Inhalator sowie Verfahren zum Erzeugen eines Aerosols
Beschreibung
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Inhalator, insbesondere zur Erzeugung eines Aerosols. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Erzeugen eines Aerosols mittels eines
Inhalators .
Hintergrund der Erfindung Dosieraerosole sind bekannt. Diese werden beispielsweise als Asthmaspray verwendet. Der dafür verwendete Inhalator umfasst einen Sprühkopf, über den ein partikelhaltiger Nebel abgegeben wird. Auf diese Weise können über den
Partikelnebel Wirkstoffe über die Lunge besonders schnell in die Blutbahn gelangen.
Erzeugung und Verabreichung von Dosieraerosolen ist problematisch. So setzen sich die Partikel bekannter
Dosieraerosole aufgrund ihrer Partikelgröße recht schnell ab, was dazu führt, dass die gewünschte Dosierung nur dann erzielt wird, wenn der Benutzer das Einatmen gut auf den Sprühstoß abstimmt.
Dies führt dazu, dass bei bekannten Inhalatoren in der Regel nur 10-20% des in einem Sprühstoff enthaltenen
Wirkstoffes die Lungen des Anwenders erreichen.
Zur Raucherentwöhnung, insbesondere als Ersatzmittel für Zigaretten, sind nikotinhaltige Dosieraerosole bekannt. Derartige nikotinhaltige Dosieraerosole erzielen bislang aber oft nicht die gewünschte Wirkung. Dies könnte daran liegen, dass Nikotin beim Rauchen in erster Linie über die Lunge resorbiert wird.
Bekannte Inhalatoren zur Erzeugung von Aerosolen erzeugen aber in der Regel Partikel in einer Größe von mindestens 5 ym. Derartige Partikel sind nicht lungengängig und gelangen nicht in die Alveolen. Vielmehr schlagen sich die Partikel überwiegend im Rachen sowie teilweise auch noch in den Bronchien nieder. So kann zwar auch Nikotin vom Körper resorbiert werden, was Entzugserscheinungen vermindert. Aufgrund der langsameren Resorption stellt sich für den Benutzer aber nicht der beim Rauchen typische Kick durch einen schnellen Anstieg des Nikotins im Blut ein.
Weiter ist problematisch, dass bei Dosieraerosolen die vom Sprühkopf erzeugten Partikel in der Regel mit recht hoher Geschwindigkeit aus der Düse austreten. Dies hat zur Folge, dass diese aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit auf den Schleimhäuten auftreffen und dort hängen bleiben, mithin nicht in die Lunge gelangen. Des Weiteren ist die
Verweilzeit der Partikel in einer Aerosolwolke recht kurz, was es erforderlich macht, dass die Abgabe des Sprühstoßes und das Einatmen gut aufeinander abgestimmt sind. Um das Einatmen des Aerosols zu erleichtern, ist es daher aus der Praxis bekannt, dass das Aerosol in eine großvolumige
Kammer gesprüht wird. In dieser Kammer kann sich die
Geschwindigkeit der Partikel aufgrund des längeren
zurückzulegenden Wegs verlangsamen und der Verwender kann sodann die in der Kammer befindliche Aerosolwolke einatmen, wobei die vorstehend beschriebene Abstimmung des Einatmens auf den Sprühstoß nicht mehr in gleichem Maße erforderlich ist. Nachteilig ist aber, dass eine derartige Kammer ein Inhalator mit entsprechend großen Abmessungen erforderlich macht, so dass dieser zum Mitführen äußerst unpraktisch ist .
Ein weiteres Problem ist, dass bei bekannten
Dosieraerosolen in der Regel aufgrund des hohen Drucks mit dem die Partikel des Sprühstoßes austreten sowie aufgrund der Partikelgeschwindigkeit, die Temperatur des Nebels relativ gering ist, insbesondere deutlich unter
Körpertemperatur liegt, selbst wenn der Inhalator im
Wesentlichen Körpertemperatur hat.
Dies kann in vielen Fällen zu einer verschlechterten
Aufnahmefähigkeit der Lunge für den Wirkstoff führen.
Aufgabe der Erfindung
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Inhalator sowie ein Verfahren zum Herstellen eines Aerosols bereit zu stellen, bei welchem sich auf einfache Weise Aerosole mit einer verbesserten Lungengängigkeit erzeugen lassen. Es ist weiter eine Aufgabe der Erfindung, die
Geschwindigkeit der Aerosolpartikel auf einfache Weise zu reduzieren .
Zusammenfassung der Erfindung
Die Erfindung wurde bereits durch einen Inhalator nach Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der
Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen. Die Erfindung betrifft einen Inhalator. Dieser ist
insbesondere zur Abgabe eines nikotinhaltigen
Dosieraerosols oder eines Asthmamedikaments ausgebildet und umfasst hierfür einen Behälter mit einer nikotinhaltigen Lösung .
Bei einer Ausführungsform handelt es sich um ein Pumpspray, bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird zum Erzeugen eines Aerosols ein Treibmittel verwendet, welches in einer Düse in einer an sich dem Fachmann bekannten Art und Weise ein Aerosol erzeugt.
Der Inhalator umfasst einen Sprühkopf mit einer Düse.
Gemäß der Erfindung ist vor der Düse zumindest eine
Filtermembran angeordnet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Volumen eines Fluidkanals zwischen Düse und Filtermembran weniger als halb so groß, vorzugsweise weniger als ein Viertel so groß wie das Volumen eines Sprühstoßes des
Inhalators bei Standardbedingungen nach SATP (entsprechend 25°C und 1, 013 bar) .
Der Aerosolbildung liegt der Effekt zugrunde, dass sich beim Überführen des Treibmittels in dem gasförmigen Zustand fein verteilte Tropfen bilden.
Beträgt nun das gesamte Volumen des Fluidkanals von der Düse, aus welcher das noch flüssige Aerosol nach Öffnen des Ventils ausströmt wesentlich weniger als das Volumen der Aerosolwolke, bei welcher das Treibmittel in den
gasförmigen Zustand übergegangen ist, so bleibt ein großer Teil des Treibmittels im Fluidkanal flüssig, so dass eine Aerosolwolke erst bei Verlassen der Filtermembran entsteht.
Auf diese Weise kann auf sehr einfache Weise die
Geschwindigkeit der Partikel reduziert werden, ohne dass es zu Verstopfungen der Filtermembran oder dem Festhalten von Aerosolpartikeln kommt.
Als Filtermembran kann insbesondere ein Vlies oder
Siebgewebe, welches insbesondere aus Kunststoff ausgebildet ist, verwendet werden.
Die Filtermembran hat vorzugsweise ein mittleren
Porendurchmesser zwischen 1 ym und 50 ym, besonders
bevorzugt zwischen 2 ym und 20 ym.
Bei Verwendung einer Suspension, bei welcher der Wirkstoff als Feststoff vorliegt, sollte der mittlere
Porendurchmesser größer sein, als die mittlere
Partikelgröße der Suspension. Vorzugsweise sollte der mittlere Porendurchmesser mindestens 5 mal so groß sein,
wie die mittlere Partikelgröße des in der Suspension enthaltenen Wirkstoffes.
Die Filtermembran hat vorzugsweise eine offene Fläche, die maximal das fünffache, besonders bevorzugt maximal das zweifache und ganz besonders bevorzugt maximal das 1,5- fache der Querschnittsfläche beträgt, welche die Düse hat, aus der das Aerosol ausströmt. Besonders bevorzugt ist, dass die offene Fläche der
Filtermembran im Wesentlichen mit der Querschnittsfläche der Düse korrespondiert.
Über die Dimensionierung des Volumens des Fluidkanals , die Querschnittsfläche der Membran sowie die offene Fläche der Membran kann je nach verwendeter Lösung oder Suspension erreicht werden, dass ein großer Teil der Tröpfchenbildung an der Filtermembran erfolgt. Vorzugsweise beträgt die offene Fläche der Filtermembran zwischen _5 und 25% der Gesamtfläche der Filtermembran. Je nach verwendetem Treibmittel und abhängig davon, ob es sich um eine Suspension oder eine Lösung handelt, kann die offene Fläche der Filtermembran zwischen 2 und 60%
vorzugsweise zwischen 3 und 50% der Gesamtfläche betragen.
Bei einem Düsendurchmesser zwischen 0,2 und 0,7mm wird vorzugsweise eine Filtermembran mit einem Durchmesser von 0,5 bis 3mm verwendet.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird als Filtermembran eine Lochplatte verwendet, wobei die Löcher
der Lochplatte zumindest teilweise derart schräg gestellt sind, dass der Sprühstoß in einzelne Strahlen aufgeteilt wird, welche sich beabstandet von der Lochplatte treffen. Es ist insbesondere vorgesehen, die Lochplatte mit einem oder mehreren umlaufenden Ringen zu versehen, die gegenüber der Mittelachse der Lochplatte derart schräg gestellt sind, dass der aufgeteilte Sprühstoß quasi vor dem Inhalator im Abstand von einigen Zentimetern fokussiert wird. So kommt es zu Kollisionen und Verwirbelungen in dem Bereich, in welchem sich Partikel treffen, was die mittlere
Geschwindigkeit der Partikel auf einfache Weise reduziert.
Die als Lochplatte ausgebildete Filtermembran kann auch mit weiteren Schichten, insbesondere Vliesschichten kombiniert werden .
Vorzugsweise ist der mittlere Porendurchmesser der
Filtermembran kleine als die mittlere Partikelgröße eines von der Düse erzeugten Aerosols.
Es wird also zunächst mittels einer Düse ein Aerosol erzeugt, welches in Richtung der Filtermembran beschleunigt wird oder durch die Filtermembran hindurch gepresst wird. Aufgrund der feineren Poren der Filtermembran kann in dem Aerosol, welches die Membran verlässt, ein kleinerer mittlerer Partikeldurchmesser erreicht werden als mittels der Düse. So können auf einfache Weise lungengängige
Partikel mit einem mittleren Partikeldurchmesser von kleiner als 1,5 ym, bevorzugt kleiner als 1 ym und
besonders bevorzugt kleiner als 0,5 ym erzeugt werden.
Partikel mit einer mittleren Partikelgröße von bereits 1 ym sind zwar bereits lungengängig. Je nach verwendetem Aerosol kommt es aber bereits während das Aerosol eingeatmet wird und in Richtung Lunge strömt wiederum zu einer
Agglomeration der Partikel, so dass die mittlere
Partikelgröße steigt. Daher wird vorzugsweise die
vorstehend genannte besonders kleine Partikelgröße erzeugt. Insbesondere bei der Verabreichung von Nikotin, aber auch von anderen Wirkstoffen ist es von Vorteil, wenn die
Partikel besonders tief in die Lunge eindringen, da der pH- Wert des Aerosols eine immer geringere Rolle spielt, je tiefer die Partikel in die Lunge gelangen.
Unter eine Filtermembran wird also insbesondere jegliches Gebilde, insbesondere Flächengebilde, verstanden, welches Löcher aufweist, die einen Durchmesser haben, der kleiner ist als die mittlere Partikelgröße des Aerosols, also insbesondere Poren im Sinne von Löchern mit einem mittleren Durchmesser von weniger als 5 ym.
Die Filtermembran kann insbesondere als Vlies ausgebildet sein, welches eine dreidimensional offenporige Struktur aufweist. Auch ein Siebgewebe ist denkbar. Der Erfinder hat darüber hinaus herausgefunden, dass neben einer Reduzierung der Partikelgröße es in überraschender Weise auch zu einer deutlichen Herabsetzung der
Geschwindigkeit der Aerosolpartikel kommt. Die durch den erfindungsgemäßen Inhalator erzeugte Aerosolwolke hat daher eine höhere Verweilzeit als dies bei bekannten Inhalatoren der Fall ist. Insbesondere können Partikel erzeugt werden, die im Mittel weniger als die halbe Geschwindigkeit haben,
wie die Partikel, die in die Filtermembran eintreten.
Aufgrund der geringeren Geschwindigkeit können die Partikel leichter eingeatmet werden. In der Regel gelangt ein größerer Anteil der erzeugten Partikel bis in die Lunge und für den Benutzer wird die Verwendung des Inhalators dahin gehend vereinfacht, dass der Sprühstoß weniger exakt mit dem Einatmen koordiniert werden muss.
Die Geschwindigkeit der Aerosolpartikel beträgt, wenn diese aus der Düse austreten, in der Regel zwischen 30 und 100 m/s. Durch die Filtermembran wird vorzugsweise die
Geschwindigkeit auf weniger als 20 m/s, besonders bevorzugt auf weniger als 10 m/s reduziert. Durch die bessere Handhabbarkeit des Inhalators wird auch die Dosierbarkeit wesentlich erleichtert. Es ist nämlich insbesondere bei der Verabreichung von Wirkstoffen über Aerosole problematisch, dass die Bandbreite, wie viel
Aersol einer Aerosolwolke tatsächlich eingeatmet wird und wie viel des darin enthaltenden Wirkstoffs je nach
Zugangsmöglichkeit resorbiert wird, sehr groß ist.
Nicht nur bei Nikotin, sondern insbesondere auch bei
Schmerzmitteln ist deshalb die Verabreichung als Aerosol problematisch. Insbesondere durch die Herabsetzung der
Geschwindigkeit der Partikel wird sichergestellt, dass ein großer Teil des Aerosols auch tatsächlich eingeatmet wird und/oder bis in die Lunge gelangt. Die Gefahr einer Überoder Unterdosierung wird so erheblich reduziert.
Vorteilhaft an der Verwendung einer Filtermembran ist, dass diese sehr kompakt ausgebildet sein kann und unmittelbar
vor einer Düse, aus der ein Aerosol austritt, angeordnet sein kann. Insbesondere beträgt der Abstand der
Filtermembran vor der Düse weniger als 10 Millimeter. Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind vor der Düse zumindest zwei Filtermembranen mit unterschiedlichem
Durchmesser angeordnet. Vorzugsweise wird der
Porendurchmesser von der Düse aus gesehen von, einer
Filtermembran zur nächsten hin kleiner. Der Erfinder hat heraus gefunden, dass eine schrittweise Verkleinerung des mittleren Partikeldurchmessers des Aerosols besser
funktioniert .
Es ist insbesondere vorgesehen, eine erste Filtermembran zu verwenden, bei der zunächst Partikel mit einer mittleren Partikelgröße von mehr als 2 ym erzeugt werden.
Zur Erzeugung einer mittleren Partikelgröße von weniger als 1 ym sollte die letzte verwendete Filtermembran eine mittlere Porengröße von weniger als 0,5 ym haben.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird das Aerosol teilweise durch verschiedene Filtermembranen oder durch eine unterschiedliche Anzahl an Filtermembranen gedrückt. Mittels dieser Ausführungsform der Erfindung ist es
möglich, ein Aerosol mit zumindest zwei Fraktionen von Partikeln mit unterschiedlichen mittleren Durchmessern zu erzeugen . Bei Verwendung einer nikotinhaltigen Lösung kann so der
Sprühstoß zum einen eine Partikelfraktion enthalten, welche lungengängig ist und den bei Rauchern beliebten „Kick"
auslöst. Eine weitere Fraktion von Partikeln ist derart groß, dass diese überwiegend in den Bronchien oder im
Rachenraum resorbiert werden. Über die dortige langsame Resorption kann nach Erzeugen des Kicks ein lang anhaltend hoher Nikotinspiegel im Blut erreicht werden, was dazu führt, dass der Raucher erst nach längerer Zeit das
Verlangen nach einer neuen Dosis Nikotin hat. Auf diese Weise können sich die Angewohnheiten des Rauchers unter Verwendung des Dosieraerosols ändern, so dass langfristig eine komplette Entwöhnung möglich ist.
Es ist bei einer alternativen Ausführungsform aber auch möglich, die Partikel nicht in zwei Fraktionen aufzuteilen, sondern eine mittlere Partikelgröße zu erzeugen die
lungengängig ist. Es hat sich herausgestellt, dass aufgrund der meist nicht optimalen Koordination von Sprühen und Einatmen auch ein Teil von an sich lungengängigen Partikeln im Mund-/Rachenraum verbleiben und über die dort
angeordneten Schleimhäute resorbiert werden.
Die Filtermembranen können, wie es bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist,
hintereinander angeordnet sein, wobei eine Filtermembran einen kleineren Flächeninhalt einnimmt als die andere
Filtermembran .
Insbesondere ist es so möglich, die Filtermembran mit kleinerem Porendurchmesser hinter der Filtermembran mit größerem Porendurchmesser anzuordnen. Damit die
Filtermembran mit kleinerem, mittleren Porendurchmesser einen geringeren Flächeninhalt einnimmt, kann diese nahezu beliebig geformte Aussparungen enthalten. Die Filtermembran
mit größerem Porendurchmesser ist hinter diesen
Aussparungen sozusagen offen.
Ein Teil der Partikel passiert somit zwei Filtermembranen, wohin gegen ein anderer Teil der Partikel lediglich die Filtermembran mit größerem Porendurchmesser erzeugt.
Dennoch können die Filtermembranen als Schichtpaket
hintereinander angeordnet sein, wobei es auch denkbar ist, die Filtermembranen mit einem geeigneten Klebstoff, welcher die Poren nicht versiegelt, zu verkleben oder die
Filtermembranen zu verschweißen.
In Kombination oder alternativ ist, wie es bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist, möglich, ein Filtermembranpaket, welches vorzugsweise im Wesentlichen die Kontur eines Kreises hat, mittels eines Rings in einem Gehäuse fest zu klemmen. So lässt sich auf sehr einfache und preiswerte Weise ein Inhalator
bereitstellen, welcher lungengängige Aerosole erzeugt.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung umfasst der Sprühkopf des Inhalators Filtermembranen mit zumindest drei
unterschiedlichen Porengrößen. Diese können nach demselben Prinzip hintereinander gelegt werden und es lassen sich so drei verschiedene Partikelfraktionen erzeugen. Es versteht sich, dass der Sprühkopf auch vier oder mehr übereinander gelegte Filtermembranen enthalten kann. Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist zumindest eine Filtermembran mit einer Stützschicht verbunden, die einen größeren Porendurchmesser als die Filtermembran aufweist.
Die Stützschicht, die ebenfalls als Filtermembran
ausgebildet sein kann, dient in erster Linie aber nicht der Herabsetzung der Partikelgröße oder der Reduzierung der Partikelgeschwindigkeit, sondern stellt die nötige
Stabilität bereit, dass die eigentliche Filtermembran nicht aufgrund des schnell austretenden Aerosols zerreißt. So kann die Dicke der Filtermembran reduziert werden, was den Strömungswiderstand des Schichtpackets herabsetzt. Insbesondere wird eine Stützschicht verwendet, die
mindestens den dreifachen, vorzugsweise mindestens den fünffachen Porendurchmesser der Filtermembran aufweist. Weiter hat die Stützschicht vorzugsweise die doppelte, besonders bevorzugt mindestens die dreifache Dicke wie die Filtermembran.
Die zumindest eine Filtermembran kann sowohl
strömungseingangsseitig als auch strömungsausgangsseitig mit der Stützschicht verbunden sein. Denkbar ist auch, dass beidseitig der Stützschicht eine Filtermembran angeordnet ist .
Das Schichtpaket kann beispielsweise randseitig geklemmt, geklebt oder geschweißt sein, oder flächig oder punktuell verklebt oder verschweißt sein.
Die mittlere Partikelgröße des von der Düse erzeugten
Aerosols beträgt in der Regel zwischen 4 und 10 ym.
Vorzugsweise ist der Inhalator mit einer nikotinhaltige Lösung mit einer Konzentration von 0,3 - 20 mg/ml,
bevorzugt 1 - 10 mg/ml und besonders bevorzugt 4 bis 8 mg/ml gefüllt.
Der Inhalator ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass ein Sprühstoß 0,05 bis 0,5 mg, vorzugsweise 0,1 bis 0,3 mg, Nikotin enthält.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist der Inhalator mit einer Lösung gefüllt, die zumindest eine organische Säure enthält, insbesondere Acetylsalicylsäure, Ascorbinsäure, Zitronensäure und/oder Apfelsäure.
Durch den Zusatz einer Säure wird der pH-Wert der Lösung, insbesondere der nikotinhaltigen Lösung, herabgesetzt. So ist es insbesondere möglich, ein Aerosol mit einem pH-Wert von weniger als 7,5; vorzugsweise weniger als 7,
besonders bevorzugt weniger als 6,6, bereitzustellen.
Gleichzeitig kann die Säure als Geschmacksstoff dienen.
Weiter kann, im Falle von Acetylsalicylsäure die Säure auch als Wirkstoff dienen, um gleichzeitig der Arterien
verengenden Wirkung des Nikotins entgegen zu wirken. Gemäß einer weiteren Ausführungsform enthält die für den Inhalator verwendete Lösung eine organische oder
anorganische Base. Bevorzugt enthält die Lösung Carbonate und/oder Hydrogencarbonate . Besonders bevorzugt enthält die Lösung Alkalihydrogencarbonate und ganz besonders bevorzugt Natriumhydrogencarbonat . Vorzugsweise beträgt der Gehalt an Hydrogencarbonat 10 bis 50 mg/ml, bevorzugt 25 bis 45 mg/ml. Dies ist vorteilhaft, da so im wässrigen Milieu,
insbesondere auf der Mundschleimhaut, ein pH-Wert von 6,5 bis 7 erhalten werden kann. Dieser pH-Wert ist vorteilhaft für die Aufnahme des Nicotins über die Mundschleimhaut. Der Zusatz an Carbonaten kann insbesondere bei gleichzeitigem Zusatz einer Säure als Puffer dienen um den pH-Wert
einzustellen. Nicotin kann als verhältnismäßig schwache Base nicht immer den niedrigen pH-Wert einer zugesetzten Säure wie Ascorbinsäure kompensieren. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung enthält die Lösung Ascorbinsäure als organische Säure. Ein Gehalt an Ascorbinsäure von 20 bis 75 mg/ml, bevorzugt 27 bis 65 mg/ml und ganz besonders bevorzugt von 30 bis 45 mg/ml hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt. Vorzugsweise beinhaltet ein Sprühstoß somit 0,5 bis 1,5 mg
Ascorbinsäure .
Bei Verwendung von Ascorbinsäure wird dem Raucher das insbesondere für Raucher wichtige Vitamin C bei Benutzung des Inhalators zugeführt.
Neben vorstehend genannten Wirkstoffen kann der
erfindungsgemäße Inhalator auch für folgende beispielhaft genannte Wirkstoffe bzw. Kombinationen derselben verwendet werden:
7-Hydroxymitragynin, Amphetamin, Avecolin, Atrophin,
Bupropion, Cathine (D-norpseudoephedrin) , Cathinon (ß- ketoamphetamin) , Chlorpheneramin, Dibucain, Dimemorphan Dimethyltryptamin, Diphenhydramin, Ephedrin, Hordenin,
Hyoscyamin, Isoarecolin, Levorphanol, Lobelin, Mescalin, Mesembrin, Mitragynine, Muscarin, Parahydroxyamphetamin,
Procain, Pseudoephedrin, Pyrilamin, Racloprid, Ritodrin, Scopolamin, Spartein (Lupinidin) , Ticlopidin, 1,2,3,4- Tetrahydroisoquinolin, Anabasin, Anatabin, Cotinin,
Myosmin, Nicotrin, Norcotinin, Nornicotin, Orciprenalin, Propranolol, Terbutalin, Nicorandil, Oxprenolol, Verapamil Lidocain, Epibatidin, 5- (2R) -Azetidinylmethoxy) -2 - Chloropyridin (ABT-594), (S) -3-Methyl-5- (l-Methyl-2- Pyrrolidinyl) Isoxazol (ABT 418),
(±) -2- (3-Pyridinyl) -1-Azabicyclo [2.2.2] octan (RJR-2429) , Methyllycacotinin, Mecamylamin, Galantamin, Pyridostigmin, Physostigmin, Tacrin, 5-Methoxy-N, -dimethyltryptamin, 5-Methoxy-a-methyltiyptamin, Alpha-Methyltryptamin,
Iproclozid, Iproniazid, Isocarboxazid, Linezolid
Meclobemid, N, -Dimethyltryptamin, Phenelzin,
Phenylethylamin, Toloxaton, Tranylcypromin, Salbutamol, Acetylsalicylsäure, Beclometasol und/oder Tryptamin.
Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Erzeugen eines Aerosols, wobei mittels einer Düse ein Aerosol erzeugt wird, in dem ein Ventil geöffnet wird und das Aerosol aus der Düse herausströmt und sodann eine Filtermembran passiert.
Vorzugsweise passiert das Aerosol nach der Düse einen Fluidkanal, welcher zur Filtermembran führt, und dessen Volumen so klein ist, dass sich im Fluidkanal ein Druck aufbaut, der eine Aerosolbildung im Fluidkanal zumindest teilweise verhindert. Ein Teil des Aerosols entsteht mithin erst, wenn das noch flüssige Aerosol die Filtermembran verlässt.
Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Erzeugen eines Aerosols, insbesondere mittels eines vorstehend beschriebenen Inhalators. Dabei wird mittels einer Düse ein Aerosol mit einer mittleren Partikelgröße von mehr als 3 ym erzeugt, welches durch zumindest zwei Filtermembranen mit unterschiedlichem mittleren
Porendurchmesser gedrückt wird, um so, wie bereits
vorstehend näher beschrieben, ein Aerosol mit zumindest zwei Fraktionen von Partikeln mit unterschiedlicher
Partikelgröße zu erzeugen.
Vorzugsweise wird eine erste Fraktion mit einer mittleren Partikelgröße von weniger als 1,5 ym und eine weitere Fraktion mit einer mittleren Partikelgröße von mehr als 2 ym erzeugt.
Die Erfindung betrifft des Weiteren die Verwendung eines vorstehend beschriebenen Inhalators zur Erzeugung eines Aerosols mit zumindest 2 Fraktionen von Partikeln mit unterschiedlicher mittlerer Partikelgröße, wobei
insbesondere die mittlere Partikelgröße der einen Fraktion sich um mindestens 0,5, vorzugsweise zumindest 1 ym, von der Partikelgröße der anderen Fraktion unterscheidet. Die Partikelgrößen können beispielsweise mittels
Laserinterferometrie bestimmt werden.
Beschreibung der Zeichnungen Die Erfindung soll im Folgenden Bezug nehmend auf die Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 17 anhand schematisch
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt, schematisch dargestellt, eine Schnittansicht des Sprühkopfes eines Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Inhalators.
Es versteht sich, dass der Inhalator noch weitere
Komponenten wie Vorratsbehälter, Betätigungseinrichtungen etc. aufweist, die im Folgenden nicht näher dargestellt werden, da dies aus dem Stand der Technik, beispielsweise von Dosieraerosolbehältern für Asthmasprays, bekannt sind.
Der Sprühkopf 1 weist ein Gehäuse 2 auf. Über eine Düse 3 wird ein Aerosol mit einer mittleren Partikelgröße von über 4 ym in eine Kammer gepumpt. Im Bereich der Düse 3 hat die Kammer 4 einen Durchmesser von wenigen Millimetern und weitet sich in Richtung eines aus den Filtermembranen 5 bis 8 bestehenden Membranpakets auf. Dort beträgt der
Durchmesser 3 bis 7 mm. Die Filtermembranen 5 bis 8 sind in das Gehäuse 2 eingelegt und werden über den im Gehäuse 2 eingesetzten Ring 9 fixiert. Dieser Ring kann geklemmt, verklebt oder
verschweißt werden. In dem Membranpaket ist als erste Filtermembran 5 eine Membran mit einem mittleren Porendurchmesser von diesem Ausführungsbeispiel 2 ym angeordnet. Diese erstreckt sich über den gesamten Durchmesser. Sodann folgt die Membran 6 mit einem sehr kleinen mittleren Porendurchmessern von 0,25 ym. Diese Membran nimmt aber nur einen Teil der Fläche des Membranpaketes ein.
Auf die Membran 6 folgt Membran 7 mit einem mittleren
Porendurchmesser von 0,5 ym. Es versteht sich, dass
Partikel, die Membran 6 durchlaufen haben, auch diese
Membran mehr oder weniger ungehindert durchlaufen können. Im Überschneidungsbereich der Membran 5 mit der Membran 7, also an den Stellen, an denen die Membran 6 nicht bei der Membran 7 angeordnet ist, durchlaufen die aus dem Membran 5 ausgetretenen Partikel die Filtermembran 7. Auf die
Filtermembran 7 folgt die Filtermembran 8 mit einem
mittleren Porendurchmesser von 1 ym. Diese Membran nimmt ebenfalls den vollen Flächeninhalt des Membranpakets ein. Es ist also, wie in diesem Ausführungsbeispiel dargestellt, von Vorteil, wenn zumindest als erste und als letzte
Schicht eine Filtermembran angeordnet ist, welche den gesamten Flächeninhalt des Membranpakets einnimmt, da dies als Stütze für die anderen Membranen dient.
Randseitig gibt es bei der Membran 8 auch einen Bereich, in dem die Membran 7 ausgespart ist, ein Teil der Partikel mithin nur die Membranen 5 und 1 durchläuft.
In diesem Ausführungsbeispiel können die von der Düse 3 erzeugten Partikel somit in drei Partikelfraktionen
aufgeteilt werden. Ein Teil der Partikel durchläuft die Membran 6 sowie die weiteren Membranen, die anliegen und einen kleiner werdenden Durchmesser haben. Die Fraktion an Partikeln, die alle Filtermembranen durchläuft, hat den kleinsten mittleren Partikeldurchmesser.
Ein weiterer Teil der Partikel durchläuft nur die Membran 5, 7 und 8 und hat einen größeren Durchmesser. Die
Partikel, die den größten Durchmesser erhalten sollen, durchlaufen die Membranen 5 und 8.
Über Auswahl der Flächeninhalte und der mittleren
Porendurchmesser kann eine nahezu beliebige
Partikelgrößenverteilung eingestellt werden.
Optional ist eine weitere Düse 10 vorgesehen, über die ein Treibmittel in die Kammer 4 eingespritzt wird. Über dieses Treibmittel, welches vorzugsweise in einem getrennten
Behälter des Inhalators eingebracht ist, wird in der Kammer 4 Druck erzeugt, welcher dazu führt, dass die von der Düse 3 erzeugten Partikel durch das Membranpaket gedrückt werden .
Fig. 2 zeigt das in Fig. 1 dargestellte Membranpaket in der Draufsicht, die Darstellung in Fig. 1 ist eine
Schnittansicht entlang der in Fig. 2 dargestellten Linie A-A.
Zu erkennen ist, dass die Filtermembranen 6 und 7 ein kreisförmiges Mittelteil umfassen, welches von Stegen gehalten wird, die sich bis zum Ring, in dem das
Membranpakete gehalten wird, erstrecken. Zwischen diesen Stegen befindet sich der Bereich, in dem die jeweilige Filtermembran ausgespart ist, so dass die Partikel die jeweilige Filtermembran nicht durchlaufen.
Es versteht sich, dass die Aussparungen auch auf andere Art und Weise eingebracht werden können, beispielsweise durch regelmäßige oder unregelmäßige Lochungen.
Die einzelnen Membranen sind nochmals in den Zeichnungen Fig. 3 bis Fig. 6 dargestellt.
Zu sehen ist zunächst in Fig. 3 die erste Filtermembran 5 nach der Düse, welche die Form eines Kreises hat. Diese hat einen mittleren Porendurchmesser von 2 ym.
Fig. 4 zeigt die nachfolgende Membran 6, welche einen kreisförmigen Mittelbereich, an dem sich Stege erstrecken, die zwischen Ring und Gehäuse (dargestellt in Fig. 1) eingeklemmt werden können.
Fig. 5 zeigt die folgende Membran 7 mit einem mittleren Porendurchmesser von 0,5 ym. Dieser entspricht im
Wesentlichen Fig. 4, wobei der kreisförmige Mittelbereich größer ausgebildet ist.
Fig. 6 zeigt die letzte Membran 8 des Filtermembranpaketes, welche kreisförmig ausgebildet ist mit einem mittleren Porendurchmesser von 1 ym hat.
Fig. 7 zeigt eine beispielhafte errechnete
Partikelgrößenverteilung des zuvor dargestellten
Membranpaketes. Zu erkennen ist, dass die theoretischen Partikelgrößen zwischen 0,5 und 2,3 ym liegen und dass insbesondere ein großer Teil der Partikel eine mittlere Partikelgröße von weniger als 1 ym hat.
Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher zwischen den Filtermembranen 12 und 14 eine
Stützschicht 13 angeordnet ist. Die Stützschicht 13 dient der mechanischen Stabilisierung der Filtermembranen 12 und
14. Die Filtermembranen 12 und 14 können daher besonders dünn ausgebildet sein, ohne dass die Gefahr des Einreißens besteht. Hierdurch wird der Strömungswiderstand des so bereitgestellten Sandwichverbundes herabgesetzt.
Bei der Stützschicht 13 handelt es sich ebenfalls um eine Filtermembran, welche allerdings dicker ist und einen wesentlichen größeren Porendurchmesser aufweist.
Beispielsweise können Filtermembranen mit einem
Porendurchmesser mit einem Durchmesser zwischen 0,5 ym und 5 ym verwendet werden, wohingegen die Stützschicht einen Porendurchmesser von über 20 ym aufweist. Trotz Ihrer Dicke setzt die Stützschicht daher den Partikeln des Aerosols wenig Widerstand entgegen.
Der Sandwichverbund kann beispielsweise entlang der
Außenkante oder punktuell geschweißt oder verklebt werden (nicht dargestellt) . Bezug nehmend auf Fig. 9 soll ein weiteres
Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert werden. Zu erkennen ist ein Sprühkopf 1 mit einer Düse 3, durch welche ein Aerosol über die Kammer 4 nach außen tritt. In dieser Ausführungsform der Erfindung ist in dem Gehäuse 2 der in Fig. 8 dargestellte Sandwichverbund, umfassend die Filtermembranschichten 12 und 14 sowie die Stützschicht 13, integriert . Hierzu ist der Sandwichverbund aus den Schichten 12, 13 und 14 mittels des Rings 9 in das Gehäuse 2 geklemmt.
Der Ring 9 umfasst zumindest einen Wulst 15, welcher in einer korrespondierenden Nut des Gehäuses 2 einrastet. Es versteht sich, dass neben einer Klemmverbindung zusätzlich oder alternativ der Sandwichverbund auch geklebt oder verschweißt werden kann.
Fig. 10 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher ein Teil des Gehäuses mit der zumindest einen Filtermembran in einen abnehmbaren Träger 16 befestigt ist.
Die Ausführungsvariante gemäß Fig. 10 entspricht ansonsten der Ausführungsvariante gemäß Fig. 9, wobei es ersichtlich ist, dass insbesondere die Befestigung der Filtermembran auch auf andere Weise erfolgen kann.
Das Gehäuse 2 umfasst bei dieser Ausführungsform einen abnehmbaren Träger 16. Hierzu umfasst der untere
Gehäuseteil vorderseitig einen im Durchmesser verjüngten Abschnitt mit einem Außengewinde.
Der Träger 16 umfasst ein Innengewinde, so dass die beiden Gehäuseteile über das Gewinde 17 zusammen fügbar sind.
Es versteht sich, dass anstelle eines Gewindes 17 der
Träger auch auf andere Weise abnehmbar ausgebildet sein kann, beispielsweise mittels einer Klemm- oder
Rasterbindung .
Weiter versteht sich, dass zum besseren Abnehmen der Träger 16 eine strukturierte Außenseite zum besseren Greifen und/oder Mittel aufweisen kann, um den Träger 16 mittels eines Handhabungswerkzeuges abzunehmen.
Vorzugsweise ist der Träger 16 ohne Verwendung eines
Werkzeugs abnehmbar. So ist der Gehäuseteil, in dem die Filtermembranen
befestigt sind, also der Träger 16, von dem restlichen Inhalator abnehmbar.
Dies ermöglicht zum Einen eine einfache Reinigung der
Filtermembran, etwa wenn diese durch Aerosoltropfen
zugesetzt ist.
Weiter kann je nach Verwendungszweck auf sehr einfache Weise ein Träger mit einer anderen Filtermembran,
beispielsweise mit einem anderen Porendurchmesser
aufgesetzt werden.
Bezugnehmend auf Fig. 11 soll eine weitere Ausführungsform der Erfindung erläutert werden, bei welcher die
Aerosolbildung hauptsächlich strömungsseitig hinter der Filtermembran erfolgt.
Zu erkennen ist ein Gehäuse 2 mit einer Aufnahme 19 für ein handelsübliches Aerosolfläschchen, welche ein Durchmesser von 0,5 bis 2 mm aufweist.
Die etwas schräg gestellte Aufnahme 19 geht in einen
Fluidkanal 18 über. Am Ende des Fluidkanals, in welchem sich dieser auf einen
Durchmesser von 3 bis 5 mm aufweitet, ist mittels des Rings 9 eine als Vlies ausgebildete Filtermembran befestigt.
Diese hat einen mittleren Porendurchmesser von 10 bis 20 ym. Das Volumen des Fluidkanals 18 ist nunmehr derart bemessen, dass das Volumen des Aerosols eines Sprühstoßes bei
Standardbedingungen nach SATP mindestens fünf mal so groß ist . Weiter ist die offene Fläche der Filtermembran 5 derart bemessen, dass diese maximal doppelt so groß ist, wie der Innendurchmesser der in die Aufnahme 19 eingesetzten Düse (nicht dargestellt) des Aerosolfläschchens . Die Filtermembran 5 hat dennoch einen wesentlich größeren Durchmesser als die Düse, da die offene Fläche nur etwa 5 bis 15% von der Gesamtfläche beträgt.
Bei dieser Ausführungsform wird erreicht, dass sich bei Abgabe eines Sprühstoßen innerhalb des Fluidkanals 18 ein Druck aufbaut, der dazu führt, dass ein Teil des
Treibmittels im flüssigen Zustand verbleibt und es zu einer Aerosolbildung nach Passieren der Filtermembran 5 kommt. Bezugnehmend auf Fig. 12 soll eine weitere Ausführungsform erläutert werden. Diese entspricht im Wesentlichen den Bestandteilen der Fig. 11.
Es ist also ein Gehäuse 2 mit einem Fluidkanal 18
vorgesehen.
Statt eines Vlieses als Filtermembran 5 ist in diesem
Ausführungsbeispiel eine Lochplatte mit schräg gestellten Kanälen 21 eingesetzt. Über die Kanäle 21 wird der Sprühstrahl in mehrere Strahlen aufgeteilt und in einigem Abstand vor dem Inhalator
fokussiert .
Optional kann zur Bereitstellung feinerer Poren vor der als Lochplatte 20 ausgebildeten Filtermembran 5 ein Vlies 23 eingesetzt sein.
Sowohl das Vlies 23 als auch die Lochplatte 20 werden durch den Ring 9 fixiert.
Fig. 13 zeigt wie der Sprühstrahl durch die Lochplatte 20 in mehrere Strahlen aufgeteilt und fokussiert wird.
In der Aerosolwolke 22 treffen sich die Partikel des
Aerosols, wodurch die Geschwindigkeit herabgesetzt wird.
Fig. 15 und Fig. 16 zeigen verschiedene
Ausführungsvarianten . Fig. 15 zeigt eine Ausführungsvariante einer Lochplatte mit einem zentralen Loch, welches genau senkrecht zur
Oberfläche der Lochplatte angeordnet ist und um dass sich acht weitere schräge Löcher erstrecken, welche den in mehrere Strahlen aufgeteilten Sprühstrahl fokussieren.
In Fig. 16 sind um das zentrale Loch nur vier Löcher angeordnet, dafür ist der Durchmesser der Löcher etwas dicker . Auch bei der Verwendung einer Lochplatte als Filtermembran sollte die gesamte offene Fläche maximal das Doppelte betragen, wie die Innenfläche des Innendurchmessers der Düse, aus welcher das Aerosol austritt.
Durch die Erfindung konnte auf einfache Weise ein Inhalator bereitgestellt werden, welcher lungengängige Partikel erzeugt und bei dem die Partikelgrößenverteilung je nach Verwendungszweck durch Einsetzen von Membranen mit
unterschiedlichen Porendurchmessern auf sehr einfache Art und Weise möglich ist.
Fig. 17 zeigt zwei Tabellen der Ergebnisse eines
Lungenfunktionstests, bei denen ein Proband mittels eines Inhalators die gleiche Menge des Wirkstoffes Salbutamol, ein Bronchospasmolytikum eingenommen hat.
"Ref" bezeichnet dabei den Referenzwert eines Erwachsenen, "Pre" die Lungenfunktionswerte des Probanten vor der
Einnahme des Salbutamols und "Post" die Werte 15 Minuten nach der Einnahme.
Tabelle 1 gibt die Werte des Probanden wieder, wobei ein herkömmlicher Inhalator verwendet wurde, welcher nur eine Düse, nicht aber eine Membran umfasst. Tabelle 2 zeigt die Werte des Probanden, wobei ein
erfindungsgemäßer Inhalator mit einer Membran verwendet wurde, die als Vlies mit einer mittleren Porengröße von
15 ym ausgebildet ist.
Der Aufbau dieses Inhalators entsprach im Wesentlichen der Fig. 11.
Zu erkennen ist, dass sich sowohl die Vitalkapazität IVC als auch das Flussvolumen FEV1 signifikant verbessert haben . Auch auch der RAW-tot, welcher den Widerstand der Bronchien zeigt, hat sich deutlich verbessert.
Bezugs zeichenliste
1 Sprühkopf
2 Gehäuse
3 Düse
4 Kammer
5 Filtermembran
6 Filtermembran
7 Filtermembran 8 Filtermembran
9 Ring
10 Düse
11 Düse
12 Filtermembran 13 Stützschicht
14 Filtermembran
15 Wulst
16 Träger
17 Gewinde
18 Fluidkanal
19 Aufnahme
20 Lochplatte
21 Kanal
22 Aerosolwolke 23 Vlies