Beschreibung
Hydraulische Zahnradmaschine
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Zahnradmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In der EP 1 291 526 A2 ist eine Zahnradmaschine mit einem Gehäuse gezeigt, in dem zwei miteinander kämmende und in Lagerbuchsen bzw. Lagerkörpern gelagerte Zahnräder angeordnet sind, wobei das Gehäuse mit einem ersten und zweiten Gehäusedeckel jeweils stirnseitig verschlossen ist. Die Zahnräder sind axial mit jeweils zwei Axialflächen zwischen den Lagerkörpern und radial jeweils über eine in den Lagerkörpern aufgenommene Lagerwelle gleitend gelagert. Im Betrieb der Zahnradmaschine wirken auf die Zahnräder in jeweils die gleiche Zahnradlängsachse hydraulische und mechanische Kräfte. Damit der in Wirkrichtung der Kräfte liegende erste Lagerkörper nicht über die Axialflächen der Zahnräder zwischen die Zahnräder und den ersten Gehäusedeckel gepresst ist und zwischen den Zahnrädern und dem zweiten Lagerkörper nur ein geringer Gleitspalt auftritt, wird auf die Zahnräder und den ersten Lagerkörper eine Gegenkraft aufgebracht. Diese ist dabei größer als die hydraulischen und mechanischen Kräfte, so dass der erste Lagerkörper gegen die Zahnräder, die Zahnräder gegen den zweiten Lagerkörper und der zweite Lagerkörper gegen den zweiten Gehäusedeckel gepresst sind. Die Kraftresultierenden auf die Lagerkörper und die Zahnräder wirken somit alle in Richtung des zweiten Gehäusedeckels.
Die Gegenkraft auf die Zahnräder wird über an den Lagerwellen angreifende Kolben aufgebracht. Die Kolben sind dabei etwa koaxial zur Zahnradlängsachse in einem zwischen dem ersten Gehäusedeckel und dem Gehäuse angeordneten Zwischendeckel gleitend aufgenommen und liegen mit einer ersten Kolbenstirnfläche an einer in Richtung des ersten Gehäusedeckels weisenden Wellenstirnfläche der Lagerwellen an und werden über eine zweite Kolbenstirnfläche jeweils mit Druck beaufschlagt. Auf den ersten Lagerkörper wird die Gegenkraft über ein zwischen dem Lagerkörper und dem Zwischendeckel ausgebildetes Druckfeld aufgebracht.
Nachteilig bei dieser Lösung ist, dass das gesamte Paket aus Lagerkörpern und Zahnrädern auf den zweiten Gehäusedeckel der Zahnradmaschine gepresst ist, wodurch der zweite Gehäusedeckel und das Gehäuse sehr hoch und ungleichmäßig belastet sind. Durch das Zusammenpressen der Zahnräder und der Lagerkörper tritt ein recht hoher Verschleiß zwischen den Axialflächen der Zahnräder und den Lagerkörpern auf. Des Weiteren erfordert das Aufbringen der Gegenkraft auf die Lagerwellen und die Lagerkörper einen hohen vorrichtungstechnischen Aufwand mit einer Vielzahl von Bauteilen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine hydraulische Zahnradmaschine zu schaffen, die vorrichtungstechnisch einfach und mit einer geringen Anzahl von Bauteilen aufgebaut ist und einen niedrigen Verschleiß aufweist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine hydraulische Zahnradmaschine gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Erfindungsgemäß hat eine Zahnradmaschine ein Gehäuse zum Aufnehmen von zweier miteinander kämmenden Zahnrädern. Diese sind axial mit Axialflächen zwischen im Gehäuse aufgenommenen Lagerkörpern und radial mit jeweils einer in den Lagerkörpern aufgenommenen Lagerwelle gleitend gelagert. Auf jeweils ein Zahnrad wirkt im Betrieb der Zahnradmaschine eine Axialkraftkomponente einer aus im Betrieb auftretenden hydraulischen und mechanischen Kräften resultierenden Kraft in eine gleiche Axialrichtung. Zumindest ein Druckfeld ist zwischen zumindest einer in Wirkrichtung der Axialkraftkomponente liegenden Axialfläche einer Zahnrads und dem an die zumindest eine Axialfläche angrenzenden Lagerkörpern vorgesehen.
Diese Lösung hat den Vorteil, dass durch das Druckfeld eine gegen die Axialkraftkomponente wirkende Gegenkraft auf die Zahnräder ohne zusätzliche Bauteile aufbringbar ist. Des Weiteren wird durch das Druckfeld die als Anpresskraft wirkende Axialkraftkomponente der Zahnräder verkleinert, wodurch die Gleittreibung zwischen den Zahnrädern und den in Wirkrichtung der Axialkraftkomponente liegenden Lagerkörpern verringert und Verschleiß minimiert ist.
Vorzugsweise sind die Zahnräder schräg verzahnt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen den in Wirkrichtung der Axialkraftkomponente liegenden Axialflächen der Zahnräder und der den Axialflächen gegenüberliegenden Gleitflächen des Lagerkörpers jeweils ein Druckfeld vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass die Druckfelder eine unterschiedliche Größe aufweisen können, wodurch die jeweiligen Zahnräder mit einer unterschiedlichen Druckkraft beaufschlagbar sind.
Die Druckfelder können einfach als Drucktaschen ausgebildet sein.
Von Vorteil ist, wenn die Drucktaschen in die Gleitflächen des in Wirkrichtung der Axialkraftkomponente liegenden Lagerkörpers als in der Herstellung kostengünstige Drucknuten eingebracht sind.
Vorzugsweise ist eine erste Drucknut konzentrisch umlaufend um ein erstes Lagerauge und eine zweite Drucknut eine Teilkreis umgreifend um ein zweites Lagerauge in die Gleitfläche des in Wirkrichtung des Axialkraftkomponente liegenden Lagerkörpers eingebracht, wodurch unterschiedliche Wirkflächen der Drucknuten realisiert sind.
Mit Vorteil sind die Drucknuten über Anschlussnuten mit dem Hochdruck der Zahnradmaschine in Druckmittelverbindung. Hierdurch ist die in den Drucknuten wirkende Druckkraft an die Betriebsbedingungen der Zahnradmaschine koppelbar.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Drucktaschen in die Wirkrichtung der Axialkraftkomponente liegenden Axialflächen der Zahnräder eingebracht.
Die Drucktaschen sind einfach fertigbar entlang eines Umfangabschnitts um die jeweilige Lagerwelle der Zahnräder ausgebildet, wodurch auch ein geringer Leckagespalt auftritt.
Damit eine gleichmäßige Druckbeaufschlagung der Zahnräder erfolgen kann, ist es vorteilhaft, wenn die Drucktaschen umlaufend um die jeweilige Lagerwelle der Zahnräder ausgebildet sind.
Vorzugsweise wird zur Erhöhung der Wirkfläche der Drucktaschen zumindest eine Drucktasche um in den Zahnstirnflächen der Zähne des Zahnrads eingebrachte Zahntaschenabschnitte erweitert.
Die Druckölversorgung der Drucktaschen kann über den angrenzenden Lagerkörper erfolgen, wobei die Drucktaschen beispielsweise mit Hochdruck der Zahnradmaschine in Druckmittelverbindung stehen.
Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Im Folgenden werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 in einem Längsschnitt eine vereinfachte Darstellung einer Zahnradmaschine;
Figur 2 in einer Seitenansicht eine vereinfachte Darstellung eines Pakets aus Lagerkörpern und Zahnrädern der Zahnradmaschine aus Figur 1 ;
Figur 3 in einer Längsschnittansicht eine vereinfachte Darstellung von Lagerkörpern und Zahnrädern der Zahnradmaschine gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 4 eine Draufsicht des Lagerkörpers aus Figur 3; und
Figur 5 eine Draufsicht auf die Zahnräder der Zahnradmaschine gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In Figur 1 ist in einem Längsschnitt eine als Zahnradmaschine 1 ausgebildete hydraulische Arbeitsmaschine gemäß einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Diese weist ein Maschinengehäuse 2 auf, welches mittels zweier Gehäusedeckel 4 und 6 verschlossen ist. Der in die Figur 1 rechte Gehäusedeckel 6 der Zahnradmaschine 1 ist von einer ersten Lagerwelle 8 durchgriffen, auf weicher ein erstes Zahnrad 10 innerhalb des Maschinengehäuses 2 angeordnet ist. Das erste Zahnrad 10 steht mit einem zweiten Zahnrad 12 über eine Schrägverzahnung 14 in Eingriff, wobei das Zahnrad 12 auf einer zweiten Lagerwelle 16 drehfest angeordnet ist. Die erste und zweite Lagerwelle 8 und 16 sind jeweils in zwei Gleitlagern 18, 20 bzw. 22, 24 geführt. Die in der Figur 1 rechten Gleitlager 20, 24 sind dabei in einem Lagerkörper 26 und die in der Figur 1 linken Gleitlager 18, 22 in einem Lagerkörper 28 aufgenommen. Die Zahnräder 10 und 12 sind in Axialrichtung jeweils über eine erste Axialfläche 30 bzw. 32 auf dem zweiten in Figur 1 rechten Lagerkörper 26 und über jeweils eine zweite Axialfläche 34 bzw. 36 auf dem linken Lagerkörper 28 jeweils gleitend gelagert. Gleitflächen zwischen den Zahnrädern 10, 12 und den Lagerkörpern 26, 28 können zur Verringerung der Reibung mit einer Gleitbeschichtung, wie M0S2, Graphit oder PTFE versehen sein. Die Lagerkörper 26 und 28 weisen jeweils mit einer Stirnfläche 38 bzw. 40 zu den Gehäusedeckeln 6 bzw. 4 hin.
Die Gehäusedeckel 4, 6 sind über Zentrierbolzen 42 an dem Maschinengehäuse 2 ausgerichtet. Zwischen den Gehäusedeckeln 4 und 6 und dem Maschinengehäuse 2 ist eine Gehäusedichtung 44 angeordnet. Des Weiteren ist eine Axialfelddichtung 46 jeweils in die Stirnflächen 38 und 40 der Lagerkörper 26 bzw. 28 zur Trennung eines Hoch- von einem Niederdruckbereich der Zahnradmaschine 1 eingebracht. Ein Wellen- dichtring 48 dichtet den Durchgriff der ersten Lagerwelle 8 durch den in der Figur 1 rechten Gehäusedeckel 6 ab.
Im Betrieb der Zahnradmaschine 1 treten hydraulische und mechanische Kräfte auf, was schematisch in der folgenden Figur 2 näher erläutert ist.
Figur 2 zeigt in einer Seitenansicht eine vereinfachten Darstellung das Pakets aus Zahnrädern 10 und 12 und Lagerkörpern 26 und 28 zur Erläuterung der in der Zahnradmaschine 1 aus Figur 1 im Betrieb auftretenden hydraulischen und im Wesentlichen durch die Schrägverzahnung 14 wirkenden mechanischen Kräfte. Eine Kraftkomponente einer hydraulischen Kraft wirkt bei beiden Zahnrädern 10, 12 in die gleiche axiale Richtung in der Figur 2 nach links. Zusätzlich wirkt auf ein treibendes Zahnrad, das in der Figur 2 das obere Zahnrad 10 ist, eine mechanische Kraftkomponente einer mechanischen Kraft in Wirkrichtung der hydraulischen Kraftkomponente und auf ein angetriebenes Zahnrad, das in der Figur 2 das untere Zahnrad 12 ist, eine mechanische Kraftkomponente entgegen die Wirkrichtung der hydraulischen Kraftkomponente. Die hydraulischen und mechanischen Kraftkomponenten ergeben an beiden Zahnrädern 10, 12 jeweils eine resultierende Axialkraftkomponente 47, 49 in die gleiche Richtung (in Figur 2 nach links), allerdings mit einem unterschiedlichen Betrag.
Die mit Axialkraftkomponenten 47, 49 beaufschlagten Zahnräder 10 und 12 stützen sich jeweils mit den Axialflächen 34 bzw. 36 an dem in der Figur 2 linken Lagerkörper 28 ab. Der rechte Lagerkörper 26 wird von den auf die Zahnräder 10, 12 wirkenden Axialkraftkomponenten nicht belastet. Zur Verringerung des Verschleißes zwischen den Zahnrädern 10, 12 und dem in Figur 2 linken Lagerkörper 28, werden die Zahnräder mit einer Gegenkraft beaufschlagt, was in der Figur 2 mit gestrichelten Pfeilen gekennzeichnet ist.
In der Figur 3 ist in einer Längsschnittansicht eine vereinfachte Darstellung von den Lagerkörpern 26, 28 und den Zahnrädern 10, 12 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Zahnradmaschine 1 aus Figur 1 offenbart. Zur Beaufschlagung der Zahnrädern 10, 12 mit der Gegenkraft ist ein Druckfeld zwischen den in der Wirkrichtung der Axialkraftkomponenten 47, 49 liegenden Axialflächen 34 und 36 der jeweiligen Zahnräder 10 bzw. 12 und den den Axialflächen 34 und 36 gegenüberliegenden Gleitflächen 50 bzw. 52 des Lagerkörpers 28 vorgesehen. Die Lagerkörper 26, 28 können wie in der Figur 3 zweiteilig aufgebaut sein. Das Druckfeld wird durch in die Gleitflächen 50 und 52 jeweils eingebrachte Drucknuten 54 bzw. 56 und den jeweiligen Axialflächen 34 bzw. 36 begrenzt. Durch das Druckfeld auf den Lagerkörper 28 und die Zahnräder 10, 12 wirkende Druckkräfte 58, 60 sind vereinfacht durch Doppelpfeile in der Figur 3
gekennzeichnet, wobei der Lagerkörper 28 zur besseren Darstellbarkeit der Druckkräfte 58, 60 nach links versetzt ist. Die Ausgestaltung der Drucknuten 54, 56 ist in der folgenden Figur 4 ersichtlich.
Figur 4 offenbart in einer Draufsicht die Gleitflächen 50, 52 des brillenförmigen Lagerkörpers 28 aus Figur 3. Die erste Drucknut 54 ist umlaufend um ein in der Figur 4 oberes Lagerauge 62 ist in die Gleitfläche eingebracht. Die zweite Drucknut 56 ist einen Teilkreis umgreifend um ein unteres Lagerauge 64 im Wesentlichen im Hochdruckbereich der Zahnradmaschine 1 aus Figur 1 ausgebildet. Die Drucknuten 54, 56 sind über Radialnuten 66 mit dem Hochdruck der Zahnradmaschine 1 in Druckmittelverbindung.
Durch die in den Figuren 3 und 4 in den Gleitflächen 50 und 52 jeweils eingebrachte Drucknuten 54 bzw. 56 werden die Zahnräder 10, 12 und der Lagerkörper 28 mit den Druckkräften 58. 60 beaufschlagt. Die Druckkräfte 58, 60 wirken gegen die Axialkraftkomponenten 47, 49 wodurch die Gleitreibung und der Verschleiß zwischen den Zahnräder 10, 12 und dem Lagerkörper 28 verringert ist. Die Größe der Drucknuten 54, 56 ist dabei derart ausgelegt, dass die auf die Zahnräder 10, 12 beaufschlagten Axialkraftkomponenten 47, 49 durch die Druckkräfte 58, 60 im Wesentlichen kompensiert und die Zahnräder 10, 12 somit etwa hydrostatisch gelagert sind. Die in Figur 3 obere Axialkraftkomponente 47 weist einen größeren Betrag als die untere Axialkraftkomponente 49 auf, weshalb die obere Drucknut 54 aus Figur 4 großflächiger als die untere Drucknut 56 ausgebildet ist.
Die Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf die Axialflächen 34, 36 der Zahnräder 10, 12 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Zahnradmaschine 1 aus Figur 1. Hierbei wird das Druckfeld nicht durch wie in der Figur 3 in den Lagerkörper 28 eingebrachte Drucknuten 54, 56, sondern durch jeweils in die Axialflächen 34 und 36 der Zahnräder 10 bzw. 12 eingebrachte Drucktaschen 68 bzw. 70 begrenzt. Die in der Figur 5 untere Drucktasche 70 des Zahnrads 12 ist als Ringnut ausgebildet, die umlaufend in die Axialfläche 36 zwischen Zahnstirnflächen 72 von Zähnen 74 des Zahnrads 12 und einer Außenmantelfläche der Lagerwelle 16 eingebracht ist. Die in der Figur 5 obere Drucktasche 68 des Zahnrads 10 hat zusätzlich zu einer der Drucktasche 70 entsprechenden Ringnut in den Zahnstirnflächen 72 eingebrachte Zahntaschenabschnitte 76, womit die
Drucktasche 68 somit großflächig in die Axialfläche 34 eingebracht ist. Radial begrenzt wird die Drucktasche 68 dann mit einer um den Umfang des Zahnrads 10 umlaufenden Wandung 78. Die Drucktaschen 68, 70 sind mit dem Hochdruck der Zahnradmaschine 1 aus Figur 1 beispielsweise über Anschlussnuten in dem angrenzenden Lagerkörper 28 (siehe Figur 1 ) in Druckmittelverbindung.
Durch die Drucktaschen 68, 70 der Zahnräder 10, 12 werden die Druckkräfte 58, 60 aus Figur 3 im Wirkbereich der mit Axialkraftkomponenten 47, 49 beaufschlagten Zahnräder 10, 12 auf den Lagerkörper 28 eingebracht. Da die in der Figur 4 obere Drucktasche 68 eine größere axiale Druckangriffsfläche wie die untere Drucktasche 70 aufweist, ist die auf das obere Zahnrad 10 wirkende Druckkraft höher.
Alternativ ist denkbar, dass die Drucktaschen 68, 70 aus Figur 4 nicht umlaufend, sondern nur einen Teilkreis umgreifend und eine größere radiale Breite aufweisend in die Zahnräder 10, 12 eingebracht sind. Hierdurch könnte beispielsweise die Fertigung vereinfacht sein und ein Leckagespalt verkleinert werden, was zu geringeren hydraulischen Verlusten führen würde.
Die Wirkungsweise der vorstehend erläuterten Axialspalt- und Axialkraftkompensation ist dabei unabhängig von der Bauart der eingesetzten Lagerelemente und ist daher bei allen, für die axiale Abdichtung von Zahnradmaschinen geeigneten Bauelementen anwendbar. Gleiches gilt auch für die Art der Verzahnung und deren Parameter. Eine derartige Axialspalt- und Axialkraftkompensation ist sowohl in Außen- als auch in Innenzahnradmaschinen einsetzbar.
Die Zahnradmaschine ist als Zahnradpumpe oder -motor einsetzbar.
Offenbart ist eine Zahnradmaschine mit einem Gehäuse zum Aufnehmen zweier miteinander kämmender Zahnräder. Diese sind axial mit Axialflächen zwischen Gehäuse aufgenommen Lagerkörpern und radial mit jeweils einer in den Lagerkörpern aufgenommenen Lagerwelle gleitend gelagert. Im Betrieb der Zahnradmaschine treten hydraulische und mechanische Kräfte auf, wobei eine Axialkraftkomponente dieser Kräfte jeweils auf die Zahnräder in eine gleiche Axialrichtung wirkt. Zum Entgegenwirken die-
ser Axialkraftkomponente ist ein Druckfeld zwischen zumindest einer in Wirkrichtung der Axialkraftkomponente liegenden Axialfläche eines Zahnrads und dem an die zumindest eine Axialfläche angrenzenden Lagerkörper vorgesehen.