Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Behandlungsliege zur Lagerung von
Patienten.
Sie bezieht sich insb. auf eine Behandlungsliege, die neben einer Liegeplatte zur
Abstützung der Körpers des Patienten eine an der Liegeplatte angesetzte Kopfstütze
aufweist. Diese Kopfstütze bildet dabei zumindest insoweit ein gegenüber der Liegeplatte
eigenständiges Teil, als sie gegenüber der Liegeplatte in einer vertikalen Richtung
verstellbar ist, die im Folgenden als Z-Richtung bezeichnet wird. Diese Verstellmöglichkeit
kann per Handbetätigung angetrieben sein oder auch motorisch angetrieben
sein.
Der vorliegenden Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine solche Behandlungsliege
mit einer vorteilhaften Konstruktion anzugeben.
Die Erfindung richtet sich auf eine Behandlungsliege zur Lagerung eines Patienten
mit einer Liegeplatte für den Patienten und einer Basis zur Abstützung der Liegeplatte
auf einem Boden sowie einer Kopfstütze an der Liegeplatte zum Abstützen des
Kopfes des Patienten, welche in einer im Wesentlichen vertikalen Z-Richtung gegenüber
der Liegeplatte verstellbar ist, um die Lageposition des Kopfes des Patienten
einzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb für die Z-Verstellung der
Kopfstütze in der Kopfstütze eingebaut ist und die Kopfstütze zusammen mit dem
Antrieb als Modul von der Behandlungsliege abnehmbar ist.
Die Erfindung geht also davon aus, dass eine verstellbare Kopfstütze vorliegt. Der
Antrieb dieser Kopfstütze, ob es sich nun um einen Handantrieb, etwa über eine
Handkurbel oder ein Verstellrad, oder um einen Motor, insb. Elektromotor, handelt,
soll Teil der Kopfstütze sein. Dies bedeutet, dass die Kopfstütze als eigenständige
Baueinheit an der Behandlungsliege montiert und abnehmbar ist, ohne dass dabei
der Antrieb selbst von der Kopfstütze getrennt werden müsste. Der Antrieb soll also
allenfalls über Signalleitungen oder Versorgungsleitungen mit der übrigen Behandlungsliege
gekoppelt sein, etwa weil er gemeinsam mit dortigen Motoren versorgt
wird oder von einer gemeinsamen Steuerung angesteuert wird. Die Verbindung zwischen
der Kopfstütze und der Behandlungsliege beschränkt sich also auf statische
lösbare Befestigungen und Leitungen.
Der Stand der Technik hat stattdessen den Antrieb in der Behandlungsliege verbaut,
und zwar beispielsweise als Elektromotor, der über ein Spindelgetriebe eine Schubstange
antreibt, die die Verstellbewegung auf die Kopfstütze überträgt. Dies hat den
Nachteil, dass bei der Herstellung kein separat vormontiertes Kopfstützenmodul eingesetzt
werden kann, das lediglich durch einige Befestigungsschrauben oder Ähnliches
mit der Behandlungsliege verbunden werden muss. Ferner kann man mit der
erfindungsgemäßen Lösung auch bei der Wartung oder Nachrüstung einer
Behandlungsliege Vorteile erzielen, indem sich die Kopfstütze als komplette Funktionseinheit
abnehmen lässt und wegen Reparaturbedürftigkeit oder Aktualisierungsoder
Umbauwunsch gegen eine andere Kopfstütze austauschen lässt.
Vorzugsweise ist die vertikale Z-Verstellbarkeit der Kopfstütze durch eine Schwenkbewegung
realisiert, zu der nur ein einziger Antrieb erforderlich ist. Insb. kann dabei
die im Wesentlichen senkrecht zu der vertikalen Z-Richtung und ferner im Wesentlichen
senkrecht zu der Längserstreckung der Behandlungsliege verlaufende
Schwenkachse auf der der Behandlungsliege zugewandten Seite oder in Gelenkpunkten
an der Behandlungsliege vorgesehen sein.
Bevorzugt ist ferner ein Zahnstangenantrieb, und zwar insb. in Verbindung mit der
geschilderten Schwenkbewegung. Zur Illustration wird auf das Ausführungsbeispiel
verwiesen. Ein Zahnstangenantrieb ist i. d. R. einfacher und unproblematischer als
beispielsweise ein angetriebenes Spindelgetriebe oder ein Linearmotor. Vorzugsweise
verfügt der Zahnstangenantrieb über eine Führung für die Zahnstange selbst, die
ihrerseits drehbar ist, um die Verkippung der Zahnstange während der
Schwenkbewegung der Kopfstütze auszugleichen. Die Zahnstange ist ferner
vorzugsweise hohl und kann dann dazu dienen, in geschützter Weise Leitungen
zwischen der Kopfstütze und der Behandlungsliege zu führen.
Grundsätzlich sind bei dieser Erfindung motorische Antriebe der Z-Verstellung der
Kopfstütze bevorzugt. Dies gilt insb. für elektromotorische Antriebe. Bei einer weiteren
bevorzugten Ausgestaltung werden diese in einer auf Verstellbewegungen der
Behandlungsliege abgestimmten Weise angesteuert, so dass insb. ein automatischer
Neigungsausgleich der Kopfstütze erfolgen kann, wenn die Behandlungsliege bzw.
deren Liegeplatte gekippt wird. Diese Kippbewegung der Liegeplatte kann u. a. dadurch
auftreten, dass eine vertikale Z-Verstellung der Liegeplatte durch eine
Schwenkbewegung derselben erfolgt und die zugehörige Schwenkachse von der
Kopfstütze entfernt liegt. Der automatische Neigungsausgleich ermöglicht dann eine
Konstanthaltung der Winkelorientierung der Kopfstütze, d. h. beispielsweise eine
durchweg waagrechte Lage der Kopfstütze. Von besonderem Vorteil ist dies bei Behandlungen
des Kopfes des Patienten.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform verfügt die Kopfstütze ferner über
eine X-Verstellung gegenüber der Liegeplatte, und zwar vorzugsweise ebenfalls
durch eine Schwenkbewegung um eine nun parallel zu der Z-Richtung liegende
Drehachse. Auch diese Verstellung erfolgt vorzugsweise motorisch. Auch hier ist es
bevorzugt, dass die X-Verstellung in einer (mechanisch oder motorisch) auf eine X-Verstellung
der Liegeplatte angepassten Weise erfolgen kann, um bei Schwenk-X-Verstellungen
der Liegeplatte einen entsprechenden Winkelausgleich in der Kopfstütze
zu erhalten. Dann kann nämlich der Patientenkopf in X-Richtung verschoben
werden, ohne dass dabei im Bereich des auf der Kopfstütze liegenden Patientenkopfes
ein Winkelfehler auftritt. Allerdings sind die auftretenden Winkelfehler, wenn auf
diese Option verzichtet wird, auch nicht so groß, dass dies bei allen Anwendungsfällen
zu einem Problem führen müsste.
Für die technische Ausführung der X-Verstellung der Kopfstütze durch eine
Schwenkbewegung gelten sinngemäß die Ausführungen zu der Z-Verstellung.
Wenn eine erfindungsgemäß modulartig an der Behandlungsliege montierte Kopfstütze
verstellt wird, kann es zu einer Klemmgefahr kommen. Dies gilt insb. für ein
Hochschwenken des distalen Endes der Kopfstütze relativ zur Behandlungsliege,
wobei die obere Liegefläche der Kopfstütze auf die Behandlungsliege zu bewegt
wird. Die Erfindung sieht hierbei vor, ausreichende Abstände zu belassen, so dass
insb. das Behandlungspersonal keiner Klemmgefahr unterliegt. Da andererseits für
den Patienten eine zumindest im Wesentlichen durchgehende Liegefläche geschaffen
werden soll, ist es bevorzugt, ein ohnehin günstiges Polster auf der Kopfstütze
über deren feste Teile hinaus zu verlängern, so dass solche Sicherheitszwischenräume
abgedeckt werden. Als zusätzliche Maßnahme kann vorgesehen sein, das
Polster auf der Kopfstütze lediglich über einen Klettverschluss und möglicherweise
weitere durch direktes Abziehen lösbare Befestigungsmittel, etwa Zentrierstifte o. Ä,
zu halten. Sollte von dem Polster eine Klemmwirkung ausgehen, so kann sich dieses
leicht von dem Klettverschluss und den möglichen anderen Befestigungsmitteln lösen,
womit größere Klemmkräfte vermieden werden können.
Weiterhin richtet sich die Erfindung auf eine bevorzugte Ausgestaltung der Behandlungsliege,
bei der diese entlang zumindest zwei zueinander im Wesentlichen senkrechten
Richtungen verstellbar ist, um die Lageposition des Körpers des Patienten
einzustellen. Hierbei ist eine Schwenkbewegung der Liegeplatte der Behandlungsliege
um eine senkrecht zu ihrer Längsrichtung liegende Drehachse bevorzugt, so dass
sich bei einer Schwenkbewegung um eine zur Z-Achse parallele Drehachse eine X-Verstellung
und bei einer zu der X-Richtung parallelen Drehachse eine Z-Verstellung
ergibt.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass die konventionellen Linearführungen bei zwei, insb.
bei drei erfindungsgemäß bevorzugten drei Verstellachsen zu einem erheblichen
technischen Aufwand und damit relativ teuren Konstruktionen führen. I. d. R. werden
für die X- und die Z-Verstellrichtungen jeweils mehrere Antriebe eingesetzt. Demgegenüber
lassen sich die X-Verstellung und die Z-Verstellung relativ leicht durch eine
Schwenkbewegung um die genannten Achsen bewerkstelligen. Dabei können insb.
Antriebe eingespart werden, also im Fall eine Handverstellung entsprechende Antriebe
mit Handbetätigung oder anderenfalls Motorantriebe. Es ist sogar möglich,
wenn auch nicht unbedingt notwendig, nur einen einzigen Antrieb für die Schwenkbewegung
um eine Drehachse vorzusehen. Es handelt es sich im Übrigen bzgl. aller
Drehachsen jeweils vorzugsweise um motorische Antriebe, jedoch sind auch Behandlungsliegen
mit handangetriebenen Verstellmöglichkeiten oder solche mit teils
motorischen und teils handangetriebenen Verstellmöglichkeiten inbegriffen.
Vorzugsweise sind sowohl die X-Verstellung als auch die Z-Verstellung in der erfindungsgemäßen
Weise über einen Schwenkbewegungsmechansimus gelöst, jedoch
werden wesentliche Vorteile der Erfindung schon dann erzielt, wenn nur eine der
beiden Verstellmöglichkeiten in der erfindungsgemäßen Weise ausgeführt ist.
Besonders bewährt hat sich eine Positionierung der Drehachse für die Z-Verstellung
(also der X-parallelen Drehachse) im Bereich des Fußendes der Liegeplatte und ferner
eine Positionierung der Drehachse für die X-Verstellung (also der Z-parallelen
Drehachse) von der Liegenmitte aus auf der Seite des Fußendes in Bezug auf die Y-Längsrichtung.
Damit werden bei der Verstellung bereits in der Körpermitte und erst
recht am Kopfende infolge einer Schwenkbewegung um die Drehachse erhebliche
Hubhöhen erreicht. Konkret bedeutet dies, dass die X-parallele Schwenkachse in
Bezug auf die Längserstreckung der Liegeplatte vom Fußende aus gesehen etwa
innerhalb von 10% der Längserstreckung liegt, wobei die Bezugsgröße 100% der
Gesamtlänge der Liegeplatte ohne die im Folgenden noch näher erläuterte optionale
Kopfstütze bedeutet. In gleichem Sinn liegt die Z-parallele Schwenkachse vorzugsweise
innerhalb 30% der Längserstreckung vom Fußende aus gesehen, besonders
bevorzugter Weise innerhalb 25% und im günstigsten Fall innerhalb 20%.
Der motorische Verstellantrieb für die Z-Verstellung kann bei einer bevorzugten Ausgestaltung
ein Motor, etwa ein Elektromotor, mit einem an einer Abtriebswelle vorgesehenen
Kopplungsrad und einem von dem Kopplungsrad angetriebenen Kopplungsband
sein. Bei dem Kopplungsrad und Kopplungsband kann es sich beispielsweise
um eine Zahnrad/Zahnriemen- oder Zahnrad/Kettenkombination handeln. Das
Kopplungsband trägt einen Mitnehmer, der entweder den verstellbaren Teil der Behandlungsliege
mitnimmt oder mit dem während der Z-Verstellung nicht bewegten
Teil der Behandlungsliege gekoppelt ist. Im erstgenannten Fall ist der Motor in Bezug
auf den während der Z-Verstellung festen Teil der Behandlungsliege ortsfest, im
zweitgenannten Fall gegenüber dem von der Z-Verstellung erfassten Teil der Behandlungsliege
ortsfest. In dieser Weise kann die bogenförmige Verstellbewegung
durch einen einfachen rotatorischen Antrieb realisiert werden. Zur Veranschaulichung
wird auf das Ausführungsbeispiel verwiesen.
Eine bevorzugte Ausgestaltung des X-Verstellantriebs kann ein an sich konventioneller
Lineartrieb, etwa ein Spindelhubtrieb oder Zahnstangentrieb, sein, der an seinen
beiden Enden, d. h. an einem bzgl. der Linearbewegung ortsfesten und einem durch
die Linearbewegung bewegten Ende, gelenkig montiert ist. Durch die gelenkige Montage
kann der an sich linear arbeitende Lineartrieb bei der eigentlich bogenförmigen
Schwenkbewegung um die erfindungsgemäße Drehachse verwendet werden.
Es wurde bereits ausgeführt, dass bei der Erfindung vorzugsweise die Z-Verstellung
und die X-Verstellung über die geschilderten Schwenkbewegungen erfolgen. Andererseits
ist es erfindungsgemäß bevorzugt, die Y-Verstellung, also die Verstellung in
der Längsrichtung, weiterhin in an sich bekannter Weise über eine Linearführung
vorzunehmen. Da die Y-Verstellung nicht gravitationsparallel erfolgt, kann es hier
ausreichen, einen einzigen Lineartrieb, etwa einen Spindeltrieb, zu verwenden, und
die Liegeplatte im Übrigen in Y-Richtung verschieblich zu lagern. Bei der Erfindung
ist im Übrigen bevorzugt, dass die Y-Verstellbewegung gegenüber der ortsfesten Basis
erfolgt und weiterhin bevorzugt, dass die X-Verstellung den Z-Verstellungsmechanismus
"mitnimmt", also gewissermaßen zwischen die Y-Verstellung
und die Z-Verstellung zwischengeschaltet ist. Dadurch kann auch die X-Verstellung
von Gravitationseinflüssen freibleiben und kann sich die Z-Verstellung
auf die Bewegung vergleichsweise kleinerer Bestandteile der gesamten Behandlungsliege
beschränken.
Die Behandlungsliege kann einen Stützfuß aufweisen, der bei der X-Verstellung mitgenommen
wird und an einem bzgl. der X-Verstellung drehachsenfernen Teil der
Behandlungsliege montiert ist, vorzugsweise in der Nähe des Schulter- oder Kopfbereichs
des Patienten. Dadurch kann bei einem Ausfahren der X-Bewegung infolge
des Stützfußes eine verbesserte Gesamtstabilität erreicht werden.
Ein bevorzugter Anwendungsbereich für die erfindungsgemäße Behandlungsliege
liegt in Bestandteilen medizinischer Geräte zur Behandlung des Kopfes und insbesondere
des Auges. Ferner bezieht sich die Erfindung vorzugsweise auf Geräte zur
Behandlung des menschlichen Körpers, kann jedoch auch bei Behandlungsliegen für
Tiere eingesetzt werden. Ein besonders bevorzugter Bereich ist die Laserchirurgie
am menschlichen Auge, bei der durch die erfindungsgemäße Behandlungsliege das
behandelte Auge in die richtige Position für den laserchirurgischen Eingriff gebracht
werden kann.
Schließlich bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zur Lagerung eines
Patienten unter Verwendung der beschriebenen Behandlungsliege. Die vorstehende
und die nachfolgende Beschreibung der Behandlungsliege in ihren vorrichtungsmäßigen
Einzelheiten sind gleichzeitig als Offenbarung des genannten Verfahrens zu
verstehen.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung in weiteren Einzelheiten
beschrieben, wobei die offenbarten Einzelmerkmale auch in anderen Kombinationen
erfindungswesentlich sein können.
- Fig. 1
- zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Behandlungsliege.
- Fig. 2
- zeigt die Behandlungsliege aus Fig. 1 mit veränderten Verstellpositionen.
- Fig. 3
- zeigt eine Draufsicht auf die Behandlungsliege aus den Fig. 1 und 2.
- Fig. 4
- zeigt eine Draufsicht entsprechend Fig. 3 mit verschiedenen Verstellpositionen.
- Fig. 5
- zeigt eine Schnittdarstellung durch eine Kopfstütze der Behandlungsliege
gemäß den Fig. 1 - 4.
- Fig. 6
- zeigt eine Fig. 5 entsprechende Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels
für die Kopfstütze.
- Fig. 7
- zeigt die Kopfstütze aus Fig. 6 in Explosionsdarstellung.
- Fig. 8
- zeigt die Kopfstütze aus Fig. 5 in Explosionsdarstellung.
- Fig. 9
- zeigt die Kopfstütze aus den Fig. 6 und 7 in Seitenansicht mit zwei verschiedenen
Verstellpositionen.
- Fig. 10
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Kopfstütze aus den Fig. 6 - 8.
- Fig. 11
- zeigt eine schematisierte Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel für
eine erfindungsgemäße Behandlungsliege mit einer X-verstellbaren Kopfstütze.
- Fig. 12
- zeigt eine schematisierte perspektivische Ansicht noch eines weiteren Ausführungsbeispiels
für eine erfindungsgemäße Behandlungsliege mit einem
Stützfuß.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Behandlungsliege, wobei
einige interessierende technische Einzelheiten dargestellt sind, die bei geschlossenem
Gehäuse von außen nicht zu erkennen wären. In Fig. 1 ist mit 1 eine Liegeplatte
bezeichnet, auf der eine Matratze 2 liegt und an deren rechten Ende an einem vertikalen
Abschluss der Liegeplatte 1 eine Kopfstütze 3 montiert ist.
Die Liegeplatte 1 ist in noch näher darzustellender Weise auf einer Basis 4 angebracht,
die über Verstellfüße 5 auf einem Boden 6 ruht.
In der Basis 4 ist ortsfest ein Lineartrieb mit einem Elektromotor 7 und einer von diesem
angetriebenen Spindelhubstange 8 angebracht. Die Spindelhubstange 8 ist an
einer Konsole 9 montiert, über die der Elektromotor 7 und die Spindelhubstange 8
eine erste Zwischenplatte 10 bewegen können. Die erste Zwischenplatte 10 ist über
an einer Schiene 11 laufende Linearführungen 12 in in Fig. 1 horizontaler Richtung
und damit in der Längsrichtung der Liegeplatte 1 verschieblich gelagert. Diese Richtung
entspricht also der Y-Richtung.
Die erste Zwischenplatte 10 trägt bei etwa 17%-18% der Längserstreckung auf Seite
des Fußendes (Zeichnung nicht maßstäblich) eine Lagerung 13 mit in Fig. 1 vertikaler
Drehachse. Über diese Lagerung 13 ist eine zweite Zwischenplatte 14 gegenüber
der ersten Zwischenplatte 10 um die vertikale Achse durch das Lager 13 drehbar
gehalten. Dabei wird die zweite Zwischenplatte 14 über eine mit 15 bezeichnete Rolle
auf einer Lauffläche 16 der ersten Zwischenplatte 10 abgestützt und ist andererseits
mit einem Mitnehmer 17 verbunden, der über einen im Folgenden noch näher
beschriebenen Zahnriemen angetrieben wird. Der Zahnriemen läuft in einem in Fig. 1
mit 18 bezeichneten Gehäuse. Damit kann die zweite Zwischenplatte 14 um die
durch das Lager 13 laufende vertikale Achse verschwenkt werden, was in den in Y-Richtung
von dem Lager 13 beabstandeten Bereichen, also insbesondere im Bereich
der Kopfstütze 3, einer Verstellung in einer auf der Zeichenebene senkrechten Richtung,
nämlich der X-Richtung, entspricht.
An der zweiten Zwischenplatte 14 ist im Fußbereich (etwa bei 7%-8% der Längserstreckung,
Zeichnung nicht maßstäblich) ein Drehlager 19 vorgesehen, an dem die
Liegeplatte 1 angelenkt ist. Im Kopfbereich ist die Liegeplatte 1 gelenkig mit einer
Spindelhubstange 20 verbunden, die von einem Elektromotor 21 linear angetrieben
ist, der wiederum gelenkig an einer Montageplattform der zweiten Zwischenplatte 14
angebracht ist.
Fig. 2 zeigt die Seitenansicht gemäß Fig. 1 mit einigen Abweichungen bzgl. der Verstellpositionen.
Der Vergleich der Fig. 1 und 2 zeigt zum einen, dass durch Ausfahren
der Spindelhubstange 20 aus dem Elektromotor 21 die Liegeplatte 1 um die
Drehachse 19 geschwenkt und damit im Kopfbereich in vertikaler Richtung, also in
der Z-Richtung, angehoben werden kann.
Ferner zeigt der Vergleich der Fig. 1 und 2, dass durch Bewegen der Spindelhubstange
8, hier Einziehen in den Elektromotor 7, die erste Zwischenplatte 10 und
damit auch die zweite Zwischenplatte 14 und die Liegeplatte 1 in Y-Richtung bewegt
werden können.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Behandlungsliege aus den Fig. 1 und 2, wobei
insbesondere der Mechanismus zum Antrieb des Mitnehmers 17 näher dargestellt
ist. Ein Elektromotor 22 mit in Z-Richtung liegender Drehachse treibt einen Zahnriemen
23 an, der über vier Umlenkrollen 24 geführt ist und an dem Mitnehmer 17 befestigt
ist. Eine Drehung der Abtriebswelle des Elektromotors 22 bewegt also den
Mitnehmer 17 in X-Richtung und bewegt damit die zweite Zwischenplatte 14 relativ
zu der ersten Zwischenplatte 10 in X-Richtung. Diese Bewegung ist in Fig. 4 veranschaulicht,
wobei in durchgezogenen Linien eine mit dem Kopfende nach gemäß Fig.
4 unten erfolgte Verstellung in X-Richtung und in gestrichelten Linien eine in entgegen
gesetzter Richtung erfolgte X-Verstellung eingezeichnet ist. Der Übersichtlichkeit
halber sind in Fig. 4 die Bezugszeichen weggelassen. Die Drehung erfolgt um die
Achse durch das Lager 13. Die Rolle 15, die in Bezug zur X-Richtung etwa mittig unter
der zweiten Zwischenplatte 14 liegt, bleibt innerhalb des in Fig. 4 dargestellten
Verstellbereichs auf der über die gesamte X-Breite der ersten Zwischenplatte 10
durchgehenden Laufschiene 16.
Die Figuren zeigen ferner, dass die Kopfstütze 3 über zwei Hebel 25 gelenkig an der
Liegeplatte 1 angebracht ist. Fig. 1 und Fig. 2 zeigen ferner, dass in Z-Richtung unter
den Hebeln 25 eine weitere Spindelhubstange 26 mit einem Elektromotor 27 vorgesehen
ist. Der Elektromotor 27 ist gelenkig an der Kopfstütze 3 angebracht. Ferner
ist die Spindelhubstange 26 gelenkig an der Liegeplatte 1 angebracht. Der Vergleich
der Fig. 1 und 2 zeigt, dass durch Ein- und Ausfahren der Spindelhubstange 26 in
und aus dem Motor 27 eine Kippbewegung der Kopfstütze 3 um die Gelenkachse
des Hebels 25 an der Liegeplatte 1 erfolgt, mit der sich insbesondere ein automatischer
Neigungsausgleich bei Z-Verstellung der Liegeplatte 1 bewerkstelligen lässt.
Dieser Neigungsausgleich ist in Fig. 2 deutlich erkennbar. Darüber hinaus kann die
Kopfstütze 3 natürlich auch in anderer Weise verkippt werden, wenn dies gewünscht
ist. Der automatische Neigungsausgleich erfolgt durch entsprechende Abstimmung
der Ansteuerung des Motors 27 auf die Ansteuerung des Motors 21.
Fig. 5 zeigt die Kopfstütze der Behandlungsliege in Einzelheiten, und zwar in
Schnittdarstellung gesehen in X-Richtung.
Die Kopfstütze 3 weist eine Halteplatte 28 auf, deren genauer Aufbau aus den folgenden
Figuren noch deutlicher wird und die über Befestigungsschrauben 29 an der
Behandlungsliege selbst befestigt werden kann. Die Halteplatte 28 ist bereits in den
Fig. 1 - 4 symbolisch dargestellt, jedoch nicht beziffert.
Die Befestigungsschrauben greifen in eine Metallplatte 30 mit entsprechenden Gewinden,
um die im Übrigen aus Kunststoff gefertigte Halteplatte 28 zu entlasten. Sie
halten ferner in der Halteplatte 28 einen Gelenkkasten 31, in dem die bereits anhand
der Fig. 1 - 4 erwähnte und dort dargestellte Zahnstange 26 angelenkt ist.
Wie die folgenden Figuren noch näher darstellen, ist an der Halteplatte 28 über zwei
über bzw. unter der Zeichenebene liegende Gelenkkästen mit entsprechenden Kipphebeln
die eigentliche Kopfschale 32 der Kopfstütze 3 angelenkt. Diese Kopfschale
32 besteht aus einem anatomisch geformten oberen Teil 33 und einem darunter angesetzten
Gehäuseteil 34, in den die bereits erwähnte Zahnstange 26 hineinragt. In
dem Gehäuseteil 34 ist ein unter der Zeichenebene angeordneter Elektromotor 27,
der schon in Fig. 1 dargestellt ist, mit einem in Fig. 5 gut erkennbaren Abtriebsritzel
eingebaut. Ferner ist eine Führung 35 vorgesehen, die die Zahnstange 26 hält und
führt, in der diese jedoch verschieblich ist. Die Führung 35 kann um die Achse des
Abtriebsritzels des Elektromotors 27 verschwenkt werden und somit bei der Bewegung
der Kopfstütze 3 einer Schwenkbewegung der Zahnstange 26 um die gelenkige
Befestigung in dem Gelenkkasten 31 folgen.
Die Kopfauflage 33 besteht im Wesentlichen aus einem weichen Schaumstoffpolster
36, das über einen Klettverschluss 37 an einer oberen Platte des Gehäuseteils 34
angebracht ist. Um ein Einsetzen dieses Polsters 36 zu erleichtern, können zusätzlich
hier nicht dargestellte Zentrierstifte vorgesehen sein.
Diese Platte ist, wie Fig. 5 zeigt in der waagrechten Position der Kopfauflage 33 etwas
von der Halteplatte 28 beabstandet, ragt also in der der Halteplatte 28 zugewandten
Richtung nicht weit über den übrigen Gehäuseteil 34 hinaus. Daher entsteht
an dieser Stelle ein Schlitz zwischen dem Gehäuseteil 34 und der Halteplatte 28, der
von dem Polster 36 überragt wird. Eine Klemmgefahr ist nicht gegeben, weil dieser
Schlitz so groß bemessen ist, dass Bedienungspersonen ihre Finger nicht leicht einklemmen
können. Ferner kann das Polster 36, das sich bei einer Abwärtsbewegung
durchaus stärker an die Halteplatte 28 annähern kann als in Fig. 5 gezeichnet, nach
oben ausweichen. Dies folgt zum einen aus einer gewissen Verformbarkeit und ist
zum anderen ein Vorteil der Klettverschlussbefestigung 37.
Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform zu Fig. 5, die in gleicher Weise an einer
Behandlungsliege gemäß den Fig. 1 - 4 angebracht sein kann. Im Folgenden wird
lediglich auf die Unterschiede gegenüber Fig. 5 eingegangen. Zum einen ist in Fig. 6
ein Zentrierstift 38 eingezeichnet, der das Polster 36 auf der oberen Platte des Gehäuseteils
34 der Kopfauflage 32 hält. Zum anderen ist der Elektromotor 27 hier
durch einen Handkurbelantrieb 39 mit einem Schneckenradgetriebe 40, 41 ersetzt.
Das Zahnrad 41 des Schneckenradgetriebes liegt auf einer gemeinsamen Achse mit
einem dem Abtriebsritzel 27 aus Fig. 5 entsprechenden Ritzel zum Antreiben der
Zahnstange 26.
Die Handkurbel 39 weist einen ausklappbaren Stift zur Erleichterung des Kurbelns
auf, der mit 42 bezeichnet ist. Man erkennt, dass der Handantrieb in gleicher Weise
Bestandteil der Kopfstütze 3 ist, wie dies für den Elektromotor 27 mit den zugehörigen
Antriebsteilen in Fig. 5 gilt. Im Übrigen bestehen keine grundsätzlichen Unterschiede
zu Fig. 5.
Fig. 7 verdeutlicht die Kopfstütze 3 aus Fig. 6 in einer Explosionszeichnung. Man erkennt,
dass das Polster 36 eine etwas halbrunde Form hat und der Gehäuseteil 34
der Kopfauflage 32 an diese halbrunde Form angepasst ist und das Polster 36 von
außen hält. Man erkennt ferner den über den Gehäuseteil 34 überstehenden Teil des
Polsters 36 und eine zugehörige halbrunde Ausnehmung in der Halteplatte 28, in die
dieser Überstand hineinragt. Neben dem Gelenkkasten 31 zeigt Fig. 7 zwei weitere
Gelenkkästen, die mit 43 bezeichnet sind und von Schrauben 44 gehalten werden.
Diese Gelenkkästen 43 tragen Gelenkstifte, die an dem Gehäuseteil 34 der Kopfauflage
32 angebracht werden und andererseits in die erkennbaren Aufnahmelöcher der
Halteplatte 28 eingesetzt und mit den Schrauben 44 verschraubt werden. Die Befestigungsschrauben
29 und 44 dienen im Übrigen auch zur Befestigung der Halteplatte
28 an der übrigen Behandlungsliege in einer nicht näher dargestellten Weise. Sie
werden durch eine Platte der Behandlungsliege hindurch durch die Halteplatte 28 mit
den Gelenkkästen 31 und 43 verschraubt.
Ferner zeigt Fig. 7 perspektivisch die Führung 35 für die Zahnstange 26 und das
Schneckenradgetriebe 40, 41 aus Fig. 6.
Schließlich erkennt man, dass die Zahnstange 26 als Hohlrohr ausgeführt ist. In nicht
dargestellter Weise können in der Zahnstange 26 damit elektrische Leitungen verlegt
werden, etwa wenn statt des Handantriebs 39 - 42 ein elektromotorischer Antrieb 27
verwendet wird.
Fig. 8 zeigt eine analoge Darstellung zu Fig. 7, jedoch zu dem Ausführungsbeispiel
aus Fig. 5. Ferner ist in der Darstellung aus Fig. 8 zur Veranschaulichung das Polster
36 weggelassen, das Fig. 7 zeigt. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen zu den Figuren
5-7 verwiesen.
Die Fig. 9 und 10 zeigen eine seitliche Darstellung der Kopfstütze 3 aus Fig. 6 und 7
mit einer unteren und einer oberen Verstellposition und eine perspektivische Ansicht
der Kopfstütze 3 zum besseren Verständnis der Fig. 7. Hier sind keine Bezugsziffern
eingezeichnet, um die bildliche Darstellung zu verbessern.
In Fig. 9 erkennt man insb., dass ein Verstellen mit dem Handantrieb 39 - 42 dazu
führt, dass sich die Kopfauflage 32 gegenüber der Halteplatte 28 nach oben verschiebt
und sich dabei über die Zahnstange 26 und den Gelenkkasten 31 abstützt.
Entsprechendes gilt umgekehrt für eine Verstellung nach unten. Diese kann im Rahmen
eines motorisierten Ausführungsbeispiels auf eine Z-Verstellung der Liegeplatte
2 der Behandlungsliege angepasst erfolgen, um ein konstantes, beispielsweise
waagrechtes Halten des Kopfes des Patienten sicherzustellen. Dies ist insb. für die
Anwendung der Behandlungsliege gemäß den folgenden Ausführungen von Bedeutung.
Man erkennt, dass die Zahnstange 26 oder allgemeiner ausgedrückt das Längenverstellelement
des Antriebs unterhalb der die Schwenkachse bildenden Gelenke angeordnet
ist. Dies ist von Vorteil, weil dann geringere Längenänderungen infolge einer
Kopfstützenverstellung auf der Ebene des Patientenkopfes (in Y-Richtung) auftreten
und der Antrieb damit zur Bedienung oder zum Aus- und Einbau besser von unten
zugänglich ist.
Fig. 11 zeigt eine schematisierte Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel zur
Verdeutlichung des optionalen Merkmals einer X-Verstellung der Kopfstütze 3. An
der Liegeplatte 1 mit der Z-parallelen Drehachse 13 für deren X-Verstellung ist die
bereits erwähnte Halteplatte 28 in diesem Fall über eine motorisch angetriebene
Zahnstange 46 mit Motor 45 auf einer äußeren Seite (in X-Richtung gesehen) und
über ein Drehgelenk 47 an der entgegen gesetzten äußeren Seite angebracht. Damit
kann die Halteplatte 28 gegenüber der Liegeplatte 1 um die Drehachse 47 verstellt
werden, so dass Winkelfehler in Folge von X-Verstellungen der Liegeplatte 1 um die
Drehachse 13 ausgeglichen werden können. Die dabei bei diesem Beispiel auftretenden
Y-Fehler - die Drehachse 47 liegt nicht mittig - können wiederum durch eine
automatische Berücksichtigung in der Y-Verstellung der Liegeplatte 1 berücksichtigt
werden, wenn gewünscht. Im Übrigen kann die X-Verstellbarkeit der Kopfstütze 3
natürlich auch aus anderen Gründen von Vorteil sein.
Fig. 12 wiederum zeigt eine weitere optionale Ausführungsform, bei der der X-verstellbare
Teil der Behandlungsliege über einen verstellbaren Stützfuß 48 auf dem
Boden abgefangen wird. Dieser Stützfuß 48 ist hier nur symbolisch eingezeichnet
und kann in der Praxis angetrieben sein, um sich während Verstellbewegungen vom
Boden abzuheben und nach der Verstellung zur Stabilisierung aufzusetzen. Alternativ
kann das untere Ende des Stützfußes 48 auch mit einer auf dem Boden abrollenden
Rolle oder einer Gleitfläche versehen sein. Der Stützfuß 48 ist an einer stirnseitigen
Platte angebracht, die wiederum mit der bereits erwähnten Zwischenplatte 14
verbunden ist, die ihrerseits um die Achse 13 gegenüber der Basis 4 verschwenkt
werden kann.
Die dargestellte Behandlungsliege ist integraler Bestandteil eines nicht in weiteren
Einzelheiten dargestellten und an sich bekannten Laserchirurgiegeräts zur Behandlung
von Fehlsichtigkeit im menschlichen Auge. Über der Kopfstütze 3 ist der Kopf
dieses Geräts angebracht und lenkt einen in Z-Richtung verlaufenden Laserstrahl in
das Auge, das dazu mit der Behandlungsliege in die geeignete Position gebracht
werden muss. Durch X-Verstellung kann zwischen den beiden Augen des Patienten
hin- und hergeschaltet werden. Die optischen Verstellmöglichkeiten des Lasergeräts
selbst müssen damit lediglich die Feinbewegungen des Laserstrahls bei der eigentlichen
Behandlung abdecken. Die Positionierung des Patienten erfolgt davon unabhängig
über die Behandlungsliege. Insbesondere kann die X-Verstellung auch dazu
genutzt werden, dem Patienten den Einstieg zu erleichtern.