Die Erfindung betrifft ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum
Reinigen von Flächen, insbesondere von Bodenflächen, gemäss dem
Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche 1 und 5. Mit derartigen
Verfahren bzw. mit derartigen Reinigungsgeräten sollen verschmutzte
Böden aller Art im privaten, öffentlichen oder gewerblichen
Bereich gereinigt werden. Das angetriebene Reinigungswerkzeug,
in der Regel eine rotierende Bürste, bewirkt eine intensive
mechanische Bearbeitung der zu reinigenden Fläche. Als
Reinigungsmedien werden Dampf und/oder flüssige Reinigungsmittel
eingesetzt.
Durch die DE U 295 08 713 ist ein Bodenreinigungsgerät bekannt
geworden, welches ein auf die zu reinigende Bodenfläche wirkendes
Reinigungswerkzeug und einen Dampferzeuger aufweist, wobei
aus einem oder aus mehreren gegen die Bodenfläche und/oder gegen
das Reinigungswerkzeug gerichteten Auslässen Dampf ausstossbar
ist. Das Reinigungswerkzeug wird dabei vom Dampf durchströmt.
Zusätzlich kann über eine separate Leitung bzw. über einen separaten
Auslass eine Reinigungsflüssigkeit auf die Bodenfläche
aufgebracht werden.
Durch die USA 4,353,145 ist ein Teppichreinigungsgerät bekannt
geworden, dass mit einem rotierenden Bürstenpaar versehen ist.
Aus einem separaten Drucktank kann eine heisse Reinigungslösung
direkt auf das Reinigungswerkzeug und unmittelbar davor gesprüht
werden. Die Zufuhr zum manuell verschiebbaren Reinigungsgerät
erfolgt über eine flexible Schlauchleitung.
Ein Nachteil der bekannten Verfahren bzw. Vorrichtungen besteht
darin, dass sie konstruktiv zu aufwändig und zu sperrig sind,
weil sämtliche Komponenten auf dem Gestell des fahrbaren Reinigungsgeräts
angeordnet sind. Dies führt dazu, dass schwierig zu
reinigende Stellen, wie z.B. unter Treppenstufen, Sitzbänken
oder Abschrankungen allein schon wegen der Bauhöhe überhaupt
nicht zugänglich sind. Ausserdem ist die Reinigungswirkung bei
starken Verschmutzungen wie beispielsweise festgetretene oder
verklebte Kaugummis eher mangelhaft. Dies hängt damit zusammen,
dass Dampf und allfällige Reinigungsmittel ihre Wirkung nicht
voll entfalten können.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei dem die eingesetzten Reinigungsmedien
optimal mit dem mechanischen Reinigungswerkzeug zusammenwirken,
so dass auch grobe Verschmutzungen beseitigt werden
können. Ausserdem soll das Verfahren auch eine Reinigung an
schwer zugänglichen Stellen erlauben. Diese Aufgabe wird in verfahrensmässiger
Hinsicht mit einem Verfahren gelöst, das die
Merkmale in Anspruch 1 aufweist.
Da der Dampf an einem Dampferzeuger ausserhalb des Reinigungsgeräts
erzeugt wird, kann das Reinigungsgerät selbst eine minimale
Bauhöhe aufweisen. Das Reinigungsgerät ist dabei ausserdem noch
wesentlich müheloser zu handhaben. Die flexible Schlauchleitung,
über welche der Dampf dem Reinigungsgerät zugeführt wird, erlaubt
einen ausreichenden lokalen Aktionsradius. Die Zudosierung
des Reinigungsmittels in den Dampf hat mehrere Vorteile. Einerseits
wird das Reinigungsmittel durch die Mischung mit dem Dampf
ersichtlicherweise selber stark erwärmt bzw. teilweise verdampft,
womit die Reinigungswirkung stark erhöht wird. Die Anzahl
der erforderlichen Zuleitungen im Bereich des Reinigungswerkzeugs
wird dabei reduziert. Erfolgt die Zudosierung des Reinigungsmittels
am Dampferzeuger, wird ausserdem das Reinigungsgerät
von zusätzlichen Komponenten, wie z.B. Reinigungsmitteltank,
Pumpe, Dosierventil usw. entlastet. Schliesslich bewirkt
die Auftragung des Gemisches aus Dampf und Reinigungsmittel wenigstens
unmittelbar im Arbeitsbereich des Reinigungswerkzeugs
eine konzentrierte und intensive Einwirkung von Temperatur, Reinigungsmittel
und mechanischer Kräfte auf den Schmutz.
Besonders vorteilhaft ist das Reinigungswerkzeug eine kreisringförmige
Bürste, die über ein Getriebe angetrieben wird und die
um eine Achse etwa im rechten Winkel zur Fläche rotiert, wobei
das Gemisch aus Dampf und Reinigungsmittel im Zentrum der Bürste
zugeführt wird. Das Gemisch kann dabei zwar die Bürste seitlich
durchströmen, wird jedoch im Wesentlichen innerhalb der Bürste
auf die Bodenfläche konzentriert. Selbstverständlich wäre es
aber auch denkbar, das die Bürste als Walze ausgebildet ist, die
um eine Achse horizontal zur Fläche rotiert. Selbst linear verschiebbare
bzw. vibrierende Bürsten wären als Reinigungswerkzeuge
denkbar.
Bei hartnäckiger Verschmutzung kann die Reinigungswirkung zudem
verbessert werden, wenn das Gemisch aus Dampf und Reinigungsmittel
zusätzlich unmittelbar neben dem Arbeitsbereich des Reinigungswerkzeugs
gegen die Fläche gerichtet wird. Das Reinigungswerkzeug
ist auf diese Weise zumindest in einem bestimmten Abschnitt
auf beiden Seiten vom Gemisch umgeben, womit sich auch
die Einwirkzeit auf die verschmutzten Stellen erhöht.
Um optimale Resultate zu erzielen hat das Gemisch aus Dampf und
Reinigungsmittel beim Ausstossen gegen die Fläche vorzugsweise
eine Temperatur von wenigsten 110° bis 140° Celsius. Selbstverständlich
ist dabei der Weg des Gemisches bzw. die Länge der
flexiblen Schlauchleitung angemessen zu berücksichtigen.
In vorrichtungsmässiger Hinsicht wird die erfindungsgemäss gestellte
Aufgabe mit einer Vorrichtung gelöst, welche die Merkmale
in Anspruch 5 aufweist. Durch die Anordnung des Reinigungswerkzeugs
am Ende eines mobilen Auslegers wird eine ausserordentlich
niedrige Bauhöhe, zumindest im unmittelbaren Bereich
des Reinigungswerkzeugs erreicht. Dadurch können auch Treppenstufen
Nischen, Abschrankungen und dergleichen unterfahren und
genau gleich gereinigt werden, wie frei liegende Flächen. Die
Verlegung des Antriebsmotors und das für die Bewegungsübertragung
erforderliche Getriebe verursachen einen geringen Mehraufwand.
Als Reinigungsmedium kann wie vorstehend beschrieben ein
Gemisch aus Dampf und Reinigungsmittel eingesetzt werden. In bestimmten
Fällen wäre es allerdings auch denkbar, ausschliesslich
Dampf oder ausschliesslich eine heisse Reinigungslösung oder
dergleichen als Reinigungsmedium einzusetzen.
Unter der Bezeichnung "mobiler Ausleger" ist jede Art von sich
in Längsrichtung erstreckendem Körper zu verstehen, der relativ
zu der zu reinigenden Fläche bewegt werden kann. Der Ausleger
kann auf Rollen, Rädern, Kufen oder Schienen fahrbar oder
schiebbar sein oder er kann auch von Hand bewegbar sein. Denkbar
wäre auch ein Roboter gesteuerter Auslegerarm, der an einem Gestell,
insbesondere an einem Fahrgestell angeordnet ist.
Das Reinigungswerkzeug kann eine an dem Ausleger drehantreibbar
gelagerte, kreisringförmige Bürste sein, wobei der Auslass für
das Reinigungsmedium etwa im Zentrum der Bürste angeordnet ist.
Wie bereits vorstehend erwähnt, wären aber andere Reinigungswerkzeuge
oder aber auch eine Kombination unterschiedlicher
Werkzeuge durchaus denkbar.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung kann erreicht werden, wenn der
Ausleger fahrbar ist und etwa horizontal verläuft und wenn das
Reinigungswerkzeug unter dem Ausleger drehantreibbar gelagert
ist. Alternativ könnte der mobile Ausleger aber auch als Lanze
mit einem Handgriff ausgebildet sein, wobei das Reinigungswerkzeug,
insbesondere eine Bürste, fest am einen Ende der Lanze angeordnet
ist. Die Bürste könnte aber auch mittels Elektromotor
und über ein Zahnradgetriebe antreibbar sein.
Der Anwendungsbereich der Vorrichtung kann noch verbessert werden,
wenn über dem Ausleger, etwa im Bereich der Drehachse der
Bürste ein Anschlussstutzen zum Anschliessen der Zufuhrleitung
angeordnet ist und wenn auf dem Anschlussstutzen ein Zusatzauslass
vorzugsweise lösbar befestigt ist, über den Reinigungsmedium
zusätzlich unmittelbar neben die Bürste ausstossbar ist. Die
lösbare Anordnung des Zusatzauslasses erlaubt es, dass dieser
als zusätzliches Modul nur dann montiert werden muss, wenn es
von der Reinigungswirkung her erforderlich ist. Die Wirkung des
Zusatzauslasses kann noch dadurch verbessert werden, wenn er
derart um eine Achse schwenkbar gelagert ist, dass er um einen
Bereich von vorzugsweise 180° um das Ende des Auslegers schwenkbar
ist. Soll beispielsweise eine Bodenfläche entlang einer Stufe
gereinigt werden, wird der Zusatzauslass auf die der Stufe
abgewandte Seite weggeschwenkt. Die Reinigungswirkung wird dabei
trotzdem verbessert, ohne das der Zusatzauslass das Entlangfahren
des Werkzeugs an der Stufe behindert.
Der Zusatzauslass kann ausserdem ein Düsenrohr mit einzelnen Düsenöffnungen
aufweisen, das sich über einen Sektor um den Aussenumfang
der Bürste gekrümmt erstreckt. Auf diese Weise wird
das Reinigungsmedium stets unmittelbar am Aussenumfang der Bürste
aufgetragen bzw. verteilt.
Der Zusatzauslass bzw. das Düsenrohr ist vorzugsweise in einer
bestimmten Betriebsstellung arretierbar. Auf diese Weise kann
genau bestimmt werden, auf welcher Seite des Reinigungswerkzeugs
zusätzlich Gemisch ausgestossen werden soll.
Das Getriebe ist vorteilhaft ein unter dem Ausleger verlaufendes
Riemengetriebe, insbesondere ein Zahnriemengetriebe. Andere Getriebearten
wie z.B. ein Zahnradgetriebe und/oder eine Antriebswelle
wären aber ebenso denkbar. Der Antriebsmotor ist vorteilhaft
über dem Ausleger angeordnet und er ist drehreversierbar.
Je nach Beaufschlagung der zu reinigenden Fläche vermittelt die
rotierende Bürste dem Ausleger nämlich ein bestimmtes Drehmoment,
das durch Änderung der Drehrichtung beeinflusst werden
kann. Durch die Festlegung der Drehrichtung wird auch bestimmt,
von welcher Seite her ein Drehmoment auf den Ausleger einwirkt.
Beim Reinigen entlang einer Treppenstufe oder entlang einer Wand
wird die Drehrichtung ersichtlicherweise so gewählt, dass ein
Drehmoment gegen die Treppenstufe bzw. gegen die Wand erzeugt
wird.
Der Ausleger ist an dem dem Reinigungswerkzeug gegenüberliegenden
Ende vorteilhaft mit wenigstens einer Rolle, vorzugsweise
einem Rollenpaar und mit einer starr mit dem Ausleger verbunden
Deichsel versehen. Das Reinigungsgerät ist damit einerseits an
der Rolle und andererseits am Reinigungswerkzeug auf der Bodenfläche
abgestützt. Über die Deichsel kann das Reinigungsgerät
bewegt und gelenkt werden. Die Deichsel ermöglicht es aber auch,
eine Hebelwirkung auf das Gerät auszuüben, so dass Druck auf das
Reinigungswerkzeug ausgeübt werden kann.
Das Reinigungsgerät wird vorteilhaft über einen ausserhalb des
Reinigungsgeräts angeordneten Dampferzeuger gespeist, der über
eine flexible Schlauchleitung mit dem Reinigungsgerät verbunden
ist. Eine Dosiervorrichtung erlaubt das Zudosieren eines Reinigungsmittels
zum Dampf, wobei als Reinigungsmedium ein Gemisch
aus Dampf und Reinigungsmittel erzeugbar ist. Die Funktionen des
Dampferzeugers und/oder der Dosiervorrichtung sind vorteilhaft
vom mobilen Reinigungsgerät bzw. vom mobilen Ausleger aus steuerbar.
Je nach der Länge der flexiblen Schlauchleitung besteht
so ein relativ grosser Aktionsradius, wobei die Bedienungsperson
alle Funktionen je nach Situation steuern kann. Die Steuerung
erfolgt vorteilhaft über eine elektrische Versorgungsleitung,
die für den Betrieb des Elektromotors ohnehin erforderlich ist.
Weitere Vorteile und Einzelmerkmale ergeben sich aus dem nachstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel und aus den Zeichnungen.
Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine perspektivische Darstellung eines Reinigungsgeräts
mit teilweise geschnittenem Ausleger,
- Figur 2:
- eine Draufsicht auf das Ende des Auslegers am Gerät
gemäss Figur 1,
- Figur 3:
- ein Querschnitt durch das Ende des Auslegers gemäss
Figur 2,
- Figur 4:
- eine perspektivische Gesamtdarstellung eines
Dampferzeugers mit einem Reinigungsgerät gemäss
Figur 1 und mit einer alternativen Reinigungslanze,
und
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung einer Reinigungslanze
mit drehantreibbarer Bürste.
Wie in Figur 1 dargestellt, besteht ein Reinigungsgerät 2 zum
Reinigen einer Bodenfläche 1 im Wesentlichen aus einem Ausleger
7, vorzugsweise aus rostfreiem Stahlblech. An einem Ende des
Auslegers ist eine Rolle 14 bzw. ein Rollenpaar und eine Deichsel
15 angeordnet. Diese Deichsel ist allerdings über eine Verstrebung
19 starr mit dem Ausleger 7 verbunden. In bestimmten
Fällen könnte die Deichsel aber auch in der Neigung verstellbar
befestigt sein. Am oberen Ende der Deichsel ist ein Handgriffpaar
18 angeordnet und zwar vorteilhaft annähernd vertikal, so
dass beim Schieben ein Drehmoment auf den Ausleger (7) ausgeübt
werden kann.
Am freien Ende des Auslegers ist unter dem Ausleger eine kreisringförmige
Bürste 3 drehantreibbar gelagert. Der Antrieb erfolgt
dabei über den im Bereich der Deichsel auf den Ausleger
fixierten Elektromotor 4 bzw. über einen unter dem Ausleger verlaufenden
Zahnriemen 8. Die Steuerung des Elektromotors bzw.
weiterer Funktionen des Reinigungsgeräts erfolgt am Steuergerät
20, das an der Deichsel 15 fixiert ist.
Die elektrische Energie für die Versorgung des Elektromotors 4
wird über eine elektrische Versorgungsleitung 34 vom Dampferzeuger
her zur Verfügung gestellt. Über diese Versorgungsleitung.
werden auch verschiedene Steuerimpulse abgegeben bzw. ausgetauscht.
Mit dem Motorschalter 35 kann der Elektromotor ein- und
ausgeschaltet werden und ausserdem kann die Drehrichtung des
Elektromotors und damit des Arbeitswerkzeugs bestimmt werden.
Mit Hilfe des Brennerschalters 36 kann der Dampferzeuger einund
ausgeschaltet werden, so dass in bestimmten Fällen auch ein
Betrieb des Arbeitswerkzeugs ohne Dampfzufuhr möglich ist.
Schliesslich kann mit Hilfe des Dosierschalters 37 die Reinigungsmittelzufuhr
ein- und ausgeschaltet werden, wobei gleichzeitig
eine Mengendosierung vorgewählt werden kann.
Ein Reinigungsmedium, vorzugsweise ein Gemisch aus Dampf und
Reinigungsmittel wird über eine flexible Schlauchleitung 17 zugeführt,
wobei eine Zufuhrleitung 6 sowohl einen in Figur 1
nicht sichtbaren Auslass 5 (Figur 3) im Zentrum der Bürste 3,
als auch einen Zusatzauslass 11 am Aussenumfang der Bürste 3
speist. Zu diesem Zweck führt eine Zufuhrleitung 6 zu einem Anschlussstutzen
10, der im Bereich der Drehachse der Bürste 3 in
deren Zentrum angeordnet ist.
Weitere Einzelheiten der Vorrichtung gemäss Figur 1 ergeben sich
aus den Figuren 2 und 3. Der Ausleger 7 verfügt über eine seitliche
Schürze 32 welche den Zahnriemen 8 und die Bürste 3 schützend
umgibt und welche am freien Ende der Aussenkontur der Bürste
3 folgt.
Ein Hohlzahnrad 33 ist über geeignete Wälzlager 38 unter dem
Ausleger 7 gelagert. Die flexibel gelagerte Bürste 3 kann vorzugsweise
über geeignete Klemmverbindungen mit dem Hohlzahnrad
33 verbunden werden, so dass ein leichtes Austauschen jederzeit
gewährleistet ist.
Der Anschlussstutzen 10 mündet in den Auslass 5 auf der Drehachse
9 der Bürste 3. Der Anschlussstutzen ist dabei vorzugsweise
als drehbare Schnellkupplung ausgebildet, so dass die flexible
Schlauchleitung 17 alternativ entweder direkt über die Zufuhrleitung
6 mit dem Auslass 5 verbindbar ist, oder zusätzlich mit
einem Zusatzauslass 11, der sich bis unmittelbar über die Bodenfläche
1 erstreckt und dort in ein gekrümmtes Düsenrohr 12 mit
Düsenöffnungen 13 mündet. Der Zusatzauslass 11 ist vorzugsweise
um die Drehachse 9 aus der dargestellten Mittelstellung auf beide
Seiten in Pfeilrichtung a über einen bestimmten Sektor
schwenkbar und in einer alternativen Stellung arretierbar.
Die Arretierung des Zusatzauslasses 11 erfolgt über einen Sperrbolzen
39, der am Zusatzauslass gelagert ist und der in der gewünschten
Stellung in eine Lochung 40 im Ausleger 7 eingreift.
Selbstverständlich wären auch andere Arretierungsmittel denkbar,
wie z.B. Feststell-Schrauben oder dergleichen.
In Figur 4 ist ein Dampferzeuger 16 dargestellt, wie er für den
Betrieb des Reinigungsgeräts 2 eingesetzt werden kann. Der Dampferzeuger
verfügt über ein Fahrgestell 24, das in der Abbildung
ohne Aussenverschalung dargestellt ist. Der Dampf wird im Dampfkessel
25 erzeugt, in welchem Wasser aus einem Wassertank 26
durch ein Röhrensystem durchgeleitet wird. Die erforderliche
Wärmeenergie stammt aus einem Brenner, der aus einem Brennstofftank
28 gespeist wird und der über ein Brennergebläse 31 mit
Sauerstoff versorgt wird. Aus einem Reinigungsmitteltank 27 wird
über eine hier nicht dargestellte Dosiervorrichtung unmittelbar
Reinigungsmittel dem im Dampfkessel 25 erzeugten Heissdampf zudosiert.
Eine Pumpe 30 fördert stets eine ausreichende Menge
Wasser aus dem Wassertank 26 in den Dampfkessel 25. Die Steuerung
der gesamten Einheit erfolgt an einem Steuerungskasten 29.
Der Dampferzeuger 16 kann selbstverständlich auch für den Betrieb
alternativer Reinigungsgeräte eingesetzt werden. Denkbar
wäre insbesondere eine Reinigungslanze 21, an deren Ende eine
starre Bürste 22 angeordnet ist und die an einem Handgriff 23
geführt werden kann. Das Gemisch aus Dampf und Reinigungsmittel
wird auch hier im Zentrum der Reinigungsbürste auf die zu reinigende
Fläche ausgestossen. Ersichtlicherweise können mit einer
derartigen Reinigungslanze nicht nur Bodenflächen, sondern auch
beliebige andere Flächen gereinigt werden. Die mechanische Arbeit
an der Bürste 22 wird dabei manuell, durch rotiere oder lineare
Bewegungen erbracht.
Figur 5 zeigt eine Teildarstellung einer Reinigungslanze 21, die
jedoch mit einer drehantreibbaren Bürste 41 ausgerüstet ist. Zu
diesem Zweck ist seitlich versetzt zur Drehachse der Bürste an
der Lanze 21 ein Elektromotor 42 befestigt. Der Elektromotor
verfügt über ein Antriebszahnrad 43, das mit einem Abtriebszahnrad
44 kämmt. Das Abtriebszahnrad ist mit Hilfe eines Wälzlagers
45 am Ende der Lanze 21 drehbeweglich gelagert. Die mit dem Abtriebszahnrad
verbundene Bürste 41 dreht sich somit um den Auslass
46 für das Gemisch aus Dampf- und Reinigungsmittel. An
Stelle des dargestellten Zahnradgetriebes, könnte das Getriebe
natürlich auch andere Getriebekomponenten wie z.B. Kegelzahnräder,
Zahnriemen usw. aufweisen.
Im Übrigen erfolgt auch bei der Reinigungslanze die Steuerung
der diversen Funktionen analog zum vorstehend beschriebenen Reinigungsgerät
2, von einem elektrischen Steuergerät aus, das im
Bereich des Handgriffs 23 angeordnet ist.