Verpackungsmaschine
Die Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine mit einem Maschinenraum und einem Produk ionsraum, die mittels einer Trennwand voneinander getrennt sind, wobei in der Trennwand Durchbrechungen für aus dem Maschinenraum in den Produktionsraum hineinragende Bauteile ausgebildet sind.
In einer Verpackungsmaschine, insbesondere einer sogenannten Blister-Verpackungsmaschine, ist der Produktions- oder Verpackungsraum aus hygienischen und sicherheitstechnischen Gründen von dem Maschinenraum durch eine Trennwand abgetrennt. Da es jedoch notwendig ist, gewisse Bauteile, z.B. Antriebsorgane, von dem Maschinenraum durch die Trennwand hindurch in den Produktionsraum hineinragen zu lassen, sind in der Trennwand an den entsprechend vorbereiteten Stellen Durchbrechungen oder Durchgangsbohrungen vorgesehen.
Eine Verpackungsmaschine wird üblicherweise entsprechend den Wünschen des Kunden ausgerüstet und angepasst. Dies führt dazu, dass die Anzahl und die Anordnung der Durchbrechungen kundenspezifisch ist und sich je nach Verwendungs- art der Verpackungsmaschine ändern kann. Um nicht für jeden
Kunden die Durchbrechungen individuell ausbilden zu müssen, ist es bekannt, in der Trennwand eine Vielzahl von Durchbrechungen vorzubereiten, die in Abhängigkeit von den Kundenwünschen geöffnet werden können. Zu diesem Zweck be- schreibt die DE 198 59 060 AI eine zweischichtige Trennwand, die aus einer Grundplatte und einer Schutzplatte aufgebaut ist, die aufeinandergelegt und miteinander verbunden, beispielsweise verklebt sind. In der Grundplatte sind eine Vielzahl von Durchbrechungen ausgebildet, die alle möglichen Kundenwünsche abdecken. Entsprechend der Lage und der Form der Durchbrechungen der Grundplatte sind in der Schutzplatte Perforationen ausgebildet, die es ermöglichen, die Schutzplatte an den gewünschten Stellen zu öffnen und dadurch eine durchgehende Öffnung in der Trennwand auszu- bilden.
Mit einem derartigen zweischichtigen Aufbau der Trennwand ist der Nachteil verbunden, dass die Vorfertigung und das Zusammenfügen der Platten aufwendig und kostenintensiv ist. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich in der Perforationen der Schutzplatte Schmutzpartikel absetzen, die sich nur mit sehr großem Aufwand entfernen lassen, was jedoch aus hygienischen Gründen insbesondere bei einem Produktwechsel notwendig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackungs- maschine der genannten Art zu schaffen, bei der sich die Anzahl und Lage der Durchbrechungen in einfacher Weise an die Kundenwünsche anpassen lässt und bei der die Ansammlung von Schmutzpartikeln in der Trennwand weitestgehend vermieden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Verpackungsmaschine der genannten Art dadurch gelöst, dass die Trennwand von einer einzelnen Platte gebildet ist, die auf ihrer dem
Maschinenraum zugewandten Seite mehrere Sackbohrungen aufweist, deren geschlossener Boden zur Ausbildung von weiteren Durchbrechungen entfernbar ist.
Die Erfindung geht von der Grundüberlegung aus, die Trennwand nur aus einer einzigen Platte aufzubauen und sie dadurch in einfacher und kostengünstiger Weise ausbilden zu können. Die die Trennwand bildende Platte wird zur Ausbildung von Durchbrechungen vorbereitet, indem in der Platte von der den Maschinenraum zugewandten Seite eine Vielzahl von Sackbohrungen entsprechend der Lage und Größe der Durchbrechungen ausgebildet werden. Jede Sackbohrung erstreckt sich bis annähernd zu der dem Produktionsraum zugewandten Seite der Platte, jedoch bleibt ein geschlossener dünner Boden stehen, so dass auf der dem Produktionsraum zugewandten Oberfläche der Platte keine Vertiefungen oder Perforationen gebildet sind, in denen sich Schmutz ansammeln könnte.
Die Sackbohrungen können in der Platte vor der Montage der
Verpackungsmaschine auf entsprechenden Bearbeitungsmaschinen mit hoher Präzision vorgefertigt werden. Bei der Montage der Verpackungsmaschine ist es dann lediglich notwendig, einige der Sackbohrungen entsprechend den Kundenwünschen bezüglich der Ausgestaltung der Verpackungsmaschine zu öffnen, indem der Boden herausgebohrt oder herausgeschlagen wird. Insbesondere beim Bohren bilden die Wandungen der Sackbohrung eine gute Führung beim Öffnen des Bodens, so dass die Durchbrechung in ihrer Gesamtheit mit hoher Genau- igkeit an der gewünschten Position sitzt.
Diejenigen Sackbohrungen, die bei der Montage der Verpackungsmaschine nicht geöffnet werden, sind von der dem Produktionsraum zugewandten Seite der Platte nicht sichtbar, so dass der Boden auf der dem Produktionsraum zugewandten
Seite mit den angrenzenden Bereichen der Oberfläche der Platte eine glatte, kontinuierliche, vertiefungsfreie Fläche bildet.
Die Wandstärke des Bodens sollte so gering bemessen sein, dass er sich nachträglich in einfacher Weise entfernen lässt. Jedoch darf die Wandstärke nicht zu gering sein, um Verformungen des Bodens infolge thermischer oder geringer mechanischer Belastungen zu vermeiden und um insbesondere zu verhindern, dass der Boden bei der Montage der Verpackungsmaschine irrtümlicherweise durchstoßen wird. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist deshalb vorgesehen, dass der Boden eine Wandstärke im Bereich von 1 mm bis 3 mm und insbesondere 1 mm bis 2 mm aufweist, während für die die Trennwand bildende Platte, die vorzugsweise aus A- lu inium oder Edelstahl besteht, eine Gesamt-Wandstärke im Bereich von 20 mm bis 30 mm und insbesondere von 25 mm bis 30 mm bevorzugt ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich, wobei die einzige Figur einen ausschnittsweisen Vertikalschnitt durch eine Trennwand einer Verpackungsmaschine zeigt.
Gemäß der Figur ist eine aus Aluminium oder Edelstahl bestehende Trennwand 10 vorgesehen, die von einer einzelnen Platte 11 gebildet ist. Die Trennwand 10 trennt einen Maschinenraum M von einem Produktionsraum P und besitzt auf ihrer dem Maschinenraum M zugewandten Seite eine Vielzahl von Sackbohrungen 13, von denen nur eine dargestellt ist. Die Sackbohrung 13 erstreckt sich von der dem Maschinenraum M zugewandten Oberfläche 11b der Platte 11 bis nahe der dem Produktionsraum P zugewandten Oberfläche 11a der Platte, wobei jedoch ein geschlossener Boden 14 verbleibt, so dass
die Platte 11 auf der dem Produktionsraum P zugewandten 0- berflache 11a im AusgangsStadium eine glatte, kontinuierliche vertiefungsfreie Fläche besitzt. Die Wandstärke des Bodens 14 liegt im Bereich von 1 mm bis 2 mm.
Wenn die mit den Sackbohrungen 13 ausgebildete Platte 11 in die Verpackungsmaschine eingebaut wird, müssen einige der Sackbohrungen 13 geöffnet werden, um Bauteile, beispielsweise eine Antriebswelle 15, von dem Maschinenraum M durch die Platte 11 hindurch in den Produktionsraum P zu führen. Das Öffnen des Bodens 14 kann beispielsweise mittels eines Schlagwerkzeugs 16 erfolgen, das von der dem Maschinenraum M zugewandten Seite in die Sackbohrung 13 eingeführt wird und den Boden 14 herausbohrt, so dass eine die Platte 11 vollständig durchdringende Durchbrechung 12 gebildet ist.
An einer entsprechenden Durchbrechung kann die Antriebswelle 15 die Platte 11 durchdringen, wie es in der Figur dargestellt ist.
Diejenigen Sackbohrungen 13, die entsprechend den Kunden- wünschen nicht geöffnet werden müssen, bilden im Bereich ihres Bodens 14 auf der dem Produktionsraum P zugewandten Seite mit den angrenzenden Bereichen der Oberfläche 11a der Platte 11 weiterhin eine glatte, kontinuierliche, vertie- fungsfreie Fläche, so dass die Ansammlung von Schmutzpartikeln bei Betrieb der Verpackungsmaschine verhindert ist.
Falls der Kunde später einen Umbau der Verpackungsmaschine wünscht, können die entsprechenden Sackbohrungen 14 direkt vor Ort geöffnet bzw. aufgebohrt werden, ohne dass es dazu einem Ausbau der Platte 11 bedarf.