Beschreibung
Maskenband mit einer Folie aus PVC
Die vorliegende Erfindung betrifft ein dehnbares selbstklebendes Maskenband auf Basis von weichgemachter PVC-T rägerfolie insbesondere zum vorübergehenden Abdecken (Maskieren) von Flächen vor weiterem Bearbeiten wie Sandstrahlen oder Lackieren und zur Erzeugung von Strukturen wie gerade Linien oder gebogene Kurven, Buchstaben oder Logos.
Ein selbstklebendes Maskenband, im Folgenden auch als Maskenklebeband bezeichnet, soll einige wesentliche Eigenschaften aufweisen, damit es die besonderen, an das Band gestellten Anforderungen erfüllt. Leichte Dehnbarkeit beim Kurvenkleben (das heißt eine nicht zu hohe Maximal- beziehungsweise Reißkraft) bei gleichzeitig hohem E-Modul (durch die Kraft bei 1 %-Dehnung abgeschätzt) im Bereich der Kräfte, die während des Abrollens oder der Applikation auf geraden Strecken auftreten, keinerlei beziehungsweise minimale Rückschrumpfneigung im verklebten Zustand sowie eine geringe Dicke sind wichtige Hauptanforderungen, um eine scharfe und gleichmäßige Lackkante auf gewölbten Oberflächen erzeugen zu können sowie um eine saubere Verklebung in Ku rven zu ermöglichen . U m ein Schru mpfen der verstreckten Bereiche des Maskenklebebandes, wie sie in den Außenbereichen bei Verklebungen um enge Kurven sowie bei der Applikation auf sphärischen Oberflächen entstehen, zu vermeiden, muss die Trägerfolie diese Spannungen innerhalb kurzer Zeit abbauen. Das setzt voraus, dass die Trägerfolie eine große Neigung zur Relaxation besitzt.
Vom Verarbeiter ist ebenfalls eine leichte Handeinreißbarkeit bei der Applikation gewünscht, um eine schnelle und leichte Verarbeitbarkeit des Maskenklebebandes zu erreichen. Von einem Maskenband wird insbesondere erwartet, dass es weder den zu maskierenden Untergrund, auf dem es verklebt wi rd, noch die aufzubringende Lackschicht nachteilig beeinflusst (schädigt). Das bedeutet insbesondere, dass der
Untergrund nach dem Entfernen des Maskenbandes keine Verfärbungen, mechanische Deformationen oder Rückstände des Maskenbandes (das heißt aus dem Klebstoff oder der Folie) aufweist, denn die Funktion eines Maskenbandes liegt gerade darin, den Untergrund zu schützen.
Bisher werden für diese Anwendung Maskenklebebänder mit einem Träger aus Papier und selten aus Folie verwendet. Maskenbänder aus Papier weisen in der Regel keinen negativen Einfluss auf den zu maskierenden Untergrund noch auf die aufzubringende Lackschicht auf. Sie sind jedoch für kleine Verklebungsradien nicht geeignet, da sie nicht hinreichend dehnbar sind. Bei Verwendung von hochgekrepptem Papier können zwar etwas kleinere Radien erreicht werden, jedoch verursacht die starke Kreppung unsaubere Lackkanten. Für größere Kunststoffteile wie KFZ-Stoßfänger sind Papiermaskenbänder nicht geeignet, da sie nicht hinreichend nachgiebig sind, wenn sich die maskierten Teile beim Durchlauf durch einen Lackierofen stark thermisch ausdehnen.
Bei Verwendu ng von orientierten (gereckten) Folien aus Polyester, Hart-PVC, Polyethylen oder Polypropylen ist die Dehnbarkeit wie bei Papier zu gering. Nicht gereckte dehnbare Folien aus Polyolefinen wie Polyethylen oder Propylencopolymeren sind nicht handeinreißbar. Sie weisen zudem nach Dehnung bei Kurvenverklebung einen Rückschrumpf insbesondere bei höheren Anwendungstemperaturen auf. Weich-PVC- Trägerfolien hingegen können beim Erwärmen schrumpferzeugende Spannungen abbauen, enthalten jedoch viele migrationsfähige Rohstoffe, welche den Untergrund schädigen können. Durch fortschreitende technologische Verbesserungen der KFZ- Lackieru ng hat d ie Empfind lich keit gegen Schädigu ng d u rch Maskenbänder zugenommen. Dies gilt insbesondere für Hochglanzlacke.
Klebebänd er auf Basis von Weich-PVC-Folien werden zum Beispiel in der GB 2, 171 , 712 A1 beschrieben. Solche Weich-PVC-Klebebänder enthalten ein PVC- Homopolymer sowie ca. 36 bis 52 phr eines Monomerweichmachers (in der Regel auf Phthalatbasis), sie werden als Isolierbänder eingesetzt. Unter phr (parts per hundred resin) werden - und dies gilt für die gesamte Offenbarung - Gew.-Teile eines Additivs bezogen 1 00 Gew.-Teile PVC-Polymer verstanden. Diese Weich-PVC-Klebebänder haben üblicherweise eine hohe Zähigkeit, Reißkraft und Reißdehnung, so dass ein Abreißen des Maskenklebebandes ohne technische Hilfsmittel wie Scheren oder Messer
nur schwer möglich ist, eine leichte Handeinreißbarkeit bei der Applikation ähnlich wie bei einem Papiermaskenband ist aber vom Verarbeiter gewünscht. Ein besonders gravierender Nachteil sind Klebstoffrückstände durch Erweichung des Haftklebers durch migrationsfähige Weichmacher wie Dioctyl- oder Diisononylphthalat, vor allem wenn das Klebeband vor dem Abziehen in einem Lackierofen erwärmt wurde. Die relativ hohe Kraft bei 1 %-Dehnung führt beim Abrollen zu deutlicher Dehnung des Produktes und damit zu erhöhtem Rückschrumpf.
S etzt m a n a n ste l l e vo n M o n o m e rwe i c h m a c h e r e i n e n migrationsarmen Polymerweichmacher in einer Menge von 30 phr oder weniger ein, ist das Maskenband handeinreißbar, a ber so spröd e, dass bei der Folienherstellung und beim Wiederabziehen des Maskenbandes sehr häufig Abrisse auftreten.
Stand der Technik sind Maskenklebebänder mit einer PVC-Folie aus einem üblichen PVC-Polymer und einem Polymerweichmacher mit einer Menge von mehr als 40 phr und einen Barium-Cadmium-Stabilisator. Diese Maskenklebebänder neigen zwar nicht zu weichmacherbedingten Rückständen, lassen sich aber noch schwerer abreißen als
Folien mit Monomerweichmacher. Diese Maskenklebebänder sind außerdem aufgrund ihrer hohen Rückschrumpfneigung bei Anwendung auf stark gekrümmten Oberflächen und bei Verklebungen in Kurven mit einem engen Radius nicht befriedigend. Bei erhöhten Temperaturen im Einbrennprozess des Lackes wird dadurch ein Lösen des
Maskenklebebandes aus Vertiefungen und Sicken sowie Abheben von gedehnten
Kanten in Kurven beobachtet. Das führt zu Farbunterläufern und unsauberen Lackkanten sowie abgescherten Klebmasseresten an den Enden des Klebebandes (dort wo sich das Klebeband durch Schrumpf zurückgezogen hat).
Kombinationen aus Polymer- und Monomerweichmacher sind für PVC-lsolierbänder für Hochtemperaturisolieranwendungen bekannt. Bei einer Menge von 5 phr Monomerweichmacher oder mehr können Klebstoffrückstände auftreten. Im Übrigen sind bei solchen Weichmacherkombinationen die von Polymerweichmachern verursachten Probleme zu finden.
Nachfolgend werden zwei Patentveröffentlichungen erwähnt, die Maskenbänder mit
Polymerweichmacher und Barium-Zink-Stabilisator beschreiben, welche verbesserte mechanische Eigenschaften aufweisen sollen. Der jeweils verwendete Stabilisator
Baerostab UBZ 639 enthält wie die anderen marktüblichen Barium-Zink-Stabilisatoren erhebliche Mengen an Phosphit. In der Regel handelt es sich um Tris(nonylphenyl)phosphit, welches als CMR-Rohstoff künftig in der EU nicht mehr eingesetzt werden kann. Phosphite können, wie festgestellt worden ist, Ghosting auf dem maskierten Untergrund verursachen und sollten daher vermieden werden. Unter Ghosting wird verstanden, dass auf der vormals verklebten Oberfläche nichtklebrige aber visuell wahrnehmbare Rückstände durch Beobachtung in flachem Winkel gegen eine Lichtquelle erkennbar sind. Ghosting ist auf dunklen Lackuntergründen besonders gut sehen.
Die EP 1 626 074 A1 beschreibt Maskenbänder mit guter Handeinreißbarkeit durch die Verwendung von PVC mit sehr niedrigem K-Wert. Ein solches PVC mit niedrigem Molekulargewicht verringert die mechanische Festigkeit der Folie derart, dass die technische Umsetzung an häufigen Abrissen der Folie im Kalanderabzug scheitert.
Wesentlicher Gedanke der E P 1 362 881 A1 ist der Zusatz eines mit PVC unverträglichen oder vernetzten Polymers zur Erzielung besserer Handeinreißbarkeit. Bei geeigneter Formulierung von Folie und Klebemasse können größere Rückstände auf klassischen Kunstharzdecklacken (bei 2-Schichtlackierung) vermieden werden. Auf neueren 1 -Schichtlacken tritt jedoch Ghosting auf. Es ist festgestellt worden, dass dies durch Phosphitkomponente des in beiden Patentveröffentlichungen eingesetzten Stabilisators Baerostab UBZ 639 verursacht wird. Auf weniger kritischen Lacken oder bei geringeren Einbrenntemperaturen kann auch ein phosphithaltiger Stabilisator Ghosting frei sein oder zumindest ist das Ghosting durch Abwischen mit einem mit Lösungsmittel getränkten Tuch leicht entfernbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Maskenklebeband mit einem Trägermaterial auf PVC- Basis zur Verfügung zu stellen, welches keine Klebemasserückstände und kein Ghosting verursacht, wenn das Maskenklebeband auf der zu schützenden Lackschicht einer thermischen Belastung im Lackierofen unterworfen wird und dann bei Raumtemperatur abgezogen wird.
Darüber hinaus soll das Trägermaterial des Maskenklebebands eine schwere Anfangsdehnbarkeit (unter Kräften des Abrollens und Applizierens) bei gleichzeitiger
leichter Verformbarkeit mit geringer Rückschrumpfneigung und einer leichten Handeinreißbarkeit aufweisen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Maskenklebeband, wie es im Hauptanspruch niedergelegt ist. Gegenstand der Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstands. Des Weiteren umfasst die Erfindung Verwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Maskenklebebands.
Demgemäß betrifft die Erfindung ein Maskenklebeband aus einem bahnförmigen PVC- Trägermaterial (Folie) und einer darauf einseitig aufgebrachten Haftkleberbeschichtung, wobei das Trägermaterial folgende Bestandteile enthält a) ein PVC-Polymer mit einem K-Wert von 58 bis 90, vorzugsweise 65 bis 80, weiter vorzugsweise 70 bis 80, b) 20 bis 55 phr Weichmacher, vorzugsweise Polymerweichmacher und c) 0,2 bis 8 phr, vorzugsweise 1 bis 5 phr eines phosphitfreien PVC-Stabilisators.
Für den Fachmann überraschend und nicht vorhersehbar kann ein derartiges Maskenklebeband die gestellten Aufgaben lösen.
Klassische PVC-Stabilisatoren enthalten Verbindungen von Blei wie zum Beispiel dreibasisches Bleisulfat oder Cadmium wie zum Beispiel Cadmiumstearat oder -octoat. Diese enthalten zum Teil einen Phosphit-Zusatz wie Bleiphosphit. Sie entsprechen künftig aber nicht mehr den gewachsenen ökologischen Ansprüchen.
Dibutylzinnstabilisatoren werden für die Herstellung von Hart-PVC-Folien zum Beispiel für Verpackungsklebebänder eingesetzt, sind aber bei Weich-PVC-Folien nicht üblich. Sie kommen ohne Phosphit-Zusatz aus. Sie weisen als Nachteil einen unangenehmen Geruch im Fertigprodukt auf. Als so genannte CMR-Rohstoffe wird die Verwendung von Zinnstabilisatoren im Rahmen von REACh (EU-Chemikalienverordnung) eingeschränkt. I n der Regel werden und wurden in der Vergangenheit Dibutylzinnstabilisatoren verwendet, welche künftig überhaupt nicht mehr eingesetzt werden können.
Maskenbänder mit Zinnstabilisatoren führen bei Polyurethanklarlacken (Decklacke auf den Farblacken) zu Lackierungsfehlern. In der Umgebung des Maskenklebebandes
bekommt der aufgetragene Polyurethanlack eine orangenschalenähnliche Oberflächenstruktur. Vermutlich verdampft der Stabilisator und wirkt in der Umgebung als Vernetzungskatalysator auf den härtenden Polyurethanlack ein.
Daher werden erfindungsgemäß Stabilisatoren bevorzugt, welche nicht nur kein Phosphit enthalten, sondern vorzugsweise auch frei von Blei, Cadmium oder Zinn oder frei von Blei und Cadmium und vorzugsweise auch frei von Zinn sind. Besonders bevorzugt werden Stabilisatoren auf Basis von Calcium und Zink. Organische phosphitfreie Stabilisatoren sind prinzipiell geeignet, jedoch bisher in Weich-PVC technisch wenig erprobt und auch ökologisch noch nicht abschließend bewertet. Die Verwendung von epoxidierten Fettsäurederivaten wie epoxidiertem Sojabohnenöl als Costabilisator ist möglich, aber wegen der Migrationsneigung analog den Monomerweichmachern in der Menge zu begrenzen oder zu vermeiden.
Der Träger enthält vorzugsweise einen Gehalt von weniger als 5 phr, vorzugsweise we n i g e r a l s 1 p h r M o n o m e rweichmacher, dadurch sinkt das Risiko von Masserückständen durch Kohäsionsbruch. Beispiele für Monomerweichmacher sind DOP, DINP, DIDP und TOTM.
Zur Erzielung der gewünschten Weichheit der Folie können weiche, mit PVC mischbare Polymere wie zum Beispiel chloriertes Polyethylen (zum Beispiel Tyrin von Dow), Nitril- Butadien-Kautschuk (NBR mit hohen AN-Gehalt), Polyurethan (zum Beispiel Baymod P U , Lanxess), Acrylat (zum Beispiel Paraloid KM334, Rohm & Haas), EVA (Levapren/Levamelt, Lanxess), Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer (Elvaloy, DuPont) oder ABS (zum Beispiel Baymod A 90, Lanxess) verwendet werden.
Vo rzu g swe i s e wi rd e i n s o genannter Polymerweichmacher mit geringer Migrationsneigung eingesetzt. Im Folgenden wird der Begriff Polymerweichmacher insbesondere für flüssige Polyester aus mindestens einer Dicarbonsäure und mindestens einem Diol verwendet. Beispiele hierfür sind Kondensate von Adipin-, Sebacin-, Azelain- oder Phthalsäure und Butandiol-(1 ,4) oder Hexandiol-(1 ,6). In der vorliegenden Erfindung haben sich besonders Weichmacher auf Basis von Adipinsäure und Butandiol als geeignet erwiesen. Als Beispiele sollen hier Palamoll 652 (BASF), Globinex W 2050 (DIC) und Uraplast RA 19 (DSM) genannt werden.
Der Gehalt an Polymerweichmacher liegt vorzugsweise zwischen 15 und 35 phr, weiter vorzugsweise zwischen 15 und 33 phr. Wenn kein anderer Weichmacher eingesetzt wird, liegt der Gehalt vorzugsweise zwischen 25 und 35 phr, weiter vorzugsweise zwischen 20 und 30 phr.
Barium-Zink- und Calcium-Zink-Stabilisatoren enthalten üblicherweise Phosphite. Sie haben mehrere Funktion: als Antioxidans, als Säurefänger und zur Addition an Poly-enen zur Vermeidung weiteren Abbaus vorgeschädigtem PVCs. Bei Verwendu ng von phosphitfreien Stabilisatoren kann unter hoher thermischer Belastung die Oxidationsstabilität nicht mehr ausreichen, da Phosphite neben anderen Funktionen auch als Antioxidans wirken. Daher werden vorzugsweise phosphitfreie Antioxidantien mitverwendet. Diese können der Rezeptur zugefügt werden oder sind bereits Bestandteil einer fertigen Stabilisatorpräparation.
Beispiele (anstelle des lUPAC-Namens werden die CAS-Nummern zitiert):
Phenolische Funktion:
CAS 6683-19-8 , 2082-79-3, 1709-70-2, 36443-68-2, 1709-70-2, 34137-09-2, 27676-62- 6, 40601-76-1 , 31851-03-3, 991-84-4
Schwefelhaltige Funktion:
CAS 693-36-7, 123-28-4, 16545-54-3, 2500-88-1 , 16545-34-3, 29598-76-3
Phenolische und schwefelhaltige Funktion: CAS 41484-35-9, 90-66-4, 110553-27-0, 96-96-5, 41484
Da Thioether ebenfalls zu Ghosting neigen, werden besonders bevorzugt schwefelfreie phenolische Antioxidantien verwendet. Dabei haben sich CAS 6683-19-8 (zum Beispiel Irganox 1010) und 2082-79-3 (zum Beispiel Irganox 1076) als besonders geeignet herausgestellt.
Als PVC-Rohstoffe für die Folien eignen sich Emulsions-, Masse- und insbesondere
Suspensions-PVC mit hoher Porosität. Unter dem PVC-Polymer wird schwerpunktmäßig ein Homopolymer verstanden. PVC-Polymere mit einem Comonomer wie Vinylacetat
werden nicht ausgeschlossen, sind jedoch aufgrund der höheren Kosten von geringem praktischem Interesse. Standard-Suspensions-PVC-Polymere mit einem geeigneten K-Wert sind zum Beispiel Solvin 264PC, Solvin 271 GA (Solvin GmbH) oder Vinnolit S 3160 oder Vinnolit S 4080 (Vinnolit GmbH). Durch die Kombination unterschiedlich hoher K-Werte kann man dafür sorgen, dass die Komponente mit dem höchsten K-Wert nicht vollständig geliert und die Funktion einer die Handeinreißbarkeit begünstigenden Füllstoffs übernimmt.
Liegt ein Teil des PVC in vernetzter Form vor, wie zum Beispiel das Mattierungsmittel Vinnolit K 221 , ist es nicht Weichmachbar, sondern wirkt nur als Füllstoff und wird daher bei der Berechnung der Menge an PVC, auf die sich die phr der Additive beziehen, nicht mitgerechnet.
Das PVC kann nicht nur als Homopolymer, sondern auch ganz oder teilweise als Pfropfpolymer vorliegen wie zum Beispiel Vi nnol it VK 801 (Ethylen-Vinylacetat- Copolymer mit Vinylchlorid gepropft) oder Vinnolit K 707 E (Ethylen-Acrylat-Copolymer mit Vinylchlorid gepfropft). Im Fall der Verwendung solcher Pfropfpolymere ist im Sinne der Ansprüche die Menge an Pfropfgrundlage dem Weichmacher und die Menge an Vinylchlorid dem PVC zuzurechnen . I m Falle des Vinnolit VK 801 werden also 50 Gew.-% dem Weichmacher und 50 Gew.-% dem PVC zugerechnet. Aufgrund der hohen Zähigkeit sind solche Pfropfpolymere für die Maskenanwendungen als alleiniger Weichmacher nicht ideal, sie eignen sich aber für Anwendungen bei denen eine hohe Zähigkeit gefordert ist wie zum Beispiel bei Steinschlagschutzklebebändern.
Vorliegender Erfindungsgegenstand weist vorzugsweise einen Gesamtgehalt an Weichkomponenten (Polymerweichmacher, Monomerweichmacher, weiches mit PVC mischbares Polymer und der Weichanteil in einem Pfropfpolymer) von 25 bis 40 phr auf, vorzugsweise 30 bis 40 phr.
Weitere Verarbeitungshilfsmittel sind Gleitmittel (zum Beispiel Stearinsäure, Stearate, PE- und oxidierte PE-Wachse) und Dispergiermittel (zum Beispiel Paraloid K 120 ND, Rohm & Haas). Gleitmittel sind häufig in den Stabilisatorpräparationen mit enthalten. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass das Gleitmittel kein Ghosting verursacht.
Weitere Polymere oder bei PVC-Folien übliche Additive wie Füllstoffe, Pigmente, Flammschutzmittel oder Mattierungsmittel können zur Herstellung der Trägerfolie des erfindungsgemäßen Maskenklebebandes verwendet werden. Beispiele für Füllstoffe sind Calciumcarbonat (Kreide, Kalkstein, Marmor, gefällte Kreide), Kaolin und Kieselsäure. Ihre Fu n ktion ist d ie Einstell u ng von Verarbeitungseigenschaften und die der mechanischen Daten der Folie sowie die Erzielung günstiger Kosten. Ein Beispiel für ein Mattierungsmittel vernetztes PVC zum Beispiel Vinnolit K221 , es dient gleichzeitig zur Verbesserung der Handeinreißbarkeit.
Durch anorganische oder organische Pigmente wie zum Beispiel Ruß, Titandioxid, Nickeltitanat oder Chromoxid kann eine bestimmte Farbe eingestellt werden.
Das Maskenband weist optimale Eigenschaften auf, wenn darüber hinaus das Trägermaterial aufweist • eine Zugkraft bei 1 %-Dehnung mindestens 3 N/cm, vorzugsweise mindestens 5,5
N/cm,
• eine Dicke unter 130 μm, vorzugsweise unter 100 μm,
• eine Reißkraft 12 bis 30 N/cm und/oder
• eine Reißdehnung im Bereich von 200 bis 350 %.
Die Herstellung der Folie kann nach dem üblichen Verfahren erfolgen. Die Komponenten können in einem Extruder oder Dryblender mit nachgeschaltetem Innenmischer und Speicherwalzwerk verarbeitet werden. Es zeigt sich, dass eine kurze Mischzeit die Handeinreißbarkeit und Schneidbarkeit begünstigt beziehungsweise eine zu lange oder unkontrollierte Mischzeit zum Beispiel bei Verwendung von Innenmischern und Speicherwalzwerken die Handeinreißbarkeit verschlechtert beziehungsweise die Handeinreißbarkeit ungleichförmig macht. Für die Herstellung der Folie für das erfindungsgemäße Maskenband wird also ein kontinuierlicher Prozess bevorzugt, insbesondere Planetwalzen- und Doppelschnecken- extruder (zum Beispiel Buss-Stiftextruder). Dadurch kann der Gelierungsgrad reproduzierbar eingestellt werden. Die Schmelze kann optional in einem Strainer filtriert werden. Für die Herstellung des Trägermaterials für das erfindungsgemäße Maskenband ist vorrangig der Prozess des Kalandrierens geeignet, da die Folie dadurch eine geringere Schrumpfneigung als bei Extrusion aufweist. Dadurch kann ein Schrumpf in Längsrichtung von weniger als 3 % erreicht werden. Hierzu ist es sinnvoll, die
Annealingstrecke zwischen Kalanderabzug und Aufwicklung optimal in Bezug auf Temperatur- und Geschwindigkeitsprofil einzustellen. Zum Kalandrieren der erfindungsgemäßen Folie ist insbesondere ein Inverted-L-Kalander geeignet. Eine Prägung der Folie ist zur Einstellung der Abrollkraft oder für den sensorischen Eindruck möglich.
Die PVC-Folie wird einseitig mit einer Kleberbeschichtung (Haftkleber,
Selbstklebemasse) versehen.
Als Kleberbeschichtu ng für das Maskenklebeband eignen sich insbesondere Polyisopren-, Polyisobutylen- und Acrylatklebemassen. Die Auftragung kann durch Beschichtung aus Lösung, Dispersion, Schmelze oder als zu härtendes Präpolymer erfolgen . Ei n e Vernetzu n g ist fü r ei ne rü cksta nd sfreie Abzieh ba rkeit d es Maskenklebebandes nach der Anwendung vorteilhaft und kann chemisch (zum Beispiel Vernetzer wie Isocyanate oder Alkyphenolharze) oder durch Bestrahlung (zum Beispiel m it UV-Licht oder Elektronenstrahlen) erfolgen. Die Scherfestigkeit wird dadurch ebenfalls verbessert, was die Lagerstabilität schmaler Rollen und Klebstoffrückstände durch Abscherung im Lacktrocknungsprozess vermeidet. Die Vernetzung kann bei der Herstellung des Maskenbandes oder während der Anwendung (zum Beispiel durch chemische oder thermische Nachvulkanisation im Lackierofen) erfolgen. Die Vernetzung sollte ausreichend hoch sein, um nach therm isch er Belastu ng bei 1 60 0 C rückstandsfreies Abziehen von KFZ-Lacken zu ermöglichen. Um eine ausreichende Haftung aber auch eine leichte Abrollbarkeit sowie eine Wiederablösbarkeit nach der Anwendung zu gewährleisten, sollte die Klebkraft auf Stahl im Bereich von 1 ,6 bis 4,8 N/cm, vorzugsweise 2 bis 3 N/cm liegen. Das Maskenband ist erfindungsgemäß mit einer gut haftenden Haftklebemasse ausgerüstet, damit die durch Verformung, Erwärmung, Lack(Lösungsmittel-)behandlung oder Sandstrahlen auftretenden Kräfte nicht zum Ablösen (Abschälen) oder Abscheren des Maskenbandes führen.
Gegebenenfalls kann rückseitig, also auf der der Klebebeschichtung gegenüber liegenden Seite, auf dem Trägermaterial ein Lack zur Erleichterung (Verbesserung) der Abrollbarkeit aufgebracht werden. Dieser darf aber nicht die hervorragende Haftung von Grundierungen und Lacken auf der Trägerfolienrückseite beeinträchtigen.
Vorteilhaft ist die Verwendung einer Primerschicht zwischen Trägerfolie und Klebmasse zur Verbesserung der Haftung der Klebmasse auf der Folie und somit der rückstandsfreien Wiederabziehbarkeit nach der Anwendung.
Das erfindungsgemäße selbstklebende Maskenband ist in der Regel streifenförmig aber schließt geformte Schablonen (zum Beispiel Stanzlinge oder Zuschnitte) ein. Es kann mit einer rückseitigen Abdeckung (zum Beispiel Trennfolie oder Silikonpapier) und/oder mit einem Application Tape (zum Beispiel auf der Vorderseite schwach haftende Folie zur Stabilisierung und Übertragung der Schablone(n) auf das Substrat) versehen sein. Das erfindungsgemäße Maskenklebeband kann auch für spezielle Anwendungen, bei dem ei ne erhöhte Rei ßfestigkeit u nd extrem geringe Dehn barkeit (hohe Kraft bei 1 %-Dehnung) benötigt werden, verwendet werden. Solche Produkte werden zum Beispiel zum Maskieren von Fensterflanschen von Fahrzeugen während des Lackierprozesses eingesetzt. Hierzu wird das Maskenband vor der Applikation mit einem weiteren Klebeband zusammenlaminiert oder die erfindungsgemäße PVC-Folie wird vor der Klebstoffbeschichtung mit einer weiteren Folie laminiert. Solche Komponenten zur Laminierung bestehen vorzugsweise aus Polyester oder imprägniertem Papier. Für diese Anwendung ist die Handeinreißbarkeit von geringer Bedeutung, soweit sich das Maskenband mit einem automatischen Applikator störungsfrei schneiden lässt.
Der allgemeine Ausdruck „Klebeband" umfasst im Sinne dieser Erfindung alle flächigen Gebilde wie in zwei Dimensionen ausgedehnte Folien oder Folienabschnitte, Bänder mit ausgedehnter Länge und begrenzter Breite, Bandabschnitte und dergleichen, letztlich auch Stanzlinge oder Etiketten.
Bei der nachfolgenden Beschichtung sollte die Folie nicht durch zu hohe Zugkräfte verdehnt werden. Das erfindungsgemäße Maskenband bedarf bei guter Herstellung keiner Maßnahme zur Vermeidung von Teleskopieren (Verformung bei Lagerung). Bei Rollen mit einer Breite von 2 bis 8 mm ist es jedoch sinnvoll, Stangenware zu fertigen und die Spannungen durch Tempern in einem Ofen zu reduzieren. Das Schneiden erfolgt nach den für PVC-Klebebändern üblichen Verfahren wie Klingen-, Scheren-, Quetsch-, Trümmer- oder Abstechschnitt. Da die Folie durch ihr Design eine herausragende Handeinreißbarkeit besitzt, ist eine Verbesserung des Reißverhaltens durch geeignete Schneidverfahren zwar möglich aber im Regelfall entbehrlich.
Das erfindungsgemäße Maskenband ist zum Lackieren und Sandstrahlen geeignet insbesondere zur Abdeckung bei der Lackierung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen. Auch nach einer thermischen Belastung von 160 0C ist das erfindungsgemäße Maskenklebeband bei geeigneter Formulierung von Folie und Klebemasse rückstandsfrei und ohne Abrisse von der Lackoberfläche ablösbar.
Das erfindungsgemäße Maskenband ist insbesondere für Fahrzeuge vorgesehen wie zum Beispiel Automobile oder für Teile davon wie zum Beispiel Stoßfängern , Motorradtanks etc. im Lackierprozess. Es dient zur Erzeugung von scharfen Lackkanten, das aufgrund der geringen Rückschrumpfneigung (Relaxation) der Trägerfolie besonders zur Anwendung auf stark gewölbten Oberflächen und zum Verkleben um sehr enge Kurven geeignet ist. Das erfindungsgemäße Maskenband zeichnet sich dadurch aus, dass es auch nach hoher thermischer Belastung keine Rückstände nicht einmal Ghosting auf maskierten kritischen Lackflächen hinterlässt.
Prüfmethoden
Die Messungen werden - soweit nicht ausdrücklich anders erwähnt - bei einem Prüfklima von 23 ± 1 0C und 50 ± 5 % rel. Luftfeuchte durchgeführt. Alle Zugversuche erfolgen an in Längsrichtung ausgeschnittenen Prüflingen.
Der K-Wert von PVC wird nach DIN 53726/ISO 1628-2 bestimmt.
Die Dicke der Folie wird nach DIN 53370 bestimmt. Bei der Prüfung eines Maskenbandes wird die Haftklebstoffschicht vor der Messung entfernt.
Das Zugdehnungsverhalten des Maskenklebebandes wird an Prüflingen vom Typ 2 (15 cm breiten und 150 cm langen Prüfstreifen, Einspannlänge 100 mm) nach DIN EN ISO 527-3/2/300 mit einer Prüfgeschwindigkeit von 300 mm/min ermittelt.
Die Zugkraft bei 1 %-Dehnung (F1 %-Wert) wird an einem 15 mm breiten und 150 mm langen Prüfstreifen (Einspannlänge 100 mm) entsprechend DIN EN ISO 527-3/2/10 mit einer Prüfgeschwindigkeit von 10 mm/min.
Bewertung der Handeinreißbarkeit: (++) sehr leicht, (+) leicht, (-) schwer,
(-) sehr schwer.
Der Schrumpf in Längsrichtung wird nach DIN 53377 (30 min bei 80 0C, 10 cm mal 10 cm frei hängend) ermittelt.
Die Klebkräfte werden bei einem Abzugswinkel von 180° nach AFERA 4001 an 15 mm breiten Teststreifen bestimmt. Hierbei werden genormte Stahlplatten als Prüfuntergrund verwendet.
Zur visuellen Beurteilung von Rückständen beziehungsweise Ghosting werden in den B e i s p i e l e n 1 b i s 4 sowie den Vergleichsbeispielen 1 bis 15 mm breite Maskenklebebänder auf einem mit Kunstharz-Prüflack (KH-Karosseriedecklack VWL 041 ebenholzschwarz, BASF Coatings) lackierten Blech verklebt und anschließend 30 Minuten bei 160 0C gelagert. Nach anschließender Abkühlung auf 25 0C wird das Maskenklebeband in einem Winkel von 1 80° von der Lackoberfläche mit einer Geschwindigkeit von 1000 mm/min abgezogen. Anschließend erfolgt eine visuelle Beurteilung der Rückstände auf der Lackoberfläche in flachem Winkel gegen eine Lichtquelle nach folgenden Kriterien:
(++) keinerlei Rückstände und kein Ghosting; (+) kaum sichtbares Ghosting;
(-) Ghosting oder Masserückstände;
(-) starke Masserückstande oder Umspulen der Masse.
In den Beispielen 5 bis 8 sowie den Vergleichsbeispielen 5 bis 8 werden 15 mm breite Maskenklebebänder auf einem mit einem 1 -Schicht-Karosserielack (1-K-konventionell-uni FD07-91 03, Audi, Aushärtung 30 min . bei 1 60 0C) lackierten Blech verklebt und anschließend 60 Minuten bei 160 0C gelagert. Nach anschließender Abkühlung auf 25 0C wird das Maskenklebeband in einem Winkel von 180° von der Lackoberfläche mit einer Geschwindigkeit von 1000 mm/min abgezogen. Anschließend erfolgt eine visuelle
Beurteilung der Rückstände auf der Lackoberfläche in flachem Winkel gegen eine Lichtquelle nach den obigen Kriterien.
Im Folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Beispiele näher erläutert werden, ohne mit diesen die Erfindung in irgendeiner Weise beschränken zu wollen. Weiterhin sind Vergleichsbeispiele angegeben, die die hervorragenden Eigenschaften des erfindungsgemäßen Maskenbandes unterstreichen.
Folgende Abschnitte werden behandelt:
• Tabellarische Zusammenstellung der für die PVC-Folie verwendeten Rohstoffe
• Beschreibung der Beispiele
• Tabellarische Zusammenstellung der Ergebnisse der Beispiele
• Beschreibung der Vergleichsbeispiele • Tabellarische Zusammenstellung der Ergebnisse der Vergleichsbeispiele
Tabelle 1 : Zusammenstellung der für die PVC-Folie verwendeten Rohstoffe (Messbedingungen und Einheiten wurden siehe Prüfmethoden)
Beispiele
Beispiel 1
Zur Herstellung des Trägerfilmes wird zunächst in einem schnell drehenden Mischer ein
Dryblend aus
50 phr Vinnolit S 3160,
50 phr Vinnolit S 4080,
27 phr Palamoll 652,
9.4 phr Omya EHXI ,
4 phr Baeropan MC 8890-KA/2,
1.5 phr Paraloid K 120 ND, 1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ und
3 phr Kronos 2160 hergestellt. Die Mischung wird auf 60 0C gekühlt und dann werden 10 phr Elvaloy 741 zugegeben. Dieser Dryblend wird anschließend in einem Planetwalzenextruder bei
180 0C plastifiziert und mit Hilfe eines Inverted-L-Kalanders zu einem Film mit einer Breite von 1500 mm und einer Dicke von 0,085 mm ausgeformt. Der so erhaltene
Trägerfilm wird mit einer Haftvermittlerschicht bestehend aus einer Lösung aus 1 Teil
Naturkautschuk und 1 Teil Nitrilkautschuk in Toluol mit einem Auftragsgewicht von 0,6 g/m2 beschichtet und getrocknet. Die Klebmassenbeschichtung wird direkt auf die
Haftvermittlerschicht mittels Kommarakel mit einem Auftragsgewicht von 25 g/m2 aufgetragen. Die Klebmasse besteht aus einer Lösung einer Naturkautschukklebemasse in Benzin mit einem Feststoffgehalt von 30 Gew.-%.
Diese besteht aus
50 Teilen Naturkautschuk,
10 Teilen Zinkoxid, 3 Teilen Kolophoniumharz,
6 Teilen Alkylphenolharz,
17 Teilen Terpenphenolharz,
12 Teilen Poly-ß-Pinenharz und
2 Teilen mineralischem Öl. Die Trocknung des Nachstriches erfolgt im Kanal bei 70 0C. Die Ausprüfung erfolgt gemäß der Tabelle 2.
Beispiel 2
Analog dem Beispiel 1 wird eine Trägerfolie aus folgenden Komponenten hergestellt: Dryblend aus
50 phr Vinnolit S 3160,
50 phr Vinnolit S 4080,
28 phr Palamoll 652, 9,4 phr Omya EHXI ,
4 phr Baerostab UBZ 731 X,
1 ,5 phr Paroloid K 120 ND,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ und
3 phr Kronos 2160 Die Mischung wird auf 60 0C gekühlt und dann werden 10 phr Elvaloy H P 441 zugegeben. Die Weiterverarbeitung erfolgt wie bei Beispiel 1.
Beispiel 3
Analog dem Beispiel 1 wird eine Trägerfolie hergestellt:
Dem Dryblend aus
80 phr Solvin 271 GA,
20 phr Solvin 265 PC,
29 phr Globinex W 2050, 18 phr Omyalene G 200,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ,
3 phr Kronos 2160,
3 phr Mark 17 M,
0,3 phr Irganox 1010, 0,15 phr Baerocid L-1A,
1 ,5 Gew. Teile Paraloid K 120 ND werden 15 phr Levapren 600 HV zugefügt.
Die Folie wird mit einer 20 %igen Lösung von Desmolac (Polyurethanharz von Lanxess) in Butanon geprimert (Trockenauftrag 0,6 g/m2). Mit einem Kommarakel werden 25 g/m2 Acrylatklebemasse aufgetragen. Die Klebemasse hat einen Gehalt von 40 Gew.-%
Acrylatpolymer und 0,3 Gew.-% Desmodur L (Isocyanatvernetzer) in Toluol. Das
Acrylatpolymer besteht aus 90 Gew.-% Butylacrylat und 10 Gew.-% Hydroxyethylacrylat.
Das Maskenband lässt sich selbst nach einer Wärmebehandlung von 60 Minuten bei 170 0C ohne Rückstände abziehen. Lackiert man das teilweise maskierte Prüfblech mit einem farblosen Polyurethan-KFZ-Decklack über und verbringt das Prüfobjekt dann in dem Ofen ist nach Entnahme zu beobachten, dass in der näheren Umgebung des Maskenbandes der Lack eine wellige Oberfläche aufweist. Die ist bei analogem Vorgehen bei den vorangegangen Beispielen nicht der Fall.
Beispiel 4
Der Trägerfilm enthält folgende Komponenten:
70 phr Solvin 271 GA,
20 phr Solvin 258 RF,
20 phr Vinnolit VK 801 ,
26 phr Globinex W 2050,
10 phr Bukit Batu Murah,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ,
3 phr Kronos 2160,
0,2 phr Irganox 1010,
3 phr Calcium-Aluminium-Hydroxy-Fumarat (Ca4AI2 (OH)12C4H2O4),
0,5 phr Zinkstearat,
1 phr Calciumstearat,
1 ,5 phr Paraloid K 120 ND.
Die Folienherstellung und Beschichtung erfolgt analog Beispiel 1.
Vor der Aufwicklung wird die mit Klebstoff beschichtete Seite jedoch mit einem einseitig PE-beschichteten und silikonisierten Papier mit einem Flächengewicht von 120 g/m2 eingedeckt.
Das Maskenband wird m it einem Schneidpiotter zu Schablonen geschnitten. Diese Schablonen werden nach dem Entfernen des Silikonpapiers auf eine Glasscheibe und auf eine Marmorkugel von 20 cm Durchmesser aufgeklebt. Die Probekörper werden so lange einer Sandstrahlbehandlung unterworfen, bis das Maskenband die ersten Löcher aufweist. In beiden Fällen wird keine Ablösung vom Untergrund beobachtet.
Tabelle 2: Eigenschaften der Beispiele 1 bis
Beispiel 5
Zur Herstellung des Trägerfilmes wird zunächst in einem schnell drehenden Mischer ein Dryblend aus
50 phr Vinnolit S 3160,
50 phr Vinnolit S 4080,
27 phr Palamoll 652,
10 phr Omya EHXI , 4 phr Baeropan MC 8890-KA/2,
1 ,5 phr Paraloid K 120 ND,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ und
3 phr Kronos 2160 hergestellt. Die Mischung wird auf 60 0C gekühlt und dann werden 10 phr Elvaloy 741 zugegeben. Dieser Dryblend wird anschließend in einem Planetwalzenextruder bei
180 0C plastifiziert und mit Hilfe eines Inverted-L-Kalanders zu einem Film mit einer
Breite von 1500 mm und einer Dicke von 0,085 mm ausgeformt. Der so erhaltene
Trägerfilm wird mit einer Haftvermittlerschicht bestehend aus einer Lösung aus 1 Teil
Naturkautschuk und 1 Teil Nitrilkautschuk in Toluol mit einem Auftragsgewicht von 0,6 g/m2 beschichtet und getrocknet. Die Klebmassenbeschichtung wird direkt auf die
Haftvermittlerschicht mittels Kommarakel mit einem Auftragsgewicht von 25 g/m2 aufgetragen. Die Klebmasse besteht aus einer Lösung einer Naturkautschukklebemasse in Benzin mit einem Feststoffgehalt von 30 Gew.-%.
Diese besteht aus 50 Teilen Naturkautschuk,
10 Teilen Zinkoxid,
3 Teilen Kolophoniumharz,
6 Teilen Alkylphenolharz,
17 Teilen Terpenphenolharz, 12 Teilen Poly-ß-Pinenharz und
2 Teilen mineralischem Öl.
Die Trocknung des Nachstriches erfolgt im Kanal bei 70 0C. Die Ausprüfung erfolgt gemäß der Tabelle 3.
Beispiel 6
Analog dem Beispiel 5 wird eine Trägerfolie aus folgenden Komponenten hergestellt:
100 phr Vinnolit S 3160,
4 phr Vinnolit K 221 31 phr Palamoll 652,
15 phr Omya EHXI ,
4 phr Baerostab UBZ 731 X,
1 ,5 phr Paroloid K 120 ND,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ und 3 phr Kronos 2160
Der Trägerfilm wird mit einer Haftvermittlerschicht bestehend aus einer Lösung aus
Desmolac (Bayer) in Toluol mit einem Auftragsgewicht von 0,6 g/m2 beschichtet und getrocknet. Die Klebmassenbeschichtung wird direkt auf die Haftvermittlerschicht mittels
Kommarakel mit einem Auftragsgewicht von 25 g/m2 aufgetragen. Die Klebmasse besteht aus einer Lösung einer Acrylatklebemasse in Toluol mit einem Feststoffgehalt von 40
Gewichtsprozent. Diese besteht aus 0,3 Gew.-Teilen Isocyanat sowie einem Copolymer aus 90 Gew.-Teilen n-Butylacrylat und 10 Gew.-Teilen Hydroxyethylacrylat. Die
Trocknung des Nachstriches erfolgt im Trockenkanal bei 70 0C.
Es wird keinerlei Ghosting oder andere Rückstände auf der Lackoberfläche zu beobachten dies gilt sogar Lack-Einbrenntemperaturen von 170 0C.
Beispiel 7
Analog dem Beispiel 5 wird eine Trägerfolie aus folgenden Komponenten hergestellt:
100 phr Vinnolit S 3160,
29 phr Globinex W 2050,
17 phr Omyalene G 200,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ,
3 phr Kronos 2160,
3 phr Mark 17 MOK S,
0,3 phr Irganox 1010,
0,15 phr Baerocid L-1A,
1 ,5 phr Paraloid K 120 ND
Die Beschichtung erfolgt analog Beispiel 6.
Das Maskenband lässt sich ohne Ghosting von dem 1 -Schicht-Prüflack abziehen. Lackiert man das teilweise maskierte Prüfblech mit einem klassischen farblosen Polyurethan-KFZ-Decklack über und verbringt das Prüfobjekt dann in dem Ofen ist nach Entnahme zu beobachten, dass in der näheren Umgebung des Maskenbandes der farblose Decklack eine wellige Oberfläche aufweist. Die ist bei analogem Vorgehen bei den vorangegangen Beispielen nicht der Fall.
Beispiel 8
Der Trägerfilm enthält folgende Komponenten:
90 phr Solvin 265 PC,
20 phr Vinnolit VK 801 ,
4 phr Vinnolit K 221
26 phr Globinex W 2050,
12 phr Bukit Batu Murah,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ,
3 phr Kronos 2160,
0,2 phr Irganox 1010,
3 phr DHT 4,
0,5 phr Zinkstearat,
1 phr Calciumstearat,
1 ,5 phr Paraloid K 120 ND.
Die Folienherstellung und Beschichtung erfolgt analog Beispiel 5. Das Maskenband lässt sich ohne Ghosting von dem 1 -Schicht-Prüflack abziehen.
Vor der Aufwicklung wird ein Teil des Musters auf der mit Klebstoff beschichteten Seite mit einem einseitig PE-beschichteten und silikonisierten Papier mit einem Flächengewicht von 120 g/m2 eingedeckt. Das Maskenband wird mit einem Schneidpiotter zu Schablonen geschnitten. Diese Schablonen werden nach dem Entfernen des Silikonpapiers auf eine
Glasscheibe aufgeklebt. Die Probekörper werden so lange einer Sandstrahlbehandlung unterworfen, bis dass die Glasscheibe mattiert ist, bevor Maskenband die ersten Löcher aufweist.
Tabelle 3: Eigenschaften der Beispiele 5 bis 8
Vergleichsbeispiele
Vergleichsbeispiel 1
Analog Beispiel 1 wird eine Trägerfolie bestehend aus
100 phr Solvin 265 PC,
40 phr Palatinol AH,
10 phr Omya EHXI ,
4 phr Baerostab CT 9073,
3 phr Baerostab LSA,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ und
3 phr Kronos 2160 hergestel lt u nd m it H aftvermittlerschicht sowie Klebmasse beschichtet. Das Maskenklebeband wird schon beim Abrollen erheblich verdehnt, so dass eine erhebliche
Schrumpfneigung beobachtet wird. Nach Ablösen des Klebebandes vom Lack wird vollflächige Übertragung von Klebstoff beobachtet.
Vergleichsbeispiel 2
Analog Beispiel 1 wird eine Trägerfolie bestehend aus
100 phr Solvin 258 RF,
28 phr Palamoll 652,
1 ,5 phr Palatinol N,
18 phr Omya EHXI ,
6 phr Baerostab UBZ 639,
4 phr Baerostab LSA,
1 ,5 phr Paraloid K 120 ND,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ und
3 phr Kronos 2160 hergestellt und mit Haftvermittlerschicht sowie Klebmasse beschichtet. Nach Ablösen des Klebebandes vom Lack wird Ghosting beobachtet.
Vergleichsbeispiel 3
Analog Beispiel 1 wird eine Trägerfolie bestehend aus
50 phr Vinnolit S 3160,
50 phr Vinnolit S 4080,
27 phr Palamoll 652, 9,4 phr Omya EHXI ,
4 phr Baeropan MC 8890-KA/2,
2 phr Tris(nonylphenyl)phosphit,
1 ,5 phr Paraloid K 120 ND,
1 ,8 phr Micranyl B3RS-NQ und 3 phr Kronos 2160 hergestellt. Die Mischung wird auf 60 0C gekühlt und dann werden 10 phr Elvaloy 741 hergestellt und mit Haftvermittlerschicht sowie Klebmasse beschichtet. Nach Ablösen des
Klebebandes vom Lack wird sehr deutliches Ghosting beobachtet.
Vergleichsbeispiel 4
Ein Muster wird analog Vergleichsbeispiel 3 hergestellt, jedoch anstelle 2 phr Tris(nonylphenyl)phosphit mit 1 phr Hostanox PAR 24.
Tabelle 4: Eigenschaften der Vergleichsbeispiele 1 bis 4
NB = nicht bestimmt
Vergleichsbeispiel 5
Analog Beispiel 6 wird eine Trägerfolie hergestellt und mit Haftvermittlerschicht sowie Klebmasse beschichtet. Anstelle Baerostab UBZ 731 X wird jedoch Baerostab UBZ 639 eingesetzt. Auf dem Prüflack wird Ghosting festgestellt.
Vergleichsbeispiel 6
Analog Beispiel 6 wird eine Trägerfolie hergestellt und mit Haftvermittlerschicht sowie Klebmasse beschichtet. Anstelle Baerostab UBZ 731 X wird jedoch Baerostab CT 9073 eingesetzt. Auf dem Prüflack wird Ghosting festgestellt.
Vergleichsbeispiel 7
Analog Beispiel 6 wird eine Trägerfolie jedoch unter Zusatz von 3 phr Tris(nonylphenyl)phosphit hergestellt und mit Haftvermittlerschicht sowie Klebmasse beschichtet. Nach Ablösen des Klebebandes vom Lack wird sehr deutliches Ghosting beobachtet.
Vergleichsbeispiel 8
Ein Muster wird analog Beispiel 6 hergestellt jedoch zusätzlich mit 1 phr Hostanox PAR 24. Nach Ablösen des Klebebandes vom Lack wird Ghosting beobachtet.
Tabelle 5: Eigenschaften der Vergleichsbeispiele 5 bis 8