Kochfeld mit einer Wägeeinheit
Die Erfindung geht aus von einem Kochfeld mit einer Wägeeinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Kochfeld ist aus der Druckschrift WO 95/35483 bekannt, wobei das Kochfeld eine ununterbrochene Oberflächenplatte mit mindestens einer heizbaren Kochstelle und einen Rahmen aufweist. Dieser Rahmen ist auf einer ortsfesten oder transportablen Auflage, beispielsweise einer bekannten Arbeitsplatte mit Kochfeldausschnitt, aufstützbar.
Das Kochfeld besitzt zumindest einen Sensor, der zwischen der Oberflächenplatte und dem Rahmen oder zwischen dem Rahmen und der Auflage angeordnet ist. Der Sensor ist vorzugsweise ein Druck- oder Kraftsensor oder ein mit einem deformierbaren Lagerteil kombinierter Weggeber. Alternativ kann der Sensor auch ein Deformationssensor sein und an der Oberflächenplatte selbst, insbesondere an dessen Unterseite im Randbereich der Oberflächenplatte, angebracht sein. Nachteilig bei einer derartigen Anordnung ist eine Meßungenauigkeit bedingt durch eine Abhängigkeit des erfaßten Meßwerts von einer Auflagefläche eines auf dem Kochfeld abgestellten Kochgefäßes. Je größer die Auflagefläche des Kochgefäßes, um so kleiner ist die Deformation und damit der Meßwert.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kochfeld nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bereitzustellen, das bei einem einfachen Aufbau hinsichtlich der Wägefunktion eine hohe Meßgenauigkeit ermöglicht. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
Die Erfindung geht aus von einem Kochfeld mit einer Kochfeldplatte, insbesondere aus Glaskeramik, deren Unterseite zur Beheizung eines auf der Kochfeldplatte abstellbaren Kochgefäßes zumindest ein Heizelement zugeordnet ist, und mit einer Wägeeinheit, die eine Detektionseinheit aufweist, über die eine Deformation der Kochfeldplatte infolge einer Gewichtsbelastung ermittelbar ist.
Es wird vorgeschlagen, daß die Kochfeldplatte einen festgelegten Teilbereich aufweist, und über die Detektionseinheit eine Absenkung des Teilbereichs infolge einer Gewichtsbelastung erfaßbar ist. Es kann eine Gewichtsmessung unabhängig von der Größe einer Auflagefläche eines Kochgefäßes erreicht werden, und zwar indem stets eine Absenkung des gesamten Teilbereichs erfaßt wird. Ferner können exakte Meßwerte erreicht werden, auch wenn ein Kochgefäß außermittig auf dem Teilbereich abgestellt wird.
Der Teilbereich kann durch verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Möglichkeiten festgelegt werden, beispielsweise durch einen versteiften, ebenen Bereich in der Kochfeldplatte. Besonders vorteilhaft wird jedoch der Teilbereich durch zumindest eine Erhöhung festgelegt. Die Erhöhung kann konstruktiv einfach erreicht und insbesondere können auf der Erhöhung Kochgefäße mit einem größeren Durchmesser als die Erhöhung selbst abgestellt werden, ohne daß das Kochgefäß dadurch außerhalb des festgelegten Teilbereichs zur Auflage kommt, was zu einem Meßfehler führen würde. Mit einem Randbereich der Erhöhung kann eine Versteifung erzielt werden, so daß eine Durchbiegung des zur Gesamtfläche des Kochfelds vorteilhaft kleinen Teilbereichs zu vernachlässigen ist. Möglich ist jedoch auch, den Teilbereich trotz einer Erhöhung zusätzlich zu versteifen, beispielsweise durch eine größere Materialstärke und/oder durch ein zusätzliches Bauteil.
Ferner kann die Erhöhung vorteilhaft als Wäge-Markierung und als Kennzeichen für ein Kochfeld mit einer Wägeeinheit genutzt werden. Der Teilbereich ist dabei vorteilhaft von einer einzelnen Erhöhung gebildet, wodurch zusätzliche Ränder und damit verschmutzungsempfindliche Stellen vermieden werden können. Möglich ist jedoch auch, daß der Teilbereich durch mehrere Erhöhungen gebildet und durch mehrere Punkte bzw. Flächen aufgespannt ist. Die einzelnen Erhöhungen können dabei verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Formen aufweisen, beispielsweise können diese nierenförmig, ellipsenförmig, rund, eckig usw. ausgeführt sein.
Ist die Erhöhung an die Kochfeldplatte angeformt, können zusätzliche Bauteile und Mon- tageaufwand eingespart werden. Ferner kann die Herstellung der Erhöhung kostengünstig in den Herstellprozeß der Kochfeldplatte integriert werden, und zwar insbesondere indem die Kochfeldplatte auf eine Fläche mit einer entsprechenden Kontur gelegt und die Erhöhung durch die Gewichtskraft der Kochfeldplatte an die Kochfeldplatte angeformt wird. Die
Kochfeldplatte kann dabei in einem noch fließfähigen Zustand auf die Fläche gelegt oder durch Erwärmung in einem Ofen in einen fließfähigen Zustand versetzt werden. Um möglichst einen großen Teil der Gewichtskraft der Kochfeldplatte nutzen zu können, wird die Kochfeldplatte vorteilhaft mit ihrer Unterseite auf eine Fläche mit einer entsprechenden Erhöhung gelegt, die dann die den Bereich festlegende Erhöhung auf der Oberseite der Kochfeldplatte ausbildet.
Alternativ kann die Erhöhung jedoch auch von einem oder mehreren, auf der Kochfeldplatte befestigten Bauteilen gebildet sein, wodurch insbesondere Standardkochfeldplatten verwendet werden können und zudem eine Nachrüstung einfach ermöglicht wird. Ferner kann mit einem zusätzlichen Bauteil eine vorteilhafte Versteifung des Teilbereichs erreicht werden. Die Bauteile können kraftschlüssig, formschlüssig und/oder stoffschlüssig mit der Kochfeldplatte verbunden sein, wie beispielsweise durch eine Klebeverbindung, Schraubverbindung, Klemmverbindung usw. Um möglichst Wärmespannungen zwischen dem zusätzlichen Bauteil bzw. den zusätzlichen Bauteilen und der Kochfeld platte zu vermei- den, sollten die Bauteile und die Kochfeldplatte zumindest ähnliche Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzen. Besonders vorteilhaft sind die zusätzlichen Bauteile und die Kochfeldplatte aus dem gleichen Material hergestellt, wie beispielsweise aus Glaskeramik.
Der Teilbereich kann verschiedene Formen aufweisen, beispielsweise kann dieser ellip- senförmig, eckig usw. ausgeführt sein. Besonders vorteilhaft ist dieser jedoch rund ausgeführt, wodurch eine vorteilhafte Krafteinleitung erreicht und der Teilbereich optisch schön zwischen Kochstellen integriert werden kann.
Besitzt die Erhöhung eine Höhe zwischen 0,2 mm und 5 mm und besonders vorteilhaft eine Höhe von 1 mm, kann die Erhöhung zum einen besonders günstig an eine Kochfeldplatte aus Glaskeramik angeformt werden und zum anderen kann ein Kochgefäß auf den Teilbereich geschoben werden, ohne daß dieses wesentlich angehoben werden muß. Besitzt die Erhöhung einen Auslaufradius zwischen 20 mm und 100 mm und besonders vorteilhaft einen Auslaufradius von 60 mm, kann ein Verkanten des Kochgefäßes vermie- den werden, wenn dieses auf den Teilbereich gezogen wird, und es können Einflüsse auf Kochstellen in der Kochfeldplatte vermieden werden.
Ferner besitzt der Teilbereich vorteilhaft zwischen 78 cm2 und 255 cm2 und besonders vorteilhaft 165 cm2. Bei einem runden Teilbereich würde dies einem Durchmesser zwischen ca. 100 mm und 180 mm und vorteilhaft einem Durchmesser von ca. 145 mm entsprechen. Der Teilbereich kann dadurch platzsparend zwischen Kochstellen der Kochfeldplatte integriert, eine vorteilhafte große und dadurch gut erfaßbare Absenkung des Teilbereichs kann aufgrund hoher Flächenpressung bzw. konzentrierter Krafteinleitung erreicht und zudem können große Kochgefäße sicher auf dem Teilbereich abgestellt werden, ohne daß diese kippen. Neben Teilbereichen mit den angegebenen Höhen, Auslaufradien und Flächengrößen sind natürlich auch andere Teilbereiche mit davon abweichenden Abmessungen grundsätzlich denkbar.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Kochfelds von oben in vereinfachter Darstellung, Fig. 2 eine Schnittdarstellung entlang der Linie ll-ll in Fig. 1 ohne Kochgefäß und Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang der Linie ll-ll in Fig. 1 mit einem Kochge- faß auf einem durch eine Erhöhung festgelegten Teilbereich.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Kochfelds mit einer Kochfeldplatte 10 aus Glaskeramik von oben, deren Unterseite mehrere, nicht näher dargestellte Heizelemente zugeordnet sind, über die auf Kochstellen 20, 21, 22, 23 des Kochfelds abstell- bare Kochgefäße erwärmt werden können. Das Kochfeld besitzt ferner eine Wägeeinheit mit einer Detektionseinheit 13, über die eine Deformation der Kochfeldplatte 10 infolge einer Gewichtsbelastung ermittelbar ist.
Erfindungsgemäß besitzt die Kochfeldplatte 10 in ihrem Zentrum einen durch eine Erhöhung 16 festgelegten Teilbereich 15 (Fig. 1 und Fig. 2), wobei über die Detektionseinheit 13 eine Absenkung ausschließlich des gesamten Teilbereichs 15 infolge einer Gewichtsbelastung erfaßbar ist. Die Detektionseinheit 13 besitzt einen Wegsensor 24, der mit einem der Kochfeldplatte 10 zugewandten Ende an deren Unterseite im mittleren Bereich des Teilbereichs 15 abgestützt ist und mit einem der Kochfeldplatte 10 abgewandten Ende an einer Trägerplatte 25 abgestützt ist, die in einer nicht näher dargestellten Arbeitsplatte gelagert ist, in der ebenfalls die Kochfeldplatte 10 gelagert ist. Anstatt einem mechanischen Wegsensor mit Kontaktstellen sind ferner andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Sensoren verwendbar, wie beispielsweise berührungslose kapazitive Sen- soren usw.
Die Erhöhung 16 ist an die Kochfeldplatte 10 bei deren Herstellung angeformt, und zwar wird die Kochfeldplatte 10 mit ihrer Unterseite auf eine Fläche mit einer entsprechenden Erhöhung gelegt. Anschließend wird die Kochfeldplatte 10 mit der Fläche in einen Ofen verschoben und durch Erwärmung in einen fließfähigen Zustand versetzt, so daß sich die Kochfeldplatte 10 durch ihre eigene Gewichtskraft der Kontur der Fläche anpassen und sich die Erhöhung 16 auf der Oberseite der Kochfeldplatte 10 ausbilden kann. Der Teilbereich 15 ist rund mit einem Durchmesser 19 von 145 mm und einer Höhe 17 von 1 mm ausgeführt. An seinem Rand besitzt die Erhöhung 15 einen Auslaufradius 18 von 80 mm.
Wird ein Kochgefäß 11 auf den Teilbereich 15 gestellt, senkt sich aufgrund der Gewichtsbelastung der gesamte Teilbereich 15 ab, wobei die Absenkung des gesamten Teilbereichs 15 über die Detektionseinheit 13 erfaßt und aus einem ermittelten Wert auf die vorliegende Gewichtsbelastung geschlossen werden kann. Der geschwungene Randbereich des Teilbereichs 15 bildet eine Art Versteifung, so daß eine Durchbiegung des im Vergleich zur Gesamtfläche des Kochfelds kleinen Teilbereichs 15 zu vernachlässigen ist. Um die Meßgenauigkeit weiter zu steigern, kann auch eine Detektionseinheit 14 mit am Randbereich des Teilbereichs 15 angeordneten Wegsensoren 26, 27 verwendet werden, wie dies in Fig. 2 und 3 angedeutet ist. Ein Kochgefäß 12 mit einem größeren Durchmes- ser als das Kochgefäß 11 , jedoch demselben Gewicht, bewirkt eine gleiche Absenkung des Teilbereichs 15.
Das Kochfeld kann offensichtlich auch als Gaskochfeld oder Induktions-Kochfeld oder ein Kochfeld mit verschiedenen Beheizungssystemen ausgebildet sein.
Bezugszeichen
10 Kochfeldplatte
11 Kochgefäß
12 Kochgefäß
13 Detektionseinheit
14 Detektionseinheit
15 Teilbereich
16 Erhöhung
17 Höhe
18 Auslaufradius
19 Durchmesser
20 Kochstelle
21 Kochstelle
22 Kochstelle
23 Kochstelle
24 Wegsensor
25 Trägerplatte
26 Wegsensor
27 Wegsensor