Beschreibung Laufzeitmessverfahren zur Ermittlung der Distanz
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung und
Überwachung des Füllstands eines Füllguts in einem Behälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Vorrichtungen zur Ermittlung und Überwachung des Füllstandes in einem Behälter werden häufig in den Messgeräten der Automations- und Prozesssteuerungstechnik eingesetzt. Von der Anmelderin werden beispielsweise Messgeräte unter dem Namen Micropilot, Prosonic und Levelflex produziert und vertrieben, welche nach dem Laufzeit-Messverfahren arbeiten und dazu dienen, einen Füllstand eines Mediums in einem Behälter zu bestimmen und/oder zu überwachen. Bei der Laufzeitmessmethode werden beispielsweise Mikrowellen bzw. Radarwellen über eine Antenne in den Prozessraum ausgesendet oder an einem Oberflächenwellenleiter, der in das Füllgut hineinragt, entlang geführt, und die reflektierten Echowellen werden nach der abstandsabhängigen Laufzeit der Signale wieder von der Antenne bzw. Messumformer empfangen. Aus der Zeitdifferenz zwischen dem Aussenden der Hochfrequenzsignale und dem Empfang der reflektierten Echosignale lässt sich der Abstand des Messgerätes zu der Mediumsoberfläche ermitteln. Vorrichtungen und Verfahren zur Bestimmung des Füllstandes über die Laufzeit von Messsignalen nutzen die physikalische Gesetzmäßigkeit aus, wonach die Laufstrecke gleich dem Produkt aus Laufzeit und Ausbreitungsgeschwindigkeit ist. Unter Berücksichtigung der Geometrie des Behälterinnern wird dann der Füllstand des Mediums als relative oder absolute Größe ermittelt. Die Laufzeit-Messmethode lässt sich im wesentlichen in zwei grundlegende Ermittlungsverfahren aufteilen: Die Zeitdifferenzmessung, die ein impulsmoduliertes hochfrequentes Messsignal für die zurückgelegte Wegstrecke benötigt; ein weiteres weit verbreitetes Ermittlungsverfahren ist die Bestimmung der Kippfrequenzdifferenz des ausgesendeten kontinuierlichen Hochfrequenzsignals zum reflektierten, empfangenen Hochfrequenzsignal (FMCW - Frequency-Modulated Continuous Wave). Es wird im Weiteren wird keine Beschränkung auf ein spezielles Ermittlungsverfahren vorgenommen, sondern die allgemein gültige Laufzeit- messmethode verwendet.
[0003] Ein generelles Problem bei allen Laufzeit-Messmethoden mit hochfrequenten
Messsignalen im GHz-Bereich ist, dass zur Auswertung des hochfrequenten Gesamtmesssignals, bestehend aus ausgesendeten Messsignalen und reflektierten Echosignalen, Hochfrequenzbauteile verwendet werden müssen, die für solch hohe Frequenzbereiche ausgelegt sind. Eine Lösung dieses Problems ist die sequentielle Abtastung, die aus einer Vielzahl solcher hochfrequenten abgetasteten Messsignale,
indem die aufgenommenen abgetasteten Messsignale in bestimmten, periodischen Abständen abgetastet werden, ein zeitgedehntes Zwischenfrequenzsignal erzeugt. Dieser zusätzliche Verarbeitungsschritt der hochfrequenten Messsignale wird durchgeführt, weil es keine entsprechend kostengünstigen Datenverarbeitungseinheiten, z.B. DSPs (Digitale Signal Prozessoren), gibt, welche hochfrequente Messsignale zuverlässig verarbeiten können.
[0004] Nach heutigem Stand der Technik gibt es mehrere Ansätze, ein niederfrequentes Zwischenfrequenzsignal aus einer Vielzahl von abgetasteten Messsignalen durch ein Verfahren der sequentiellen Abtastung bzw. ein Sampling- Verfahren zu erzeugen. Die Zeitdehnung bzw. Zeitverzögerung mittels sequentieller Abtastung setzt voraus, dass die Zeitdifferenz zwischen zwei Abtastpunkten im hohen Maße konstant ist. Bislang sind zwei Verfahren bekannt geworden, die zur Realisierung dieser Forderung geeignet sind: das Mischerprinzip und das Rampenprinzip, wobei das Rampenprinzip quantisiert und nur näherungsweise kontinuierlich arbeitet.
[0005] Ein erster Ansatz zur Erzeugung eines zeitgedehnten Zwischenfrequenzsignals ist das Mischerprinzip, bei dem zwei Oszillatoren zwei Schwingungen mit geringfügig unterschiedlichen Frequenzen erzeugen. Durch die geringfügige 'Verstimmung' der Frequenzen der beiden Schwingungen entsteht eine linear mit jeder Messperiode ansteigende Phasenverschiebung, was einer linear ansteigenden Zeitverzögerung entspricht.
[0006] Das Mischerprinzip wird beispielsweise in der DE 31 07 444 Al mittels eines hochauflösenden Impulsradar- Verfahrens beschrieben. Ein Generator erzeugt erste Mikrowellenpulse und strahlt sie über eine Antenne mit einer vorgegebenen Sendewieder- holfrequenz in Richtung der Oberfläche des Füllguts aus. Ein weiterer Generator erzeugt Referenz-Mikrowellenpulse, die gleich den ersten Mikrowellenpulsen sind, sich jedoch von diesen in der Sendewiederholfrequenz geringfügig unterscheiden. Das Echosignal und das Referenzsignal werden beispielsweise durch einen Frequenzumsetzer bzw. Mischer gemischt, wodurch ein Zwischenfrequenzsignal entsteht. Das Zwischenfrequenzsignal hat den gleichen Verlauf wie das Echosignal, ist gegenüber diesem jedoch um einen Translationsfaktor gestreckt, der gleich einem Quotienten aus der Sendewiederholfrequenz und der Frequenzdifferenz zwischen der Wiederholfrequenz bzw. Pulsrepetierfrequenz der ersten Mikrowellenpulse und der Wiederholfrequenz bzw. Abtastfrequenz der Referenz-Mikrowellenpulse ist. Bei einer Sendewiederholfrequenz von einigen Megahertz, einer Frequenzdifferenz von wenigen Hertz und einer Mikrowellenfrequenz von einigen Gigahertz liegt die Frequenz des Zwischenfrequenzsignals weit unterhalb von 100 kHz. Der Vorteil der Transformation auf die Zwischenfrequenz ist, dass relativ langsame und damit kostengünstige elektronische Bauteile zur Signalerfassung und/oder Signalauswertung verwendet werden
können. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auch auf das Deutsche Gebrauchsmuster DE 29815069 Ul, das die bekannte Transformationstechnik bei einem TDR - Füllstandsmessgerät beschreibt. Diese Abtastschaltung besitzt zwei Oszillatoren, von denen wenigstens einer in der Frequenz variierbar ausgestaltet ist, wobei ein Oszillator den Sendegenerator und der andere Oszillator den Abtastpulsgenerator steuert. Ein Frequenzmischer bildet aus den beiden Frequenzen die Differenz, welche zur Einstellung bzw. Regelung des möglichst konstanten Zeitdehnungsfaktors auf einen Sollwert verwendet wird.
[0007] Eine weitere Vorrichtung zur Zeittransformation von hochfrequenten Messsignalen wird in der WO 2004/013584 Al aufgezeigt. Hier wird der Frequenz vers atz zwischen der Pulsrepetierfrequenz und der Abtastfrequenz durch zwei phasengekoppelte Regelkreise mit unterschiedlich eingestellten Vor- und Rückwärtsteilern, so genannte Phase-locked Loop, erzeugt.
[0008] Beim zweiten Ansatz - dem Rampenprinzip - wird die von Abtastpunkt zu Abtastpunkt äquidistante Zeitdifferenz unter Zuhilfenahme eines RC-Gliedes erzeugt. Das RC- Glied wird von einer stufenförmigen oder linear ansteigenden Rampenspannung vorgespannt, erhält also einen gewissen Offset, und wird dann im Rhythmus der Sen- dewiederholfrequenz aufgeladen und entladen. Mit zunehmender Rampenspannung erhöht sich der Spannungsoffset in den RC-Gliedern, wodurch sich das Erreichen der Schaltschwelle in Abhängigkeit von der Höhe der Rampenspannung verzögert. Der Zeitdehnungsfaktor bzw. der Transformationsfaktor ist nach dem Rampenprinzip maßgeblich von der Zeitkonstanten eines RC-Gliedes abhängig. Die Abhängigkeit des RC-Gliedes von der Temperatur wirkt sich schaltungstechnisch bedingt voll auf die Skalierung der Zeittransformation aus. Um dieses Problem annähernd zu beseitigen, ist es erforderlich, die temperaturbedingten Änderungen über einen Regelkreis zu kompensieren. Aber auch mit dieser Maßnahme verändert sich die Skalierung der Zeittransformation über die Temperatur derart, dass Anforderungen für hochgenaue Messungen nicht erfüllt werden. Dieses Rampen-Prinzip ist in der US 5,563,605 offenbart. Der darin offenbarte Aufbau des Phasenverzögerungsschaltkreises hat den Nachteil, dass erhebliche Phasen - Jitter oder Instabilitäten in den Taktfrequenzen auftreten. Ein weiterer allgemeiner Nachteil gegenüber dem Rampenprinzip ist der hohe Aufwand, der zur Erzeugung der Rampenspannung betrieben werden muss.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren mit einem stabilisierten und kostengünstigen Regelkreis zur Erzeugung eines Zwischenfre- quenzsignals mit einem hochgenau bestimmbarem Transformationsfaktor vorzuschlagen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an der Regel-
/Auswerteeinheit ein externer Takteingang vorgesehen ist, der mit einem ersten
Taktausgang des Abtasttaktoszillators oder mit einem zweiten Taktausgang des Sende - taktoszillators über eine Taktleitung verbunden ist, so dass die Taktung der Regel- /Auswerteeinheit mit dem Abtastsignal in der Abtastfrequenz oder dem Pulsrepetiersignal mit der Pulsrepetierfrequenz erfolgt. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird die Messgenauigkeit erhöht, indem der Mikrokontroller taktsynchron zum geregelten Oszillator betrieben wird. Dies hat zur Folge, dass somit weniger Fehlerquellen im Regelsystem enthalten sind und durch den Wegfall des Prozessoroszillators Energie, Kosten, und Platz auf der Leiterplatte eingespart werden.
[0011] Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass der Abtasttaktoszillator steuerbar ausgestaltet ist. Aufgrund der Steuerungsmöglichkeit des Abtastoszillators, ist es möglich eine Regelung der Differenzfrequenz zwischen dem Sendetaktoszillator und dem Abtasttaktoszillator durch beispielsweise die Regel-/Auswerteeinheit aufzubauen. Durch ein Ansteuerungssignal der Regel-/Auswerteeinheit wird das Abtastfrequenz des Abtasttaktoszillators so geregelt, dass sich die gewünschte Differenzfrequenz zwischen den Frequenzen des Sendesignals und des Abtastsignals einstellt.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Regelausgang an der Regel-/Auswerteeinheit vorgesehen ist, durch den die Regel-/ Auswerteeinheit über eine Ansteuerungsleitung den Abtasttaktoszillator mit Hilfe eines Regeleingangs an dem Abtasttaktoszillator ansteuert oder triggert.
[0013] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist, dass ein Integrierglied in der Ansteuerungsleitung zwischen dem Regeleingang des Abtasttaktoszillators und dem Regelausgang der Regel-/ Auswerteeinheit vorgesehen ist, das aus den digitalen Regelausgangssignalen der Regel-/Auswerteeinheit einen entsprechenden Intergralwert bildet. Durch dieses Integrierglied, insbesondere ein Tiefpaß, werden beispielsweise die digitalen Ansteuerungssignale der Regel-/Auswerteeinheit ein entsprechendes Gleichspannungssignal gewandelt, das zur Ansteuerung eines spannungsgesteuerten Oszillators VCO verwendet werden kann.
[0014] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist darin zu sehen, dass der Abtasttaktoszillator als ein spannungsgesteuerter Oszillator ausgestaltet ist. Beispielsweise werden als steuerbare Oszillatoren handelsübliche spannungsgesteuerte Oszillatoren VCO verwendet oder es wird eine zu einem Quarz-Oszillator parallele Kapazitätsdiode, deren Kapazität sich durch die angelegte Gleichspannung einstellen lässt und dadurch die Schwingungsfrequenz ändert, verwendet.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der Abtasttaktoszillator als ein numerisch gesteuerter Oszillator ausgestaltet ist. Diese Art von steuerbaren Oszillatoren lassen sich direkt durch das
digitale Ansteuerungssignal der Regel-/ Auswerteeinheit ansteuern.
[0016] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass ein hochgenauer, stabiler Oszillator mit einer stabilen Pulsrepetierfrequenz als Sendetaktoszillator vorgesehen ist.
[0017] Durch die Verwendung eines hochgenauen Sendetaktoszillators ist eine exakte
Zeitbasis zur Ermittlung der Distanz, die aus der Laufzeit der Messsignale und deren Ausbreitungsgeschwindigkeit bestimmt wird, geschaffen, wodurch Messgenauigkeiten der Distanz im Millimeterbereich möglich sind.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der Frequenzumsetzer als ein analoger Mischer ausgestaltet ist.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, dass der Frequenzumsetzer als ein digitaler Mischer ausgestaltet ist.
[0020] Eine sehr vorteilhafte Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist darin zu sehen, dass in der Taktleitung zwischen dem Takteingang der Regel-/Auswerteeinheit und dem Taktausgang des Abtasttaktoszillators ein Teiler oder ein Vervielfacher ausgestaltet ist, der entsprechend der Einstellung die Abtastfrequenz des Abtastsignals verändert.
[0021] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert. Zur Vereinfachung sind in den Zeichnungen identische Teile mit dem gleichen Bezugszeichen versehen worden. Es zeigt:
[0022] Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ermittlung des Füllstandes in einem Behälter,
[0023] Fig. 2 ein Teilausschnitt aus dem Blockschaltbild aus Fig. 1, das den Regelkreis der Vorrichtung zur Erzeugung der Zwischenfrequenz mit Verzögerungs Schaltung und Regel-/ Auswerteeinheit nach dem Stand der Technik zeigt, und
[0024] Fig. 3 ein Blockschaltbild, das den Regelkreis der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erzeugung der Zwischenfrequenz mit Verzögerungsschaltung und Regel- /Auswerteeinheit zeigt.
[0025] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines Blockschaltbilds der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zur Ermittlung der Distanz d bzw. des Füllstands e anhand der Laufzeit t aufgezeigt. Dazu weist die Vorrichtung 1 ein vornehmlich mit der Sende- /Empfangseinheit 2 verbundenes Wandlerelement 16 auf, mittels dem das hochfrequente Messsignal bzw. Sendesignal Sτx in ein das Füllgut 3 umfassendes Messvolumen 6 des Behälters 5 eingekoppelt und ausgesendet wird. Die Frequenz des gepulsten Sendesignals STχ liegt hierbei, wie bei derartigen mit Mikrowellen arbeitenden Vorrichtungen 1 üblich, in einem Frequenzbereich von einigen Gigahertz, insbesondere im Frequenzbereich von 0.5 GHz bis 30 GHz. Es sind auch höhere Frequenzbereiche, z.B. von etwa 76 GHz, zum Betrieb solcher mit Mikrowellen arbeitenden Messsysteme zur Ermittlung des Füllstands einsetzbar.
[0026] Das Wandlerelement 16 kann, wie in Fig. 1 dargestellt, als eine Antenne 16a und insbesondere als eine Hornantenne, eine Stabantenne, eine Parabolantenne oder auch eine Planarantenne, ausgestaltet sein, die das Sendesignal Sτx in das Messvolumen 6 des Behälters 5 abstrahlt. Anstelle solcher in den Freiraum des Messvolumens 6 abstrahlender Antennen 16a können auch auf Oberflächen Wellenleitern 16b geführte Sendesignale Sτx in der Vorrichtung 1 zur Füllstandsmessung verwendet werden, was jedoch nicht explizit in der Figur 1 gezeigt ist.
[0027] Bei der Methode der geführten Mikrowelle, der Zeitbereichsreflektometrie bzw. der TDR - Messmethode (Time Domain Reflection) wird beispielsweise ein Hochfrequenzimpuls entlang eines Sommerfeldschen oder Goubauschen Oberflächenwellenleiters 16b oder Koaxial Wellenleiters ausgesendet, welcher bei einer Diskontinuität des DK- Wertes (Dielektrizitätskonstanten) des den Oberflächen Wellenleiter 16b umgebenden Füllguts 3 teilweise zurückreflektiert wird. Aufgrund von Impedanzsprüngen innerhalb des Messvolumens 6 des Behälters 5, insbesondere an der Grenzschicht zwischen Freiraum und Füllgut 3 im Behälter 6, wird das Sendesignal S TX zumindest teilweise zurück reflektiert und somit läuft ein entsprechendes Reflexionssignal SRX an dem Oberflächen Wellenleiter 16b in entgegengesetzter Richtung zurück.
[0028] Bei der Zeitdifferenzmessung von gepulsten hochfrequenten Messsignalen wird eine an das Wandlerelement 16 angekoppelte Sende-/ Empfangseinheit 2 dazu eingesetzt, zueinander kohärente Wellenpakete von vorgebbarer Pulsform und Pulsweite, so genannte Bursts, zu erzeugen und zu verarbeiten, sowie mittels der Bursts ein von dem Füllstand e beeinflusstes, analoges zeitgedehntes Zwischenfre- quenzsignal SZF zu generieren. Die Pulsform eines einzelnen Bursts entspricht üblicherweise nadeiförmigen oder sinusoiden, halbwellenförmigen Impulsen von vorgebbarer Pulsweite; es können hier aber auch, falls erforderlich, andere geeignete Pulsformen für die Bursts verwendet werden.
[0029] Der Schaltungsaufbau der Vorrichtung 1 setzt sich hauptsächlich aus zumindest einer Sende-/Empfangseinheit 2, einer Regel-/ Auswerteeinheit 7, und einer Filter- /Verstärkereinheit 9 zusammen. Die Sende-/Empfangseinheit 2 lässt sich wiederum in einen HF-Schaltungsteil mit Sendeimpuls generator 14, Abtastimpulsgenerator 15, Abtastschaltung 20, und Send-/Empfangsweiche 8, in dem hauptsächlich HF-Signale erzeugt und verarbeitet werden, und einen NF-Schaltungsteil mit Sendetaktoszillator 18, Abtasttaktoszillator 17, Mischer 11 und gegebenenfalls einem Integrierglied 10, in dem hauptsächlich NF-Signale erzeugt und verarbeitet werden, einteilen. Die einzelnen Schaltungselemente im HF-Schaltungsteil sind erfahrungsgemäß in analoger Schaltungstechnik aufgebaut, d.h. es werden analoge Messsignale erzeugt und verarbeitet. Dahingegen können die einzelnen Schaltungselemente im NF-Schaltungsteil entweder
auf der Basis von digitaler Schaltungstechnik und/oder analoger Schaltungstechnik aufgebaut sein. Unter dem Gesichtspunkt des rasanten Fortschritts der digitalen Signalverarbeitung ist es auch denkbar, den HF-Bereich mit digitalen Schaltungselementen auszuführen. Es sind auch die verschiedensten Variationen der einzelnen Schaltungselemente in digitaler und analoger Schaltungstechnik denkbar, die nicht explizit ausgeführt werden. Deshalb ist die nachfolgende Beschreibung einer Ausführungsform nur als ein Beispiel aus vielen möglichen Ausführungsmöglichkeiten anzusehen.
[0030] Die Sende -/Empfangseinheit 2 umfasst gemäß Fig. 1 einen Sendeimpulsgenerator 14 zum Erzeugen einer als ein Sendesignal Sτx dienenden ersten Burstfolge. Das Sendesignal Sτx ist, wie bei derartigen Vorrichtungen 1 üblich, mit einer mittleren Hochfrequenz fHF geträgert, die in etwa im Bereich zwischen 0.5 und 30 GHz liegt, und mit einer Pulsrepetierfrequenz fPRF bzw. Schussrate getaktet, die auf einen Frequenzbereich von einigen Megahertz, insbesondere einen Frequenzbereich von 1 MHz bis 10 MHz, eingestellt ist. Diese Pulsrepetierfrequenz fPRF zum Ansteuern des Send- eimpulsgenerators 14 wird von einem Sendetaktoszillator 18 erzeugt. Die Hochfrequenz fHF und/oder Pulsrepetierfrequenz fPRF können aber auch, falls erforderlich, oberhalb der jeweils angegebenen Frequenzbereiche liegen.
[0031] Das an dem Signalausgang des Sendeimpulsgenerators 14 anliegende Sendesignal S TX wird mittels einer Sende-/Empfangsweiche 8, insbesondere mittels eines Richtkopplers oder eines Hybrid - Kopplers, der Sende-/ Empfangseinheit 2 in das an einem ersten Signalausgang der Sende -/Empfangsweiche 8 angeschlossene Wandlerelement 16 eingekoppelt. Praktisch gleichzeitig liegt das Sendesignal Sτx außerdem an dem zweiten Signalausgang der Sende-/Empfangsweiche 8 an. Der Sendeimpulsgenerator 14 und der Abtastimpuls generator 15 sind als handelsübliche analoge HF- Oszillatoren, z.B. Quarz-Oszillatoren, phasengekoppelte Oszillatorschaltungen oder Akustische Oberflächenwellenfilter (SAW), ausgeführt.
[0032] Die in der oben beschriebenen Art und Weise im Messvolumen 6 des Behälters 5 erzeugten Reflexionsmesssignale SRX werden, wie bereits erwähnt, von der Vorrichtung 1 mittels des Wandlerelements 16 wieder empfangen und am zweiten Signalausgang der Sende-/Empfangsweiche 8 ausgekoppelt. Dementsprechend kann am zweiten Signalausgang der Sende-/Empfangsweiche 8 eine mittels des Sendesignals S Tx und des Reflexionsmesssignals SRX gebildete Gesamtmesssignal STχ+SRX abgegriffen werden.
[0033] Wie bei solchen Vorrichtungen 1 üblich, ist die Hochfrequenz fHF und/oder die Pulsrepetierfrequenz fPRF des Sendesignals STχ so hoch eingestellt, dass ein direktes Auswerten der am zweiten Signalausgang der Sende-/Empfangsweiche 8 anliegenden Gesamtmesssignale STX+SRX, insbesondere ein direktes Messen der Laufzeit t, praktisch nicht mehr oder nur mit einem hohen technischen Aufwand, z.B. durch
Einsatz von Hochfrequenzelektronik-Bauteilen, möglich ist. Aufgrund dessen umfasst die Sende-/Empfangseinheit 2 ferner eine Abtastschaltung 20 und eine Verzögerungsschaltung 21, die gemeinsam dazu dienen, das hochfrequent geträgerte Gesamtmesssignal STχ+SRχ zeitlich zu dehnen, und zwar so, dass die Hochfrequenz fHF und die Pulsrepetierfrequenz fPRF in einen niedrigeren Frequenzbereich von ein paar hundert Kilohertz transformiert werden.
[0034] Zum zeitlichen Dehnen des Gesamtmesssignals STX+SRX wird dieses einem mit dem zweiten Signalausgang des Sende-/Empfangsweiche 8 verbundenen ersten Signaleingang der Abtastschaltung 20 zugeführt. Gleichzeitig mit dem Gesamtmesssignal STχ+SRχ ist an einem zweiten Signaleingang der Abtastschaltung 20 eine als ein Abtastsignal Ssampi dienende Burstfolge des Abtastoszillators 17 angelegt. Eine Abtastfrequenz fSampi bzw. Taktrate, mit der das Abtastsignal Ssampi getaktet ist, ist im Normalfall dabei etwas kleiner eingestellt als die Pulsrepetierfrequenz fPRF des Sendesignals STχ.
[0035] Mittels der Abtastschaltung 20 wird das Gesamtmesssignal STχ+SRX auf ein Zwi- schenfrequenzsignal SZF abgebildet, das um einen Transformationsfaktor Kτ gegenüber dem Gesamtmesssignal STχ+SRX zeitlich gedehnt ist. Diese Abtastschaltung 20 tastet aufgrund des Frequenzversatzes zwischen der Pulsrepetierfrequenz fPRF und der Abtastfrequenz fSampi das Gesamtmesssignal STX+SI« in jeder Periode bei unterschiedlicher Phasenlage ab, wodurch ein zeitgedehntes Zwischenfrequenzsignal SZF mit dem zuvor beschriebenen Transformationsfaktor kτ entsteht.
[0036] Als Abtastschaltung 20 kann ein HF-Frequenzumsetzer bzw. HF-Mischer oder ein schneller Abtastschalter verwendet werden. Die Abtastschalter kommen beispielsweise HF-Dioden oder schnelle Transistoren zum Einsatz.
[0037] Der Transformationsfaktor kτ bzw. der Zeitdehnungsfaktor, mit dem das Gesamtmesssignal STχ+SRX in ein niederfrequenteres Zwischenfrequenzsignal SZF umgewandelt wird, entspricht dabei einem Quotienten der Pulsrepetierfrequenz fPRF des Sendesignals Sτx geteilt durch eine Differenz der Pulsrepetierfrequenz fPRF des Sendesignal Sτx und der Abtastfrequenz fSampi des Abtastsignals SSampi.
[0038]
K J PRF J FRF ~ J HF
Aj = = =
JDiff J PRF ~ JSampl J ZT
(Gl. 1)
[0039] Eine Zwischenfrequenz fZF des so erzeugten Zwischenfrequenzsignals SZF liegt bei derartigen Vorrichtungen 1 zur Ermittlung des Füllstands e üblicherweise in einem Frequenzbereich von 50 bis 200 kHz; falls erforderlich kann der Frequenzbereich aber auch höher oder niedriger gewählt werden. Empirisch wird in den Messgeräten der
Anmelderin die Zwischenfrequenz fZF auf ca. 160 kHz eingestellt. Die Abhängigkeit der Zwischenfrequenz f^ von dem Verhältnis von Abtastfrequenz fSampi und Pulsrepetierfrequenz fpRp, wie in Gleichung (Gl. 2) gezeigt, lässt sich aus Gleichung (Gl. 1) herleiten. [0040]
(Gl. 2)
[0041] Falls erforderlich, wird das Zwischenfrequenzsignal SZF, das gegenüber der Gesamtmesssignale STX+SRX um einen Transformationsfaktor kτ zeitgedehnt ist in geeigneter Weise durch eine Filter-/Verstärkereinheit 9 als ein gefiltertes Zwischenfrequenzsignal SgefZF verstärkt und gefiltert, bevor es in der Regel-/ Auswerteeinheit 7 oder weiteren Auswertungsschaltungen als Echokurve oder Hüllkurve ausgewertet wird.
[0042] Zur Ermittlung des Transformationsfaktors kτ ist die Kenntnis der Differenzfrequenz fDlff bzw. der Frequenzversatz der Pulsrepetierfrequenz fPRF zur Abtastfrequenz fSampi notwendig. Die Differenzfrequenz fDlff, wird wie in den Figuren 1, 2 und 3 ersichtlich, durch einen Frequenzumsetzer 11 bzw. Mischer ermittelt. Der Frequenzumsetzer 11 bzw. Mischer kann entweder als digitaler Mischer 12, insbesondere als ein XOR - Logikbaustein oder ein D - FlipFlop zum mischen digitaler Messsignale ausgeführt sein, oder als ein analoger Mischer 13, insbesondere als ein Dioden- ringmischer oder allgemein ein Multiplizierer, zum Mischen von analogen Messsignalen ausgestaltet sein. Diese Differenzfrequenz fDlff wird aus zwei Gründen bestimmt; erstens wird durch diesen Regelkreis die momentane Ansteuerung und Triggerung des Abtasttaktoszillator 17 und möglicherweise auch des Sendetakto- szillator 18 durch die Regel-/Auswerteeinheit 7 überprüft und zweitens wird aus dem Quotienten der bekannten oder gemessenen Pulsrepetierfrequenz fPRF und der Differenzfrequenz fDlff ein Transformationsfaktor kτ in der Regel-/ Auswerteeinheit 7 ermittelt. In der Regel-/Auswerteeinheit 7 kann ferner auch schon die Laufzeit t der Messsignale, sowie der Füllstand e, durch Echosignalauswertung des gefilterten Zwi- schenfrequenzsignals SgefZF und Kenntnis des Transformationsfaktors kτ ermittelt werden. Der Sendetaktoszillator 18 wird zur Bestimmung einer hochgenauen exakten Laufzeit t der Messsignale bzw. Distanz d als ein sehr störungs stabiler stabiler Quarz- Oszillator ausgelegt. Dessen ungeachtet sind der Abtasttaktoszillator 17 und unter bestimmten Umständen auch der Sendetaktoszillator 18 steuerbar ausgeführt. Die steuerbaren bzw. abstimmbaren Oszillatoren 17, 18 sind im NF-Schaltungsteil der Sende-/Empfangseinheit 2 beispielsweise als spannungsgesteuerte Oszillatoren VCO oder digital bzw. numerisch gesteuerte Oszillatoren, z.B. NCO, ausgeführt. Mittels
eines Regeleingangs 29 an den spannungsgesteuerten Oszillatoren VCO, können diese über ein in der Ansteuerungsleitung 30 eingebautes Integrierglied 10, das aus den digitalen Signalfolgen einen entsprechenden Gleichspannungswert bildet, von dem Regelausgang 28 der Regel-/ Auswerteeinheit 7 angesteuert werden. Die digitalen bzw. numerisch gesteuerten Oszillatoren, z.B. NCO, werden durch einen vorhandenen Regeleingang 29 mittels einer Ansteuerungsleitung 30 oder einem parallelen An- steuerungsbus 30 von dem Regelausgang 28 der Regel-/Auswerteeinheit 7 direkt mit digitalen Werten angesteuert. Bei einem Einsatz von digital arbeitenden Abtasttaktoszillatoren 17 und/oder digital arbeitenden Sendetaktoszillatoren 18 ist die Ermittlung der Differenzfrequenz fDlff nicht zwingend notwendig, da die digitale Erzeugung von Frequenzen beispielsweise über einen Zähler in einem phasengekoppelten Regelkreis erfolgt, der über ein ganzzahliges Teilerverhältnis der Eingangssignale zu den Rückkoppelsignalen oder über Puls-Pausen- Verhältnis des Digitalsignals eingestellt wird. Da diese digitalen Regelkreise sich selbst regeln und die stabile gewünschte Frequenz bekannt ist, kann auf die Ermittlung der Differenzfrequenz fDlff durch eine sequentielle Abtastung prinzipiell verzichtet werden. Bei Verwendung von digitalen oder numerischen Oszillatoren, die auch in der Regel-/Auswerteeinheit 7 bzw. dem Mikro- controller integriert sein können, kann auf die Ermittlung der Differenzfrequenz fDlff der beiden Zweige, dem Sendezweig mit dem Pulsrepetiersignal SPRF und dem Abtastzweig mit dem Abtastsignal SSamPi, durch den Einsatz eines digitalen Frequenzumsetzers bzw. digitalen Mischers 12 verzichtet werden.
[0043] Als Beispiel für einen digitalen phasengekoppelten Regelkreis ist ein Phase-
Locked-Loop zu nennen, dessen z.B. freilaufender spannungsgeregelter Oszillator (VCO) wird durch einen meist einstellbaren Teiler auf eine feste erste Ver gleichsfrequenz heruntergeteilt. Diese PLL - Schaltungsteile haben den Nachteil, dass deren Stromverbrauch sehr hoch ist und somit für ein Niederenergie - Zweileitergerät nicht verwendet werden können.
[0044] In Fig. 2 und 3 ist ein Teilausschnitt aus dem Blockschaltbild aus Fig. 1 gezeigt, das den Regelkreis der Vorrichtung zur Erzeugung der Zwischenfrequenz mit Verzögerungsschaltung 21 und Regel-/ Aus werteeinheit 7 zeigt. In Fig. 2 ist der Regelkreis nach dem Stand der Technik gezeigt. In dieser Ausgestaltung wird in der Verzögerungsschaltung 21 durch das sequentielle Abtasten der Pulsrepetierfrequenz fPRF mit der Abtastfrequenz fSampi mittels eines Frequenzumsetzers 11 die Differenzfrequenz fDlff ermittelt. Diese Differenzfrequenz fDlff wird wie zuvor beschrieben in der Regel- /Auswerteeinheit 7 verarbeitet und dem entsprechend der steuerbare Abtastoszillator 17 angesteuert. Durch diesen Aufbau ist ein Regelkreis geschaffen worden, der die Differenzfrequenz fDlff weitgehend auf dem gewünschten Sollwert, z.B. 21,74 Hz, einstellt. Der Regel-/Auswerteeinheit 7 wird nach dem Stand der Technik, wie in Fig. 2
gezeigt, durch einen eigenen Taktgeber bzw. Prozessoroszillator 19 der Arbeitstakt vorgegeben. Dieser Taktgeber oder Prozessoroszillator 19 kann als ein integraler Bestandteil der Regel-/ Auswerteeinheit 7 oder als ein externes Bauelement, z.B. ein Quarz-Oszillator, ausgebildet sein. Aufgrund dieses Aufbaus kommt es durch unterschiedliche Temperatureinflüsse oder andere Einflüsse auf die Oszillatoren (17, 18, 19) vor, dass unterschiedliche Fluktuationen in der Periodizität bzw. Frequenz des Prozessoroszillators 19 und der Differenzfrequenz fDlff des Abtastoszillators 17 und des Sen- detaktoszillators 18 auftreten, wodurch es zu Fehlern bei der Ermittlung der Differenzfrequenz fDlff und folglich des Transformationsfaktors Kx kommt. Diese Fehler durch unterschiedliche Änderungen der zeitlichen Perioden bei Abtastungen oder Sampling wird als Jitter - Fehler bezeichnet. Im Allgemeinen bezeichnet man als Jitter die Phasenschwankungen und damit die zeitlichen Änderungen von Signalfrequenzen. Dies kann sowohl die Amplitude als auch die Frequenz betreffen. Ein Beispiel für Jitter sind die Fehlerscheinungen, die beim Wandeln von analogen Signalen in digitale Signale oder die beim sequentiellen Abtasten von Signalen durch eine nicht exakte oder gleiche Periodizität entstehen. Beim Sampling oder auch Abtasten von analogen Signalen benutzt man, wie zuvor beschrieben, eine feste Periodendauer, bei der die Amplitudenwerte ausgelesen werden. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Jit- terfehler aufgrund von Differenzen bzw. Ungenauigkeiten in der Periodendauer entstehen, woraus sich verfälschte Amplitudenwerte, beispielsweise bei einer sequentiellen Abtastung von Messsignalen, ergeben. In Fig. 3 ist der erfindungsgemäße Regelkreis zur Regelung der Differenzfrequenz f Dlff zwischen zwei Oszillatoren (17, 18) aufgezeigt, der das Problem der unterschiedlichen Änderungen der Zeitbasen in der Regel-/ Auswerteeinheit 7 und der Verzögerungsschaltung 21 umgeht. Der Unterschied zu den zuvor beschriebenen Regelkreisen liegt darin, dass die Regel-/Auswerteeinheit 7 mittels des Abtastsignals S sampl, das am ersten Taktausgang 26 des Abtasttaktoszillators 17 bereitgestellt wird, auf der Zeitbasis der Abtastfrequenz fSampi getaktet wird. Hierzu ist der erste Taktausgang 26 des Abtasttaktoszillators 17 über eine Taktleitung 24 mit dem Takteingang 25 der Regel-/ Auswerteeinheit 7 elektrisch verbunden. Dank dieses Aufbaus kann auf einen externen oder internen Prozessoroszillator 19 verzichtet werden, wodurch ein Energie verbrauchendes Bauteil eingespart wird. Außerdem können durch diesen Aufbau somit keine Unterschiede in den Zeitbasen für die Berechnung der Differenzfrequenz fDlff in die Regel-/Auswerteeinheit 7 und die Erzeugung der Differenzfrequenz fDlff in der Verzögerungsschaltung 21 entstehen, da für beides dieselbe Zeitbasis bzw. derselbe Takt verwendet wird. Die Regel-/Auswerteeinheit 7 arbeitet taktsynchron zum Abtasttaktoszillator 17, der von dieser auch entsprechend der ermittelten Differenzfrequenz fDlff über ein Steuersignal nachgeregelt wird. Ändert sich dessen ungeachtet die Ab-
tastfrequenz fSampi aufgrund von äußeren Einflüssen, wie beispielsweise durch Temperaturänderungen oder Modulationen der Versorgungsspannung, oder bauteilbedingte statistische Fluktuationen, wirkt sich eine solche Frequenzänderung gleichermaßen auf die Erzeugung der Differenzfrequenz fDlff in der Verzögerungs Schaltung 21 und die Ermittlung der Differenzfrequenz fDlff oder des Transformationsfaktors kτ in der Regel- /Auswerteeinheit 7 aus. Somit wird die Differenzfrequenz fDlff und der Transformationsfaktor kτ immer korrekt in der Regel-/Auswerteeinheit 7 bestimmt.
[0046] Darüber hinaus ist vorgesehen, den Takteingang 25 der Regel-/ Auswerteeinheit 7 mit der Pulsrepetierfrequenz fPRF des Pulsrepetiersignals SPRF anzusteuern, was in den Figuren jedoch nicht explizit ausgeführt ist. Dieser die Pulsrepetierfrequenz fPRF erzeugende Sendetaktoszillator 18 wird meist als ein hochstabiler Taktgeber bzw. Oszillator ausgeführt, da dieser als Referenztakt für die exakte Bestimmung der Distanz d aus dem Produkt der Laufzeit t und der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Sendesignale STχ bzw. Reflexionssignale SRX verwendet wird. Als sehr frequenzstabile Oszillatoren mit einem geringen Jitter-Fehlerverhalten sind beispielsweise spannungsgesteuerte SAW - Oszillatoren (VCSO - Voltage-Controlled-SAW-Oscillators) bekannt geworden.
[0047] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Regel-/Auswerteeinheit 7 mit der
Verzögerungs Schaltung 21, sowie durch Verwendung eines frequenzstabilen Sendetak- toszillators 18 mit geringem Jitterverhalten wirken sich diese Eigenschaften positiv auf die Performance, Genauigkeit und Zuverlässigkeit der gesamte Vorrichtung 1 aus.
[0048] Ist die Frequenz des Abtasttaktoszillators 17 für die Regel-/Auswerteeinheit 7 zu groß oder zu klein, kann gegebenenfalls in die Taktleitung 24 ein Teiler 22 oder Vervielfacher 23 integriert werden, der die Abtastfrequenz fSampi entsprechend einem eingestellten Verhältnis konstant verändert.
[0049] Bezugszeichenliste
1. Vorrichtung
2. Sende -/Empfangseinheit,
3. Füllgut
4. Oberfläche
5. Behälter
6. Messraum; Messvolumen
7. Regel-/Auswerteeinheit
8. Sende -/Empfangs weiche
9. Filter-/Verstärkereinheit
10. Integrierglied, Tiefpass
11. Frequenzumsetzer, Mischer
12. digitaler Frequenzumsetzer, digitaler Mischer
13 analoger Frequenzumsetzer, analoger Mischer
14 Sendeimpulsgenerator
15 Abtastimpulsgenerator
16 Wandlerelement
[0050] 16a Antenne
[0051] 16b Oberflächen Wellenleiter
1. Abtasttaktoszillator, RXO
2. Sendetaktoszillator, TXO
3. Prozes soroszillator
4. Abtastschaltung
5. Verzögerungs Schaltung
6. Teiler
7. Vervielfacher
8. Taktleitung
9. Takteingang
10 erster Taktausgang
11 zweiter Taktausgang
12 Regelausgang
13 Regeleingang
14 Ansteuerungsleitung; Ansteuerungsbus
[0052] Sτx Sendesignal
[0053] SRX Reflexions signal
[0054] SRX+STX Gesamtmesssignal
[0055] S2F Zwischenfrequenzsignal
[0056] Ssampi Abtastsignal
[0057] SPRF Pulsrepetiersignal
[0058] SgefZF gefiltertes Zwischenfrequenzsignal
[0059] Sdlff Differenzsignal
[0060] fdlff Differenzfrequenz
[0061] fPRF Pulsrepetierfrequenz
[0062] fzp Zwischenfrequenz
[0063] fsampi Abtastfrequenz
[0064] fHF Hochfrequenz
[0065] kτ Transformationsfaktor
[0066] d Distanz
[0067] h Höhe
[0068] e Füllstand
[0069] t Laufzeit