Kosmetische Mittel auf Basis von Vinylimidazol-Polymeren
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft wässrige oder wässrig-alkoholische Zusammensetzungen enthaltend wenigstens ein kationisches Polymer a) und wenigstens ein Polymer b) mit einem Molekulargewicht Mw von höchstens 200 000 g/mol , das N- Vinylimidazol einpolymerisiert enthält, Verfahren zur Herstellung solcher Zusammensetzungen sowie die Verwendung solcher Zusammensetzungen in der Kosmetik.
Kationische Polymere werden bereits seit langem als Konditioniermittel in kosmetischen Formulierungen eingesetzt. Anforderungen an Haarkonditioniermittel sind z.B. die Reduktion der erforderlichen Kämmkraft im nassen bzw. im trockenen Haar, gute Entwirrung beim ersten Durchkämmen (engl. "Detangling") und gute Verträglichkeit mit in Konditioniermitteln üblichen kosmetischen Inhaltsstoffen. Kationische Polymere vermindern daneben die elektrostatische Aufladung des Haares. Die als Konditioniermittel wirkenden kationischen Polymere sind üblicherweise Bestandteile von Shampoos und Hautreinigungsmitteln bzw. werden in eigenständigen Conditioner-Zubereitungen bereitgestellt. Üblicherweise werden die als Conditioner wirkenden kationischen Polymere in Shampoos oder Hautreinigungsmitteln gemeinsam mit anionischen Tensiden bereitgestellt.
EP 308189, EP 308190, US 4803071 sowie zahlreiche weitere Patentanmeldungen beschreiben Konditioniermittel auf Basis von Copolymeren von Diallyldimethylammoni- umchlorid (DADMAC) mit weiteren Monomeren.
US 5275809 beschreibt die Verwendung von ampholytischen Terpolymeren auf Basis von DADMAC und 2-Acrylamido-2-methyl-propansulfonsäure (AMPS) für die Haarpflege.
US 6110451 beschreibt Konditioniermittel, die synergistische Kombinationen von kationischen Polymeren mit ampholytischen Polymeren umfassen. Vinylimidazol (VI) enthaltende Polymere sind nicht offenbart.
WO 02/083073 beschreibt Zusammensetzungen auf Basis von wasserlöslichen Polymer-Polymer-Komplexen für die Behandlung von Keratinsubstanzen. Diese Polymer- Polymer-Komplexe bestehen einerseits aus einem wasserlöslichen host-Polymer und einem wasserlöslichen weiteren Polymer, das in Gegenwart des host-Polymers hergestellt wird. Vinylimidazol enthaltende Polymere sind nicht beschrieben.
EP 1366738 beschreibt kosmetische Zubereitungen enthaltend ein oder mehrere Co- polymere aus Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol mit einer kationischen Ladungsdichte
von kleiner oder gleich 2 meq/g, ein oder mehrere Guar-Hydroxypropyltrimethyl- ammoniumchloride, ein oder mehrere Tenside neben gegebenenfalls weiteren kosmetischen Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffen.
Die verwendeten Copolymere aus Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol sind hochmoleku- lar mit Molekulargewichten von 400 000 bis 1 ,8 Millionen, Copolymere mit einem Molekulargewichten von höchstens 200 000 g/mol sind nicht beschrieben.
Bei zahlreichen kationischen Polymeren aus dem Stand der Technik treten bei typischen ladungsausgleichenden stöchiometrischen Mengenverhältnissen von Polymer zu Tensid Unverträglichkeiten auf. Diese sind beispielsweise an nachlassender Transparenz, also an auftretender Trübung der Zusammensetzung erkennbar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Bereitstellung von als Shampoo bzw. Hautreinigungsmittel vorliegenden wässrigen Zusammensetzungen, die sehr gute kon- ditionierende Wirkung für Haare, Haut und Nägel aufweisen und gleichzeitig in Gegenwart von anionischen Tensiden langzeitstabil sind. Weiterhin sollen die Zusammensetzungen keinen Build-up-Effekt aufweisen, leicht auswaschbar sein und dem Haar auch ohne Zusatz von Silikonen einen weichen und seidigen Griff verleihen.
Diese Aufgaben werden gelöst durch die Bereitstellung einer wässrigen oder wässrig- alkoholischen Zusammensetzung enthaltend a) wenigstens ein kationisches Polymer a) und b) wenigstens ein Polymer b), mit einem Molekulargewicht Mw von höchstens 200 000 g/mol , das N-Vinylimidazol einpolymerisiert enthält.
Polymer a)
Polymer a) ist ein kationisches Polymer. Beispiele für erfindungsgemäß geeignete kationische Polymere sind in der WO 02/083073, Absatz [0054] beschrieben, worauf in vollem Umfang Bezug genommen wird. Weitere erfindungsgemäß geeignete kationische Polymere sind in US 61 10451 , Spalte 7, Z. 46 bis Spalte 9, Z.38 beschrieben, worauf ebenfalls in vollem Umfang Bezug genommen wird.
Erfindungsgemäß geeignet sind auch die von der CTFA (Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association, 1101 17th Street, NW Suite 300 Washington, D.C. 20036- 4702) beschriebenen Polyquaternium-1 bis Polyquaternium-85.
Erfindungsgemäß geeignete Polymere a) sind weiterhin kationische Polyethylenimine und wenigstens teilweise hydrolysierte kationische Polyvinylcarbonsäureamide wie beispielsweise teilhydrolysiertes Polyvinylformamid. Erfindungsgemäß geeignete Polymere a) sind auch Homo- und Copolymere von qua- ternisiertem Dimethylaminoethyl(meth)acrylat (DMAEMA oder DMAEA) wie beispielsweise Polyquaternium-37 oder von quaternisiertem N, N- Dimethylaminopropyl(meth)acrylamid (DMAPMAM oder DMAPAM) wie beispielsweise
Polymethacrylamidopropyltrimoniumchlorid. Zur wenigstens teilweisen Quaternisierung werden auch Dimethyl- oder Diethylsulfat verwendet.
Erfindungsgemäß geeignet sind auch die Polyvinylpyridiniummethoclorid, ethylsulfat oder methylsulfat. Erfindungsgemäss geeignet sind auch Polyvinylimidazolium-Homopolymere oder copo- lymere wie beispielsweise Polyquaternium-16 (z.B. Luviquat®Excellence, Luvi- quat®FC 550)
Bevorzugte Polymere a) enthalten DADMAC einpolymerisiert. Bevorzugt enthalten die Polymere a) zu wenigstens 30, besonders bevorzugt zu wenigstens 50, weiter bevorzugt zu wenigstens 70 und besonders bevorzugt zu wenigstens 90 Gew.-% DADMAC einpolymerisiert.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist Polymer a) ein DADMAC-Homopolymer wie beispielsweise Polyquaternium-6. Polyquaternium-6 ist unter den Handelsnamen AEC®Polyquaternium-6 (A & E Connock (Perfumery & Cosmetics) Ltd.), Agequat®400 (CPS Chemical Company), Conditioner®P6 (3V Group), Flocare®C106 (SNF S.A.), Genamin®PDAC (Clariant GmbH), Mackernium®006 (Mclntyre Group Ltd), Mer- quat®100 (Nalco Company), Merquat®106 (Nalco Company), Mirapol®100 (Rhodia Inc.), Octacare®PQ6 (The Associated Octel Company Ltd), Rheocare®CC6 (Cosmetic Rheologies, Ltd.), Rheocare®CC6P (Cosmetic Rheologies, Ltd.), Ritaquta 6 (Rita Corporation), Salcare®SC30 (Ciba Specialty Chemicals Corporation), Tinocare®PQ-6H (Ciba Specialty Chemicals Corporation) oder Catiofast®CS (BASF) erhältlich. Polymer a) besitzt bevorzugt ein Molekulargewicht im Bereich von 10 000 bis 2 Millionen g/mol. Polymer a) besitzt bevorzugt einen K-Wert im Bereich von 20 bis 150, bevorzugt von 50 bis 120, weiter bevorzugt von 60 bis 100, besonders bevorzugt von 70 bis 90 und insbesondere von 75 bis 85.
Bevorzugte Polymere a) besitzen bei pH 7 eine Ladungsdichte von wenigstens 2, bevorzugt wenigstens 3, besonders bevorzugt wenigstens 3,5 meq/g. Der Fachmann kennt Methoden zur Bestimmung der Ladungsdichte von Polyelektrolyten, beispielsweise die Polyelektrolyt-Titration/Strömungspotential-Messung.
Polymer b) Das wasserlösliche Polymer b) mit einem Molekulargewicht Mw von höchstens
200 000 g/mol enthält bevorzugt wenigstens 5, weiter bevorzugt wenigstens 10 und besonders wenigstens 40 Gew.-% N-Vinylimidazol (im Folgenden als NVI oder VI bezeichnet) einpolymerisiert. Das massenmittlere Molekulargewicht Mw des wasserlöslichen Polymers b) beträgt bevorzugt höchstens 150 000 g/mol, weiter bevorzugt höchs- tens 120 000 g/mol, insbesondere höchstens 90 000 g/mol und wird durch übliche, dem Fachmann bekannte Messmethoden bestimmt. Bevorzugte Messmethoden zur Bestimmung von Mw sind Gelpermeationschromatographie (GPC) und Field Flow Frac-
tionation (FFF). Der Fachmann weiss, welche Messbedingungen für welche Polymere anzuwenden sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform liegt das einpolymerisierte NVI zu wenigstens
80 Mol-%, besonders bevorzugt zu wenigstens 90 Mol-%, ganz besonders bevorzugt zu wenigstens 95 Mol-% und insbesondere zu wenigstens 99 Mol-% in nicht- quaternisiertem Zustand vor. Am meisten bevorzugt liegt das einpolymerisierte NVI zu
100 Mol-% in nicht-quaternisiertem Zustand vor.
Polymer b) besitzt bevorzugt einen K-Wert im Bereich von 5 bis 60, weiter bevorzugt von 10 bis 50, besonders bevorzugt von 20 bis 45 und ganz besonders bevorzugt von
30 bis 40.
Polymer b) kann weitere Monomere einpolymerisiert enthalten. Prinzipiell geeignet sind alle mit NVI polymerisierbaren Monomere in Mengen, die so zu wählen sind, dass das resultierende Polymer b) wasserlöslich ist.
Im Rahmen dieser Erfindung ist ein Polymer wasserlöslich, wenn sich wenigstens 1 g, bevorzugt wenigstens 5g und besonders bevorzugt wenigstens 10g des Polymers bei 200C und 1 bar in 1 Liter entsalztem Wasser sichtbar klar lösen.
Geeignet weitere Monomere sind beispielsweise von NVI verschiedene N- Vinylimidazole der allgemeinen Formel (I), worin R1 bis R3 für Wasserstoff, Ci-C4-AIkVl oder Phenyl steht
Beispiele für Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Me = Methyl Ph = Phenyl
Geeignet sind beispielsweise auch im Wesentlichen hydrophile, nichtionische Verbin- düngen, bevorzugt N-Vinylamide, N-Vinyllactame, Ester und Amide von im Folgenden genannten α,ß-ethylenisch ungesättigter Monocarbonsäuren, vinyl- und allylsubstituier- te heteroaromatische Verbindungen, Ester α,ß-ethylenisch ungesättigter Mono- und Dicarbonsäuren mit C1-C30-Alkandiolen, Ester und Amide α,ß-ethylenisch ungesättigter Mono- und Dicarbonsäuren mit C2-C30-Aminoalkoholen, die eine primäre oder se- kundäre Aminogruppe aufweisen, Polyetheracrylate und deren Mischungen.
Zu den geeigneten N-Vinyllactamen zählen z. B. N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylpiperidon, N-Vinylcaprolactam, N-Vinyl-5-methyl-2-pyrrolidon, N-Vinyl-5-ethyl-2-pyrrolidon, N- Vinyl-6-methyl-2-piperidon, N-Vinyl-6-ethyl-2-piperidon, N-Vinyl-7-methyl-2- caprolactam und N-Vinyl-7-ethyl-2-caprolactam. Besonders bevorzugt als wenigstens ein weiteres Monomer bei der Herstellung der Polymere b) ist N-Vinylpyrrolidon.
Geeignete Monomere für die Polymere b) sind weiterhin primäre Amide von im Folgenden genannten α,ß-ethylenisch ungesättigten Monocarbonsäuren, wie beispielsweise Acrylamid, Methacrylamid und Ethacrylamid. Geeignete Monomere für die Polymere b) sind auch die Ester von α,ß-ethylenisch ungesättigten Monocarbonsäuren mit Triolen und Polyolen, wie z. B. Glycerin, Erythrit, Pentaerythrit oder Sorbit.
Geeignete Monomere für die Polymere b) können auch α,ß-ethylenisch ungesättigte Monocarbonsäuren ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Acrylsäure, Ethacryl- säure, α-Chloracrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Itaconsäu- re, Citraconsäure, Mesaconsäure, Glutaconsäure, Aconitsäure, Fumarsäure, Halbester von monoethylenisch ungesättigten Dicarbonsäuren mit 4 bis 10 vorzugsweise 4 bis 6 C-Atomen, z. B. von Maleinsäure wie Maleinsäuremonomethylester und Mischungen davon oder Vinylsulfonsäure oder Vinylphosphonsäure oder Acrylamidoalkansulfon- säuren und deren Salze, wie 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure (AMPS) sein. Weitere geeignete Monomere für die Polymere b) können auch Vinylformiat, Vinylace- tat, Vinylpropionat, Vinyl-n-butyrat, Vinylstearat, Vinyllaurat, Styrol, α-Methylstyrol, o- Chlorstyrol, Acrylnitril, Methacrylnitril, Vinyltoluole, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinyl- fluorid, Vinylidenfluorid, Ethylen, Propylen, Isobuten, Butadien, Isopren, Chloropren, Methyl-, Ethyl-, Butyl-, Dodecylvinylether und Mischungen davon sein.
Besonders bevorzugte Polymere b) enthalten wenigstens 15, ganz besonders bevorzugte wenigstens 20, noch mehr bevorzugte wenigstens 30 und insbesonders bevorzugte wenigstens 40 Gew.-% N-Vinylimidazol einpolymerisiert. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthalten die Polymere b) wenigstens 50, bevorzugte Polymere b) wenigstens 70, weiter bevorzugte wenigstens 80 und insbesonders bevorzugte wenigstens 90 Gew.-% N-Vinylimidazol einpolymerisiert. In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei Polymer b) um ein Homopo- lymer von N-Vinylimidazol. Weitere bevorzugte Polymere b) enthalten außer N-Vinylimidazol noch N- Vinylpyrrolidon einpolymerisiert. Solche Polymere enthalten beispielsweise wenigstens 20, bevorzugt wenigstens 30, weiter bevorzugt wenigstens 40 Gew.-% und höchstens 80, bevorzugt höchstens 70 Gew.-%, N-Vinylpyrrolidon einpolymerisiert. Alle vorgenannten Polymere mit Ausnahme der Vinylimidazol-Homopolymere können weitere Monomere b3) einpolymerisiert enthalten, mit der Maßgabe, dass die Ge- samtmenge aller einpolymerisierten Monomere 100 Gew.-% beträgt.
Bevorzugte Polymere sind auch Polymere b), die b1 ) wenigstens 20, bevorzugt wenigstens 25, weiter bevorzugt wenigstens 30, noch weiter bevorzugt wenigstens 40 Gew.-% N-Vinylimidazol, b2) wenigstens 1 , bevorzugt wenigstens 5, weiter bevorzugt wenigstens 10, besonders bevorzugt wenigstens 20 und höchstens 80, bevorzugt höchstens 70, weiter bevorzugt höchstens 60 Gew.-% N-Vinylpyrrolidon, b3) 0 bis 49,9 Gew.-% weitere Monomere einpolymerisiert enthalten, mit der Maßgabe, dass die Summe aus b1) bis b3) 100 Gew.-% ergibt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist Polymer b) ein Polymer, das b1) von 45 bis 55 Gew.-%, insbesondere von 48 bis 52 Gew.-% N- Vinylimidazol, b2) von 55 bis 45 Gew.-%, insbesondere von 52 bis 48 Gew.-% N- Vinylpyrrolidon und b3) von 0 bis 10 Gew.-%, insbesondere von 0 bis 4 Gew.-% weite- re Monomere einpolymerisiert enthält, mit der Maßgabe, dass die Summe aus b1 ) bis b3) 100 Gew.-% ergibt.
Eine Ausführungsform der Erfindung sind vorgenannte Zusammensetzungen, wobei Polymer b) in Gegenwart wenigstens einer polyetherhaltigen Verbindung b4) herge- stellt wurde.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Polymere b) durch Polymerisation der jeweiligen Monomere in Gegenwart von, bezogen auf die Gesamtmenge von 100 Gew.-% dieser Monomere, 1 bis 80, bevorzugt 5 bis 60, besonders bevorzugt 10 bis 50 Gew.-% polyetherhaltiger Verbindungen b4) polymerisiert.
Weitere bevorzugte Polymere b) im Sinne dieser Erfindung sind solche, die durch Polymerisation von
b1) wenigstens 20, bevorzugt wenigstens 25, weiter bevorzugt wenigstens 30 Gew.-% N-Vinylimidazol, b2) wenigsstens 1 , bevorzugt wenigstens 5, weiter bevorzugt wenigstens 10, besonders bevorzugt wenigstens 20 und höchstens 80, bevorzugt höchstens 70, besonders bevorzugt höchstens 60 Gew.-% N-Vinylpyrrolidon, b3) 0 bis 50 Gew.-% von b1) und b2) verschiedenen weiteren Monomeren b3), in Gegenwart von b4) 1 bis 80, bevorzugt 5 bis 60, besonders bevorzugt 10 bis 50 Gew.-% polyetherhal- tigen Verbindungen b4) polymerisiert werden, mit der Maßgabe, dass die Summe aus b1), b2), b3) 100 Gew.-% ergibt und die Menge von b4) auf diese Summe aus b1), b2) und b3) von 100 Gew.-% bezogen ist.
Besonders geeignete polyetherhaltigen Verbindungen b4) besitzen ein Molekulargewicht im Bereich von 300 bis 3000 g/mol, bevorzugt von 500 bis 2000 g/mol.
Geeignete polyetherhaltige Verbindungen b4), in deren Gegenwart die Monomere polymerisiert werden, sind beispielsweise beschrieben in der WO 03/046024, S.4, Z.37 bis S.8, Z.9, worauf hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird.
Besonders geeignete polyetherhaltige Verbindungen b4) sind Polyethylenglykole.
Die Polymere b) können auf jede dem Fachmann bekannte Weise hergestellt werden. Bevorzugt ist die radikalische Lösungspolymerisation unter Schutzgas bei Temperaturen im Bereich von 50 bis 1200C, bevorzugt von 60 bis 900C, wobei als Initiatoren bei- spielsweise wasserlösliche Azoverbindungen (z.B. 2,2'-Azobis(2-methylpropionamidin) dihydrochlorid) verwendet werden und das gewünschte Molekulargewicht beispielsweise durch Verwendung von sogenannten Reglern eingestellt wird.
Das Gewichtsverhältnis von Polymer a) zu Polymer b) in den erfindungsgemäßen Zu- sammensetzungen liegt bevorzugt im Bereich von 10:1 bis 1 :10, bevorzugt von 5:1 bis 1 :5, besonders bevorzugt von 3:1 bis 1 :3 und insbesondere von 2:1 bis 1 :2.
Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung wässriger oder wässrig-alkoholischer Zusammensetzungen enthaltend a) wenigstens ein kationisches Polymer a) und b) wenigstens ein wasserlösliches Polymer b) mit einem Molekulargewicht Mw von höchstens 200 000 g/mol , das N-Vinylimidazol einpolymerisiert enthält, c) von a) und b) verschiedene Inhaltsstoffe c) dadurch gekennzeichnet, dass die Polymere a) und b) miteinander gemischt werden, bevor oder nachdem der Zusammensetzung anionische Verbindungen zugefügt werden.
Bevorzugt werden die Polymere a) und b) miteinander gemischt, bevor der Zusammensetzung anionische Verbindungen, insbesondere anionische Tenside zugefügt werden.
Das Mischen der Polymere a) und b) kann bei beliebigen Temperaturen und Drücken erfolgen unter der Voraussetzung, dass eine Vermischung eintritt und keine merkliche Zersetzung der Polymere stattfindet. Bevorzugt mischt man bei Temperaturen bis 2500C, gegebenenfalls unter Druck, besonders bevorzugt erfolgt das Mischen der Polymere a) und b) bei Temperaturen im Bereich von 10 bis 1000C, weiter bevorzugt im Bereich von 20 bis 900C und insbesondere im Bereich von 30 bis 800C.
Polymer a) und Polymer b) können auf verschiedene, dem Fachmann bekannte Art und Weise, miteinander gemischt werden. Für das Mischen sind beispielsweise statische Mischer sowie das Rühren in einem Reaktionsbehälter (Kessel) gut geeignet.
Die Polymere a) und b) können z.B. auch gemischt werden, in dem gemeinsame Lösungen, bevorzugt wässrige oder wässrig-alkoholische Lösungen entsprechend der gewünschten Gewichtsmengenverhältnisse gerührt werden. Die Mischungen können auch hergestellt werden, in dem gemeinsame wässrige oder wässrig-alkoholische Lö- sungen der Polymere a) und b) auf Temperaturen in den zuvor genannten Bereichen gebracht werden und dann weiter gerührt werden.
Weiterhin ist es möglich, die Mischungen herzustellen, in dem getrennte wässrige oder wässrig-alkoholische Lösungen der Polymere a) und b) auf Temperaturen in den zuvor genannten Bereichen gebracht und die erwärmten Lösungen dann vereinigt und die erhaltene gemeinsame Lösung weiterhin bei dieser Temperatur gerührt wird.
Die erfindungsgemäßen Mischungen können, sofern aus Gründen der kosmetischen Akzeptanz erforderlich, einer physikalischen und/oder chemischen Behandlung unterworfen werden. Solche Behandlungsverfahren sind beispielsweise die bekannten Verfahren zur Restmonomerenreduzierung wie z. B. der Zusatz von einem oder mehreren Polymerisationsinitiatoren zur Mischung bei geeigneten Temperaturen (beispielsweise Zusatz von Redoxsystemen wie tert.-Butylhydroperoxid / Natriumbisulfit) oder Erhitzen der Mischung, eine Behandlung der Polymermischung mittels Wasserdampf oder Strippen mit einem Inertgas, wie mit Stickstoff, oder Behandeln der Polymermischung mit oxidierenden oder reduzierenden Reagenzien, Adsorptionsverfahren wie die Ad- Sorption von Verunreinigung an ausgewählten Medien wie z. B. Aktivkohle oder eine Ultrafiltration. Selbstverständlich ist es auch möglich, die erhaltene Polymermischung vor oder nach einem Nachpolymerisationsschritt zusätzlich einer Inertgas- und/oder Wasserdampfstrippung zu unterziehen. Bevorzugt erfolgt dieser Strippvorgang nach dem Nachpolymerisationsschritt. Weiterhin ist es möglich, die bereits einer Nachpoly- merisation unterworfene Polymermischung durch eine Vakuumdestillation von verbliebenen unerwünschten Inhaltsstoffen, die beispielsweise unerwünschte Gerüche hervorrufen, weitgehend zu befreien.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Polymer- Mischungen hergestellt, in dem zunächst Polymer b) hergestellt wird, die verbleibende menge an Monomeren (Restmonomere) beispielsweise durch Zugabe eines Redox- Systems reduziert wird, die resultierende Lösung von Polymer b) beispielsweise einer Vakuumdestillation unterworfen wird und Polymer b) danach mit Polymer a) gemischt wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Polymermischungen, umfassend a) wenigstens ein kationisches Polymer a) und b) wenigstens ein wasserlösliches Polymer b) mit einem Molekulargewicht Mw von höchstens 200 000 g/mol, das N-Vinylimidazol einpolymerisiert enthält.
Die vor- und nachstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen der Zu- sammensetzungen gelten, soweit übertragbar, auch für die erfindungsgemäßen Polymermischungen an sich.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung wässriger oder wässrig-alkoholischer Zusammensetzungen enthaltend a) wenigstens ein kationisches Polymer a) und b) wenigstens ein wasserlösliches Polymer b) mit einem Molekulargewicht Mw von höchstens 200 000 g/mol , das N-Vinylimidazol einpolymerisiert enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymere a) und b) miteinander gemischt werden und in der Mischung noch enthaltene Monomere radikalisch polymerisiert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung schließt sich an den Verfahrensschritt der Verminderung der in der Mischung noch enthaltenen Monomere durch Polymerisation noch eine weitere Behandlung der Zusammensetzung unter vermindertem Druck an. Diese weitere Behandlung ist bevorzugt eine Vakuumdestillation.
Das Gewichtsmengenverhältnis der in der Mischung noch enthaltenen Monomeren zu der Gesamtmenge der Polymere a) und b) ist bevorzugt kleiner als 1 :100, weiter bevorzugt kleiner als 1 :120, besonders bevorzugt kleiner als 1 :150 und insbesondere kleiner als 1 :200.
Wässrige 1-Gew.-%ige Lösungen der Mischungen aus den Polymeren a) und b) besitzen bevorzugt K-Werte im Bereich von 60 bis 90, bevorzugt von 65 bis 80. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung wenigstens eines wasserlöslichen Polymers b) mit einem massenmittleren Molekulargewicht Mw von höchstens 200 000 g/mol zur Stabilisierung von kosmetischen Zubereitungen, die wenigstens ein wie vorstehend beschriebenes kationisches Polymer a) und wenigstens
ein anionisches Tensid enthalten.
Das massenmittlere Molekulargewicht Mw des wasserlöslichen Polymers b) beträgt bevorzugt höchstens 150 000 g/mol, weiter bevorzugt höchstens 120 000 g/mol, insbesondere höchstens 90 000 g/mol und wird durch übliche, dem Fachmann bekannte Messmethoden bestimmt. Bevorzugte Messmethoden zur Bestimmung von Mw sind Gelpermeationschromatographie (GPC) und Field Flow Fractionation (FFF). Der Fachmann weiss, welche Messbedingungen für welche Polymere anzuwenden sind.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können vorteilhaft in kosmetischen Zu- bereitungen verwendet werden, insbesondere haarkosmetischen und/oder hautkosmetischen Zubereitungen.
Der Begriff der kosmetischen Zubereitungen ist breit zu verstehen und meint all solche Zubereitungen, die sich zum Auftragen auf Haut und/oder Haare und/oder Nägel eig- nen und einen anderen als einen ausschließlich medizinisch-therapeutischen Zweck verfolgen.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltend Polymer a) und Polymer b) eignen sich als Konditioniermittel in kosmetischen Zubereitungen, insbesondere in haut- und/oder haarkosmetischen Zubereitungen wie Shampoos und Wasch-, Dusch- und Badepräparaten.
Die Polymere a) und b) gemeinsam sind in den kosmetischen Zubereitungen in einem Anteil von etwa 0,001 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,01 bis 5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,05 bis 2 Gew.-%, bezo- gen auf das Gesamtgewicht des Mittels, enthalten.
Gemeinsame wässrige Lösungen der Polymere a) und b) mit einem Feststoffgehalt von höchtens 40 Gew.%, bevorzugt höchstens 35 Gew.-%, besonders bevorzugt höchstens 30 Gew.-% sind weitestgehend klar (Transmission größer als 90, bevorzugt größer als 95, besonders bevorzugt größer als 98%), und bei Lagerung bei 25°C für wenigstens 4 Wochen, bevorzugt 6 Wochen und besonders bevorzugt 3 Monate stabil. Stabil bedeutet in diesem Zusammenhang, dass keine augenscheinlich sichtbaren Partikel entstehen und sich keine augenscheinlich detektierbare Zwei- oder Mehrphasigkeit ausbildet. Die Transmission wird durch übliche, dem Fachmann bekannte Verfah- ren zur Bestimmung der Transmission wie beispielsweise der Photometrie bestimmt.
Haarkosmetische Zubereitungen und Shampoos
Haarshampoos enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher Komponenten um den einzelnen Anforderungen an das Produkt gerecht zu werden:
Die Reinigungskraft der Shampoos wird bewirkt durch die Anwesenheit von anionischen, amphoteren und nichtionischen Tensiden als oberflächenaktive Verbindungen in den Zubereitungen. Tenside sorgen darüber hinaus für das Schaumvermögen der Haarreinigungsmittel. Wichtig bei der Auswahl der Tenside ist darüber hinaus ihre Un- empfindlichkeit gegenüber der Wasserhärte, ihre biologische Abbaubarkeit, ihre Verträglichkeit mit anderen Komponenten der Zubereitung sowie ihr Preis. Ein viel verwendetes Shampootensid ist beispielsweise Alkylethersulfat. Darüber hinaus enthalten Shampoos eine Reihe von Konsistenzregulatoren, die der Zubereitung die gewünschte Viskosität verleihen. Diese Verdicker bewirken eine Vergrößerung der Tensidmicellen bzw. eine Quellung der Wasserphase der Zubereitung. Verdicker können aus chemisch sehr unterschiedlichen Stoffklassen gewählt werden. So werden u.a. Elektrolyt^ (z.B. Natriumchlorid), Alkanolamide (z.B. Fettsäure-Monoethanolamide), niedrig ethoxylierte Fettalkohole (z.B. Diethylenglycolmonolaurylether), hochethoxylierte Ether, Ester und Diester sowie polymere Verdicker eingesetzt. Zu den polymeren Verdickern zählen beispielsweise Celluloseether. Darüber hinaus finden auch Polyacrylate und Hydrokolloide als Verdicker Verwendung. Polymere Verdicker haben den großen Vorteil, dass die durch sie erzeugte Viskosität weitgehend temperaturunabhängig ist. Neben Parfüm- und Farbstoffen sowie einer Reihe von Verbindungen, welche die Haltbarkeit der Zubereitungen erhöhen, werden in jüngerer Zeit den Haarshampoos unter- schiedliche Arten von Wirkstoffen zugefügt. Hierzu zählen neben UV-Absorbern, Vitaminen oder Pflanzenextrakten auch sogenannte Haarkonditioniermittel (engl, conditio- ner), welche das Haar pflegen und seine Kämmbarkeit und seinen Griff verbessern sowie seinen Glanz erhöhen. Konditioniermittel ziehen, im Gegensatz zu den meisten anderen Bestandteilen von Shampoos, auf das Haar auf und verbleiben dort nach dem Spülen. Sie lagern sich aufgrund ihres Molekülaufbaus an die Schadstellen der Cuticu- Ia des Haares und glätten das Haar. Dadurch wird das Haar weniger rauh und spröde, die Frisur bekommt deutlich mehr Glanz und läßt sich leichter kämmen. Auch wird das Haar weniger empfindlich für eine elektrostatische Aufladung. Bedeutende haarkonditi- onierende Substanzen in Shampoos sind beispielsweise polymere quaternäre Ammo- niumverbindungen, kationische Cellulosederivate, Polysaccharide oder Silikonverbindungen.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen führen zu einer weit verbesserten Nass- und Trockenkämmbarkeit sowie zu einem deutlich verbesserten Nass- und Trockengriff des Haares als es bei herkömmlichen Mischungen mit kationischen Polymeren der Fall ist. Selbst langes Haar wird auch bei wiederholter Anwendung der erfindungsgemäßen Zubereitung kaum beschwert und ist von seidigem Glanz.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel neben den Polymeren a) und b) weiterhin wenigstens ein Tensid. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel neben den Polymeren a) und b) weiterhin wenigstens eine Öl- und/oder Fettphase.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel neben den Polymeren a) und b) weiterhin wenigstens eine Öl- und/oder Fettphase und ein Tensid.
Tenside
Als Tenside können anionische, kationische, nichtionische und/oder amphotere Tenside eingesetzt werden.
Vorteilhafte waschaktive anionische Tenside im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Acylaminosäuren und deren Salze, wie - Acylglutamate, insbesondere Natriumacylglutamat
- Sarcosinate, beispielsweise Myristoyl Sarcosin, TEA-Lauroyl Sarcosinat, Natriumlau- roylsarcosinat und Natriumcocoylsarkosinat,
Sulfonsäuren und deren Salze, wie
- Acylisethionate, beispielsweise Natrium- oder Ammoniumcocoylisethionat - Sulfosuccinate, beispielsweise Dioctylnatriumsulfosuccinat, Dinatriumlaurethsulfosuc- cinat, Dinatriumlaurylsulfosuccinat und Dinatriumundecylenamido MEA-Sulfosuccinat, Dinatrium PEG-5 Laurylcitratsulfosuccinat und Derivate, sowie Schwefelsäureester, wie
- Alkylethersulfate, beispielsweise Natrium-, Ammonium-, Magnesium-, MIPA-, TIPA- Laurethsulfat, Natriummyrethsulfat und Natrium C12-13 Parethsulfat,
- Alkylsulfate, beispielsweise Natrium-, Ammonium- und TEA-Laurylsulfat. Weitere vorteilhafte anionische Tenside sind
- Taurate, beispielsweise Natriumlauroyltaurat und Natriummethylcocoyltaurat,
- Ether-Carbonsäuren, beispielsweise Natriumlaureth-13 Carboxylat und Natrium PEG- 6 Cocamide Carboxylat, Natrium PEG-7-Olivenöl-Carboxylat
- Phosphorsäureester und Salze, wie beispielsweise DEA-Oleth-10 Phosphat und Di- laureth-4 Phosphat,
- Alkylsulfonate, beispielsweise Natriumcocosmonoglyceridsulfat, Natrium C12-14 Olefin- sulfonat, Natriumlaurylsulfoacetat und Magnesium PEG-3 Cocamidsulfat, - Acylglutamate wie Di-TEA-palmitoylaspartat und Natrium Caprylic/Capric Glutamat,
- Acylpeptide, beispielsweise Palmitoyl hydrolysiertes Milchprotein, Natrium Cocoyl hydrolysiertes Sojaprotein und Natrium-/Kalium Cocoyl hydrolysiertes Kollagen sowie
- Carbonsäuren und Derivate, wie beispielsweise Laurinsäure, Aluminiumstearat, Magnesiumalkanolat und Zinkundecylenat, Ester-Carbonsäuren, beispielsweise Calci- umstearoyllactylat, Laureth-6 Citrat und Natrium PEG-4 Lauramidcarboxylat
- Alkylarylsulfonate.
Ein Gegenstand der Erfingung ist eine erfindungsgemäße Zusammensetzung enthaltend wenigstens ein anionisches Tensid.
Vorteilhafte waschaktive kationische Tenside im Sinne der vorliegenden Erfindung sind quaternäre Tenside. Quaternäre Tenside enthalten mindestens ein N-Atom, das mit 4
Alkyl- oder Arylgruppen kovalent verbunden ist. Vorteilhaft sind beispielsweise Alkylbe- tain, Alkylamidopropylbetain und Alkylamidopropylhydroxysultain. Weitere vorteilhafte kationische Tenside im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner - Alkylamine,
- Alkylimidazole und
- ethoxylierte Amine und insbesondere deren Salze.
Vorteilhafte waschaktive amphotere Tenside im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Acyl-/dialkylethylendiamine, beispielsweise Natriumacylamphoacetat, Dinatriumacy- lamphodipropionat, Dinatriumalkylamphodiacetat, Natriumacylamphohydroxypropylsul- fonat, Dinatriumacylamphodiacetat, Natriumacylamphopropionat, und N-
Kokosfettsäureamidoethyl-N-hydroxyethylglycinat Natriumsalze.
Weitere vorteilhafte amphotere Tenside sind N-Alkylaminosäuren, beispielsweise Ami- nopropylalkylglutamid, Alkylaminopropionsäure, Natriumalkylimidodipropionat und Lau- roamphocarboxyglycinat.
Vorteilhafte waschaktive nicht-ionische Tenside im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
- Alkanolamide, wie Cocamide MEA/DEA/MIPA, - Ester, die durch Veresterung von Carbonsäuren mit Ethylenoxid, Glycerin, Sorbitan oder anderen Alkoholen entstehen,
- Ether, beispielsweise ethoxylierte Alkohole, ethoxyliertes Lanolin, ethoxylierte Polysi- loxane, propoxylierte POE Ether, Alkylpolyglycoside wie Laurylglucosid, Decylglycosid und Cocoglycosid, Glycoside mit einem HLB-Wert von wenigstens 20 (z.B. BeI- sifSPG 128V (Wacker)).
Weitere vorteilhafte nicht-ionische Tenside sind Alkohole und Aminoxide, wie Cocoa- midopropylamin-Oxid.
Bevorzugte anionische, amphotere und nichtionische Shampoo-Tenside sind bei- spielsweise in „Kosmetik und Hygiene von Kopf bis Fuß", Hrsg. W. Limbach, 3. Auflage, Wiley-VCH, 2004, S.131-134 genannt, worauf an dieser Stelle vollumfänglich Bezug genommen wird.
Unter den Alkylethersulfaten sind insbesondere Natriumalkylethersulfate auf Basis von zwei- oder dreifach ethoxyliertem Lauryl- und Myristylalkohol bevorzugt. Sie übertreffen die Alkylsulfate deutlich bezüglich der Unempfindlichkeit gegen Wasserhärte, der Ver- dickbarkeit, der Kältelöslichkeit und insbesondere der Haut- und Schleimhautverträglichkeit. Sie können auch als alleinige Waschrohstoffe für Shampoos eingesetzt werden können. Laurylethersulfat weist bessere Schaumeigenschaften als Myristylether- sulfat auf, ist diesem aber in der Milde unterlegen. Alkylethercarboxylate mit mittlerem und besonders mit höherem gehören zu den mildesten Tensiden überhaupt, zeigen aber ein schlechtes Schaum- und Viskositätsver-
halten. Sie werden oft in Kombination mit Alkylethersulfaten und amphoteren Tensiden in Haarwaschmitteln eingesetzt.
Sulfobemsteinsäureester (Sulfosuccinate) sind mild und gut schäumende Tenside werden aber wegen ihrer schlechten Verdickbarkeit bevorzugt nur zusammen mit anderen anionischen und amphoteren Tensiden und wegen ihrer geringen Hydrolysestabilität bevorzugt nur in neutralen bzw. gut gepufferten Produkten eingesetzt. Arnidopropylbetaine sind als alleinige Waschrohstoffe praktisch unbedeutend, da ihr Schaumverhalten sowie ihre Verdickbarkeit nur mäßig ausgeprägt sind. Demgegenüber weisen diese Tenside eine ausgezeichnete Haut- und Augenschleimhautverträg- lichkeit auf. In Kombination mit anionischen Tensiden lässt sich deren Milde synergistisch verbessern. Bevorzugt ist die Verwendung von Cocamidopropylbetain. Arnphoacetate/Arnphodiacetate besitzen als amphotere Tenside eine sehr gute Haut- und Schleimhautverträglichkeit und können haarkonditionierend wirken bzw. die Pflegewirkung von Zusatzstoffen erhöhen. Sie werden ähnlich wie die Betaine zur Optimie- rung von Alkylethersulfat-Formulierungen eingesetzt. Am meisten bevorzugt sind Natriumcocoamphoacetat und Dinatriumcocoamphodiacetat. Alkylpolyglykoside sind nichtionische Waschrohstoffe. Sie sind mild, haben gute Universaleigenschaften, schäumen jedoch schwach. Aus diesem Grund werden sie bevorzugt in Kombinationen mit anionischen Tensiden verwendet. Sorbitanester gehören ebenfalls zu den nichtionischen Waschrohstoffen. Wegen ihre ausgezeichneten Milde werden sie bevorzugt zum Einsatz bei Baby-Shampoos verwendet. Als Schwachschäumer werden sie bevorzugt in Kombination mit anionischen Tensiden eingesetzt. Es ist erfindungsgemäß von Vorteil, wenn ein oder mehrere dieser Tenside in einer Konzentration von 1 bis 30 Gewichts-%, bevorzugt in einer Konzentration 5 von 25 bis Gewichts-% und ganz besonders bevorzugt in einer Konzentration von 10 bis 20 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
Polysorbate
Ferner können Polysorbate als waschaktive Agentien erfindungsgemäß vorteilhaft in die Zusammensetzung eingearbeitet werden.
Im Sinne der Erfindung vorteilhafte Polysorbate sind dabei das - Polyoxyethylen(20)sorbitanmonolaurat (Tween 20, CAS-Nr. 9005-64-5)
- Polyoxyethylen(4)sorbitanmonolaurat (Tween 21 , CAS-Nr. 9005-64-5)
- Polyoxyethylen(4)sorbitanmonostearat (Tween 61 , CAS-Nr. 9005-67-8)
- Polyoxyethylen(20)sorbitantristearat (Tween 65, CAS-Nr. 9005-71 -4)
- Polyoxyethylen(20)sorbitanmonooleat (Tween 80, CAS-Nr. 9005-65-6) - Polyoxyethylen(5)sorbitanmonooleat (Tween 81 , CAS-Nr. 9005-65-5)
- Polyoxyethylen(20)sorbitantrioleat (Tween 85, CAS-Nr. 9005-70-3).
Besonders vorteilhaft sind insbesondere
- Polyoxyethylen(20)sorbitanmonopalmitat (Tween 40, CAS-Nr. 9005-66-7)
- Polyoxyethylen(20)sorbitanmonostearat (Tween 60, CAS-Nr. 9005-67-8).
Diese werden erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration von 0,1 bis 5 Ge- wichts-% und insbesondere in einer Konzentration von 1 ,5 bis 2,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung einzeln oder als Mischung mehrer Polysorbate, eingesetzt.
Haarpflegemittel
Ziel der Haarpflege ist es, den Naturzustand des frisch nachgewachsenen Haares über einen langen Zeitraum zu erhalten und im Falle seines Verlusts möglichst wieder herzustellen. Strahlender Glanz und ein angenehmer, glatter Griff gelten als Merkmale für natürliches, gesundes Haar. Als Haarpflegemittel werden im Rahmen dieser Erfindung Vorbehandlungsmittel, Haarspülungen (Haarconditioner, Haarbalsame), Haarkuren, wobei man zwischen den Kurprodukten unterscheidet, die im Haar verbleiben (Ieave-On) und denen, die ausgespült werden (rinse-Off), Haarwässer, Frisiermittel wie zum Beispiel Pomaden, Frisiercremes, Frisierlotionen, Frisiergele (Haargele, Wet-Look-Gele, Glittergele), Spitzenfluids, Hot-Oil-Treatments und Schaumkuren.
Dem Fachmann bekannte, übliche Rezepturen der genannten Haarpflegemittel werden in „Kosmetik und Hygiene von Kopf bis Fuß", Hrsg. W. Limbach, 3. Auflage, Wiley- VCH, 2004, Kap. 9.2, S.247-264 genannt, worauf an dieser Stelle vollumfänglich Bezug genommen wird. Die neben den Polymeren a) und b) in den Haarpflegemitteln enthaltenen Inhaltsstoffe sind vor- und nachstehend genannt und teilweise identisch mit denen, die auch in den vorgenannten erfindungsgemäßen Shampoos enthalten sein können.
Je nach Anwendungsgebiet können die Haarpflegemittel als Spray, Schaum, Gel, Gelspray, Creme, Lotion oder Wachs appliziert werden. Haarsprays umfassen dabei sowohl Aerosolsprays als auch Pumpsprays ohne Treibgas. Haarschäume umfassen sowohl Aerosolschäume wie auch Pumpschäume ohne Treibgas. Haarsprays und Haarschäume umfassen vorzugsweise überwiegend oder ausschließlich wasserlösliche oder wasserdispergierbare Komponenten. Sind die in den erfindungsgemäßen Haarsprays und Haarschäumen eingesetzten Ver- bindungen wasserdispergierbar, können sie in Form von wässrigen Mikrodispersionen mit Teilchendurchmessern von üblicherweise 1 bis 350 nm, bevorzugt 1 bis 250 nm, zur Anwendung gebracht werden. Die Feststoffgehalte dieser Präparate liegen dabei üblicherweise in einem Bereich von etwa 0,5 bis 20 Gew.-%. Diese Mikrodispersionen benötigen in der Regel keine Emulgatoren oder Tenside zu ihrer Stabilisierung.
Konditionierungsmittel
Die erfindungsgemäßen Haarpflegemittel und Shampoo-Zusammensetzungen können enthalten neben den Polymeren a) und b) weitere Konditionierungsmittel enthalten. Erfindungsgemäß bevorzugte Konditionierungsmittel sind beispielsweise alle Verbin- düngen, welche im International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook (Volume 4, Herausgeber: R. C. Pepe, J.A. Wenninger, G. N. McEwen, The Cosmetic, Toi- letry, and Fragrance Association, 9. Auflage, 2002) unter Section 4 unter den Stichworten Hair Conditioning Agents, Humectants, Skin-Conditioning Agents, Skin- Conditioning Agents-Emollient, Skin-Conditioning Agents-Humectant, Skin- Conditioning Agents-Miscellaneous, Skin-Conditioning Agents-Occlusive und Skin Pro- tectans aufgeführt sind sowie alle in der EP-A 934 956 (S.11-13) unter "water so- luble conditioning agent" und „oil soluble conditioning agent" aufgeführten Verbindungen, sofern diese Verbindungen mit den in den Zubereitungen enthaltenen Polymeren a) und b) stabile Zubereitungen ergeben. Weitere vorteilhafte Konditionierungsstoffe stellen beispielsweise die von Polymer a) verschiedenen nach INCI als Polyquaternium bezeichneten Verbindungen dar (insbesondere Polyquaternium-1 bis Polyquaternium-85).
Zu den geeigneten Konditionierungsmitteln zählen beispielsweise auch polymere qua- ternäre Ammoniumverbindungen, kationische Cellulosederivate, Stärkederivate, Malto- dextrinderivate und Polysaccharidderivate ebenso wie quaternäre Proteinhydrolysate und Siliconderivate.
Erfindungsgemäß vorteilhafte Konditionierungsmittel können dabei unter den in der folgenden Tabelle 1 dargestellten Verbindungen gewählt werden.
Tabelle 1 : Vorteilhaft zu verwendende Konditioniermit- tel
Weitere erfindungsgemäß vorteilhafte Konditionierer stellen Cellulosederivate, insbesondere Polyquternium-10 und Polyquternium-67 (z.B. Ucare®Polymer Marken, Soft- CAT®Polymer Marken (Dow Chemical)) und quaternisierte Guargum Derivate, insbesondere Guar Hydroxypropylammoniumchlorid (z.B. Jaguar Excel®, Jaguar C-14S oder C-13S, Jaguar C 162® (Rhodia), CAS 65497-29-2, CAS 39421-75-5) dar. Auch nichtionische Poly-N-vinylpyrrolidon/Polyvinylacetat-Copolymere (z.B. Lu- viskol®VA 64 (BASF)), anionische Acrylat-Copolymere (z.B. Luviflex®Soft (BASF)), und/oder amphotere Amid/Acrylat/Methacrylat Copolymere (z.B. Amphomer® (National Starch)) können erfindungsgemäß vorteilhaft als Konditionierer eingesetzt werden. Sofern gewünscht, werden als Konditionierungsmittel für die erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt diejenigen Konditionierungsmittel gewählt, die auf Seite 34, Zeile 24 bis Seite 37, Zeile 10 der WO 2006/106140 beschrieben sind. Auf den Inhalt der genannten Textstelle wird hiermit in vollem Umfang Bezug genommen.
Verdickungsmittel
Für Shampoos geeignete Verdicker sind in „Kosmetik und Hygiene von Kopf bis Fuß", Hrsg. W. Limbach, 3. Auflage, Wiley-VCH, 2004, S.235-236 genannt, worauf an dieser Stelle vollumfänglich Bezug genommen wird.
Konsistenzregulatoren ermöglichen die Einstellung der gewünschten Viskosität von Shampoos. Verdicker, die durch eine Vergrößerung der Tensidmicellen bzw. durch eine Quellung der Wasserphase viskositätsaufbauend wirken, entstammen chemisch- sehr unterschiedlichen Stoffklassen.
Geeignete Verdickungsmittel für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind vernetzte Polyacrylsäuren und deren Derivate, Polysaccharide wie Xanthan-gum, Guar-Guar, Agar-Agar, Alginate oder Tylosen, Cellulosederivate, z. B. Carboxymethyl- cellulose oder Hydroxycarboxymethylcellulose, ferner höhermolekulare Polyethylengly- colmono- und -diester von Fettsäuren, Fettalkohole, Monoglyceride und Fettsäuren, Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon.
Geeignete Verdickungsmittel können beispielsweise auch vorteilhaft aus Verbindungen der Gruppe der Gummen gewählt werden. Zu den Gummen zählt man Pflanzen- oder Baumsäfte, die an der Luft erhärten und Harze bilden oder Extrakte aus Wasserpflan-
zen. Aus dieser Gruppe können vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung gewählt werden beispielsweise Gummi Arabicum, Johannisbrotmehl, Tragacanth, Ka- raya, Guar Gummi, Pektin, Gellan Gummi, Carrageen, Agar, Algine, Chondrus, Xanthan Gummi. Weiterhin vorteilhaft ist die Verwendung von derivatisierten Gummen wie z.B. Hydroxypropyl Guar (Jaguar®HP 8).
Unter den Polysacchariden und -derivaten befinden sich z.B. Hyaluronsäure, Chitin und Chitosan, Chondroitinsulfate, Stärke und Stärkederivate als erfindungsgemäß vorteilhafte Verdicker. Unter den Cellulosederivaten befinden sich z.B. Methylcellulose, Carboxymethylcellu- lose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose als vorteilhafte Verdicker. Unter den Schichtsilikaten befinden sich natürlich vorkommende und synthetische Tonerden wie z.B. Montmorillonit, Bentonit, Hektorit, Laponit, Magnesiumaluminiumsilikate wie Veegum®. Diese können als solche oder in modifizierter Form als Verdicker verwendet werden wie z.B. Stearylalkonium Hektorite. Weiterhin können vorteilhaft auch Kieselsäuregele verwendet werden.
Unter den Polymeren befinden sich z.B. Polyacrylamide (Seppigel 305), Polyvinylalko- hol, Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere, Polyglycole. Geeignete Verdicker sind weiterhin Polyacrylate wie Carbopol® (Carbopol®-Typen 980, 981 , 1382, 5984,2984, ETD 2001 , ETD 2020, ETD 2050), Pemulen®TR1 und TR2, Ultrez® (Noveon), Luvigel® EM (BASF), Capigel®98 (Seppic), Synthalene® (Sigma), die Aculyn®-Marken der Fa. Rohm und Haas wie Aculyn® 22 (Copolymerisat aus Acrylaten und Methacrylsäureethoxylaten mit Stearylrest (20 EO-Einheiten)) und Aculyn® 28 (Copolymerisat aus Acrylaten und Methacrylsäureethoxilaten mit Behenylrest (25 EO- Einheiten)). Geeignete Verdickungsmittel sind weiterhin beispielsweise Aerosil-Typen (hydrophile Kieselsäuren), Tenside wie beispielsweise ethoxylierte Fettsäureglyceride, Ester von Fettsäuren mit Polyolen wie beispielsweise Pentaerythrit oder Trimethylolpropan, Fet- talkoholethoxylate mit eingeengter Hornologenverteilung oder Alkyloligoglucoside sowie Elektrolyte wie Kochsalz und Ammoniumchlorid. Besonders bevorzugte Verdickungsmittel zur Herstellung von Gelen sind Ultrez®21 , Aculyn®28, Luvigel® EM und Capigel®98.
Insbesondere bei höher konzentrierten Shampoo-Formulierungen können zur Regulierung der Konsistenz auch Stoffe zugesetzt werden, die die Viskosität der Formulierungverringern, wie z. B. Propylenglykol oder Glycerin. Diese Stoffe beeinflussen die Produkteigenschaften nur wenig.
Konservierungsmittel
Als Produkte mit hohen Wassergehalten werden Shampoos bevorzugt vor Verkeimung geschützt. Die wichtigsten dazu eingesetzten Konservierungsmittel sind Harnstoff- Kondensate, p-Hydroxybenzoesäureester, die Kombination von Phenoxyethanol mit Methyldibromoglutaronitril und Säurekonservierungen mit Benzoesäure, Salicylsäure und Sorbinsäure.
Shampoo-Konzentrate mit hohen Anteilen an Tensiden oder Polyolen und niedrigen Wassergehalten können auch konservierungsmittelfrei formuliert werden. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können vorteilhaft ein oder mehrere Konservierungsmittel enthalten. Vorteilhafte Konservierungsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Formaldehydabspalter (wie z. B. DMDM Hydan- toin, welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Glydant® (Lonza) kommerziell erhältlich ist), lodopropylbutylcarbamate (z.B. Glycacil-L®, Glycacil-S® (Lonza), Dekaben®LMB (Jan Dekker)), Parabene (p-Hydroxybenzoesäurealkylester, wie z.B. Methyl-, Ethyl-, Propyl- und/oder Butylparaben), Dehydroacetic Acid (Euxyl®K 702 (Schülke&Mayr),Phenoxyethanol, Ethanol, Benzoesäure. Vorteilhaft werden auch sogenannte Konservierungshelfer, wie beispielsweise Octoxyglycerin, Glycine, Soja etc. eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über übliche Konservierungsmittel:
Ferner vorteilhaft sind in der Kosmetik gebräuchliche Konservierungsmittel oder Konservierungshilfsstoffe wie Dibromdicyanobutan (2-Brom-2-brommethylglutarodinit.nl), Phenoxyethanol, 3-lod-2-propinylbutylcarbamat, 2-Brom-2-nitropropan-1 ,3-diol, Imida- zolidinylharnstoff, 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on, 2-Chloracetamid, Benzalkoni- umchlorid, Benzylalkohol, Salicylsäure und Salicylate.
Es ist besonders bevorzugt, wenn als Konservierungsmittel lodopropylbutylcarbamate, Parabene (Methyl-, Ethyl-, Propyl- und/oder Butylparaben) und/oder Phenoxyethanol eingesetzt werden . Bevorzugte Konservierungsmittel sind Mischungen aus Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Ethylhexylglycerin und Propylenglycol, kommerziell erhältlich als Euxyl® K 350 sowie Mischungen aus Phenoxyethanol and Ethylhexylglycerin, kommerziell erhältlich als Euxyl® PE 9010.
Komplexbildner: Da die Rohstoffe und auch die Shampoos selbst überwiegend in Stahlapparaturen hergestellt werden, können die Endprodukte Eisen(-Ionen) in Spurenmengen enthalten. Um zu verhindern, dass diese Verunreinigungen über Reaktionen mit Farbstoffen und Parfümölbestandteilen die Produktqualität nachteilig beeinflus- sen, werden Komplexbildner wie Salze der Ethylendiamintetraessigsäure, der Nitri- lotriessigsäure, der iminodibernsteinsäure oder Phosphate zugesetzt. UV- Lichtschutzfilter: Um die in den erfindungsgemäßen Zusamensetzungen enthaltenen Inhaltsstoffe wie beispielsweise Farbstoffe und Parfümöle gegen Veränderungen durch UV-Licht zu stabilisieren, können UV- Lichtschutzfilter, wie z. B. Benzophenon- Derivate, eingearbeitet werden. Geeignet sind dazu alle kosmetisch akzeptablen UV- Lichtschutzfilter.
Antioxidantien: Ein zusätzlicher Gehalt an Antioxidantien ist im allgemeinen bevorzugt. Erfindungsgemäß können als Antioxidantien alle für kosmetische und/oder dermatolo- gische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden . Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivaten, Imidazo- len (z.B. Urocaninsäure) und deren Derivaten, Peptiden wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivaten (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotinen (z.B. α-Carotin, ß-Carotin, γ-Lycopin) und deren Derivaten, Chlorogensäure und deren Derivaten, Liponsäure und deren Derivaten (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmi- toyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salzen, Dilau- rylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivaten (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinver- bindungen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Pen- ta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z. B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Li- nolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Furfurylidensorbitol und dessen Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascor- bylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmitat) sowie Coniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, α-Glycosyl rutin, Ferulasäure, Fur- furylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol , Nordihydroguajak- harzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze,
Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
Die Menge der vorgenannten Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zusammensetzungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevor- zugt 0,05 bis 20 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist es vorteilhaft, diese in Konzentrationen von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, bereitzustellen. Sofern Vitamin A, bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, diese in Konzentrationen von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, bereitzustellen. Puffer: Puffer gewährleisten die pH-Wert-Stabilität des Shampoos. Überwiegend ver- wendet werden Citrat-, Lactat- und Phosphat-Puffer.
Lösungsvermittler: Sie werden eingesetzt, um pflegende Öle oder Parfümöle klar in Lösung zu bringen und auch in der Kälte klar in Lösung zu halten. Die gängigsten Lösungsvermittler sind ethoxylierte nichtionische Tenside, z. B. hydrierte und ethoxylierte Ricinusöle. Keimhemmende Mittel: Weiterhin können auch keimhemmende Mittel eingesetzt werden. Dazu gehören generell alle geeigneten Konservierungsmittel mit spezifischer Wirkung gegen grampositive Bakterien, z.B. Triclosan (2,4,4'-Trichlor-2'- hydroxydiphenylether), Chlorhexidin (1 ,1 '-Hexamethylenbis[5-(4-chlorphenyl)-biguanid) sowie TTC (3,4,4'-Trichlorcarbanilid). Quartäre Ammonium-Verbindungen sind prinzi- piell ebenfalls geeignet und werden bevorzugt für desinfizierende Seifen und Waschlotionen verwendet. Auch zahlreiche Riechstoffe haben antimikrobielle Eigenschaften. Auch eine große Anzahl etherischer Öle bzw. deren charakteristische Inhaltsstoffe wie z.B. Nelkenöl (Eugenol), Minzöl (Menthol) oder Thymianöl (Thymol), zeigen eine ausgeprägte antimikrobielle Wirksamkeit. Die antibakteriell wirksamen Stoffe werden in der Regel in Konzentrationen von ca. 0,1 bis 0,3 Gew.-% eingesetzt.
Dispergiermittel: Wenn im Shampoo unlösliche Wirkstoffe, z . B. Antischuppenwirk- stoffe oder Siliconöle, dispergiert und auf Dauer in Schwebe gehalten werden sollen, müssen Dispergiermittel und Verdicker wie z. B. Magnesium-Aluminium-Silicate, Ben- tonite, Fettacyl-Derivate, Polyvinylpyrrolidon oder Hydrokolloide, z. B. Xanthan Gum oder Carbomere, eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß sind Konservierungsmittel in einer Gesamtkonzentration von höchstens 2, bevorzugt höchstens 1 ,5 und besonders bevorzugt höchstens 1 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten.
Öle, Fette und Wachse
Zusätzlich enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in einer Ausführungsform der Erfindung Öle, Fette oder Wachse.
Bestandteile der Öl- und/oder Fettphase der erfindungsgemäßen Zusammensetzung werden vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der Lecithine und der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, wie z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Rizinusöl, Weizenkeimöl, Traubenkernöl, Distelöl, Nachtkerzenöl, Macadami- anußöl und dergleichen mehr. Weitere polare Ölkomponenten können gewählt werden aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen sowie aus der Gruppe der Ester aus a- romatischen Carbonsäuren und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-
Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleyleru- cat, Erucyloleat, Erucylerucat Dicaprylyl Carbonat (Cetiol CC) und Cocoglyceride (Myri- tol 331 ), Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat und Dibutyl Adipat sowie synthetische, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, wie z.B. Jojobaöl.
Ferner können eine oder mehrere Ölkomponenten vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der SiI- konöle, der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Alkohole. Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Öl- phase einzusetzen. Erfindungsgemäß vorteilhaft wird die Olkomponente gewählt aus der Gruppe 2- Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-
Ethylhexylcocoat, C12-15-Alkylbenzoat, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicapryly- lether.
Erfindungsgemäß vorteilhaft sind Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und 2-
Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
Erfindungsgemäß besonders bevorzugt werden als Öle mit einer Polarität von 5 bis 50 mN/m Fettsäuretriglyceride, insbesondere Sojaöl und/oder Mandelöl eingesetzt. Von den Kohlenwasserstoffen sind vorteilhaft Paraffinöl, Squalan, Squalen und insbesondere (gegebenenfalls hydrierte) Polyisobutene im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der Guerbetalko- hole. Sie entstehen nach der Reaktionsgleichung
durch Oxidation eines Alkohols zu einem Aldehyd, durch Aldol-Kondensation des Aldehyds, Abspaltung von Wasser aus dem Aldol- und Hydrierung des Allylaldehyds. Guerbetalkohole sind selbst bei niederen Temperaturen flüssig und bewirken praktisch keine Hautreizungen. Vorteilhaft können sie als fettende, überfettende und auch rückfettend wirkende Bestandteile in kosmetischen Zusammensetzungen eingesetzt wer- den.
Die Verwendung von Guerbet-Alkoholen in Kosmetika ist an sich bekannt. Solche Spe- cies zeichnen sich dann meistens durch die Struktur
aus. Dabei bedeuten Ri und R2 in der Regel unverzweigte Alkylreste. Erfindungsgemäß vorteilhaft werden der oder die Guerbet-Alkohole gewählt aus der Gruppe, wobei
Ri = Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl oder Octyl und R2 = Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl oder Tetrad ecyl.
Erfindungsgemäß bevorzugte Guerbet-Alkohole sind 2-Butyloctanol (beispielsweise als lsofol®12 (Sasol) kommerziell erhältlich) und 2-Hexyldecanol (beispielsweise als Iso- fol®16 (Sasol) kommerziell erhältlich).
Auch Mischungen von erfindungsgemäßen Guerbet-Alkoholen sind erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwenden wie beispielsweise Mischungen aus 2-Butyloctanol und 2- Hexyldecanol (beispielsweise als lsofol®14 (Sasol) kommerziell erhältlich).
Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen.
Vorteilhaft kann die Olkomponente ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten zu verwenden.
Niedermolekulare Silicone oder Siliconöle sind in der Regel durch folgende allgemeine Formel definiert
Höhermolekulare Silicone oder Siliconöle sind in der Regel durch folgende allgemeine Formel definiert
wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Aryl- resten substituiert sein können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste Ri bis R4 dargestellt sind. Die Anzahl der unterschiedlichen Reste ist aber nicht notwendigerweise auf bis zu 4 beschränkt, m kann dabei Werte von 2 bis 200.000 annehmen. Erfindungsgemäß vorteilhaft einzusetzende cyclische Silicone sind in der Regel durch folgende allgemeine Formel definiert
wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Aryl- resten substituiert werden können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste Ri bis R4 dargestellt sind. Die Anzahl der unterschiedlichen Reste ist aber nicht notwendigerweise auf bis zu 4 beschränkt, n kann dabei Werte von 3/2 bis 20 annehmen. Gebrochene Werte für n berücksichtigen, daß ungeradzahlige Anzahlen von Siloxylgrup- pen im Zyklus vorhanden sein können.
Vorteilhaft wird Phenyltrimethicon als Siliconöl gewählt. Auch andere Silikonöle, beispielsweise Dimethicon, Hexamethylcyclotrisiloxan, Phenyldimethicon, Cyclomethicon (z.B. Decamethylcyclopentasiloxan), Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan), Cetyldimethicon, Behenoxydimethicon sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden. Vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, sowie solche aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.
Es ist aber auch vorteilhaft, Silikonöle ähnlicher Konstitution wie der vorstehend bezeichneten Verbindungen zu wählen, deren organische Seitenketten derivatisiert, beispielsweise polyethoxyliert und/oder polypropoxyliert sind. Dazu zählen beispielsweise Polysiloxanpolyalkyl-Polyether-copolymere wie z.B. Cetyl-Dimethicon-Copolyol. Vorteilhaft wird Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan) als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt.
Erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende Fett- und/oder Wachskomponenten können aus der Gruppe der pflanzlichen Wachse, tierischen Wachse, Mineralwachse und petrochemischen Wachse gewählt werden. Vorteilhaft sind beispielsweise Candelilla- wachs, Carnaubawachs, Japanwachs, Espartograswachs, Korkwachs, Guaruma- wachs, Reiskeimölwachs, Zuckerrohrwachs, Beerenwachs, Ouricurywachs, Montanwachs, Jojobawachs, Shea Butter, Bienenwachs, Schellackwachs, Walrat, Lanolin (Wollwachs), Bürzelfett, Ceresin, Ozokerit (Erdwachs), Paraffinwachse und Mikro- wachse.
Weitere vorteilhafte Fett- und/oder Wachskomponenten sind chemisch modifzierte Wachse und synthetische Wachse, wie beispielsweise Syncrowax®HRC (Glyceryltribe- henat), und Syncrowax®AW 1 C (Cis-36-Fettsäure) sowie Montanesterwachse, Sasol- wachse, hydrierte Jojobawachse, synthetische oder modifizierte Bienenwachse (z. B. Dimethicon Copolyol Bienenwachs und/oder C3o-so-Alkyl Bienenwachs), Cetyl Ricino- leate wie beispielsweise Tegosoft®CR, Polyalkylenwachse, Polyethylenglykolwachse, aber auch chemisch modifzierte Fette, wie z. B. hydrierte Pflanzenöle (beispielsweise hydriertes Ricinusöl und/oder hydrierte Cocosfettglyceride), Triglyceride wie beispielsweise Hydriertes Soy Glycerid, Trihydroxystearin, Fettsäuren, Fettsäureester und GIy kolester wie beispielsweise C2o-4o-Alkylstearat, C2o-4o-Alkylhydroxystearoylstearat und/oder Glykolmontanat. Weiter vorteilhaft sind auch bestimmte Organosiliciumver- bindungen, die ähnliche physikalische Eigenschaften aufweisen wie die genannten Fett- und/oder Wachskomponenten, wie beispielsweise Stearoxytrimethylsilan. Erfindungsgemäß können die Fett- und/oder Wachskomponenten sowohl einzeln als auch als Gemisch in den Zusammensetzungen verwendet werden.
Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen.
Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldo- decanol, Isotridecylisononanoat, Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat, 2- Ethylhexylcocoat, Ci2-is-Alkylbenzoat, Capryl-Caprin-säure-triglycerid, Dicaprylylether. Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus Octyldodecanol, Capryl-Caprinsäure- triglycerid, Dicaprylylether, Dicaprylyl Carbonat, Cocoglyceriden oder Mischungen aus Ci2-15-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus Ci2-is-Alkylbenzoat und Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat sowie Mischungen aus Ci2-is-Alkylbenzoat, 2- Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Cycloparaffin, Squalan, Squalen, hydriertes Polyisobuten bzw. Polydecen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Die Ölkomponente wird ferner vorteilhaft aus der Gruppe der Phospholipide gewählt. Die Phospholipide sind Phosphorsäureester acylierter Glycerine. Von größter Bedeutung unter den Phosphatidylcholinen sind beispielsweise die Lecithine, welche sich durch die allgemeine Struktur
auszeichnen, wobei R' und R" typischerweise unverzweigte aliphatische Reste mit 15 oder 17 Kohlenstoffatomen und bis zu 4 cis-Doppelbindungen darstellen. Als erfindungsgemäß vorteilhaftes Paraffinöl kann erfindungsgemäß Merkur Weissoel Pharma 40 von Merkur Vaseline, Shell Ondina® 917, Shell Ondina® 927, Shell OiI 4222, Shell Ondina®933 von Shell & DEA OiI, Pionier® 6301 S, Pionier® 2071 (Han- sen & Rosenthal) eingesetzt werden.
Geeignete kosmetisch verträgliche Öl- und Fettkomponenten sind in Karl-Heinz Schra- der, Grundlagen und Rezepturen der Kosmetika, 2. Auflage, Verlag Hüthig, Heidelberg, S. 319 - 355 beschrieben, worauf hier in vollem Umfang Bezug genommen wird.
Der Gehalt an Ölen, Fetten und Wachsen beträgt höchstens 50, bevorzugt 30, weiter bevorzugt höchstens 20 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
Die Zusammensetzungen enthalten gemäß der Erfindung außer den vorgenannten Substanzen gegebenenfalls die in der Kosmetik oder Dermatologie üblichen Zusatzstoffe, beispielsweise Parfüm, Farbstoffe, antimikrobielle Stoffe, rückfettende Agentien, Komplexierungs- und Sequestrierungsagentien, Perlglanzagentien, Pflanzenextrakte, Vitamine, Wirkstoffe, Konservierungsmittel, Bakterizide, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, Verdickungsmittel, weichmachende, anfeuchtende und/oder feuchthal- tende Substanzen, oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere, organische Säuren zur pH- Wert-Einstellung, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösemittel oder Silikonderivate.
Hinsichtlich der genannten, dem Fachmann bekannten weiteren Inhaltsstoffen für die Zusammensetzungen sei auf „Kosmetik und Hygiene von Kopf bis Fuß", Hrsg. W. Um- bach, 3. Auflage, Wiley-VCH, 2004, S.123-128 verwiesen, worauf an dieser Stelle vollumfänglich Bezug genommen wird.
Ethoxylierte Glycerin-Fettsäureester
Die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel enthalten gegebenenfalls ethoxylierte Öle ausgewählt aus der Gruppe der ethoxylierten Glycerin-Fettsäureester, insbesondere bevorzugt PEG-10 Olivenölglyceride, PEG-1 1 Avocadoölglyceride, PEG- 1 1 Kakaobutterglyceride, PEG-13 Sonnenblumenölglyceride, PEG-15 Glycerylisostea- rat, PEG-9 Kokosfettsäureglyceride, PEG-54 Hydriertes Ricinusöl, PEG-7 Hydriertes Ricinusöl, PEG-60 Hydriertes Ricinusöl, Jojobaöl Ethoxylat (PEG-26 Jojoba-Fett- Säuren, PEG-26 Jojobaalkohol), Glycereth-5 Cocoat, PEG-9 Kokosfettsäureglyceride, PEG-7 G lyceryl cocoat, PEG-45 Palmkemölglyceride, PEG-35 Ricinusöl, Olivenöl-PEG- 7 Ester, PEG-6 Caprylisäure/Caprinsäureglyceride, PEG-10 Olivenölglyceride, PEG-13 Sonnenblumenölglyceride, PEG-7 Hydriertes Ricinusöl, Hydrierte Palmkernölglycerid- PEG-6 Ester, PEG-20 Maisölglyceride, PEG- 18 Glycerylolead-cocoat, PEG-40 Hydriertes Ricinusöl, PEG-40 Ricinusöl, PEG-60 Hydriertes Ricinusöl, PEG-60 Maisölgly- ceride, PEG-54 Hydriertes Ricinusöl, PEG-45 Palmkemölglyceride, PEG-80 Glyceryl- cocoat, PEG-60 Mandelölglyceride, PEG-60 "Evening Primrose" Glyceride, PEG-200 Hydriertes Glycerylpalmat, PEG-90 Glycerylisostearat.
Bevorzugte ethoxylierte Öle sind PEG-7 Glycerylcocoat, PEG-9 Kokosglyceride, PEG- 40 Hydriertes Rizinusöl, PEG-200 hydriertes Glycerylpalmat. Ethoxylierte Glycerin-Fettsäureester werden in wässrigen Reinigungsrezepturen zu verschiedenen Zwecken eingesetzt. Glycerin-Fettsäureester mit einem Ethoxylie- rungsgrad von ca. 30-50 dienen als Lösungsvermittler für unpolare Substanzen wie Parfumöle. Hochethoxylierte Glycerin-Fettsäureester werden als Verdicker eingesetzt.
Wirkstoffe
Es wurde gefunden, dass sich in die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel verschiedenste Wirkstoffe mit unterschiedlicher Löslichkeit homogen einarbeiten lassen. Die Substantivität der Wirkstoffe auf dem Haar ist aus der beschriebenen Zusammensetzung höher als aus herkömmlichen tensidhaltigen Reinigungsformulierun- gen.
Erfindungsgemäß können die Wirkstoffe (eine oder mehrere Verbindungen) vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Acetylsalicylsäure, Atropin, Azulen, Hydrocortison und dessen Derivaten, z. B. Hydrocortison-17-valerat, Vitamine der B- und D-Reihe, insbesondere Vitamin B1 , Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin A bzw. des- sen Derivate wie Retinylpalmitat, Vitamin E oder dessen Derivate wie z.B. Tocopheryl Acetat, Vitamin C und dessen Derivate wie z.B. Ascorbylglucusid aber auch Niacina- mid, Panthenol, Bisabolol, Polydocanol, ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. die essentiellen Fettsäuren (üblicherweise als Vitamin F bezeichnet), insbesondere die γ-Linolen- säure, Ölsäure, Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure und deren Derivate, ChIo- ramphenicol, Coffein, Prostaglandine, Thymol, Campher, Squalen, Extrakte oder andere Produkte pflanzlicher und tierischer Herkunft, z . B. Nachtkerzenöl, Borretschöl oder Johannisbeerkernöl, Fischöle, Lebertran aber auch Ceramide und ceramidähnliche
Verbindungen, Weihrauchextrakt, Grünteeextrakt, Wasserlilienextrakt, Süßholzextrakt, Hamamelis, Antischuppenwirkstoffe (z.B. Selendisulfid, Zinkpyrithion, Pirocton, Olamin, Climbazol, Octopirox, Polydocanol und deren Kombinatinen), Komplexwirkstoffen wie z.B. jenen aus γ-Oryzanol und Calciumsalzen wie Calciumpanthotenat, Calciumchlorid, Calciumacetat.
Vorteilhaft ist es auch, die Wirkstoffe aus der Gruppe der rückfettenden Substanzen zu wählen, beispielsweise Purcellinöl, Eucerit® und Neocerit®.
Besonders vorteilhaft werden der oder die Wirkstoffe ferner gewählt aus der Gruppe der NO-Synthasehemmer, insbesondere wenn die erfindungsgemäßen Zusammenset- zungen zur Behandlung und Prophylaxe der Symptome der intrinsischen und/oder extrinsischen Alterung sowie zur Behandlung und Prophylaxe der schädlichen Auswirkungen ultravioletter Strahlung auf die Haare dienen sollen. Bevorzugter NO- Synthasehemmer ist Nitroarginin. Weiter vorteilhaft werden der oder die Wirkstoffe gewählt aus der Gruppe umfassend Catechine und Gallensäureester von Catechinen und wässrige bzw. organische Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen Gehalt an Catechinen oder Gallen- säureestern von Catechinen aufweisen, wie beispielsweise den Blättern der Pflanzenfamilie Theaceae, insbesondere der Spezies Camellia sinensis (grüner Tee). Besonders vorteilhaft sind deren typische Inhaltsstoffe (z.B. Polyphenole bzw. Catechine, Coffein, Vitamine, Zucker, Mineralien, Aminosäuren, Lipide).
Catechine stellen eine Gruppe von Verbindungen dar, die als hydrierte Flavone oder Anthocyanidine aufzufassen sind und Derivate des „Catechins" (Catechol, 3, 3', 4', 5,7- Flavanpentaol, 2-(3,4-Dihydroxyphenyl)-chroman-3,5,7-triol) darstellen. Auch Epicate- chin ((2R,3R)-3,3',4',5,7-Flavanpentaol) ist ein vorteilhafter Wirkstoff im Sinne der vor- liegenden Erfindung.
Vorteilhaft sind ferner pflanzliche Auszüge mit einem Gehalt an Catechinen, insbesondere Extrakte des grünen Tees, wie z. B. Extrakte aus Blättern der Pflanzen der Spezies Camellia spec, ganz besonders der Teesorten Camellia sinenis, C. assamica, C. taliensis bzw. C. inawadiensis und Kreuzungen aus diesen mit beispielsweise Camellia japonica.
Bevorzugte Wirkstoffe sind ferner Polyphenole bzw. Catechine aus der Gruppe (-)- Catechin, (+)-Catechin, (-)-Catechingallat, (-)-Gallocatechingallat, (+)-Epicatechin, (-)- Epicatechin, (-)-Epicatechin Gallat, (-)-Epigallocatechin, (-)-Epigallocatechingallat. [0087] Auch Flavon und seine Derivate (oft auch kollektiv „Flavone" genannt) sind vor- teilhafte Wirkstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung. Sie sind durch folgende Grundstruktur gekennzeichnet (Substitutionspositionen angegeben):
Einige der wichtigeren Flavone, welche auch bevorzugt in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingesetzt werden können, sind in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2: Flavone
In der Natur kommen Flavone in der Regel in glycosidierter Form vor. Erfindungsgemäß werden die Flavonoide bevorzugt gewählt gewählt aus der Gruppe der Substanzen der allgemeinen Formel
wobei Zi bis Z7, unabhängig voneinander gewählt werden aus der Gruppe H, OH, Al- koxy- sowie Hydroxyalkoxy-, wobei die Alkoxy- bzw. Hydroxyalkoxygruppen verzweigt und unverzweigt sein und 1 bis 18 C-Atome aufweisen können, und wobei GIy gewählt wird aus der Gruppe der Mono- und Oligoglycosidreste.
Erfindungsgemäß können die Flavonoide aber auch vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der Substanzen der allgemeinen Formel
wobei Zi bis Zβ unabhängig voneinander gewählt werden aus der Gruppe H, OH, Alkoxy- sowie Hydroxyalkoxy-, wobei die Alkoxy- bzw. Hydroxyalkoxygruppen verzweigt und unverzweigt sein und 1 bis 18 C-Atome auf weisen können, und wobei GIy gewählt wird aus der Gruppe der Mono- und Oligoglycosidreste.
Bevorzugt können solche Strukturen gewählt werden aus der Gruppe der Substanzen der allgemeinen Formel
wobei Zi bis Zβ unabhängig voneinander wie vorgenannt und Gly-i, Gly2 und GIV3 unabhängig voneinander Monoglycosidreste oder Oligoglycosidreste darstellen. Gly2 bzw.
Gly3 können auch einzeln oder gemeinsam Absättigungen durch Wasserstoffatome darstellen.
Bevorzugt werden Glyi, Gly2 und Gly3 unabhängig voneinander gewählt aus der Gruppe der Hexosylreste, insbesondere der Rhamnosylreste und Glucosylreste. Aber auch andere Hexosylreste, beispielsweise Allosyl, Altrosyl, Galactosyl, Gulosyl, Idosyl, Man- nosyl und Talosyl sind gegebenenfalls vorteilhaft zu verwenden. Es kann auch erfindungsgemäß vorteilhaft sein, Pentosylreste zu verwenden.
Vorteilhaft werden Zi bis Z5 unabhängig voneinander gewählt aus der Gruppe H, OH, Methoxy-, Ethoxy- sowie 2-Hydroxyethoxy-, und die Flavonglycoside entsprechen der allgemeinen Strukturformel
Besonders vorteilhaft werden die Flavonglycoside aus der Gruppe gewählt, welche durch die folgende Struktur wiedergegeben werden,
wobei Gly-i, Gly2 und GIV3 unabhängig voneinander Monoglycosidreste oder Oligogly- cosidreste darstellen. Gly2 bzw. GIV3 können auch einzeln oder gemeinsam Absättigungen durch Wasserstoffatome darstellen.
Bevorzugt werden Gly-i, Gly2 und GIV3 unabhängig voneinander gewählt aus der Gruppe der Hexosylreste, insbesondere der Rhamnosylreste und Glucosylreste. Aber auch
andere Hexosylreste, beispielsweise Allosyl, Altrosyl, Galactosyl, Gulosyl, Idosyl, Man- nosyl und Talosyl sind gegebenenfalls vorteilhaft zu verwenden.
Es kann auch erfindungsgemäß vorteilhaft sein, Pentosylreste zu verwenden.
Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung ist, das oder die Flavongly- coside zu wählen aus der Gruppe α-Glucosylrutin, α-Glucosylmyricetin, α- Glucosylisoquercitrin, α-Glucosylisoquercetin und α-Glucosylquercitrin.
Weitere vorteilhafte Wirkstoffe sind Sericosid, Pyridoxol, Vitamin K, Biotin und Aroma- Stoffe.
Außerdem können die Wirkstoffe (eine oder mehrere Verbindungen) auch sehr vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der hydrophilen Wirkstoffe, insbesondere aus folgender Gruppe: α-Hydroxysäuren wie Milchsäure oder Salicylsäure bzw. deren Salze wie z.B. Na- Lactat, Ca-Lactat, TEA-Lactat, Harnstoff, Allantoin, Serin, Sorbitol, Glycerin, Milchproteine, Panthenol, Chitosan.
Die Liste der genannten Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkombinationen, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein. Die Wirkstoffe können einzelnen oder in beliebigen Kombina- tionen miteinander verwendet werden.
Die Menge solcher Wirkstoffe (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zusammensetzungen gemäß der Erfindung beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 20 Gew.-%, insbesondere 1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
Die genannten und weitere Wirkstoffe, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden können, sind in der DE 103 18 526 A1 auf den Seiten 12 bis 17 angegeben, worauf an dieser Stelle in vollem Umfang Bezug genommen wird.
Perlglanzmittel
Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzungen sind auch dadurch gekennzeichnet, dass sie als weitere Bestandteile Trübungsmittel und/oder Perlglanzmittel enthalten. Unter Trübungsmitteln werden dabei erfindungsgemäß Substanzen und Substanzgemische verstanden, welche der Zuberei- tung ein trübes emulsionsartiges Aussehen verleihen. Unter Perlglanzmitteln werden dabei erfindungsgemäß Substanzen und Substanzgemische verstanden, welche der Zubereitung ein opaleszierendes Aussehen verleihen. Erfindungsgemäß vorteilhaft ist es auch Mischungen aus Trübungs- und Perlglanzmittel einzusetzen. Erfindungsgemäß vorteilhafte Trübungsmittel/Perlglanzmittel bzw. Mischungen sind unter anderem:
- PEG-3 Distearat (z.B. CUTINA®TS der Firma Cognis),
- eine Kombination aus Glycoldistearat, Glycerin, Laureth-4 und Cocamidopropylbetain (z.B. Euperlan®PK3000 und Euperlan®PK 4000 der Firma Cognis),
- eine Kombination aus Glycoldistearat, Cocosglucosiden, Glyceryloleat und Glyce- rylstearat (z.B. Lamesoft®Benz der Firma Cognis). - Styrol/Acrylat Copolymere (z.B. Acusol®OP 301 von Rohm & Haas)
Als Perlglanzwachse kommen beispielsweise in Frage: Alkylenglycolester, spezielle Ethylenglycoldistearat; Fettsäurealkanolamide, speziell Kokosfettsäurediethanolamid; Partialglyceride, speziell Stearinsäuremonoglycerid; Ester von mehrwertigen, gegebenenfalls hydroxysubstituierte Carbonsäuren mit Fettalkoholen mit 6 bis 22 Kohlenstoff- atomen, speziell langkettige Ester der Weinsäure; Fettstoffe, wie beispielsweise Fettalkohole, Fettketone, Fettaldehyde, Fettether und Fettcarbonate, die in Summe mindestens 24 Kohlenstoffatome aufweisen, speziell Lauron und Distearylether; Fettsäuren wie Stearinsäure, Hydroxystearinsäure oder Behensäure, Ringöffnungsprodukte von Olefinepoxiden mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit Fettalkoholen mit 12 bis 22 Koh- lenstoffatomen und/oder Polyolen mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen und 2 bis 1 1 Hydroxylgruppen sowie deren Mischungen.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können weiterhin Glitterstoffe und/oder andere Effektstoffe (z.B. Farbschlieren) enthalten.
Emulgatoren
In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel zusätzlich Emulgatoren. Als Emulgatoren kommen beispielsweise nichtionogene Tenside aus mindestens einer der folgenden Gruppen in Frage: (1 ) Anlagerungsprodukte von 2 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propy- lenoxid an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen und an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe; (2) C12/18-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30
Mol Ethylenoxid an Glycerin; (3) Glycerinmono- und -diester und Sorbitanmono- und -diester von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und deren Ethylen- oxidanlagerungsprodukte; (4) Alkylmono- und -oligoglycoside mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und deren ethoxylierte Analoga; (5) Anlagerungsprodukte von 15 bis 60 Mol Ethylenoxid an Ölen, beispielsweise an
Ricinusöl und/oder gehärtetem Ricinusöl;
(6) Polyol- und insbesondere Polyglycerinester, wie z.B. Polyglycerinpolyricinoleat, Polyglycerinpoly-12-hydroxystearat oder Polyglycerindimerat. Ebenfalls geeignet sind Gemische von Verbindungen aus mehreren dieser Substanzklassen; (7) Anlagerungsprodukte von 2 bis 15 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes Ricinusöl;
(8) Partialester auf Basis linearer, verzweigter, ungesättigter bzw. gesättigter Cβ/22- Fettsäuren, Ricinolsäure sowie 12-Hydroxystearinsäure und Glycerin, Polygly- cerin, Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Zuckeralkohole (z.B. Sorbit), Alkylglucoside (z.B. Methylglucosid, Butylglucosid, Laurylglucosid) sowie Polyglucoside (z.B. Cellulose);
(9) Mono-, Di- und Trialkylphosphate sowie Mono-, Di- und/oder Tri-PEG- alkylphosphate und deren Salze;
(10) Wollwachsalkohole;
(1 1 ) Polysiloxan-Polyalkyl-Polyether-Copolymere bzw. entsprechende Derivate; (12) Mischester aus Pentaerythrit, Fettsäuren, Citronensäure und Fettalkohol gemäß DE-PS 1165574 und/oder Mischester von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, Methylglycose und Polyolen, vorzugsweise Glycerin oder Polyglycerin sowie (13) Polyalkylenglykole.
Die Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid und/oder von Propylenoxid an Fettalkohole, Fettsäuren, Alkylphenole, Glycerinmono- und -diester sowie Sorbitanmono- und - diester von Fettsäuren oder an Ricinusöl stellen bekannte, im Handel erhältliche Produkte dar. Es handelt sich dabei um Homologengemische, deren mittlerer Alkoxylie- rungsgrad dem Verhältnis der Stoffmengen von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid und Substrat, mit denen die Anlagerungsreaktion durchgeführt wird, entspricht. Ci2 bis Ci8-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von Ethylenoxid an Glycerin sind aus DE-PS 2024051 als Rückfettungsmittel für kosmetische Zubereitungen bekannt. Cs bis Cis-Alkylmono- und -oligoglycoside, ihre Herstellung und ihre Verwen- düng sind aus dem Stand der Technik bekannt. Ihre Herstellung erfolgt insbesondere durch Umsetzung von Glucose oder Oligosacchariden mit primären Alkoholen mit 8 bis 18 C-Atomen. Bezüglich des Glycosidesters gilt, daß sowohl Monoglycoside, bei denen ein cyclischer Zuckerrest glycosidisch an den Fettalkohol gebunden ist, als auch oli- gomere Glycoside mit einem Oligomerisationsgrad bis vorzugsweise etwa 8 geeignet sind. Der Oligomerisierungsgrad ist dabei ein statistischer Mittelwert, dem eine für solche technischen Produkte übliche Homologenverteilung zugrunde liegt. Weiterhin können als Emulgatoren zwitterionische Tenside verwendet werden. Als zwitterionische Tenside werden solche oberflächenaktiven Verbindungen bezeichnet, die im Molekül mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine Car- boxylat- und/oder eine Sulfonatgruppe tragen. Besonders geeignete zwitterionische Tenside sind die sogenannten Betaine wie die N-Alkyl-N,N- dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosalkyldimethylammoniumglyci- nat, N-Acylaminopropyl-N,N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosa- cylaminopropyldimethylammoniumglycinat, und 2-Alkyl-3-carboxylmethyl-3- hydroxyethylimidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acylgruppe sowie das Kokosacylaminoethylhydroxyethylcarboxy-methylglycinat.
Besonders bevorzugt ist das unter der CTFA-Bezeichnung Cocamidopropyl Betaine bekannte Fettsäureamid-Derivat. Ebenfalls geeignete Emulgatoren sind ampholytische Tenside. Unter ampholytischen Tensiden werden solche oberflächenaktiven Verbindungen verstanden, die außer einer Cs bis Cis-Alkyl- oder -Acylgruppe im Molekül min- destens eine freie Aminogruppe und mindestens eine -COOH- und/oder -SO3H-
Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind. Beispiele für geeignete ampholytische Tenside sind N-Alkylglycine, N-Alkylpropionsäuren, N- Alkylaminobuttersäuren, N-Alkyliminodipropionsäuren, N-Hydroxyethyl-N- alkylamidopropylglycine, N-Alkyltaurine, N-Alkylsarcosine, 2-Alkylaminopropionsäuren und Alkylaminoessigsäuren mit jeweils etwa 8 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe. Besonders bevorzugte ampholytische Tenside sind das N-Kokosalkylaminopropionat, das Kokosacylaminoethylaminopropionat und das C12 bis Cis-Acylsarcosin. Neben den ampholytischen kommen auch quartäre Emulgatoren in Betracht, wobei solche vom Typ der Esterquats, vorzugsweise methylquaternierte Difettsäuretriethano- laminester-Salze, besonders bevorzugt sind.
Parfümöle
Gegebenenfalls können die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel Parfümöle enthalten. Als Parfümöle seien beispielsweise Gemische aus natürlichen und synthetischen Riechstoffen genannt. Natürliche Riechstoffe sind Extrakte von Blüten (Lilie, Lavendel, Rose, Jasmin, Neroli, Ylang-Ylang), Stengeln und Blättern (Geranium, Patchouli, Petitgrain), Früchten (Anis, Koriander, Kümmel, Wacholder), Fruchtschalen (Bergamotte, Zitrone, Orange), Wurzeln (Macis, Angelica, Sellerie, Kardamon, Costus, Iris, Calmus), Hölzern (Pinien-, Sandel-, Guajak-, Zedern-, Rosenholz), Kräutern und Gräsern (Estragon, Lemongras, Salbei, Thymian), Nadeln und Zweigen (Fichte, Tanne, Kiefer, Latschen), Harzen und Balsamen (Galbanum, Elemi, Benzoe, Myrrhe, Oliba- num, Opoponax). Weiterhin kommen tierische Rohstoffe in Frage, wie beispielsweise Zibet und Castoreum. Typische synthetische Riechstoffverbindungen sind Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riech- Stoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, 4-tert.-Butylcyclohexylacet.at, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat, Phenylethy- lacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropi- onat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Ben- zylethylether, zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8 bis 18 Kohlenstoffato- men, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronel- IaI, Lilial und Bourgeonat, zu den Ketonen z.B. die Jonone, cc-lsomethylionen und Me- thylcedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Isoeugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terioneol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene und Balsame. Bevorzugt werden jedoch Mischungen ver- schiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Auch ätherische Öle geringerer Flüchtigkeit, die meist als Aromakomponenten verwendet werden, eignen sich als Parfümöle, z.B. Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Me-
lissenöl, Minzeöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeerenöl, Vetiveröl, Olibanöl, Galbanumöl, Labolanumöl und Lavandinöl. Vorzugsweise werden Bergamotteöl, Di- hydromyrcenol, Lilial, Lyral, Citronellol, Phenylethylalkohol, α-Hexylzimtaldehyd, Gera- niol, Benzylaceton, Cyclamenaldehyd, Linalool, Boisambrene®Forte, Ambroxan, Indol, Hedione, Sandelice, Citronenöl, Mandarinenöl, Orangenöl, Allylamylglycolat, Cyclover- tal, Lavandinöl, Muskateller Salbeiöl, ß-Damascone, Geraniumöl Bourbon, Cyclohexyl- salicylat, Vertofix®Coeur, Iso-E-Super®, Fixolide®NP, Evernyl, Iraldein gamma, Pheny- lessigsäure, Geranylacetat, Benzylacetat, Rosenoxid, Romillat, Irotyl und Floramat allein oder in Mischungen eingesetzt.
Pigmente
Gegebenenfalls enthalten die erfindungsgemäßen Shampoos und Haarpflegemittel weiterhin Pigmente.
Die Pigmente liegen in der Produktmasse in ungelöster Form vor und können in einer Menge von 0,01 bis 25 Gew.%, besonders bevorzugt von 5 bis 15 Gew.% enthalten sein. Die bevorzugte Teilchengröße beträgt 1 bis 200 μm, insbesondere 3 bis 150 μm, besonders bevorzugt 10 bis 100 μm. Die Pigmente sind im Anwendungsmedium praktisch unlösliche Farbmittel und können anorganisch oder organisch sein. Auch anorganisch-organische Mischpigmente sind möglich. Bevorzugt sind anorganische Pigmente. Der Vorteil der anorganischen Pigmente ist deren ausgezeichnete Licht-, Wetter- und Temperaturbeständigkeit. Die anorganischen Pigmente können natürlichen Ursprungs sein, beispielsweise hergestellt aus Kreide, Ocker, Umbra, Grünerde, gebranntem Terra di Siena oder Graphit. Bei den Pigmenten kann es sich um Weißpigmente wie z.B. Titandioxid oder Zinkoxid, um Schwarzpigmente wie z.B. Eisenoxidschwarz, Buntpig- mente wie z.B. Ultramarin oder Eisenoxid rot, um Glanzpigmente , Metalleffekt- Pigmente, Perlglanzpigmente sowie um Fluoreszenz- oder Phosphoreszenzpigmente handeln, wobei vorzugsweise mindestens ein Pigment ein farbiges, nicht-weißes Pigment ist. Geeignet sind Metalloxide, -hydroxide und -oxidhydrate, Mischphasenpigmente, schwefelhaltige Silicate, Metallsulfide, komplexe Metallcyanide, Metallsulfate, -
Chromate und -molybdate sowie die Metalle selbst (Bronze-Pigmente). Geeignet sind insbesondere Titandioxid (Cl 77891 ), schwarzes Eisenoxid (Cl 77499), gelbes Eisenoxid (Cl 77492), rotes und braunes Eisenoxid (Cl 77491 ), Manganviolett (Cl 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, Cl 77007, Pigment Blue 29), Chromoxid- hydrat (Cl 77289), Eisenblau (Ferric Ferro-Cyanide, Cl 77510), Carmine (Cochineal). Besonders bevorzugt sind Perlglanz- und Farbpigmente auf Mica- bzw. Glimmerbasis welche mit einem Metalloxid oder einem Metalloxychlorid wie Titandioxid oder Wismu- toxychlorid sowie gegebenenfalls weiteren farbgebenden Stoffen wie Eisenoxiden, Eisenblau, Ultramarine, Carmine etc. beschichtet sind und wobei die Farbe durch Varia- tion der Schichtdicke bestimmt sein kann. Derartige Pigmente werden beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Rona®, Colorona®, Dichrona® und Timiron® (Merck) vertrieben.
Organische Pigmente sind beispielsweise die natürlichen Pigmente Sepia, Gummigutt, Knochenkohle, Kasseler Braun, Indigo, Chlorophyll und andere Pflanzenpigmente. Synthetische organische Pigmente sind beispielsweise Azo-Pigmente, Anthrachinoide, Indigoide, Dioxazin-, Chinacridon-, Phtalocyanin-, Isoindolinon-, Perylen- und Perinon-, Metallkomplex-, Alkaliblau- und Diketopyrrolopyrrol-Pigmente.
In einer Ausführungsform enthält die erfindungsmäße Zusammensetzung 0,01 bis 10, besonders bevorzugt von 0,05 bis 5 Gew.% an mindestens einem partikelförmigen Stoff. Geeignete Stoffe sind z.B. Stoffe, die bei Raumtemperatur (25°C) fest sind und in Form von Partikeln vorliegen. Geeignet sind etwa Silica, Silikate, Aluminate, Tonerden, Mica, Salze, insbesondere anorganische Metallsalze, Metalloxide, z.B. Titandioxid, Minerale und Polymerpartikel.
Die Partikel liegen in dem Mittel ungelöster, vorzugsweise stabil dispergierter Form vor und können sich nach Aufbringen auf die Anwendungsoberfläche und Verdampfen des Lösungsmittels in fester Form abscheiden. Bevorzugte partikelförmige Stoffe sind Silica (Kieselgel, Siliciumdioxid) und Metallsalze, insbesondere anorganische Metallsalze, wobei Silica besonders bevorzugt ist. Metallsalze sind z.B. Alkali- oder Erdalkalihalogenide wie Natriumchlorid oder Kaliumchlorid; Alkali- oder Erdalkalisulfate wie Natriumsulfat oder Magnesiumsulfat.
UV-Filtersubstanzen
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform öllösliche und/oder wasserlösliche UVA- und/oder UVB-Filter. Vorteilhaft enthalten die Zusammensetzungen Substanzen, die UV-Strahlung im UVB- Bereich und Substanzen, die UV-Strahlung im UVA-Bereich absorbieren, wobei die Gesamtmenge der Filtersubstanzen z.B. 0,1 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 1 bis 15 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzungen, um kosmetische Zusammensetzungen zur Verfügung zu stellen, welche Haar, Haut und Kopfhaut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten Strahlung schützen. Der größte Teil der Lichtschutzmittel in den zum Schutz der menschlichen Epidermis dienenden kosmetischen oder dermatologischen Zusammensetzungen besteht aus Verbindungen, die UV-Licht im UV-B-Bereich absorbieren. Beispielsweise beträgt der Anteil der erfindungsgemäß zu verwendenden UV-A-Absorber 10 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 20 bis 50 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge von UV-B und UV-A absor- bierenden Substanzen.
Die UVB-Filter können öllöslich oder wasserlöslich sein. Vorteilhafte UVB- Filtersubstanzen sind z.B.:
• Benzimidazolsulfonsäure-Derivate wie z.B. 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren Salze
• Benzotriazol-Derivate wie z.B. 2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4- (1 ,1 ,3,3-tetramethylbutyl)-phenol) • 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2- ethylhexyl)ester, 4-(Di-methy1 amino)benzoesäureamylester;
• Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzalmalonsäuredi(2- ethylhexyl)ester;
• Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzi mtsäure(2-ethylhexyl)ester, 4- Methoxyzimtsäureisopentylester;
• Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2- Hydroxy-4-methoxy-4'-methyl benzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4- methoxybenzophenon;
• Methyl idencampherderivate, vorzugsweise 4-Methylbenzylidencampher, Benzyl idencampher;
• Triazinderivate, vorzugsweise 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6-triylimino)-tris- benzoesäure-tris-(2-ethylhexylester) [INCI: Diethylhexyl Butamido Triazine, UVA- Sorb® HEB (Sigma 3V)] und 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1 '-hexyloxy)]-l ,3,5- triazin [INCI: Octyl Triazone, UVINUL8T 150 (BASF)]. Vorteilhaft zu verwendende wasserlösliche UVB-Filtersubstanzen sind z.B. Sulfonsäu- re-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-0xo-3- bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure,2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und deren Salze.
Vorteilhaft zu verwendende UVA-Filter sind z.B.:
• 1 ,4-Phenylendimethincamphersulfonsäurederivate wie z.B. 3,3'-( 1 ,4- phenylendimethin)-bis-(7,7-dimethyl-2-oxobicyclo[2.2.1]-heptan-l - methamsulfonsäure und ihre Salze
• 1 ,3,5-Triazinderivate wie 2,4-Bis{[(2-ethylhexyloxy)-2-hydroxy)-phenyl}-6-(4- methoxyp henyl)-l ,3,5)-triazin (z.B. Tinosorb®S (Ciba))
• Dibenzoylmethanderivate, vorzugsweise 4-lsopropyldibenzoylmethan, 4-(tert- Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan
• Benzoxazol-Derivate, beispielsweise das 2,4-Bis-[4-[5-(1 ,1-dimethyl- propyl)benzoxazol-2-yl]phenylimino]-6-[(2-ethylexyl)imino]-1 ,3,5- triazin (CAS Nr. 288254-1 6-0, Uvasorb®K2A (3V Sigma))
• Hydroxybenzophenone, beispielsweise der 2-(4'-Diethylamino-2'-hydoxybenzoyl)- benzoesäurehexylester (auch: Aminobenzophenon) (Uvinul®A Plus (BASF))
Ferner kann erfindungsgemäß gegebenenfalls von Vorteil sein, Zusammensetzungen mit weiteren UVA- und/oder UVB-Filtern zu versehen, beispielsweise bestimmten SaIi- cylsäurederivaten wie 4-lsopropylbenzylsalicylat, 2-Ethylhexylsalicylat, Octylsalicylat, Homomenthylsalicylat. Die Gesamtmenge an Salicylsäurederivaten in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1-15,0, bevorzugt 0,3-10,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzungen. Ein weiterer erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendender Lichtschutzfilter ist Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (Octocrylen, Uvinul®N 539 (BASF)). Die folgende Tabelle stellt einige für die Verwendung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen geeignete Lichtschutzfilter zusammen: Beispielsweise sind als UV-Lichtschutzfilter zu nennen:
Auch polymere oder polymergebundene Filtersubstanzen können erfindungsgemäß verwendet werden.
Metalloxide wie Titandioxid oder Zinkoxid finden weite Verbreitung in Sonnenschutzmitteln. Ihre Wirkung beruht im wesentlichen auf Reflexion, Streuung und Absorption der schädigenden UV-Strahlung und hängt wesentlich von der Primärpartikelgröße der Metalloxide ab. Die erfindungsgemäßen können außerdem anorganische Pigmente auf Basis von Metalloxiden und/oder anderen in Wasser schwerlöslichen oder unlöslichen Metallverbindungen, ausgewählt aus der Gruppe der Oxide des Zinks (ZnO), Eisens (z.B. Fβ2θ3), Zirkoniums (Zrθ2), Siliciums (Siθ2), Mangans (z.B. MnO), Aluminiums (AI2O3), Cers (z.B. Cβ2θ3), Mischoxiden der entsprechenden Metalle sowie Abmi-
schungen aus solchen Oxiden enthalten. Besonders bevorzugt handelt es sich um Pigmente auf der Basis ZnO.
Die anorganischen Pigmente können dabei in gecoateter Form vorliegen, d.h. dass sie oberflächlich behandelt sind. Diese Oberflächenbehandlung kann beispielsweise darin bestehen, dass die Pigmente nach an sich bekannter Weise, wie in DE-A-33 14 742 beschrieben, mit einer dünnen hydrophoben Schicht versehen sind. Zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen geeignete Lichtschutzmittel sind auch die in der EP-A 1 084 696 in den Absätzen [0036] bis [0053] genannten Verbindungen, worauf an dieser Stelle vollumfänglich Bezug genommen wird. Für die erfindungsgemäße Verwendung geeignet sind alle UV-Lichtschutzfilter, die in Anlage 7 (zu § 3b) der deutschen Kosmetik-Verordnung unter „Ultraviolett-Filter für kosmetische Mittel" genannt sind.
Die Aufzählung der genannten UV-Lichtschutz-Filter, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden können, ist nicht abschließend.
Polymere
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können weiterhin zusätzliche Polymere enthalten. Geeignete Polymere sind z.B. Copolymere aus Vinylpyrrolidon/N-
Vinylimidazoliumsalzen (Luviquat® FC, Luviquat® HM, Luviquat® MS, Luviquat® Care, Luviquat® UltraCare), Copolymere aus N-
Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat, quaternisiert mit Diethylsulfat (Luviquat® PQ 1 1), Copolymere aus N-Vinylcaprolactam/N-Vinylpyrrolidon/N-Vinylimida- zoliumsalzen (Luviquat® Hold); kationische Cellulosederivate (Polyquaternium-4, -10 und -67), Acrylamidocopolymere (Polyquaternium-7) und Chitosan. Geeignete kationische (quaternisierte) Polymere sind auch Merquat® (Polymer auf Basis von Dimethyl- diallylammoniumchlorid), Gafquat® (quaternäre Polymere, die durch Reaktion von Po- lyvinylpyrrolidon mit quaternären Ammoniumverbindungen entstehen), Polymer JR (Hydroxyethylcellulose mit kationischen Gruppen) und kationische Polymere auf pflanzlicher Basis, z.B. Guarpolymere, wie die Jaguar®-Marken der Fa. Rhodia. Weitere geeignete Polymere sind auch neutrale Polymere, wie Polyvinylpyrrolidone, Copolymere aus N-Vinylpyrrolidon und Vinylacetat und/oder Vinylpropionat und/oder Stearyl(meth)acrylat, Polysiloxane, Polyvinylcaprolactam und andere Copolymere mit N-Vinylpyrrolidon, Copolymere mit N-Vinylformamid sowie deren (Teil-)hydrolysate, Polyethylenimine und deren Salze, Polyvinylamine und deren Salze, Cellulosederivate, Polysaccharidderivate, Polyasparaginsäuresalze und Derivate. Dazu zählt beispielsweise Luviflex® Swing (teilverseiftes Copolymerisat von Polyvinylacetat und Polyethy- lenglykol, Fa. BASF) oder Kollicoat® IR.
Geeignete Polymere sind auch die in der WO 03/092640 beschriebenen, insbesondere die als Beispiele 1 bis 50 (Tabelle 1 , Seite 40 ff.) und Beispiele 51 bis 65 (Tabelle 2, Seite 43) beschriebenen (Meth)Acrylsäureamidcopolymere, auf die an dieser Stelle vollumfänglich Bezug genommen wird. Geeignete Polymere sind auch nichtionische, wasserlösliche bzw. wasserdispergierba- re Polymere oder Oligomere, wie Polyvinylcaprolactam, z.B. Luviskol® Plus (BASF), oder Polyvinylpyrrolidon und deren Copolymere, insbesondere mit Vinylestern, wie Vinylacetat, z.B. Luviskol® VA 64 (BASF); Polyamide, z.B. auf Basis von Itaconsäure und aliphatischen Diaminen, wie sie z.B. in der DE-A-43 33 238 beschrieben sind.
Geeignete Polymere sind auch amphotere oder zwitterionische Polymere, wie die unter den Bezeichnungen Amphomer® (National Starch) erhältlichen Octylacryla- mid/Methylmethacrylat/tert.-Butylaminoethylmethacryla^-Hydroxypropylmethacrylat- Copolymere sowie zwitterionische Polymere, wie sie beispielsweise in den deutschen Patentanmeldungen DE 39 29 973, DE 21 50 557, DE 28 17 369 und DE 37 08 451 offenbart sind. Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid/Acrylsäure- bzw. -Methacrylsäure-Copolymerisate und deren Alkali- und Ammoniumsalze sind bevorzugte zwitterionische Polymere. Weiterhin geeignete zwitterionische Polymere sind Methacroylethylbetain/Methacrylat-Copolymere, die unter der Bezeichnung Amersette® (AMERCHOL) im Handel erhältlich sind, und Copolymere aus Hydroxyethylmethacry- lat, Methylmethacrylat, N,N-Dimethylaminoethylmethacrylat und Acrylsäure (Jorda- pon®).
Geeignete Polymere sind auch nichtionische, siloxanhaltige, wasserlösliche oder -dispergierbare Polymere, z.B. Polyethersiloxane, wie Tegopren® (Fa. Goldschmidt) oder Belsil® (Fa. Wacker).
Außerdem geeignet sind auch Biopolymere, d.h. Polymere, die aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und aus natürlichen Monomerbausteinen aufgebaut sind, z.B. Cellulosederivate, Chitin-, Chitosan-, DNA-, Hyaluronsäure- und RNA-Derivate. Weitere erfindungsgemäße Zubereitungen enthalten wenigstens ein weiteres wasserlösliches Polymer, insbesondere Chitosane (Poly(D-glucosamine)) verschiedenen Molekulargewichtes und/oder Chitosanderivate.
Anionische Polymere Weitere für die erfindungsgemäßen Zubereitungen geeignete Polymere sind Carbonsäuregruppen-haltige Copolymere. Dabei handelt es sich um Polyelektrolyte mit einer größeren Anzahl anionisch dissoziierbarer Gruppen in der Hauptkette und/oder einer Seitenkette.
Geeignete Carbonsäuregruppen-haltige Polymere sind z.B. durch radikalische Polymerisation α,ß-ethylenisch ungesättigter Monomere erhältlich. Dabei werden Monomere m1 ) eingesetzt, die wenigstens eine radikalisch polymerisierbare, α,ß-ethylenisch un-
gesättigte Doppelbindung und wenigstens eine anionogene und/oder anionische Gruppe pro Molekül enthalten.
Geeignete Carbonsäuregruppenhaltige Polymere sind weiterhin Carbonsäuregruppen- haltige Polyurethane. Vorzugsweise sind die Monomere ausgewählt unter monoethyle- nisch ungesättigten Carbonsäuren, Sulfonsäuren, Phosphonsäuren und Mischungen davon.
Zu den Monomeren m1 ) zählen monoethylenisch ungesättigte Mono- und Dicarbon- säuren mit 3 bis 25 vorzugsweise 3 bis 6 C-Atomen, die auch in Form ihrer Salze oder Anhydride eingesetzt werden können. Beispiele hierfür sind Acrylsäure, Methacrylsäu- re, Ethacrylsäure, α-Chloracrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Itaconsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure, Glutaconsäure, Aconitsäure und Fumar- säure. Zu den Monomeren zählen weiterhin die Halbester von monoethylenisch ungesättigten Dicarbonsäuren mit 4 bis 10 vorzugsweise 4 bis 6 C-Atomen, z.B. von Maleinsäure wie Maleinsäuremonomethylester. Zu den Monomeren zählen auch mo- noethylenisch ungesättigte Sulfonsäuren und Phosphonsäuren, beispielsweise Vinylsulfonsäure, Allylsulfonsäure, Sulfoethylacrylat, Sulfoethylmethacrylat, Sulfopropylacrylat, Sulfopropylmethacrylat, 2-Hydroxy-3-acryloxypropylsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-methacryloxypropylsulfonsäure, Styrolsulfonsäure, 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure, Vinylphosphonsäure und Allylphosphonsäu- re. Zu den Monomeren zählen auch die Salze der zuvor genannten Säuren, insbesondere die Natrium-, Kalium- und Ammoniumsalze sowie die Salze mit den zuvor genannten Aminen. Die Monomere können als solche oder als Mischungen untereinander eingesetzt werden. Die angegebenen Gewichtsanteile beziehen sich sämtlich auf die Säureform. Vorzugsweise wird das Monomer m1 ) ausgewählt unter Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethacrylsäure, α-Chloracrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure, Glutaconsäure, Aconitsäure und Mischungen davon, besonders bevorzugt Acrylsäure, Methacrylsäure und Mischungen davon. Die zuvor genannten Monomere m1 ) können jeweils einzeln oder in Form von beliebigen Mischungen eingesetzt werden.
Des Weiteren bevorzugt enthalten die Carbonsäuregruppen-haltigen Polymere wenigstens ein Monomer m2) einpolymerisiert, das ausgewählt ist unter Verbindungen der allgemeinen Formel (VI)
worin
R1 für Wasserstoff oder Ci-C8-Alkyl steht, Y1 für O, NH oder NR3 steht, und
R2 und R3 unabhängig voneinander für Ci-C3o-Alkyl oder Cs-Cs-Cycloalkyl stehen, wobei die Alkylgruppen durch bis zu vier nicht benachbarte Heteroatome oder Hetero- atom-haltige Gruppen, die ausgewählt sind unter O, S und NH unterbrochen sein können. Bevorzugt steht R1 in der Formel VI für Wasserstoff oder Ci-C4-AIkVl, insbesondere Wasserstoff, Methyl oder Ethyl. Bevorzugt steht R2 in der Formel VI für Ci -Ce-Al kyl, bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl oder eine Gruppe der Formel - CH2-CH2-NH-C(CH3)S. Wenn R3 für Alkyl steht, dann vorzugsweise für Ci-C4-Al kyl, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, Isobutyl und tert.-Butyl. Geeignete Monomere m2) sind Methyl(meth)acrylat, Methylethacrylat,
Ethyl(meth)acrylat, Ethylethacrylat, tert.-Butyl(meth)acrylat, tert.-Butylethacrylat, n-Octyl(meth)acrylat, 1 ,1 ,3,3-Tetramethylbutyl(meth)acrylat, Ethylhexyl(meth)acrylat, n-Nonyl(meth)acrylat, n-Decyl(meth)acrylat, n-Undecyl(meth)acrylat, Tride- cyl(meth)acrylat, Myristyl(meth)acrylat, Pentadecyl(meth)acrylat, Palmityl(meth)acrylat, Heptadecyl(meth)acrylat, Nonadecyl(meth)acrylat, Arrachinyl(meth)acrylat, Behe- nyl(meth)acrylat, Lignocerenyl(meth)acrylat, Cerotinyl(meth)acrylat, Melissi- nyl(meth)acrylat, Palmitoleinyl(meth)acrylat, Oleyl(meth)acrylat, Linolyl(meth)acrylat, Linolenyl(meth)acrylat, Stearyl(meth)acrylat, Lauryl(meth)acrylat und Mischungen davon. Geeignete Monomere m2) sind weiterhin Acrylsäureamid, Methacrylsäureamid, N-Methyl(meth)acrylamid, N-Ethyl(meth)acrylamid, N-Propyl(meth)acrylamid, N-(n-Butyl)(meth)acrylamid, N-(tert.-Butyl)(meth)acrylamid, N,N-Dimethyl(meth)acrylamid, N,N-Diethyl(meth)acrylamid Piperidinyl(meth)acrylamid und Morpholinyl(meth)acrylamid, N-(n- Octyl)(meth)acrylamid, N-(1 ,1 ,3,3-Tetramethylbutyl)(meth)acrylamid, N-
Ethylhexyl(meth)acrylamid, N-(n-Nonyl)(meth)acrylamid, N-(n-Decyl)(meth)acrylamid, N-(n-Undecyl)(meth)acrylamid, N-Tridecyl(meth)acrylamid, N-Myristyl(meth)acrylamid, N-Pentadecyl(meth)acrylamid, N-Palmityl(meth)acrylamid, N- Heptadecyl(meth)acrylamid, N-Nonadecyl(meth)acrylamid, N- Arrachinyl(meth)acrylamid, N-Behenyl(meth)acrylamid, N-
Lignocerenyl(meth)acrylamid, N-Cerotinyl(meth)acrylamid, N-
Melissinyl(meth)acrylamid, N-Palmitoleinyl(meth)acrylamid, N-Oleyl(meth)acrylamid, N- Linolyl(meth)acrylamid, N-Linolenyl(meth)acrylamid, N-Stearyl(meth)acrylamid und N- Lauryl(meth)acrylamid. Desweiteren bevorzugt enthalten die Carbonsäuregruppen-haltigen Polymere wenigstens ein Monomer m3) einpolymerisiert, das ausgewählt ist unter Verbindungen der allgemeinen Formel VII
worin
die Reihenfolge der Alkylenoxideinheiten beliebig ist, k und I unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 1000 stehen, wobei die Summe aus k und I mindestens 5 beträgt,
R4 für Wasserstoff, d-Cso-Alkyl oder C5-C8-Cycloalkyl steht,
R5 für Wasserstoff oder Ci-C8-Alkyl steht,
Y2 für O oder NR6 steht, wobei R6 für Wasserstoff, d-Cso-Alkyl oder C5-C8-
Cycloalkyl steht. Bevorzugt steht in der Formel VII k für eine ganze Zahl von 1 bis 500, insbesondere 3 bis 250. Bevorzugt steht I für eine ganze Zahl von 0 bis 100. Bevorzugt steht R5 für Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl oder n-Hexyl, insbesondere für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl. Vorzugsweise steht R4 in der Formel VII für Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, n-Pentyl, n-Hexyl, Octyl, 2-Ethylhexyl, Decyl, Lauryl, Palmityl oder Stearyl. Vorzugsweise steht Y2 in der Formel VII für O oder NH.
Geeignete Polyetheracrylate VII) sind z.B. die Polykondensationsprodukte der zuvor genannten α,ß-ethylenisch ungesättigten Mono- und/oder Dicarbonsäuren und deren Säurechloriden, -amiden und Anhydriden mit Polyetherolen. Geeignete Polyetherole können leicht durch Umsetzung von Ethylenoxid, 1 ,2-Propylenoxid und/oder Epi- chlorhydrin mit einem Startermolekül, wie Wasser oder einem kurzkettigen Alkohol R4- OH hergestellt werden. Die Alkylenoxide können einzeln, alternierend nacheinander oder als Mischung eingesetzt werden. Die Polyetheracrylate VII) können allein oder in Mischungen zur Herstellung der erfindungsgemäß eingesetzten Polymere verwendet werden. Geeignete Polyetheracrylate II) sind auch Urethan(meth)acrylate mit Alkyleno- xidgruppen. Derartige Verbindungen sind in der DE 198 38 851 (Komponente e2)) beschrieben, worauf hier in vollem Umfang Bezug genommen wird. Als Carbonsäuregruppen-haltige Polymere bevorzugte anionische Polymere sind beispielsweise Homo- und Copolymerisate von Acrylsäure und Methacrylsäure und deren Salze. Dazu zählen auch vernetzte Polymere der Acrylsäure, wie sie unter dem INCI- Namen Carbomer erhältlich sind. Derartige vernetzte Homopolymere der Acrylsäure sind beispielsweise kommerziell unter dem Namen Carbopol® von der Firma Noveon erhältlich. Bevorzugt sind auch hydrophob modifizierte vernetzte PolyacrylatPolymere, wie Carbopol® Ultrez 21 von der Firma Noveon. Weitere Beispiele für geeignete anionische Polymere sind Copolymere von Acrylsäure und Acrylamid und deren Salze; Natriumsalze von Polyhydroxycarbonsäuren, wasserlösliche oder wasserdispergierbare Polyester, Polyurethane und Polyharnstoffe. Besonders geeignete Polymere sind Copolymere aus (Meth)acrylsäure und Polyetherac- rylaten, wobei die Polyetherkette mit einem C8-C3o-Alkylrest terminiert ist. Dazu zählen z.B. Acrylat/Beheneth-25-methacrylat-Copolymere, die unter der Bezeichnung Aculyn® von der Firma Rohm und Haas erhältlich sind. Besonders geeignete Polymere sind weiterhin Copolymere aus t-Butylacrylat, Ethylacrylat, Methacrylsäure (z.B. Luvimer®
100P, Luvimer® Pro55), Copolymere aus Ethylacrylat und Methacrylsäure (z.B. Luviu- mer® MAE), Copolymere aus N-tert.-Butylacrylamid, Ethylacrylat, Acrylsäure (Ultrahold® 8, Ultrahold® Strang), Copolymere aus Vinylacetat, Crotonsäure und gegebenenfalls weitere Vinylester (z.B. Luviset® Marken), Maleinsäureanhydridcopolymere, gege- benenfalls mit Alkohol umgesetzt, anionische Polysiloxane, z.B. carboxyfunktionelle, t- Butylacrylat, Methacrylsäure (z.B. Luviskol® VBM), Copolymere von Acrylsäure und Methacrylsäure mit hydrophoben Monomeren, wie z.B. C4-C3o-Alkylester der Meth(acrylsäure), C4-C3o-Alkylvinylester, C4-C3o-Alkylvinylether und Hyaluronsäure. Beispiele für anionische Polymere sind weiterhin Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere, wie sie beispielsweise unter den Bezeichnungen Resyn® (National Starch) und Gafset® (GAF) im Handel sind und Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere, erhältlich beispielsweise unter dem Warenzeichen Luviflex® (BASF). Weitere geeignete Polymere sind das unter der Bezeichnung Luviflex® VBM-35 (BASF) erhältliche Vinylpyrroli- don/Acrylat-Terpolymer und Natriumsulfonat-haltige Polyamide oder Natriumsulfonat- haltige Polyester.
Weiterhin umfasst die Gruppe der geeigneten anionischen Polymere beispielhaft Balance® CR (National Starch; Acrylate Copolymer), Balance® 0/55 (National Starch; Ac- rylate Copolymer), Balance® 47 (National Starch; Octylacrylamid/- Acrylate/Butylaminoethylmethacrylate-Copolymer), Aquaflex® FX 64 (ISP; Isobuty- Ien/Ethylmaleimid/Hydroxyethylmaleimid-Copolymer), Aquaflex® SF-40 (ISP / National Starch; VP/Vinyl Caprolactam/DMAPA Acrylate Copolymer), Allianz® LT-120 (ISP / Rohm & Haas; Acrylat/C1-2 Succinat/Hydroxyacrylat Copolymer), Aquarez® HS (Eastman; Polyester-1 ), Diaformer® Z-400 (Clariant; Methacryloylethylbetain/Methacrylat- Copolymer), Diaformer® Z-71 1 (Clariant; Methacryloylethyl N-oxid/Methacrylat- Copolymer), Diaformer® Z-712 (Clariant; Methacryloylethyl N-oxide/Methacrylat-
Copolymer), Omnirez® 2000 (ISP; Monoethylester von Poly(Methylvinylether/ Maleinsäure in Ethanol), Amphomer® HC (National Starch; Acrylat/ Octylacrylamid- Copolymer), Amphomer® 28-4910 (National Starch; Octyl-acrylamid/Acrylat/ Butylami- noethylmethacrylat-Copolymer), Advantage® HC 37 (ISP; Terpolymer aus Vinylcapro- lactam/Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat), Advantage® LC55 und LC80 oder LC A und LC E, Advantage® Plus (ISP; VA/Butyl Maleate/Isobornyl Acrylate Copolymer), Aculyne® 258 (Rohm & Haas; Acrylat/ Hydroxyesteracrylat-Copolymer), Luviset® P.U.R. (BASF, Polyurethane-1 ), Luviflex® SiIk (BASF), Eastman® AQ 48 (Eastman), Styleze® CC-10 (ISP; VP/DMAPA Acrylates Copolymer), Styleze® 2000 (ISP; VP/Acrylates/Lauryl Methacrylate Copolymer), DynamX® (National Starch; Polyuretha- ne-14 AMP-Acrylates Copolymer), Resyn XP® (National Starch; Acrylates/Octylacryl- amide Copolymer), Fixomer® A-30 (Ondeo Nalco; Polymethacrylsäure (und) Acrylami- domethylpropansulfonsäure), Fixate® G-100 (Noveon; AMP-Acrylates/Allyl Methacrylate Copolymer). Geeignete Carbonsäuregruppen-haltige Polymere sind auch die in der US 3,405,084 beschriebenen Terpolymere aus Vinylpyrrolidon, Ci-Cio-Alkyl- Cycloalkyl- und A- ryl(meth)acrylaten und Acrylsäure. Geeignete Carbonsäuregruppen-haltige Polymere
sind weiterhin die in der EP-A-O 257 444 und EP-A-O 480 280 beschriebenen Terpoly- mere aus Vinylpyrrolidon, tert.-Butyl(meth)acrylat und (Meth)acrylsäure. Geeignete Carbonsäuregruppen-haltige Polymere sind weiterhin die in der DE-A-42 23 066 beschriebenen Copolymere, die wenigstens einen (Meth)acrylsäureester, (Meth)acrylsäure sowie N-Vinylpyrrolidon und/oder N-Vinylcaprolactam einpolymeri- siert enthalten. Auf die Offenbarung dieser Dokumente wird hier in vollem Umfang Bezug genommen.
Die Herstellung der zuvor genannten Carbonsäuregruppen-haltigen Polymere erfolgt nach bekannten Verfahren, zum Beispiel der Lösungs-, Fällungs-, Suspensions- oder Emulsionspolymerisation.
Geeignete Carbonsäuregruppen-haltige Polymere sind weiterhin Carbonsäuregruppen- haltige Polyurethane.
Die EP-A-636361 offenbart geeignete Blockcopolymere mit Polysiloxanblöcken und Polyurethan-/Polyharnstoffblöcken, die Carbonsäure- und/oder Sulfonsäuregruppen aufweisen. Geeignete siliconhaltige Polyurethane sind auch in der WO 97/25021 und der EP-A-751 162 beschrieben.
Geeignete Polyurethane sind auch in der DE-A-42 25 045 beschrieben, worauf hier in vollem Umfang Bezug genommen wird. Die Säuregruppen der Carbonsäuregruppen-haltigen Polymere können teilweise oder vollständig neutralisiert sein. Dann liegt wenigstens ein Teil der Säuregruppen in deprotonierter Form vor, wobei die Gegenionen vorzugsweise ausgewählt sind unter Alkalimetallionen, wie Na+, K+, Ammoniumionen und deren organischen Derivaten etc.
Shampoo-Typen An Shampoos werden je nach Haarqualität oder Kopfhautproblem gegebenfalls zusätzliche Anforderungen gestellt. Die Wirkungsweise der bevorzugten Shampoo-Typen mit den wichtigsten zusätzlichen Wirkungen bzw. wichtigsten speziellen Zielsetzungen wird nachfolgend beschrieben. Erfindungsgemäß bevorzugt sind beispielsweise Shampoos für normales bzw. schnell fettendes bzw. geschädigtes Haar, Antischuppenshampoos, Babyshampoos und 2-in- 1 -Shampoos (Shampoo und Spülung in einem).
Shampoos für normales Haar: die Haarwäsche soll Haar und Kopfhaut von dem in Talgdrüsen gebildeten Hautfett, den aus Schweissdrüsen mit Wasser austretenden anorganischen Salzen, Aminosäuren, Harnstoff und Milchsäure, abgeschilferten Haut- Partikeln, Umweltschmutz, Gerüchen und gegebenenfalls Rückständen haarkosmetischer Behandlungen befreien. Normales Haar bedeutet kurzes bis schulterlanges Haar, welches nur schwach geschädigt ist. Dementsprechend soll der Anteil an Kondi- tionierhilfsstoffen auf diesen Haartyp optimiert sein. Shampoos für schnell fettendes Haar: eine erhöhte Fettproduktion der Talgdrüsen der Kopfhaut führt bereits 1-2 Tage nach der Haarwäsche zu einer strähnigen, unansehnlichen Frisur. Öl- und wachsartige Hautfettbestandteile beschweren das Haar und mindern die Reibung von Haar zu Haar und verringern damit den Frisurenhalt. Das eigent-
liehe haarkosmetische Problem bei schnell fettenden Haaren ist also das vorzeitige Zusammenfallen voluminöser Frisuren. Um dies zu vermeiden, muss man verhindern, dass die Haaroberfläche beschwert und zu glatt und geschmeidig wird. Dies wird bevorzugt durch die Tensidgrundlage aus gut reinigenden und besonders wenig substan- tiv ausgeprägten Waschrohstoffen erreicht. Zusätzliche Pflegestoffe, die sich zum
Hautfett addieren würden, wie rückfettende Substanzen oder auch Konditionierhilfsstof- fe, werden in Shampoos für schnell fettendes Haar nicht oder nur mit größter Vorsicht eingesetzt. Volumen gebende Shampoos für feines Haar können vergleichbar formuliert werden. Shampoos für trockenes, strapaziertes (geschädigtes) Haar. Die Struktur des Haares wird im Laufe des Haarwachstums durch mechanische Einflüsse wie Kämmen, Bürsten und vor allen Dingen Toupieren (Kämmen gegen die Wuchsrichtung), durch die Einwirkung von UV-Strahlung bzw. sichtbarem Licht und durch kosmetische Behandlungen, wie Dauerwellen, Blondierung oder Färbung verändert. Die Schuppenschicht der Haa- re weist von der Wurzel bis zur Spitze ein zunehmend strapazierteres Aussehen auf; in Extremfällen ist sie an der Spitze völlig abgetragen, und die Haarspitzen sind gespalten (Haarspliss). Geschädigtes Haar kann grundsätzlich nicht mehr in den Zustand des gesunden Haarnachwuchses zurückgeführt werden. Es gelingt aber, diesem Idealzustand hinsichtlich Griff, Glanz und Kämmbarkeit durch Verwendung von erfindungsge- mäßen Shampoos mit gegebenenfalls hohen Anteilen an pflegenden Stoffen (Konditio- niermitteln) sehr nahe zu kommen.
Eine noch bessere Wirkung als mit einem Shampoo wird mit einer erfindungsgemäßen Haarpflegemittel beispielsweise in Form einer Spülungs- oder Kurmittelbehandlung nach der Haarwäsche erreicht. Erfindungsgemäße 2-in-1- Shampoos sind besonders stark pflegende Shampoos, bei denen durch die Konzipierung als „Shampoo und Spülung in einem" der Zusatznutzen Pflege gleichwertig neben den Grundnutzen Reinigung gestellt wird. Erfindungsgemäße 2-in-1 -Zusammensetzungen enthalten erhöhte Mengen ans Konditioniermitteln. Antischuppenshampoos: Erfindungsgemäße Antischuppenshampoos haben im Ver- gleich zu Antischuppenhaarwässern den Vorteil, dass sie nicht nur durch entsprechende Wirkstoffe gegen Schuppenbefall die Bildung neuer sichtbarer Schuppen verringern und bei langfristiger Anwendung verhindern, sondern mit der Haanväsche auch bereits abgeschilferte Schuppen entfernen. Nach dem Ausspülen der Waschflotte bleibt allerdings nur ein geringer, jedoch ausreichender Anteil der Wirkstoffe auf Kopfhaut und Haar zurück. Es gibt verschiedene Antischuppen-Wirkstoffe, die in die erfindungsgemäßen Shampoo-Zusammensetzungen eingearbeitet werden können, wie z. B. Zink- pyrithion, Ketokonazol, Clotrimazol, Climbazol oder Pirocton Olamin. Zusätzlich weisen diese Substanzen eine die Abschilferung normalisierende Wirkung auf. Die Grundlage von Antischuppenshampoos entspricht überwiegend der Formulierung von Shampoos für normales Haar mit gutem Reinigungseffekt.
Babyshampoos: bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Shampoo-Zubereitungen um Babyshampoos. Diese sind
optimal haut- und schleimhautverträglich. Kombinationen von Waschrohstoffen mit sehr guter Hautverträglichkeit bilden die Basis dieser Shampoos. Zusätzliche Stoffe zur weiteren Verbesserung der Haut- und Schleimhautverträglichkeit und der Pflegeeigenschaften werden vorteilhaft zugefügt, wie z. B. nichtionische Tenside, Proteinhydrolysa- te und Panthenol oder Bisabolol. Alle notwendigen Rohstoffe und Hilfsstoffe, wie Konservierungsmittel, Parfümöle, Farbstoffe usw., werden unter dem Aspekt einer hohen Verträglichkeit und Milde ausgewählt werden.
Shampoos für trockene Kopfhaut: bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Shampoo-Zubereitungen um Shampoos für trockene Kopfhaut. Das primäre Ziel dieser Shampoos ist die Verhinderung der Austrocknung der Kopfhaut, da trockene Kopfhaut zu Juckreiz, Rötung und Entzündung führen kann. Wie auch bei den Babyshampoos bilden Kombinationen von Waschrohstoffen mit sehr guter Hautverträglichkeit die Basis dieser Shampoos. Zusätzlich können gegebenenfalls Rückfetter und Feuchthaltemittel, wie z. B. Glycerin oder Harnstoff, eingesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Shampoo-Zusammensetzungen können auch als Shampoo- konzentrate mit erhöhten Tensidgehalten von 20-30% vorliegen. Sie basieren auf speziellen Waschrohstoffkombinationen und Konsistenzregulatoren, die die gute Verteil- barkeit und das spontane Anschäumvermögen auch einer kleinen Anwendungsmenge gewährleisten. Ein besonderer Vorteil ist beispielsweise die Möglichkeit, die Ergiebigkeit von 200 ml Shampoo mit einer 100-ml-Flasche zu erreichen.
Darreichung
Es ist vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzungen in entsprechenden Behältnissen wie beispielsweise einer Flasche oder Quetschflasche aufbewahrt und aus dieser heraus angewendet werden. Demzufolge sind auch Flaschen oder Quetschflaschen, welche eine erfindungsgemäße Zusammensetzung enthalten, erfindungsgemäß. Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße kosmetische Zubereitung in einer Flasche, Quetschflasche, Pumpspray-, oder Aerosoldose aufbewahrt und aus dieser heraus angewendet werden. Entsprechend sind auch Flaschen, Quetschflaschen, Pumpspray-, oder Aerosoldosen, welche eine erfindungsgemäße Zubereitung enthalten, erfindungsgemäß. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen werden vorteilhaft zur Pflege des Haars, insbesondere des Kopfhaares, eingesetzt.
Nicht zuletzt ist die Verwendung einer erfindungsgemäßen kosmetische Zubereitung als Haarshampoo und oder Haarkonditionierer, d.h. als Mittel zum Konditionieren des Haares, erfindungsgemäß.
Hautkosmetische Zubereitungen
Die erfindungsgemäßen Polymere können vorteilhaft auch in hautkosmetischen Zubereitungen eingesetzt werden.
Besonders bevorzugt werden die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Mitteln zur Reinigung der Haut verwendet. Solche Reinigungsmittel sind ausgewählt aus Stückseifen, wie Toilettenseifen, Kernseifen, Transparentseifen, Luxusseifen, Deosei- fen, Cremeseifen, Babyseifen, Hautschutzseifen, Abrasiveseifen und Syndets, flüssigen Seifen, wie pastöse Seifen, Schmierseifen und Waschpasten, und flüssigen Wasch-, Dusch- und Badepräparaten, wie Waschlotionen, Duschbädern und -gelen, Schaumbädern, Ölbädern und Scrub-Präparaten.
Shampoos sowie Wasch-, Dusch- und Badepräparate enthalten weiterhin Tenside. Bevorzugte anionische, amphotere und nichtionische Tenside sind beispielsweise in „Kosmetik und Hygiene von Kopf bis Fuß", Hrsg. W. Limbach, 3. Auflage, Wiley-VCH, 2004, S.131-134 genannt, worauf an dieser Stelle in vollem Umfang Bezug genommen wird.
Bevorzugt werden die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in kosmetischen Mitteln zur Pflege und zum Schutz der Haut, in Nagelpflegemitteln sowie in Zubereitungen für die dekorative Kosmetik angewendet.
Bevorzugt ist auch die Verwendung in Hautpflegemitteln, Intimpflegemitteln, Fußpflegemitteln, Deodorantien, Lichtschutzmitteln, Repellents, Rasiermitteln, Haarentfernungsmitteln, Antiaknemitteln, Make-up, Maskara, Lippenstifte, Lidschatten, Kajalstif- ten, Eyelinern, Rouges, Pudern und Augenbrauenstiften.
Die Hautpflegemittel liegen insbesondere als W/O- oder O/W-Hautcremes, Tag- und Nachtcremes, Augencremes, Gesichtscremes, Antifaltencremes, Feuchthaltecremes, Bleichcremes, Vitamincremes, Hautlotionen, Pflegelotionen und Feuchthaltelotionen vor.
Je nach Anwendungsgebiet können die erfindungsgemäßen Mittel in einer zur Hautpflege geeigneten Form, wie z.B. als Creme, Schaum, Gel, Stift, Pulver, Mousse, Milch oder Lotion appliziert werden.Als weitere erfindungsgemäße Zusammensetzungen seien beispielsweise hautkosmetische Zubereitungen genannt, insbesondere solche zur Pflege der Haut. Diese liegen insbesondere als W/O- oder O/W-Hautcremes, Tag- und Nachtcremes, Augencremes, Gesichtscremes, Antifaltencremes, Feuchthaltecremes, Bleichcremes, Vitamincremes, Hautlotionen, Pflegelotionen und Feuchthaltelotionen vor.
Weiterhin eignen sich die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen für hautkosmetische Zubereitungen wie Gesichtswasser, Gesichtsmasken, Deodorantien und andere kosmetische Lotionen und für die Verwendung in der dekorativen Kosmetik, beispiels-
weise als Abdeckstift, Theaterfarbe, in Mascara und Lidschatten, Lippenstiften, Ka- jalstiften, Eyelinern, Makeup, Grundierungen, Rouges und Pudern und Augenbrauenstiften.
Außerdem können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden in Nose-Strips zur Porenreinigung, in Antiaknemitteln, Repellents, Rasiermitteln, Haarentfernungsmitteln, Intimpflegemitteln, Fußpflegemitteln sowie in der Babypflege.
Die erfindungsgemäßen hautkosmetischen Zubereitungen können neben den Polyme- ren a) und b) und geeigneten Trägern noch weitere in der Hautkosmetik übliche Wirkstoffe und Hilfsstoffe, wie zuvor bei den haarkosmetischen Zubereitungen und nachfolgend beschrieben, enthalten.
Dazu zählen vorzugsweise Emulgatoren, Konservierungsmittel, Parfümöle, kosmetische Wirkstoffe wie Phytantriol, Vitamin A, E und C, Retinol, Bisabolol, Panthenol, na- türliche und synthetische Lichtschutzmittel, Bleichmittel, Färbemittel, Tönungsmittel, Bräunungsmittel, Collagen, Eiweißhydrolysate, Stabilisatoren, pH-Wert-Regulatoren, Farbstoffe, Salze, Verdicker, Gelbildner, Konsistenzgeber, Silikone, Feuchthaltemittel, Konditioniermittel, Rückfetter und weitere übliche Additive.
Den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch weitere herkömmliche Polymere zugesetzt werden, falls spezielle Eigenschaften eingestellt werden sollen. Zur Einstellung bestimmter Eigenschaften wie z. B. Veränderung des Anfassgefühls, des Spreitverhaltens, der Wasserresistenz und/oder der Bindung von Wirk- und HilfsStoffen wie Pigmenten, können die Zusammensetzungen zusätzlich auch weitere kon- ditionierende Substanzen auf Basis von Silikonverbindungen enthalten. Geeignete Silikonverbindungen sind beispielsweise Polyalkylsiloxane, Polyarylsiloxane, Polyarylal- kylsiloxane, Polyethersiloxane oder Silikonharze.
In einer Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen allerdings keine weiteren konditionierenden Polymere.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltend Polymer a) und Polymer b) sind geeignet, die Abscheidungsmenge und -geschwindigkeit sowie die Verweilzeit von in diesen erfindungsgemäßen Zusammensetzungen gegebenenfalls ebenfalls enthaltenen weiteren Wirkstoffen, wie beispielsweise Silikonen oder UV-Lichtschutzfiltern, auf der Haut und/oder dem Haar zu verstärken bzw. zu erhöhen. Substanzen oder Mittel, die solche Effekte besitzen, werden auch als Depositioning Aids bezeichnet.
US 6,998,113 beschreibt rinse-off-Zubereitungen, die dazu führen, dass die damit behandelte Haut effektiv vor UV-Strahlung geschützt wird. Einige der dort beschriebenen Zubereitungen enthalten kationische Polymere. Im Sinne der vorliegenden Erfindung können auch die erfindungsgemäßen Mischungen aus dem wenigstens einen kationischen Polymer a) und dem wenigstens einen wasserlöslichen Polymer b) in den Zube-
reitungen der US 6,998,113 verwendet werden. Insbesondere können die erfindungsgemäßen Mischungen für den von der US 6,998,1 13 genannten Zweck in Sonnen- schutz-Wasch- und Badepräparaten eingesetzt werden. Auf die Offenbarung der US 6,998,1 13 wird hiermit in vollem Umfang Bezug genommen.
Geeignete Silikone sind beispielsweise in der US 5,935,561 , Spalte 13, Z.64 bis Spalte 18, Z.61 dargestellt, worauf hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird. Stellvertretend seien genannt:
• Dimethicone
• Polyalkyl -oder Polyarylsiloxane (US 5,935,561 , Spalte 13, Formel I )
• Alkylamino substituierte Silikone (US 5,935,561 , Spalte 14, Formel Il (Amodi- methicone))
• Kationische Silikone (US 5,935,561 , Spalten 14 und 15, Formel III) • Trimethylsilylamodimethicone (US 5,935,561 , Spalte 15, Formel IV)
• Silikone gemäß US 5,935,561 , Spalte 15, Formel V
• cyclische Polysiloxane gemäß US 5,935,561 , Spalte 16, Formel VI
Meßmethoden
Bestimmung der K-Werte
Die K-Werte wurden nach Fikentscher, Cellulosechemie, Bd. 13, S. 58 bis 64 (1932) bei 25°C in wässriger Lösung gemessen und stellen ein Maß für das Molekulargewicht dar. Die Messlösungen der Polymere enthalten je 1g des jeweiligen Polymeren in 100 ml Lösung, wobei als Lösungsmittel voll entsalztes Wasser (VE-Wasser) verwendet wird. Die Messung der K-Werte erfolgte in einer Micro-Ubbelohde-Kapillare Typ M Ic der Fa. Schott.
Alle Proben wurden wie folgt behandelt: - Die jeweilige erfindungsgemäße Polymermischung wurde in einer Menge von ca.
0,5 Gew.-% in Wasser gelöst. Anschließend wurden die restlichen Inhaltsstoffe zugegeben und eine homogene Mischung hergestellt.
- Zur Feststellung einer etwaige Phasentrennung (Stabilitätsprüfung), wurden die so hergestellten Mischungen einem Zentrifugentest unterworfen; - die Mischungen wurden dann bis zu 3 Monate bei 400C gelagert und in regelmäßigen
Abständen durch Augenscheinnahme und Zentrifugentest auf ihre Stabilität bezüglich
Phasentrennung untersucht.
Nasskämmbarkeit
Bestimmung der Nasskämmbarkeit (europäische gebleichte Haartresse)
Rezeptur der Shampoos auf Basis der erfindungsgemäßen Polymermischungen 35,70g Texapon®NSO
12,50g Tego®Betain L 7
1 g 20 gew.-%ige wässrige Lösung der Polymermischung
0,10g Euxyl®K 100
1 ,00g NaCI ad 100g Wasser
Bestimmung Blindwert Nasskämmbarkeit
Vor der Bestimmung wurde eine Haartresse (Länge ca.24cm/Gewicht 2, 7-3, 3g) zunächst zweimal innerhalb einer Minute mit Texapon®NSO gewaschen und 1 Minute ausgespült und auf Filterpapier abgedrückt um eine definierte Nässe und Quellung der zu erreichen.
Danach wurde die Tresse so vorgekämmt, bis keine Verhakungen der Haare mehr vorhanden waren. Anschließend wurde die Tresse an der Halterung fixiert und mit der feinzinkigen Seite des Kammes in die feinzinkige Seite des Prüfkammes eingekämmt. Das Einlegen der Haare in den Prüfkamm erfolgte bei jeder Messung gleichmäßig und spannungsfrei. Die Messung wurde gestartet und mit Hilfe der Software EGRANUDO® (Fa. Frank) ausgewertet. Die Messung wurde 5-10 mal wiederholt. Die Messungen wurden im Klimaraum bei ca. 65% relativer Feuchte und 210C durchgeführt. Der errechnete Mittelwert wurde zusammen mit der Standardabweichung notiert.
Bestimmung Messwert Nasskämmbarkeit:
Nach der Bestimmung des Blindwertes wurden ca. 5 g des zu testenden Shampoos auf die zu prüfende Haaretresse aufgetragen, 1 Minute shampooniert, 1 Min. ausge- spült, auf Filterpapier abgedrückt und gekämmt. Die Messung der Kämmkraft erfolgte analog der zuvor beschriebenen Blindwertbestimmung.
Auswertung: Kämmkraftabnahme nass= 100-(Messwert*100/Blindwert); Angabe in %
Verwendete Geräte :
Zug/ Druck-Prüfgerät der Fa. Frank Digitalwaage (Oberschalenwaage)
Griff Während des Shampooniervorganges von 1 Minute (siehe oben „Bestimmung Messwert Nasskämmbarkeit") wird das Aufschäumverhalten, die Schaumcremigkeit, das Pflegeverhalten und das Schaumvolumen beurteilt. Danach wird die Tresse 1 Minute
unter fließendem Trinkwasser (Duschbrause) ausgespült. Mit einer Hand wird die Haartresse oben an der Naht unter die Duschbrause gehalten, mit der anderen Hand lässt man die Haare zwischen Daumen und Handinnenfläche von oben nach unten entlang gleiten. Durch das Tragen von Gummihandschuhen spürt man beim Entlang- gleiten, welchen Griff die Haare aufweisen.
Es erfolgt die subjektive Beurteilung des wachsigen Griffs (Silicongriff) der nassen Haare
- kein wachsiger Griff, (wie unbehandeltes Haar) bremsend (+) entspricht „schlecht"
- leicht wachsig, leichtes gleiten (++) entspricht „gut" - wachsig, sehr leichtes gleiten (+++) entspricht „sehr gut"
Die ausgespülte Haartresse wird zwischen Mittel und Zeigefinger abgestreift, auf Filterpapier abgedrückt, gekämmt und die Apparatur eingespannt. Beim Einkämmen in die Kämmvorrichtung sind Unterschiede festzustellen d.h. je wachsiger der Griff am Haar, um so geringer ist der Widerstand beim Einkämmen in den Prüfkamm. Die Messung der Kämmkraft erfolgt analog der Blindwertbestimmung.
Beispiele
Die in der folgenden Tabelle 3 beschriebenen Mischungen wurden hergestellt, in dem wässrige Lösungen der jeweiligen Polymere entsprechend der gewünschten Ge- Wichtsmengenverhältnisse unter Rühren vermischt wurden.
Nach dem Vermischen wurde noch soviel Wasser zugegeben, bis ein Feststoffgehalt der Lösung von etwa 30 Gew.-% erreicht war. Danach wurde die erhaltene Mischung noch eine weitere Stunde gerührt.
Tabelle 3: Beispiele für erfindungsgemäße Zusammensetzungen Gewichtsverhältnisse sind bezogen auf Feststoff.
*schl. = schlecht
Begriffserklärung zu Tabelle 3:
Lagerstabilität 1 : Shampoos sind nach 2 Wochen Lagerung bei 400C stabil Lagerstabilität 2: Shampoos sind nach 3 Monaten Lagerung bei 400C stabil Lagerstabilität 3: Shampoos sind nach 6 Monaten Lagerung bei 40°C stabil
wobei „stabil" bedeutet: optische Homogenität der Formulierung, d.h. weder sichtbare Mehrphasigkeit noch Partikel.
*Poly-DADMAC: 30 Gew.-% wässrige PolyDADMAC-Lösung mit K-Wert 90 (K-Wert gemessen als 1 gew.-%ige wässrige Lösung)
**Poly-DADMAC: 30 Gew.-% wässrige PolyDADMAC-Lösung mit K-Wert 81 (K-Wert gemessen als 1 gew.-%ige wässrige Lösung)
PoIy-VI: Polyvinylimidazol aus Beispiel 1 : Polyvinylimidazol mit K-Wert 27 (K-Wert gemessen als 1 gew.-%ige wässrige Lösung)
allgemein:
VP-VI-(x:y): Polymer aus Vinylpyrrolidon (VP) und Vinylimidazol (VI) im Gewichtsverhältnis x:y; VP-VI-(50:50) bedeutet demnach, dass 50 Gewichtsteile VP und 50 Ge- wichtsteile VI im Polymer eingebaut vorliegen.
VP-VI-(50:50) K-Wert 17: Polymer aus Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol im Gewichtsverhältnis 1 :1 mit K-Wert 17 (K-Wert gemessen als 1 gew.-%ige wässrige Lösung)
VI-VP-PEG K-Wert 38: Copolymer aus Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol copolymeri- siert in Gegenwart von Polyethylenglykol, wobei das Polymer einen K-Wert von 38 besitzt (K-Wert gemessen als 1 gew.-%ige wässrige Lösung)
VP-VI-(50:50) K-Wert 32: Polymer aus Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol im Gewichts- Verhältnis 1 :1 mit K-Wert 32 (K-Wert gemessen als 1 gew.-%ige wässrige Lösung).
VP-VI-(50:50) K-Wert 34: Polymer aus Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol im Gewichtsverhältnis 1 :1 mit K-Wert 34 (K-Wert gemessen als 1 gew.-%ige wässrige Lösung).
Transmission Bedingungen:
Messgerät: Dr. Lange Farbmessgerät, Modell Lico 200 Wellenlänge: 650 nm
Küvetten: 10 mm
Standart: Wasser 100% Transmision
Alle Lösungen bei 10% bis 40% Polymergehalt: Transmision > 98%
Beispiele kosmetischer Zusammensetzungen:
Haarkosmetische Zusammensetzung (allg.)
a) 0,01 bis 5 Gew.-% einer erfindungsgemäßen Mischung b) 25 bis 99,99 Gew.-% Wasser und/oder Alkohol c) 0 bis 95,99 Gew.-% weitere Bestandteile
Unter Alkohol sind alle in der Kosmetik üblichen Alkohole zu verstehen, z.B. Ethanol, Isopropanol, n-Propanol.
Unter weiteren Bestandteilen sind die in der Kosmetik üblichen Zusätze zu verstehen, beispielsweise Treibmittel, Entschäumer, grenzflächenaktive Verbindungen, d.h. Ten- side, Emulgatoren, Schaumbildner und Solubilisatoren. Die eingesetzten grenzflächen- aktiven Verbindungen können anionisch, kationisch, amphoter oder neutral sein. Weitere übliche Bestandteile können ferner sein z.B. Konservierungsmittel, Parfümöle, Trübungsmittel, Wirkstoffe, UV-Filter, Pflegestoffe wie Panthenol, Collagen, Vitamine, Eiweiß-hydrolysate, Alpha- und Beta-Hydroxycarbonsäuren, Chitosan, Eiweißhydroly- sate, Kosmetik-Polymere, Stabilisatoren, pH-Wert-Regulatoren, Farbstoffe, Viskositäts- regulierer, Gelbildner, Farbstoffe, Salze, Feuchthaltemittel, Rückfetter, Komplexbildner und weitere übliche Additive.
Shampooformulierung/Duschgelformulierung
Bevorzugte Shampooformulierungen oder Duschgelformulierungen enthalten
a) 0,01 bis 5 Gew.-% einer erfindungsgemäßen Mischung b) 25 bis 99,99 Gew.-% Wasser c) 0 - 5 Gew.-% eines weiteren Konditioniermittels d) 0 - 30 Gew.-% weitere kosmetische Bestandteile
In den Shampooformulierungen können zudem alle in Shampoos üblicherweise eingesetzten anionischen, neutralen, amphoteren oder kationischen Tenside verwendet werden mit den vorstehenden Maßgaben.
Beispiel 1 : Conditioner Shampoo mit PQ-10
35,70 g Sodium Laureth Sulfate
6,50 g Cocamidopropyl Betaine 0,20 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,40 g Polyquaternium-10
0,10 g Konservierungsmittel
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl ad 100 g Aqua dem.
Gute Conditioner Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung ge- maß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 2: Conditioner Shampoo mit GHTC
35,70 g Sodium Laureth Sulfate
6,50 g Cocamidopropyl Betaine
0,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,20 g Guarhydroxypropyltrimonium Chloride
0,10 g Konservierungsmittel 0,10 g Parfumöl / etherisches Öl ad 100 g Aqua dem.
Gute Conditioner Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Bei- spiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 3: Conditioner Shampoo mit Polyquaternium
35,70 g Sodium Laureth Sulfate 6,50 g Cocamidopropyl Betaine
0,20 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,30 g Polyquaternium-44 oder Polyquaternium-67
0,10 g Konservierungsmittel
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl ad 100 g Aqua dem.
Gute Conditioner Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 4: Shampoo
Phase A
15,00 g Cocamidopropyl Betaine
10,00 g Disodium Cocoamphodiacetate
5,00 g Polysorbate 20
5,00 g Decyl Glucoside
0,20 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl q.s. Konservierungsmittel
2,00 g Laureth-3 add 100 Aqua dem. q.s. Citric Acid
Phase B
3,00 g PEG-150 Distearate
Herstellung
Komponenten der Phase A einwiegen und lösen; pH-Wert auf 6-7 einstellen. Phase B zugeben und auf 500C erwärmen. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen unter Rühren.
Gute Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 5: Shampoo
30,00 g Sodium Laureth Sulfate
6,00 g Sodium Cocoamphoacetate
0,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
3,00 g Sodium Laureth Sulfate, Glycol Distearate, Cocamide MEA,
Laureth-10
2,00 g Dimethicone q.s. Parfüm q.s. Konservierungsmittel q.s. Citric Acid
1 ,00 g Sodium Chloride add 100 Aqua dem.
Gute Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 6: Duschgel
20,00 g Ammonium Laureth Sulfate 15,00 g Ammonium Lauryl Sulfate
0,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,50 g Polyquaternium-7
2,50 g Sodium Laureth Sulfate, Glycol Distearate, Cocamide MEA,
Laureth-10
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl q.s. Konservierungsmittel 0,50 g Sodium Chloride add 100 Aqua dem.
Gute Duschgele werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 7: Duschgel
40,00 g Sodium Laureth Sulfate
5,00 g Decyl Glucoside
5,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
1 ,00 g Panthenol
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl q.s. Konservierungsmittel q.s. Citric Acid
2,00 g Sodium Chloride add 100 Aqua dem.
Gute Duschgele werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 8: Shampoo
12,00 g Sodium Laureth Sulfate
1 ,50 g Decyl Clucoside 0,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
5,00 g Coco-Glucoside Glyceryl Oleate
2,00 g Sodium Laureth Sulfate, Glycol Distearate, Cocomide MEA,
Laureth-10 q.s. Konservierungsmittel q.s. Sunset Yelow C. I. 15 985
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
1 ,00 g Sodium Chloride ad 100 Aqua dem.
Gute Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Mischungen eignen sich auch in Haarstyling-Zubereitungen, insbesondere Haarschäume (Aerosolschäume mit Treibgas und Pumpschäume ohne Treibgas), Haarsprays (Pumpssprays ohne Treibgas) und Haargele.
Treibmittel sind die üblich verwendeten Treibmittel. Bevorzugt sind Gemische aus Pro- pan/Butan, Pentan, Dimethylether, 1 ,1-Difluorethan (HFC-152 a), Kohlendioxid, Stick- stoff oder Druckluft.
Aerosolhaarschaum
a) 0,1 bis 10 Gew.-% eines Kosmetik-Polymers b) 55 bis 99,8 Gew.-% Wasser und/oder Alkohol c) 5 bis 20 Gew.-% eines Treibmittels d) 0,1 bis 5 Gew.-% der erfindungsgemäßen Mischung e) 0 bis 10 Gew.-% weitere Bestandteile
Als weitere Bestandteile können unter anderem alle in Haarschäumen üblicherweise eingesetzten Emulgatoren verwendet werden. Geeignete Emulgatoren können nichtionisch, kationisch bzw. anionisch oder amphoter sein.
Beispiele für nichtionische Emulgatoren (INCI-Nomenklatur) sind Laurethe, z.B. Lau- reth-4; Cetethe, z.B. Cetheth-1 , Polyethylenglycolcetylether; Cetearethe, z.B. Cethea- reth-25, Polyglycolfettsäureglyceride, hydroxyliertes Lecithin, Lactylester von Fettsäuren, Alkylpolyglycoside.
Beispiele für kationische Emulgatoren sind Cetyldimethyl-2-hydroxyethyl- ammoniumdihydrogenphosphat, Cetyltrimoniumchlorid, Cetyltrimmoniumbromid, Co- cotrimoniummethylsulfat, Quaternium-1 bis x (INCI).
Anionische Emulgatoren können beispielsweise ausgewählt werden aus der Gruppe der Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate, Alkylsuccinate, Alkylsulfosuccinate, N-Alkoylsarkosinate, Acyltaurate, Acylisethionate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Alkylethercarboxylate, Alpha-Olefinsulfonate, insbesondere die Alkali- und Erdalkalimetallsalze, z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, sowie
Ammonium- und Triethanolamin-Salze. Die Alkylethersulfate, Alkyletherphosphate und Alkylethercarboxylate können zwischen 1 bis 10 Ethylenoxid oder Propylenoxid- Einheiten, bevorzugt 1 bis 3 Ethylenoxid-Einheiten im Molekül aufweisen.
Eine erfindungsgemäß für Styling-Gele geeignete Zubereitung kann beispielsweise wie folgt zusammengesetzt sein:
Beispiel 9: Aerosolhaarschaum
2.00 g Cocotrimonium Methosulfate
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
3,50 g Festigerpolymer z.B. Polyquaternium-46, PQ-44, VP/Methacrylamide/ Vinyl
Imidazole Copolymer, etc.
0,80 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 q.s. Preservative
75,00 g Wasser dem.
10,00 g Propane/Butane (3.5 bar)
Gute Aerosolhaarschäume werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Stylinggel
a) 0,1 bis 10 Gew.-% eines Kosmetik-Polymers b) 60 bis 99,85 Gew.-% Wasser und/oder Alkohol c) 0,05 bis 10 Gew.-% eins Gelbildners d) 0,1 bis 5 Gew.-% der erfindungsgemäßen Mischung e) 0 bis 20 Gew.-% weitere Bestandteile
Als Gelbildner können alle in der Kosmetik üblichen Gelbildner eingesetzt werden. Hierzu zählen leicht vernetzte Polyacrylsäure, beispielsweise Carbomer (INCI), CeIIu-
losederivate, z.B. Hydroxypropylcellulose, Hydroxyethylcellulose, kationisch modifizierte Cellulosen, Polysaccharide, z.B. Xanthum Gummi, Caprylic/Capric Triglyceride, So- dium acrylates Copolymer, Polyquaternium-32 (and) Paraffinum Liquidum (INCI), Sodi- um Acrylates Copolymer (and) Paraffinum Liquidum (and) PPG-1 Trideceth-6, Acryla- midopropyl Trimonium Chloride/Acrylamide Copolymer, Steareth-10 AIIyI Ether Acrylates Copolymer, Polyquaternium-37 (and) Paraffinum Liquidum (and) PPG-1 Trideceth- 6, Polyquaternium-37 (and) Propylene Glycole Dicaprate Dicaprylate (and) PPG-1 Trideceth-6, Polyquaternium-7, Polyquaternium-44, Polyquaternium-67.
Gute Stylinggele werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 10: Haarstylinggel
Phase A
0,50 g Carbomer oder Acrylat.es/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
86,40 g Wasser dem.
Phase B
0,70 g Triethanolamine
Phase C
6,00 g Festigerpolymer z.B. VP/Methacrylamide/Vinyl Imidazole Copolymer
5,00g PVP
0,20 g PEG-25 PABA
0,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl q.s. PEG-14 Dimethicone q.s. Konservierungsmittel
0,10 g Tocopheryl Acetate
Gute Stylinggele werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 11 : Haarstylinggel
Phase A
0,50 g Carbomer oder Acrylates/C10-30 Alkyl Ac 91 ,20 g Wasser dem.
Phase B
0,90 g Tetrahydroxypropyl Ethylenediamine
Phase C
7,00 g VPA/A Copolymer
0,40 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,20 g Parfumöl / etherisches Öl q.s. Konservierungsmittel 0,10 g Propylene Glycol
Gute Stylinggele werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 12: Hair Wax Cream
6,00 g Caprylic/Capric Triglyceride
3,00 g Glyceryl Stearate 2,00 g Cetyl Alcohol
3,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,50 g Cremophoer A6
0,70 g Cremophor A25
0,50 g Dimethicone 0,50 g Vitamin E Acetate
2,00 g Caprylic/Capric Triglyceride and Sodiumacrylates Copolymer
1 ,00 g D-Panthenol USP
0,10 g EDTA
10,00 g Festigerpolymer q.s. Konservierungsmittel ad 100 g Wasser dem.
Gute Hair Wax Creams werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 11 verwendet werden.
Beispiel 13: Haarpudding
3,00 g Kollicoat lR (BASF) q.s. Konservierungsmittel
2,00 g Festigerpolymer
4,00 g Acrylates/beheneth-25 Methacrylate Copolymer
0,70 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,50 g Dimethicone Copolyol
0,10 g EDTA
0,20 g Benzophenone-4 ad 100 g Wasser dem.
Gute Haarpuddings werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 14: Sprühgel
Phase A
1 ,25 g Festigerpolymer 96,15 g Aqua dem.
Phase B
0,70 g Acrylates/Steareth-20 Itaconate Copolymer
0,10 g Propylene Glycol 0,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,10 g Glycerin
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl q.s. Konservierungsmittel
Phase C
0,70 g Triethanolamine
Gute Sprühgele werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Eine erfindungsgemäß für Styling-Sprays geeignete Zubereitung kann beispielsweise wie folgt zusammengesetzt sein:
Beispiel 15: Pumphaarspray
1 1 ,20 g PEG/PPG-25/25 Dimethicone/Acrylates Copolymer
2,80 g VPA/A Copolymer 1 ,34 g Aminomethyl Propanol
0,30 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl 1 1 ,26 g Aqua dem. 73,00 g Alcohol
Gute Pumphaarsprays werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 16: Pumphaarspray VOC55
2,00 g VP/Methacrylamide/ Vinyl Imidazole Copolymer 1 ,90 g Polyquaternium-46 2,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 0,10 g Parfumöl / etherisches Öl 55,00 g Alcohol 39,00 g Aqua dem.
Gute Pumphaarsprays VOC 55 werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Bei- spiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Hautkosmetische Zusammensetzungen
Beispiel 17: Flüssiges Makeup
Phase A
1 ,70 g Glyceryl Stearate
1 ,70 g Cetyl Alcohol
1 ,70 g Ceteareth-6 1 ,70 g Ceteareth-25
5,20 g Caprylic/Capric Triglyceride
5,20 g Mineral OiI oder Luvitol® Lite (INCI Hydrogenated Polyisobuten)
Phase B q.s. Konservierungsmittel
4,30 g Propylene Glycol
2,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
59,50 g Aqua dem.
Phase C 0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
Phase D
2,00 g Iran Oxides 12,00 g Titanium Dioxide
Gute Flüssig-Make-ups werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 18: Eyeliner
Phase A
40,60 g dest. Wasser
0,20 g Disodium EDTA q.s. Konservierungsmittel
Phase B
0,60 g Xanthan Gum
0,40 g Veegum
3,00 g Butylene Glycol
0,20 g Polysorbate-20
Phase C
15,00 g Iron oxide / AI Powder / Silica (z.B. Sicopearl® Fantastico Gold von BASF)
Phase D
10,00 g Aqua dem.
25,00 g Festigerpolymer (z.B. Polyurethane-1 oder VP/Methacrylamide/ Vinyl
Imidazole Copolymer, etc.) 5,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
Gute Eyeliner werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 19: Sonnenschutz-Gel
Phase A
0,90 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
8,00 g Octyl Methoxycinnamate
5,00 g Octocrylene 0,80 g Octyl Triazone
2,00 g Butyl Methoxydibenzoylmethane
2,00 g Tocopheryl Acetate
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
Phase B
0,30 g Acrylates/C 10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
0,20 g Carbomer
5,00 g Glycerin
0,20 g Disodium EDTA q.s. Konservierungsmittel
75,30 g Aqua dem.
Phase C
0,20 g Sodium Hydroxide
Gute Sonnenschutzgele werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 20: Sonnenschutzemulsion mit TiC^ und Znθ2
Phase A
1 ,00 g PEG-7 Hydrogenated Castor OiI
5,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 2,00 g PEG-45/Dodecyl Glycol Copolymer
3,00 g Isopropyl Myristate
7,90 g Jojoba (Buxus Chinensis) OiI
4,00 g Octyl Methoxycinnamate
2,00 g 4-Methylbenzylidene Camphor 3,00 g Titanium Dioxide, Dimethicone
1 ,00 g Dimethicone
5,00 g Zinc Oxide, Dimethicone
Phase B 0,20 g Disodium EDTA 5,00 g Glycerin q.s. Konservierungsmittel 60,80 g Aqua dem.
Phase C 0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
Gute Sonnenschutzemulsionen werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 21 : Gesichtswasser
Phase A
3,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
0,30 g Bisabolol
Phase B
3,00 g Glycerin
1 ,00 g Hydroxyethyl Cetyldimonium Phosphate
5,00 g Whitch Hazel (Hamamelis Virginiana) Distillate
0,50 g Panthenol q.s. Konservierungsmittel
87,60 g Aqua dem.
Gute Gesichtswässer werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Ta- belle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 22: Gesichtswaschpaste mit Peelingeffekt
Phase A 73,00 g Aqua dem.
1 ,50 g Carbomer q.s. Konservierungsmittel
Phase B q.s. Parfümöl
7,00 g Potassium Cocoyl Hydrolyzed Protein
4,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
Phase C
1 ,50 g Triethanolamine
Phase D 13,00 g Polyethylene (Luwax A™ von BASF)
Gute Gesichtswaschpasten werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 23 : Seife
Phase A
25,00 g Potassium Cocoate
20,00 g Disodium Cocoamphodiacetate
2,00 g Lauramide DEA
1 ,0 g Glycol Stearate
2,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
50,00 g Aqua dem. q.s. Citric Acid
Phase B q.s. Konservierungsmittel
0,10 g Parfümöl / etherisches Öl
Gute Seifen werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 11 verwendet werden.
Beispiel 24: Gesichtsreinigungsmilch Typ O/W
Phase A
1 ,50 g Ceteareth-6
1 ,50 g Ceteareth-25
2,00 g Glyceryl Stearate
2,00 g Cetyl Alcohol
10,00 g Mineral OiI
Phase B
5,00 g Propylene Glycol q.s. Konservierungsmittel 1 ,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
66,30 g Aqua dem.
Phase C
0,20 g Carbomer
10,00 g Cetearyl Octanoate
Phase D
0,40 g Tetrahydroxypropyl Ethyli
Phase E
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
0,10 g Bisabolol
Gute Gesichtsreinigungsmilche werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 25: Transparente Seife
4,20 g Sodium Hydroxide
3,60 g dest. Wasser
10,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
22,60 g Propylene Glycol
18,70 g Glycerin
5,20 g Cocoamide DEA
2,40 g Cocamine Oxide
4,20 g Sodium Lauryl Sulfate
7,30 g Myristic Acid
16,60 g Stearic Acid
5,20 g Tocopherol
Gute transparente Seifen werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 26: Rasierschaum
6,00 g Ceteareth-25
5,00 g Poloxamer 407
52,00 g Aqua dem.
1 ,00 g Triethanolamine
5,00 g Propylene Glycol
1 ,00 g PEG-75 Lanolin OiI
5,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 q.s. Konservierungsmittel
0,10 g Parfumöl / etherisches Öl
25,00 g Sodium Laureth Sulfate
Abfüllung: 90 Teile Wirksubstanz und 10 Teile Propan/Butan-Mischung 25:75.
Gute Rasierschäume werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Ta- belle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 27: After Shave Balsam
Phase A
0,25 g Acrylates/C 10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
1 ,50 g Tocopheryl Acetate
0,20 g Bisabolol
10,00 g Caprylic/Capric Triglyceride q.s. Parfüm
1 ,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
Phase B
1 ,00 g Panthenol
15,00 g Alcohol
5,00 g Glycerin
0,05 g Hydroxyethyl Cellulose
1 ,90 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
64,02 g dest. Wasser
Phase C
0,08 g Sodium Hydroxide
Gute After-Shave-Balsams werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 28 : Pflegecreme
Phase A
2,00 g Ceteareth-6
2,00 g Ceteareth-25
2,00 g Cetearyl Alcohol
3,00 g Glyceryl Stearate SE
5,00 g Mineral OiI
4,00 g Jojoba (Buxus Chinensis) OiI
3,00 g Cetearyl Octanoate
1 ,00 g Dimethicone
3,00 g Mineral OiI, Lanolin Alcohol
Phase B
5,00 g Propylene Glycol
0,50 g Veegum
1 ,00 g Panthenol
1 ,70 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
6,00 g Polyquaternium-44 q.s. Konservierungsmittel
60,80 g Auqa dem.
Phase C q.s. Parfüm
Gute Pflegecremes werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Mund- und Zahnpflegezubereitungen
Beispiel 29: Zahnpaste
Phase A
34,79 g Aqua dem.
3,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
20,00 g Glycerin
0,76 g Sodium Monofluorophosphate
Phase B 1 ,20 g Sodium Carboxymethylcellulose
Phase C
0,80 g Aromaöl
0,06 g Saccharin q.s. Konservierungsmittel
0,05 g Bisabolol
1 ,00 g Panthenol
0,50 g Tocopheryl Acetate
2,80 g Silica
1 ,00 g Sodium Lauryl Sulfate
7,90 g Dicalciumphosphate Anhydrate
25,29 g Dicalciumphosphate Dihydrate
0,45 g Titanium Dioxide
Gute Zahnpasten werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 30: Mundwasser
Phase A
2,00 g Aromaöl
4,50 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
1 ,00 g Bisabolol
30,00 g Alcohol
Phase B
0,20 g Saccharin
5,00 g Glycerin q.s. Konservierungsmittel
5,00 g Poloxamer 407
52,30 g Aqua dem.
Gute Mundwässer werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 37: Prothesenhaftmittel
Phase A 0,20 g Bisabolol
1 ,00 g Beta-Carotene q.s. Aromaöl
20,00 g Cetearyl Octanoate
5,00 g Silica 33,80 g Mineral OiI
Phase B
5,00 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 35,00 g PVP (20%ige Lösung in Wasser)
Gute Prothesenhaftmittel werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 38: Flüssige Seife
15,0 g Kokosfettsäure, Kaliumsalz
3,0 g Kaliumoleat
5,0 g Luvitol®Lite (BASF) 2,0 g Polymer Vinylpyrrolidon/Stearylmethacrylat 70/30 Gew.-%
(K-Wert 47; 1 % in Isopropanol)
1 ,0 g Glycerinstearat
0,5 g der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1
2,0 g Ethylenglycoldistearat ad 100 Spezifische Zusätze, Komplexierungsmittel, Duftstoffe, Wasser
Gute Flüssigseifen werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 11 verwendet werden.
Beispiele 39-41 : Conditionier Shampoo mit Perlglanz Angaben in Gew.-%
Gute Conditionier Shampoos mit Perlglanz werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 11 verwendet werden.
Beispiele 42-46: Formulierungen zum Duschen, Waschen, Baden Angaben in Gew.-%
Gute Formulierungen zum Duschen, Waschen, Baden werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Die folgenden Beispiele werden beispielsweise hergestellt, wie in US 6,451 ,300, Spalten 31 und 32 beschrieben.
3 PEG Mw ca. 4*106 g/mol
4 Zinkpyrithion mit mittlerer Teilchengröße von ca. 2,5 μm;
5 Puresyn 6 (Hydrogenated Polydecene)
6 Mobil®P43
7 Visasil®330.000 cSt (General Electric Silicones).
Gute Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
4 Polyox®WSR N-750
5 Polyox®WSR N-301
6 Zinkpyrithion mit mittlerer Teilchengröße von ca. 2,5 μm;
7 Puresyn 6 (Hydrogenated Polydecene)
8 Mobil®P43
9 Visasil®330.000 cSt (General Electric Silicones)
Gute Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
10 Zinkpyrithion mit mittlerer Teilchengröße von ca. 2,5 μm; 7 Puresyn 6 (Hydrogenated Polydecene) 8 Mobil®P43
9 Visasil®330.000 cSt (General Electric Silicones)
Gute Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.
Beispiel 51 Hair Repair Shampoo "Smooth & Silky"
Herstellung: zur gemischten Phase A die Komponenten der Phase B nacheinander zugeben und so lange rühren, bis alle Komponenten vollständig gelöst sind. Eigenschaften: pH-Wert 6.5, Viskosität: 9,000 mPa«s (Brookfield DV II+ sp. 4/20 Upm)
Gute Shampoos werden auch erhalten, wenn anstelle der Mischung gemäß Tabelle 3, Beispiel 1 eine oder mehrere der Mischungen gemäß Tabelle 3, Beispiele 2 bis 1 1 verwendet werden.