Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lagern
mindestens einer kompakten Lebensmitteleinheit wie
beispielsweise einem Brotlaib, einer Wurst, einem Roastbeef
oder einem Käse, mit einer Thekeneinrichtung zum Plazieren
der mindestens einen Lebensmitteleinheit.
Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind im Stand der
Technik in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt.
Diesen Vorrichtungen ist es jedoch gemein, dass es einem
Käufer oder allgemein einem Interessenten nicht ermöglicht
ist, frisch geschnittene Scheiben einer ausgestellten
kompakten Lebensmitteleinheit auf hygienische Weise selbst
zu schaffen.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Vorrichtung zu
schaffen, mit der es einem Interessenten selbst ermöglicht
ist, frisch geschnittene Scheiben einer ausgestellten
kompakten Lebensmitteleinheit auf hygienische Weise selbst
zu erstellen.
Für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an der
Thekeneinrichtung mindestens eine Lagerungseinrichtung zum
Lagern der mindestens einen Lebensmitteleinheit sowie eine
über eine Betätigungseinrichtung aktivierbare
Schneideeinrichtung zum Abschneiden mindestens einer
Scheibe der mindestens einen Lebensmitteleinheit vorgesehen
ist.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch das
Merkmal, dass an der Thekeneinrichtung mindestens eine
Lagerungseinrichtung zum Lagern der mindestens einen
Lebensmitteleinheit sowie eine über eine
Betätigungseinrichtung aktivierbare Schneideeinrichtung zum
Abschneiden mindestens einer Scheibe der mindestens einen
Lebensmitteleinheit vorgesehen ist, erreicht, dass eine
Vorrichtung geschaffen ist, mittels derer kompakte
Lebensmitteleinheiten in einer Theke in ungeschnittener
Form ausgestellt werden können, so dass ein Interessent die
äußere und, an einer angeschnittenen Fläche, auch die
innere Struktur eines bestimmten Lebensmittels erkennen
kann und nach Wunsch davon mindestens eine frisch
abgeschnittene und somit insgesamt frische Scheibe auf
hygienische, und, gemäß bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung, skalierbare Weise selbst erstellen kann.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die
Thekeneinrichtung eine Grundfläche und eine die Grundfläche
nach oben sowie zu mindestens einer Seite hin abdeckenden,
nach einer Seite hin im wesentlichen offene durchsichtige
Schutzeinrichtung aufweist, wobei die Lagerungseinrichtung
auf der Grundfläche gelagert ist. Dadurch wird eine gut
einsehbare und gleichzeitig hygienische Darbietung der
Lebensmitteleinheiten erreicht.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die
Lagerungseinrichtung als Wagen ausgebildet ist und im
Bereich der Grundfläche vorgesehen ist. Zusätzlich oder
alternativ kann vorgesehen sein, dass die
Lagerungseinrichtung als Wagen ausgebildet ist, dessen
Räder auf Führungsschienen gelagert sind, die oberhalb der
Grundfläche vorgesehen sind und ein Herausziehen der
Lagerungseinrichtung zu der offenen Seite hin ermöglicht.
Die Führungsschienen sind dabei vorzugsweise fixierbar
seitlich verschiebbar angeordnet, um Wagen mit
unterschiedlicher Breite und unterschiedlichem Radstand
aufzunehmen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass eine
Mehrzahl zueinander parallel ausgerichteter
Lagerungseinrichtungen vorgesehen ist. Dadurch können eine
Mehrzahl von Lebensmitteleinheiten auf übersichtliche Weise
zusammen ausgestellt werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die
Betätigungseinrichtung so angeordnet ist, dass sie von
einem vor der Thekeneinrichtung stehenden Kunden
aktivierbar ist. Alternativ kann die Betätigungseinrichtung
so angeordnet sein, dass sie von einem hinter der
Thekeneinrichtung stehenden Verkäufer aktivierbar ist, oder
es sind Ausführungsformen denkbar, bei denen zwei
Betätigungseinrichtungen vorgesehen sind, von denen eine
erste so angeordnet ist, dass sie von einem hinter der
Thekeneinrichtung stehenden Verkäufer aktivierbar ist und
eine zweite so angeordnet ist, dass sie von einem vor der
Thekeneinrichtung stehenden Kunden aktivierbar ist.
Gemäß einer wichtigen bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die
Schneideeinrichtung eine Rotations-Schneide enthält, deren
Drehgeschwindigkeit einstellbar ist. Die
Schneideeinrichtung ist dabei vorzugsweise so ausgelegt
ist, dass eine Schnittiefe einstellbar ist. Zusätzlich ist
vorzugsweise vorgesehen, dass die Schneideeinrichtung so
ausgelegt ist, dass auch eine Schnittbreite einstellbar
ist. Dadurch wird erreicht, dass die erfindungsgemäße
Vorrichtung zum skalierbaren Schneiden unterschiedlich
beschaffener und in unterschiedlicher geschnittener Form
gewünschter Lebensmittel geeignet ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die
Anzahl der von der Schneideeinrichtung zu schneidenden
Scheiben einer Lebensmitteleinheit einstellbar ist, um auch
eine Mehrzahl gleich dicker Scheiben erstellen zu können.
Zu diesem Zweck ist es gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorgesehen, dass die Betätigungseinrichtung ein
Bedienungsfeld und eine Anzeige mit Zahlen 1 bis 10
enthält, um eine Menge von zu schneidenden Scheiben von 1
bis 99 einzugeben.
Gemäß einer wieder anderen bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass eine
Mehrzahl von Lagerungseinrichtungen für
Lebensmitteleinheiten sowie Betätigungseinrichtungen und
Schneideeinrichtungen in einer Thekeneinrichtung
untergebracht sind, um eine ein breites Sortiment an
Lebensmitteleinheiten darbieten zu können. Die
Thekeneinrichtung weist dabei vorzugsweise eine Grundfläche
und eine die Grundfläche nach oben sowie zu mindestens
einer Seite hin abdeckenden, nach einer Seite hin im
wesentlichen offene durchsichtige Schutzeinrichtung auf.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die
durchsichtige Schutzeinrichtung einer bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus
Plexiglas oder aus Sicherheitsglas hergestellt ist. Diese
Materialien haben sich in der Praxis bewährt, da sie
insbesondere leicht zu reinigen sind.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass in der
Thekeneinrichtung eine Kühleinrichtung vorgesehen ist, um
die dort gelagerten Lebensmittel kühl zu halten.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass in der
Thekeneinrichtung eine Befeuchtungseinrichtung vorgesehen
ist, um die dort gelagerten Lebensmittel vor einem
Austrocknen zu schützen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass
unterhalb der Grundfläche mindestens ein gekühltes Fach zur
Lagerung von kompakten Lebensmitteleinheiten vorgesehen
ist. Dadurch ist es ermöglicht, immer einen bestimmten
Vorrat an gewünschten Lebensmitteleinheiten frisch halten
zu können.
Gemäß einer wieder anderen bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass
innerhalb der Thekeneinrichtung eine
Beleuchtungseinrichtung zum Beleuchten und somit besseren
Darstellen der ausgestellten Lebensmitteleinheiten
vorgesehen ist. Darüber hinaus ist es ebenfalls
wünschenswert, dass die offene Seite der Schutzeinrichtung
der Thekeneinrichtung zur Verbesserung der Hygiene mittels
einer Abdeckhaube verschließbar ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden anhand
bevorzugter Ausführungsformen erläutert, die in den Figuren
der Zeichnung dargestellt sind. Darin zeigen:
- Fig.1
- eine erste bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer
quergeschnittenen Seitenansicht.
Die in der Figur 1 dargestellte bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zum Lagern einer
kompakten Lebensmitteleinheit enthält eine
Thekeneinrichtung 110 zum Plazieren der
Lebensmitteleinheit, die beispielhaft als Brotlaib 300
dargestellt ist, wobei an der Thekeneinrichtung 110
mindestens eine Lagerungseinrichtung 111 zum Lagern der
mindestens einen Lebensmitteleinheit 300 sowie eine über
eine Betätigungseinrichtung 200 aktivierbare
Schneideeinrichtung 120 zum Abschneiden von einer oder mehr
Scheiben der Lebensmitteleinheit vorgesehen ist. Die
Thekeneinrichtung 110 enthält eine Grundfläche 112 und eine
die Grundfläche 112 nach oben sowie zu mindestens einer
Seite hin abdeckende, nach einer Seite hin im wesentlichen
offene durchsichtige Schutzeinrichtung 130, wobei die
Lagerungseinrichtung 111 auf der Grundfläche 112 gelagert
ist. Die Lagerungseinrichtung 111 ist dabei als in Richtung
senkrecht zur Schneideeinrichtung 120 reziprozierbar
gelagerter Wagen mit nicht dargestellten Rollen
ausgebildet, die in an der Grundfläche 112 ausgebildeten
linearen Aussparungen reziprozierbar verschiebbar geführt
sind. Ein nicht dargestellter Motor bewegt den Wagen 111
entsprechend von Steuersignalen, die aufgrund von Eingaben
über die Betätigungseinrichtung 200 von einer damit
verbundenen nicht dargestellten Mikroprozessoreinheit
errechet werden.
Die Betätigungseinrichtung 200 ist so angeordnet, dass sie
von einem vor der Thekeneinrichtung 110 stehenden Kunden
aktivierbar ist. Darüber hinaus ist eine entsprechende
weitere nicht dargestellte Betätigungseinrichtung so
angeordnet ist, dass sie von einem hinter der
Thekeneinrichtung 110 stehenden Verkäufer aktivierbar ist.
Die Schneideeinrichtung 120 weist eine Rotations-Schneide
121 auf, deren Drehgeschwindigkeit einstellbar ist. Die
Schneideeinrichtung 120 ist dabei so ausgelegt ist, dass
die Schnitttiefe und die Schnittbreite einer
Lebensmitteleinheit einstellbar sind. Die Anzahl der von
der Schneideeinrichtung 120 zu schneidenden Scheiben einer
Lebensmitteleinheit ist bei der dargestellten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
einstellbar, wobei ein Bedienungsfeld 140 und eine die
Zahlen 1 bis 10 enthaltende Anzeige 150 vorgesehene ist, um
eine Menge von zu schneidenden Scheiben von 1 bis 99
einzugeben. Das Bedienungsfeld 140 ist dabei mit einer
nicht dargestellten Mikroprozessoreinheit verbunden, die
neben einem nicht dargestellter Motor zum Bewegen des
Wagens 111 eine nicht dargestellte Motoreinrichtung zum
Bewegen der Schneideeinrichtung auf den Brotlaib 300 zu
steuert.
Die oben erläuterten Ausführungsbeispiele der Erfindung
dienen lediglich dem Zweck eines besseren Verständnisses
der durch die Ansprüche vorgegebenen erfindungsgemäßen
Lehre, die als solche durch das Ausführungsbeispiel nicht
eingeschränkt ist.