Die Erfindung betrifft eine Lagerung für Federleisten von Bettlattenrosten gemäß
dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Es ist eine Federlatte für Lattenroste bekannt, DE 33 21 520 C1, auf der ein
Härteschieber aufgesetzt ist, der zwei Härtestecker aufweist, die sich seitlich
unter die Aufnahmetasche für die Federleiste erstrecken und so ein Kippen einer
einzelnen Federleiste verhindern, wodurch eine größere Steifigkeit des Endpunktlagers
erzeugt wird.
Nachteilig an dieser vorbekannten Konstruktion ist, dass sie sich nur für relativ
niedrige Endpunktlager verwenden lässt und für jede Latte bzw. jedes übereinander
angeordnete Lattenpaar je zu lagerndem Ende ein separates Bauteil
geschaffen und montiert werden muss, was insgesamt sehr unwirtschaftlich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lagerung für Federleisten von Bettlattenrosten
mit einer Härteverstellung zur Verfügung zu stellen, die einfach und
wirtschaftlich herzustellen und zu montieren ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einer Lagerung für Federleisten von Bettlattenrosten
der im Oberbegriff des Hauptanspruchs genannten gattungsgemäßen
Art ausgegangen, welche erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil desselben
aufgeführten Merkmale aufweist.
Die Lagerung für Federleisten von Bettlattenrosten besteht aus an den Seitenholmen
eines Bettlattenrostrahmens angeordneten elastischen Endpunktlagern
mit Aufnahmetaschen für die Enden der Federleisten und Unterbauten mit in
Richtung der Federleisten verlaufenden Ausnehmungen und aus die Federleisten
umgreifenden Härteschiebern mit Härteschieberoberteilen, welche auf den Federleisten
verschieblich gelagert sind und welche darunter, über die Kontur der
Härteschieber in Richtung des Unterbaus der Endpunktlager hervorstehend angeordnete
Härtestecker aufweisen, wobei diese Härtestecker in einer an die
Endpunktlager angenäherten Position in die Ausnehmungen eingreifen und in
einer davon entfernten Position außer Eingriff sind. Dadurch, dass die Härteschieberoberteile
nun mehrere horizontal benachbarte Federleisten umgreifen,
lässt sich zum einen der Bauaufwand drastisch reduzieren und auch die Montage
wesentlich vereinfachen, wobei sich weitere vorteilhafte Auswirkungen mit und
in Kombination aus den nachfolgenden Unteransprüchen ergeben.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der
Erfindung umgreift das Härteschieberoberteil eines Härteschiebers für ein Endpunktlager
von zwei oder mehr Federleisten alle diesem Endpunktlager zugehörigen
Federleisten und zwar entweder vollständig oder zumindest teilweise, sodass
der Montageaufwand beispielsweise bei drei nebeneinander angeordneten
Federleisten etwa gedrittelt wird, wenn er nicht sogar durch weitere technische
Maßnahmen noch weiter vermindert wird.
Eine solche vorteilhafte Verringerung des Montageaufwandes kann beispielsweise
durch eine horizontale Teilung des Härteschieberoberteiles erfolgen, wobei
diese Teile durch zugehörige Rastverschlüsse zur Montage einfach miteinander
verrastet werden können.
Denkbar wäre auch eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung, bei der das
Härteschieberoberteil mindestens zwei Federleisten umgreift, welche in benachbarten
Endpunktlagern gelagert sind, wobei das Härteschieberoberteil zwei
Härtestecker aufweisen könnte, die jeweils in einen Unterbau der beteiligten
Endpunktlager eingreifen.
Von besonderem Vorteil ist weiterhin, dass ein Härteschieber einen oder mehrere
Härtestecker aufweisen kann, die Außenabmessungen aufweisen, die kleiner
oder gleich den Innenabmessungen der Ausnehmungen im Unterbau der Endpunktlager
ausgeführt sind, wobei die Konturen der Härtestecker auch vollständig
an die Konturen der Ausnehmungen angepasst sein können. Je nach bevorzugter
Ausführungsform kann so eine Unterfederung eines Endpunktlagers völlig
festgesetzt werden oder aber, wenn die Außenabmessungen der Härtestecker
geringer sind als die Innenabmessungen der Ausnehmungen, ein beschränkter
Federweg nach unten und/ oder zur Seite aufrechterhalten bleiben.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante der erfinderischen
Lagerung können die Härtestecker wahlweise formstabil oder auch selber
elastisch ausgebildet sein, wie sie auch als Voll- oder Hohlprofil gefertigt sein
können, sodass sich durch die Auswahl der Form und des Materials der Härtestecker
weiter Einfluss auf die Federeigenschaften der Lagerung für Federleisten
genommen werden kann.
Die erfinderische Lagerung für Federleisten lässt sich auch auf als übereinander
angeordnete Doppelleisten ausgebildete Federleisten ausdehnen, wobei nur die
oberen Federleisten in Endpunktlagern gelagert sind und dann die Härteschieberoberteile
mehrere benachbarte Federleisten vollständig oder zumindest teilweise
umschließen, sodass quasi im in die Endpunktlager eingeführten Zustand
der Härtestecker eine maximierte Härte der Unterstützung einer Matratzenauflage
erreicht wird, wo hingegen bei einem in die Mitte der Federleisten verschobenen
Härteschieber die nachgiebigste Unterstützung erzielt wird. Besonders
vorteilhaft an einer solchen Ausführungsform ist, dass bei einer Ausführung des
Härteschieberoberteils für ein Endpunktlager mit mehr als zwei benachbarten
Federleisten jeweils die unterer Leiste einer zwischen den äußeren Leisten
angeordneten Federleisten eingespart werden kann, wodurch sich zum einen die
Wirtschaftlichkeit der erfinderischen Lagerung deutlich verbessert und sich zum
anderen eine zusätzliche Variationsmöglichkeit für den Endverbraucher ergibt.
Herstellungstechnisch ist eine Variante hervorzuheben, die bei gleichem Härteschieberoberteil,
welches mit einer Rastvorrichtung für einen Härtestecker ausgestattet
ist, mit unterschiedlichen Arten von Härtesteckern, die jeweils korrespondierende
Rastvorrichtungen aufweisen, kombiniert werden kann, sodass bei
gleichem Härteschieberoberteil die unterschiedlichsten Unterfederungsarten mit
darauf angepassten Härtesteckern in ihren Federeigenschaften variiert werden
können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist das
Oberteil des Härtesteckers mit einer Öffnungslasche versehen, sodass bei Bedarf
der Härteschieber auf einfachste Art und Weise ohne Werkzeugeinsatz auch
wieder demontiert werden kann.
Nachfolgend sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer Lagerung für Federleisten mit einem
einteiligen Härtestecker,
- Fig. 2
- eine Zusammenstellungszeichnung der Bauteile der Fig. 2,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht der Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung einer Lagerung für Federleisten mit einem
zweiteiligen Härtestecker und
- Fig. 5
- eine Zusammenstellungszeichnung der Bauteile gem. Fig. 4.
Die Lagerung für Federleisten von Bettlattenrosten besteht im wesentlichen aus
einem Endpunktlager 5;15 mit oberen Aufnahmetaschen für die Federleisten 22
und einem elastischen Unterbau mit in Richtung der Federleisten 22 verlaufenden
Ausnehmungen 6;16 und zylindrischen Bolzenaufnahmen 25;26 zur Befestigung
an einem zeichnerisch nicht dargestellten Rahmen eines Bettlattenrostes.
Der Härteschieber 1;11 besteht aus einem separaten Härteschieberoberteil 2;12
und einem Härtestecker 3;13, welche jeweils miteinander korrespondierende
Rastvorrichtungen 7;8;17;18 aufweisen, sodass ein Härteschieberoberteil 2;12
mit unterschiedlichen Härtesteckern 3;13 versehen werden kann.
Das Härteschieberoberteil 2;12 ist bei der dargestellten Ausführungsform horizontal
geteilt ausgebildet, wobei die beiden Teile über ein Filmscharnier 19 miteinander
verbunden sind und auf der dem Filmscharnier 19 gegenüberliegenden Seite
mit einem Rastverschluss 10;20 versehen sind, sodass der Härteschieber 1;11
nach dem Zusammenbau eines Bettlattenrostes um die fertig montierten Federleisten
22 herum montiert werden kann. Innerhalb des Härteschieberoberteils
2;12 sind Führungsstege 23;24 vorgesehen, sodass er beim Verschieben auf den
Federleisten 22 nicht seitlich verkantet. Weiterhin sind auf der nach innen gerichteten
Seite des Härteschieberoberteils 2 den Oberseiten der Federleisten 22 zugewandte
Klemmstege 4 vorgesehen, die das Härteschieberoberteil 2;12 in einer
einmal festgelegten Position arretieren. Am Härteschieberoberteil 2 ist, wie in Fig.
1 dargestellt, eine Öffnungslasche 21 vorgesehen, mit deren Hilfe ein einmal
montierter Härteschieber 1 einfach wieder demontiert werden kann.
Wie in den Fig. 1 bis 3 dargestellt, ist der Härteschieber 1 als einteiliges Bauteil
ausgeführt, welches in eine zentrale Ausnehmung 6 des Endpunktlagers 5 eingreift,
diese Ausnehmung 6 jedoch nicht vollständig ausfüllt, sodass dieses noch
in einem geringen Maß einfedern und seitlich verschwenken kann, wobei sich
der Härtestecker 3 bei steigender Belastung des Endpunktlagers 5 auf einer oder
beiden Bolzenlagerungen 25 des Endpunktlagers 5 abstützt. Je nach gewählter
Ausführungsform kann dieser Härtestecker 3 als massives Bauteil oder als Hohlprofil
ausgebildet sein, ebenso wie er wahlfrei aus starrem oder elastischem
Material hergestellt sein kann, sodass jede beliebige Federrate erzeugt werden
kann.
Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, weist der Härteschieber 11 ein Oberteil 12
mit zwei daran befestigbaren Härtesteckern 13 auf, die etwa kreiszylindrisch
oder auch hohlzylindrisch ausgebildet sind und ebenso aus starrem oder elastischem
Material gefertigt sein können und die im Einbauzustand in im Querschnitt
ovale Ausnehmungen 16 des Endpunktlagers 15 eingreifen und auch so
dessen freien Verformungsweg begrenzen bzw. die Federeigenschaften in gewünschtem
Maße beeinflussen.
Zeichnerisch nicht dargestellt ist eine Variante des Härteschiebers zum Aufsetzen
auf zwei oder mehr nebeneinander angeordnete doppelte Federleisten, wobei
etwa bei einer Ausführungsform gem. Fig. 5 statt drei sechs Federleisten
vorhanden wären, wobei auf die mittlere untere Federleiste verzichtet werden
könnte.