiguration der getrennten Enantiomere erfolgt durch Vergleich mit der Retentionszeit einer authentischen Probe des Lactons (S)-X, das analog zum racemischen Derivat rac-X aus dem 20
Hydroxyketon (S)-\\ (>99% ee) hergestellt wird (Formelschema VIII). Das enantiomerenreine Hydroxyketon (S)-Il wird nach einer bekannten Vorschrift erhalten (M. Wolberg, W. Hummel, M. Müller, Ger. Pat. Appl. 19857302.2, 1998).
rac-π rac-X
(S)-π (S)-X
> 99 % ee
Abbildung 8
Durch Intergration der Signale des Derivats (S)-X, welches aus dem Rohprodukt der mikrobiellen Reduktion hergestellt wurde (Formelschema VII), berechnet sich ein Enantiomerenüberschuß von 99.4%.
21
Patentansprüche
1. Verfahren zur Reduktion von Diketocarbonsäuren oder Hydroxyketocarbonsäuren oder deren Estern, bei dem in Gegenwart von Lactobacillus-Arten wenigstens eine Ketogruppe zu einer Hydroxygruppe umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß zu Diolen reduziert wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß zu einem Gemisch aus Diolen und Monoalkoholen reduziert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Formel 1
umgesetzt werden, wobei
A, B = C=0, CHOΣ, mit Σ = H oder Schutzgruppe für die Hydroxyfunktion, wobei A und B gleich oder verschieden sein können.
R1, R2 = H oder eine Komponente aus der Gruppe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl,
Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aryl, Aralkyl, Cycloalkylalkyi, wobei die
Komponenten auch einfach oder mehrfach mit Heteroatomen, wie z.B. Si, N, 22
P, O, S, F, Cl, Br oder I substituiert oder vollständig durch Heteroatome ersetzt sein können.
R3 = H, Metallkationen oder eine Komponente aus der Gruppe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aryl, Aralkyl, Cycloalkylalkyi, wobei die Komponenten auch einfach oder mehrfach mit Heteroatomen, wie z.B. Si, N, P, O, S, F, Cl, Br oder I substituiert sein können.
Y = eine Komponente aus der Gruppe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aryl, Aralkyl, Cycloalkylalkyi, wobei die Komponenten auch einfach oder mehrfach mit Heteroatomen, wie z.B. Si, N, P, O, S, F, Cl, Br oder I substituiert sein können. Ausgeschlossen wird X-CH2-O-CH2-, wobei X = Alkyl, Aryl, Cycloalkyl, Aralkyl oder Cycloalkylalkyi sein kann. n = 0-10.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Formel 2
eingesetzt werden, wobei R1, R2, R3 und Y dieselbe Bedeutung wie in Formel 1 haben.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Formel 3 23
oder deren Entantiomere eingesetzt werden, wobei R1, R2, R3 und Y dieselbe Bedeutung wie in Formel 1 haben. Σ = H oder Schutzgruppen für die Hydroxyfunktionen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Formel 4
oder deren Enantiomere eingesetzt werden, wobei R1, R2, R3 und Y dieselbe Bedeutung wie in Formel 1 haben. Σ = H oder Schutzgruppen für die Hydroxyfunktionen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß Lactobacillus kefir oder Lactobacillus brevis oder eine Mischkultur dieser Mikroorganismen eingesetzt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß es bei einem pH-Wert von 2 bis 10 durchgeführt wird. 24
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß es bei einem pH-Wert von 4 bis 8 durchgeführt wird.
11. Verbindungen enthaltend wenigstens eine Hydroxygruppe hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.
12. Verwendung der Verbindungen nach Anspruch 11 zur Herstellung von chiralen Naturstoffen, Pharma- und Agrowirkstoffen, Katalysatoren oder Hemmstoffen.
EP00953007A 1999-07-09 2000-07-05 Verfahren zur reduktion von keto-carbonsäuren und deren estern Withdrawn EP1194582A1 (de)

Applications Claiming Priority (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19932038 1999-07-09
DE19932038 1999-07-09
DE19937825 1999-08-11
DE19937825A DE19937825B4 (de) 1999-07-09 1999-08-11 Verfahren zur Reduktion von Hydroxyketo-Carbonsäuren und deren Estern
PCT/EP2000/006287 WO2001004336A1 (de) 1999-07-09 2000-07-05 Verfahren zur reduktion von keto-carbonsäuren und deren estern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
EP1194582A1 true EP1194582A1 (de) 2002-04-10

Family

ID=26054116

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
EP00953007A Withdrawn EP1194582A1 (de) 1999-07-09 2000-07-05 Verfahren zur reduktion von keto-carbonsäuren und deren estern

Country Status (4)

Country Link
US (1) US6689591B2 (de)
EP (1) EP1194582A1 (de)
JP (1) JP2003504070A (de)
WO (1) WO2001004336A1 (de)

Families Citing this family (21)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE60018909T2 (de) * 1999-12-03 2006-03-30 Kaneka Corp. Neue carbonyl-reduktase, gen davon und verfahren der anwendung derselben
GB0011120D0 (en) 2000-05-09 2000-06-28 Avecia Ltd Process
IL159741A0 (en) 2001-07-13 2004-06-20 Astrazeneca Uk Ltd Preparation of aminopyrimidine compounds
JP4578240B2 (ja) * 2002-08-09 2010-11-10 コデクシス, インコーポレイテッド 4−置換3−ヒドロキシ酪酸誘導体の生成のための酵素的プロセス
EP1654354A1 (de) * 2003-08-11 2006-05-10 Codexis, Inc. Verbesserte ketoreduktase polypeptide und entsprechende polynukleotide
JP2007502111A (ja) * 2003-08-11 2007-02-08 コデクシス, インコーポレイテッド 4−置換3−ヒドロキシ酪酸誘導体およびビシナルなシアノ,ヒドロキシ置換カルボン酸エステルの生成のための酵素的プロセス
US7541171B2 (en) * 2003-08-11 2009-06-02 Codexis, Inc. Halohydrin dehalogenases and related polynucleotides
US7588928B2 (en) * 2003-08-11 2009-09-15 Codexis, Inc. Halohydrin dehalogenases and related polynucleotides
CA2535147A1 (en) * 2003-08-11 2005-05-19 Codexis, Inc. Improved glucose dehydrogenase polypeptides and related polynucleotides
US7824898B2 (en) * 2003-08-11 2010-11-02 Codexis, Inc. Halohydrin dehalogenases and related polynucleotides
DE10345772A1 (de) * 2003-10-01 2005-04-21 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von 3-Methylamino-1-(thien-2-yl)-propan-1-ol
GB0428328D0 (en) 2004-12-24 2005-02-02 Astrazeneca Uk Ltd Chemical process
US7879585B2 (en) * 2006-10-02 2011-02-01 Codexis, Inc. Ketoreductase enzymes and uses thereof
CN101784669B (zh) * 2007-08-24 2015-02-18 科德克希思公司 用于(r)-3-羟基四氢噻吩的立体选择性制备的改善的酮还原酶多肽
WO2009042984A1 (en) * 2007-09-28 2009-04-02 Codexis, Inc. Ketoreductase polypeptides and uses thereof
EP2379713A4 (de) 2008-12-18 2013-07-10 Codexis Inc Rekombinante halohydrin-dehalogenase-polypeptide
CN102212082B (zh) * 2010-04-05 2015-03-04 重庆博腾制药科技股份有限公司 瑞舒伐他汀钙中间体及制备方法
GB2515603B (en) * 2013-03-14 2015-10-14 Isis Innovation Process for producing (R)-3-Hydroxybutyl (R)-3-Hydroxybutyrate
WO2014203045A1 (en) 2013-06-20 2014-12-24 Lupin Limited A novel, green and cost effective process for synthesis of tert-butyl (3r,5s)-6-oxo-3,5-dihydroxy-3,5-o-isopropylidene-hexanoate
CN104372039A (zh) * 2013-08-12 2015-02-25 南京朗恩生物科技有限公司 双酶法制备瑞舒伐他汀侧链中间体的方法
CN105713884A (zh) * 2014-12-02 2016-06-29 安琪酵母股份有限公司 生物催化氢化组合物及其合成罗素伐他汀手性中间体方法

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3840751A1 (de) * 1988-12-03 1990-07-05 Forschungszentrum Juelich Gmbh Mikrobiologisch hergestellte diacetyl-reduktase, verfahren zu ihrer gewinnung und ihre verwendung
DE4014573C1 (de) * 1990-05-07 1991-10-10 Forschungszentrum Juelich Gmbh, 5170 Juelich, De
US5225339A (en) * 1992-02-26 1993-07-06 The Scripps Research Institute Lactobacillus kefir alcohol dehydrogenase
US5324662A (en) * 1992-05-15 1994-06-28 E. R. Squibb & Sons, Inc. Stereoselective microbial or enzymatic reduction of 3,5-dioxo esters to 3-hydroxy-5-oxo, 3-oxo-5-hydroxy, and 3,5-dihydroxy esters
GB9512837D0 (en) * 1995-06-23 1995-08-23 Zeneca Ltd reduction of ketone groups
DE19610984A1 (de) * 1996-03-21 1997-09-25 Boehringer Mannheim Gmbh Alkohol-Dehydrogenase und deren Verwendung zur enzymatischen Herstellung chiraler Hydroxyverbindungen
DE19812004A1 (de) * 1998-03-19 1999-09-30 Forschungszentrum Juelich Gmbh Dehydrogenasen mit verbesserter NAD-Abhängigkeit, deren Herstellung und Verwendung
DE19857302C2 (de) * 1998-12-14 2000-10-26 Forschungszentrum Juelich Gmbh Verfahren zur enantioselektiven Reduktion von 3,5-Dioxocarbonsäuren, deren Salze und Ester

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
See references of WO0104336A1 *

Also Published As

Publication number Publication date
JP2003504070A (ja) 2003-02-04
WO2001004336A1 (de) 2001-01-18
US6689591B2 (en) 2004-02-10
US20020098557A1 (en) 2002-07-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
WO2001004336A1 (de) Verfahren zur reduktion von keto-carbonsäuren und deren estern
DE19857302C2 (de) Verfahren zur enantioselektiven Reduktion von 3,5-Dioxocarbonsäuren, deren Salze und Ester
DE3242849C2 (de)
EP0812819B1 (de) Enantiomerenangereicherte , durch einen tertiären Kohlenwasserstoffrest substituierte Malonsäuremonoester sowie deren Herstellung
DE60129865T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydroxyestern und ihren Derivaten
DE69432158T2 (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven 2-Amino-1-phenylethanol Derivaten
AT393136B (de) Verfahren zur herstellung von beta-hydroxybuttersaeurederivaten
DE10032254B4 (de) Nukleotidsequenz kodierend für eine Benzaldehyd-Lyase und Verfahren zur stereoselektiven Synthese von (R)-2-Hydroxyketonen
DE69401755T2 (de) Verfahren zur herstellung von 4-hydroxy-zimtalkoholen
DE19937825B4 (de) Verfahren zur Reduktion von Hydroxyketo-Carbonsäuren und deren Estern
EP1067195B1 (de) Verfahren zur Reduktion von Ketogruppen enthaltende Verbindungen
EP1870390A1 (de) Aufarbeitung von Reaktionslösungen aus Ganzzell-Biotransformationen
EP0632130A1 (de) Enzymatisches Verfahren zur Herstellung aliphatischer S-Cyanhydrine
DE3878264T2 (de) Monoacetylierung von diolen mit einem biokatalysator aus corynebakteriumoxidans.
DE69123009T2 (de) Verfahren zur Herstellung optisch aktiver 3-Hydroxybutan-Derivate
EP0015308B1 (de) Verfahren zum selektiven Seitenkettenabbau von Steroidverbindungen und zur Herstellung hierzu geeigneter Mikroorganismen-Defektmutanten sowie neue Mikroorganismenstämme (II)
EP1412346A1 (de) Verfahren zum herstellen von neuen spinosyn-derivaten
DE3540834A1 (de) Verfahren zur herstellung von dicarbonsaeuren
CH640269A5 (de) Verfahren zur herstellung des antibiotikums c-15003 p-4.
DE69600686T2 (de) Verfahren zur herstellung von butanonderivaten
WO2006024502A2 (de) Verfahren zur herstellung mehrfach methylverzweigter omega-1, omega-2 oder omega-3 alkohole oder ketone unter verwendung des bacillus megaterium hydroxylase-systems
EP1373245B1 (de) Zwischenverbindungen zur herstellung von spinosynen
EP1048737B1 (de) Stereoselektive Synthese von 2-Hydroxyketonen
DE69400388T2 (de) Cyclohexendiolderivate
DE956510C (de) Verfahren zur Herstellung von 14ª‡-Oxytestosteron bzw. 14ª‡-Oxy-10-normethyltestosteron

Legal Events

Date Code Title Description
PUAI Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012

17P Request for examination filed

Effective date: 20011203

AK Designated contracting states

Kind code of ref document: A1

Designated state(s): AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

RAP1 Party data changed (applicant data changed or rights of an application transferred)

Owner name: FORSCHUNGSZENTRUM JUELICH GMBH

17Q First examination report despatched

Effective date: 20021008

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: THE APPLICATION HAS BEEN WITHDRAWN

18W Application withdrawn

Effective date: 20100429