Stopfvorrichtung zur Selbstfertigung von Cigaretten
Die Erfindung betrifft eine Stopfvorrichtung zur Selbstfertigung von Cigaretten durch Überfuhren einer strangfδrmigen Tabakeinlage aus einer rohrformigen Feirischnitt-Teilmengenverpackung aus nicht abrauchbarem Werkstoff in eine Cigarettenpapierhülse, bestehend aus einer rohrformigen Hülse mit einem Kopplungsende zum Aufschieben des freien Endbereiches der rohrformigen Fei chnitt-Teilmengenverpackung und einem zu dieser rohrformigen Hülse axial verschiebbaren Ausstoßkolben.
Aus der DE 83 09 186 U ist es bekannt, strangförmige Tabakeinlagen aus einer rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung aus nicht abrauchbarem Werkstoff, wie Aluminium- oder Polyesterfolie, in eine Cigarettenpapierhülse mit einem f eihändig handhabbaren stäbchenföπnigen Einfuhrkolben zu übertragen. Hierbei wird im allgemeinen so vorgegangen, daß das eine Ende der rohrformigen Teilmengenverpackung in die leere Cigarettenpapierhülse geschoben wird, während an dem anderen Ende der rohrformigen Teilmengenverpackung der Einfuhrkolben angesetzt wird, um den Tabakstrang in die Cigarettenpapierhülse zu schieben
Zur besseren Überführung der strangfδrmigen Tabakeinlagen wurde gemäß EU 0 140 129 eine Stopfvorrichtung vorgeschlagen, die aus einer rohrformigen Hülse mit einem Kopplungsende zum Ansetzen oder Aufschieben des f eien Endbereiches der rohrformigen Feinschnitt- Teilmengenverpackung und einem zu dieser rohrformigen Hülse axial verschiebbaren Ausstoßkolben besteht. Die hierbei vorgesehene
rohrformigen Hülse ist als Gleithülse ausgestaltet und hat ein konisch geformtes Kopplungsende zur Aufnahme des freistehenden Endes der rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung.
Diese Stopfvorrichtung hat jedoch den Nachteil, daß einmal das freistehende . Ende dieser rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung nicht paß-genau, und manchmal auch mit beschädigtem Cigarettenpapierhülsenrand, auf die Austrittsöfmung der rohrformigen Hülse aufgesetzt wird, und zum anderen, daß dieser Vorgang z.B. auf Baustellen mit manchmal verschmutzten Fingern der Bedienungsperson durchgeführt wird, was für den eigentlichen Raucher unangenehm ist. Letztlich wird der Benutzer der Vorrichtung verleitet, die meist in der linken Hand gehaltene Gleithülse mit bereits aufgesetzter
Teilmengenverpackung und nicht den meist in der rechten Hand gehaltenen Ausstoßkolben in axialer Richtung zu verschieben, was den Sitz der bereits aufgesteckten Teilmengenverpackung beeinträchtigen und ein gleichmäßiges Stopfen erschweren kann.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Stopfvorrichtung gemäß Oberbegriff Hauptanspruch vorzuschlagen, mit der das Überfuhren einer strangfbrmigen Tabakeinlage aus einer rohrfbrmigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung in eine Cigarettenpapierhülse einfacher, gleichmäßiger und hygienisch einwandfrei durchgeführt werden kann.
Wenngleich im Prinzip die eingangs beschriebenen rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackungen zum Einsatz kommen, können auch Teilmengenverpackungen eingesetzt werden, bei denen die Tabakportion etwas loser als in einer üblichen Cigarette gestopft ist, oder bei denen
zumindest in dem mit dem Ausstoßkolben in Eingriff gelangenden Endbereich der Teilmengenverpackung - das im folgenden auch als der „freie Endbereich'* bezeichnet wird - der Tabak lockerer gestopft ist. Dieses erleichtert die Überfuhrung der Tabakportion in die Cigarettenpapierhülse, und im letzteren Fall auch das Ansetzen des Einfuhrkolbens bei Beginn des Stopfvorganges. Es ist auch möglich, den freien Endbereich der rohrformigen Teilmengenverpackung in einer Tiefe von einigen Millimetern tabakfrei zu gestalten, was ebenfalls das Ansetzen oder Einfuhren des Kolbens erleichtert.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird daher eine Stopfvorrichtung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß a) das Kopplungsende der rohrformigen Hülse als zylindrischer Rohrstutzen ausgebildet ist, dessen Außendurchmesser geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der rohrformigen Feinschnitt- Teilmengenverpackung ist, und der nach 0,5 bis 1,0 cm hinter der Austrittsöffiiung in einen Ringwulst übergeht, dessen Außendurchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser der rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung ist, b) am am Kopplungsende mit einem axialen Abstand von etwa 1 bis 5 mm zu der Öffnung des zylindrischer Rohrstutzens bis mindestens über den Ringwulst hinaus eine rohrformige Manschette aus gummielastischem Werkstoff vorgesehen ist, deren Innendurchmesser geringfügig größer ist als der Außendurchmesser der rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung und derart bemessen ist, daß sich ein Ringspalt zur Aufnahme des freien Endbereiches der rohrförmigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung ergibt, c) die rohrformige Hülse mit Abstand zu ihren beiden Enden einen axial verlaufenden Führungsschlitz aufweist, und daß
d) in der rohrformigen Hülse der axial bewegbare Ausstoßkolben angeordnet ist, der am hinteren Ende einen durch den Fuhrungsschlitz der rohrformigen Hülse greifenden stegförmigen Nocken aufweist, dessen Ende als ein auf der rohrformigen Hülse gleitender Betätigungsgriff ausgebildet ist
Durch das Merkmal a) wird erreicht, daß das freie Ende der rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung paß-genau und wegen des als Anschlag dienenden Ringwulstes in vorgegebener Tiefe auf die rohrformige Hülse aufgesetzt werden kann.
Durch das Merkmal b) wird erreicht, daß der Verbraucher nicht mit seinen eventuell verschmutzten Fingern, sondern indirekt und gleichmäßig über die Gurnmimanschette den frei überstehenden Rest der rohrformigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung festhält, um dann den Ausstoßkolben, gegebenenfalls unter Verdichtung der loseren Tabakportion auch im Ansatzbereich des Ausstoßkolbens, zu betätigen und hierbei eine gleichmäßig gestopfte Cigarette zu erhalten.
Durch die Merkmale c) und d) wird eine technisch elegante Lösung der axialen Verschiebbarkeit des Kolbens in der von einer Hand fest gehaltenen rohrformigen Hülse mit der bereits aufgesetzten Feinschnitt- Teilmengenverpackung geschaffen, wobei mit der anderen Hand der Ausstoßkolben betätigt wird.
Vorzugsweise ist bei der Stopfvorrichtung die Öflhung des zylindrischen Rohrstutzens geringfügig abgeschrägt, was einer besseren Einführung des offenen Endes der rohrförmigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung dient.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn im Anschluß an den als Anschlag dienenden Ringwulst auf der der Öffnung des Rohrstutzen abgewandten Seite eine ringförmige Einkehlung vorgesehen ist, die in die rohrformige Hülse übergeht und die noch von der rohrformigen Manschette überdeckt wird. Dieses dient der besseren Fixierung der Manschette und ergibt einen besseren Übergang zu der im Durchmesser etwas größeren rohrformigen Hülse.
Zur besseren Fixierung der rohrformigen Manschette, insbesondere gegen Verdrehen, ist es von Vorteil, wenn in dem Ringwulst mindestens eine axial verlaufende Rinne vorgesehen ist, in die entsprechend mindestens ein an der Innenseite der Gummimanschette vorgesehener nach innen gerichteter Nocken in Preßhaftung eingreift. Vorzugsweise beträgt die Breite der Rinne etwa 1,45 mm und die des Nocken etwa 1,5 mm.
Bei einer bevorzugten Aiisfuhrungsform hat die rohrformige Manschette in ihrem vorderen Bereich zwei gegenüberliegende schlitzförmige Aussparungen, was einmal zu einer besseren Elastizität beim Andrücken der freien Enden der rohrformigen Verpackung beziehungsweise Festhalten derselben auf dem zylindrischen Rohrstutzen des Kopplungsendes beiträgt. Zum anderen dienen diese schlitzförmigen Aussparungen als Sichtfenster im Anschlagbereich des Ringwulstes, womit der Benutzer das paß-genaue Einschieben des freien Bereiches der Teilmengenverpackung kontrollieren kann.
Letztlich ist es von Vorteil, wenn am Kopfende der Stopfvorrichtung eine sich konisch verjüngende napfrormige Vertiefung vorgesehen ist, deren Bodenfläche einen Durchmesser aufweist, der etwas geringer als der
Außendurchmesser der Teilmengenverpackung ist. Hierdurch kann der Benutzer das andere Ende der Teilmengenverpackung geringfügig „anspitzen", damit dieses leichter in die Cigarettenpapierhülse eingeschoben werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert; es zeigen: Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Stopfgerätes, Figur 2 einen Längsschnitt durch das Stopfgerät nach Fig.l, Figur 3 eine Seitenansicht der rohrformigen Hülse ohne Manschette.
Das Stopfgerät besteht aus einer etwa 15 cm langen rohrformigen Hülse 2, deren eines Ende verschlossen und mit einer Befestigungsklemme 26 versehen ist, während das andere Ende als Kopplungsende 4 dient. Letzteres besitzt einen zylindrischen Rohrstutzen 6 zur Aufnahme des freien Endes der Feinschnitt-Teilmengenverpackung und ist im Öffiiungsbereich zur leichteren Einführung gering abgeschrägt und kann eine geringe ringförmige Verdickung aufweisen. Der Außendurchmesser des zylindrischen Rohrstutzens 6 ist geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der rohrföπnigen Feinschnitt-Teilmengenverpackung. An den etwa 0,5 bis 1,0 cm langen zylindrischen Rohrstutzen 6 schließt sich ein etwa 5 mm breiter als Anschlag dienender Ringwulst 8 an, der die Einschiebetiefe des freien Endes der Teilmengenverpackung begrenzt und zusammen mif der ringförmigen Verdickung an der Öflhung für einen sicheren Sitz der Teilmengenverpackung auf dem Kopplungsende sorgt. Weiter in Richtung auf das geschlossene Ende der rohrformigen Hülse ist hinter dem Ringwulst 8 eine etwa 5 mm breite ringförmige Einkehlung 10 vorgesehen, die in den Hauptteil der rohrformigen Hülse 2 übergeht.
Das Kopplungsende 4 wird von einer etwa 15 mm langen ringförmigen Manschette 12 aus gummielastischem Werkstoff umgeben, die einmal auf dem Ringwulst 8 aufsitzt und sich zum anderen über den Bereich der ringförmigen Einkehlung 10 bis zum Beginn der eigentlichen rohrformigen Hülse 2 erstreckt. Durch die Einkehlung 10 wird eine Verschiebung der Gummimanschette in axialer Richtung verhindert. Der Öfrhungsbereich des zylindrischen Rohrstutzens 6 bleibt in axialer Richtung etwa 1 bis 2 mm frei, um das Aufsetzen des freien Bereiches der Teilmengenverpackung zu ermöglichen. Letztere wird dann über die geringe ringförmige Verdickung der Öffnung des zylindrischen Rohrstutzens 6 in den Ringspalt 14 unter die ringförmige Manschette 12 geschoben, deren Innendurchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser der Teilmengenverpackung ist. Die ringförmige Manschette 12 hat an dem der Öffnung des zylindrischen Rohrstutzens 6 zugewandten Seite noch zwei axial verlaufende etwa 7 mm lange schlitzförmige Aussparungen 16, die sich in einer 180° Anordnung gegenüberliegen und die Elastizität der Manschette erhöhen und beim Zusammendrücken dieser den in den Ringspalt 14 eingeschobenen freien Bereich der Teilmengenverpackung festhalten und ferner dem Benutzer als Sichtfenster zur Kontrolle der Einschiebetiefe des freien Endes der Teilmengenverpackung bis zum Anschlag an den Ringwulst 8 dienen.
Im übrigen ist in dem Ringwulst 8, bzw. auf dessen Oberseite mindestens eine etwa 1,45 breite axial verlaufende Rinne 9 vorgesehen, in die ein an der Innenseite der Gummimanschette 12 vorgesehener nach innen gerichteter etwa 1,5 mm breiter Nocken 13 in Preßhaf ung eingreift, was zu einer besseren Fixierung der Gumn_rimanschette 12 dient. Es können auch mehrere axial verlaufende Rinnen 9, beispielsweise in einer 180°
Anordnung vorgesehen werden, um ein Verdrehen der Manschette 12 zu verhindern.
In der rohrförmigen Hülse 2 ist ein Ausstoßkolben 20 axial bewegbar angeordnet, der am hinteren Ende einen stegförmigen Nocken 22 hat, der durch einen in der rohrförmigen Hülse 2 in Längsrichtung verlaufenden Führungsschlitz 18 greift und als vorzugsweise rundum um die rohrförmige Hülse 2 ringförmiger Betätigungsgriff 24 ausgebildet ist. Der Kolben kann zur besseren Führung in der rohrförmigen Hülse kanneliert sein, wozu letztere nach innen gerichtete Führungsnasen aufweist.
An der Kopfseite der Stopfvorrichtung ist, wie in Fig. 2 gezeigt, eine sich konisch verjüngende napfförmige Vertiefung 28 vorgesehen, deren Bodenfläche einen Durchmesser aufweist, der etwas geringer als der Außendurchmesser der Teilmengenverpackung ist. Hiermit kann der Verbraucher das dem freien Ende der Teilmengenverpackung gegenüberliegende Ende dieser Verpackung quasi anspitzen, um die Cigarettenpapierhülse besser auf die Teilmengenverpackung aufzuziehen, bzw. um die rohrförmige Teilmengenverpackung in die Cigarettenpapierhülse einzuschieben.
Zur Selbstverfertigung von Cigaretten wird die rohrförmige Feinschnitt- Teilmengenverpackung in eine übliche Cigarettenpapierhülse, vorzugsweise in eine solche mit Filtermundstück, eingeschoben, wobei ein „Anspitzen" des einen Endes dieser Verpackung in der napfformigen Vertiefung 28 am Ende der Stopfvorrichtung diesen Vorgang erleichtert. Danach wird das andere, sogenannte freie Ende der Teilmengenverpackung auf den zylindrischen Rohrstutzen 6 bis zum Anschlag an den Ringwulst 8 in den Ringspalt 14 und unter die Manschette 12
geschoben. Es ist auch möglich, erst das freie Ende der Teilmengenverpackung auf den zylindrischen Rohrstutzen 6 aufzusetzen und dann die Cigarettenpapierhülse über die vorzugsweise an diesem Ende „angespitzte" Teilmengenverpackung zu schieben. Danach wird das freie Ende der Teilmengenverpackung auf dem zylindrischen Rohrstutzen 6 durch Druck auf die Manschette 12 mittels Daumen und Zeigefinger festgehalten und der Ausstoßkolben in Richtung auf die Teilmengenverpackung geschoben. Hierdurch gelangt die in der Teilmengenverpackung befindliche Tabakportion aus dieser in die Cigarettenpapierhülse; der Benutzer schiebt oder trennt dabei die sich gleichmäßig füllende Cigarettenpapierhülse von der Teilmengenverpackung. Die selbstgefertigte Cigarette fällt dann ab und die geleerte Teilmengenverpackung löst sich nahezu von selbst vom Kopplungsende und kann verworfen werden.
Die Stopfvorrichtung, also die eine Einheit bildende rohrformige Hülse und der in dieser befindliche Austoßkolben, kann etwa in Bleistiftgröße aus Kunststoff gefertigt sein und auf wirtschaftliche Weise mit der Gummimanschette zusammengesetzt werden.