Beschreibung
LängenausgleichsVorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Längenausgleichsvorrichtung, insbesondere für eine Exzenterschneckenpumpe mit einem Rotor und einem axial einstellbarem Stator, wobei die Längenausgleichsvorrichtung dem Stator zugeordnet ist. Die Erfindung betrifft weiter eine Exzenterschneckenpumpe mit einer Längenausgleichsvorrichtung .
Die Exzenterschneckenpumpe zählt zu den rotierenden Verdrängerpumpen, deren Pumpenabschnitt ein rotierendes Teil (Rotor) und ein feststehendes Teil (Stator) aufweist. Der Rotor ist dabei schraubenartig ausgebildet mit großer Steigung und Gangtiefe sowie relativ kleinem Kerndurchmesser. Der Stator hat einen Gewindegang mehr und weist die doppelte Steigungslänge des Rotors auf. Zwischen dem Rotor und dem Stator entstehen so Förderräume, die sich kontinuierlich von der Eintritts- zur Austrittsseite bewegen. Gewöhnlich besteht der Stator aus einem Elastomerkörper und einem Statormantel, der den Elastomerkörper umgibt. Der Elastomerkörper bewirkt eine Abdichtung zwischen Rotor und Stator, welche dadurch erzeugt wird, dass die inneren Konturen des Stators kleiner sind als die äußeren Konturen des Rotors. Durch die Vorspannung entsteht eine ununterbrochene Dichtlinie, welche die aufeinander folgenden Förderkammern abdichtet und den Aufbau eines Förderdrucks ermöglicht.
Zur Erhöhung der Lebensdauer und zum Zwecke der Anpassung an unterschiedliche Betriebsbedingungen sind aus dem Stand der Technik Lösungen bekannt, bei denen der elastische Stator axial eingestellt bzw. nachgestellt werden kann. Beispielsweise geht aus der DE 1303705 eine Exzenterschneckenpumpe hervor, deren Innen-
durchmesser des Stators durch Zusammenpressen verengbar ist, wobei die Gehäuseinnenwand und die Außenfläche des elastischen Stators konisch ausgebildet sind und der Stator im Gehäuse axial verstellbar ist. Zwischen Pumpengehäuse und Stator sind Ausgleichselemente vorgesehen. Dadurch soll erreicht werden, dass nach längerem Betrieb Abnutzungserscheinungen durch Nachstellen des Stators in axialer Richtung ausgeglichen werden können.
Eine Exzenterschneckenpumpe, bei der die Statorinnenmaße während des Betriebes auftretenden Umständen angepasst werden kann, ist aus der DE 102005042559A1 bekannt. Dazu weist die Exzentersehne- ckenpumpe einen Statormantel und eine darin angeordnete elastische Statorauskleidung auf, wobei an beiden Enden der elastischen Statorauskleidung ein Anschlag zu dessen axialer Begrenzung vorgesehen ist und mindestens an einem Ende Mittel vorhanden sind, um die axiale Position des Anschlags zu verändern. Über die Einstellung des Statormantels wirkt auf die elastische Statorauskleidung eine Zug- oder Druckkraft, wodurch sich der Druck auf den Rotor und somit die Vorspannung verändert. Der Innenquerschnitt der Auskleidung ist so korrigierbar.
Um eine Einstellung des Stators gewährleisten zu können, sind Mittel für dessen Längenausgleich erforderlich. Bei der aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen werden dazu beispielsweise Verstellringe oder Ausgleichsscheiben eingesetzt, wobei der Verstellring auch beweglich in einer Verstellvorrichtung angeordnet sein kann, um auch während eines Pumpenbetriebes positiv auf die Statorauskleidung einzuwirken.
Der Verstellring steht dabei in Kontakt mit dem Fördermedium, weshalb Mittel erforderlich sind, um eine Abdichtung zwischen dem Verstellring und dem Pumpengehäuse oder Statormantel gewährleisten zu können. Wünschenswert wäre jedoch eine Ausgleichsvor¬ richtung, mit der die Längenänderung des Stators aufgrund der
axialen Einstellung kompensiert werden kann, ohne dass Teile der Ausgleichvorrichtung in Kontakt mit dem Fördermedium kommen.
Auch sollte die Ausgleichsvorrichtung vorzugsweise eine axiale Führung des Stators ermöglichen. Die aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen der oben genannten Art sind dafür aber nur unzureichend geeignet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Längenausgleichsvorrichtung zur Führung eines Fördermediums anzugeben, mit der eine Längenänderung, insbesondere des Stators einer Exzenterschneckenpumpe, effektiv und sicher ermöglicht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem die Längenausgleichsvorrichtung mindestens einen axial flexiblen Stützkörper umfasst, in dem ein dem Stützkörper zugeordneter Balgkörper zur Führung eines Fördermediums angeordnet ist.
Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass eine Längenausgleichsvorrichtung oder deren Teile schmutzempfindlich sind und deshalb nicht mit dem Fördermedium in Kontakt kommen sollten. Durch den Einsatz von Schmierstoffen könnten Reibung und Verschleiß gering gehalten und eine Dichtwirkung erhöht werden. Dabei sollte möglichst auch vermieden werden, dass Betriebsstoffe wie Öle und Fette, beispielsweise in Folge Dichtungsverschleiß und Undichtigkeiten, in das Fördermedium gelangen können .
Dies wird dadurch erreicht, dass die Längenausgleichsvorrichtung einen Stützkörper aufweist, welcher mit dem Förderermedium nicht in Kontakt kommt. Innerhalb des Stützkörpers ist ein Balgkörper angeordnet, der mit dem Fördermedium in Kontakt steht und durch den das Fördermedium strömen kann. Um bei einer axiale Bewegung, bei Dehnung oder Stauchung des Balgkörpers, eine Abstützung des
Balgkörpers zu erreichen, ist der Stützkörper derart ausgebildet, dass dieser die Axialbewegung des Balgkörpers mit ausführen kann. Dadurch lässt sich die gesamte Längenausgleichsvorrichtung vorteilhaft Dehnen oder Stauchen. Beispielsweise kann der Balgkörper mit dem Stützkörper in Kontakt stehen, so dass sich dieser direkt am Stützkörper abstützen kann.
Der Balgkörper kann aber auch zur Erreichung der Stützfunktion über geeignete Mittel mit dem Stützkörper gekoppelt sein. Dazu ist der Stützkörper vorzugsweise mit dem Balgkörper druckdicht gekoppelt, derart, dass eine Fluidkammer zwischen Stütz- und Balgkörper gebildet wird, welche den Balgkörper in radialer Richtung stützt. Der Balgkörper wird dadurch keiner formändernden Druckbelastung ausgesetzt und bleibt somit im Wesentlichen formstabil .
In einer bevorzugten Weiterbildung ist zur Messung des Pumpenin- nendrucks, ein der Fluidkammer zugeordneter Drucksensor vorgesehen. Der Drucksensor kommt dadurch in vorteilhafter Weise nicht mit dem Fördermedium in Kontakt und die Messvorrichtung kann beispielsweise nicht verstopfen. Das Fluid in der Fluidkammer dient somit als Drucktransmitter zur Druckerfassung und kann auch als Überdrucksicherung genutzt werden.
Der Stützkörper kann aus einem oder mehreren Ausgleichselementen gebildet sein, wobei die Ausgleichselemente ihrerseits druckdicht miteinander gekoppelt sind.
Der Balgkörper besteht vorzugsweise aus einem elastisch verformbaren Kunststoff, welcher sich beim Einstellen des Stators elastisch verformt. Der Stützkörper kann beispielsweise einteilig aus einem metallischen Werkstoff in Form eines Faltbalges als Ausgleichselement ausgebildet sein. Der Faltbalg weist dabei
eine ausreichend hohe radiale Steifigkeit auf, um auf den Balgkörper wirkenden Druckkräfte aufnehmen zu können.
Vorzugsweise weist der Balgkörper eine trichterartige Form auf, wobei dieser sich zur Pumpe hin verjüngt. Dadurch wird erreicht, dass der Balgkörper auch im gestauchten Zustand eine strö- mungsoptimierte Form annimmt. Aufgrund der besonderen Form ist ferner eine kompakte Bauweise der Längenausgleichsvorrichtung ermöglicht, da sich der Balgkörper beim Stauchen einstülpen kann, was beispielsweise bei einem einfachen Faltenbalg nicht möglich ist und der deshalb auch im komprimierten Zustand vergleichsweise mehr Raum in axialer Richtung benötigt.
Vorzugsweise ist die Längenausgleichsvorrichtung produktauslass- seitig angeordnet. Die Anordnung und Bauart der pumpenseitigen Antriebselemente können bei der Konfiguration der erfindungsgemäßen Vorrichtung so vorteilhaft unberücksichtigt bleiben.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Stützkörper als eine Zylinder-Kolben-Paarung ausgebildet, derart, dass der Zylinder als ein erstes äußeres Ausgleichselement mit den Kolben als ein zweites inneres Ausgleichselement druckdicht gekoppelt ist, indem vorzugsweise im Kolben Ausnehmungen für Dichtungsmittel eingebracht sind. Kolben und Zylinder sind dabei vorzugsweise derart gestaltet, dass der Stützkörper gleichzeitig auch als Führungsmittel dient. Dadurch kann eine produktseitige Abstützung oder Führung des Stators entfallen.
In einer bevorzugten Variante weist der Balgkörper Sollfaltstellen auf. Mit Hilfe der Sollfaltstellen kann vorteilhaft die Form des Balgkörpers bei dessen Stauchung beeinflusst werden. Die Sollfaltstellen können beispielsweise erzeugt werden, dadurch, dass der Balgkörper eine bestimmte Grundform aufweist und/oder
indem die Materialstärke an dafür vorgesehenen Stellen oder Bereichen vergrößert oder verkleinert wird. Denkbar ist aber auch die Anbringung oder Einbringung von Hilfselementen, beispielsweise in Form eines Ringes, welcher fluidkammerseitig um den
Balgkörper herum verläuft und eine Sollfaltstelle beziehungs¬ weise eine umlaufende Sollfaltlinie bildet.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung weist der Balgkörper in axialer Richtung aneinandergrenzende, um den Balgkörper herum verlaufende Flächen auf, deren Übergänge die Sollfaltstellen beziehungsweise Sollfaltlinien bilden. Die flächigen Bereiche des Balgkörpers können zu diesem Zweck unterschiedliche Materialstärken aufweisen und/oder winklig zueinander angeordnet sein.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist der Stützkörper zur Regulierung von Fluid innerhalb der Fluidkammer mindestens eine verschließbare Öffnung oder ein Ventil auf. Vorzugsweise wird über ein Ventil Fluid in die Fluidkammer eingefüllt, wobei an einer gegenüberliegenden Stelle des Stützkörpers durch Fluid verdrängte Luft entweichen kann.
Bevorzugt ist die Fluidmenge in der Fluidkammer regulierbar um zusätzlich auf die Form und das Stauchverhalten des Balgkörpers Einfluss nehmen zu können. Dazu kann eine Steuervorrichtung vorgesehen sein, welche es ermöglicht, in Abhängigkeit gemessener Parameter der Pumpe, den Druck in der Fluidkammer zu erhöhen o- der zu senkten.
Besonders bevorzugt ist der Balgkörper derart gestaltet, dass die Längenausgleichsvorrichtung zusätzlich als Absperrorgan wir¬ ken kann. Dazu ist der Balgkörper aus einem hochelastischen Elastomerkörper gebildet. Zur Absperrung wird der Druck bei¬ spielsweise mittels einer steuerbaren Druckquelle in der Fluid¬ kammer soweit erhöht, bis sich der Balgkörper verformt und den
Durchgang in der Längenausgleichsvorrichtung abdichtet. Dadurch wird erreicht, dass zum Beispiel Montagearbeiten an der Pumpe o- der der Förderanlage ohne zusätzliche Absperrorgane ermöglicht sind.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das durchströmende Medium durch die Abschottung mittels Balgkörper, insbesondere durch einen elastomeren Balgkörper, nicht in Kontakt mit dem Stützkörpers, insbesondere nicht in Kontakt mit dessen Dichtungselementen kommt. Ein zwischen dem Balgkörper und dem Stützkörper gebildeter Hohlraum kann mit schmierendem Fluid aufgefüllt werden, wodurch Dichtungs- und Führungsmittel dauerhaft geschmiert vor zu hohen Verschleiß geschützt sind. Zudem wird auch die Verwendung eines relativ dünnwandigen Balgkörpers ermöglicht, dadurch dass der Balgkörper keiner wesentlich formändernden hohen Druckbelastung ausgesetzt ist, wodurch sich sein Faltverhalten weiter verbessert. Durch eine trichterartige Form des Balgkörpers ist eine besonders kurze Bauform möglich, da sich der Balgkörper in sich einstülpen kann. Vorteilhaft ist auch, dass nur der Balgkörper, als Verschleißteil oder Bauteil mit bestimmtem physikalischen oder chemischen Eigenschaften und Anforderungen hinsichtlich des Fördermediums, einfach ausgetauscht werden kann, ohne die gesamte Längenausgleichsvorrichtung zu ersetzen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:
Figur 1 schematisch den Stator einer Exzenterschneckenpumpe mit
einer druckseitig angeschlossenen Längenausgleichsvorrichtung, umfassend einen Balgkörper und eine diesen umgebenen Zylinder-Kolben-Paarung als Stützkörper,
Figur 2 die Längenausgleichsvorrichtung aus Figur 1 im Zustand maximaler Auslenkung und gestülptem Balgkörpers,
Figur 3 die Längenausgleichsvorrichtung aus Figur 1 im Zustand maximaler Auslenkung und ungestülptem Balgkörpers,
Figur 4 eine Längenausgleichsvorrichtung im Zustand maximaler
Auslenkung und gestülpten Balgkörpers mit im Umfang verlaufenden Sollfaltstellen,
Figur 5 eine Längenausgleichsvorrichtung mit einem wellenartig ausgebildeten Balgkörper und
Figuer 6 eine Längenausgleichsvorrichtung mit einem wellenartig ausgebildeten Balgkörper und einem Drucksensor.
Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
Figur 1 zeigt den Stator 2 einer Exzenterschneckenpumpe mit einer daran stirnseitig angeschlossenen Längenausgleichsvorrichtung 4. Der Stator 2 umfasst einen Elastomerkörper 6, welcher innerhalb eines Statormantels 8 angeordnet ist, wobei der Stator 8 an seinem hier nicht dargestellten Ende mit einem Pumpengehäuse gekoppelt ist.
An dem gehäuseseitigen Ende ist der Elastomerkörper 6 fixiert, sodass beim Einstellen des Stators 2 die Längenausgleichsvorrichtung 4 aktiviert wird. Die in dieser Figur gezeigte Darstellung der Längenausgleichsvorrichtung 4 lässt sowohl eine negative als auch eine positive axiale Bewegung zu, verdeutlicht durch die dargestellten Pfeile.
Eine Zylinder-Kolben-Paarung dient als zweiteiliger Stützkörper 10,12 der Längenausgleichsvorrichtung 4, wobei der Kolben 10 im Umfang verlaufende Ausnehmungen 14 aufweist, in denen hier nicht dargestellte Dichtungsmittel angeordnet sind. Bei einer positiven Bewegung während eines Einstellvorgangs vergrößert sich der Abstand zwischen Statorflansch 18 und Pumpenflansch 20, der der Elastomerkörper wird auf Druck belastet und somit gestaucht. In Folge dessen erhöht sich der Druck auf den Rotor (nicht darge¬ stellt) . Im Gegensatz dazu, bei einer negativen Bewegung, wird der Elastomerkörper gestreckt und der Druck auf den Rotor verringert sich.
Innerhalb des Stützkörpers 10,12 ist ein elastomerer Balgkörper 16 angeordnet, welcher statorseitig zwischen einem Statorflansch 18 und dem Kolben 10 sowie einem druckseitigen Pumpenflansch 20 und dem Zylinder 12 druckdicht eingeklemmt ist. Der Kolben 10 ist an seiner dem Balgkörper 16 zugewandten Seite jeweils end- seitig mit einer Fase versehen, um eine mechanische Belastung des Balgkörpers 16 möglichst gering zu halten. Eine zwischen dem Balgkörper 16 und dem Stützkörper 10,12 gebildete Fluidkammer 22 ist mit einem schmierenden Fluid (nicht dargestellt) gefüllt. Über eine untere Ventilöffnung 24 im Zylinder 12 kann das Fluid eingefüllt werden, wobei über eine gegenüberliegende Öffnung 26 im Zylinder 12 Luft während eines Einfüllvorgangs entweichen kann. Damit kein Fluid aus der Öffnung 26 austreten und die gewünschte Stützwirkung für den Balgkörper 16 erreicht werden kann, wird die Öffnung 26 nach dem Einfüllvorgang wieder druckdicht verschlossen.
Der Balgkörper 16 weist in axialer Richtung gesehen unterschiedliche Wandstärken auf, so ist die Wandstärke auf der Seite des Pumpenflansches 18 geringer als auf der Statorseite. Dadurch ergibt sich eine ausreichend große Steifigkeit des Balgkörpers
16 in einem Bereich, welcher sich nicht oder nur gering verformen soll. Eine erzielte Formänderung bei Aktivierung der Längenausgleichsvorrichtung 4 tritt also im Wesentlichen nur in einem dafür vorgesehenen Bereich auf.
Eine Längenausgleichsvorrichtung 4 in einem Zustand maximaler positiver und maximaler negativer Auslenkung, ist in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Der in Figur 2 dargestellte Balgkörper 16 nimmt im gestülpten Zustand die gezeigte Form aufgrund seiner Grundform und unterschiedlicher Materialstärke an. Fig. 3 zeigt den Balgkörper 16 in seiner Grundform ohne elastischer Verformung innerhalb der Längenausgleichsvorrichtung im Zustand maximaler positiver Auslenkung.
In der Figuren 4 ist eine Längenausgleichsvorrichtung 4 analog zur Figur 2 nur ohne dargestellte Ausnehmungen für Dichtungselemente gezeigt, die einen gestülpten Balgkörper 16 umfasst, der aber aufgrund seiner besonderen Ausgestaltung Sollfaltstellen, insbesondere geschlossene Sollfaltlinien 28 aufweist, welche im Umfang des Balgkörpers 16 verlaufen. Der Balgkörper 16 weist dazu im Umfang mehrere Flächenabschnitte 30 auf, welche beim Komprimieren des Balgkörpers 16 die gewünschte Form bewirken. Die Flächenabschnitte 30 sind zumindest im nichtverformten Zustand des Balgkörpers 16 winklig zueinander angeordnet, wobei die Übergänge von einer Fläche zur benachbarten Fläche die Sollfaltlinien 28 bilden. Über Fluid (gepunktet dargestellt) in der Fluidkammer 22, zwischen dem Balgkörper 16 und dem Stützkörper 10,12, ist der Balgkörper 16 gestützt.
Ein in seiner Grundform im Längsschnitt wellenartig ausgebildeter Balgkörper 16 ist in Figur 5 gezeigt, welcher sich aufgrund seiner Form stauchen und dehnen lässt. Der Balgkörper 16 liegt stellenweise am Kolben 10 an und bildet die Fluidkammer 22 unterteilende Kammern. Um ein Durchströmen zwischen den einzelnen
Kammern zu gewährleisten oder zu verbessern, können im Zylinder- Stützkörper 22, im Bereich der Kontaktstellen mit dem Balgkörper 16, längsverlaufende Ausnehmungen eingebracht sein (nicht dargestellt) , welche Strömungskanäle bilden und die einzelnen Kammern miteinander verbinden.
Figur 6 zeigt die Längenausgleichsvorrichtung mit einem wie in Figur 5 wellenartig ausgebildeten Balgkörper 16, wobei die Fluidkammer 22 über die obere Ventilöffnung mit einem Ventil 34 und einem darüber angeschlossenen Manometer 32 gekoppelt ist. Das Ventil 34 dient dabei als Absperr- und Dämpfungsventil. Stattdessen oder ergänzend dazu kann die Fluidkammer 22 über die obere Ventilöffnung mit einer steuerbaren Druckquelle (nicht dargestellt) gekoppelt sein, um den Druck in der Fluidkammer 22 zu steuern oder mittels Drucksensor zu regulieren.
Die Vorrichtung ist vorzugsweise auf einstellbare Statoren einer Exzenterschneckenpumpe ausgerichtet. Durch die Verwendung eines Balgkörpers, der insbesondere über eine Fluidkammer mittels eines Stützkörpers stabilisiert ist, bewirkt vorteilhaft, dass beispielsweise als Stützkörper ausgebildete Führungsmittel, welche für einen sicheren Betrieb geschmiert werden sollten, nicht mit dem Fördermedium in Kontakt treten können. Eine trichterartige Form des Balgkörpers wirkt sich positiv auf die Strömung des Fördermediums sowie dessen Faltverhalten aus.
Bezugszeichenliste
2 Stator einer Exzenterschneckenpumpe
4 Längenausgleichsvorrichtung
6 Elastomerkörper
8 Statormantel
10 Kolben als Stützkörper (innerer-)
12 Zylinder als Stützkörper (äußerer-)
14 Ausnehmungen für Dichtungselemente
16 Balgkörper (elastomerer-)
18 Statorflansch
20 Pumpenflansch
22 Fluidkammer
24 Ventilöffnung
26 Öffnung
28 Sollfaltlinien
30 Flächenabschnitte
32 Manometer
34 Ventil