Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner, ein Verfahren zum Einbringen eines
Aerosols in die Wäschetrommel eines Wäschetrockners, sowie weitere Verwendungen
eines Ultraschallzerstäubers.
Zum Einbringen von Duftstoffen in Räume, wie beispielsweise in die Fahrgastzelle eines
Kraftfahrzeuges, sind Sprühvorrichtungen bekannt, bei denen Duftstoffe durch Druck,
Temperatur oder durch den Einsatz von Treibmitteln in die Räume eingebracht werden
können. Der Nachteil solcher Systeme, ist, dass die Dosierung der Duftstoffzufuhr nicht
genau geregelt und insbesondere die Tröpfchengröße in dem erzeugten Nebel oder
Dampf nicht speziell eingestellt werden kann. Weiterhin wird bei der Verwendung von
Treibmitteln die Umwelt belastet.
In Wäschetrocknern, insbesondere Haushaltswäschetrocknern, kann es in bestimmten
Betriebszuständen notwendig sein eine Flüssigkeit in das Innere des Wäschetrockners
einzubringen, in dem die zu behandelnden Textilien aufgenommen sind. Zu diesem
Zweck wurden Vorrichtungen und Verfahren entwickelt, mittels derer beispielsweise
Duftstoffe in das Innere des Wäschetrockners, insbesondere in die Wäschetrommel,
eingebracht werden können. Hierzu werden beispielsweise mit Duftstoffen getränkte
Tücher oder Papiere zusammen mit den zu behandelnden Textilien in die
Wäschetrommel gegeben. Der Nachteil dieses Verfahrens ist zum einen, dass eine
genaue Dosierung der Duftstoffe nicht möglich ist. Zum anderen kann es bei dem Kontakt
der Textilien mit dem getränkten Tuch beispielsweise bei feuchtigkeitsempfindlichen
Textilien zu Beschädigungen in Form von Flecken kommen.
Weiterhin ist es bekannt zum Dämpfen und Deodorieren von Textilien Feuchtigkeit in
Form von Wasserdampf in das Innere eines Wäschetrockners einzubringen. Der Nachteil,
den eine solche Vorrichtung, die beispielsweise in DE 73 41 276 U1 beschrieben ist,
aufweist, ist der relativ aufwändige Aufbau, der für die Erzeugung des Dampfes und das
Zuführen des Dampfes in das Innere der Vorrichtung notwendig ist. In diesen
Vorrichtungen wird der Dampf in einem Verdampfer, der eine Heizschlage umfasst,
erzeugt, über Schlauch- und Rohrleitungen und über Ventile in den Raum, in dem die zu
behandelnden Textilien aufgenommen sind, geleitet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher geeignete Mittel bereitzustellen, die ein
Einbringen von Duftstofflösungen in einen Raum erlauben, wobei die Zuführung der
Duftstofflösungen präzise steuerbar und genau dosierbar sein soll. Weiterhin sollen die
Mittel flexibel einsetzbar sein und einen einfachen Aufbau aufweisen. Insbesondere sollen
geeignete Mittel für einen Wäschetrockner bereitgestellt werden, durch die Flüssigkeiten,
wie beispielsweise Duftstofflösungen oder Wasser in den Innenraum des
Wäschetrockners, insbesondere in die Wäschetrommel gebracht werden können, ohne
eine Beschädigung der Textilien befürchten zu müssen. Weiterhin sollen diese Mittel
leicht in den Wäschetrockner integriert werden können und eine präzise Dosierung der
Flüssigkeiten erlauben.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Aufgabe gelöst werden kann, indem
die Flüssigkeit in Form eines feinen Aerosols in den Raum, eingebracht werden kann.
Insbesondere haben die Erfinder erkannt, dass die Aufgabe ideal gelöst werden kann,
indem ein Ultraschallzerstäuber, wie dieser beispielsweise von der Firma Siemens AG
vertrieben wird, zur Erzeugung des Aerosols verwendet wird.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die der Erfindung zugrunde liegende
Aufgabe durch einen Wäschetrockner gelöst, der zumindest eine Wäschetrommel zur
Aufnahme und Bewegen von Textilien und zumindest einen Ultraschallzerstäuber, der in
dem Wäschetrockner angeordnet ist, zum Erzeugen eines Aerosols aus einer Flüssigkeit
umfasst.
Durch das Vorsehen eines Ultraschallzerstäubers kann ein feinverteiltes Aerosol aus der
Flüssigkeit, die in den Wäschetrockner, insbesondere in die Wäschetrommel eingebracht
werden soll, erzeugt werden. Diese Art der Zerstäubung ist im Gegensatz zu den
bekannten Arten umweltfreundlich und erfordert darüber hinaus keinen komplexen
Aufbau. Die Verwendung eines Ultraschallzerstäubers zum Einbringen einer Flüssigkeit in
einen Wäschetrockner ist insbesondere deshalb von Vorteil, da die Tröpfchengröße, die
bei dieser Art der Zerstäubung erzielt werden kann, gering ist. Dadurch kann der
erfindungsgemäße Wäschetrockner hervorragend zur Geruchsentfernung durch
Wasserdampfextraktion verwendet werden, wobei durch die Erzeugung eines sehr
feintröpfigen Wassernebels an dem Ultraschallzerstäuber die Verdunstung des Nebels in
der Wäschetrommel beschleunigt werden kann und ein Nässen der Textilien vermieden
werden kann. Auch bei der Behandlung von Textilien mit Duftstoff- oder
Reinigungsmittellösungen, kann aufgrund der geringen Tröpfchengröße, die in dem
erfindungsgemäßen Wäschetrockner möglich ist, eine Beschädigung, beispielsweise
durch zu intensiven Kontakt mit Duftstoffen vermieden werden. Schließlich kann der
Ultraschallzerstäuber in dem erfindungsgemäßen Wäschetrockner auch für die
Entsorgung von Kondenswasser verwendet werden, das über einen
Kondensatsammelbehälter überläuft und von dort entsorgt werden muss.
Der erfindungsgemäße Wäschetrockner weist darüber hinaus den Vorteil auf, dass dieser
einen einfachen Aufbau besitzt und der verwendete Ultraschallzerstäuber eine geringe
Größe aufweisen kann. Diese Eigenschaft des Ultraschallzerstäubers ist insbesondere
beim Einsatz in einen Wäschetrockner von besonderer Bedeutung. In Wäschetrocknern
müssen im Innenraum neben der Wäschetrommel weitere Komponenten, wie
Heizvorrichtungen, Steuer- und Regeleinrichtungen und dergleichen untergebracht
werden. Für diesen begrenzten Bauraum ist die erfindungsgemäße Verwendung eines
Ultraschallzerstäubers mit den damit zu realisierenden geringen Abmaßen von
besonderem Vorteil. Aufgrund des einfachen Aufbaus und der geringen Größe ist es
weiterhin möglich auf einfache Weise Wäschetrockner verschiedenster Bauarten zu
einem erfindungsgemäßen Wäschetrockner umzurüsten.
Vorzugsweise stellt der Ultraschallzerstäuber einen piezoelektrischen, vorzugsweise
einen piezokeramischen Ultraschallzerstäuber dar. Diese Art des Ultraschallzerstäubers
hat den Vorteil, dass die Art der Flüssigkeit, die mittels dieses Zerstäubers in den
Wäschetrockner eingebracht werden kann, nicht auf wässrige Lösungen beschränkt ist.
Vielmehr können mit dem piezokeramischen Ultraschallzerstäuber auch organische
Lösungen verstäubt werden. Es können beispielsweise Duftstofflösungen auf Alkohol-
oder Öl-Basis verwendet werden. Weiterhin kann die Leistung des Ultraschallzerstäubers
stufenlos geregelt werden und damit die Menge der zu zerstäubenden Flüssigkeit
zwischen 0 und 100% eingestellt werden. Dies ist insbesondere bei der Verwendung in
einem Wäschetrockner von Vorteil, da die benötigte Menge an Feuchtigkeit in der
Wäschetrommel von Faktoren, wie der Beladungsmenge, der Trockentemperatur und
dergleichen abhängt und entsprechend eingestellt werden muss. Weiterhin weist das
Aerosol, dass durch einen piezokeramischen Ultraschallzerstäuber erzeugt wird, eine
homogene Verteilung der Tröpfchengröße auf. Diese homogene Verteilung kann in einem
Wäschetrockner zu einer gleichmäßigen Benetzung oder Behandlung der Textilien
genutzt werden. Auch die Tröpfchengröße kann bei der Verwendung eines
piezokeramischen Ultraschallzerstäubers gezielt gesteuert werden. Schließlich ist der
Energiebedarf zum Zerstäuben der Flüssigkeit bei der Verwendung eines solchen
Ultraschallzerstäubers gering. Somit ist der erfindungsgemäß verwendete
Ultraschallzerstäuber auch in wirtschaftlicher Hinsicht gegenüber Druckdüsenzerstäubern
oder Verdampfern von Vorteil.
In einer Ausführungsform stellt der erfindungsgemäße Wäschetrockner einen
Wäschetrockner der Kondensatbauart dar. Insbesondere bei dieser Art des
Wäschetrockners ist die Verwendung eines Ultraschallzerstäubers von besonderer
Bedeutung, da die Prozessluft im Kreislauf geführt wird und es daher wünschenswert ist,
den Textilien durch Einleiten von Duftstoffen einen frischen Duft zu verleihen. Auch die
Nutzung des Kondenswassers beispielsweise zum Lüften von Textilien, kann in dem
erfindungsgemäßen Wäschetrockner durch den Ultraschallzerstäuber auf einfache und
zuverlässige Weise erfolgen.
Vorzugsweise ist der Ultraschallzerstäuber mit einem Flüssigkeitsvorratsbehälter
verbunden. Bei Kombinationsgeräten aus Waschmaschine und Wäschetrockner kann der
Ultraschallzerstäuber zwar auch unmittelbar, bzw. über eine Dosiervorrichtung mit der
Wasserzuführungsleitung zu dem Kombinationsgerät verbunden sein und darüber mit
Flüssigkeit versorgt werden. Durch das Vorsehen eines Flüssigkeitsvorratsbehälters kann
aber die Flexibilität in der Verwendung des Wäschetrockners gesteigert werden. So kann
der Flüssigkeitsvorratsbehälter wahlweise einen Kondensatsammelbehälter oder einen
Flüssigkeitsvorratsbehälter für andere Flüssigkeiten, wie beispielsweise Duftstofflösungen
darstellen. Bevorzugt ist insbesondere im letztgenannten Fall der
Flüssigkeitsvorratsbehälter durch ein Patronensystem gebildet. Der Vorteil der
Verwendung von Patronen ist, dass einzelne Patronen mit unterschiedlichen
Duftstofflösungen gefüllt sein können. Je nach dem, welche Patrone eingesetzt wird, bzw.
angesteuert wird, kann so der Duft, der durch das Duftsystem in dem Raum verbreitet
wird geändert werden. Damit wird es auf einfache Weise möglich von Trockengang zu
Trockengang einen anderen Duft in die Textilien einzubringen.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Einbringen eines
Aerosols in den Wäschetrommel eines Wäschetrockners, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Flüssigkeit von einem Flüssigkeitsvorratsbehälter an einen in dem Wäschetrockner
angeordneten Ultraschallzerstäuber geleitet wird, an diesem zerstäubt und in die
Wäschetrommel geleitet wird. Die Weiterleitung des an dem Ultraschallzerstäubers
erzeugten Aerosols kann durch gesondertes Gebläse, durch das Gebläse, das die
Prozessluft in dem Wäschetrockner bewegt, oder aber auch durch den
Ultraschallzerstäuber selber erfolgen.
Die Flüssigkeit kann gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
während des Trocknenvorgangs des Wäschetrockners permanent an den
Ultraschallzerstäuber geleitet und an diesem zerstäubt werden. Durch diese
Ausgestaltung des Verfahren kann während des gesamten Trockenvorgangs, dem die
Wäsche unterzogen wird, eine Versorgung mit Feuchtigkeit oder Duftstoffen realisiert
werden.
Alternativ oder zusätzlich kann gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren die Flüssigkeit
zu bestimmten Zeiten, vorzugsweise gegen Ende des Trockenvorgangs an den
Ultraschallzerstäuber geleitet und an diesem zerstäubt werden. Diese Ausführungsform
bietet sich insbesondere bei dem Einbringen von Duftstoffen an. Hierbei kann kurz vor
dem Ende des Trockenvorgangs der gewünschte Duft in die Wäsche eingebracht werden,
so dass der Duft bei der Entnahme der Wäsche noch frisch ist. Die Einstellung zu
welchen Zeiten die Flüssigkeit an den Zerstäuber geleitet wird kann über das Programm
zum Betreiben des Wäschetrockners bestimmt werden, oder manuell vom Benutzer des
Wäschetrockners eingestellt werden.
Weiterhin wird die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, durch die
Verwendung eines Ultraschallzerstäubers zum Zerstäuben von Duftstofflösungen gelöst.
Insbesondere können die Duftstofflösungen erfindungsgemäß in den Innenraum einer
Waschmaschine, einer Geschirrspülmaschine oder einem Kraftfahrzeuggastraum
verstäubt werden. Die durch den Ultraschallzerstäuber zu erzielende feine Verteilung von
Tropfen des Duftstoffes ist bei diesen Verwendungen von Vorteil, da Beschädigungen und
ein zu intensiver Geruch von Gegenständen, wie zu behandelnden Textilien, zu
reinigendem Geschirr oder beispielsweise Sitzbezügen vermieden werden kann.
Die Vorteile und Merkmale, die für den Wäschetrockner und den darin verwendeten
Ultraschallzerstäuber beschrieben wurden, gelten entsprechend auch für die weiteren
Verwendungen des Ultraschallzerstäubers und das Verfahren und umgekehrt.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen, die nicht-beschränkende
Beispiele möglicher Ausführungsformen der Erfindung darstellen,
beschrieben. Gleiche Komponenten sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und werden gegebenenfalls nur einmal erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Blockdarstellung eines Ultraschallzerstäubers mit
Flüssigkeitsvorratsbehälter für die erfindungsgemäßen Verwendungen;
- Figur 2:
- eine schematische Schnittansicht einer ersten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Wäschetrockners;
- Figur 3:
- eine schematische Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Wäschetrockners.
In Figur 1 ist ein Ultraschallzerstäuber 15 schematisch dargestellt, der mit einem
Vorratsbehälter 17 verbunden ist. Der Vorratsbehälter 17 ist in der dargestellten
Ausführungsform ein Patronensystem und umfasst eine Aufnahmeeinheit 171 und zwei
darin gehaltene Patronen 172. Die Aufnahmeeinheit 171 kann aber auch zur Aufnahme
von nur einer oder mehr als zwei Patronen 172 ausgelegt sein. Die Verbindung 21
zwischen der Aufnahmeeinheit 171 und dem Ultraschallzerstäuber 15 wird durch einen
Schlauch gebildet. Die Dosierung der dem Ultraschallzerstäuber 15 zuzuführenden
Menge an Flüssigkeit kann über die Aufnahmeeinheit 171 oder über eine in der
Verbindung 21 angeordnete Dosiereinheit (nicht gezeigt), die beispielsweise ein Ventil
darstellen kann, erfolgen. Die zur Zerstäubung der Flüssigkeit, insbesondere zur
Aktivierung des Ultraschallzerstäubers 15 notwendige Spannung, wird über eine Leitung
22 an den Ultraschallzerstäuber 15 geleitet. Die Leitung 22 kann mit einem Akku, einer
Batterie oder dergleichen verbunden sein.
In Figur 2 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wäschetrockners dargestellt.
Der Wäschetrockner 1 ist in diesem Fall ein Kondensations-Wäschetrockner. In dem
Wäschetrockner 1 ist eine drehbar gelagerte Wäschetrommel 2 vorgesehen, die zur
Aufnahme von Textilien, insbesondere Wäschestücken 4 dient und über eine an der
Vorderseite des Wäschetrockners 1 vorgesehenen Einfüllöffnung 3, die mit einer Türe
verschlossen werden kann, beschickt werden kann. Im unteren Bereich des
Wäschetrockners 1 ist ein Kondensator 6 angedeutet, der in einem Prozessluftkanal 5
angeordnet ist. Dem Kondensator 6 ist in dem Prozessluftkanal 5 ein Gebläse 7
nachgeschaltet an das sich ein Geruchsfilter 8 anschließt. Nach dem Geruchsfilter 8 ist im
Verlauf des Prozessluftkanals 5 eine Prozessluftheizung 9 vorgesehen. An der
Vorderseite des Wäschetrockners 1 ist eine Steuer- und Regeleinrichtung 14 vorgesehen.
Von der Prozessluftheizung 9 führt der Prozessluftkanal 5 zu einer Auslassöffnung 51 des
Kanals 5 zu der Wäschetrommel 2. Diese Auslassöffnung 51 weist vorzugsweise einen
gegenüber dem Kanal 5 erweiterten Querschnitt auf, damit die Prozessluft gleichmäßig in
die Wäschetrommel 2 eingeleitet werden kann.
Im oberen Bereich des Wäschetrockners 1 ist ein Kondensatsammelbehälter 13
vorgesehen, der über eine Wasserzuleitung 11 mit einer Dosiereinheit 16 verbunden ist,
die wiederum mit einem Ultraschallzerstäuber 15 zusammenwirkt. Der Zerstäuber 15 ist
im oberen Bereich der Auslassöffnung 51 des Prozessluftkanals 5 angeordnet.
Wird der Wäschetrockner beispielsweise zum Lüften verwendet, so kann über die
Dosiervorrichtung 16 ein gewisser Teil des in dem Kondensatsammelbehälter 13
gesammeltes Kondenswasser dem Zerstäuber 15 zugeführt werden. An diesem
Ultraschallzerstäuber 15, wird ein sehr feintröpfiger Nebel aus dem Kondenswasser
erzeugt. Dieser feintröpfige Nebel wird durch die Prozessluft, die an dem Zerstäuber 15
entlang strömt, mit dieser vermischt und in die Wäschetrommel 2 geleitet. Gleichzeitig
wird die Prozessluft, die in die Wäschetrommel 2 eindringt, ständig durch die
Prozessluftheizung 9 erwärmt. Der sehr feintröpfige Nebel wird dadurch in der
Wäschetrommel 2 verdunstet und Textilien 4, die in der Wäschetrommel 2 bewegt
werden, können durch den so erzeugten Dampf behandelt werden.
In Figur 3 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wäschetrockners 1
dargestellt. Der Wäschetrockner 1 weist im wesentlichen den gleichen Aufbau auf, wie der
in Figur 2 dargestellte Wäschetrockner. In dieser Ausführungsform ist allerdings der
Ultraschallzerstäuber 15 über die Dosiervorrichtung 16 mit einem Vorratsbehälter 17
verbunden, der im vorderen Bereich des Wäschetrockners 1 angeordnet ist. Bevorzugt ist
der Vorratsbehälter 17 im oberen Bereich, d.h. über der Einlassöffnung 3 des
Wäschetrockners 1 hinter einer Blende (nicht dargestellt) angeordnet. Durch diese
Position des Vorratsbehälters 17 kann dieser von Außen zugänglich gemacht werden. Der
Benutzer des Wäschetrockners 1 kann dann beispielsweise den Vorratsbehälter 17
entnehmen und diesen Auffüllen, oder den Vorratsbehälter 17 im eingebauten Zustand
befüllen. Es ist auch möglich, dass der Vorratsbehälter 17 ein, wie unter Bezugnahme auf
Figur 1 beschriebenes, Patronensystem darstellt. Diese Ausführungsform ist besonders
geeignet um verschiedene Duftstoffe für unterschiedliche Trockenvorgänge in die
Wäschetrommel 2 einbringen zu können.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt.
Es ist beispielsweise möglich den Vorratsbehälter mit dem Ultraschallzerstäuber in einem
Gehäuse zusammen zu fassen. Dadurch kann der Einbau des Ultraschallzerstäubers,
beispielsweise in einem Wäschetrockner, noch weiter vereinfacht werden.
Die als Vorratsbehälter verwendeten Patronen können in Form von Kartuschen
ausgebildet sein, wobei diese vorzugsweise für den Transport verschlossen sind und
entweder vor dem oder durch den Einsatz in die Aufnahmeeinheit geöffnet werden.
Hierdurch kann die in der Patrone aufgenommene Flüssigkeit zu der Aufnahmeeinheit
gelangen, von wo diese gegebenenfalls durch Dosiereinheiten an den
Ultraschallzerstäuber geliefert werden kann. Die Aufnahmeeinheit kann auch so ausgelegt
sein, dass diese der Dosierung der Duftstofflösung dient. Bei Patronensystemen, bei
denen mehr als eine Patrone von der Aufnahmeeinheit gehalten werden, kann die
Aufnahmeeinheit auch der Ansteuerung einer oder mehrer Patronen dienen. Die Größe
des Vorratsbehälters bzw. der Patronen wird vorzugsweise so gewählt, dass über längere
Zeit kein Nachfüllen bzw. Austauschen notwendig ist.
Auch der Einbauort des Ultraschallzerstäubers und des Vorratsbehälters in einem
Wäschetrockner sind nicht auf die dargestellten Varianten beschränkt. Es ist
beispielsweise auch möglich den Ultraschallzerstäuber in der Nähe der Einfüllöffnung 3
des Wäschetrockners anzuordnen.
Mit der Erfindung, insbesondere mit der Verwendung eines Ultraschallzerstäubers in
einem Wäschetrockner wird daher eine Möglichkeit geschaffen die Dosierung von
Flüssigkeiten, wie Duftstoffe oder Wasser, auf einfache Weise durchzuführen, ohne, dass
der Nutzer des Wäschetrockners Hilfsstoffe, wie beispielsweise Tücher, verwenden muss.
Zudem ergibt sich der Vorteil, dass die Duftstoff- bzw. Wassermenge gezielt variiert
werden kann, d.h. der Nutzer eines Wäschetrockners kann je nach Wunsch die Wäsche
mehr oder weniger duften lassen bzw. dämpfen. Schließlich weist der erfindungsgemäße
Wäschetrockner einen einfachen Aufbau auf und es besteht die Möglichkeit herkömmliche
Wäschetrockner durch geringfügige bauliche Maßnahmen zu einem erfindungsgemäßen
Wäschetrockner umzurüsten.