Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Austausch von
Informationen zwischen einer zentralen Informationseinheit einerseits und einer
Person und/oder eines Objektes andererseits.
Verfahren der vorgenannten Art sind aus dem Stand der Technik in vielerlei
Formen bekannt und haben sich im Praxiseinsatz bewährt. Ein beispielhaft
genannter Anwendungsfall ist der Austausch von Informationen zwischen einer
zentralen Informationseinheit und einer Person, die den Zugang zu einem
zugangsgesicherten Bereich sucht oder die Informationen über diesen Bereich
erhalten möchten.
Um Personen und/oder Objekten, unter Umständen nur bestimmten Personen
und/oder Objekten, den Zugang zu einem zugangsgesicherten Bereich zu
gestatten, ist es aus dem Stand der Technik bekannt, entsprechende
Identifizierungsmittel zu verwenden. So sind beispielsweise aus dem Stand der
Technik Magnetkarten bekannt, die sämtliche für eine Identifizierung notwendigen
Daten speichern. Diese Daten können von einer Kartenleseeinheit ausgelesen und
interpretiert werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, daß nur
tatsächlich autorisierte Personen und/oder Objekte Zugang zu einem gesicherten
Bereich erhalten.
Anwendungsbeispiele für die Verwendung von Magnetkarten als Autorisierungsoder
Identifikationsmittel sind Schließ- bzw. Öffnungssysteme von Türen und Toren
sowie von Schranken beispielsweise auf Parkplätzen oder in Parkhäusern. Bei diesen
Systemen erhalten dem Grunde nach autorisierte Personen oder Objekte eine
mit einem Zugangscode versehene Magnetkarte. Für einen tatsächlichen Zutritt in
den zugangsgesicherten Bereich, beispielsweise ein Parkhaus, ist die Karte in ein
entsprechendes Lesegerät einzuführen. Sobald dies erfolgt ist und eine positive
Autorisierung von dem Kartenlesegerät erkannt wurde, öffnet sich die Tür oder im
Beispiel des Parkhauses die Schranke. Nach einem Eintritt in den
zugangsgesicherten Bereich wird dieser für nicht Zugangsberechtigte wieder
geschlossen. Um nun den zugangsgesicherten Bereich wieder verlassen zu
können ist in gleicher Weise die Magnetkarte in eine entsprechende Leseeinheit
einzugeben, woraufhin der Zugang erneut freigegeben wird. Dieses System hat
sich unter anderem auch für Stammkunden oder Dauerparker von Parkplätzen und
Parkhäusern bewährt.
Nachteilig bei dem vorbeschriebenen System ist allerdings die zum Teil langwierige
und unter Umständen aufwendige Handhabung der Magnetkarten. Zum einen
bedarf es einer gewissen Zeit die Magnetkarte bereitzuhalten, sie anschließend in
das Kartenlesegerät einzuführen und den Verarbeitungsprozeß des Kartenlesegerätes
bis zum Öffnen der Türe der Schranke abzuwarten. Bei der Verwendung dieses
Systems an Parkplätzen oder in Parkhäusem kann dieser Zeitbedarf in Verbindung
mit der für das Heranfahren an die Schranke und das Öffnen der
Schranke benötigten Zeit in nachteiliger Weise derart lange dauern, daß sich lange
Warteschlangen vor Parkplätzen oder Parkhäusern ausbilden.
Weitere Nachteile des Magnetkartensystems, die nicht nur den vorbeschriebenen
Anwendungsfall betreffen, sind in dem Umstand begründet, daß die Magnetkarte
hinsichtlich der Anordnung ihres Magnetstreifens für ein Auslesen der darauf gespeicherten
Daten nur in der dafür richtigen Ausrichtung in ein entsprechendes
Kartenlesegerät hineingegeben werden darf. Wird die Karte hingegen mit einer
falschen Ausrichtung des Magnetstreifens, d.h. um 180° entweder um die Längsoder
die Querachse verdreht in das Kartenlesegerät eingeführt, so können die auf
dem Magnetstreifen gespeicherten Karten nicht eingelesen werden, womit folglich
ein Zutritt in den zugangsgesicherten Bereich verweigert bleibt. Erst wenn die richtige
Kartenausrichtung vom Anwender erkannt wird, kann das Kartenlesegerät erfolgreich
den Magnetstreifen der Magnetkarte auslesen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum
Austausch von Informationen zwischen einer zentralen Informationseinheit
einerseits und einer Person und/oder eines Objektes andererseits anzugeben,
welches einen einfach durchzuführenden und schnellen Informationsaustausch
ermöglicht und das zudem auf einfache Weise in bereits bestehende
Kommunikationssysteme kostengünstig integrierbar ist.
Zudem soll mit der Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahren
vorgeschlagen werden.
In Bezug auf das Verfahren wird mit der Lösung der Erfindung vorgeschlagen
ein Verfahren zum Austausch von Informationen zwischen einer zentralen
Informationseinheit einerseits und einer Person und/oder eines Objektes
andererseits, bei dem mittels Kurzstreckenfunk von einem Funkmodul ein
Identifikationssignal an eine Empfangseinheit und von dort aus an die
Informationseinheit übermittelt wird, bei dem die Informationseinheit das
Identifikationssignal verarbeitet und ein Ausgangssignal erzeugt, das alsdann an
eine entsprechende Ausgabeeinheit übertragen wird.
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in der Verwendung
von Kurzstreckenfunk begründet. Erreicht wird hiermit eine wesentlich einfacher
und schneller durchzuführender Informationsaustausch, da es nun nicht mehr
erforderlich ist, zusätzliche Hilfsmittel, wie z.B. Magnetkarten und
Magnetkartenlesegeräte zu verwenden.
Für eine erfolgreiche Verfahrensdurchführung ist zunächst von der Person
und/oder dem Objekt ein Identifikationssignal zu versenden. Dies geschieht mittels
eines Funkmoduls. Empfangen wird das Identifikationssignal von einer
Empfangseinheit, die dieses an eine Informationseinheit übermittelt. Das
Identifikationssignal ist einmalig und eindeutig, so daß über dieses
Identifikationssignal eine eindeutige Zuordnung vorgenommen werden kann. Das
an die Informationseinheit übermittelte Identifikationssignal wird von dieser mit dem
Ergebnis verarbeitet, daß ein Ausgangssignal erzeugt wird, das alsdann an eine
entsprechende Ausgabeeinheit übertragen wird.
Als Ausgabeeinheit kann vorgesehen sein eine Sendeeinheit oder alternativ hierzu
eine Signalverarbeitungseinrichtung. Der Unterschied zwischen Sendeeinheit und
Signalverarbeitungseinrichtung besteht dabei in der Art und Weise wie das von der
Informationseinheit erzeugte Ausgangssignal der Person und/dem Objekt
dargeboten wird. Die Sendeeinheit dient vorzugsweise einer
Informationsvermittlung, d.h. das von der Informationseinheit erzeugte
Ausgangssignal wird mittels der Sendeeinheit als von der Person und/oder dem
Objekt wahrnehmbare Information an das Funkmodul übertragen. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, daß das Funkmodul eine Informationsanzeige,
beispielsweise ein Display oder dergleichen, aufweist, mit dem eine visuelle
Informationsvermittlung ermöglicht wird. Auch ist vorstellbar, daß das Funkmodul
über Lautsprecher verfügt, so daß eine akustische Informationsvermittlung erfolgen
kann. Anwendungsbeispiel für ein derartiges Verfahren zum Austausch von
Informationen ist die Suche nach einem Parkplatz in einem Parkhaus oder auf
einem Parkplatz. Der Parkplatzsuchende kann über sein Funkmodul vor einem
Befahren des Parkplatzes oder des Parkhauses die zentrale Informationseinheit
des Parkplatzes oder des Parkhauses kontaktieren. Diese übermittelt sodann
Informationen darüber, ob der Parkplatz oder das Parkhaus noch über freie
Parkplätze verfügt und gibt gegebenenfalls Weginformationen zum Auffinden eines
solchen freien Parkplatzes an.
Gemäß der alternativen Ausgestaltungsform wird als Ausgabeeinheit für das von
der Informationseinheit erzeugte Ausgangssignal eine
Signalverarbeitungseinrichtung verwendet. Im Unterschied zur vorbeschriebenen
Sendeeinheit übermittelt die Signalverarbeitungseinrichtung keine visuell oder
akustisch aufzunehmenden Informationen an die Person und/oder das Objekt,
sodann setzt vielmehr das übermittelte Ausgangssignal in eine definierte
Arbeitsanweisung um und führt diese aus. Anwendungsbeispiel ist die
Beschrankung von Parkplätzen oder Parkhäusern. Ein Parkplatzsuchender fährt
bis vor die Schranke des Parkhauses oder des Parkplatzes vor und gibt über sein
Funksignal ein entsprechendes Identifikationssignal ab. Dieses wird von der
Informationseinheit verarbeitet und derart interpretiert, daß der Parkplatzsuchende
Zutritt zu dem Parkhaus oder dem Parkplatz sucht. Daraufhin wird die
Zugangsschranke des Parkplatzes oder des Parkhauses von der
Informationseinheit über das von ihr generierte Ausgangssignal angesteuert und
die Parkschranke öffnet sich, so daß der Parkplatzsuchende Eintritt zu dem
Parkplatz oder dem Parkhaus erhält.
Zusätzlich zu dem Identifikationssignal kann die Person und/oder das Objekt auch
noch ein zusätzliches Anfragesignal an die Informationseinheit übermitteln. Ein
solches Anfragesignal könnte in Bezug auf das Beispiel von Parkplatz bzw.
Parkhaus die Anfrage nach gültigen Tarifsystemen oder dergleichen sein, so daß
ein Parkplatzsuchender über sein Funkmodul dreierlei erreichen kann. Zu einem
öffnet sich die Schranke des Parkplatzes bzw. des Parkhauses und der
Parkplatzsuchende erhält somit Eintritt. Des weiteren werden ihm Informationen
übermittelt, welche die Auffindung des nächsten freien Parkplatzes betreffen. Und
drittens kann er mit Informationen über die Tarifstruktur des Parkplatzes bzw. des
Parkhauses versorgt werden.
Insgesamt wird somit mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Verfahren zum
Austausch von Informationen vorgeschlagen, das auf sehr einfache Weise
durchzuführen ist und eine schnelle Informationsvermittlung bzw. einen schnellen
Informationsaustausch ermöglicht.
Gemäß einem besonders vorteilhaften Vorschlag des Verfahrens ist vorgesehen
ein Verfahren zum Austausch von Informationen, insbesondere zum Identifizieren
einer Person und/oder eines Objektes für den Zugang in einen
zugangsgesicherten Bereich, bei dem mittels Kurzstreckenfunk von einem
Funkmodul ein Informationssignal an eine ortsfest im Bereich des Zugangs
angeordneten Empfangseinheit gesendet und an die Informationseinheit
übermittelt wird, die Informationseinheit das übermittelte Informationssignal
überprüft und bei erfolgreicher Prüfung den Zugang freigibt.
Hierbei erfolgt eine Überprüfung des gesendeten Informationssignals anhand eines
Vergleichstests zwischen einer von der Informationseinheit zur vorgespeicherten
Identifikation und dem übermittelten Informationssignal, wobei der Zugang
freigegeben wird, falls Identität zwischen dem übermittelten Informationssignal und
der gespeicherten Identifikation besteht. Zu diesem Zweck ist zunächst für eine
erfolgreiche Verfahrensdurchführung eine Identifikation für jede zu autorisierende
Person und/oder für jedes zu autorisierende Objekt zu generieren. Diese
Identifikation wird sodann in der Informationseinheit, die beispielsweise als zentrale
Rechnereinheit ausgebildet ist, gespeichert. Die Identifikation ist einmalig und
eindeutig, so daß über diesen Code eine zweifelsfreie individuelle Zuordnung
erfolgen kann. Hierbei kann vorgesehen sein, daß die Identifikation entweder in
einer zunächst durchzuführenden Registrierung festgelegt wird oder alternativ
hierzu eine Identifikation automatisch mit der ersten Ingebrauchnahme, d.h. der
ersten Verfahrensdurchführung festgelegt wird. Bei dieser alternativen Variante
findet eine Registrierung der Person und/oder des Objektes in dem Augenblick
statt, in dem er erstmals das Verfahren in Benutzung nimmt und das System das
von seinem Funkmodul übersendete Identifikationssignal empfängt.
Jede identifizierte Person und/oder jedes identifizierte Objekt ist mit einem
Funkmodul versehen, das für den Fall, daß Zugang zum zugangsgesicherten
Bereich gesucht wird, die individuell vergebenen Identifikation an eine ortsfest im
Bereich des Zugangs angeordnete Empfangseinheit sendet. Dieser Sendevorgang
kann in vorteilhafter Weise automatisch erfolgen, sobald sich das Funkmodul im
Bereich der Empfangseinheit findet, wobei beispielsweise ein Bereich im Umkreis
von 10 m um die Empfangseinheit herum gewählt werden kann.
Nach Empfang des Identifikationssignals übermittelt die Empfangseinheit das
Signal an die Informationseinheit. Diese überprüft sodann in einem Vergleichstest
das von der Empfangseinheit übermittelte Identifikationssignal mit der zuvor
gespeicherten Identifikation. Stimmen das übermittelte Identifikationssignal und die
gespeicherte Identifikation identisch überein, so wird von der Informationseinheit
der Zugang zum zugangsgesicherten Bereich freigegeben.
In vorteilhafter Weise kann mit dem vorgeschlagenen Verfahren ein im Unterschied
zum aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zeitoptimierter Zugang zum
zugangsgesicherten Bereich realisiert werden. Unnötige Warteschlangen können
somit vermieden werden.
Insbesondere eignete sich das vorgenannte Verfahren für die Verwendung an Einund
Ausfahrten von Parkplätzen und Parkhäusern, da mit einer Identifikation
versehene Parker nunmehr nur noch mit ihrem Funkmodul in den Bereich der am
Zugang zum Parkplatz oder zum Parkhaus angeordneten Empfangseinheit
einzufahren brauchen, damit sich die den Parkplatz oder das Parkhaus
absperrende Zufahrtsschranke automatisch öffnet. Zeitraubende Handlungen des
Autofahrers wie das Vorfahren an die Schranke und Anhalten des Fahrzeuges, das
Herunterkurbeln der Fensterscheibe und das anschließende Einführen einer
Identifizierungskarte in eine Ausleseeinheit entfallen somit in vorteilhafter Weise
vollständig.
Es versteht sich von selbst, daß das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur zum
Eintritt in einen zugangsgesicherten Bereich sondern auch für das Verlassen
desselbigen Bereiches verwendet werden kann. Bezogen auf das
Parkhausbeispiel bedeutet dies, daß ein Autofahrer, der das Parkhaus oder den
Parkplatz zu verlassen wünscht, an die Ausfahrtschranke heranfährt, wobei diese
automatisch öffnet, sobald das von dem Fahrer mitgeführte Funkmodul in den
Bereich der am Ausgang angeordneten Empfangseinheit gelangt.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Möglichkeit der
kostengünstigen und auf einfache Weise durchzuführende Nachrüstung in bereits
bestehende Öffnungs- und Schließsysteme. So sind lediglich die für die
Verfahrensdurchführung erforderlichen Empfängereinheiten im Bereich des
Zugangs sowie im Bereich des Ausgangs anzuordnen und mit der Kommunikation
des bereits vorhandenen Öffnungs- und Schließsystems zu verbinden. Ferner ist
für jede autorisierte Person oder jedes autorisierte Objekt ein Funkmodul
bereitzustellen, wobei gemäß einer besonderen Ausgestaltungsform der Erfindung,
die im weiteren noch näher beschrieben werden wird, als Funkmodule beim
Verbraucher bereits vorhandene Mobiltelefone eingesetzt werden können, so daß
die zusätzliche Anschaffung und Bereitstellung eines separaten Funkmoduls
entfällt. Somit ergibt sich in Bezug auf die Nachrüstung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, daß lediglich entsprechende Empfängereinheiten im Bereich des
Zugangs und des Ausgangs vorzusehen sind, was ein Nachrüsten sehr
kostengünstig macht.
Mit einem Nachrüsten des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das bereits
bestehende System nicht etwa ausgeschaltet oder ersatzlos gestrichen, vielmehr
ist es möglich, ein bereits bestehendes System parallel zum erfindungsgemäßen
Verfahren zu betreiben, so daß eine Zugangsberechtigung sowohl nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren als auch nach dem bestehenden Verfahren
durchgeführt werden kann. Eine solche Kombination von bestehendem und neuem
Verfahren bietet sich insbesondere dann an, wenn unterschiedliche Personenund/oder
Objektgruppen Zugang zu einem zugangsgesicherten Bereich haben. So
läßt sich beispielsweise bei Parkplätzen oder Parkhäusern die Gruppe der
Einzelparker von der Gruppe der Dauer- oder Stammparker unterscheiden. Bei
einer Kombination des neuen Verfahrens mit einem an einem Parkplatz oder in
einem Parkhaus bereits installiertem Verfahren könnte vorgesehen sein,
Einzelparkern über das bereits bestehende System Zutritt zu gewähren, Daueroder
Stammparkern hingegen die Möglichkeit eines vereinfachten Zutritts über das
erfindungsgemäße Verfahren bieten.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß nach einem
erfolgreichen Identifizieren einer Person und/oder eines Objekts zusätzliche
Informationen von der Informationseinheit an das Funkmodul übertragen werden.
Vorgesehen sein können beispielsweise zusätzliche Informationen, die den
zugangsgesicherten Bereich betreffen und dem Zugangsuchenden eine
Hilfestellung sind. Mit Bezug auf einen Parkplatz oder ein Parkhaus können derlei
zusätzliche Informationen beispielsweise die momentane Parkplatzsituation auf
dem Parkplatz oder in dem Parkhaus betreffen, so daß der in das Parkhaus
Einfahrende sofort darüber informiert werden kann, an welcher Stelle des
Parkhauses oder des Parkplatzes frei Parkplätze aufzufinden sind. Weitere
Informationen in diesem Zusammenhang könnten beispielsweise
Standortinformationen betreffend Behindertenparkplätze, Frauenparkplätze oder
Ausgänge sein. Die Übermittlung von zusätzlichen Informationen erfolgt dabei
vorzugsweise nur auf Anforderung der Person und/oder des Objekts, so daß eine
Informationsübermittlung nur dann stattfindet, wenn diese gewünscht ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der
Kurzstreckenfunk zwischen Funkmodul und Empfängereinheit und/oder
Sendeeinheit mittels Bluetooth-Standard erfolgt. Der Vorteil bei der Verwendung
der Bluetooth-Technologie besteht in der Fähigkeit des Funkmoduls, sehr schnell
eine Verbindung zur Empfängereinheit aufzubauen, wobei die Funksignale
Materie, wie beispielsweise Kleider, Taschen, Glas und dergleichen, zu
durchdringen vermögen und es nicht erforderlich ist, Sichtkontakt zwischen dem
Funkmodul und der Empfängereinheit herzustellen. Darüber hinaus ist von Vorteil,
daß ein auf Bluetooth-Technologie basierendes Funkmodul über eine Bluetooth-Identifizierungsnummer
verfügt, die eindeutig und einmalig ist und im Rahmen des
erfindungsgemäßen Verfahrens als Identifikationssignal herangezogen werden
kann.
In vorteilhafter Weise können somit bereits bestehende technische Geräte, die
über ein Funkmodul auf Basis der Bluetooth-Technologie verfügen, als Funkmodul
für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzt werden. Zu nennen sind in diesem
Zusammenhang beispielsweise Geräte wie Mobiltelefone, Palm-Pilots, Laptops
oder dergleichen.
Für eine erfolgreiche Verfahrensdurchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist lediglich die Bluetooth-Identifizierungsnummer des bereits im Besitz eines
Benutzers oder eines Anwenders befindlichen technischen Gerätes, beispielsweise
eines Mobiltelefons, zu ermitteln und als Identifikationssignal in der zentralen
Informationseinheit zu speichern. Sobald nun der Anwender mit seinem als
Funkmodul dienendem Mobiltelefon in den Bereich einer gemäß dem
erfindungsgemäßen Verfahren installierten Empfangseinheit tritt, öffnet sich die
entsprechende Tür oder die entsprechende Schranke eines Parkplatzes oder eines
Parkhauses. Alternativ hierzu kann auch vorgesehen sein, einen eigens für den
Zugang zu einem zugangsgesicherten Bereich bereitgestelltes Funkmodul auf
Bluetooth-Technologiebasis bereitzustellen. Dies hätte den Vorteil, daß das
Funkmodul als unsichtbarer Tür- oder Schrankenöffner an einem dafür
vorgesehenen Platz dauerhaft deponiert werden kann. So könnte es sich
beispielsweise anbieten, ein solches Funkmodul dauerhaft beispielsweise im
Handschuhfach eines Autos zu deponieren, so daß unabhängig vom Eigentümer
oder Besitzer des Fahrzeuges ein Einfahren des Fahrzeuges auf diejenigen
Parkplätze oder in diejenigen Parkhäuser möglich ist, die die Anwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglichen.
Mit Vorteil kann des weiteren vorgesehen sein, daß über die Identifizierung mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Zuordnung zu weitergehenden
Informationen betreffend die identifizierte Person und/oder das identifizierte Objekt
möglich ist. Zu denken ist in diesem Zusammenhang beispielsweise ein Rabattund
Tarifsystem oder dergleichen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, daß
mit der automatischen Erkennung des Zugangs sowie des Verlassens eines
Parkhauses oder eines Parkplatzes die Parkzeit berechnet, ein vorher vereinbarten
Tarif zugeordnet und die sich hieraus ergebende Parkgebühr kalkuliert wird. In
regelmäßigen Abständen kann sodann eine automatisch durchgeführte
Rechnungsstellung erfolgen.
In Bezug auf die Vorrichtung wird zur Lösung der der Erfindung
zugrundeliegenden Aufgabe vorgeschlagen, eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens, die gekennzeichnet ist durch eine Empfangseinheit und ein relativ
zu dieser Empfangseinheit bewegbares Funkmodul, wobei die Empfangseinheit
und das Funkmodul mittels Kurzstreckenfunk kommunikationstechnisch verbunden
sind.
In vorteilhafter Weise besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung aus nur zwei
Baukomponenten, nämlich der Empfangseinheit einerseits und dem Funkmodul
andererseits. Die Empfangseinheit wird ortsfest angeordnet. Das Funkmodul wird
als separate Komponente vom Benutzer mitgeführt und ist somit gegenüber der
Empfangseinheit relativ bewegbar. Möchte der Benutzer in Kommunikationskontakt
mit der Informationseinheit treten, so hat er hierfür lediglich sein Funkmodul zu
bedienen. Das Funkmodul sendet ein entsprechendes Identifikationssignal bzw.
ein Anfragesignal an die Empfangseinheit. Diese übermittelt die empfangenen
Signale ihrerseits an die Informationseinheit, die die eintreffenden Signale
bearbeitet und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugt.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltungsform der Erfindung wird vorgeschlagen
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, insbesondere zum
Identifizieren einer Person und/oder eines Objekts für den Zugang in einen
zugangsgesicherten Bereich, die dadurch gekennzeichnet ist, daß im Bereich des
Zugangs zum zugangsgesicherten Bereich eine ortsfest angeordnete
Empfangseinheit vorgesehen ist, die kommunikationstechnisch mit einer
Informationseinheit verbunden ist.
Die Empfangseinheit, bei der Verwendung von Bluetooth-Technologie ein
sogenannter Access-Point, wird zur Installation der erfindungsgemäßen
Vorrichtung jeweils sowohl im Bereich des Zugangs und als auch wahlweise im
Bereich des Ausgangs angeordnet. Sodann wird eine Kommunikationsverbindung
zwischen der Empfangseinheit und der bestehenden Kommunikationsstruktur
hergestellt. Sollte diese noch nicht vorhanden sein, so wäre eine entsprechende
aufzubauen. Ist die Verbindung sodann zum Zentralrechner aufgebaut, d.h. der
Informationseinheit, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung einsatzbereit.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß im Bereich des
Zugangs und wahlweise auch im Bereich des Ausgangs eine mit der zentralen
Rechnereinheit kommunikationstechnisch verbundene Sendeeinheit vorgesehen
ist. Diese Sendeeinheit dient dazu, zusätzliche Informationen von der zentralen
Informationseinheit zu übersenden, die dem Zugangssuchenden eine mögliche
Hilfestellung sind.
Erfindungsgemäß ist des weiteren vorgesehen, daß das Funkmodul sowohl einen
Sender als auch einen Empfänger umfaßt. Hierdurch wird sichergestellt, daß das
Funkmodul nicht nur entsprechende Funksignale für die Erkennung durch die
Empfangseinheit abgeben, sondern auch Signale der etwaig vorgesehenen
Sendeeinheit empfangen kann. Zur Anzeige empfangener Nachrichten verfügt das
Funkmodul in vorteilhafter Weise über eine Kommunikationseinheit, vorzugsweise
ein Display, welches die von der zentralen Informationseinheit übertragenen
zusätzlichen Informationen anzeigt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Vorrichtung ist vorgesehen, daß die
kommunikationstechnische Verbindung zwischen Empfangseinheit und/oder der
Sendeeinheit einerseits und der zentralen Informationseinheit andererseits ein
LAN- oder ein Festnetz ist. Diese Art der Kommunikationsverbindung zeichnet sich
zum einen durch seine Zuverlässigkeit, zum anderen seine Schnelligkeit aus und
ist daher im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in
vorteilhafter Weise einsetzbar.
Gemäß einem weiteren Merkmal der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das
Funkmodul ein dem Bluetooth-Standard entsprechendes Funkmodul. Die sich
hieraus ergebenden Vorteile insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von
schon bereits existierenden Geräten als Funkmodule, wie z.B. Bluetooth-fähige
Mobiltelefone oder Laptops, sind bereits im Zusammenhang mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren erläutert.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
anhand der Figur 1, die in schematischer Darstellung die Anwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in einem Parkhaus als zugangsgesicherten
Bereich zeigt.
Dargestellt ist in Fig. 1 schematisch ein zugangsgesicherter Bereich 7, wie er sich
beispielsweise in einem beschrankten Parkhaus darstellt. Der zugangsgesicherte
Bereich 7 grenzt einerseits an einen Zugangsbereich 8 und andererseits an einen
Ausgangsbereich 9 an. Für ein Hineinfahren in das Parkhaus, d.h. ein Betreten des
zugangsgesicherten Bereiches 7 ist der Zugangsbereich 8 zu passieren. Ein
Verlassen des Bereiches 7 erfolgt zwangsläufig über den Ausgangsbereich 9.
Im Bereich des Zuganges 8 ist ein Eingangskartenlesegerät 2 für entsprechende,
mit einem Magnetstreifen versehene Karten vorgesehen. Ein entsprechendes
Lesegerät, ein Ausgangskartenlesegerät 3 ist im Ausgangsbereich 9 vorgesehen.
Das Eingangskartenlesegerät 2 sowie das Ausgangskartenlesegerät 3 sind über
eine Kommunikationsverbindung 6 mit einer zentralen Informationseinheit 1
verbunden.
Um in den zugangsgesicherten Bereich 7 zu gelangen ist in das
Eingangskartenlesegerät 2 eine entsprechende Karte einzugeben oder aber eine
entsprechende Karte zu entnehmen. Sobald dies erfolgt ist wird eine den Zugang
sperrende Schranke geöffnet und ein Einfahren in den Bereich 7 ermöglicht. Bei
Herausfahren aus dem Bereich 7 ist die Karte für ein Öffnen der Schranke im
Ausgangsbereich 9 in das Ausgangskartenlesegerät 3 einzuführen.
Sowohl im Zugangsbereich 8 als auch im Ausgangsbereich 9 ist des weiteren
jeweils eine Empfangs- und Sendeeinheit 4 vorgesehen. Diese sind an die
Kommunikationsverbindung 6 angeschlossen.
Mit Vorteil ist vorgesehen, daß für eine Kommunikation mit der zentralen
Informationseinheit 1 ein LAN-Netz vorgesehen ist und die Empfangs- und
Sendeeinheiten 4 als sogenannte Bluetooth-LAN Access-Points ausgebildet sind,
die Empfangs- und Sendeeinheit mithin mittels Bluetooth-Technologie operieren.
Beispielhaft ist in der Fig. 1 ein Funkmodul 5 im Zugangsbereich 8 dargestellt. Als
Funkmodul 5 kann hierbei beispielsweise ein Mobiltelefon eingesetzt werden.
Dieses Funkmodul 5 kommuniziert mit der Empfangs- und Sendeeinheit 4.
Angedeutet ist diese Kommunikation durch den Pfeil 10.
Alternativ zu der vorbeschriebenen Verwendung der Eingangskarten- und
Ausgangskartenlesegeräte 2 und 3 können die den Zugangsbereich 7 sperrenden
Schranken auch mittels des Funkmoduls 5 geöffnet bzw. geschlossen werden.
Sobald das Funkmodul 5 in den Zugangsbereich 8 eintritt und somit in
Kommunikationsreichweite zur Empfangs- und Steuereinheit 4 gelangt, wird ein
Identifikationssignal an die Empfangs- und Sendeeinheit gesendet. Bei der
Verwendung von Bluetooth-Technologie ist dieses Identifikationssignal
vorzugsweise der Bluetooth-Identifizierungscode, der sowohl einmalig als auch
eindeutig ist. Dieser Bluetooth-Identifizierungscode dient als Autorisierungscode
und wird über die Kommunikationsverbindung 6 an die zentrale Informationseinheit
1 übersandt. Dort erfolgt eine vergleichende Überprüfung mit einer zuvor
abgespeicherten Identifikation. Bei Identität gibt die zentrale Informationseinheit 1
das Signal, die Schranke zu öffnen. Anderenfalls bleibt diese geschlossen.
Die vorbeschriebenen Verfahrensschritte werden in gleicher Weise durchgeführt,
wenn der zugangsgesicherte Bereich 7 über den Ausgangsbereich 9 verlassen
werden soll.
Die vorbeschriebene Ausführungsform dient lediglich der näheren Erläuterung der
Erfindung und wirkt keinesfalls beschränkend.
Bezugszeichenliste
- 1
- I nformationseinheit
- 2
- Eingangskartenlesegerät
- 3
- Ausgangskartenlesegerät
- 4
- Empfangs- und Sendeeinheit
- 5
- Funkmodul
- 6
- Kommunikationsverbindung
- 7
- zugangsgesicherter Bereich
- 8
- Zugangsbereich
- 9
- Ausgangsbereich
- 10
- Pfeil