Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme eines Türbandes für
Futterzargen (Bandaufnahmeelement) mit einer Grundplatte und einer Deckplatte,
wobei zwischen der Grundplatte und der Deckplatte ein Klemmblock zur
Aufnahme des Türbandes angeordnet ist, wobei zur Verbindung mit der
Futterzarge eine Aufschraubplatte, die mit der Futterzarge unmittelbar oder
mittelbar verbindbar ist, angeordnet ist, an der das Bandaufnahmeelement
unmittelbar oder mittelbar befestigbar ist.
Aus der DE 39 32 733 C2 ist eine solche Vorrichtung bekannt.
Nachteilig bei diesem bekannten Bandaufnahmeelement ist, dass zum Ausgleich
unterschiedlicher Futterstärken sowie Fertigungstoleranzen zusätzliche
Unterlegplatten zwischen Bandaufnahmeelement und Aufschraubplatte
angeordnet werden müssen. Bei der Montage müssen demzufolge
nachteiligerweise viele Einzelteile montiert werden. Weiterhin nachteilig ist, dass
ein nachträgliches Justieren des Abstandes zwischen Bandaufnahmeelement und
der Aufschraubplatte nach einer Vormontage nicht mehr möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu überwinden und eine
gattungsgemäße Vorrichtung so weiterzubilden, dass der Ausgleich
unterschiedlicher Futterstärken sowie von Fertigungstoleranzen ermöglicht wird
bei einer gleichzeitig vereinfachten Montage der gesamten Vorrichtung.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zwischen dem
Bandaufnahmeelement und der Aufschraubplatte an beiden Enden des
Bandaufnahmeelementes zumindest je ein variables verstellbares Abstandsmittel
vorgesehen ist, mittels dessen der Abstand zwischen dem Bandaufnahmeelement
und der Aufschraubplatte einstellbar ist.
Hierdurch ist es möglich, die Vorrichtung auf unterschiedliche Futterstärken
anzupassen sowie gegebenenfalls vorhandene Fertigungstoleranzen
auszugleichen, da der Abstand zwischen dem Bandaufnahmeelement und der
Aufschraubplatte variabel einstellbar ist. Besonders vorteilhaft dabei ist, dass
keine zusätzlichen Einzelteile montiert werden müssen und eine Feinjustierung,
d.h. eine Ausrichtung des Bandaufnahmeelementes, auch noch während der
Montage erfolgen kann.
Dabei weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine leichte Handhabbarkeit und
leichte Montagemöglichkeit auf. Durch die erfindungsgemäße Gestaltung wird es
besonders vorteilhaft vermieden, verschiedene Kleinteile einzeln montieren zu
müssen. Dabei weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine einfache
Konstruktion auf.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Vorteilhafterweise sind die Abstandsmittel durch die Aufschraubplatte
durchgreifende, ein Gewinde aufweisende Bolzen gebildet.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Abstandsmittel durch die
Aufschraubplatte durchgreifende Schrauben gebildet.
Dadurch, dass die Abstandsmittel als Gewindebolzen oder vorzugsweise als
Schrauben ausgebildet sind, sind diese leicht durch entsprechende Drehung
verstellbar und justierbar.
Vorzugsweise sind die Abstandsmittel so angeordnet, dass die Deckplatte auf den
Abstandsmitteln aufliegt. Somit ist eine exakte Justierbarkeit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung gegeben, da dadurch, dass die Deckplatte auf
den Abstandsmitteln unmittelbar aufliegt, ohne dass weitere Zwischenteile zu
montieren oder zu berücksichtigen sind, die erfindungsgemäße Vorrichtung bei
der Montage problemlos an unterschiedliche Futterstärken oder zum Ausgleich
von Fertigungstoleranzen angepasst werden kann, so dass die Deckplatte mit der
Futterzarge bündig abschließt, so dass es nicht zu optischen Brüchen kommt.
Vorzugsweise sind an jedem Ende des Bandaufnahmeelements zwei
Abstandsmittel vorgesehen. Diese sind jeweils bevorzugt so angeordnet, dass
eine Befestigungsschraube zur festen Verbindung der Deckplatte mit der
Aufschraubplatte zwischen den beiden Abstandsmitteln an jedem Ende des
Bandaufnahmeelements in die Aufschraubplatte eingeschraubt werden, so dass
sich eine optimale Krafteinleitung ergibt, wodurch ein Verzug der Deckplatte
und/oder der Aufschraubplatte vermieden wird.
Vorzugsweise weist die Deckplatte Bohrungen auf, durch die die Abstandsmittel
mittels eines die Bohrungen durchgreifenden Schlüssels ergreifbar und verstellbar
sind. Die Bohrungen in der Deckplatte sind dementsprechend so angeordnet, dass
sie exakt oberhalb der jeweils zugeordneten Abstandsmittel zwischen der
Deckplatte und der Aufschraubplatte liegen, so dass beispielsweise mittels eines
Inbusschlüssels in entsprechende Ausnehmungen in den Abstandsmitteln durch
die Bohrungen hindurch eingegriffen werden kann, um die Abstandsmittel
entsprechend den jeweiligen Montageanforderungen durch Drehung zu verstellen.
Vorzugsweise ist der Klemmblock mittels einer auf jeder Seite zwischen der
Grundplatte und der Deckplatte angeordneten Verstellspindel zwischen der
Grundplatte und der Deckplatte verstellbar. Die Verstellspindeln weisen ein
Außengewinde auf und sind zwischen der Grundplatte und der Deckplatte drehbar
angeordnet. Der Klemmblock wird vorzugsweise gebildet aus einer Trägerplatte
und einer Klemmplatte, wobei zwischen Trägerplatte und Klemmplatte das
Türband einsteckbar ist und die Klemmplatte mittels Schrauben gegen die
Trägerplatte fixierbar ist. Dabei weist die Trägerplatte entsprechende
Gewindebohrungen an ihren Enden auf, die von den Verstellspindeln durchgriffen
werden, so dass durch die Betätigung der Verstellspindeln die relative Lage der
Trägerplatte und damit des gesamten Klemmblockes zwischen der Grundplatte
und der Deckplatte variabel einstellbar ist. Die Deckplatte weist hierzu
entsprechende Bohrungen auf, durch die Schlüssel führbar sind, um die
Verstellspindeln zu betätigen sowie um die Klemmplatte mittels Schrauben gegen
die Trägerplatte zu fixieren.
Bevorzugt weist die Aufschraubplatte an ihrer dem Bandaufnahmeelement
zugewandten Seite je einen vorragenden Ansatz zu jedem Ende des
Bandaufnahmeelements auf. In diesem vorragenden Ansatz kann jeweils
angeordnet sein eine Gewindebohrung, insbesondere eine
Durchgangsgewindebohrung zur Aufnahme von Befestigungsschrauben zur
Fixierung des Bandaufnahmeelements an der Aufschraubplatte sowie weitere
Gewindebohrungen, insbesondere Durchgangsgewindebohrungen zur Aufnahme
der Abstandsmittel.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Deckplatte und die Grundplatte
miteinander verbunden, insbesondere mittels Schraubbolzen oder Nietbolzen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der
Vorderansicht und
- Figur 2
- das Ausführungsbeispiel nach Figur 1 in einer Explosionsdarstellung
Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Aufnahme eines Türbandes
für Futterzargen (Bandaufnahmeelement) in der Vorderansicht. Die Vorrichtung
wird gebildet durch eine Grundplatte 1 und eine Deckplatte 2, wobei zwischen der
Grundplatte 1 und der Deckplatte 2 ein Klemmblock zur Aufnahme des Türbandes
3 angeordnet ist.
Der zwischen der Grundplatte 1 und der Deckplatte 2 angeordnete Klemmblock
wird gebildet durch eine Trägerplatte 5 und eine Klemmplatte 6, wobei die
Klemmplatte 6 mittels mehrerer nicht dargestellter Schrauben gegen die
Trägerplatte 5 verschraubt ist, so dass mittels dieser Verschraubung ein zwischen
Trägerplatte 5 und Klemmplatte 6 einsteckbares Türband 3 durch die
Klemmwirkung fixierbar ist.
Der Klemmblock ist mittels Verstellspindeln 51, 52 in vertikaler Richtung nach
Figur 1 zwischen der Grundplatte 1 und der Deckplatte 2 variabel verstellbar.
Hierzu sind die Verstellspindeln 51, 52, die jeweils eine Gewindebohrung an den
Enden der Trägerplatte 5 durchgreifen, drehbar um ihre Achse zwischen der
Grundplatte 1 und der Deckplatte 2 gelagert.
Zur Montage an einer Futterzarge weist die Vorrichtung eine Aufschraubplatte 4
auf. Zwischen der Deckplatte 2 und der Aufschraubplatte 4 sind Abstandsmittel,
die durch die Aufschraubplatte 4 durchgreifende Schrauben 31, 32, 33, 34 gebildet
sind, vorgesehen. Die Schrauben 31, 32, 33, 34 sind in Durchgangsgewinden in
der Aufschraubplatte 4 eingeschraubt. Auf den Schraubköpfen der Schrauben 31,
32, 33, 34 liegt die Deckplatte 2 auf. Die Deckplatte 2 wird mittels der
Befestigungsschrauben 61, 62 gegen die Aufschraubplatte 4 fixiert.
Die Deckplatte 2 ist als Winkel ausgebildet, so dass diese Deckplatte 2 gleichzeitig
den oberen und vorderen optischen Abschluss des Bandaufnahmeelements bildet.
Dieser Winkel weist einen vorderen Schenkel 21 auf, wobei dieser vordere
Schenkel 21 einen Schlitz 22 aufweist, durch den das Türband 3 einsteckbar ist.
Die Grundplatte 1 und die Deckplatte 2 sind mittels Bolzen 81, 82 miteinander
verbunden. Die Deckplatte 2 weist Durchgangsbohrungen auf, durch die mittels
die Bohrungen durchgreifende Schlüssel die Schrauben 31, 32, 33, 34, die
Verstellspindeln 51, 52 und die nicht dargestellten Schrauben zur Fixierung der
Klemmplatte 6 gegen die Trägerplatte 5 ergreifbar und betätigbar sind, d.h.
verstellbar im Falle der Abstandsschrauben 31, 32, 33, 34 und der
Verstellspindeln 51, 52 bzw. lösbar und festziehbar im Falle der nicht dargestellten
Schrauben zur Fixierung der Klemmplatte 6 gegen die Trägerplatte 5.
In Figur 2 dargestellt ist die Vorrichtung nach Figur 1 in einer
Explosionsdarstellung. Der Figur 2 entnehmbar sind die Bohrungen 23, 24, 25, 26,
27 in der Deckplatte 2, durch die hindurch mittels entsprechender Schlüssel, wie
beispielsweise eines Inbusschlüssels, die hinter diesen Durchgangsbohrungen
angeordneten Schrauben, wie die Abstandsschrauben 31, 32, 33, 34 sowie die
Verstellspindeln 51, 52 und die nicht dargestellten Schrauben zur Fixierung der
Klemmplatte 6 auf der Trägerplatte 5 ergreifbar und betätigbar sind.
An jedem Ende der Vorrichtung sind zwei Abstandsschrauben 31, 32 bzw. 33, 34
vorgesehen, die so angeordnet sind, dass die Befestigungsschrauben 61, 62
jeweils zwischen ihnen liegen und in entsprechende Gewindebohrungen 71, 72 in
die Aufschraubplatte einschraubbar sind. Durch die Anordnung der
Befestigungsschrauben 61, 62 jeweils zwischen zwei Abstandsschrauben 31, 32
bzw. 33, 34 ist eine optimale Krafteinleitung gewährleistet, so dass ein Verzug der
Bauteile vermieden wird.
Die Aufschraubplatte 4 weist an ihrer dem Bandaufnahmeelement zugewandten
Seite je einen vorragenden Ansatz zu jedem Ende des Bandaufnahmeelements
auf. In die vorragenden Ansätze der Aufschraubplatte 4 sind die
Gewindebohrungen für die Abstandsschrauben 31, 32, 33, 34 sowie die
Gewindebohrungen 71, 72 für die Befestigungsschrauben 61, 62 eingebracht. Des
weiteren weist die Aufschraubplatte Durchgangsbohrungen auf, durch die
Befestigungsschrauben zur Montage an der Futterzarge durchführbar sind.