Die Erfindung befasst sich einer Kühlung von Getränken, die
vorgemischt oder als Premix-Getränk in flüssigkeitsfesten
Beuteln verpackt sind, welche in einer Trägerverpackung
aufgenommen sind. Diese bekannten "bag-in-box" Gebinde oder
Getränkespeicher werden in Ausschankgeräten verwendet, welche
sinngemäß als eine eigene Art von Kühlschrank angesehen werden
können. In diesem werden die "bag-in-box"-Gebinde als mit
Getränk gefüllte Beutel mit einem Inhalt von zwischen fünf bis
zehn Litern eingestellt und gekühlt. Die beutelförmigen
Verpackungen sind in Umkartons gehalten, welche Umkartons keine
wesentliche Wärmeleitung zur Verfügung stellen, aber auch keine
wesentliche Kälteisolation ermöglichen. Über einen
Ausgabeschlauch wird das Getränk aus dem Innenbeutel durch die
Umverpackung und gegebenenfalls auch aus der weiter außen
liegenden kühlenden Umhüllung ("Kühlaufnahme") herausgeführt,
wozu der Schlauch über eine Klemme abgeklemmt, oder bei Bedarf
auch geöffnet werden kann.
Eine Schwierigkeit dieser Geräte besteht darin, dass in einem
vertretbaren Zeitraum eine aktive Kühlung nicht zur Verfügung
steht, also ein Absenken der Temperatur des Getränkes auf die
gewünschte Schanktemperatur nicht so schnell erreicht werden
kann, wie das nach einem Wechsel des Umkartons in der äußeren
Kühlaufnahme gewünscht ist.
In einem solchen für "bag-in-box"-Getränke geeigneten Kühlgerät
als "äußere Aufnahme" erfolgt eine Kälteübertragung von der dort
vorgesehenen Kühleinrichtung oder Kühlplatte auf das Getränk
über die Kühlung der Luft, welche die Kühlung des Getränks
vermittelt, bzw. die Wärme aus dem Getränk abführt. Allein aus
dieser Konvektions-Kühlung ergibt sich eine starke Begrenzung
der möglichen Kälteübertragung bzw. Wärmeabfuhr.
Das Getränk im Beutel wird bei den genannten "bag-in-box"-Verpackungen
(Gebinden) nicht bewegt. Deshalb kann die von der
kühlenden Luft auf das Getränk übertragene Temperatursenkung
sich nur langsam auf das Innere des Getränks auswirken. Werden
vorgekühlte Getränke in die kühlenden Kühlaufnahmen, z.B. als
Ausschankgerät, eingesetzt, ist dieses in der Lage, das bereits
gekühlte Getränk auf einer niedrigen Temperatur zu halten. Diese
als passive Kühlung zu bezeichnende Kühleigenschaft begegnet nur
einer wesentlichen Anhebung der Temperatur des gekühlten
Getränks, ist aber nicht in der Lage ein ungekühltes und nicht
vorgekühltes Getränk eigenständig auf eine Schanktemperatur
herabzukühlen. Daher muss eine vorherige Kühlung der Getränke
erfolgen, die in den genannten "bag-in-box"-Gebinden vorgehalten
werden, was in separaten Kühlräumen über einen längeren Zeitraum
geschehen kann.
Ersichtlich ist, dass die Erfindung sich die Aufgabe gestellt
hat, eine technische Lösung vorzuschlagen, welche eine aktive
Kühlung von "bag-in-box"-Gebinden mit Getränkeinhalt ermöglicht,
ohne dass diese außerhalb des Schankgerätes vorgekühlt werden
müssen. Es soll also Kühl- oder Lagerraum reduziert werden,
Energieverluste durch gesonderte Kühlräume herabgesetzt werden
und die Vielseitigkeit eines Ausschankgerätes erhöht werden, das
dazuhin in die Lage versetzt werden soll, nicht vorgekühlte
Getränke aufnehmen zu können und dabei mehr zu leisten, als nur
eine dauerhafte Beibehaltung der Ausschanktemperatur.
Die Erfindung arbeitet bei der Lösung mit einer inneren
Aufnahme, welche das Getränk umhüllt und sinngemäß als Beutel
bezeichnet werden kann, der zumindest abschnittsweise nachgiebig
gestaltet ist. Diese innere Aufnahme wird von einer äußeren
Aufnahme umgeben, welche die Umverpackung und/oder das kühlende
Gerät sein kann, in welches die Umverpackung eingestellt ist.
Ein Auslass als schlauchförmige Leitung führt aus der inneren
beutelförmigen Schutzhülle durch die weiter außen liegenden
Aufnahmen hindurch und erlaubt das Entnehmen des gekühlten
Getränks aus dem Innenraum.
Ein flächig wirkendes Kühlelement greift von oben ein und sorgt
für einen berührenden Kühleinfluss, der flächig von der
Oberseite auf die innere Aufnahme einwirkt, zumindest am Anfang,
nach dem Einstellen der inneren Aufnahme in die äußere
isolierende Aufnahme. Die Wärmeleitung kommt durch eine Kopplung
zustande, welche berührend erfolgt und nicht über die Luft
übertragen werden muss. Sie wirkt außerdem von oben ein und
sorgt dafür, dass die übertragene Kühlleistung die oben
liegenden Schichten des meist Wasser enthaltenden Getränks
erreicht, was dazu führt, dass diese Schichten durch Abkühlung
schwerer werden und aufgrund der Anomalie des Wassers absinken.
Ganz von selbst, durch Wirkung der Schwerkraft, findet eine
Umwälzung in dem Beutel als innere Aufnahme statt und wärmere
Getränkeschichten werden nach oben verlagert, während die schon
gekühlten Getränkeschichten (Volumenanteil) absinken, hin zu dem
Auslass, wo sie gekühlt entnommen werden können.
Die Erfindung braucht keine gesonderte aktive Umwälzung durch
Flügel oder Mischer, sondern bringt eine Umwälzung durch einen
berührenden Einfluss von oben auf die innere Aufnahme ein. Eine
großflächige Kopplung des Kühleinflusses ist dabei von Vorteil,
wobei der Kühleinfluss in den zumindest abschnittsweise
nachgiebigen Beutel hineingedrückt werden kann, was den
Wärmeübergang weiter verbessert (Anspruch 24, Anspruch 26).
Eine Zufuhr von Kühlleistung ist de facto auch eine Abfuhr von
Wärme. Sinngemäß strömt dabei Wärmeenergie durch den berührenden
Kontakt aus dem Getränk in das die Kühlleistung aufbringende,
flächig wirkende Kühlelement, welches mit dem nachgiebigen
Abschnitt der inneren Aufnahme in einer wärmeleitenden (bzw.
entsprechend kälteleitenden) Kopplung steht. Allein durch
Gewichtskraft eines gesonderten flächigen Kühlelements kann
diese Kopplung erzielt werden, wenn das flächig wirkende
Kühlelement auf den Beutel als innere Aufnahme aufgelegt wird
und dabei zumindest ein Stück weit in ihn eingedrückt wird
(Anspruch 4).
Ein plattenförmiges Kühlelement ist hierzu geeignet,
insbesondere ein solches, welches wannenartig in die Oberseite
der inneren Aufnahme eingreift, welche vollumfänglich
verschlossen ist, lediglich diejenigen Auslässe bietet, durch
welche entweder Luft nach oben (Anspruch 17) oder Flüssigkeit
nach unten (Anspruch 16) austreten können.
Das Verfahren (Anspruch 11) bietet die Möglichkeit, im Betrieb
der Kühlung, insbesondere bei der Vorkühlung (Anspruch 21, 22
und 23), durch ein natürliches Absinken aufgrund der Schwerkraft
die kälteren Getränkeanteile nach unten zu verlagern und die
wärmeren nach oben, um sie der Kühlung zuführen zu können. Die
flächig wirkende Kühleinrichtung kann dabei entweder gesondert
von der weiter außen liegenden Aufnahme auf die innere Aufnahme
aufgelegt werden (Anspruch 4, 15), oder es steht als flächig
wirkende Kühleinrichtung unmittelbar in einem wärmeleitenden
Kontakt mit einem Kühlaggregat oder eine Kälteanlage, die stetig
für eine Wärmeabfuhr und für eine niedrige Temperatur im Bereich
der Ausschanktemperatur oder darunter sorgt (Anspruch 2). Ist
das flächig wirkende Kühlaggregat nicht wärmeleitend mit einer
dauernd Kühlleistung zur Verfügung stellenden Anlage verbunden,
ist dieses in seiner Speicherfähigkeit zumindest so bemessen,
dass eine Herabsetzung der Temperatur im Sinne einer Vorkühlung
ermöglicht wird, um es der passiven Dauerkühlung im Kühlraum zu
erlauben, die Ausschanktemperatur beizubehalten, oder weiter
stetig, aber langsamer herabzusetzen.
Zusätzliche Hilfseinrichtung zur Verbesserung eines
Wärmetransports oder der Einbringung eines Kühleinflusses sind
Kältetransmitter, wie sie im Anspruch 23 umschrieben sind,
vergleiche dazu auch die Vlieslage, Saugschicht oder Textil-
oder Zellstoffschicht, welche mit einer im Kühlbetrieb
gefrierenden Flüssigkeit getränkt ist, wie in EP 793 618 B1
(Wolfgang Jobmann) beschrieben. Diese Vliesschicht wird von
oberhalb zwischen zwei Wandabschnitten eingesetzt, welche eine
Wärmeleitung zwischen der inneren Aufnahme (dem Beutel) und dem
Kühlaggregat bzw. der Kälteanlage zur Verfügung stellen sollen.
Außerhalb der inneren, beutelförmigen Aufnahme, welche zumindest
abschnittsweise nachgiebig ist, ist eine ein- oder doppelwandige
weitere Aufnahme vorgesehen (Anspruch 6, Anspruch 19), welche
zwischen sich einen Luftraum definieren, der als Kältekammer zu
beschreiben ist. Die in dieser Kältekammer befindliche Luft wird
durch das Kühlaggregat herabgekühlt, um durch Konvektionskühlung
auf die Temperatur des Getränks in der inneren Aufnahme Einfluss
zu nehmen. Eine mechanische Abstützung zwischen diesen beiden
Aufnahmen erfolgt durch eine unten liegende Stützeinrichtung
(Anspruch 10), welche anhebend wirken kann (Anspruch 19, 20).
Die anhebende Wirkung setzt beim anfänglichen vollen
Innenspeicher (dem Beutel) ein, wobei er aufwärts gegen eine
kühlende Oberseite gedrückt wird, um Kühlleistung einzubringen.
Bei einem Absinken des Pegelstandes in der inneren Aufnahme geht
diese Wärmeleitung (Kälteleitung) verloren, wird aber ersetzt
durch die Kühlleistung, welche durch Konvektion im Kühlraum zur
Verfügung gestellt wird. Als Beispiel eines Hebesystems eignet
sich ein Schlauch, der aufgeblasen anhebend wirken kann, während
er im entlüfteten Zustand einen geringeren Durchmesser und damit
eine tiefere Lage der Zwischenaufnahme (als Umverpackung)
vorgibt.
Zur Verbesserung der Wärmeleitung sind Luftblasen abzuführen
(Anspruch 18), was durch geneigte Wandabschnitte erfolgen kann.
Der angehobene Zustand ist der Zustand der Vorkühlung, während
das Absinken des oberen Pegelstandes des Getränks eine
Reduzierung der durch Wärmeleitung eingebrachten Kühlleistung
bewirkt. Diese Abfolge der zunächst verbesserten Kühlleistung
hin zu einer dann reduzierten Kühlleistung ist für das schnelle
Herunterkühlen eines noch warmen Getränks vorteilhaft, ohne das
zusätzliche Umwälzmaßnahmen durch Rührwerke oder Schaufeln
eingesetzt werden müssten (Anspruch 7).
Bei den beschriebenen Wirkungsmechanismen wird die in
Abhängigkeit von der Temperatur variierende Dichte des Wassers
benutzt, welches Hauptbestandteil des gemischten Getränks ist.
Bei 4°C liegt diese Dichte an einem Maximum von 1,0 g/cm3, bei
höheren Temperaturen wird diese Dichte zunehmend geringer, z.B.
0,998 g/cm3, bei + 20°C. Der gewünschte Temperaturbereich für den
Ausschank von Getränken variiert, liegt jedoch meist oberhalb
von 4°C, so dass die gekühlten Getränkeschichten immer unten,
nahe der Ausgabeleitung zu liegen kommen.
Aufgrund des Einflusses der kühlenden Wirkung von oberhalb, kann
anfänglich eine hohe Kühlleistung zur Verfügung gestellt
werden, bei automatisch sich einstellender Schwerkraftwirkung
des gekühlten Wassers oder wasserhaltigen Getränks. Das Getränk
ist dabei unterhalb der flächig kühlend einwirkenden
Kühleinrichtung angeordnet, berührt diese Kühleinrichtung aber
durch zumindest die obere, nachgiebige Beutelwand als innere
Aufnahme.
Ausführungsbeispiele erläutern und ergänzen die beanspruchte
Erfindung.
- Figur 1
- ist ein erstes Ausführungsbeispiel mit einer
wannenförmigen Oberseite 44b, welche Kühleinfluss auf
ein im Beutel 21, 20b befindliches Getränk 1 ausübt.
- Figur 2
- ist eine alternative Ausführungsform mit einer flächig
wirkenden Kühleinrichtung 10, welche nicht in einem
mechanisch berührenden Einfluss mit einer Kälteanlage
steht.
- Figur 3
- veranschaulicht ein noch weiteres Ausführungsbeispiel,
bei welchem eine obere Öffnung 32a vorgesehen ist,
durch welche Luftblasen entweichen können, um die
Leistungsfähigkeit der Kühlung von oben zu verbessern.
Figur 1 veranschaulicht eine geschlossene Aufnahme 40b, die eine
größere Gestalt haben kann, vorliegend aber aus sechs Wänden
besteht, von denen im Schnitt vier Wände zu erkennen sind.
Oberhalb ist eine Kälteanlage 11 vorgesehen, welche in thermisch
leitendem Kontakt mit der kälteübertragenden Oberseite 44b
steht, welche über einen Zwischenabschnitt 43b mit den
vertikalen Wänden 40b in Verbindung steht. Der Zwischenwand-Abschnitt
44b hat mittig eine Mulde, welche über leicht
gekrümmte Übergangsabschnitte und einen flächig ausgebildeten
unteren Abschnitt in einen Zwischenbehälter 30b eingreift,
welcher eine innere, flexibel Aufnahme 20b stützt. In dieser
inneren Aufnahme, die als Beutel ausgeformt sein kann, ist ein
flüssiges Getränk 1 vorgesehen, welches über einen
Abgabeschlauch 60 und ein Schlauchsperr-Ventil 61 aus dem
Inneren heraus abgegeben werden kann.
Die Flüssigkeit 1 ist ein Getränk, das in dem Beutel 1 so
aufgenommen ist, dass dessen zumindest oberseitig vorgesehene
nachgiebige Wand 21 ein Hereindrücken der wannenförmigen
Kühlplatte 44b erlaubt, bei gleichzeitiger randseitiger und
bodenseitiger Stützung des Beutels 20b in der
Zwischenaufnahme 30b. Diese Zwischenaufnahme kann aus Karton
ausgebildet sein und eine Box bilden, in welcher Box der "bag"
(Beutel) flüssigkeitsgefüllt aufgenommen und gestützt wird.
In allgemeiner Betrachtung ist der innere Beutel 20b eine erste
Aufnahme (für das Getränk), welcher Beutel von einer
Zwischenaufnahme 30b aufgenommen wird, welche wiederum von einer
weiteren Aufnahme 40b beherbergt wird, wenn das Innere des
Beutels 20b gekühlt werden soll. Dazu ist ein Luftraum 41 als
Kühlraum vorgesehen, den der Zwischenbehälter 30b als
Zwischenaufnahme zwischen den Innenseiten des äußersten
Behälters 40b belässt. Allgemein betrachtet kann auch die
Zwischenaufnahme 30b und die äußere Aufnahme 40b als eine weiter
außen liegende Aufnahme angesehen werden, welche die weiter
innen liegende Aufnahme 20b beherbergt.
Von unten ist die Zwischenaufnahme 30b bodenseitig gestützt
durch Abstandshalter, die hier als Hebesystem 42b ausgebildet
sind. Dieses Hebesystem kann elastisch nachgiebig sein. Es
schafft einen Abstand zwischen der Bodenseite des äußersten
Behälters und der Bodenseite des weiter innen liegenden
Behälters so, dass ein Andrücken der nachgiebigen Zone 21 des
Beutels 20b von unten gegen die Kühlplatte 44b möglich wird,
wenn und solange der Beutel gefüllt ist oder zumindest noch
einigermaßen vollständige Füllung aufweist. Dazu kann das
Hebesystem durch Luft oder andere mechanische Hilfsmittel dazu
führen, dass der Zwischenbehälter 30b aufwärts verschoben wird
und die nachgiebige Zone 21 berührend die Kühlplatte 44b
kontaktiert, so dass diese flächig auf den Beutel wirken kann,
um über den nachgiebigen Abschnitt 21 der inneren Aufnahme in
wärmeleitender bzw. in kälteleitender Kopplung zu stehen. Wärme
wird entzogen oder Kälte wird zugeführt, je nach
Betrachtungsrichtung.
Sinkt der Pegelstand in dem nachgiebigen Behälter, so geht nach
und nach die berührende Kontaktierung der nachgiebigen Zone 21
an der Unterseite der Kühlplatte 44b verloren. Entweder man
führt die Stützglieder 42b in der Höhe nach, oder man lässt
diese Reduzierung der durch Wärmeleitung eingebrachten Kühlung
zu und vertraut auf die weiterhin bestehende Kühlung im
Kühlraum 41, welche mit kühler Luft gefüllt ist und eine
Konvektionskühlung erlaubt, die zwar nicht zum anfänglichen
Herunterkühlen des Getränks 1 in kurzer Zeit ausreichend ist,
aber doch zum Aufrechterhalten eines gekühlten Getränks, welches
durch den thermischen Berührungskontakt in der beschriebenen
nachgiebigen Zone 21 schon heruntergekühlt wurde.
Der Wirkungszusammenhang bei der Kühlung liegt so, dass die
oberen Schichten, welche durch die Wärmeleitung (Kälteleitung)
gekühlt werden, durch die Anomalie des Wassers absinken und
näher zur Abgabe 60 zu liegen kommen, ersetzt von wärmeren
Flüssigkeitsschichten, welche nach oben durch die normale
Schwerkraft gedrückt werden.
Die äußere Aufnahme 40b kann sehr stark isolierend sein, die
weiter innen liegenden Aufnahmen 20b, 30b sollten nicht oder
zumindest nicht stark isolierend sein, haben aber eine
schlauchförmige Ableitung 60, welche durch die
Zwischenaufnahme 30b und auch durch eine Öffnung der äußeren
Isolieraufnahme 40b führt, wie schematisch dargestellt.
Soweit von einem geschlossenen Beutel 20b gesprochen wird, mit
einer zumindest oberseitig flexiblen Zone 21, ist eine Öffnung
vorgesehen, die der Abfuhr des Getränks dient. Der Beutel kann
auch insgesamt dünnwandig flexibel sein, wird er doch durch die
Zwischenaufnahme 30b, beispielsweise als Kartonverpackung,
gestützt. Der Isolierbehälter 40b, dem eine Kälteanlage 11
zugeordnet ist, kann als kühlschrankähnlich oder zumindest
kühlzonenähnlich in einem Ausschankgerät ausgebildet sein. Das
Getränk selbst ist dann ein fertig gemischtes Getränk.
Unter einem Getränk ist auch Wasser als solches zu verstehen,
das auf Ausschanktemperatur herunterzukühlen ist, ohne dass ein
Getränk zwingend so zu verstehen ist, dass es sich um ein Süßoder
Fruchtsaftgetränk handeln muss. Bevorzugt sind allerdings
kohlensäurefreie Getränke, die keinen Innendruck aufbauen und
lediglich gespeichert und gekühlt werden.
Das schematisch dargestellte Hebesystem ist an den anderen
Ausführungsbeispielen, so Figur 3 mit Bezugszeichen 42a und
Figur 2 mit Bezugszeichen 42 in alternativen Gestaltungen
beschrieben. Es kann in einer schlauchförmigen Gestaltung mit
einer Aufblähung und einer aufwärts gerichteten Druckbewegung
nach der Figur 3, dort in Richtung h, den Innenbehälter 30a nach
oben bewegend gestaltet sein, es kann aber auch auf andere Weise
mechanisch ausgebildet sein, wie durch eine Verlängerung von
Stützen nach Figur 2, durch beispielsweise eine Schraubbewegung
oder einen kleinen Motor, alternativ zu der pneumatischen
Arbeitsweise nach Figur 1 oder Figur 3.
Durch die Aufwärtsbewegung entsteht ein Anpressdruck im oberen
nachgiebigen (flexiblen) Abschnitt 21 des Beutels 20b, so dass
eine Kopplung mit geringem Wärmewiderstand bzw. hohem
Wirkungsgrad der Wärme- bzw. Kälteübertragung entsteht.
Durch die oben liegende Kühlfläche 44b wird das Getränk 1 durch
die nachgiebige Wand 21 hindurch in den oberen Schichten
gekühlt, auf eine Temperatur oberhalb von 4°C, die unterhalb der
ursprünglichen Temperatur des Getränkes 1 lag, als der
Behälter 30b mit dem Innenbehälter 20b in den Kühlraum 41
eingeschoben wurde. Anschließend sinken diese Schichten der
gekühlten Flüssigkeiten ab, bei ansteigender Dichte des Wassers
(durch Temperatursenkung), so dass es ersetzt wird durch
wärmeres Wasser, welches dann der Kühlung durch die
Kühlplatte 44b unterliegt. Sukzessive wird das aufsteigende,
leichtere und wärmere Getränk abgekühlt, bis der gesamte
Getränkeinhalt die gewünschte, beispielsweise über einen
Thermostaten oder einen sonstigen Temperaturfühler gemessene
Temperatur erreicht. Dieser Temperatursensor kann auch mit dem
Hebesystem gekoppelt sein, das abwärts gesenkt wird, wenn die
Temperatur zu stark sinkt, so dass über eine Hebebewegung eine
Temperaturbeeinflussung möglich wird.
Die so erreichte Temperaturreduzierung ist eine aktive Kühlung,
ohne aktiv bewegliche Teile innerhalb der Flüssigkeit. Die sich
bildende innere Umwälzung der Flüssigkeit ergibt sich durch die
Schwerkraft und die physikalischen Eigenschaften der
Flüssigkeit.
Aufgrund der beschriebenen Kühlung ist die Vorkühlung, also die
initiale deutliche Herabsetzung der Temperatur des Inhalts
realisiert, die sich im Zuge der weiteren Entnahme des Getränks
zu einer Erhaltungskühlung über den Kühlraum 41 verändert. Ein
Absinken der oberen Wand 21 des Beutels 20b wird veranlasst
durch eine Reduzierung des Inhaltes und damit ein Lösen der gut
wärmeleitenden Kopplung. Je weiter der obere flexible
Abschnitt 21 von der Platte 44b entfernt ist, desto stärker wird
der Kühleinfluss von den Seiten und von unten, durch die relativ
dünnen Wände der Zwischenaufnahme 30b, veranlasst durch
zirkulierende Luft, die ebenfalls durch die Kälteanlage 11 auf
eine Kühltemperatur herabgekühlt ist. Der Kühlanlage kann dabei
Strom zur Generierung eines Kältemediums, oder das Kältemedium
selbst zugeführt sein, was durch den Pfeil 100 repräsentiert
wird.
Es bleibt zu erwähnen, dass der Zugang entweder durch eine Tür,
oder durch Abnehmen der Oberseite (der Kälteanlage 11 mit dem
unteren Abschluss der innen wannenförmig ausgeformten
Kälteplatte 43b, 44b) erfolgt, welche dann erneut von oben -
nach Einsetzten des Behälters 30b - aufgesetzt und isolierend
mit dem übrigen Behälter 40b abschließt. Dieser Abschluss wird
durch die Sitzpassung 45b, welche umlaufend ist und an die Form
der Außenwand 40b angepasst wird, symbolisiert. Diese Verbindung
wird auch als eine "feste Verbindung" angesehen, wenngleich sie
gelöst werden kann.
Eine andere Möglichkeit einer losen und getrennten Kühlplatte 10
zeigt die Figur 2. Hier ist die Kühlplatte 10 mit einem Außenmaß
versehen, dass in etwa demjenigen der Kühlfläche 44b entspricht,
nur ohne Übergangsabschnitt 43b und ohne Wannenform. Räumlich
gelegen ist die Kühlplatte 10 als Kältespeicher aber ebenso und
sie dringt in die oben nachgiebig gestaltete Beutelform des
Beutels 20 ein, welche nachgiebige Zone die obere Wand ist.
Dadurch entsteht dieselbe flächige Berührung, welche in der Lage
ist, kühlend zu wirken und die Wärmekapazität
bzw. Kältekapazität der plattenförmig ausgebildeten, losen
Kühlfläche dient einer wesentlichen Herabsetzung der Temperatur
des Getränks 1 in dem Beutel 20. Eine wesentliche Herabsetzung
ist nicht nur eine geringe, sondern eine deutliche
Temperaturdifferenz, von zumindest 5° bis 10°, um die initiale
Vorkühlung zu erzielen und eine Weiterkühlung oder
Erhaltungskühlung erneut durch den Luftraum 41 vornehmen zu
können, wie das am Ausführungsbeispiel der Figur 1 erläutert
wurde.
Die Kälteanlage 11 ist auch hier oberhalb des inneren
Behälters 20, umgeben von dem Zwischenbehälter 30, angeordnet und
bildet mit dem Isolierbehälter 40 als äußerer Aufnahme eine
umlaufende Begrenzung einer innen liegenden Kühlkammer 41. In
dieser Kühlkammer liegt der Zwischenbehälter 30 auf Stützen 42.
Die Stützen müssen nicht aufwärts oder abwärts bewegbar sein,
nachdem die Kühlplatte 10 eigenständig, losgelöst und nicht
mechanisch in irgendeiner Weise mit der Außenwand 40 der äußeren
Aufnahme verbunden ist. Sie folgt dem Absinken des Pegelstandes
des Getränks 1 im Beutel 20. Ist die Kühlkapazität der
gesonderten Kühlplatte 10 aber erschöpft, kann sie zur weiteren
Herabkühlung keinen Beitrag leisten. Für einen solchen ergänzten
Fall der Anfangskühlung (Vorkühlung) können die Stützen 42 auch
mechanisch aufwärts bewegt werden, indem sie sich beispielsweise
schraubend verlängern, um die Kühlplatte 10 an eine Bodenfläche
der Kühlanlage 11 berührend anliegen lassen, und die Platte 10
erneut aufzuladen. Alternativ kann die Kühlplatte 10 auch
manuell ausgetauscht werden. Der Wirkungsmechanismus der
Abkühlung der oberen Schichten und das abschließende Absinken
der gekühlten Volumenanteile ist derselbe, wie zuvor anhand der
Figur 1 beschrieben.
Die thermische Isolation kann eine thermische Abkopplung der
Außenwelt von dem Innenraum 41 sein, was durch die äußere
Aufnahme 40a, gleichermaßen die Aufnahmen 40b und 40, wie in der
Figur 2 angegeben, erfolgt. Dazu sind Isoliermaterialien oder
Dämmmaterialien eingesetzt, die den Wandabschnitten zugeordnet
sind, welche in allen Figuren in Schnittdarstellung gezeigt
werden.
Es versteht sich dabei auch, dass eine Öffnung oder ein Zugang
zum Kühlraum 41 bestehen muss, der wie am vorhergehenden
Ausführungsbeispiel durch Abnehmen des Oberteils zugänglich sein
kann, der aber auch bei vollständig geschlossener äußerer
Aufnahme 40 nach Figur 2 durch eine vordere Tür erreicht werden
kann. Insoweit wird von einem verschlossenen Zustand oder einem
verschließbaren Zustand gesprochen. Die dabei erzielbare
Gestaltung ist im eingebrachten Zustand des
Getränkebehälters 30, 20 beschrieben, wobei die innere
Aufnahme 20 als unmittelbare flüssigkeitsfeste Begrenzung der
Flüssigkeit 1 von einem doppelwandigen Gefäß aufgenommen wird,
das zwischen sich einen Luftraum bildet. Obwohl die
Zwischenaufnahme 30 und die innere Aufnahme 20 funktionell
zusammen gehandhabt werden (als bag-in-box), kann im kühlenden
Zustand die box als Zwischenwand und der Beutel 10 als inneres,
zu kühlendes Objekt angesehen werden.
In Figur 3, die bereits hinsichtlich des Hebesystems 42a und der
einzelnen Wandungen 40a, 30a erwähnt war, sollen noch diejenigen
Elemente beschrieben werden, die zuvor nicht anhand ihres
Funktionszusammenhangs erläutert wurden. Dieser
Funktionszusammenhang der Kühlung gilt auch für die Figur 3, in
welcher ebenfalls ein Beutel 20a mit nachgiebiger Wand in einer
inneren Aufnahme 30a aufgenommen ist, welche ihn stützt. Die
innere Aufnahme 30a steht auf einem Hebesystem 42a, hier als
umlaufender Schlauch ausgebildet, womit die innere Aufnahme 30a
gegenüber der äußeren, isolierenden Aufnahme 40a relativ
gestützt bzw. gehalten wird. Die äußere Aufnahme ist als
Isolierbehälter ausgestaltet ist, und weist einen Deckel 41a
auf, welcher von oben eingesetzt ist und an der
Einsetzstelle 45a mechanisch passend ausgestaltet ist, um
insgesamt umlaufend zu isolieren. Die obere Kühlplatte 41a wird
wärmeleitend (kälteleitend) mit einer Kälteanlage 11 als
Kühlaggregat verbunden, welches oberhalb gezeigt ist und das
über die Zufuhr 100 mit Strom oder Kühlmedium versorgt wird. Die
innere Aufnahme sitzt zumindest umfänglich mit Abstand innerhalb
der äußeren Aufnahme 40a und belässt dabei einen Luftraum 41,
welcher ebenfalls von der Kälteanlage 11 gekühlt wird.
Das Getränk 1 in einem dünnwandigen, flüssigkeitsfesten und
flüssigkeitsdichten Kühlbeutel steht oberseitig mit der oberen
Deckwand 31a berührend in Verbindung, welche obere Wand 31a als
zum Zentrum aufwärts geneigte Wand ausgebildet ist. Etwa mittig
hat diese Wand eine Öffnung 32a, welche von einem Kragen
gebildet wird. Dieser Kragen ragt durch eine weitere Öffnung in
der zuvor beschriebenen Kühlplatte 41a, welche auf der
Unterseite der Kälteanlage 11 angeordnet ist.
Durch die kragenförmige Öffnung 32a ragt ein schlauchförmiger
Abschnitt der nachgiebigen Oberwand 21 des flexiblen
Beutels 20a, welcher hier mit Kraft F verschlossen ist. Wird die
Kraft gelöst, bildet sich ein Durchtritt 62, welcher es erlaubt,
Luftblasen abzulassen, welche sich durch die schräg geneigte
Oberwand 31a geleitet in dem schlauchförmigen Abschnitt des
Beutels 20a gesammelt haben.
Die schräge Gestaltung der Unterseite der Abdeckung der
Zwischenaufnahme 30a dient auch dem Lösen und Verlagern von
Luftblasen, die sich oberhalb des nachgiebigen Abschnitts 21 des
Beutels gebildet haben und zwischen diesen und der Unterseite
der Oberwand 31a liegend den Wärmeübergang verschlechtern. Auch
hier kann eine Abführung dieser Luftblasen durch die Öffnung im
Kragen 32a erfolgen.
Ein in Figur 3 nicht gezeigtes Eindringen der
kälteübertragenden Platte 31a in das Innere der
Zwischenaufnahme 30a, wie es noch bei den Figuren 1 und 2
erläutert war, wird hier durch eine Erhöhung des Pegelstandes
erreicht, was durch die kragenförmige Öffnung 32a ermöglicht
ist. Das Getränk 1 hat eine Füllhöhe die größer ist, als die
Unterseite der Oberwand 31a. Dadurch kann Kälte übertragen
werden, bzw. Wärme entzogen werden, durch einen flächigen
Kontakt und eine flächig wirkende Kühlung, welche dann zustande
kommt, wenn die Oberseite der Wand 31a mit der Unterseite der
Kühlplatte 41a berührend in Kontakt tritt.
Das Anheben der Zwischenaufnahme 30a erfolgt über das
Hebesystem 42a nach aufwärts "h", unter beispielsweise Aufblähen
der schlauchförmigen Stützen 42a.
Die zusätzlich zur Verbesserung der Wärmeleitung eingebrachte
Lage 33a aus saugfähigem Werkstoff hat eine geringe Dicke,
geringer als die beiden Wandabschnitte, die es thermisch leitend
verbindet, nimmt aber eine im Kühlbetrieb bevorzugt gefrierende
Flüssigkeit auf, um den Wärmewiderstand im anliegenden,
berührenden Zustand herabzusetzen. Bei der Aufnahme der
Flüssigkeit in der saugfähigen Schicht, beispielsweise als
Textilschicht oder Vlieslage, verteilt sich die Flüssigkeit
praktisch luftblasenfrei und gleicht außerdem mechanische
Unebenheiten zu einer vollflächigen Kontaktaufnahme aus. Anders
als die Innenseite, ist die Oberseite der oberen Wand 31a dazu
im wesentlichen eben (horizontal) ausgebildet, ebenso, wie die
Unterseite oder oberen Wand 41a horizontal und eben ausgebildet
ist.
Ein vollflächiger Kontakt und eine hohe Übertragungsfähigkeit
von Kälteleistung wird erzielt, welche Übertragungsfähigkeit
aber dann sinkt, wenn Getränk abgegeben wird. Dabei verlässt der
obere nachgiebige Abschnitt 21 des Beutels 20a die schräg nach
oben verlaufende Unterseite der Wand 31a und das Getränk kann im
Anschluss daran durch Zirkulation im Kühlraum 41, durch die
Wand 30a der Zwischenaufnahme hindurch in seiner
Ausschanktemperatur kühl gehalten werden. Anzumerken ist, dass
die Wand 30a nicht stark isolierend wirkt, meist auch wesentlich
dünner ausgestaltet ist, als die äußere Isolierwand 40a des
Kühlraums.
Die Kühlung durch Wärmeleitung auf der Oberseite und von
oberhalb erfolgt ebenso, wie bei den anderen
Ausführungsbeispielen. Der Wirkungsmechanismus des Absinkens der
kühlen Volumenanteile ist ebenso wie die Entnahme des auf
Ausschanktemperatur gekühlten Getränks über den Schlauch 60 wie
in den anderen Ausführungsbeispielen gewährleistet. Der
Auslass 60 und die Luftblasen-Öffnung 62 sind gegenüber der
Gesamterstreckung des Beutels im Durchmesser sehr klein
dimensioniert, so dass sie keine wesentliche Öffnung darstellen.
Die innere Aufnahme 30a ist steifer als der Beutel 20a.