Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Steuerung
und/oder Überwachung einer verkehrssteuernden und/oder
verkehrsüberwachenden Funktionseinheit sowie auf eine
Steuerungs- und/oder Überwachungseinheit zur Steuerung
und/oder Überwachung einer verkehrssteuernden und/oder
verkehrsüberwachenden Funktionseinheit.
Sowohl im Strassenverkehr als auch im Schienenverkehr werden
die Verkehrsströme dynamisch gesteuert und/oder überwacht.
Hierzu sind im Strassenverkehr als Funktionseinheiten
beispielsweise Anzeigequerschnitte und Leiterschleifen in der
Fahrbahn vorgesehen um den Verkehrsfluss zu steuern bzw. die
Verkehrsdichte zu erfassen. Im Schienenverkehr werden als
derartige Funktionseinheiten Signale in Glühlampen- oder LED-Technologie,
Gleisbelegungs- und Meldeeinrichtungen,
Einrichtungen zur Zugvollständigkeitskontrolle, wie z.B.
Achszähler, Einrichtungen zur Zugbeeinflussung, beispielsweise
Loop-Kabel, Fest-Balisen sowie ETCS-Komponenten, eingesetzt,
um den Zugverkehr- auch bei oft sehr hoher Trassenbelegung -
sicher zu steuern und zu überwachen.
Zur Steuerung derartiger Funktionseinheiten werden im
Schienenverkehr sogenannte Stellteile eingesetzt. Diese
Stellteile haben die Aufgabe, die Funktionseinheiten (wie sie
oben beispielhaft aufgezählt wurden) differenziert anzusteuern
und zu überwachen. Rückmeldungen an die
Systemsteuereinrichtungen, meist Stellwerke, erfolgen
periodisch und enthalten die erforderliche bestimmungsgemässe
Information zum Bahnprozess wie zum Beispiel Gleis belegt und
die komprimierten Resultate der in kurzen Zeitintervallen
laufenden Testintervallen.
Vermehrt werden heute solche Stellteile abgesetzt vom
Stellwerk in der Nähe der zu steuernden Funktionseinheit
betrieben. Dadurch entfällt die Einschränkung durch lange
Leitungen im Bereich der Bahntrasse mit seinen EMV
Einwirkungen.
Beispielsweise wird von der Siemens Schweiz AG unter dem
Handelsnamen MSTT® auf dem Markt ein solches Stellteil
angeboten..
Derartige dezentrale Stellteile haben in der Regel die
Aufgabe, abgesetzt von Stellwerken, Leitsystemen oder
allgemeiner gesprochen von Datenverarbeitungsanlagen, lokal
vor Ort meistens im Gleisbereich angeordnete Signal- und
sicherungstechnische Einrichtungen anzusteuern und/oder deren
funktionale Zustände zu ermitteln und soweit erforderlich auch
deren korrekte Funktion, ggfs. auch im Ruhezustand, zu
überwachen. Die Notwendigkeit der Überwachung ist dabei in dem
üblicherweise streng normierten eisenbahntechnischen Umfeld
durch den der jeweiligen Funktion zugeordneten
Sicherheitslevel nach den jeweils gültigen aktuellen
bahntechnischen Normen bestimmt, z.B. SIL4 nach EN 50129.
Eine derartige Ansteuerung und/oder Überwachung am Ort der
Funktionseinheit unterstützt das Erkennen von Ausfällen in
diesen Funktionseinheiten und macht es oft überhaupt erst
möglich, dass auch eine allmähliche schleichende
Verschlechterung von Prozessparametern der Funktionseinheit,
die in der Regel mit einer Funktionseinschränkung einhergehen,
detektiert werden kann, die üblicherweise im Vorfeld eines
Ausfalls auftritt.
Dezentrale Stellteile werden über eine meist lange Zuleitung
mit elektrischer Energie aus dem Stellwerk versorgt. Eine
Versorgungseinheit im dezentralen Stellteil liefert die
elektrische Speisung sowohl für das interne Kontroll- und
Steuerungssystem wie auch für die anzusteuernden
Funktionseinheiten. Weiter weist das dezentrale Stellteil in
der Regel eine bidirektionale Datenverbindung auf, über die es
Daten für die Steuerung der ihr zugewiesenen
Funktionseinheiten sowie zur Gewährleistung dessen eigener
Funktionalität und Sicherheit des Kontrollsystems austauscht.
Diese Kommando- und Meldeinformationen werden mittels
Telegramm vom Stellwerk, Leitsystem, einer
speicherproprammierbaren Steuerung (SPS) oder dergleichen an
das dezentrale Stellteil abgesetzt, wobei das dezentrale
Stellteil entsprechend auch Meldungen in die Gegenrichtung
zurückschickt.
Weil die Funktionseinheiten sozusagen im Frontend-Bereich des
Bahnprozesses meist sehr stark länder- und/oder bahnspezifisch
ausgebildet sind und daher in der Regel über proprietäre
Schnittstellen verfügen, ist die Ansteuerung unterschiedlicher
Funktionseinheiten im besonderen im bahn- und/oder
länderübergreifenden Bereich häufig nur mit einer Vielzahl
sehr spezifisch ausgestalteter Stellteile möglich, was im
besonderen beispielsweise im Hinblick auf den Austausch von
Glühlampen-Signale gegen wartungsärmere LED-Signale erhöhte
Schwierigkeiten hinsichtlich der verwendeten Vielfalt der
dezentralen Stellteile nach sich zieht.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur
Steuerung und/oder Überwachung von verkehrssteuernden und/oder
verkehrsüberwachenden Funktionseinheiten sowie ein dezentrales
Stellteil, nachfolgend auch als Steuerungs- und/oder
Überwachungseinheit bezeichnet, anzugeben, mit denen es
möglich ist, sehr unterschiedliche Funktionseinheiten in
einfacher Weise funktional an ein dezentrales Stellteil zu
koppeln, das selbst eine entsprechend grosszügige
diesbezügliche Disponierbarkeit/Parametrierbarkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens erfindungsgemäss
dadurch gelöst, dass ein Verfahren zur Steuerung und/oder
Überwachung einer verkehrssteuernden und/oder verkehrsüberwachenden
Funktionseinheit vorgesehen ist, bei dem:
a) eine dezentrale Steuerungs- und/oder
Überwachungseinheit zur Steuerung und/oder Überwachung
der Funktionseinheit vorgesehen wird, b) die dezentrale Steuerungs- und/oder Überwachungseinheit
mit einer Speiseschnittstelle für eine elektrische
Leistungsversorgung der Funktionseinheit versehen wird, c) Daten für die Steuerungs- und/oder Überwachung der
Funktionseinheit in Form von Schaltmustern in einem
elektrischen Speisesignal über die Speiseschnittstelle
an die Funktionseinheit übermittelt werden, und d) die Funktionseinheit in Abhängigkeit von den
übermittelten Daten gesteuert und/oder spezifisch mit
Energie in Funktion der Zeit versorgt wird und/oder
überwacht wird.
Bezüglich des dezentralen Stellteils wird dieses voranstehende
Aufgabe erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine dezentrale
Steuerungs- und/oder Überwachungseinheit zur Steuerung
und/oder Überwachung einer verkehrssteuernden und/oder
verkehrsüberwachenden Funktionseinheit vorgesehen ist, die:
a) eine Speiseschnittstelle für eine elektrische
Leistungsversorgung der Funktionseinheit in Funktion
der Zeit umfasst; b) einen Controller, mittels dem Daten für die Steuerung
und/oder Überwachung der Funktionseinheit in Form von
Schaltmustern eines elektrischen Speisesignals über die
Speiseschnittstelle an die Funktionseinheit
übermittelbar sind, umfasst; und c) eine Datenschnittstelle, über welche Daten zur
Steuerung und/oder Überwachung der Funktionseinheit von
einer übergeordneten Steuerungs- und/oder
Überwachungseinrichtung, wie z.B. ein Stellwerk, eine
Leitzentrale, empfangbar sind, umfasst.
Auf diese Weise gestatten es das voranstehende Verfahren und
das voranstehende dezentrale Stellteil, die Funktionseinheiten
über eine geeignete Parametrierung des Speisesignals für diese
Funktionseinheit zu speisen in Funktion der Zeit, zu steuern
und/oder zu überwachen. Es bedarf daher lediglich des
Controllers im Stellteil, welcher die bedarfsweise gewünschte
Funktion der Funktionseinheit durch eine entsprechende
Ausgestaltung des Schaltmusters auf dem Speisesignal abruft.
Auf diese Weise lassen sich nahezu beliebige
Funktionseinheiten mit diesem Grundtyp von dezentralem
Stellteil betreiben.
Bezüglich der Parametrierung des Speisesignals gibt es eine
Vielzahl im Stand der Technik bekannter Verfahren, welche u.a.
die Modulation der Nutzinformation auf das Speisesignal
vorsehen. Eine besonders einfach und eisenbahntechnisch
sichere, auch mit Gleichspannung betreibbare Lösung kann als
Schaltmuster für das elektrische Speisesignal die Verwendung
eines pulsweitenmodulierten Signals vorsehen. Im besonderen
kann mit dem pulsweitenmodulierten Speisesignal die auf eine
Funktionseinheit zugeführte Leistung gesteuert werden. So ist
es zum Beispiel möglich, Lichtsignale (LED- und
Glühlampensignale) in der Lichtabgabe durch das zeitliche
Ein/Aus-Verhältnis (Tastrate) zu regulieren, beispielsweise
durch eine Absenkung der elektrischen Leistung zu Erzielung
der Nachtabsenkung. Diese Regulierung kann sowohl der
bestimmungsgemässen Funktion als auch der Funktionsüberwachung
dienen, z.B. dem Wartungsvorgang zwecks
Lichtstärkenregulierung an einem Lichtsignalmittel in Rahmen
eines periodischen Überwachungszyklus.
Eine mögliche Variante, die im besonderen bei
Funktionseinheiten mit einfachen Stellstrukturen angewendet
werden kann, kann als Schaltmuster für das elektrische
Speisesignal das Ein- und Ausschalten des Speisesignals
vorsehen. Ausserdem ist natürlich auch eine Kombination der
beiden voranstehenden Schaltmuster in einer Weise möglich,
dass als Schaltmuster für das elektrische Speisesignal das
Ein- und Ausschalten eines pulsbreitenmodulierten
Speisesignals verwendet wird.
Weiter kann zur Optimierung des Energieverbrauchs die mittels
des Speisesignals zugeführte elektrische Leistung in
Abhängigkeit von der aktuell bereitzustellenden Funktion der
Funktionseinheit gesteuert werden.
Die Parametrierbarkeit des Speisesignals ermöglicht es, eine
nahezu beliebige Anzahl von Schaltfunktionen in das
Speisesignal "einzubauen". So kann es vorgesehen sein, mit
einer zeitlich beliebigen Schaltfunktion im Speisesignal eine
oder mehrere der nachfolgenden Verfahrensschritte auszuführen:
a) eine Funktionseinheit wird neu gestartet; b) eine Funktionseinheit wird im Fehlerfall von ihrer
elektrischen Versorgung getrennt; c) eine Funktionseinheit wird ausgeschaltet, um einen
Offset einer für die Überwachung der Funktionseinheit
relevanten Messgrösse zu erfassen; d) eine Funktionseinheit wird hinsichtlich ihrer
bestimmungsgemässen Funktion überwacht; e) eine Funktionseinheit wird mit einem an ein
Einschaltmoment angepasstes Energieversorgungsprofil
versorgt.
Weiter kann auch die ordnungsgemässe Funktion der
Funktionseinheit aus einer Überwachung der Leistungsaufnahme
zumindest teilweise überprüft werden. Damit parasitäre
Einflüsse möglichst gering derartige Überprüfungen stören
können, kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung die
elektrische Leistungsaufnahme der Funktionseinheit
speisesignal-seitig überwacht werden. So kann beispielsweise
bei Lichtsignalen einer bestimmten Bauart die Abnahme des
aufgenommenen Stroms die Abnahme der abgestrahlten
Lichtleistung indizieren. Generell kann auf diese Weise auch
Teilausfall oder gar das Auslösen einer Sicherung in einem von
mehreren Stromkreisen der Funktionseinheit detektiert werden.
Häufig kommt es auch vor, dass beispielsweise verschiedene
Software-Versionen auf das dezentrale Stellteil aufgespielt
werden, wie z.B. eine die Zusammensetzung eines Balisen-Telegramms
bestimmende Software, und von dort weiter an die
Funktionseinheit übertragen werden müssen. Ein einfaches
universelles Verfahren kann es daher vorsehen, mittels
definierten Schaltmustern im Speisesignal Informationsketten,
wie z.B. Datentelegramme, zu übertragen. Auf diese Weise lässt
sich beispielsweise auch eine von mehreren bereits auf der
Funktionseinheit befindlichen Software- und/oder Hardware-Versionen
direkt aktiv schalten oder nach Art einer TimerFunktion
zeitliche Gültigkeitsbereiche für die Versionen
festlegen. Es ist ebenfalls möglich durch die Verwendung
spezieller Schaltmuster, wie z.B. n aus m, die
Datenübertragung synchron zu betreiben und gleichzeitig die
Menge der elektrischen Energiezufuhr durch die Ein/Auszeiten
des pulsweitenmodulierten Speisesignals zu steuern.
Da in der Regel (noch) nicht alle Funktionseinheiten über die
erforderlichen Eigenschaften für den Datentransfer über die
Speisung verfügen oder die zu übertragenden Daten zu komplex
für eine Übertragung auf der Speisung sind, kann es vorgesehen
sein, zusätzlich Daten an die Funktionseinheit und/oder Daten
von Funktionseinheit über ein von der Speisung unabhängiges
Datenübertragungsmittel zu übertragen. Möglicherweise verfügt
die Funktionseinheit selbst über eine interne unabhängige
Überwachung und kann so über diese Verbindung von sich aus
periodisch oder durch das Stellteil angestossen
Zustandsinformationen an das Stellteil zurückgeben, die dort
eingelesen und ggfs. bereits ausgewertet werden können. Eine
fehlerhafte Zustandsinformation für die Funktionsprüfung
dieser Datenleitung können beispielsweise ausgelöst werden,
indem das Speisesignal kurzzeitig verändert wird oder durch
ein Auslösesignal am Datenausgang des Stellteils, welches
interne Prozeduren in der Funktionseinheit startet. Eine
diesbezügliche Zustandsinformation kann dabei so konzipiert
sein, dass ein digitales statische Signal die Aussage
"Information gut/fehlerhaft" repräsentiert, ein periodisches
oder nur im Fehlerfall vorhandenes Daten-Telegramm mit
Zustandsinformationen gesendet und ein analoges Signal, z.B.
in Form eines Messwertes, einem A/D-Konverter zugeführt wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den
übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines dezentralen
Stellteils und einer von ihm gesteuerten und
überwachten Funktionseinheit;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines
Speisesignalschaltmusters zur Steuerung der
Funktionseinheit nach Figur 1; und
- Figur 3
- eine schematische Darstellung eines weiteren
Speisesignalschaltmusters zur Steuerung einer
Funktionseinheit nach Figur 1.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines dezentralen
Stellteils ST, welches eine Funktionseinheit FE, vorliegend
ein Eisenbahnsignal S, steuert und überwacht. Das dezentrale
Stellteil ST umfasst im wesentlichen einen Controller µCST und
eine Energieversorgungseinheit PSU. Auf der logisch von der
Funktionseinheit FE abgewandten Seite des dezentralen
Stellteils ist ein hier nicht weiter dargestelltes Stellwerk
angeordnet, welches über eine Spannungsversorgungsverbindung
elektrische Energie PS an das ST und über eine bidirektionale
Datenleitung Steuerdaten CD an das dezentrale Stellteil ST
sendet oder vom dezentralen Stellteil ST erhält. Das
dezentrale Stellteil ST weist in logischer Richtung zu der
Funktionseinheit FE eine zweiadrige Verbindung auf, über die
mittels eines Speisesignals SS die zum Betrieb der
Funktionseinheit FE erforderliche elektrische Leistung
übertragen wird. In gestrichelter Darstellung sind weiter eine
Verbindung zur Übertragung von Ausgangsdaten Dout an die
Funktionseinheit FE, eine Verbindung zum Erhalt von
Eingangsdaten Din von der Funktionseinheit FE und ein in der
Funktionseinheit FE angeordneter Controller µCFE vorgesehen.
Diese gestrichelt dargestellten Komponenten sind optional und
ihr Vorhandensein hängt in der Regel von der Komplexität
und/oder Funktionalität der Funktionseinheit FE ab. Im
vorliegenden Fall umfasst das Eisenbahnsignal S vier
Signalleuchten L, die in verschiedenen Einzel- und
Mehrfachkonfigurationen angesteuert werden müssen, so dass
mindestens der Controller µCFE vorgesehen ist, um die
Signalleuchten L entsprechend den ursprünglich aus dem
Stellwerk kommenden Steuerdaten CD anzusteuern. Welche der
Signalleuchten aber nun tatsächlich mit welcher Leuchtstärke
abstrahlen müssen, wird mit einem dem Speisesignal SS durch
den Controller µCST aufgeprägten Signalmuster P+/Pg an die
Funktionseinheit FE übermittelt.
Ein Beispiel für ein derartiges Signalmuster P+/Pg iST in Figur
2 in Form eines pulsweitenmodulierten Signals vorgesehen. Als
in Form des Signalmuster P+/Pg codierte Steuergrössen können
dabei die Einschaltperiodendauer P+, deren zugehörige Spannung
V+, die Ausschaltperiodendauer Pg, deren zugehörige Spannung
Voff, wobei sich aus der Addition von P+ und Pg die Frequenz f
des pulsweitenmodulierten Signals ergibt. Zusätzlich kann auch
die zeitliche Veränderung der Frequenz f als Steuergrösse für
die Funktion der Funktionseinheit FE dienen. Es besteht daher
ein vergleichsweise breites Angebot an Steuergrössen, die als
Muster des Speisesignals SS mit ausreichendem Pegel und
Rauschabstand von dem ST auf die Funktionseinheit FE
übertragen werden können und dort die gewünschte Funktion
abrufen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist daher durch
das Bezugszeichen Voff angedeutet, dass mit dem Niveau dieser
Offset-Spannung beispielsweise dem Controller µCFE der
Steuereinheit mitgeteilt wird, welche der möglichen
Signallampenkonfigurationen L mit welcher Leuchtstärke
leuchten soll.
Für den Fall eines nur eine Signalleuchte L aufweisenden
Signals S kann mit dem Einschalten des Speisesignals SS auch
die Signalleuchte L zu leuchten gebracht werden. Durch eine
geeignete vorbestimmbare Wahl des Verhältnisses von Ein- zu
Ausschaltperiodendauer kann auch wieder ein
pulsweitenmoduliertes Signalmuster dazu benutzt werden, neben
dem Ein/Ausschalten der Signalleuchte L deren Leuchtstärke zu
regeln, wie dies beispielsweise für die Nachtabsenkung zur
Vermeidung von Blendungen der Lokführer vorgesehen ist.
Wie in Figur 3 gezeigt, kann das Schaltverfahren einer
Pulswellenmodulation einem DC-Spannung/Speisungssignal
überlagert sein. Anhand der Höhe resp. des diskreten Wertes
dieser Grundspannung enthält das als Amplitudeninformation
ausgestaltete Schaltmuster die notwendigen Informationen zum
Steuern beispielsweise eines gewünschten Betriebszustandes
oder zum Auslösen einer Funktion, wie z.B. einem Reset der
Funktionseinheit.
Um aber beispielsweise auch eine hohe Störfestigkeit dieser
Art von Informationsübermittlung zu gewährleisten, sind
Massnahmen möglich, die die Auslösung einer Funktion auf der
Basis des Schaltmusters, also beispielsweise der Amplitudeninformation,
erst dann auslösen, wenn eine programmierbare
Anzahl gleicher Schaltmuster, wie zum Beispiel gleicher Pegel
der DC Grundspannung, abgetastet worden ist.
Diese vorangehenden Beispiele sind daher nur beschreibender
Natur und sollen den Offenbarungsgehalt der Erfindung nicht
darauf beschränken. Vielmehr ist es dem auf diesem Gebiet
tätigen Fachmann ohne erfinderisches Hinzutun möglich,
unzählige Varianten und Modifikation der vorliegenden
Erfindung in Anpassung an die vom ihm in diesem Kontext zu
lösende Aufgabe zu finden. Der wahre Umfang der vorliegenden
Erfindung ist daher den nachfolgenden Patentansprüchen zu
entnehmen.