LEUCHTE ZUR ABMUSTERUNG VON FLÄCHEN
Technisches Gebiet: Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Hülle mit größerer Länge für Lebensmittel, insbesondere für Würste, aus einer Mehrzahl von einzelnen Hüllenabschnitten aus Därmen, welche ollagene enthalten, wie Naturdärme oder kollagenhaltige Kunststoffdärme, unter Verwendung eines Domes, auf welchen ein erster Hüllenabschnitt aufgeschoben und ein nach- folgender zweiter Hüllenabschnitt ebenfalls aufgeschoben wird dergestalt, dass sich die einander zugewandten Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte auf dem Dorn überlappen und ein überlappender Bereich von Hüllenabschnitten entsteht, wobei auf den überlappenden Bereich der beiden Hüllenabschnitte vorübergehend gleichzeitig Hitze und Druck aufgebracht wird dergestalt, dass die Hüllenabschnitte im überlappenden Bereich zumindest teilweise miteinander verschweißt werden, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ebenso betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
Stand der Technik:
Insbesondere in Fleisch verarbeitenden Betrieben oder in der Fleischindustrie werden zum Herstellen von Würsten Hüllen bzw. Därme, zum Beispiel Naturoder Kunstdärme, benötigt, und zwar für eine rationelle Fertigung möglichst als endloses Material oder zumindest in größeren Längen. Speziell Natur-därme stehen in der Regel nur mit kürzeren Längen zur Verfügung, was eine rationelle Fertigung beeinträchtigt.
Aus der Patentschrift DE 679 748 ist ein Verfahren zur Herstellung langer Wursthüllen bekannt, welches darauf beruht, dass die Enden von Darmstücken ineinandergesteckt und dann miteinander vernäht oder verklebt werden, was einen erheblichen Aufwand an Arbeit und Zeit bedeutet.
Aus der Patentschrift DE 30 29 808 C2 ist ein Verfahren für das Bereitstellen von mehreren Naturdarmabschnitten, in welche Fleisch eingeschoben werden soll, auf
einer gemeinsamen Hülse bekannt. Hierbei werden die Darmab-schnitte so auf die Hülse aufgeschoben, dass jeweils zwei aufeinanderfolgende Darmabschnitte sich überlappen. Das Ende des ersten Darmabschnittes wird in den Anfang des zweiten, das Ende des zweiten in den Anfang des dritten eingeführt, usw., so dass eine Art fortlaufender Darm entsteht. Die einzelnen Darmabschnitte werden hierbei jedoch nicht miteinander verbunden.
Durch die DE 10017172.9 ist ein Verfahren zum Herstellen einer Hülle mit größerer Länge für Lebensmittel vorgeschlagen worden, insbesondere für Würste. Einer Mehrzahl von einzelnen Hüllenabschnitten aus Naturdärmen, welche Kollagene enthalten, werden auf einen Dorn aufgeschoben dergestalt, dass auf den Dorn ein erster Hüllenabschnitt aufgeschoben und ein nachfol-gender zweiter Hüllenabschnitt ebenfalls aufgeschoben wird, so dass sich die einander zugewandten Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte auf dem Dorn überlappen und ein überlappender Bereich von Hüllenabschnitten entsteht. Auf diesen überlappenden Bereich der beiden Hüllenabschnitte wird vorübergehend gleichzeitig Hitze und Druck aufgebracht dergestalt, dass die Hüllenabschnitte im überlappenden Bereich zumindest teilweise miteinander verschweißt werden. Es hat sich aber herausgestellt, dass diese Art des Verschweißens zu einem Hüllenabschnitt führt, welcher nach dem Ver-schweißen geschrumpft ist und deshalb einen sichtbar geringeren Durch-messer aufweist als die übrige Hülle. Beim Verfüllen mit Wurstmasse eines derartigen Darmes mit geschrumpften Hüllenabschnitten ergeben sich auffällige geschrumpfte Abschnitte, welche das Aussehen der Wurst zumin-dest beeinträchtigen.
Durch die DE 298 22 243.4 U ist ein Flachmaterialstreifen aus Kunststoff bekannt geworden, welcher in Quer- und Längsrichtung äußerst biegeweich ist und welcher als Tragorgan zum Beladen mit Darmabschnitten dient. Wird das Tragorgan zur bestimmungsgemäßen Anwendung als Träger von Naturdarm- abschnitten aus seiner Ebene heraus verformt, so wird es mit Hilfe eines Halterohres aus der Ebene heraus längs um die Längsachse zu einer Umhüllenden gebogen. Dazu wird das vordere Ende des Tragorgans mittels einer halbkugelförmig-hohl ausgebildete Klemmbüchse am Halterohr festgeklemmt. Über diese Klemmbüchse hinweg werden die Darmabschnitte auf das Halterohr
aufgeschoben, so dass die Klemmbüchse als Führung für das führende Ende eines jeden der Darmabschnitte dient. Mit fortschreitender Auffädelung der Naturdarmabschnitte auf das Halterohr wird das Tragorgan durch das Halterohr immer weiter zu einer Umhüllenden geformt, auf der die Darmabschnitte aufgefädelt sind.
Technische Aufgabe:
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, welches es erlaubt, auf rationelle Weise aus einer Mehrzahl oder Vielzahl von einzelnen Hüllenabschnitten, welche Abschnitte aus Naturdarm sein können, eine fortlaufende Folge von fest miteinander verbunden Abschnitten herzustellen, wobei auch nach dem Zusammenfügen mittels Hitze und unter Druck die miteinander verschweißten Hüllenabschnitte einen gleichbleibenden Durchmesser aufweisen sollen, welcher gleich dem Durchmesser der zusammengefügten Hüllenabschnitte als solche sein soll.
Offenbarung der Erfindung und deren Vorteile:
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen einer Hülle mit größerer Länge für Lebensmittel, insbesondere für Würste, aus einer Mehrzahl von einzelnen Hüllenabschnitten aus Därmen, welche Kollagene enthalten, wie Naturdärme oder kollagenhaltige Kunststoffdärme, unter Verwendung eines Domes, auf welchen ein erster Hüllenabschnitt aufgeschoben und ein nachfolgender zweiter Hüllenabschnitt ebenfalls aufgeschoben wird dergestalt, dass sich die einander zugewandten Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte auf dem Dorn überlappen und ein überlappender Bereich von Hüllenabschnitten entsteht, wobei auf den überlappenden Bereich der beiden Hüllenabschnitte vorübergehend gleichzeitig Hitze und Druck aufgebracht wird dergestalt, dass die Hüllenabschnitte im überlappenden Bereich zumindest teilweise miteinander verschweißt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der überlappende Bereich der beiden Hüllenabschnitte auf einem verformbaren Dehnungskörper positioniert wird, welcher den Dorn ringartig umgibt, aus einem elastisch verformbaren Material besteht, sich innerhalb der Hüllenabschnitte befindet und hinsichtlich seines Außendurchmessers von einem Ausgangsdurchmesser bis zu einem Enddurchmesser vergrößerbar ist, wobei der Dehnungskörper vor oder beim Ver-
schweißungsvorgang des überlappenden Bereichs von seinem
Ausgangsdurchmesser bis zu seinem Enddurchmesser vergrößert und damit der überlappende Bereich ebenfalls in seinem Durchmesser vergrößert wird, und nach dem Verschweißungsvorgang der Dehnungskörper zu seinem Ausgangsdurch- messer zurückgefahren wird.
In einer Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt die Veränderung des Durchmessers des Dehnungskörpers pneumatisch oder hydraulisch durch Einführen bzw. Ablassen von Druckluft oder Wasser in das Innere bzw. aus dem Inneren des Dehnungskörpers. Die Zuführung von Wasser oder Druckluft kann dabei vorteilhaft durch das Innere des Dorns erfolgen. Allerdings ist auch eine mechanische Dehnung des Dehnungskörpers mittels eines mechanischen Dehnungsmechanismusses möglich.
In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird die Innenfläche der Ringbacke während des Verschweißungsvorganges auf eine Temperatur zwischen 100°C und 200 °C aufgeheizt. Auf den Dehnungskörper wird während des Verschweißungsvorganges bevorzugt ein Luftdruck zwischen 2 und 6 bar aufgegeben. Die Verschweißungsdauer beträgt bevorzugt zwischen 3 und 20 Sekunden .
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens sind der Ausgangsdurchmesser, der Enddurchmesser, die Verschweißungsdauer, die Temperatur der Innenfläche während des Verschweißungsvorganges und der auf den Dehnungskörper aufgegebene Luftdruck so gewählt, daß nach dem Verschweißungsvorgang der Durchmesser des überlappenden Bereichs im unbelasteten Zustand um weniger als 5% von dem Durchmesser der Hüllenabschnitte im unbelasteten Zustand abweicht.
In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Verfahrens wird durch den Dorn neben der Druckluft getrennt hiervon Wasser bis zum Ende des Dorns, auf welches die Hüllenabschnitte aufgeschoben werden, zugeführt, welches in das Innere des gerade aufzuschiebenden Hüllenabschnitts eintritt. Durch die ständige
Benetzung des Domes mit Wasser ist ein leichtes, gleitendes Auffädeln der Darmabschnitte auf den Dorn gewährleistet.
Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt den Vorteil, dass es erlaubt, auf rationelle Weise aus einer Mehrzahl oder Vielzahl von einzelnen Hüllenabschnitten, welche Abschnitte aus Naturdarm oder auch aus Kunstdarm sein können, eine fortlaufende Folge von fest miteinander verbunden Abschnitten mittels Hitze und unter Druck herzustellen, wobei die doppellagigen Abschnitte der Überlappungen den gleichen oder nahezu den gleichen Durchmesser aufweisen wie die Hüllenabschnitte als solche. Dadurch treten beim Befüllen der Hülle mittels einer Lebensmittelmasse, wie Wurstfülle, keine im Durchmesser unterschiedlichen Abschnitte auf; die Hülle ist in ihrer gesamten Länge brauchbar.
Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Vorrichtung zum Herstellen einer Hülle mit größerer Länge für Lebensmittel, insbesondere für Würste, aus einer Mehrzahl von einzelnen Hüllenabschnitten aus Därmen, welche Kollagene enthalten, wie Naturdär e oder kollagenhaltige Kunststoffdärme, umfassend einen Dorn zum Aufschieben eines ersten Hüllenabschnitts und eines nachfolgenden zweiten Hüllenabschnitts dergestalt, dass sich die einander zugewandten Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte auf dem Dorn überlappen und einen überlappenden Bereich von Hüllenabschnitten bilden, wobei auf den überlappenden Bereich der beiden Hüllenabschnitte vorübergehend gleichzeitig Hitze und Druck aufgebbar sind dergestalt, dass die Hüllenabschnitte im überlappenden Bereich zumindest teilweise miteinander verschweißen, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn ringartig von einem verformbaren Dehnungskörper umgeben ist, welcher aus einem elastisch verformbaren Material besteht, sich innerhalb der Hüllenabschnitte befindet und hinsichtlich seines Außendurchmessers von einem Ausgangsdurchmesser bis zu einem Enddurchmesser vergrößerbar ist.
Der Dehnungskörper besteht bevorzugt aus einem elastisch dehnbaren Material, welches bei Vergrößerung des Dehnungskörpers mechanische Zugspannung aufnimmt. Der Dehnungskörper kann jedoch z.B. auch ein dehnbarer Gliederkörper sein, wobei die einzelnen Glieder selbst nicht dehnbar sind.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Durchmesser des Dehnungskörpers pneumatisch oder hydraulisch durch Einführen bzw. Ablassen von Druckluft oder Wasser in das Innere bzw. aus dem Inneren des Dehnungskörpers veränderbar.
Der Dehnungskörper kann ein geschlossener Schlauchring sein und die Änderung - des Außendurchmessers durch Einführen bzw. Ablassen von Wasser oder Druckluft in den bzw. aus dem Schlauchring erfolgen.
Der Dehnungskörper kann ferner ein den Dorn gürtelartig umlaufender Ring mit einer dem Dorn zugewandten Innen- und einer vom Dorn abgewandten Außenfläche und druckdicht an dem Dorn angeordneten Rändern sein, wobei die Änderung des Außendurchmessers durch Einführen bzw. Ablassen von Wasser oder Druckluft in den bzw. aus dem Bereich zwischen dem Dorn und der Innenfläche des Dehnungskörpers erfolgt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Dorn ein Rohrstück und eine Dichthülse sowie eine zwischen Rohrstück und Dichthülse angeordnete Hülse aufweist, welche jeweils Teil des Domes und nebeneinander so angeordnet sind, daß ihre Achsen mit der Achse des Dorns zusammenfallen, wobei der Dehnungskörper zwischen Hülse und Rohrstück einerseits und zwischen Hülse und Dichthülse andererseits jeweils entlang seiner Ränder umläufig druckdicht geklemmt ist.
Die Hülse kann z.B. aus hitzebeständigem Kunststoff bestehen. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht die Hülse aus wärmedämmendem Material.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Dorn ein Außenrohr auf, in welchem ein Innenrohr gehaltert ist, wobei der Zwischenraum zwischen Außen- und Innenrohr als Zuleitung für Druckluft zur Veränderung des Durchmessers des Dehnungskörpers und das Innenrohr zur getrennten Einleitung von Wasser in das Innere des aufzuschiebenden Hüllenabschnitts dient.
Die Hülse kann einen in ihre Mantelfläche mündenden Luftquerkanal und einen mit diesem kommunizierenden, in axialer Richtung verlaufenden Luftkanal und das Rohrstück einen Luftkanal aufweisen, welcher über die gesamte Länge des Rohrstücks in axialer Richtung des Rohrstücks verläuft und mit dem Luftkanal kommuniziert, so daß Druckluft aus dem Zwischenraum zwischen dem Außenrohr und dem Innenrohr über die Luftkanäle und den Luftquerkanal in den Bereich zwischen dem Dorn und der Innenfläche des Dehnungskörpers einleitbar ist.
Das dem aufzuschiebenden Hüllenabschnitt zugewandte Ende des Dorns kann vorteilhaft durch eine im wesentlichen kegelförmige Hohlspitze gebildet sein, deren Grundfläche von dem gerade aufzuschiebenden Hüllenabschnitt abgewandt ist und deren Achse mit der Achse des Dornen zusammenfällt, wobei die Hohlspitze eine in deren Spitze mündende axiale Bohrung aufweist, welche mit dem Innenrohr kommuniziert.
Vorteilhaft kann der überlappende Bereich während des Verschweißungs- vorgangs von einer ihn ringartig umspannenden beheizbaren Ringbacke umgeben sein, welche eine dem überlappenden Bereich zugewandte, im wesentlichen einen Hohlzylinder aufspannende, als Andruck- und Heizfläche zum Aufbringen von Hitze und Druck auf den überlappenden Bereich dienende Innenfläche aufweist, wobei der Durchmesser des Hohlzylinders mit dem Enddurchmesser identisch ist. Die Ringbacke kann gliedweise aus mindestens zwei separaten beheizbaren Klemmbacken bündig zusammengesetzt sein, welche nach dem Verschweißungsvorgang in jeweils verschiedene Richtungen auseinanderfahrbar oder auseinanderschwenkbar sind. Das Einführen der Druckluft, das Verfahren der Klemmbacken und das Ablassen der Druckluft können mittels eines Steueraggregates zeitlich koordiniert steuerbar sein.
Die Ringbacke kann vorteilhaft Druckausgleichskanäle aufweist, welche an jeweils beiden Enden offen sind und jeweils mit einem Ende in die Innenfläche der Ringbacke münden.
Die Innenfläche der Ringbacke kann des Weiteren Druckausgleichsrinnen aufweisen, welche parallel zur Innenfläche verlaufen und mit mindestens jeweils einem Ende in einen Rand der Innenfläche münden.
Die Druckausgleichskanäle bzw. Druckausgleichsrinnen erleichtern ein Anschmiegen des überlappenden Bereichs an die Innenfläche der Ringbacke und nach dem Verschweißungsvorgang ein Abheben des überlappenden Bereichs von derselben.
Gemäß einer Variante des Verfahrens weisen die dem überlappenden Bereich zugewandten Flächen der Klemmbacken jeweils eine Mehrzahl von Einmündungen von Absaugkanälen auf, welche Absaugkanäle innerhalb der Klemmbacken verlaufen und mit einer Unterdruck- oder Vakuumpunpe verbunden sind, mittels welcher über die Absaugkanäle und über die Einmündungen Dampf aus dem Hohlzy linder abgesaugt wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsaform der Erfindung ist die Ringbacke von einer Mehrzahl von Absaugkanälen durchzogen, welche jeweils in die Innenfläche der Ringbacke münden und in welchen ein von mindestens einer Unterdruck- oder Vakuumpumpe erzeugter Unterdruck vorliegt. Die Absaugkanäle können jeweils mit ihrem von der Innenfläche der Ringbacke abgewandten Ende in eine gemeinsame Absaug-Sammelleitung münden, welche an ihrem einen Ende geschlossen ist und deren anders Ende mit der Unterdruckoder Vakuumpumpe verbunden ist. Insbesondere kann vorteilhaft jeder Absaug- kanal aus einem Hauptkanal und einer Mehrzahl von Seitenkanälen bestehen, welche Seitenkanäle von dem Hauptkanal abzweigen und in die Innenfläche der Ringbacke münden. Die Unterdruck- oder Vakuumpumpe kann eine Wasserstrahlpumpe oder eine mit Druckluft oder Wasser betriebene Venturidüse sein.
Kurzbeschreibung der Zeichnung, in der zeigen:
Figur 1 eine schematische vereinfachte Ansicht einer Vorrichtung zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Figur 2 ein Beispiel einer technischen Ausführung eines Dehnungskörpers in einem Längsschnitt im Zustand seines Ausgangsdurchmessers dl in Ruhestellung,
Figur 3 den Dehnungskörper der Figur 2 im Zustand seines Enddurch- messers d2 in Arbeitsstellung während des Verschweißungs- vorgangs des überlappenden Bereichs der Hüllenabschnitten,
Figur 4 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer
Klemmbacke, welche Teil einer Ringbacke ist und zum Aufbringen von Druck und Hitze auf den überlappenden Bereich von Fig. 3 dient, und
Figur 5 eine schematischer Darstellung einer Venturidüse, welche zum
Absaugen von Dampf aus dem Innenraum der Ringbacke dient.
Die Figuren zeigen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, wobei in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszahlen gekennzeichnet sind.
Gemäß den Figuren wird das Verfahren durch eine Vorrichtung ausgeführt, welche prinzipiell aus einem länglichen, zylinderförmigen Dorn 37 besteht, welcher im Bereich des einen, hinteren Endes an einem Träger 1 angeordnet und waagrecht ausgerichtet ist; der übrige Teil des Dornes 37 ist freitragend. Der Dorn 37 besteht aus einem zylindrischen Außenrohr 2, vorzugsweise aus Edelstahl, welches in seiner Mantelfläche einen Lufteinlaß 3 aufweist. Durch diesen Lufteinlaß 3 kann Druckluft in das Innere des Außenrohres 2 aus einer nicht gezeigten Druckluftquelle durch eine Druckluftleitung 21 eingeleitet werden, welche ein elektrisch ansteuerbares, nicht gezeigtes Druckluftventil aufweist. In das hintere, in der Zeichnung der Figur 1 linke Ende des Außenrohres 2 ist eine Dichtungsmanschette 5 eingesetzt, welche eine zentrale Durchlaßbohrung aufweist, durch die in das Innere des Außenrohres 2 ein Innenrohr 4 ragt und sich längs der Längsachse 41 des Außenrohres 2 erstreckt. Das hintere Ende der Dichtungsmanschette 5 ist gegenüber dem Außenrohr 2 nochmals mit einem Dichtring 6 abgedichtet, so dass der Innenraum des Außenrohres 2 gegenüber der Dichtungsmanschette 5 wie auch gegenüber dem Durchgang des Innenrohres 4 durch die Dichtungsmanschette 5 druckdicht verschlossen ist. An das Ende des Innenrohres 4 in der Dichtungsmanschette 5 ist eine Wasserzuführungsleitung
angeschlossen, welche durch eine Leitung 22 symbolisiert ist, in der ebenfalls ein elektrisch ansteuerbares Schließventil angeordnet sein kann.
Auf das andere Ende des Außenrohres 2 ist ein ebenfalls zylindrisches Rohrstück 7 druckdicht aufgesetzt, beispielsweise verklebt oder verschraubt und verklebt, welches parallel der Längsachse 41 verlaufende, in der gesamten Länge des Rohrstücks 7 durchgehende Luftkanäle 8 aufweist. Auch das Rohrstück 7 weist eine zentrische Durchgangsöffnung auf, durch welche das Innenrohr 4 hindurchgeführt ist bzw. das Rohrstück 7 sitzt auf dem Innenrohr 4. An dieses Rohrstück 7 schließt sich eine Hülse 9 an, welche einen geringeren Aussendurchmesser als das anstoßende Ende des Rohrstücks 7 aufweist; das Innenrohr 4 ist ebenfalls durch diese Hülse 9 geführt bzw. die Hülse 9 sitzt auf dem Innenrohr 4. Die Hülse 9 weist ebenfalls Luftkanäle 10 auf, welche mit den Luftkanälen 8 des Rohrstücks 7 korrespondieren. Am Umfang weist die Hülse eine Mehrzahl von radial gerichteten Luftquerkanälen 12 auf, welche mit den Luftkanäle 10 in Verbindung stehen, so daß Luft an die Manteloberfläche der Hülse 9 gelangen kann. Die Hülse 9 besteht vorzugsweise aus einem hitzebeständigen Kunststoff, wie Teflon, und weist vorzugsweise eine relativ geringe Wärmeleitfähigkeit auf.
Auf der Hülse 9 sitzt ein hülsenförmiger Dehnungskörper 11, dessen Wandung aus einem elastisch verformbaren Kunststoffmaterial mit hoher Hitzebeständigkeit besteht. Der Dehnungskörper 11 deckt die längs einer Umfangslinie verteilten Austrittsöffnungen der Luftquerkanäle 12 hermetisch dicht ab. An die Hülse 9 schließt sich eine Dichthülse 17 an, welche zum Beispiel mittels eines Innengewindes auf ein Aussengewinde des Innenrohres 4 geschraubt ist. Mittels dieser Dichthülse 17 kann die Hülse 9 und auch der Dehnungskörper 11 fest auf das Rohrstück 7 geklemmt werden, wodurch eine gute Luftdichtigkeit der Dichthülse 17 gegenüber dem Dehnungskörper 11 erreicht wird. Das Innenrohr 4 durchragt auch die Dichthülse 17, an die sich eine Hohlspitze 18 anschließt, welche beispielsweise auf das Ende des Innenrohres 4 aufgeschraubt ist. Die Hohlspitze 18 besitzt eine Bohrung, welche am Ende Hohlspitze 18 mündet. Dadurch kann durch das Innenrohr 4 Wasser geleitet werden, was aus der Figur 1 ersichtlich ist.
Im Bereich der Hülse 9 und des darauf sitzenden Dehnungskörpers 11 befinden sich zwei elektrisch heizbare Klemmbacken 15, 15' je an einem Schwenkarm 16, 16' angeordnet, welche beweglich mittels eines nicht gezeigten Elektromotors an einem Flansch 14 eines Ständerteils 13 befestigt sind. Die Klemmbacken 15, 15' sind dergestalt gegenüber der Hülse 9 angeordnet, dass sie zur Einnahme ihrer Arbeitsstellung auf die Hülse 9 zu geschwenkt werden können, Figur 3, was durch die gekrümmtem Schwenkpfeile 33, 33' in Figur 1 angedeutet ist. Die Klemmbacken besitzen je eine halbzylinderförmige, zum Dehnungsköper 11 hin geöffnete Aussparung, welche in ihrem Durchmesser größer ist als der Durchmesser dl, Figur 2, des Dehnungskörpers 11 in seiner Ruhestellung. In dieser Ausrichtung können die Klemmbacken 15, 15', nachdem sie aufeinander zu bewegt worden sind, den Dehnungskörper 11 praktisch vollständig umfassen. In ihrer Ruhestellung stehen die Klemmbacken 15, 15' von der Hülse 9 ab, wie es in der Figur 1 gezeigt ist.
Es ist ein Steuerungsaggregat 20 vorgesehen, welches den Arbeitsablauf der Vorrichtung steuert. Dazu kann das Steuerungsaggregat 20 über eine Luftventil- Steuerleitung 21 ein nicht gezeigtes Ventil innerhalb der Luftventil-Steuerleitung 21 öffnen und schließen. Ebenso kann das Steuerungsaggregat 20 über eine Wasserventil-Steurleitung ein nicht gezeigte Wasserventil öffnen und schließen. Gleichermaßen führt vom Steuerungsaggregat 20 eine elektrische Klemmbacken- Steuerleitung 23 zum Elektromotor zum Öffnen und Schließen der Klemmbacken 15, 15'.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist nachfolgend beschrieben, wobei auch auf die Figur 3 Bezug genommen wird.
Die Figur 3 zeigt zwei sich überlappende miteinander zu verbindende kollagenhaltige Hüllenabschnitte 39 und 38 in einem Längsschnitt, wobei der linke, zuerst aufgeschobene Hüllenabschnitt 39 auf dem Dorn 37 dergestalt angeordnet ist, daß sein rechtsseitiges Ende auf dem Dehnungskörper 11 liegt und diesen umfasst. Auf den Dorn 37 bzw. auf den Dehnungskörper 11 ist ein Endbereich eines weiteren zweiten Hüllenabschnitts 38 derart aufgeschoben, dass sich die Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte 38, 39 überlappen und zwar
genau über dem Dehnungskörper 11. Damit ist über dem Dehnungskörper 11 und diesen umfassend ein Uberlappungsbereich 40 ausgebildet, was in Figur 3 gezeigt ist. Durch das Innenrohr wird während des Aufschiebens der Hüllenabschnitte 38, 39 Wasser durchgeleitet, damit die Hüllenabschnitte leicht auf den Dorn 37 aufgeschoben werden können.
Wenn die beiden Enden der beiden Hüllenabschnitte 38, 39 nunmehr, wie in Figur 3 gezeigt, positioniert sind, werden die Klemmbacken 15, 15' beheizt und aufeinander zu bewegt, bis sie sich gegenseitig berühren oder fast berühren und zwischen sich den Dehnungskörper 11 mitsamt dem überlappenden Bereich 40 einschließen. Nunmehr wird über den Lufteinlaß 3 Druckluft in das Außenrohr 2 eingeleitet, wodurch sich der elastische Dehnungskörper 11 längs seines Umfanges ausdehnt, bis er seinen vergrößerten Enddurchmesser d2 einnimmt, welcher durch den inneren Abstand der Klemmbacken 15, 15' vom Ausgangsdurchmesser dl des Dehnungskörpers 11 in dessen Ruhestellung bestimmt wird; das kann der Figur 3 ebenfalls entnommen werden. Der Enddurchmesser d2 des Dehnungskörpers 11 während des Verschweißens ist somit größer als der Ausgangsdurchmesser dl des Dehnungskörpers 11 in dessen Ruhestellung. Beim Aufschwellen des Dehnungskörpers 11 wird natürlich der Überlappungsbereich 40 der Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte 38, 39 mitgedehnt, so dass die Verschweißung des Überlappungsbereichs 40 in einem gedehntem Zustand erfolgt.
Das Verbinden der beiden Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte 38, 39 miteinander erfolgt dadurch, daß der Überlappungsbereich 40 erhitzt und einem Druck ausgesetzt wird, wobei der Gegendruck durch den Luftdruck innerhalb des Dehnungskörpers 11 erzeugt wird. Der auf den Dehnungskörper 11 aufgegebene Luftdruck beträgt dabei zwischen 2 bis 6 bar, vorzugsweise 4 bar. Die Verbindung der Endbereiche der beiden Hüllenabschnitte 38, 39 erfolgt durch Denaturierung des Kollagen-Materials entweder des Naturdarms oder des Kunststoffdarms.
Die Temperatur der Klemmbacken 15, 15' und/oder die Zeitdauer, über die die Backen in der Arbeitsstellung verweilen, sind so gewählt, dass im Überlappungsbereich 40 ein Verbinden bzw. Verschweißen der Endbereiche der
beiden Hüllenabschnitte 38, 39 erfolgt, und zwar ohne Beschädigung oder ohne ein Verbrennen des kollagenhaltigen Materials. Im Detail können Zeit und Temperatur über das Steuerungsaggregat 20 so gewählt werden, dass auch unter Berücksichtigung der vorhandenen Feuchtigkeit die Querbindungen zwischen den Kollagenfilamenten kurzfristig aufgehoben und dann bei Abkühlen erneut gebildet werden, und zwar dann eben auch zwischen den Endbereichen des überlappenden Bereichs 40. Die Temperatur der Backen 15, 15' und die Behandlungszeit sind mittels Temperaturfühler so eingestellt, dass die Temperatur im Material des überlappenden Bereichs 40 etwa im Bereich bis 200 Grad C, bevorzugt 100 bis 150 Grad C liegt. Die Verschweißungszeit des überlappenden Bereichs 40 beträgt zwischen 3 bis 20 Sekunden und ist von der Temperatur abhängig. Wie schon ausgeführt, besteht die Hülse 9 bevorzugt aus einem wärmeisolierenden Material, so dass nur die Klemmbacken 15, 15' aufgeheizt werden. Ebenso besteht der Dehnungskörper 11 aus einem hochhitzebeständigen lebensmittelgerechten Kunststoffmaterial.
Sobald die Klemmbacken 15, 15' in ihre Ruhestellung zurückgefahren werden und die Druckluft aus dem Dehnungskörper 11 abgelassen wird, geht dieser wieder in seine alte Ruhestellung mit dem Ausgangsdurchmesser dl zurück, wobei auch der Überlappungsbereich 40 in seinem Durchmesser kleiner wird; der Uberlappungsbereich nach dem Verschweißen schrumpft hinsichtlich seines Durchmessers. Die vorherige Dehnung des Dehnungskörpers über den gewählten Arbeitsdruck, die Zeitdauer des Verschweißens und die Schweißtemperatur der Klemmbacken 15, 15' werden so gewählt, dass der Durchmesser des verschweißten Überlappungsbereichs 40 dem Durchmesser der Hüllenabschnitte 38, 39 als solche entspricht, so dass keine Durchmesserdifferenzen in der fortlaufenden Hülle auftreten, welche während ihrer Herstellung fortlaufend auf den Dorn 37 aufgeschoben wird.
In Figur 2 ist eine technische Ausführung eines Dehnungskörpers 11 auf einer Luftverteilerhülse 29 in einem Längsschnitt im Zustand seines Ausgangsdurchmessers dl in Ruhestellung dargestellt. Die Luftverteilerhülse 29 weist eine Luftführung 31 längs der Längsachse 41 auf, in welche auf dem Umfang verteilt radial gerichtete Luftquerkanäle 32, 32' münden. Die Luftverteilerhülse 29 besitzt
beidendig kegelförmig geformte Enden, welche in koinzidierend geformten Aussparungen 26, 28 von Klemmkörpern 25, 27 sitzen, wobei der in Figur 2 linke Klemmkörper 25 längs der Längsachse 41 verlaufende Luftkanäle 30, 31 aufweist. Da die Luftverteilerhülse 29 vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial besteht, welches neben der Wärmeisolierung auch eine gewisse Elastizität aufweist, kann beim Aufschrauben der Hohlspitze 18 auf das Innenrohr 4 eine sehr gute Luftdichtigkeit der Luftverteilerhülse 29 erzielt werden.
Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Klemm- backe 15 von Fig. 1. Die Klemmbacke 15 besitzt eine halbzylinderförmige, zum Dehnungskörper hin geöffnete Aussparung 53, welche von einer halbzylindrischen Innenwand 15a begrenzt wird. Ferner ist die Klemmbacke 15 beheizbar, was in Fig. 4 nicht gezeigt ist. Ein Paar von Klemmbacken 15,15' von Fig. 1 dient, wie bereits oben erläutert, zum Aufbringen von Druck und Hitze auf den über- läppenden Bereich 40 von Fig. 3, wobei die Innenwände als Andruck- und Heizfläche fungieren, und bildet in der Arbeitsstellung gemeinsam eine Ringbacke, welche den überlappenden Bereich 40 während des Verschweißungs- vorgangs ringartig umspannt. Die beiden Klemmbacken 15,15' sind vorzugsweise identisch zueinander ausgeführt, wobei in Fig. 4 nur die Klemmbacke 15 dargestellt ist..
Die Klemmbacke 15 ist im wesentlichen mittig von einer Absaug-Sammelleitung 55 durchzogen, welche im wesentlichen quer zur Längsachse der halbzylindrischen Aussparung 53 verläuft. Von der Absaug-Sammelleitung 55 gehen in Richtung der einen Stirnfläche 50a (in Fig. 4 vorne gelegen) der Klemmbacke 15 eine erste Gruppe von Hauptkanälen 51a aus und in der Richtung der anderen, gegenüberliegenden Stirnfläche 50b (in Fig. 4 hinten gelegen und verdeckt) eine zweite Gruppe von Hauptkanälen 51b aus. Alle Hauptkanäle 51a, 51b münden in die Absaug-Sammelleitung 55 ein.
Die Absaug-Sammelleitung 55 ist an ihrem einen Ende geschlossen; mit ihrem anderen Ende mündet sie in eine der Seitenflächen 54 der Klemmbacke 15 ein und geht dort druckdicht in eine Absaugleitung 57 über, welche z.B. als Schlauch
ausgebildet sein kann und an den Saugeingang einer Unterdruck- oder Vakuumpumpe (Fig. 5) führt.
Die Hauptkanäle 51a,b verlaufen im Inneren der Klemmbacke 15 im wesentlichen parallel zueinander und parallel zur Längsachse der halbzylindrischen Aussparung 53 über annähernd die halbe Längsausdehnung der Klemmbacke 15 von der Absaug-Sammelleitung 55 bis in den Bereich einer der Stirnflächen 50a,b (Fig. 3, Fig. 4), ohne jedoch dort einzumünden; vielmehr sind die Hauptkanäle 51a,b im Bereich der Stirnflächen 50a,b geschlossen. Bevorzugt sind die Hauptkanäle 51 äquidistant um die Aussparung 53 angeordnet, wobei die Achsen der Hauptkanäle 51 alle in gleicher Entfernung zur Innenwand 15a verlaufen.
Von jedem Hauptkanal 51a,51b zweigen mehrere Seitenkanäle 52 ab und münden als Einmündungen 56 in die Innenfläche 15a der Klemmbacke 15. Die Einmündungen 56 sind vorzugsweise gleichförmig über die Innenfläche 15a verteilt; in Fig. 4 sind aus Gründen der Verständlichkeit nur wenige der Seitenkanäle und ihrer Einmündungen dargestellt. In der Praxis kann deren Anzahl jeweils bei mehreren Dutzend oder höher liegen.
Jeder Hauptkanal 51a,b bildet mit den von ihm abzweigenden Seitenkanälen 52 einen so genannten Absaugkanal. Jeder dieser Absaugkanäle besteht also aus einem Hauptkanal 51a,b und einer Mehrzahl von Seitenkanälen 52 und besitzt daher eine Mehrzahl von Eingängen, nämlich die Einmündungen 56 der Seitenkanäle in die Innenfläche 15a, und nur einen Ausgang, nämlich die Mündung des Hauptkanals in die Absaug-Sammelleitung 55. Letztere wiederum führt an den Saugeingang der Unterdruck- oder Vakuumpumpe.
Auf diese Weise kann erfindungsgemäß Dampf, welcher beim Aufbringen von Druck und Hitze auf den überlappenden Bereich 40 von Fig. 3 entsteht, fächendeckend über die Einmündungen 56, die Seitenkanäle 52, die Hauptkanäle 51, die Absaug-Sammelleitung 55, den Schlauch 57 und die Unterdruck- oder Vakuumpumpe aus dem zwischen den Klemmbacken 15,15' befindlichen Hohlzylinder, d.h. dem Innenraum der Ringbacke, abgesaugt werden, so daß
vorteilhafterweise der störende Einfluß von Dampf auf den Verschweißungsvorgang beseitigt wird.
Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung eine Venturidüse 60, welche als Unterdruckpumpe zum Absaugen von Dampf aus dem Innenraum der Ringbacke dient.. Die Venturidüse 60 von Fig. 5 besitzt einen Antriebseingang 61, welcher vorzugsweise mit Preßluft gespeist wird, einen Saugeingang 63 sowie einen Ausgang 62. Der Saugeingang 63 ist über den Schlauch 57 mit der Absaug- Sammelleitung 55 verbunden. Durch Einspeisen von Preßluft in den Antriebseingang 61 wird die Saugwirkung der Venturidüse 60 angetrieben: es entsteht im Saugeingang 63 ein Unterdruck zum Absaugen des Dampfes in der oben dargelegten Weise. Vorzugsweise wird am Saugeingang 63 ein Unterdruck von annähernd 1 bar erzeugt. Anstelle der Venturidüse 60 kann eine Wasserstrahlpumpe verwendet werden.
Gewerbliche Anwendbarkeit:
Die Erfindung ist gewerblich anwendbar zur Herstellung einer fortlaufenden
Naturdarmhülle für die Produktion von Lebensmitteln, insbesondere von
Würsten.
Leifigur ist Fig. 3.
Liste der Bezugszeichen:
1 Träger
2 Außenrohr
3 Lufteinlaß
4 Innenrohr
5 Dichtungsmanschette
6 Dichtring
7 Rohrstück
8, 10 Luftkanäle
9 Hülse
11 Dehnungskörper
12 Luftquerkanal
13 Ständerteil
14 Flansch
15, 15' Klemmbacken
16, 16' Schwenkarme
17 Dichthülse
18 Hohlspitze
19 Bohrung
20 Steuerungsaggregat
21 Luftventil-Steuerleitung
22 Wasserventil-Steuerleitung
23 Klemmbacken-Steuerleitung
24 Streifenklemmung
25, 27 Klemmkörper
26, 28 kegelförmige umlaufende Oberflächen
29 Luftverteilerhülse
30, 30' Luftkanäle
31 Luftführung
32, 32' Luftquerkanäle
33, 33' Schwenkpfeile
34 Druckausgleichsrillen
35, 36, 38 Gewinde
37 Dom
38, 39 Hüllenabschnitte
40 überlappender Bereich
41 Längsachse 50a,b Vorder-, Rückseite von 17
51a,b Hauptkanäle
52 Seitenkanäle von 51
53 Aussparung in 17
54 Seitenflächen von 17 55 Sammel- Absaugkanal
56 Einmündungen von 52
57 Schlauch
60 Unterdruck- oder Vakuumpumpe
61 Antriebseingang von 60 62 Ausgang von 62
63 Saugeingsng von 60 dl Ausgangsdurchmesser des Dehnungskörpers d2 Enddurchmesser des Dehnungskörpers