Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrats Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrats, aufweisend ein Gehäuse, sowie innerhalb des Gehäuses eine Aufnahme für das zu bestrahlende Substrat mit einer kreisrunden, eine erste halbkreisförmige Teilfläche und eine zweite halbkreisförmige Teilfläche umfassenden Bestrahlungsfläche, einen ersten Strahler für die Erzeugung optischer Strahlung mit ei- nem in einer parallel zur Bestrahlungsfläche verlaufenden Krümmungsebene angeordneten, ersten Strahlerrohr mit einem Strahlerrohr-Ende, durch das eine Stromversorgung geführt ist, wobei die Aufnahme und der erste Strahler relativ zueinander bewegbar sind.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine Verwendung der erfindungsge- mäßen Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrates.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen Strahler für die Erzeugung optischer Strahlung, aufweisend ein in einer Krümmungsebene gebogenes Strahlerrohr mit einem Strahlerrohr-Ende, durch das eine Stromversorgung geführt ist, wobei das Strahlerrohr mehrere gebogene Krümmungsabschnitte mit jeweils ei- nem Krümmungsradius umfasst.
Derartige Vorrichtungen beziehungsweise Strahler werden beispielsweise zum Trocknen von Farben und Lacken, zum Aushärten von Beschichtungen, zum Erwärmen von Lebensmittelprodukten oder für die Bearbeitung von Halbleiterscheiben eingesetzt. Stand der Technik
Bekannte Vorrichtungen zur Bestrahlung und/oder thermischen Behandlung eines Substrats bestehen aus einer Prozesskammer, innerhalb der eine Aufnahme für das zu bestrahlende Substrat und mindestens ein optischer Strahler, beispielsweise ein Infrarotstrahler, angeordnet sind. Für das Prozessergebnis sind in der
Regel eine gleichmäßig Bestrahlung der Substratoberfläche oder eine homogene Temperaturverteilung innerhalb des Substrates von Bedeutung. Eine gleichmäßige Bestrahlung der Substratoberfläche ist daher grundsätzlich wünschenswert, wenn so bereits eine homogene Temperaturverteilung erreicht werden kann. Pro- zessbedingt oder geometriebedingt, z.B. aufgrund von Verdampfung von Lösemitteln, Abschattung radialer Zonen, Prozessgas-Strömung kann die homogene Temperaturverteilung innerhalb des Substrates jedoch auch durch eine radial inhomogene Bestrahlung des Substrates erreicht werden.
Ein Bestrahlungsvorrichtung der eingangs genannten Gattung ist beispielsweise aus der DE 100 51 125 A1 bekannt. Die darin offenbarte Schnellheizanlage für Halbleiterwafer weist eine drehbar gelagerte Aufnahme für ein Substrat mit einer kreisförmigen Bestrahlungsfläche sowie mehrere Infrarotstrahler mit einem linearen, zylindrisch-gestreckten Strahlerrohr aus Quarzglas auf. Um eine gleichmäßige Strahlungsverteilung insbesondere bei einem rotierenden Substrat zu gewähr- leisten, sind bei der Schnellheizanlage mehrere optische Strahler parallel nebeneinander angeordnet; sie bilden in ihrer Gesamtheit einen Flächenstrahler. Um darüber hinaus eine allseitig homogene Bestrahlung des Substrates zu gewährleisten, sind die Infrarotstrahler in zwei Bestrahlungsebenen, nämlich oberhalb und unterhalb der Bestrahlungsfläche, angeordnet. Bedingt durch die flächenhafte Aneinanderreihung der Infrarotstrahler sind bezogen auf die zu bestrahlende Fläche in der Bestrahlungsvorrichtung eine Vielzahl von Infrarotstrahlern vorgesehen. Die Bestrahlungsvorrichtung weist darüber hinaus eine hohe Strahlungsleistung pro Flächeneinheit auf. Um eine homogene Verteilung der Heizleistung zu erzielen, muss die Heizleistung der Infrarotstrahler auf- einander abgestimmt sein. Dies gilt insbesondere für die Randbereiche der Bestrahlungsfläche. Eine Bestrahlungsvorrichtung mit einer flächenhaften Aneinanderreihung von linear-gestreckten Infrarotstrahlern ist daher sowohl konstruktiv als auch steuerungstechnisch aufwendig.
Darüber hinaus sind neben Strahlern mit einem linearen, zylindrisch-gestreckten Strahlerrohr aus dem Stand der Technik auch Strahler mit einem kreisförmig gekrümmten Strahlerrohr bekannt. So lehrt die DE 88 02 042 U1 eine Infrarotstrah-
lungsquelle mit mehrfach in einer Ebene gekrümmtem Strahlerrohr mit kreisförmiger Grundformt. Der Rundstrahler ist beispielsweise zur Erwärmung von Kochfeldern, oder zum Heizen von Rohroberflächen geeignet.
Aus der JP 63 - 222 430 A ist eine Vorrichtung zur Bestrahlung von Wafern be- kannt, bei der parallel zu einer Bestrahlungsebene mehrere Strahler mit einem halbkreisförmigen Strahlerrohr paarweise derart angeordnet sind, dass sie um einen Mittelpunkt der Bestrahlungsebene in konzentrischen Kreisen verlaufen.
DE 18 15 946 A lehrt eine Leuchtstoffröhre mit einem Strahlerrohr, das einen in einer Krümmungsebene oval gebogenen Beleuchtungs-Längenabschnitt aufweist. Technische Aufgabe
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrats anzugeben, die eine rotationssymmetrisch-homogene Temperaturverteilung des Substrats bei möglichst geringem konstruktivem und steuerungstechnischem Aufwand ermöglicht. Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine geeignete Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung anzugeben.
Schließlich liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Strahler für die Erzeugung optischer Strahlung anzugeben, der bezogen auf eine halbkreisförmige Bestrahlungsfläche eine im Wesentlichen konstante Bestrahlungsintensität oder Temperaturverteilung ermöglicht und der darüber hinaus einfach und kostengünstig zu fertigen ist.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
Hinsichtlich der Vorrichtung wird diese Aufgabe ausgehend von einer Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrates der eingangs genannten Gattung erfindungs- gemäß dadurch gelöst, dass das erste Strahlerrohr einen gebogenen Beleuchtungs-Längenabschnitt hat, welcher in der Krümmungsebene mit spiegelsymmet-
risch-ovaler Grundform verläuft, wobei der erste Beleuchtungs-Längenabschnitt einer der halbkreisförmigen Teilflächen zugeordnet ist.
Bei der erfindungsgemäßen Bestrahlungsvorrichtung ist innerhalb des Gehäuses neben einer Aufnahme für das zu bestrahlende Substrat ein erster Strahler für die Erzeugung optischer Strahlung vorgesehen. Dadurch, dass die Aufnahme und der Strahler relativ zueinander bewegbar sind, wird von dem ersten Strahler eine kreisförmige Bestrahlungsfläche bestrahlt. Die Aufnahme und/oder der erste Strahler sind zu diesem Zweck um eine Drehachse drehbar. Optische Strahler im Sinne der Erfindung sind beispielsweise Infrarotstrahler, UV-Strahler oder Strahler zur Emission von sichtbarem Licht. Die Vorrichtung kann einen oder mehrere Strahler umfassen.
Eine homogene Bestrahlung der Bestrahlungsfläche wird erreicht, wenn pro Zeiteinheit auf jede Oberflächeneinheit der Bestrahlungsfläche eine möglichst gleichmäßige Bestrahlungsintensität auftrifft. Dadurch, dass Aufnahme und erster Strahler relativ zueinander bewegbar sind, wird durch die Rotationsbewegung zwar grundsätzlich eine homogene Bestrahlung der auf einer gemeinsamen Kreisbahn liegenden Punkte des Substrates erreicht. Allerdings nimmt mit zunehmender radialer Entfernung von der Drehachse auch die während einer Zeiteinheit überstri- chene Länge der Kreisbahnen zu, so dass, um eine homogene Bestrahlung zu erreichen, die zu bestrahlende Oberfläche in Abhängigkeit von ihrem radialen Abstand zur Drehachse unterschiedlichen BeStrahlungsintensitäten ausgesetzt werden muss. Die von der Drehachse weiter entfernten Bereiche der Bestrahlungsfläche müssen daher mit höheren Bestrahlungsintensitäten bestrahlt werden.
Um eine rotationssymmetrisch-homogene Bestrahlung oder Temperaturverteilung zu gewährleisten ist gemäß der Erfindung ein erster Strahler mit einem ersten Strahlerrohr vorgesehen, das einen gebogenen Beleuchtungs-Längenabschnitt hat. Im Gegensatz zu einem Strahler mit einem linear-gestreckten Strahlerrohr wird durch die Biegung des Beleuchtungs-Längenabschnitts größerer effektiver Strahler-Längenabschnitt in einer vom Drehpunkt weiterentfernten Kreisbahn er- reicht, so dass für die mit radialem Abstand zunehmende Bestrahlungsfläche auch eine höhere Bestrahlungsintensität bereitgestellt werden kann.
Unter dem Beleuchtungs-Längenabschnitt wird der Bereich des Strahlerrohres verstanden, innerhalb dessen nutzbare Strahlung erzeugt wird. Der Beleuchtungs- Längenabschnitt entspricht der Strahlerrohr-Länge oder ist kleiner als diese. Er weist gemäß der Erfindung eine spiegelsymmetrisch-ovale Grundform auf. Unter einer spiegelsymmetrisch-ovalen Grundform wird eine rundlich konvexe Form mit mindestens zwei unterschiedlichen Krümmungsabschnitten verstanden. Sie um- fasst einen gekrümmten, ersten Bereich mit einem ersten Krümmungsradius und einen langgestreckten, zweiten Bereich mit einem zweiten Krümmungsradius, wobei der zweite Krümmungsradius größer als der erste Krümmungsradius ist. Auf- grund der unterschiedlichen Krümmungsradien weist der Beleuchtungs- Längenabschnitt eine gestauchte und gestreckte Form auf. Die Grundform kann geschlossen sein, vorzugsweise ist sie aber geöffnet.
Auch die Spiegelsymmetrie der Grundform trägt zu einer gleichmäßigen Bestrahlung der Bestrahlungsfläche bei. Aufgrund der spiegelsymmetrisch-ovalen Gründform kann eine homogene Bestrahlung der Bestrahlungsfläche erreicht werden, indem der langgestreckte Bereich des Strahlerrohrs zur Bestrahlung eines Anteils der Bestrahlungsfläche mit großer radialer Entfernung von der Drehachse, vorzugsweise eines Randbereichs der Bestrahlungsfläche, eingesetzt wird. Hierdurch wird eine an den radialen Abstand angepasste Bestrahlungsintensität ermöglicht. Durch Variation dieser Grundform kann eine homogene Temperaturverteilung auch für solche Fälle sichergestellt werden, in denen eine ungleichmäßige Bestrahlungsstärke benötigt wird. Besonders bevorzugt ist die Grundform für eine Erhöhung der Bestrahlungsstärke mit zunehmendem radialem Abstand vom Mittelpunkt der Bestrahlungsfläche geeignet. Erfindungsgemäß ist darüber hinaus vorgesehen, dass der Beleuchtungs- Längenabschnitt einer der halbkreisförmigen Teilflächen der Bestrahlungsfläche zugeordnet ist. Durch eine solche Zuordnung ist es möglich, eine ausreichende Bestrahlung der Bestrahlungsfläche im Randbereich und im Bereich der Drehachse zu erreichen, beispielsweise, indem der langgestreckte Bereich der Beleuch- tungslänge einer äußeren Zone der Bestrahlungsfläche und der verbleibende ge-
krümmte Bereich einem inneren, drehachsennahen Anteil der Bestrahlungsfläche zugeordnet ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung einen zweiten Strahler für die Erzeugung optischer Strahlung mit einem in der Krümmungsebene angeordneten, zweiten Strahlerrohr mit einem Strahlerrohr-Ende, durch das eine Stromversorgung geführt ist, um- fasst, wobei das zweite Strahlerrohr einen gebogenen Beleuchtungs- Längenabschnitt hat, welcher in der Krümmungsebene mit spiegelsymmetrisch- ovaler Grundform verläuft, und dass die Beleuchtungs-Längenabschnitte des ers- ten und des zweiten optischen Strahlers zueinander punktsymmetrisch verlaufen.
Ein zweiter Strahler für die Erzeugung optischer Strahlung mit einem gebogenen Beleuchtungs-Längenabschnitt mit spiegelsymmetrisch-ovaler Grundform trägt zu einer gleichmäßigen, rotationssymmetrisch-homogenen Bestrahlung der Bestrahlungsfläche beziehungsweise des Substrats bei. Dadurch, dass sowohl der erste als auch der zweite Strahler in derselben Krümmungsebene angeordnet sind, ist ihr Abstand zur Bestrahlungsfläche gleich. Eine besonders homogene Bestrahlung oder Temperaturverteilung wird daher erhalten, wenn die Strahlungsleistung und -Verteilung des zweiten Strahlers der des ersten Strahlers entspricht. Vorzugsweise entspricht der zweite optische Strahler daher dem ersten optischen Strahler.
Dadurch, dass die Beleuchtungs-Längenabschnitte des ersten und der zweiten Strahlers eine spiegelsymmetrische Form aufweisen, ist für jeden Strahler eine Mittelachse festgelegt. In der Krümmungsebene sind die beiden Strahler derart angeordnet, dass die Beleuchtungs-Längenabschnitte des ersten und des zweiten optischen Strahlers punktsymmetrisch zueinander verlaufen. Bei einer solchen Anordnung verlaufen die Mittelachsen beider Strahler versetzt oder kollinear zueinander. Beide Strahler sind im Wesentlichen einer halbkreisförmigen Teilfläche oder beiden halbkreisförmigen Teilflächen zugeordnet.
In einerweiteren, ebenso bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der Beleuchtungs-Längenabschnitt des ersten
Strahlers mehrere gebogene Krümmungsabschnitte mit jeweils einem Krümmungsradius umfasst, wobei der Beleuchtungs-Längenabschnitt vom Strahlerrohr- Ende aus gesehen nacheinander einen ersten Krümmungsabschnitt mit Linkskrümmung und einem ersten Krümmungsradius, einen zweiten Krümmungsab- schnitt mit Rechtskrümmung und einem zweiten Krümmungsradius, einen dritten Krümmungsabschnitt mit Rechtskrümmung und einem dritten Krümmungsradius, einen vierten Krümmungsabschnitt mit Rechtskrümmung und dem zweiten Krümmungsradius und einen fünften Krümmungsabschnitt mit Linkskrümmung und dem ersten Krümmungsradius umfasst, wobei der dritte Krümmungsradius um mindestens den Faktor drei größer als der erste und als der zweite Krümmungsradius ist.
Der erste Strahler weist mehrere gebogene Krümmungsabschnitte auf, deren Verlauf durch eine Mittelachse des Strahlerrohres festgelegt ist. Unter einem Krümmungsabschnitt wird ein Abschnitt des Strahlerrohres verstanden, dessen Verlauf näherungsweise durch einen Kreis beschrieben werden kann. Hierbei ist für jeden Krümmungsabschnitt jeweils ein Krümmungsradius festgelegt. Der Krümmungsradius ist dabei die Strecke zwischen dem Mittelpunkt dieses Kreises und der Strahler-Mittelachse. Die Krümmungsabschnitte können direkt aneinander anschließen oder voneinander beabstandet sein. Jeder Krümmungsabschnitt weist darüber hinaus eine Krümmungsrichtung auf, die in einer Draufsicht auf die Krümmungsebene nach rechts oder nach links verläuft. Vom Strahlerrohr-Ende aus gesehen weist der Beleuchtungs- Längenabschnitt des Strahlerrohrs nacheinander, das hießt unmittelbar oder mittelbar aufeinander folgend, folgende Krümmungsabschnitte auf: einen ersten Krümmungsabschnitt mit Linkskrümmung und einem ersten Krümmungsradius, einen zweiten Krümmungsabschnitt mit Rechtskrümmung und einem zweiten Krümmungsradius, einen dritten Krümmungsabschnitt mit Rechtskrümmung und einem dritten Krümmungsradius, einen vierten Krümmungsabschnitt mit Rechtskrümmung und dem zweiten Krümmungsradius und einen fünften Krümmungsab- schnitt mit Linkskrümmung und dem ersten Krümmungsradius.
Dadurch, dass der dritte Krümmungsradius um mindestens den Faktor drei größer als der erste und der zweite Krümmungsradius ist, wird ein im Vergleich zu den anderen Krümmungsabschnitten vergleichsweise flacher und langgestreckter dritter Krümmungsabschnitt erhalten, der für eine Bestrahlung beispielsweise des Randbereichs zur Verfügung steht. Hierdurch wird dem Randbereich ein vergleichsweise großer Beleuchtungslängenabschnitt zugeordnet. Vorzugsweise macht die Länge des dritten Krümmungsabschnittes 25% bis 50% der Länge des Beleuchtungs-Längenabschnitts aus. Beträgt die Länge des dritten Krümmungsabschnittes weniger als 25% der Beleuchtungs-Länge, weist der Strahler nur eine geringe Längserstreckung auf. Beträgt die Länge des dritten Krümmungsabschnittes mehr als 50% wird ein unnötig langer, gestreckter Krümmungsabschnitt erhalten.
Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der erste und der zweite Krümmungsabschnitt sowie der vierte und der fünfte Krümmungsabschnitt durch einen linearen Strahlerrohr-Abschnitt voneinander beabstandet sind.
Durch einen linearen Strahlerrohr-Abschnitt kann der Abstand zwischen den Strahlerrohr-Enden eingestellt werden. Hierbei beeinflusst insbesondere die Länge der linearen Strahlerrohr-Abschnitte die spätere Position der Strahlerrohr- Enden. Sind darüber hinaus durch beide Strahlerrohr-Enden Stromversorgungen geführt, wird durch die linearen Abschnitte auch die Einhaltung eines bestimmten Abstands zwischen den Stromversorgungen und damit deren elektrische Kontak- tierung erleichtert.
Darüber hinaus verlaufen die linearen Abschnitte vom Schnittpunkt der Drehachse mit der Krümmungsebene aus gesehen zumindest teilweise in radialer Richtung, so dass durch den Verlauf und die Länge der linearen Abschnitte auch die Be- strahlungsintensität pro Flächeneinheit hinsichtlich des den linearen Abschnitten zugeordneten Teils der Bestrahlungsfläche angepasst werden kann.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das erste Strahlerrohr eine Strahlerrohr-Länge aufweist, und dass der Beleuchtungs-Längenabschnitt
des ersten Strahlers mindestens 75%, vorzugsweise mindestens 90%, der Strahlerrohr-Länge ausmacht.
Dadurch, dass der Beleuchtungs-Längenabschnitt mindestens 75% der Strahlerrohr-Länge ausmacht, weist das Strahlerrohr einen geringen Anteil unbeleuchteter Bereiche auf. Ein solches Strahlerrohr gewährleistet eine kompakte Bauform des Strahlers und damit der Bestrahlungsvorrichtung. Dies gilt insbesondere, wenn der Beleuchtungs-Längenabschnitt mindestens 90% der Strahlerrohr-Länge ausmacht.
Es hat sich bewährt, wenn die kreisrunde Bestrahlungsfläche eine innere Bestrah- lungszone in Form einer Kreisfläche und eine die innere Bestrahlungsfläche umgebende, ringförmige, äußere Bestrahlungszone umfasst, wobei die kreisrunde, innere Bestrahlungszone und die ringförmige äußere Bestrahlungszone den gleichen Flächeninhalt aufweisen, und wobei 40% bis 70% der Länge des Beleuch- tungs-Längenabschnitts des ersten Strahlers der äußeren ringförmigen Bestrah- lungszone zugeordnet sind.
Die Bestrahlungsfläche weist in eine kreisrunde, innere Bestrahlungszone und eine flächengleiche ringförmige, äußere Bestrahlungszone auf. Der Mittelpunkt der äußeren und inneren Bestrahlungszone wird durch die Drehachse der Bestrahlungsvorrichtung gebildet. Dadurch, dass die Aufnahme und der erste Strahler relativ zueinander bewegbar sind, wird eine homogene Bestrahlung nur erreicht, wenn mit zunehmender radialer Entfernung von der Drehachse auch eine größere Strahlungsleistung bereitgestellt wird. Die auf die äußere Bestrahlungszone auftreffende Strahlungsleistung hängt beispielsweise von der Länge des Beleuchtungs-Längenabschnitts (Be- leuchtungs-Länge) ab, die der äußeren ringförmigen Bestrahlungszone zugeordnet ist. Die Beleuchtungs-Länge ist der kreisrunden, inneren Bestrahlungszone und der ringförmigen, äußeren Bestrahlungszone zugeordnet oder geht über diese hinaus. Eine der äußeren, ringförmigen Bestrahlungszone zugeordnete Beleuchtungs-Länge von weniger als 40% führt zu einer geringen Bestrahlung der äußeren Bestrahlungszone. Eine der äußeren Bestrahlungszone zugeordnete Be-
leuchtungslänge von mehr als 70%, führt zu einem vergleichsweise großen Energieeintrag in die äußere Bestrahlungszone.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Beleuchtungs-Längenabschnitt des ersten Strahlers ausschließlich über einer der halbkreisförmigen Teilflächen angeordnet.
Ein ausschließlich über einer der halbkreisförmigen Teilflächen angeordneter Strahler führt grundsätzlich dazu, dass zu jedem Zeitpunkt stets nur ein Teil des zu bestrahlenden Substrats erwärmt wird. Gegebenenfalls auftretende Erwärmungsunterschiede sind dabei allerdings von der relativen Rotationsgeschwindig- keit abhängig. Bei einer hohen Rotationsgeschwindigkeit verliert sich der Effekt der unterschiedlichen Erwärmung. Ein ausschließlich über der ersten halbkreisförmigen Teilfläche angeordneter Beleuchtungs-Längenabschnitt des ersten Strahlers ermöglicht eine besonders kompakte Bauform der Bestrahlungsvorrichtung, wobei der Raum über der zweiten halbkreisförmigen Teilfläche grundsätzlich auch für eine anderweitige Nutzung, beispielsweise für eine Dosiervorrichtung zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf das zu bestrahlende Substrat verbleibt.
In einer anderen, ebenso bevorzugten Modifikation der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass das erste Strahlerrohr einen ersten Strahlerrohr- Durchmesser aufweist, und dass der erste und der zweite Krümmungsradius des ersten Strahlerrohrs mindestens das 1,0-fache, vorzugsweise mindestens das 1,5- fache, des ersten Strahlerrohr-Durchmessers beträgt.
Eine Krümmung des Strahlerrohrs mit einem Krümmungsradius, der das 1,0- fache des Strahlerrohr-Durchmessers beträgt, ermöglicht bei vorgegebenem Krümmungswinkel eine Strahlerrohr-Biegung mit geringer räumlicher Ausdehnung und trägt zu einer kompakten Bauweise der Vorrichtung bei. Ein Krümmungsradius, der mindestens das 1,5 fache des Strahlerrohr-Durchmessers beträgt, ist einfach und kostengünstig zu fertigen.
Es hat sich als günstig erwiesen, wenn innerhalb des Gehäuses ein Reflektor zur Reflexion der optischen Strahlung vorgesehen ist.
Durch einen Reflektor wird ein energieeffizienter Betrieb der Vorrichtung ermöglicht. Ein Reflektor führt darüber hinaus zu einer schnelleren Erwärmung des Substrates, so dass auch die Prozesszeiten verkürzt werden können. Der Reflektor kann diffus oder spekular reflektierend sein. Er ist beispielsweise auf dem Strahler 5 oder auf dem Gehäuse aufgebracht oder das Gehäuse wirkt selbst als Reflektor. So ist beispielsweise eine Beschichtung aus Gold, eine Beschichtung aus opakem Quarzglas oder ein aus hochglanzpoliertem Aluminium gefertigtes Gehäuseteil zur Reflexion optischer Strahlung geeignet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem ersten Strahler in Form eines Infra- 10 rotstrahlers ist insbesondere für die Bearbeitung von Halbleiterscheiben geeignet.
Bei der Bearbeitung einer Halbleiterscheibe kommt es häufig auf eine besonders gleichmäßige Erwärmung der Halbleiterscheibe an.
Weiterhin ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrats mit einem ersten Strahler in Form eines Gasentladungs-Strahlers mit Edelgasfül- 15 lung für die Aushärtung von Besch ichtungen auf optischen Speichermedien oder Halbleiterscheiben vorteilhaft einsetzbar. Bevorzugt kann als Füllgas Argon, Krypton oder Xenon eingesetzt werden.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn zwischen der Bestrahlungsfläche und der Krümmungsebene ein flächenhaftes, für die optische Strahlung durchlässiges
20 Fenster angeordnet ist, wobei das Fenster aus Quarzglas, Aluminiumsilikatglas, Vycor oder Saphir gefertigt ist und mehr als 75%, vorzugsweise mehr als 85% der auf das Fenster auftreffenden, von dem Strahler erzeugten optischen Strahlung durchlässt. Ein solches Fenster dient zum Schutz des Strahlers vor Verunreinigungen. Vycor ist der Markenname eines von der Firma Corning gefertigten Gla-
25 ses.
Es hat sich darüber hinaus bewährt, wenn die Vorrichtung ein Kühlelement um- fasst, das eine Kühlung des Substrats mittels Gasstrom ermöglicht. Geeignete Gase sind beispielsweise Edelgase und Stickstoff.
Vorzugsweise weist das Gehäuse eine Thermoschockbeständigkeit von mehr als 30 10 K s"1 besonders bevorzugt von mehr als 100 K s' und eine thermische Masse
(definiert als Dichte * spezifische Wärme bei 20 °C) von weniger als 2,5 J cm"2 K"\ besonders bevorzugt von weniger als 1 ,8 J cm"2 K"1 auf.
Hinsichtlich des Strahlers wird die oben genannte technische Aufgabe ausgehend von einem Strahler mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Strahlerrohr einen gebogenen Beleuchtungs- Längenabschnitt hat, welcher in der Krümmungsebene mit spiegelsymmetrisch ovaler Grundform verläuft, wobei der Beleuchtungs-Längenabschnitt vom Strahlerrohr-Ende aus gesehen nacheinander einen ersten Krümmungsabschnitt mit Linkskrümmung und einem ersten Krümmungsradius, einen zweiten Krümmungs- abschnitt mit Rechtskrümmung und einem zweiten Krümmungsradius, einen dritten Krümmungsabschnitt mit Rechtskrümmung und einem dritten Krümmungsradius, einen vierten Krümmungsabschnitt mit Rechtskrümmung und dem zweiten Krümmungsradius und einen fünften Krümmungsabschnitt mit Linkskrümmung und dem ersten Krümmungsradius umfasst, wobei der dritte Krümmungsradius um mindestens den Faktor drei größer als der erste und als der zweite Krümmungsradius ist.
Optische Strahler im Sinne der Erfindung sind beispielsweise Infrarotstrahler, UV- Strahler oder Strahler zur Emission von sichtbarem Licht. Der erfindungsgemäße Strahler ist insbesondere zur gleichmäßigen Bestrahlung einer halbkreisförmigen Bestrahlungszone geeignet. Die halbkreisförmige Bestrahlungszone umfasst eine dem kreisförmigen Randbereich der Bestrahlungszone zugeordnete, äußere Zone und eine den Mittelpunkt des korrespondierenden Vollkreises halbkreisförmig umgebende, innere Zone.
Der erfindungsgemäße Strahler weist mehrere gebogene Krümmungsabschnitte auf, deren Verlauf durch eine Mittelachse des Strahlerrohres festgelegt ist. Unter einem Krümmungsabschnitt wird ein Abschnitt des Strahlerrohres verstanden, dessen Verlauf näherungsweise durch einen Kreis beschrieben werden kann.
Hierbei ist für jeden Krümmungsabschnitt jeweils ein Krümmungsradius festgelegt.
Die Krümmungsabschnitte können direkt aneinander anschließen oder voneinan- der beabstandet sein.
Jeder Krümmungsabschnitt weist darüber hinaus eine Krümmungsrichtung auf, die in einer Draufsicht auf die Krümmungsebene nach rechts oder nach links verläuft.
Dadurch, dass der dritte Krümmungsradius um mindestens den Faktor drei größer 5 als der erste und der zweite Krümmungsradius ist, wird ein im Vergleich zu den anderen Krümmungsabschnitten vergleichsweise flacher und langgestreckter dritter Krümmungsabschnitt erhalten, der anschließend für eine Bestrahlung beispielsweise der äußeren Zone der Bestrahlungszone zur Verfügung steht. Hierdurch wird dem Randbereich der Bestrahlungszone ein vergleichsweise großer0 Beleuchtungslängenabschnitt zugeordnet. Vorzugsweise macht die Länge des dritten Krümmungsabschnittes 25% bis 50% des Beleuchtungs-Längenabschnitts aus.
Durch den weiteren Verlauf der Krümmungsabschnitte, insbesondere der Krümmungsabschnitte eins und fünf, wird darüber hinaus eine ausreichende Bestrah-5 lung der inneren Zone der Bestrahlungszone ermöglicht.
Gemäß der Erfindung weist der Beleuchtungs-Längenabschnitt eine spiegelsymmetrisch-ovale Grundform auf. Die Grundform ist entweder geschlossen oder geöffnet. Vorzugsweise ist die Grundform geöffnet. Auch die Spiegelsymmetrie der Grundform trägt zu einer gleichmäßigen Bestrahlung der Basisfläche bei. o In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Strahlers ist vorgesehen, dass der erste und der zweite Krümmungsabschnitt sowie der vierte und der fünfte Krümmungsabschnitt durch einen linearen Strahlerrohr-Abschnitt voneinander beabstandet sind.
Mittels der linearen Strahlerrohr-Abschnitte wird eine Einstellung sowohl des Ab-5 Stands zwischen den Strahlerrohr-Enden als auch der Position der durch die
Strahler-Enden geführten Stromversorgungen ermöglicht.
Darüber hinaus beeinflusst der Verlauf und die Länge der linearen Abschnitte die Bestrahlungsverteilung bezogen auf die Basisfläche.
ln einer anderen, ebenso bevorzugten Modifikation des erfindungsgemäßen Strahlers ist vorgesehen, dass das Strahlerrohr eine Strahlerrohr-Länge aufweist, und dass der Beleuchtungs-Längenabschnitt mindestens 75%, vorzugsweise mindestens 90%, der jeweiligen Strahlerrohr-Länge ausmacht. Dadurch, dass der Beleuchtungs-Längenabschnitt mindestens 75% der Strahlerrohr-Länge ausmacht, weist das Strahlerrohr einen geringen Anteil unbeleuchteter Bereiche auf, wodurch ein kompakter Strahler erhalten wird. Dies gilt insbesondere, wenn der Beleuchtungs-Längenabschnitt mindestens 90% der Strahlerrohr- Länge ausmacht. Es hat sich bewährt, wenn das Strahlerrohr einen Strahlerrohr-Durchmesser aufweist, und dass der erste und der zweite Krümmungsradius des Strahlerrohrs mindestens das 1,0-fache, vorzugsweise mindestens das 1,5-fache, des ersten Strahlerrohr-Durchmessers beträgt.
Beträgt der Krümmungsradius, der mindestens das ,0-fache, vorzugsweise min- destens das 1,5-fache des Strahlerrohr-Durchmessers, trägt zu einer kompakten Bauform des Strahlers bei und ist darüber hinaus einfach und kostengünstig zu fertigen.
Ausführungsbeispiel Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigt in schematischer Darstellung:
Figur 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Bestrahlung eines Substrats mit einem optischer Strahler, der einen spiegelsymmetrisch-ovalen Beleuchtungslängenabschnitt aufweist, Figur 2 in räumlicher Darstellung eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem zwischen Bestrahiungsfläche und Krümmungsebene liegenden Bestrahlungsraum, bei der die Bestrah-
lungsfläche eine kreisförmige, innere Bestrahlungszone und eine ringförmige, äußere Bestrahlungszone umfasst,
Figur 3 eine erste Ausführungsform eines Strahlers für die Erzeugung optischer
Strahlung gemäß der Erfindung zum Einsatz in eine erfindungsgemäße 5 Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrates, und
Figur 4 eine zweite Ausführungsform eines Strahlers für die Erzeugung optischer Strahlung gemäß der Erfindung zum Einsatz in eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrates.
Figur 1 zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform der 10 erfindungsgemäßen Bestrahlungsvorrichtung für die Bearbeitung von Halbleiterscheiben, der insgesamt die Bezugsziffer 100 zugeordnet ist. Die Vorrichtung 100 umfasst ein Gehäuse 101 , sowie innerhalb des Gehäuses 101 eine um eine Drehachse (nicht dargestellt) drehbare Aufnahme 102 für ein zu bestrahlendes Substrat 103, einen thermischen Infrarotstrahler 105 mit einem Strahlerrohr 106 15 sowie einen Durchlass 120 für eine Dosiervorrichtung (nicht dargestellt).
Die Aufnahme 102 weist eine kreisrunde Bestrahlungsfläche 104 auf, die in eine erste halbkreisförmige Teilfläche 104a und eine zweite halbkreisförmige Teilfläche 104b unterteilt ist. Darüber hinaus weist die Bestrahlungsfläche eine innere Bestrahlungszone 116 in Form einer Kreisfläche und eine ringförmige äußere Be- 20 strahlungszone 117 gleichen Flächeninhalts auf.
Der thermische Infrarotstrahler 105 ist innerhalb des Gehäuses 101 in einer parallel zur Bestrahlungsfläche 104 verlaufenden Krümmungsebene angeordnet. An beiden Enden des Strahlerrohres 06 ist jeweils eine gasdichte Abdichtung 108a, 108b des Strahlerrohres 106 vorgesehen, durch die eine Stromversorgung 109a, 25 109b geführt ist. Auf der dem Substrat abgewandten Seite des Strahlerrohrs 106 ist eine als Reflektor wirkende Schicht aus S1O2 aufgebracht. Das Strahlerrohr 106 weist darüber hinaus mehrere gebogene Krümmungsabschnitte 110, 111, 112, 113, 114 auf.
Vom Mittelpunkt 115 der Vorrichtung 100 aus gesehen weist der Krümmungsabschnitt 110 eine Linkskrümmung mit einem Krümmungsradius von 25 mm, der Krümmungsabschnitt 111 eine Rechtskrümmung mit einem Krümmungsradius von 25 mm, der Krümmungsabschnitt 112 eine Rechtskrümmung und einen Krümmungsradius von 180 mm, der Krümmungsabschnitt 113 eine Rechtskrümmung mit einem Krümmungsradius von 25 mm und der Krümmungsabschnitt 114 eine Linkskrümmung mit einem Krümmungsradius von 25 mm auf.
Die gebogenen Krümmungsabschnitte 110, 111, 112, 113, 114 bilden den Be- leuchtungs-Längenabschnitt des Infrarotstrahlers 105. Der Beleuchtungs- Längenabschnitt verläuft in der Krümmungsebene mit spiegelsymmetrisch-ovaler Form; er ist ausschließlich über der halbkreisförmigen Teilfläche 104b angeordnet und macht 90% der Strahlerrohr-Länge aus. In dieser Ausführungsform sind 65% der Länge des Strahlerrohrs 106 der äußeren ringförmigen Bestrahlungszone 117 zugeordnet. Zwischen Krümmungsebene und Bestrahlungsfläche104 ist ein Fenster 107 aus Quarzglas angeordnet.
In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Vorrichtung 100 einen zweiten Infrarotstrahler (nicht dargestellt) umfasst, der ebenfalls in der Krümmungsebene angeordnet ist. Der zweite Infrarotstrahler ist wie der Infrarot- strahier 105 ausgebildet; er ist in der Krümmungseben derart versetzt zu dem Infrarotstrahler 105 angeordnet, dass die Beleuchtungs-Längenabschnitte der Infrarotstrahlers 105 und des zweiten Infrarotstrahlers punktsymmetrisch zueinander verlaufen.
Figur 2 zeigt schematisch in räumlicher Darstellung eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bestrahlung eines Substrats 200. Die Vorrichtung 200 weist eine Aufnahme für das zu bestrahlende Substrat mit einer Bestrahlungsfläche 202 sowie eine Krümmungsebene 201 auf.
Die Krümmungsebene 201 der Vorrichtung 200 ist in Figur 2 als Kreisfläche mit dem Mittelpunkt 207 dargestellt. In der Krümmungsebene 201 verläuft das Strah- lerrohr eines gekrümmten Infrarotstrahlers mit einem Beleuchtungs-
Längenabschnitt, der in der Krümmungsebene mit spiegelsymmetrisch-ovaler Form verläuft (nicht dargestellt).
Die Bestrahlungsfläche 202 ist parallel zur Krümmungsebene 201 angeordnet; sie ist ebenfalls als Kreisfläche dargestellt. Der Mittelpunkt 208 der Kreisfläche der Bestrahlungsfläche 202 und der Mittelpunkt 207 legen eine Drehachse 209 fest, um die der Infrarotstrahler und die Aufnahme für das zu bestrahlende Substrat relativ zueinander bewegbar sind. Die Bestrahlungsfläche 202 umfasst eine erste halbkreisförmige Teilfläche 203 und eine zweite halbkreisförmige Teilfläche 204. Darüber hinaus weist die Bestrahlungsfläche 202 eine innere Bestrahlungszone 205 in Form einer Kreisfläche mit dem Radius η auf. Die innere Bestrahlungszone 205 ist von einer äußeren, ringförmigen Bestrahlungszone 206 umgeben deren Radius mit ra bezeichnet ist. Die innere Bestrahlungszone 205 und die äußere, ringförmige Bestrahlungszone weisen den gleichen Flächeninhalt auf. Hinsichtlich der Radien n und ra gilt daher folgende mathematische Beziehung: ra = n * 2.
Zur besseren Übersicht ist in Figur 2 weiterhin das zu bestrahlende Substrat als schraffierte Kreisfläche 210 mit dem Radius r eingezeichnet.
Zwischen Krümmungsebene 201 und Bestrahlungsfläche 202 liegt der Bestrahlungsraum der Vorrichtung 200. Figur 3 zeigt eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen thermischen Infrarotstrahlers 300 in Draufsicht (A), Seitenansicht (B) und in räumlicher Darstellung (C). Der thermische Infrarotstrahler 300 ist zum Einsatz in die erfindungsgemäße Vorrichtung 100, 200 gemäß Figur 1 beziehungsweise Figur 2 geeignet.
Der Infrarotstrahler 300 weist ein in einer Krümmungsebene gebogenes Strahler- rohr 301 mit mehreren Krümmungsabschnitten 310, 311, 312, 313, 314 auf. Der Krümmungsverlauf des Strahlerrohrs 301 ist durch die gestrichelte Linie 320 wiedergegeben. Die Krümmungsradien betragen Ri = 25 mm; R2 = 25 mm; R3 = 130 mm; R4 = 25 mm und R5 = 25 mm. Innerhalb des Strahlerrohrs 301 ist als thermischer Strahler eine Wolframwendel (nicht dargestellt) angeordnet. Zur elektri-
schen Kontaktierung der Wolframwendel ist an beiden Enden des Strahlerrohres 301 jeweils eine gasdichte Abdichtung 302a, 302b vorgesehen, durch die jeweils eine Stromversorgung geführt ist. Die gasdichten Abdichtungen 302a, 302b weisen einen Abstand a von 70 mm auf. Die Länge b, c der Stromzuführungen 305a, 305b beträgt 200 mm. Die Strahlerabmessungen d, e und f betragen 71 mm, 116 mm beziehungsweise 4 mm. Das Strahlerrohr 301 weist einen Strahlerrohr- Außendurchmesser von 10 mm auf; es ist mit Argon gefüllt. Der Fülldruck beträgt 800 mbar bei Raumtemperatur.
Der Strahler 300 weist eine Nennspannung von 360 V und eine Nennleistung von 2.790 W auf. Die Länge der Wolframwendel beträgt 465 mm. Demzufolge beträgt die spezifische Leistung des Strahlers 300 bezogen auf die Länge der Wendel bei Nennspannung 60 W/cm. Unter Nennspannung beträgt die Wendeltemperatur 1.600 °C.
Auf eine Seite des Strahlerrohres 301 ist eine Reflektorschicht aus opakem, diffus streuendem Quarzglas aufgebracht (QRC® von Heraeus Noblelight).
Weiterhin zeigt Figur 4 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Strahlers in Form des thermischen Infrarotstrahlers 400 in Draufsicht (A), Seitenansicht (B) und in räumlicher Darstellung (C). Der thermische Infrarotstrahler 400 ist zum Einsatz in die erfindungsgemäße Vorrichtung 100, 200 gemäß Figur 1 be- ziehungsweise Figur 2 geeignet.
Der Infrarotstrahler 400 weist ein in einer Krümmungsebene gebogenes Strahlerrohr 401 mit mehreren Krümmungsabschnitten 410, 411 , 412, 413, 414 auf. Der Krümmungsverlauf des Strahlerrohrs 401 ist durch die gestrichelte Linie 420 wiedergegeben. Die Krümmungsradien betragen Ri = 25 mm; R2 = 25 mm; R3 = 130 mm; R4 = 25 mm und Rs = 25 mm. Innerhalb des Strahlerrohrs 401 ist als thermischer Strahler eine Wolframwendel (nicht dargestellt) angeordnet. Zur elektrischen Kontaktierung der Wolframwendel ist an beiden Enden des Strahlerrohres 401 jeweils eine gasdichte Abdichtung 402a, 402b vorgesehen, durch die jeweils eine Stromversorgung geführt ist. Die gasdichten Abdichtungen 402a, 402b wei- sen einen Abstand a von 70 mm auf. Die Länge b, c der Stromzuführungen 405a,
405b beträgt 200 mm. Die Strahlerabmessungen d, e, h und g betragen 75 mm, 112 mm, 43 mm beziehungsweise 32 mm. Das Strahlerrohr 401 weist einen Strahlerrohr-Außendurchmesser von 10 mm auf; es ist mit Argon gefüllt. Der Fülldruck beträgt 800 mbar bei Raumtemperatur. Der Strahler 400 weist eine Nennspannung von 360 V und eine Nennleistung 4.300 W auf. Die Länge der Wolframwendel beträgt 430 mm. Demzufolge beträgt die spezifische Leistung des Strahlers 400 bezogen auf die Länge der Wendel bei Nennspannung 100 W/cm. Unter Nennspannung beträgt die Wendeltemperatur 2.600 °C. Auf eine Seite des Strahlerrohres 401 ist eine Reflektorschicht aus opakem, diffus streuendem Quarzglas aufgebracht (QRC® von Heraeus Noblelight).
Beispiel 1 a
Nachfolgend ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aushärtung von Schutzlack auf Datenträger Rohlingen (CD, DVD, Blue Ray, etc.) mittels Spin Coating beschrieben.
Das auszuhärtende Medium (ein Lack, ein Epoxidharz, o.ä.) wird als Fluid mittig auf den schnell rotierenden Datenträger gegeben, so dass es sich aufgrund der Rotation des Datenträgers homogen auf der Oberfläche des Datenträgers verteilt. Das Fluid wird, wenn die Oberfläche vollständig benetzt und die Schicht nahezu homogen ist, mit intensiver Strahlung beaufschlagt, die die Vernetzung von Monomeren des Fluids ermöglicht.
Zur Aushärtung des Schutzlacks wird ein erfindungsgemäßer Strahler in Form einer Entladungslampe eingesetzt, der im Normalbetrieb einen hohen Anteil der abgegeben Strahlungsintensität im Bereich der Wirkwellenlänge der Vernetzung aufweist.
Der optische Strahler ist in einer Ebene parallel zur Oberfläche des Datenträgers in einem Abstand von 20 mm angeordnet. Dieser Abstand wird einerseits durch das Zentrum der Entladung im Strahlerrohr und andererseits durch die Oberfläche des Datenträgers definiert. Die Elektroden des optischen Strahlers sind so ange-
ordnet, dass die Ansetzpunkte des Bogens im neuwertigen Zustand des Strahlers sich auf einer Ebene befinden, die zudem die Drehachse umfasst.
Das Strahlerrohr des optischen Strahlers ist aus einem Quarzglasrohr von 1 * 6 mm ausgeführt, wobei die erste Zahl („1 ") der Wandstärke in mm und der zweiten Zahlenwert („6") dem Außendurchmesser in mm entspricht. Die Biegeradien des Strahlerrohres betragen mindestens 10 mm.
Um eine homogene Schichtdicke der ausgehärteten BeSchichtung zu erreichen weist die Bestrahlungsvorrichtung eine Öffnung für die Dosierzugabe des Fluids im Bereich der Rotationsachse des Datenträgers auf. Die Vorrichtung zur Auf- nähme und Rotation des Datenträgers befindet sich unterhalb, die Bestrahlungsvorrichtung oberhalb der Ebene die durch den Datenträger definiert wird.
Das Gehäuse der Bestrahlungsvorrichtung besteht aus einem Körper aus Aluminium, der strahlerseitig hochwertige, die optische Strahlung reflektierende Oberflächen aufweist. Das Gehäuse umschließt den optischen Strahler vollständig. Auch die elektrischen Zuleitungen sind im Gehäuse angeordnet. Darüber hinaus sind in das Gehäuse neben den Zuführungen für die elektrischen Anschlüsse und die Durchführung für die Dosiervorrichtung Zu- und Abführungen für ein Kühlgas im Aluminiumkörper eingebracht, so dass das Gehäuse mit bis zu 10 l/min Stickstoff aktiv gekühlt werden kann. In dem Gehäuse ist zwischen dem optischen Strahler und dem Datenträger ein Fenster aus Quarzglas mit 2,0 mm Stärke eingesetzt. Das Quarzglasfenster ist ohne zusätzliche Dichtung auf dem Aluminiumkörper befestigt, die Spaltweiten betragen durchgehend weniger als 0,1 mm. Dabei weist das Quarzglas eine Thermoschockbeständigkeit von 1000 K s"1 auf, Aluminium von besser 10 K s"1, die thermische Masse (definiert als Dichte * spezi- fische Wärme bei 20 °C) von Aluminium ist 2,42 J cm"2 K'1, von Quarzglas besser als 1 ,8 J cm"2 K~1.
Beispiel 1 b
Nachfolgend ist als weiteres Ausführungsbeispiel die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aushärtung von Schutzlack auf Datenträger Rohlingen (CD, DVD, Blue Ray, etc.) mittels Spin Coating beschrieben.
Das Ausführungsbeispiel 1 entspricht dem Ausführungsbeispiel 1a mit folgenden Unterschieden:
Die zur Vorrichtung gemäß Beispiel 1b unterscheidet sich von der Vorrichtung aus Beispiel 1a dadurch, dass das Gehäuse den optischen Strahler nicht vollständig umschließt. Die Strahler-Enden des optischen Strahlers sind aus dem Strahlungsraum herausgeführt. Sie sind in dem Bereich, in dem sie aus dem Strahlungsraum herausgeführt sind, wasserdicht abgedichtet. Die elektrischen Zuleitungen sind außerhalb des Gehäuses angeordnet. Weiterhin sind Zu- und Abführungen für ein Kühlfluid im Aluminiumkörper eingebracht, so dass das Gehäuse mit bis zu 6 l/min entionisiertem Wasser aktiv gekühlt werden kann. Um einen Austritt von Kühlfluid zu vermeiden, ist das Quarzglasfenster ist mit einer zusätzlichen Dichtung aus Viton auf dem Aluminiumkörper des Gehäuses befestigt.
Beispiel 2
Beispiel 2 betrifft die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Figur 1 in einem Prozess zur Aushärtung von Schutzlack auf Datenträger Rohlingen (CD, DVD, Blue Ray, etc.) mittels Spin Coating.
Das Ausführungsbeispiel 2 entspricht dem Ausführungsbeispiel a mit folgenden Unterschieden:
Das Gehäuse der Bestrahlungsvorrichtung ist ein Körper aus Quarzglas, der strahlerseitig mit einer Schicht aus opakem, diffus reflektierendem Quarzglas (QRC® von Heraeus Noblelight) beschichtet ist.
In das Gehäuse sind neben den Zuführungen für die elektrischen Anschlüsse und die Durchführung für die Dosiervorrichtung sind Zu- und Abführungen für ein Kühlgas eingebracht, so dass das Gehäuse mit bis zu 2 l/min Stickstoff aktiv ge- kühlt werden kann.
Beispiel 3a
Nachfolgend ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen von Silizium-Wafern mit einem Durchmesser von 12 Zoll beziehungsweise
300 mm beschrieben.
Hierzu wird auf den Wafer von der Oberseite her eine Reinigungslösung aufgegeben, die ein Lösungsmittel (z.B. Wasser, Methanol, Isopropanol, Aceton) umfasst, die zudem aktive Substanzen enthalten kann (z.B. Schwefelsäure, Phosphorsäu- re, Ammoniak, Königswasser, Flusssäure). Die Reinigungslösung wird für eine besonders intensive oder schnelle Prozessführung bereits mit einer Temperatur nahe am Verdampfungspunkt der Flüssigkeit auf den Wafer gegeben. Um eine gleichmäßige Temperatur auf dem Wafer zu erhalten und einer Abkühlung durch Entzug von Verdunstungswärme entgegenzuwirken, wird der Wafer mit Infrarot- Strahlung bestrahlt.
Infrarotstrahlung im Bereich < 1.100 nm wird bevorzugt eingesetzt, wenn der Wafer selber erwärmt werden soll, Infrarotstrahlung > 1500 nm wird bevorzugt eingesetzt, wenn die Reinigungslösung selbst erwärmt werden soll.
Im speziellen Fall ist die folgende Anordnung gewählt: Oberhalb des schnell rotierenden Wafers (> 100 min"1) ist eine Vorrichtung angebracht, die die Reinigungslösung auf den Wafer gibt; ansonsten wird der Wafer mit einem Gasstrom geringer Turbulenz von oben her umströmt.
Unterhalb des Wafers befindet sich eine Vorrichtung zur Aufnahme des Wafers mittels Stiften; diese Vorrichtung versetzt zugleich den Wafer in Rotation. Zwi- sehen Rotationsvorrichtung und Wafer befindet sich zudem die Bestrahlungsvorrichtung, die jedoch ruht.
Das Gehäuse der Bestrahlungsvorrichtung besteht aus einer opaken Glaskeramik (z.B. MACOR™ von Corning) und ist in einem Stück angefertigt. Es sind Zuführungen für die elektrischen Anschlüsse des Strahlers und Kanäle für die Zuleitung von Kühlgas vorgesehen. Als optisches Fenster ist eine Scheibe aus Quarzglas (z.B. GE 200 oder vergleichbare Qualität) vorgesehen mit einer Stärke von 1,5 mm. Das Fenster ist mit einer Spaltweite von 0,15 mm aufgesetzt, wobei dieser Spalt mittels einiger geeigneter Auflagepunkte, die aus dem Gehäuse abstehen definiert ist, so dass eine Kühlgasrate von 1 ,3 l/min erreicht wird. Als Kühlgas ist
Stickstoff vorgesehen.
Die thermische Masse von MACOR beträgt 2,0 J cm'2 K"\ die von Quarzglas beträgt weniger als 1,8 J cm"2 K"1.
In das Gehäuse ist ein optischer Strahler gemäß Figur 4 eingesetzt. Beispiel 3b
Beispiel 3b beschreibt eine alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie deren Verwendung zum Reinigen von Silizium-Wafern mit einem Durchmesser von 12 Zoll beziehungsweise 300 mm.
Das Ausführungsbeispiel 3b entspricht dem Ausführungsbeispiel 3a mit folgenden Unterschieden:
Das Gehäuse ist aus Quarzglas (z.B. 7940 von Corning) in einem Stück angefertigt. Es sind Zuführungen für die elektrischen Anschlüsse des Strahlers und Kanäle für die Zuleitung und Ableitung von Kühlgas vorgesehen. Als optisches Fenster ist eine Scheibe aus Quarzglas vorgesehen mit einer Stärke von 1 ,5 mm, die ohne definierten Spalt aufgesetzt ist.
Als Kühlgas ist Stickstoff vorgesehen. Es wird eine Kühlgasrate von 1 ,0 l/min erreicht.
Der eingesetzte optische Strahler entspricht dem Strahler aus Figur 3.