System zum Frankieren einer Postsendung
Die Erfindung betrifft ein System zum Frankieren einer Postsendung und ein Verfahren zum Betreiben dieses Systems.
Das Dokument EP 1 710 981 offenbart ein Verfahren zur Bereitstellung von In- ternetdiensten auf Internetmarktplätzen, wie beispielsweise Webportale, das den Aufwand der Anbindung von Internetmarktplätzen an die zur Ausführung der Internetdienste vorgesehenen Datenverarbeitungssysteme eines Dienstanbieters minimiert. Bei den Internetdiensten handelt es sich beispielsweise um Dienste, die die Erzeugung von Frankiervermerken für die Frankierung von Postsendungen ermöglichen. Hier wird der Aufruf des Internetdienstes auf der Website des Internetmarktplatzes durch die Betätigung einer auf der Website angeordneten Schaltfläche initiiert und der Aufruf mit Eingaben des Marktplatzteilnehmers zur Ausführung des Internetdienstes wie beispielsweise Nutzerdaten des Marktplatznutzers kombiniert.
Nachteilig ist hierbei die notwendige Interaktion des Markplatznutzers mit dem Internetdienst (Aufruf des Internetdienstes), insbesondere die vom Marktplatznutzer einzugebenden Nutzerdaten zur Ausführung des Internetdienstes. Eine höhere Systemintegration wäre wünschenswert, bei der ein Internetdienst, ins- besondere ein Internetdienst zur Frankierung für Postsendungen, ohne Aufruf und zusätzliche Dateneingaben des Marktplatzbenutzers diesem vom Internetmarktplatz zur Verfügung gestellt wird.
Es ist daher die Aufgabe dieser Erfindung, ein System zur Frankierung von Postsendungen und ein Verfahren zum Betreiben dieses Systems bereit zu stellen, mit dem eine höhere Systemintegration, insbesondere mit Internetmarktplätzen, ermöglicht wird und Frankiervermerke zur Frankierung von Post-
BESTATIGUNGSKOPIE
Sendungen ohne einzugebende Nutzerangaben zur Verfügung gestellt werden können.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein System zum Frankieren einer Postsen- düng, umfassend eine erste Einrichtung als Partnersystem und/oder Partnersoftware zum Bereitstellen eines Webportals und/oder zum Ausführen einer Anwendung für Kunden mit einem Bezahlsystem für Frankiervermerke geeignet zur Erzeugung und Bereitstellung von einer oder mehrerer Frankiervermerkanforderungen umfassend zumindest eine Zahlungsreferenz, die mit einer zweiten Einrichtung, umfassend eine Servereinrichtung zur Bereitstellung von Frankiervermerken, mittels einer Datenverbindung zum Übermitteln von Daten umfassend zumindest die Frankiervermerkanforderung verbunden ist, wobei die zweite Einrichtung nach Übermittlung zumindest einer Frankiervermerkanforderung durch die erste Einrichtung dazu ausgestaltet ist, der ersten Einrichtung ein oder mehrere Frankiervermerke zur Frankierung der Postsendung durch oder für den Kunden bereitzustellen und das Bezahlsystem mittels Übermittlung der Zahlungsreferenz durch die zweite Einrichtung mit den Kosten für den oder die bereitgestellten Frankiervermerke zu belasten.
Der Frankiervermerk wird dem Kunden vorzugsweise über die erste Einrichtung bereitgestellt, wodurch eine besonders gute Prozessintegration erreicht wird. Gleichfalls kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass die zweite Einrichtung den Frankiervermerk dem Kunden unter Umgehung der ersten Einrichtung direkt bereitstellt. Dies geschieht jedoch gegebenenfalls so, dass sich für den Kunden der Eindruck ergibt, dass der Frankiervermerk innerhalb des in der ersten Einrichtung durchgeführten Prozesses bereitgestellt wird.
Der Begriff Partnersystem oder Partnersoftware umfasst alle Einrichtungen (externe Systeme), auf denen der Kauf von Frankiervermerken mit dem erfin- dungsgemäßen System bzw. Verfahren angeboten wird, ohne dass das Partnersystem oder die Partnersoftware von der Einrichtung (zweite Einrichtung, beispielsweise ein Postunternehmen) betrieben wird, die die Frankiervermerke
erzeugt. Hier wird nach der Produktauswahl im Partnersystem / Partnersoftware bei der Versandvorbereitung der erwünschte Frankiervermerk angefragt, geprüft und kann heruntergeladen und ausgedruckt bzw. verwendet werden. In einer Ausführungsform ist hierbei das Partnersystem als erste Einrichtung eine weitere Servereinrichtung, die zur Bereitstellung eines Webportals mit wenigstens einer Website ausgestaltet ist. In einer weiteren Ausführungsform umfasst die erste Einrichtung eine Software zum Ausführen der Anwendung.
Der Begriff Bezahlsystem bezeichnet ein System zum Bezahlen der im Partner- System oder mit der Partnersoftware durchgeführten Transaktionen und/oder der als Folge der Transaktionen durchzuführenden Versandaktionen. Die Kunden der ersten Einrichtung können beispielsweise Konten beim Bezahlsystem besitzen, die später für die Begleichung der Kosten für den Frankiervermerk beim Bezahlsystem belastet werden. Alternativ kann das Bezahlsystem die Kosten für den oder die Frankiervermerke von einem Konto des Kunden bei einem separaten Geldinstitut einziehen oder eine Rechnung für den Kunden über die zu erstattenden Kosten ausstellen. Das Bezahlsystem kann dabei ein integraler Teil der ersten Einrichtung sein oder ein System, auf das die erste Einrichtung direkt zugreift. Das Partnersystem und/oder die Partnersoftware senden einen Abrechnungsauftrag an das Bezahlsystem, welches zum Abwickeln des Abrechnungsauftrags eine Zahlungsreferenz an das Partnersystem und/oder Partnersoftware übermittelt bzw. für das Partnersystem und/oder die Partnersoftware erzeugt. Diese Zahlungsreferenz wird dann als Teil der Frankiervermerkanforderung an die zweite Einrichtung übermittelt.
Der Begriff Frankiervermerkanforderung kann neben der Zahlungsreferenz weitere Daten umfassen, die zur Erstellung eines Frankiervermerks notwendig und/oder nützlich sind.
Der Begriff Zahlungsreferenz bezeichnet einen Datensatz, der es ermöglicht, die Kosten für den bereitgestellten Frankierungsvermerk von Bezahlsystem erstattet zu bekommen. In einer Ausführungsform entspricht die Zahlungsreferenz einer Lastschrift für einen Frankiervermerk, die zumindest den Geldbetrag des
bereitzustellenden Frankiervermerks umfasst. Um über die Übermittlung der Zahlungsreferenz an das Bezahlsystem dieses mit den Kosten für den Frankie- rungsvermerk belasten zu können, beziehen sich zweckmäßige Ausführungsformen der Zahlungsreferenz in einer geeigneten Form auf einen Geldbetrag, der den Kosten des oder der bereitgestellten Frankiervermerke entspricht. Die Zahlungsreferenz kann weitere Daten umfassen, beispielsweise geeignete Sicherheitsmerkmale zur Prüfung ihrer Authentizität. Ein Beispiel eines geeigneten Sicherheitsmerkmals ist eine digitale Unterschrift des Bezahlsystems. Die vorliegende Erfindung umfasst auch andere geeignete vertrauenswürdige In- formationen zum Beleg der Authentizität der Zahlungsreferenz. Der Beleg der Authentizität der Zahlungsreferenz kann gleichzeitig als Beleg der Authentizität der Frankiervermerkanforderung verwendet werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Anfrage tatsächlich vom Partnersystem und nicht von einer dritten Person stammt und bei der Übertragung auch nicht verändert wurde. Die Frankiervermerkanforderung kann aber auch weitere Daten oder Datensätze umfassend, die Zusatzinformationen für die Erstellung und/oder Versendung des Frankiervermerks beinhalten. Beispielsweise kann die Frankiervermerkanforderung und/oder die Zahlungsreferenz Daten für das Bezahlsystem enthalten, die unter anderem den Zeitpunkt der Belastung des Bezahlsystems mit den Kosten für den oder die Frankiervermerke bestimmen. Es können beispielsweise Kunden eine tägliche, wöchentliche, monatliche oder jährliche Belastung mit den Kosten für den oder die Frankiervermerke wünschen. Diese Wünsche können Bestandteil der Frankiervermerkanforderung und/oder Zahlungsreferenz sein und von der zweiten Einrichtung wunschgemäß ausgeführt werden. Optio- nal kann die Zahlungsreferenz in einer weiteren Ausführungsform eine begrenzte Gültigkeit besitzen, d.h., es kann ein Zeitraum spezifiziert sein, in dem der Geldbetrag von dem Bezahlsystem eingezogen werden kann.
Der Begriff Webportal umfasst hierbei alle Formen von Internetmarktplätzen wie beispielsweise Auktionsportale, Tauschbörsen oder Webseiten, die beispielsweise von Online-Shops bereitgestellt werden.
Die Servereinrichtung zur Bereitstellung des Frankiervermerks umfasst beispielsweise das Frankiersystem STAMPIT der Deutschen Post. Der STAMPIT- Server bietet unter anderem eine Schnittstelle zur Erzeugung von Frankiervermerken. In einer Ausführungsform kann der STAMPIT-Server auch die Belas- tung des Bezahlsystems veranlassen. Alternative dem Fachmann bekannte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Servereinrichtung werden ebenfalls von der vorliegenden Erfindung umfasst.
Der Begriff Frankiervermerk (oder Frankierungsvermerk) ist in keiner Weise einschränkend zu verstehen. Er umfasst neben der reinen Freimachung (E- Briefmarke) alle bekannten Freimachungsarten, u.a. Paketmarken, als auch andere eine Weiterbeförderung der Postsendung ermöglichende bzw. ein Entgelt für den Versand der Postsendung nachweisende Vermerke. Insbesondere umfasst der Begriff Frankiervermerk auch Einlieferungsscheine für Postsen- düng. Ebenso umfasst sind Kombinationen aus Freimachung und Adressangaben, beispielsweise Empfängeradresse und/oder Absenderadresse. Letztere Kombination ermöglicht beispielsweise, die Frankierung und die Adressierung der Postsendung in einem Schritt durchzuführen. Die Übernahme zumindest von Teilen der Anschrift in den Frankiervermerk erhöht beispielsweise die Fran- kiersicherheit und steigert die Systemintegration.
Die Übermittlung der Frankiervermerkanforderung an die zweite Einrichtung, die Bereitstellung des Frankierungsvermerks und die Übermittlung der Zahlungsreferenz für die erste Einrichtung und gegebenenfalls an das Bezahlsystem sowie alle weiteren zwischen der ersten und zweiten Einrichtung und gegebenenfalls zwischen der ersten Einrichtung, der zweiten Einrichtung und dem Bezahlsystem auszuführenden Datenübermittlungen können beispielsweise über eine oder mehrere Serververbindung, eine oder mehrere Telefonleitung oder Stromleitung mit Modem oder mittels einer oder mehrerer Funkverbindung (WLAN, Mobilfunknetz) vorgenommen werden. Die Übermittlung kann hierbei durch Sender und/oder Empfänger getriggert werden, beispielsweise durch eine Aktion des Kunden in der ersten Einrichtung oder ein erfolgreich oder nichterfolgreich durchgeführter Datenmatch. Diese Übermittlung kann dabei ohne
Kenntnisnahme des Kunden von einer Übermittlung im Hintergrund ablaufen. Als Schnittstelle für die Datenübertragung kann beispielsweise die MapTos- Schnittstelle der Deutschen Post verwendet werden. Die Datenübertragung erfolgt dabei über einen gesicherten Weg, der die Identität und Authentizität des Kunden und/oder der ersten Einrichtung und/oder des Bezahlsystems sowie die Vertraulichkeit, die Integrität und die Verbindlichkeit der Zahlungsreferenz sicherstellt.
Ein Vorteil der Erfindung ist, dass Frankierungen besonders einfach in andere Prozesse von web-basierten Systemen oder Webportale sowie lokal installierten Anwendungen (Softwarelösungen) als erste Einrichtungen integriert werden können. Insbesondere wird durch diese Integrationsvariante eine „Inline- Vollintegration" erzielt. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass der Benutzer- Prozessfluss, der durch die erste Einrichtung vorgegeben wird, nicht durch die Frankierung unterbrochen wird. Dabei bedeutet die Inline-Vollintegration insbesondere, dass der vom der ersten Einrichtung vorgegebene Benutzerprozess für den Kunden zu keinem Zeitpunkt unterbrochen wird, um irgendwelche Prozesse innerhalb eins Frankiersystems durchzuführen. Außerdem führt diese Integration dazu, dass die Bezahlung des Frankiervermerks für den Kunden in oder über die erste Einrichtung abgewickelt wird, ohne dass er mit der zweiten Einrichtung in direktem Kontakt stehen muss.
In einer Ausführungsform umfasst die Frankiervermerkanforderung zusätzlich zur Zahlungsreferenz ein oder mehrere Elemente aus der Gruppe umfassend Kundendaten, Sendungsdaten, gewünschtes Frankierprodukt und Daten für das Bezahlsystem. Das Frankierprodukt kann hierbei durch den Kunden oder einen anderen, mit dem Kunden gegebenenfalls interagierenden Nutzer gewünscht werden In einer weiteren Ausführungsform umfassen die Kundendaten ein oder mehrere Elemente aus der Gruppe umfassend Vorname, Zuname, Anschrift, verifizierte E-Mailadresse, aktuelle Kennung der Kunden bei der ersten Einrichtung oder globale Kennung des Kunden. In einer weiteren Ausführungsform umfassen die Sendungsdaten Daten geeignet zur Ermittlung eines Portowertes, insbesondere Empfängerdaten, Absenderdaten oder produktbezogene Ver-
sanddaten. Produktbezogene Versanddaten sind beispielsweise Größe, Gewicht, Beschaffenheit wie Zerbrechlichkeit oder ähnliche Angaben zu einem Produkt. Weitere sinnvolle von einem Fachmann in Betracht zu ziehende Kunden-, Sendungs- und Versanddaten werden von der vorliegenden Erfindung ebenfalls umfasst.
Innerhalb der Versandumgebung werden Informationen, die auch zur Erstellung eines Frankiervermerks erforderlich sind, vom Kunden abgefragt oder, falls sie bereits vorliegen, bestätigt. Bei diesen Informationen handelt es sich insbeson- dere Informationen zum Sendungsprodukt, zu Zusatzleistungen sowie zu Empfänger- und Absenderadressen. Außerdem kann bereits an dieser Stelle festgelegt werden, in welcher Form der spätere Frankiervermerk erwünscht wird. In der Regel ist eine Bereitstellung eines Frankiervermerks als Adressetikett mit integrierter Frankierung erwünscht. Zur Angabe / Auswahl der obigen Sen- dungsdaten verfügt die erste Einrichtung über Informationen zu den verfügbaren Sendungsprodukten und den Geldbeträgen für die zugehörigen Frankiervermerke. Diese Informationen werden von der zweiten Einrichtung, beispielsweise von der Servereinrichtung STAMPIT, im Vorfeld einer Interaktion mit einem Kunden bereitgestellt und bei Bedarf oder periodisch aktualisiert. Liegen alle Angaben vor, die zur Erstellung eines Frankiervermerks oder, wie im vorliegenden Beispiel zur Erstellung eines Adressetiketts mit integrierter Frankierung, erforderlich sind, so können dieses Daten mit den im vorherigen Schritt vom Benutzer festgelegten Frankierdaten insbesondere durch Benutzerdaten, ggf. Angaben zur Bezahlung sowie zusätzliche Informationen wie z.B. schmückende Frankier-Motive sowie weitere bekannter Kundendaten, angereichert werden. In einer weiteren Ausführungsform können diese zusätzlichen Informationen ebenfalls als Teil der Frankiervermerkanforderung an eine zweite Einrichtung übermittelt werden. Die Erfindung ist jedoch hierauf nicht beschränkt. Alle notwendigen, vom Kunden ausgewählten und/oder gewünschten Sendungsdaten wer- den als Teil der Frankiervermerkanforderung an die zweite Einrichtung übermittelt. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Sendungsdaten über eine von der ersten Einrichtung bereitgestellte Website und/oder mittels der Anwendung erfassbar.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst die zweite Einrichtung eine Prüfeinheit, bevorzugt als Teil der Servereinrichtung zur Überprüfung der Frankiervermerkanforderung, insbesondere zur Prüfung der Zahlungsreferenz, und zur Meldung des Ergebnisses an die erste Einrichtung. Die Prüfeinheit kann beispielsweise als Prüfsoftware ausgeführt sein. Die Prüfeinheit kann als Komponente der zweiten Einrichtung bzw. als Komponente der Servereinrichtung in der zweiten Einrichtung ausgeführt sein. Die Prüfung der Zahlungsreferenz bezieht sich einerseits auf die Prüfung des Sicherheitsmerkmals der Zahlungsrefe- renz zur Feststellung der Authentizität der Zahlungsreferenz.
Zum anderen entspricht die Zahlungsreferenz einem Geldbetrag, der einem bestimmten Frankiervermerk entspricht. Die Frankiervermerkanforderung umfasst Sendungsdaten, die unter anderem Angaben über Sender und Empfänger sowie das gewünschte Frankierprodukt umfassen. Die Prüfeinheit prüft daher auch, ob die Zahlungsreferenz einem Geldbetrag entspricht, der mit den Sendungsdaten übereinstimmt. In diesem Vergleich können auch Angaben über das zu versendende Produkt (Größe, Gewicht, Zerbrechlichkeit) einbezogen werden, die die Versendeart, beispielsweise als Brief oder Paket, beeinflussen bzw. festlegen und damit die Art des Frankiervermerks beeinflussen. Die Prüfeinheit liefert als Prüfergebnis eine Freigabe des gewünschten Frankiervermerks für die angegebenen Sendungsdaten in Kombination mit der entsprechenden Zahlungsreferenz.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst die erste Einrichtung Eingabemittel, die es den Kunden erlauben, die Frankiervermerkanforderung, insbesondere das Frankierprodukt und/oder die Sendungsdaten, zu korrigieren. Diese Korrektur kann notwendig werden, wenn die Prüfeinheit als Prüfergebnis beispielsweise feststellt, dass der Frankiervermerk für die übermittelten Sendungsdaten nicht dem Geldbetrag in der Zahlungsreferenz entspricht. Als Eingabemittel kann sich in der ersten Einrichtung beispielsweise ein Fenster öffnen, worin der Kunde gebeten wird, falsche, ungenaue oder unvollständige Kundendaten, Sendungsdaten oder andere geeignete Frankierprodukte einzugeben bzw. aus-
zuwählen. Die Information über die zu korrigierenden Daten wurde zuvor von der Prüfeinheit der zweiten Einrichtung an die erste Einrichtung zur Öffnung solcher Eingabemittel übermittelt. Die Korrektur kann darin bestehen, dass die Sendungsdaten der vorliegenden Zahlungsreferenz angeglichen werden oder dass die erste Einrichtung vom Bezahlsystem eine neue Zahlungsreferenz zur Übermittlung in einer korrigierten Frankiervermerkanforderung an die zweite Einrichtung erhält. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Prüfeinheit zur Freigabe der Bereitstellung des Frankiervermerks durch die Servereinrichtung an die erste Einrichtung vorgesehen. Diese Freigabe erfolgt nach einer erfolg- reichen Prüfung der Zahlungsreferenz und/oder der Kundendaten und/oder der Sendungsdaten und/oder des gewünschten Frankierprodukte.
In einer Ausführungsform kann die Übermittlung der Frankiervermerkanforderung in Abhängigkeit von einer erfolgten Bedienaktion eines Nutzers oder des Kunden in der ersten Einrichtung vorgenommen werden. Der zuvor beschriebene Prozessfluss könnte für den Nutzer oder Kunden am Bildschirm folgendermaßen aussehen: Nach Auswahl des zu versendenden Artikels, beispielsweise innerhalb des Auktionsportals (erste Einrichtung) nach abgeschlossener Auktion, wird der Versand vorbereitet. Hierzu klickt beispielsweise der Nutzer oder der Kunde auf eine vorbereitete Schaltfläche, beispielsweise zum Anfordern eines Frankiervermerkes. Anschließend wird er zur Versandumgebung dieses Auktionsportals weitergeleitet. Innerhalb der Versandumgebung werden das Sendungsprodukt und das Druckmedium bestätigt. Ferner kann der Bezahlvorgang für den Frankiervermerk über das Bezahlsystem über das Partnersystem, insbesondere in dessen Versandumgebung, durchgeführt werden. Beim Bestä- tigungs-Klick auf die entsprechende Schaltfläche wird nach Übertragung der Frankiervermerkanforderung an die zweite Einrichtung, beispielsweise ein Postunternehmen, unmittelbar ein Frankiervermerk bereitgestellt. Hierbei kann beispielsweise der Kunde entweder der Empfänger oder Absender der Post- sendung und der Nutzer der ersten Einrichtung entsprechend der Absender oder Empfänger sein.
Auf Basis der Frankiervermerkanforderung, die ohne Benutzerinteraktion auf Seiten des Postunternehmens übertragen wurden, erzeugt das Frankiersystem (Servereinrichtung) des Postunternehmens (zweite Einrichtung), beispielsweise STAMPIT der Deutschen Post, einen oder mehrere gültige Frankiervermerke. Je nach gewünschter Bereitstellung werden diese Frankiervermerke als Grafikoder Druckdateien (z.B. PDF) an das Partnersystem (Webportal) oder die Partnersoftware übermittelt. Alternativ können auch Hyperlinks auf entsprechende Grafik- oder Druckdateien bereitgestellt werden. Die Hyperlinks können auf das Frankiersystem verweisen und dazu verwendet werden, die Grafik- oder Druck- dateien herunterzuladen. Wie zuvor erwähnt, können die Grafik- oder Druckdateien bzw. Hyperlinks von der zweiten an die erste Einrichtung gesendet und dem Kunden oder Nutzer durch die erste Einrichtung zugänglich gemacht werden. Gleichfalls können die Grafik- oder Druckdateien bzw. Hyperlinks dem
Kunden oder Nutzer durch die zweite Einrichtung verfügbar gemacht werden.
Innerhalb des Prozessflusses des Partnersystems (erste Einrichtung) können die so erzeugten Frankiervermerke unmittelbar verwendet, angezeigt oder ausgedruckt werden. Für den Benutzer ergibt sich das Bild einer Vollintegration, weil er aus seiner Sicht den Hauptprozess beim Partnersystem (erste Einrichtung) zu keinem Zeitpunkt verlassen hat.
Zur Sicherheit sendet das Postunternehmen (zweite Einrichtung) dem Kunden optional eine Bestätigungs-E-Mail, über die bei Bedarf ein erneuter Ausdruck des Frankiervermerkes vorgenommen werden kann. Hierzu kann die E-Mail etwa die Grafik- oder Druckdaten des Frankiervermerks enthalten oder einen Hyperlink auf den Frankiervermerk.
Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Frankieren einer Post- Sendung für ein erfindungsgemäßes System, umfassend die Schritte:
Übermitteln einer Frankiervermerkanforderung umfassend zumindest eine Zahlungsreferenz von einer ersten Einrichtung mit einem Bezahlsystem an eine zweite Einrichtung,
Bereitstellen eines Frankiervermerks durch eine Servereinrichtung der zweiten Einrichtung zur Frankierung der Postsendung durch oder für den Kunden der ersten Einrichtung, und
Belasten des Bezahlsystems der ersten Einrichtung mit den Kosten für den oder die bereitgestellten Frankierungsvermerke zugunsten der zweiten Einrichtung mittels Übertragung der Zahlungsreferenz an das Bezahlsystem.
Der Ausdruck „Bezahlsystem der ersten Einrichtung" soll die direkte Interaktion zwischen erster Einrichtung und Bezahlsystem verdeutlichen. Hierbei braucht das Bezahlsystem nicht zwangsläufig als eine Untereinheit Teil der ersten Einrichtung sein. Das Bezahlsystem kann durchaus als externer Service direkt mit der ersten Einrichtung interagieren. Die Belastung des Bezahlsystems wird direkt beim Bezahlsystem durch die zweite Einrichtung vorgenommen, ohne die Belastung zuerst zur ersten Einrichtung mit späterer Weiterleitung an das Bezahlsystem übertragen. Dies kann auch gelten, wenn das Bezahlsystem Teil der ersten Einrichtung ist und über eine Schnittstelle direkt mit der zweiten Ein- richtung verbunden ist. Alternativ kann die Belastung über die erste Einrichtung zum Bezahlsystem als externes System oder interner Teil der ersten Einrichtung weitergeleitet werden. Bevorzugt wird die Belastung des Bezahlsystems durch Übermittlung einer Zahlungsreferenz in Form einer Lastschrift vorgenommen. Der Vorteil eines solchen „Lastschriftverfahrens" besteht darin, dass die Belastung des Bezahlsystems und damit die Belastung des Kontos des Kunden beim Bezahlsystem oder bei einem separaten Geldinstitut erst erfolgt, nachdem der Frankierungsvermerk bereitgestellt wurde. Dadurch wird beispielsweise gewährleistet, dass die Kosten für den Frankiervermerk erst abgebucht werden, wenn die Bereitstellung des Frankiervermerks erfolgreich erfolgt ist. Im Fall einer nicht erfolgten Übermittlung oder einer fehlgeschlagenen Bereitstellung des Frankiervermerks erfolgt keine Belastung des Bezahlsystems. Vorteilhaft für diese Ausführungsform ist es, wenn die Servereinrichtung die Übermittlung der Zahlungsreferenz an das Bezahlsystem durchführt, steuert
oder veranlasst, nachdem der Frankiervermerk für die erste Einrichtung bereitgestellt wurde.
In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst dieses Verfahren die Schritte:
Überprüfen der Frankiervermerkanforderung, insbesondere der Zahlungsreferenz, mittels einer in der zweiten Einrichtung angeordneten Prüfeinheit, bevorzugt mittels einer in der Servereinrichtung der zweiten Einrichtung angeordneten Prüfeinheit, und - Freigeben der Bereitstellung des Frankiervermerks durch die Prüfeinheit.
Die Prüfeinheit kann hierbei jede geeignete Art von Prüfeinheiten sein, beispielsweise eine Vergleichssoftware, die nach übermittelter Frankiervermerkanforderung die Datensätze der Frankiervermerkanforderung mit dem Geldbetrag für den Frankiervermerk in der Zahlungsreferenz vergleicht. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren daher die Schritte
Übermitteln des Überprüfungsergebnisses der Prüfeinheit an die erste Einrichtung, und
Bereitstellen eines Eingabemittels zur Korrektur der Frankiervermerkan- forderung, insbesondere zur Korrektur des Frankierprodukt und/oder der Sendungsdaten
Übermittlung der Korrekturen durch die erste Einrichtung an die zweite Einrichtung.
Das Eingabemittel umfasst dabei jede geeignete Form zur Eingabe von Korrekturen, beispielsweise ein sich öffnendes Eingabefenster zum Korrigieren der Daten. Das Übermitteln der Korrekturen kann die Übermittlung von geänderten Sendungsdaten bezeichnen, die nun der bereits vorliegenden Zahlungsreferenz entsprechen oder die Übermittlung einer geänderten Zahlungsreferenz oder einer neuen Frankiervermerkanforderung mit geänderter Zahlungsreferenz bezeichnen.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verfahren vor Übermittlung der Frankiervermerkanforderung die Schritte:
Absenden eines Abrechnungsauftrags durch die erste Einrichtung an das Bezahlsystem, - Zusenden einer Zahlungsreferenz vom Bezahlsystem an die erste Einrichtung, und
Erstellen einer Frankiervermerkanforderung umfassend die Zahlungsreferenz.
Diese Ausführungsform kann für Bezahlsysteme als externes System oder als interner Teil der ersten Einrichtung angewendet werden. Üblicherweise würde die Datenübertragung für ein Bezahlsystem als externes System über die voranstehend angeführten Datenleitungen mit den voranstehend angegebenen Vorkehrungen zur Datensicherheit vorgenommen werden. Externe Bezahlsys- teme könne alle Bezahlsystem sein, die für den voranstehend beschriebenen Datenaustausch geeignet sind.
Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindungen ergeben sich aus den nachfolgenden Darstellungen bevorzugter Aus- führungsformen und anhand der Abbildungen.
Von den Abbildungen zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes System zum Frankieren einer Postsendung mit einem Bezahlsystem als interner Teil der ersten Einrichtung,
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes System zum Frankieren einer Postsendung mit einem Bezahlsystem als externes System, Fig. 3 eine Veranschaulichung eines Triggerns der Übermittlung der ersten
Kundendaten und Fig. 4 ein Flussdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Frankieren einer Postsendung
Abbildung 1 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 zum Frankieren einer Postsendung mit einer ersten Einrichtung 11 , beispielsweise ein Partnersystem als Internetmarktplatz mit einer Anzahl an Webseiten, mit der ein Kunde 2 interagiert, beispielsweise zum Kauf und/oder Verkauf von Artikeln. Die Einrichtung 11 umfasst ein Bezahlsystem 111 , das in dieser Ausführungsform eine Komponente (oder Teil) der ersten Einrichtung 11 ist, daher hier gestrichelt dargestellt. Nach Erwerb oder Verkauf eines Artikel wird in der Versandvorbereitung, gegebenenfalls nach Austausch von Sendedaten zwischen dem Kunden 2 und der ersten Einrichtung 11 eine Frankiervermerkanfor- derung FVA mittels einer Datenleitung in einem für die zweite Einrichtung 12 lesbaren Format über eine entsprechende Schnittstelle, beispielsweise MapTos der Deutschen Post, übertragen.
Zur Erzeugung der Frankiervermerkanforderung FVA gibt der Kunde 2 in einem Dialog mit der ersten Einrichtung 11 ein Frankierprodukt bzw. einen Portowert für die Frankierung an. Die verfügbaren Frankierprodukte und zugeordneten Portowerte werden der ersten Einrichtung 11 von dem Postunternehmen bereitgestellt, so dass die Einrichtung 11 dem Kunden 2 eine Auswahl aus den bestehenden Frankierprodukten ermöglichen kann. Nachdem aufgrund der Auswahl eines Frankierprodukts der zu entrichtende Portowert ermittelt worden ist, wird über das Bezahlsystem 111 ein Zahlungsvorgang durchgeführt, in dem der Kunde 2 einen Abbuchungsauftrag erzeugt und dem Einzug eines dem Portowert entsprechenden Geldbetrag zustimmt. Dabei kann ein Einzug von einem Kundenkonto bei dem Bezahlsystem 111 vorgesehen sein, oder ein Einzug von einem weiteren Konto, beispielsweise bei einem Geldinstitut über das Bezahlsystem 111. Aufgrund des Abbuchungsauftrags wird eine Zahlungsreferenz Z erzeugt, die zumindest eine Angabe des Geldbetrags umfasst. Ferner enthält die Zahlungsreferenz Z vorzugsweise ein Sicherheitsmerkmal, das eine Überprüfung der Authentizität der Zahlungsreferenz Z ermöglicht. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine digitale Signatur des Bezahlsystems 111 handeln, welches die Zahlungsreferenz Z erzeugt hat.
Die Frankiervermerkanforderung FVA umfasst zumindest die von dem Bezahlsystem erzeugte Zahlungsreferenz Z. Die Frankiervermerkanforderung FVA kann noch zusätzliche Daten wie Kundendaten, Sendungsdaten, das gewünschte Frankierprodukt und/oder Daten für das Bezahlsystem enthalten. Ei- ne optional in der zweiten Einrichtung 12 vorhandene Prüfeinheit 122 überprüft die Frankiervermerkanforderung FVA auf Authentizität der Zahlungsreferenz und Übereinstimmung des in der Zahlungsreferenz angegebenen Geldbetrags mit den Sendungsdaten. Die Überprüfung kann die Vollständigkeit der benötigten Daten zur Erstellung eines Frankiervermerks sowie das für die Sendungs- daten geeignete Frankierprodukt umfassen. Der Fachmann kann im Rahmen dieser Erfindung weitere Prüfkriterien hinzufügen. Liefert die Überprüfung ein positives Ergebnis, so erteil die Prüfeinheit 122 die Freigabe F für die Bereitstellung des Frankiervermerks FV an die Servereinrichtung 121. In alternativen Ausführungsformen kann auf eine solche Prüfeinheit verzichtet werden oder die Servereinheit 121 übernimmt eine Prüfung der für die Erstellung des Frankiervermerks FV notwendigen Angaben. Die Prüfeinheit 122 ist in Abbildung 1 als eine separate Einheit zur Servereinrichtung dargestellt. Die Prüfeinheit 122 kann alternativ auch ein Teil der Servereinrichtung 121 sein. Die Servereinrichtung 121 , beispielsweise STAMPIT der Deutschen Post, stellt einen oder meh- rere Frankiervermerke FV bereit und belastet das Bezahlsystem 111 bei der ersten Einrichtung 11 mittels der Übermittlung der Zahlungsreferenz Z mit den Kosten für den oder die Frankierungsvermerke FV.
Je nach gewünschter Bereitstellung werden diese Frankiervermerke als Grafik- oder Druckdateien (z.B. PDF) übermittelt. In diesem Fall kann automatisch ein Druckprogramm, insbesondere ein PDF-Druckprogramm, beim Kunden geöffnet werden, mit dem der Frankiervermerk ausgedruckt werden kann. Alternativ kann auch ein Hyperlink auf eine entsprechende Grafik- oder Druckdatei bereitgestellt werden. Der kann von dem Kunden dazu verwendet werden, die Grafik- oder Druckdateien herunterzuladen. Die heruntergeladene Datei bzw. der enthaltene Frankierungsvermerk kann dann wiederum mittels eines Druckprogramms gedruckt werden. Vorzugsweise wird die Datei oder der Hyperlink von
der Servereinrichtung DP an das Partnersystem übermittelt. Diese sendet die Datei oder den Hyperlink dann an den Kunden K weiter. Alternativ kann es auch vorgesehen sein, dass die Datei oder der Hyperlink direkt von der Servereinrichtung DP an den Kunden K übermittelt wird.
Der Prozess der Belastung des Bezahlsystems 111 kann dabei völlig unabhängig von der Bereitstellung des Frankiervermerks FV durch die Servereinrichtung 121 sein. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Belastung des Bezahlsystems erst nach erfolgreich durchgeführter Bereitstellung des Frankier- Vermerks. Dabei kann beispielsweise die erste Einrichtung den korrekten Erhalt des Frankiervermerks der zweiten Einheit quittieren. In einer weiteren Ausführungsform kann die Frankiervermerkanforderung FVA beispielsweise Angaben zum gewünschten Belastungsdatum oder Belastungsintervall umfassen. Hier könnten die Zahlungsreferenzen Z beispielsweise nicht für jeden bereitgestell- ten Frankiervermerk FV direkt an das Bezahlsystem 111 übermittelt werden, sondern gemäß eines Kundenwunsches oder gemäß eventueller Vereinbarungen zwischen ersten und zweiter Einrichtung an die zweite Einrichtung wöchentlich, monatlich oder jährlich übermittelt werden. Die Zahlungsreferenzen Z könnten dabei für einen Kunden gesammelt und als Gruppe an Zahlungsrefe- renzen an das Bezahlsystem 111 übermittelt werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Zahlungsreferenz Z eine begrenzte Gültigkeitsdauer besitzt, die in der Zahlungsreferenz angegeben werden kann. In diesem, Fall erfolgt die Übermittlung an das Bezahlsystem 111 innerhalb der Gültigkeitsdauer.
Abbildung 2 zeigt eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems zum Frankieren einer Postsendung. Der Unterschied zu Abbildung 1 besteht darin, dass das Bezahlsystem 111 hier als externes System zu der ersten Einrichtung 11 ausgeführt ist. In der Versandvorbereitung sendet hier die erste Einrichtung 11 den Abrechnungsauftrag AA an das externe Bezahlsystem 111 , beispielsweise eine Gesellschaft zur Abwicklung von Bezahlverfahren, und erhält daraufhin eine Zahlungsreferenz Z zur Übermittlung an die zweite Einrichtung 12. Die erste Einrichtung 11 erstellt aus der erhaltenen Zahlungsrefe-
renz Z und weiteren Daten wie voranstehend beschrieben eine Frankiervermerkanforderung FVA zur Übermittlung an die zweite Einrichtung 12. Die weiteren Schritte verlaufen wie unter Abbildung 1 beschrieben. Lediglich die Belastung des Bezahlsystems 111 geschieht hier durch Übermittlung der Zahlungsre- ferenz Z direkt an das in dieser Ausführungsform externe Bezahlsystem 111 , ohne dabei die erste Einrichtung 11 für die Übermittlung einzuschalten.
In einer Ausführungsform kann die Übermittlung der Frankiervermerkanforderung FVA umfassend zumindest eine Zahlungsreferenz Z durch eine Aktion A bei der ersten Einrichtung 11 verursacht werden, wie in Abbildung 3 gezeigt. Diese Aktion kann je nach Partnerunternehmen oder Partnersoftware als erste Einrichtung 11 vom Kunden 2 selbst oder von einem Nutzer N, der mit dem Kunden 2 über die erste Einrichtung 11 interagiert, ausgelöst werden. Die Durchführung der Aktion A oder der Aufruf der Aktion A triggern die Übertragen der Frankiervermerkanfrage FVA an die zweite Einrichtung 12. Aktionen A können beispielsweise das Abschließen einer Kaufverhandlung oder Kaufauktion sein.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Frankieren ei- ner Postsendung ist in Abbildung 4 dargestellt. Der Kunde 2 triggert durch eine Aktion A die Übermittlung einer Frankiervermerkanforderung FVA an die zweite Einrichtung 12. Eine Prüfeinheit 122 überprüft die Frankiervermerkanforderung FVA. Gegebenenfalls hat der Kunden 2 über ein Eingabemittel 112 bei der ersten Einrichtung die Möglichkeit, die Frankiervermerkanforderung FVA zu korri- gieren. Die korrigierten Daten werden erneut an die zweite Einrichtung 12 übermittelt. Im Falle korrekter Daten gibt die Prüfeinheit 122 die Erstellung und Bereitstellung eines Frankiervermerks frei (Pfeil mit Bezugszeichen F) und die Servereinrichtung 121 wird veranlasst, einen Frankiervermerk FV in der zuvor beschriebenen Weise bereitzustellen. Die Belastung des Bezahlsystems 111 mit den Kosten für die Bereitstellung des Frankiervermerks durch Übermittlung der Zahlungsreferenz Z (Pfeil mit Bezugszeichen Z) kann hierbei beispielsweise durch die Prüfeinheit 122 oder durch die Servereinrichtung 121 durchgeführt werden. Die Belastung des Bezahlsystems 111 selbst kann abhängig oder un-
abhängig von der Bereitstellung des Frankiervermerks FV erfolgen. Bevorzugt erfolgt die Belastung des Bezahlsystems nach erfolgter Bereitstellung des Frankiervermerks. Hier kann die erste Einrichtung beispielsweise die erfolgreiche Bereitstellung des Frankiervermerks der zweiten Einrichtung mitteilen, wo- bei diese Mitteilung die Belastung des Bezahlsystems auslöst.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung sind lediglich beispielhaft zu verstehen und zeigen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten erfindungsgemäß eingesetzter Systeme und Verfahren zur Frankierung einer Postsen- düng. Alternative Ausführungsformen, die der Fachmann aus den Ausführungsbeispielen ableitet, sind vom Schutzbereich dieser Erfindung ebenfalls erfasst.
Liste der Bezugszeichen
1 System zum Frankieren einer Postsendung
11 erste Einrichtung 111 Bezahlsystem
112 Eingabemittel
12 Zweite Einrichtung
121 Servereinrichtung zur Erstellung und Versendung eines Frankiervermerks 122 Prüfeinheit
2 Kunde
A Aktion in erster Einrichtung durch Kunde oder Nutzer
AA Abrechnungsauftrag
FVA Frankiervermerkanforderung FV Frankiervermerk
F Freigabe der Bereitstellung des Frankiervermerks
K Korrektur der Frankiervermerkanfrage durch den Kunden
N Nutzer
Z Zahlungsreferenz