Vorrichtung und Verfahren zur Filtration von Blut
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Filtration einer flüssigen Probe, insbesondere Blut, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Filtration einer flüssigen Probe, insbesondere Blut, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Die vorliegende Erfindung befasst sich mit der Filtration einer flüssigen Probe. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um eine biologische Probe oder Pro- benflüssigkeit, insbesondere um Blut o. dgl. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung die Filtration einer partikelhaltigen Lösung (Suspension), wie Blut oder einer sonstigen menschlichen oder tierischen Körperflüssigkeit.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich insbesondere mit fluidischen Vorrichtungen, die ein mikrofluidisches System enthalten oder bilden. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich daher vorzugsweise auf Vorrichtungen, bei denen Kapillarkräfte wirken und insbesondere für die Funktion wichtig oder maßgeblich sind.
Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen Blut mittels einer Membran gefiltert wird. Das Filtrat bzw. Permeat wird in einer sich flachseitig an die Membran anschließenden Kammer aufgenommen und seitlich über einen Kanal abgeführt. Solche Vorrichtungen zur Bluttrennung sind beispielsweise aus der WO 2005/119211 AI und der WO 2009/106331 A2 bekannt.
Die Bluttrennung kann durch Ausüben eines Drucks, insbesondere Anlegen eines Unterdrucks, beschleunigt oder unterstützt werden. Die EP 1 421 993 AI offenbart eine Vorrichtung zur Bluttrennung, wobei ein Träger aus einem Transportvlies, z.B. aus Glasfasern, in einem Bluttrennbereich mit einem Trennvlies versehen wird. Das Trennvlies bildet einen Filter zur Abtrennung von Blutbestandteilen. Die Bluttrennung erfolgt durch Kapillarkräfte, wobei unterstützend beispielsweise ein Unterdruck angelegt werden kann. Eine technische Realisierung zur Erzeugung des Unterdrucks wird jedoch nicht angegeben. Nach der Bluttrennung wird das abgetrennte Blutplasma dem Transportvlies durch Auspressen entnommen. Bedarfsweise kann der Bereich des
Trägers mit dem Trennvlies von dem sonstigen Träger separiert werden, um eine potentielle Verunreinigung des Blutplasmas durch Blutzellen zu verhindern. Nachteilig ist hier, dass eine relativ Undefinierte und langsame Bluttrennung und Weiterleitung des abgetrennten Blutplasmas in ein Vlies erfolgt. Weiter ist nachteilig, dass eine separate Einrichtung zum Auspressen zur Entnahme des abgetrennten Blutplasmas erforderlich ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Filtration einer flüssigen Probe, wie Blut, anzugeben, wobei eine optimierte bzw. beschleunigte Filtration und/oder ein einfacher Aufbau ermöglicht wird bzw. werden.
Die obige Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder ein Verfahren gemäß Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass beim Filtern einer Probe durch eine Membran zunächst die Filtration (nur) kapillarbetrieben - also durch Kapillarkräfte getrieben - erfolgt, bis die gefilterte Probe ein der Membran zur Ableitung zugeordnetes fluidisches System erreicht oder teilweise füllt, und dass erst dann ein Unter- oder Überdruck zur Beschleunigung der Filtration bzw. für die weitere Filtration eingesetzt wird, also dann eine druckbetriebene Filtration erfolgt. Hierzu wird insbesondere eine Fördereinrichtung eingesetzt, die einen Unter- oder Überdruck zur Beschleunigung der Filtration bzw. für die weitere Filtration erst dann erzeugt oder eingesetzt, nachdem die gefilterte Probe das fluidische System erreicht oder teilweise gefüllt hat. So können verschiedene Vorteile erreicht werden.
Durch die zunächst kapillarbetriebene Filtration können Lufteinschlüsse und Luftblasen vermieden oder zumindest minimiert werden.
Beim Start der Filtration bzw. bei der kapillarbetriebenen Filtration besteht allenfalls ein geringes Risiko von Hämolyse (unerwünschte Zernetzung oder Zerstörung von Zellen, wie Blutzellen bei der Filtration).
Die anfänglich rein kapillarbetriebene Filtration gestattet eine optimale fluidische Abdichtung gegen Gasaustausch bzw. -eintritt von außen, insbesondere zwischen der zur Filterung eingesetzten Membran und dem nachgeordneten fluidischen System, so dass insbesondere keine luftdichte Verbindung bzw. aufwendige Verbindungstechnik zum gasdichten Verbinden der Filtrationsmembran mit dem zugeordneten Träger bzw. fluidischen System erforderlich ist.
Die anschließende druckbetriebene Filtration gestattet eine Beschleunigung der Filtration gegenüber der rein kapillarbetriebenen Filtration, so dass eine besonders schnelle Filtration bzw. hohe Volumenströme ermöglicht wird oder werden.
Die druckbetriebene Filtration ermöglicht eine bessere Reproduzierbarkeit, da der Fluss durch die Druckdifferenz bzw. die Höhe des wirkenden Unterdrucks oder Überdrucks festgelegt ist und gesteuert oder sogar geregelt werden kann.
Bei der druckbetriebenen Filtration können native bzw. unbehandelte Materialien, insbesondere auch hydrophobe Materialien, für den Träger bzw. das fluidische System selbst bei der Filtration hydrophiler Proben eingesetzt werden. Dies ist einer einfachen und kostengünstigen Herstellung zuträglich.
Gemäß einer Ausführung s Variante liegt die Membran nur lose auf einem das fluidische System bildenden Träger oder dessen Abdeckung auf. Dies gestattet eine sehr einfache Realisierung bzw. Herstellung. Insbesondere ist dies möglich, da hier eine anfängliche fluidische Abdichtung durch das kapillare Füllen bei der anfänglichen kapillarbetriebenen Filtration ermöglicht bzw. erreicht wird.
Vorzugsweise wird der Unter- oder Überdruck zur druckbetriebenen Filtration auf höchstens 100 mPa, insbesondere auf im Wesentlichen 50 mPa oder weniger, begrenzt. Hierdurch kann verhindert werden, dass die fluidische Abdichtung insbesondere zwischen der Membran einerseits und dem Träger bzw. dem fluidischen System oder der Abdeckung des Trägers andererseits überbeansprucht wird bzw. undicht wird.
Besonders bevorzugt erfolgt die Ableitung der gefilterten Probe auf einer Flachseite der Membran über eine Aufnahmeöffnung des fluidischen Systems, wobei die Aufnahmeöffnung vorzugsweise zumindest im Wesentlichen zentral oder mittig unter der Membran angeordnet ist. Dies ist der bevorzugten, insbesondere umlaufenden oder ringartigen fluidischen Abdichtung durch die gefilterte Probe zuträglich.
Vorzugsweise liegt die Membran zumindest im Wesentlichen vollflächig auf dem Träger und/oder dessen Abdeckung auf. Hierdurch kann das Totvolumen für die gefilterte Probe unter der Membran minimiert oder quasi ganz vermieden werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung kann die Membran direkt mit dem das fluidische System bildenden Träger verbunden und/oder in einer Vertiefung davon aufgenommen sein, wenn die gefilterte Probe vorzugsweise senkrecht zur Flachseite oder durch den Träger hindurch, insbesondere durch eine Durchbrechung des Trägers, unter der Membran abgeleitet wird. Dies gestattet einen sehr kompakten, einfachen Aufbau, wobei insbesondere eine außenseitige oder zusätzliche Anbringung einer Zuführeinrichtung oder Aufnahmeeinrichtung für die Probe entfallen kann.
Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Vorrichtung vorzugsweise eine mit der Membran in kapillarem Kontakt stehende Zuführeinrichtung für die Probe aufweist. Die Zuführeinrichtung ist beispielsweise trichterförmig ausgebildet und führt die zur filternden Probe insbesondere über Kapillarkräfte in unmittelbarem Kontakt mit der Membran. Die Zuführeinrichtung ist insbesondere in einer Aufnahmeeimichtung für die Probe angeordnet oder davon gebildet, wobei die Membran ihrerseits randseitig und/oder umlaufend, vorzugsweise mit der Aufnahmeeinrichtung verbunden ist. Dies gestattet einen sehr einfachen Aufbau mit sicherer Zuleitung der Probe zu der Membran, wobei insbesondere eine hydrophile Wandung oder Be- schichtung der Zuführeinrichtung bzw. Aufnahmeeinrichtung auch bei der Filtration einer hydrophilen Probe nicht erforderlich ist, da diese durch den kapillarenbzw. direkten Kontakt durch die Zuführeinrichtung direkt zur Membran geleitet wird.
Die vorgenannten Aspekte der vorliegenden Erfindung sowie die sich aus der weiteren Beschreibung und den Ansprüchen ergebenden Aspekte der vorliegenden Erfindung können unabhängig voneinander, aber auch in beliebiger Kombination realisiert werden.
Weitere Vorteile, Merkmale, Eigenschaften und Aspekte der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen anhand der Zeichnung. Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;
Fig. 2 einen schematischen Schnitt einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform;
Fig. 3 eine schematische Draufsicht eines Trägers der Vorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform; und
Fig. 4 einen schematischen Schnitt einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform.
In den Figuren werden für gleiche oder ähnliche Teile dieselben Bezugszeichen verwendet, wobei entsprechende oder vergleichbare Eigenschaften und Vorteile erreicht werden, auch wenn eine wiederholte Beschreibung weggelassen ist.
Fig. 1 zeigt in einem schematischen Schnitt eine vorschlagsgemäße Vorrichtung 1 zur Filtration einer flüssigen Probe 2. Insbesondere handelt es sich bei der Probe 2 um eine partikelhaltige Lösung bzw. Suspension. Besonders bevorzugt handelt es sich um eine biologische Probe 2. Beim Darstellungsbeispiel handelt es sich insbesondere um Blut oder eine sonstige menschliche oder tierische Körperflüssigkeit. Jedoch können auch sonstige Flüssigkeiten bzw. Suspensionen o. dgl. als Probe 2 filtriert werden.
Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine Membran 3 oder sonstige Trenneinrichtung zur Filtration der Probe 2 bzw. Abtrennung von Bestandteilen oder Partikeln aus der Probe 2 auf.
Die Membran 3 ist vorzugsweise, wie in der WO 2009/106331 A2 beschrieben, aufgebaut oder gebildet, die hiermit diesbezüglich als ergänzende Offenbarung eingeführt wird.
Unter dem Begriff "Membran" ist insbesondere ein flächiges Filterelement zu verstehen, das zur Filterung einer flüssigen Probe 2 im genannten Sinne, insbesondere von Blut o. dgl., beispielsweise zur Abscheidung von Blutzellen und/oder zur Plasmaseparation, geeignet ist.
Die Membran 3 kann bedarfsweise auch mehrschichtig aufgebaut und/oder mehr oder weniger offenporig ausgebildet sein. Es kann sich auch um ein geeignetes Verbundmaterial handeln.
Insbesondere können mehrere Membranen bzw. Filterelemente direkt übereinander geschichtet sein.
Die Vorrichtung 1 weist einen Träger 4 auf, der ein fluidisches System 5 bildet oder aufweist. Insbesondere ist das fluidische System 5 zumindest teilweise oder vollständig von oder in dem Träger 4, ggf. zusammen mit einer Abdeckung 6 gebildet.
Der Träger 4 ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen plattenartig und/oder starr ausgehüllt und besonders bevorzugt aus Kunststoff hergestellt, insbesondere spritzgegossen.
Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine dem Träger 4 zugeordnete Abdeckung 6 auf, die vorzugsweise das fluidische System 5 zumindest teilweise abdeckt. Insbesondere deckt die Abdeckung 6 im Träger 4 gebildete Vertiefungen, Rillen o. dgl. - vorzugsweise flüssigkeitsdicht und insbesondere auch gasdicht - zumindest teilweise ab, die zumindest Teile des fluidischen Systems 5 bilden.
Die Abdeckung 6 ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen glatt, eben, elastisch verformbar, und/oder folienartig ausgebildet. Insbesondere handelt es sich um eine Kunststofffolie o. dgl.
Die Abdeckung 6 ist vorzugsweise auf einer Flachseite des Trägers 4 angeordnet oder aufgebracht, beispielsweise durch Kleben, Siegeln, insbesondere Heißsiegeln, Schweißen o. dgl.
Beim Darstellungsbeispiel weist die Vorrichtung 1 bzw. der Träger 4 bzw. das fluidische System 5 vorzugsweise einen Aufnahmekanal 7 mit einer Aufnah- meöffnung 8 für die vorzugsweise gefilterte Probe 2 bzw. das Permeat auf.
Bei der in Fig. 1 dargestellten, ersten Ausführungsform weist der Träger 4 vorzugsweise einen erhöhten Bereich 9 auf, der besonders bevorzugt unmittelbar mit der Membran 3 in Kontakt steht bzw. auf dem die Membran 3 vorzugsweise direkt aufliegt.
Die Aufnahme Öffnung 8 bzw. der Aufnahmekanal 7 öffnet sich vorzugsweise in diesem erhöhten Bereich 9 des Trägers 4 zur Membran 3 hin. Mit anderen Worten, der Aufnahmekanal 7 beginnt insbesondere in dem erhöhten Bereich 9.
Der Aufnahmekanal 7 ist vorzugsweise durch eine entsprechende Nut, Rille oder sonstige Ausnehmung im Träger 4 gebildet und verläuft beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise entlang der der Membran 3 zugewandten Oberfläche oder Flachseite des Trägers 4. Dies gestattet eine sehr einfache Herstellung des Trägers 4, und der Nuten, Rillen o. dgl. insbesondere durch Spritzgießen.
Die Abdeckung 6 deckt den Träger 4 bzw. dessen der Membran 3 zugewandte Oberfläche oder Flachseite vorzugsweise zumindest im Wesentlichen vollständig ab, insbesondere den Aufnahmekanal 7, so dass der Aufnahmekanal 7 bzw. dessen Aufnahme Öffnung 8 sich zumindest im Wesentlichen nur zentral unter der Membran 3 zur Membran 3 bzw. generell öffnet. Unter dem Begriff "zentral" ist hier insbesondere eine zumindest im Wesentlichen mittige Anordnung zu verstehen. Alternativ oder zusätzlich kann dies jedoch auch be-
deuten, dass nur eine einzige Aufnahmeöffnung 8 zur Ableitung der gefilterten Probe 2 bzw. vom Permeat vorgesehen ist.
Beim Darstellungsbeispiel gemäß Fig. 1 verläuft der Aufnahmekanal 7 ausgehend von der Aufnahmeöffnung 8 nach links. Der Aufnahmekanal 7 ist durch die Abdeckung 6 abgedeckt. An den Aufnahmekanal 7 können sich dann weitere Kanäle, Kavitäten, wie ein Reservoir, o. dgl. des fluidischen Systems 5, beispielsweise zur Manipulation oder Untersuchung der gefilterten Probe 2, insbesondere des Blutplasmas, anschließen.
Die Abdeckung 6 erstreckt sich beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise bis unter die Membran 3, insbesondere von allen Seiten oder umlaufend. Besonders bevorzugt bildet die Abdeckung 6 einen ringartigen Auflagebereich um die Aufnahmeöffnung 8 bzw. den erhöhten Bereich 9 herum.
Die Membran 3 liegt beim Darstellungsbeispiel - vorzugsweise zumindest im Wesentlichen vollflächig oder gleichmäßig - auf dem erhöhten Bereich 9 und außen herum auf dem Träger 4 oder dessen Abdeckung 6 auf. So kann ein sehr geringes oder quasi vernachlässigbares Totvolumen für die gefilterte Probe 2 auf der Abgabeseite der Membran 3 gebildet werden.
Zwischen dem erhöhten Bereich 9 und der sich seitlich dazu anschließenden Abdeckung 6 ist optimal oder vorzugsweise ein gewisser Abstand vorhanden, so dass vorzugsweise ein Ringbereich 10 gebildet wird. Dieser wird von der gefilterten Probe 2 gefüllt und ist vorzugsweise an die Aufnahmeöffnung 8 bzw. den Aufnahmekanal 7 fluidisch angeschlossen. Dies führt zu einer optimierten Ableitung der gefilterten Probe 2 unter der Membran und/oder zu einer optimalen fluidischer Dichtung gegen Lufteintritt.
Die gefilterte Probe 2 bzw. das Permeat wird über die Aufnahmeöffnung 8 von dem Aufnahmekanal 7 bzw. fluidischen System 5 aufgenommen und abgeleitet, insbesondere für eine weitere Manipulation oder Untersuchung, zur Abgabe an eine andere Einrichtung oder für eine externe Untersuchung o. dgl. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung 1 und die Probe 2 jedoch in einem Zustand vor dem Beginn der kapillarbetriebenen Filtration bzw. bevor die Probe 2 auf und in die Membran 3 strömt oder diffundiert.
Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine Zuführeinrichtung 11 zur Zuführung der zu filternden Probe 2 zu der Membran 3 auf. Die Zuführeinrichtung 11 ist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise trichterartig ausgebildet oder mit einem trichterartigen Bereich versehen.
Die Zuführeinrichtung 11 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie in kapillarem Kontakt und/oder direktem Kontakt mit der Membran 3 steht, um die Probe 2 der Membran 3 selbst dann zuzuleiten, wenn das die Zuführeinrichtung 11 bildende Material bzw. ihre Oberfläche nur sehr schlecht oder quasi nicht von der Probe 2 benetzbar ist, beispielsweise weil die Zuführeimichtung 11 bzw. deren Material hydrophob und die Probe 2 hingegen hydrophil ist.
Beim Darstellungsbeispiel wird die Probe 2 von der Zuführeinrichtung 11 vorzugsweise zentral oder mittig auf die Membran 3 geleitet und/oder über eine zentrale oder mittige Zuführöffnung 12 und/oder einen sich direkt bis in die Nähe oder auf die Membran 3 erstreckenden Zuführ ab schnitt 13 geleitet, um den bevorzugten direkten oder kapillaren Kontakt zur Membran 3 für die Probe 2 herzustellen. Der Zuführabschnitt 13 kann beispielsweise durch ein kapillares Röhrchen, eine Kerbe, eine Säulenstruktur und/oder eine sonstige geeignete Struktur gebildet sein.
Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine Aufnahme einrichtung 14 zur Aufnahme der zu filternden Probe 2 und/oder zur Halterung der Membran 3 auf. Beim Darstellungsbeispiel ist die Membran 3 vorzugsweise fest oder unlösbar, insbesondere in einem umlaufenden Randbereich, mit der Aufnahmeeinrichtung 14 verbunden, beispielsweise durch Schweißen, Kleben, Klemmen und/oder auf jede sonstige geeignete Art und Weise. Die Aufnahmeeinrichtung 14 weist beim Darstellungsbeispiel insbesondere eine entsprechende Aufnahmeöffnung oder Vertiefung für die Membran 3 auf.
Beim Darstellungsbeispiel ist die Zuführeirmchtung 11 in der Aufnahmeeinrichtung 14 angeordnet und/oder von dieser gebildet bzw. einstückig mit dieser ausgebildet. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich.
Die Ausbildung der Zuführeinrichtung 11, so dass diese mit der Membran 3 in direktem und/oder kapillarem Kontakt für die Probe 2 steht, stellt einen besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung dar, der auch unabhängig von der vorschlagsgemäßen Kombination von Kapillarkraft betriebener und druckbetriebener Filtration realisierbar ist.
Besonders bevorzugt erfolgt zunächst bzw. anfänglich eine rein kapillarbetriebene Filtration oder Füllung. Die Probe 2 dringt also (nur) aufgrund von Kapillarkräften in die Membran 3 ein und durchdringt diese, wobei insbesondere feste Bestandteile der Probe 2, wie Zellen o. dgl., zumindest bei einer gewissen Größe, von der Membran 3 zurückgehalten, also aus der Probe 2 herausgefiltert werden.
Bei der Zuführung der Probe 2 kann sich diese ggf. auf der flachen Zuführseite der Membran 3 verteilen.
Die Membran 3 weist vorzugsweise eine derartige Dicke und/oder Struktur auf, dass die Probe 2 auch innerhalb der Membran 3 in die Flächenerstreckung der Membran 3 strömen kann. Dieses Strömen wird auch als "Querfluss" bei der vorliegenden Erfindung bezeichnet.
Beim Darstellungsbeispiel ist der Querfluss in der Membran 3 sehr wichtig, da die Membran 3 vorzugsweise zumindest im Wesentlichen vollflächig auf der darunter liegenden Abdeckung 6 in dem äußeren Ringbereich aufliegt, was maßgeblich zu dem bevorzugten geringen Totvolumen führt, jedoch mit einem geringeren Durchsatz bzw. einer geringeren Filterleistung einhergeht und/oder insbesondere den genannten Querfluss der Probe 2 in der Membran 3 erfordert.
Die gefilterte Probe 2 füllt die beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise sehr kleinen Zwischenräume zwischen der Membran 3 und dem Träger 4 bzw. der Abdeckung 6, wodurch eine insbesondere luftdichte Abdichtung gegenüber der Umgebung erreichbar ist. Diese Abdichtung wird bei der vorliegenden Erfindung auch kurz als "fluidische Abdichtung" bezeichnet.
Insbesondere bei dem relativ langsamen verlaufenden, Kapillarkraft betriebenen Filtern der Probe 2 und anschließenden Füllen der sich abgabeseitig an der Membran 3 anschließenden Hohlräume, Zwischenräume u. dgl., wird darin enthaltene Luft verdrängt. Beispielsweise wird der Ringbereich 10, sofern vorhanden, vorzugsweise vollständig gefüllt, ohne dass Luft oder Luftblasen eingeschlossen werden.
Schließlich erreicht die gefilterte Probe 2 das fluidische System 5, hier die Aufnahme Öffnung 8 und den Aufnahmekanal 7, und kann - je nach den wirkenden Kapillarkräften - ggf. auch das fluidische System 5 anfangen zu füllen. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
Nach der oben beschriebenen, anfänglichen kapillarbetriebenen Filtration und/oder Füllung erfolgt besonders bevorzugt nämlich eine druckbetriebene Filtration durch Anlegen eines Unter- oder Überdruck, wodurch die Filtration fortgeführt und/oder gegenüber der kapillarbetriebene Filtration beschleunigt und ggf. die weitere Filtration überhaupt ermöglicht wird.
Zur Erzeugung des Unter- oder Überdrucks ist der Vorrichtung 1 vorzugsweise eine Fördereinrichtung 15 zugeordnet. Bei der Fördereinrichtung 15 kann es sich beispielsweise um eine Vakuumpumpe, Unterdruckpumpe o. dgl. handeln. Bei der Fördereinrichtung 15 kann es sich um eine separate Einrichtung handeln. Die Fördereinrichtung 15 kann jedoch auch einen Teil der Vorrichtung 1 bilden bzw. in diese integriert sein.
Ein Unter- oder Überdruck zur Beschleunigung der Filtration und/oder zur weiteren Filtration wird vorzugsweise erst dann erzeugt oder angelegt, nachdem die gefilterte Probe 2 das fluidische System 5 erreicht oder teilweise gefüllt hat. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass das Erreichen oder teilweise Füllen des fluidischen Systems 5 durch die Probe 2 detek- tiert und erst dann die Fördereinrichtung 15 eingeschaltet oder zugeschaltet oder ein entsprechendes Ventil geöffnet oder geschlossen oder eine entsprechende Belüftung geschlossen wird. Beispielsweise kann dies über eine entsprechende, nicht dargestellte Detektionseinrichtung erfolgen oder dadurch, dass die gefilterte Probe 2 selbst eine Belüftungsöffnung o. dgl., beispielsweise nach teilweisem Füllen des fluidischen Systems 5, schließt. Alternativ oder
zusätzlich kann die Erzeugung des Unter- oder Überdrucks für die druckbetriebene Filtration auch nach einer vorbestimmten Zeit, beispielsweise nach Aufgabe der Probe 2 auf die Vorrichtung 1 erfolgen. Dies kann durch eine entsprechende Zeitsteuerung o. dgl. realisiert werden.
Die weitere Filtration erfolgt druckbetrieben, also mit Unter- oder Überdruck, wobei dies einer Unterstützung oder Beschleunigung der Filtration dienen kann oder die Filtration überhaupt erst ermöglicht.
Die fluidische Abdichtung verhindert, insbesondere bei der Filtration unter Unterdruck, ein unerwünschtes Eindringen von Luft oder sonstigem Gas.
Insbesondere ist es erfindungsgemäß sogar möglich, die Membran 3 - ggf. zusammen mit der Zuführeinrichtung 11 und/oder Aufnahme einrichtung 14 nur lose auf den Träger 4 bzw. die Abdeckung 6 aufzulegen. Die fluidische Abdichtung sorgt dann für die gewünschte Abdichtung gegenüber der Umgebung. So kann eine ansonsten erforderliche gasdichte Verbindung der Aufnahmeeinrichtung 14 mit dem Träger 4 oder dessen Abdeckung 6 vermieden werden.
Der Unter- oder Überdruck, der bei der Filtration eingesetzt wird bzw. wirkt, wird vorzugsweise auf höchstens 100 mPa, insbesondere auf im Wesentlichen 50 mPa oder weniger, begrenzt. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass die fluidische Abdichtung nicht überbeansprucht wird. Insbesondere kann bei einer derartigen Begrenzung erreicht oder sichergestellt werden, dass die Kapillarkräfte oder Diffusionskräfte, die für die fluidische Abdichtung sorgen, größer als die ausgeübten Druckkräfte sind.
Der fluidischen Abdichtung ist die besonders bevorzugte unmittelbare Auflage der Membran 3 auf dem Träger 4 oder dessen Abdeckung 6 zuträglich, da so ein unmittelbarer Kontakt mit der Probe 2 erreicht wird. Insbesondere werden so alle Zwischenräume auf der Abgabeseite bzw. Permeatseite zum Träger 4 bzw. dessen Abdeckung 6 hin minimiert und/oder sicher gefüllt. Jedoch kann die Membran 3 grundsätzlich auch etwas, vorzugsweise aber nur geringfügig, von dem Träger 4 bzw. dessen Abdeckung 6 beabstandet angeordnet sein.
Die vorschlagsgemäße Kombination der zunächst nur kapillarbetriebenen Filtration bzw. anfänglichen Füllung mit der anschließenden druckbetriebenen oder druckunterstützten Filtration (wobei die Filtration durch Unter- oder Überdruck beschleunigt oder unterstützt oder durchgeführt wird) führt zu verschiedenen Vorteilen.
Die zunächst kapillare Befüllung führt dazu oder erleichtert, dass die gefilterte Probe 2, insbesondere das Plasma, luftblasenfrei ist und/oder dass Lufteinschlüsse in der Vorrichtung 1, insbesondere in der Membran 3 und/oder in sich daran anschließenden Zwischenräumen, vermieden werden.
Die vorschlagsgemäße Kombination erlaubt eine "lose" Verbindung oder Auflage oder beispielsweise eine nicht gasdichte Verbindung zwischen der eigentlichen Probenaufnahme, wie der Membran 3, der Zuführeinrichtung 11 und/oder Aufnahme einrichtung 14 einerseits und der Aufnahme für die gefilterte Probe 2 bzw. des Plasmas, wie dem Träger 4, dem fluidischen System 5 und/oder der Abdeckung 6, andererseits.
Die Filtration ist sehr gut reproduzierbar, da die Fließrate maßgeblich durch die Druckdifferenz, also den wirkenden Unterdruck oder Überdruck, bestimmt wird und bedarfsweise gesteuert oder geregelt werden kann.
Es sind eine hohe Filtrationsleistung und hohe Fließraten möglich. Die gesamte Ausbeute bzw. Gesamtmenge an gefilterter Probe 2 bzw. abgegebenem Blutplasma kann dadurch jedoch normalerweise nicht erhöht werden, da dieses Volumen meistens primär oder ausschließlich durch die Kapazität der Membran 3 bestimmt wird, da die Membran 3 schließlich am Ende der Filtration "verstopft".
Die vorschlagsgemäße Kombination führt zu einem geringen Risiko der Hä- molyse, da insbesondere zu Beginn die kapillarbetriebene Filtration eine unerwünschte Zerstörung von Zellen, wie Blutzellen o. dgl., vermeidet. Bei der weiteren Filtration ist das Risiko der Hämolyse, auch bei druckbetriebener Filtration, dann nicht mehr so groß.
Die vorschlagsgemäße Kombination ermöglicht es bei einer hydrophilen Flüssigkeit, beispielsweise nur eine hydrophile Membran 3 einzusetzen. Die weiteren Strukturen können beispielsweise aus nativem oder unbehandeltem bzw. hydrohobem Kunststoff oder Glas hergestellt sein und/oder müssen insbesondere nicht hydrophil sein. Die hydrophile oder hydrophiliert Membran 3 führt nämlich bei entsprechender abgabeseitiger Auflage bereits zu einer insbesondere ausreichenden oder gar vollständigen Benetzung der nachfolgenden Strukturen, wie des Trägers 4 und/oder der Abdeckung 6, insbesondere direkt unterhalb der Membran 3 . Jedoch kann eine zumindest teilweise Hydrophilierung der sonstigen Strukturen auch vorteilhaft sein, um eine schnellere Benetzung zu bewirken.
Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen und Varianten der vorschlagsgemäßen Vorrichtung 1 und vorschlagsgemäßen Verfahren anhand der weiteren Figuren näher erläutert. Die bisherigen Ausführungen und Erläuterungen geltend hierbei insbesondere entsprechend, auch wenn eine Wiederholung weggelassen ist. Insbesondere ergeben sich auch entsprechende oder ähnliche Merkmale oder Eigenschaften.
Fig. 2 zeigt in einem schematischen Schnitt eine zweite Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Vorrichtung 1. Fig. 3 zeigt die Vorrichtung 1 gemäß der zweiten Ausführungsform in einer Draufsicht, jedoch nur den Träger 4 mit der Abdeckung 6.
Bei der zweiten Ausführungsform ist unter der Membran 3 vorzugsweise eine Struktur 16 zur Zuleitung der gefilterten Probe 2, also des Permeats, zu der Aufnahmeöffnung 8 bzw. zu dem Aufnahmekanal 7 bzw. zu dem fluidischen System 5 vorgesehen oder gebildet. Die Struktur 16 ist insbesondere von dem Träger 4 oder in dem Träger 4 gebildet.
Die Struktur 16 weist insbesondere Nuten, Vertiefungen, Rillen, Rampen o. dgl. auf und/oder ist insbesondere zumindest im Wesentlichen ausgehend vom Rand der Membran 3 und/oder radial und/oder zur Aufnahmeöffnung 8 hin vertieft oder geneigt, insbesondere um die gefilterte Probe 2 bzw. das Permeat von außen nach innen bzw. zur Mitte hin bzw. zur Aufnahmeöffnung 8 hin zu fördern. Besonders bevorzugt weist die Struktur 16 eine sektorartige Ausbil-
dung oder mehrere sektorartig verlaufende Vertiefungen, Rampen o. dgl. auf, wie insbesondere aus der Draufsicht gemäß Fig. 3 ersichtlich.
Die Struktur 16 kann jedoch zusätzlich oder alternativ auch sonstige Erhöhungen, Säulen, Vorsprünge o. dgl., die insbesondere einen fluidischen Kontakt zu der darüber liegenden Membran 3 herstellen, aufweisen.
Bei der zweiten Ausführungsform ist die Zuführeinrichtung 11 weggelassen.
Bei der zweiten Ausführungsform ist die Membran 3 wiederum vorzugsweise randseitig und/oder umlaufend dicht mit der Aufnahme einrichtung 14 verbunden, insbesondere verschweißt.
Die Aufnahmeeinrichtung 14 ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen ringartig ausgebildet.
Die Aufnahmeeinrichtung 14 ist vorzugsweise mit dem Träger 4 bzw. dessen Abdeckung 6 verbunden, wobei jedoch eine gasdichte Verbindung nicht unbedingt erforderlich ist.
Bei der zweiten Ausführungsform weist die Abdeckung 6 vorzugsweise einen insbesondere zungenartigen Vorsprung 17 auf, der sich zur Mitte bzw. Auf- nahmeöffnung 8 hin unter die Membran 3 erstreckt, wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich. Der Vorsprung 17 deckt den Aufnahmekanal 7 ab, so dass sich die Aufnahmeöffnung 8 zumindest im Wesentlichen nur zentral oder nur in der Mitte unter der Membran 3 zur Membran 3 hin öffnet. Diese zentrale bzw. mittige Ableitung der gefilterten Probe 2 bzw. des Permeats, insbesondere des Blutplasmas, führt zu einer besonders guten fluidischen Abdichtung.
Im Hinblick auf eine gute fluidische Abdichtung wird vorzugsweise umlaufend und/oder entlang des Randes der Membran 3 unter der Membran 3 ein Ringbereich 10 gebildet, in dem die flüssige Probe 2 bzw. das Permeat durch Kapillarkräfte gehalten wird. Dies wird durch einen entsprechenden Kontakt oder einen geringen Abstand der Membran 3 zu dem darunter liegenden Träger 4 oder dessen Abdeckung 6 erreicht. Vorzugsweise ist der Ringbereich 10 im Querschnitt sehr flach ausgebildet, besitzt also eine wesentlich größere
Breite oder radiale Erstreckung als Höhe. Dies ist einer guten fluidischen Dichtung zuträglich.
Bei der zweiten Ausführungsform führt die Struktur 16 zu einer besseren oder schnelleren Ableitung oder großflächigeren Ableitung der gefilterten Probe 2 bzw. des Permeats unter der Membran 3, so dass eine höhere Filterleistung und damit ein höherer Durchsatz möglich sind. Jedoch führt dies zu einem höheren Totvolumen unter der Membran 3 bzw. zwischen der Membran 3 und dem eigentlichen fluidischen System 5 bzw. der Aufnahmeöffnung 8.
Ein Vorteil der Struktur 16 oder ähnlicher Strukturen liegt darin, dass in der Membran 3 kein Querfluss erforderlich ist. Insbesondere können daher auch Membranen 3 ohne Querfluss oder mit nur verringertem Querfluss eingesetzt werden.
Fig. 4 zeigt in einem schematischen Schnitt eine dritte Ausführungsform der vorschlagsgemäßen Vorrichtung 1. Hier verläuft der Aufnahmekanal 7, zumindest der sich an die Aufnahmeöffnung 8 unmittelbar anschließende Abschnitt, quer zur Flächenerstreckung des Trägers 4 oder der Membran 3 und/oder vorzugsweise zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche oder Flachseite des Trägers 4. Besonders bevorzugt ist der Aufnahmekanal 7 als Durchbrechung im Träger 4 ausgebildet oder ausgeführt, da eine Überdeckung des Aufnahmekanals 7 bzw. einer im Träger 4 hierzu gebildete Nut o. dgl. durch die Abdeckung 6 auf der der Membran 3 zugewandten Flachseite des Trägers 4 nicht erforderlich ist.
Insbesondere schließt sich an den Aufnahmekanal 7 auf der anderen Flachseite ein weiterer Kanal 18 des fluidischen Systems 5 an, der dann beispielsweise parallel zu der Flachseite verläuft und insbesondere von der auf dieser Flachseite angeordneten Abdeckung 6 abgedeckt ist. Jedoch sind hier auch andere konstruktive Lösungen oder Anordnungen möglich.
Bei der dritten Ausführungsform ist die Membran 3 vorzugsweise in einer Vertiefung 19 des Trägers 3 aufgenommen, wie in Fig. 4 angedeutet. Dies ist insbesondere aufgrund der Ableitung der gefilterten Probe 2 auf die andere Seite des Trägers 4 und/oder durch den Verlauf des Aufnahmekanals 7 quer
zu der Haupterstreckungsebene der Membran 3 und/oder des Trägers 4 möglich, da eine Überdeckung des Aufnahmekanals 7 bzw. einer im Träger 4 hierzu gebildeten Nut o. dgl. durch die Abdeckung 6 auf der der Membran 3 zugewandten Flachseite des Trägers 4 nicht erforderlich ist.
Die Membran 3 kann mit dem Träger 4 insbesondere randseitig und/oder umlaufend, insbesondere in der Vertiefung 19, verbunden, insbesondere verschweißt sein.
Alternativ oder zusätzlich kann die Membran 3 zumindest teilweise, überdeckt sein, insbesondere durch einen Deckel 20, der vorzugsweise durch eine entsprechende Folie o. dgl. gebildet ist. Der Deckel 20 bzw. die Folie ist dann vorzugsweise mit einer entsprechenden Zufüröffnung 12 zur Aufnahme der Probe 2 versehen. Der Deckel 20 bzw. die Folie kann die Membran 3 auch am Träger 4 befestigen oder halten, insbesondere in der Vertiefung 19, und/oder eine insbesondere randseitige (ausreichende) Abdichtung bilden.
Die einzelnen Ausführungsformen und einzelne Merkmale und Aspekte der verschiedenen Ausführungsformen können auch beliebig miteinander kombiniert, aber auch unabhängig voneinander realisiert werden.
Bezugszeichenliste: Vonichtung
Probe
Membran
Träger
fluidisches System
Abdeckung
Aufnahmekanal
Aufnahmeöffnung
erhöhter Bereich
Ringbereich
Zuführeinrichtung
Zuführöffnung
Zuführabschnitt
Aufnahmeeimichtung
Fördereinrichtung
Struktur
Vorsprung
Kanal
Vertiefung
Deckel