Die Erfindung geht aus von einem Ausbeulgerät, mit dessen Hilfe konkave Beulen
in Blechoberflächen entfernt werden können. Zu diesem Zweck wird in die
Beule ein Adapter eingeklebt, der eine der Form der Beule annähernd angepasste
Klebefläche aufweist. Der Adapter weist außerdem ein Anbringungselement
auf, mit dem er in einer Aufnahme eines Zugelements, beispielsweise einer
Zugstange, eingehängt wird. Nach Festwerden des Klebers wird an der
Zugstange gezogen und die Beule dadurch herausgezogen.
In vielen Fällen funktioniert das Herausziehen der Beule problemlos. Nach dem
Herausziehen wird der Kleber von dem Blech gelöst. Dies kann durch Erhitzen
und Abreiben geschehen. Es gibt aber Fälle, in denen die Beule dem ersten
Versuch, sie herauszuziehen, widersteht. In diesen Fällen reißt entweder der
Kleber oder der Adapter ab. Normalerweise sind die Adapter so ausgebildet,
dass sie selbst nicht reißen. Es hat sich herausgestellt, dass in vielen Fällen
dieser Art sich der Kleber von dem Adapter löst, in der Beule aber bleibt. Für
einen zweiten Ausbeulversuch muss daher der Kleber aus der Beule entfernt
werden, was aufwändig und schwierig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Klebeadapter so auszubilden,
dass bei Fehlversuchen ein schnelleres Arbeiten möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Klebeadapter mit den
im Anspruch 1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand von Unteransprüchen.
Durch den Vorschlag der Erfindung wird dafür gesorgt, dass bei einem Abreißen
der Kleber eher an der auszubeulenden Blechoberfläche abreißt als an der
Klebefläche des Adapters. Dadurch wird es möglich, relativ schnell mit einem
zweiten Ausbeulversuch zu starten.
Ein erster Vorschlag, wie man in Weiterbildung der Erfindung die Oberfläche
der Klebefläche des Adapters entsprechend ausgestalten kann, liegt darin, diese
Fläche mit einem Lack zu versehen, der die gleichen Eigenschaften aufweist
wie der Lack an dem Blech. Wenn die Klebefläche des Adapters etwas größer
ist als die Fläche in der Beule, an der der Kleber angreift, kann dies bereits ausreichen,
um den gewünschten Zweck zu erzielen.
Eine weitere von der Erfindung vorgeschlagene Möglichkeit besteht darin, die
Klebefläche des Adapters künstlich dadurch zu vergrößern, dass sie mit Vorsprüngen
versehen wird. Bei einer größeren Oberfläche verteilt sich die Zugkraft
auf eine größere Fläche, so dass hierdurch ein verbessertes Halten des
Klebers an der Klebefläche des Adapters erreicht werden kann.
Bei den Vorsprüngen kann es sich beispielsweise nach einem Vorschlag der
Erfindung um einzelne Vorsprünge handeln. Unter einzelnen Vorsprüngen sind
solche Vorsprünge zu verstehen, die voneinander getrennt und relativ klein
ausgebildet sind, also beispielsweise annähernd punktförmig. Unter Punktform
soll dabei der Gegensatz zu einer Linienform verstanden werden.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Vorsprünge oder
ein Teil der Vorsprünge kegelförmig oder zylinderförmig ausgebildet sind.
Es ist aber ebenfalls möglich und wird von der Erfindung vorgeschlagen, dass
Vorsprünge als Rippen ausgebildet sind, wobei sich die Rippen gegebenenfalls
über die gesamte Oberfläche der Klebefläche durchgehend erstrecken können.
Selbstverständlich sind auch kürzere Rippen möglich, auch Rippen, die sich
überkreuzen.
In nochmaliger Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
Vorsprünge zur Bildung einer Einschnürung einen verbreiterten Kopf aufweisen.
Der verbreiterte Kopf kann nicht nur bei einzelnen Vorsprüngen vorhanden sein,
sondern auch bei den rippenförmigen bzw. linienförmigen Vorsprüngen, bei denen
der Kopf dann eben eine Längserstreckung aufweist. Durch die Bildung von
Einschnürungen unterhalb des Kopfes wird eine Art Hinterschnitt gebildet, der
zu einem verbesserten Festhalten des Klebers führt. Der Kleber wird nach seinem
Aushärten dadurch in einem Formschluss festgehalten. Gleichzeitig wird
auch noch die Oberfläche selbst vergrößert.
Es wurde bereits ausgeführt, dass die Oberflächenvergrößerung der Klebefläche
durch Vorsprünge erreicht werden kann. Es ist aber ebenfalls möglich und
wird von der Erfindung vorgeschlagen, dass die Klebefläche Vertiefungen aufweisen
kann, insbesondere im Wechsel mit Vorsprüngen. Auch Vertiefungen
sind dazu geeignet, die Haftung des Klebers zu verbessern, da auch Vertiefungen
zu einer Vergrößerung der Oberfläche führen.
Bei den Vertiefungen kann es sich um linienförmige Vertiefungen, also Nuten
oder Rillen handeln. Diese können in beliebiger Anordnung vorhanden sein,
insbesondere sich über die gesamte Oberfläche der Klebefläche erstrecken.
Ebenfalls möglich ist es, dass Vertiefungen als einzelne Vertiefungen, beispielsweise
einzelne Löcher ausgebildet sind. Bei den Löchern kann es sich um
Sacklöcher handeln, die also nicht durch den Adapter hindurch gehen.
Es ist aber ebenfalls möglich, dass es sich bei den Vertiefungen um Durchgangslöcher
handelt, was dazu führen kann, dass der Kleber auf der Rückseite
der Durchgangsöffnungen austritt und dort einen Kopf bildet, der ebenfalls zu
einem Formschluss führt.
Bei den Löchern und/oder sonstigen Vertiefungen kann es sich um solche Vertiefungen
handeln, deren Querschnitt unterhalb der Oberfläche konstant bleibt.
Es ist aber ebenfalls möglich und wird von der Erfindung vorgeschlagen, dass
sich der Querschnitt der Vertiefungen unterhalb der Oberfläche vergrößert.
Auch dadurch wird ein Hinterschnitt gebildet, der zu einem Formschluss zwischen
der Klebeschicht und dem Adapter führt.
Eine weitere Möglichkeit, wie man die Haftungsfähigkeit des Klebers an der
Klebefläche des Klebeadapters verbessern kann, besteht darin, in die Klebefläche
des Adapters Granulat einzubetten, das aus der Oberfläche der Klebefläche
heraus ragt. Bei dem Granulat kann es sich um ein härteres Material als
das Material des Klebeadapters handeln. Bei kantigem Granulat können auch
dadurch nicht nur Vergrößerungen der Oberfläche, sondern auch Hinterschnitte
gebildet werden.
Eine nochmals weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Haftungseigenschaften
besteht darin, in die Klebefläche des Adapters faserartiges Material einzubetten,
das zum Teil aus der Oberfläche der Klebefläche heraus ragt. Auch
hierdurch werden Hinterschnitte gebildet, die zu einem verbesserten Haften des
Klebers führen können.
Beim Herausziehen der Beulen wird die Zugrichtung, in der an dem Anbringungselement
gezogen wird, durch das Ausbeulgerät selbst bestimmt. Da die
Zugstange beispielsweise durch Muttern oder in sonstiger Weise an dem Gerät
gelagert ist, kann es vorkommen, dass bei den bekannten Geräten die Zugrichtung
schräg verläuft. Dies bedeutet, dass der Adapter ebenfalls schräg gezogen
wird. Dies kann dazu führen, dass die Kraft, die auf die Klebeschicht einwirkt,
an einer Seite der Klebefläche des Adapters größer ist als an der anderen. Dies
wiederum kann zu einem Beanspruchen der Klebeschicht in unterschiedlicher
Stärke und damit zu einem Abreißen der Klebeschicht an dem Adapter führen.
Um auch in solchen Fällen die Klebefähigkeit des Adapters zu verbessern,
schlägt die Erfindung vor, den verbreiterten Kopf des Anbringungselements
derart auszubilden, dass er einen Winkelausgleich gegenüber der Zugrichtung
des Zugelements des Ausbeulgeräts ermöglicht. Dann wird die Kraft gleichmäßig
auf die gesamte Klebeschicht verteilt, so dass auch hierdurch die Haftungsfähigkeit
der Klebefläche verbessert wird.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die der Klebefläche zugewandte Unterseite
des Kopfes abgerundet ausgebildet ist.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus
den Patentansprüchen und der Zusammenfassung, deren Wortlaut durch Bezugnahme
zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Hierbei zeigen:
- Figur 1
- schematisch die Seitenansicht eines Klebeadapters mit einer
konvexen Klebefläche;
- Figur 2
- die Ansicht des Klebeadapters der Figur 1 von unten;
- Figur 3
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung bei einem in
seiner Oberflächeneigenschaft geänderten Klebeadapter;
- Figur 4
- die Ansicht des Klebeadapters der Figur 3 von unten;
- Figur 5
- eine der Figur 2 entsprechende Ansicht eines Klebeadapters
bei einer geänderten Ausführungsform;
- Figur 6
- eine der Figur 1 entsprechende Darstellung bei einem geänderten
Klebeadapter;
- Figur 7
- die Ansicht des Klebeadapters der Figur 6 von unten;
- Figur 8
- eine weitere Ansicht der Klebefläche eines Klebeadapters;
- Figur 9
- die Herstellung eines Klebeadapters in einer Teilansicht;
- Figur 10
- das Ergebnis der Herstellung nach Figur 9;
- Figur 11
- einen Ausschnitt durch die Klebefläche eines weiteren Klebeadapters;
- Figur 12
- eine der Figur 11 entsprechende Darstellung bei einem weiteren
Klebeadapter;
- Figur 13
- die Herstellung eines mit Hinterschnitten versehenen Klebeadapters;
- Figur 14
- eine Einzelansicht des Anbringungselementes eines Klebeadapters
nach der Erfindung;
- Figur 15
- eine der Figur 14 entsprechende Darstellung bei einer weiteren
Ausführungsform.
Der in Figur 1 als Beispiel dargestellte Klebeadapter enthält an seiner in der
Figur 1 oberen Seite ein Anbringungselement 1 mit einem verbreiterten Kopf 2.
Der Kopf ist zylinderförmig ausgebildet und weist einen Durchmesser auf, der
größer ist als der sich anschließende Hals 3, der die Verbindung mit dem Material
des Klebeadapters herstellt. An der dem Anbringungselement 1 abgewandten
Seite enthält der Klebeadapter eine Klebefläche 4, die im dargestellten Beispiel
konvex ausgebildet ist. Dies entspricht etwa der Form der Beule, in die der
Adapter eingeklebt werden soll. Wie man sowohl aus Figur 1 als auch Figur 2
entnehmen kann, ist die Klebefläche 4 des Adapters mit einer Vielzahl von linienförmigen
Vorsprüngen 5 und zwischen diesen liegenden linienförmigen
Vertiefungen 6 versehen. Diese weisen die in Figur 2 dargestellte Form auf,
verlaufen also radial. Zwischen jeweils zwei rippenartigen Vorsprüngen 5 ist
eine nutenartige Vertiefung 6 angeordnet. Auf diese Weise entsteht eine Oberfläche,
die größer ist als die Oberfläche wäre, wenn sie glatt ausgebildet wäre.
Die rippenartigen Vorsprünge 5 verlaufen jeweils längs eines Durchmessers
vom Rand bis zum gegenüberliegenden Rand.
Figur 3 zeigt einen Klebeadapter, dessen Klebefläche 4 weniger stark profiliert
ist. Die Figur 4 zeigt, dass dieser Klebeadapter für eine ovale Beule gedacht ist.
Die Klebeoberfläche 4 weist parallel zueinander verlaufende und sich überkreuzende
rippenartige Vorsprünge 5 auf. Zwischen diesen rippenartigen Vorsprüngen
5 sind einzelne Vertiefungen 7 gebildet, die die Form einer Raute aufweisen.
Bei der Ausführungsform nach Figur 5 verlaufen die rippenartigen Vorsprünge 5
längs konzentrischer Kreise, wobei sich auf Grund des geringen Abstands zwischen
den Vorsprung in zwischen diesen Vertiefungen 8 bilden, die ebenfalls
längs konzentrischer Kreise verlaufen.
Figur 8 zeigt eine der Figur 2 entsprechende Darstellung, bei der die rippenartigen
Vorsprünge 5 längs Kreisbögen verlaufen, die einen größeren Durchmesser
als die Klebefläche des Adapters haben.
Die Figur 6 und 7 zeigen einen Klebeadapter, dessen Klebefläche 4 die Form
eines langgestreckten Rechtecks mit abgerundeten Stirnkanten aufweist. Die
Klebefläche enthält quer zur Längsrichtung verlaufende geradlinige Vorsprünge
5, zwischen denen ebenfalls geradlinig verlaufende Vertiefungen 6 ausgebildet
sind.
Figur 9 zeigt in einem vergrößerten Maßstab einen Ausschnitt durch eine Klebefläche
eines Adapters. Die Klebefläche weist einzelne kegelartige Vorsprünge
9 auf. Zwischen den kegelartigen Vorsprüngen 9 sind Vertiefungen 10 gebildet.
Auf die Spitzen der kegelartigen Vorsprünge 9 wird eine erwärmte Platte 11
aufgelegt und mit einer gewissen Kraft gegen die Vorsprünge 9 angedrückt.
Dadurch erwärmen sich die Spitzen der Vorsprünge 9 und verformen sich derart,
dass die Vorsprünge 9 einen verbreiterten Kopf 12 erhalten. Dieser verbreiterte
Kopf führt dazu, dass unterhalb des Kopfes 12 Einschnürungen 13 gebildet
werden, die eine Querschnittsverbreiterung der Vertiefungen 10 bilden. Das
Ergebnis des Herstellungsvorgangs der Figur 9 ist in Figur 10 zu sehen. Bei
einer solchen Klebefläche eines Adapters kann der Kleber in die Vertiefungen
10 eindringen und dort einen Pfropf bilden, der zu einem Formschluss führt.
Was in Figur 9 und 10 zu kegelartigen Vorsprüngen 9 ausgeführt wurde, gilt in
gleicher Weise auch für rippenartige Vorsprünge, die auf diese Weise ebenfalls
mit einem verbreiterten Kopf versehen werden können.
In Figur 11 weist die Klebefläche Sacklöcher auf, deren Querschnitt sich von
der Oberfläche ausgehend nicht ändert.
In Figur 12 ist eine Klebefläche eines Adapters dargestellt, der sowohl durchgehende
Löcher 15,16, 17, als auch Sacklöcher 18 aufweist. Die Sacklöcher 18
weisen einen sich gegenüber der Oberfläche 19 verringernden Querschnitt auf,
ebenso die Durchgangslöcher 16. Die Durchgangsöffnungen 17 weisen dagegen
einen sich von der Oberfläche 19 ausgehend vergrößernden Querschnitt
auf, führen also wieder zu einer Art Hinterschnitt bzw. zu einer Pfropfbildung.
Durch eine Kombination der verschiedenen Arten von Vertiefungen und Vorsprüngen
lässt es sich erreichen, dass die Oberfläche der Klebefläche vergrößert
und gleichzeitig die Haftung verbessert wird.
Figur 13 zeigt eine Möglichkeit, wie ein echter Hinterschnitt gebildet werden
kann. Hier werden in eine konvexe Oberfläche dadurch hinterschnittene Nuten
eingebracht, dass der Klebeadapter um eine Achse 21 rotiert wird, und dass mit
Hilfe eines Schneidwerkzeugs 22 die Nuten eingeschnitten werden. Dadurch
entsteht ein echter Hinterschnitt in der Klebefläche des Adapters.
Figur 14 zeigt einen gegenüber den bislang abgehandelten Ausführungsformen
abgewandelten Kopf 23 des Anbringungselements des Klebeadapters. Der
Kopf 23 ist nicht mehr zylinderförmig, sondern kugelförmig. Er wird in eine entsprechende
Ausnehmung 24 eines Zugelements 25 des Ausbeulgeräts eingesetzt.
Durch seine kugelförmige Ausbildung kann der Klebeadapter sich gegenüber
der Längsrichtung des Zugelements 25 verschwenken, so dass bei einem
schrägen Ziehen der Klebeadapter sich so orientieren kann, dass die Belastung
der Klebeschicht zwischen ihm und dem auszubeulenden Blech gleichmäßig
verteilt wird.
Da beim Ausbeulen auf den Kopf des Klebeadapters Zugkräfte ausgeübt werden,
reicht es aus, wenn nur die Unterseite des Kopfes kugelförmig oder angenähert
kugelförmig ausgebildet ist. Dies ist bei der Ausführungsform nach Figur
15 dargestellt, wo der Kopf 26 an seiner Unterseite 27 halbkugelförmig ausgebildet
ist. Die Oberseite 28 ist eben mit einer Kerbe 29 in der Mitte. Solange
zwischen der ebenen Oberseite 28 und dem entsprechenden Teil der Ausnehmung
24 im Zugelement 25 Platz ist, kann sich der Klebeadapter auch bei dieser
Ausführungsform orientieren. Es ist möglich, durch die entsprechende Gestaltung
eine Begrenzung der Schwenkbewegung in der Ausnehmung 24 zu bewirken.
Eine Umfangsnut 30 kann dazu dienen, einen O-Ring aufzunehmen, um
eine gewisse Fixierung des Kopfes 26 zu bewirken.