Einschichtiger Dreiwegekatalysator
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dreiwegekatalysator, der sich insbesondere für die Entfernung von Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden aus dem Abgas von mit stöchiometrischem Luft/Kraftstoff- Gemisch betriebenen Verbrennungsmotoren eignet. Er ist dadurch
gekennzeichnet, dass er eine hohe Sauerstoffspeicherfähigkeit nach
Alterung aufweist und nur aus einer einzigen katalytisch aktiven Schicht besteht.
Abgase von mit stöchiometrischem Luft/Kraftstoff-Gemisch betriebenen Verbrennungsmotoren, also z. B. mit Benzin oder Erdgas betriebene
Ottomotoren, werden in herkömmlichen Verfahren mit Hilfe von Drei-Wege- Katalysatoren gereinigt. Diese sind in der Lage, die drei wesentlichen gas- förmigen Schadstoffe des Motors, nämlich Kohlenwasserstoffe,
Kohlenmonoxid und Stickoxide, gleichzeitig zu unschädlichen Komponenten umzusetzen. Stöchiometrisch heißt, dass im Mittel genau so viel Luft zur Verbrennung des im Zylinder vorhandenen Kraftstoffs zur Verfügung steht, wie für eine vollständige Verbrennung benötigt wird. Das
Verbrennungsluftverhältnis l (A/F-Verhältnis; Luft/Kraftstoffverhältnis) setzt die tatsächlich für eine Verbrennung zur Verfügung stehende Luftmasse m L,tats ins Verhältnis zur stöchiometrischen Luftmasse mi_,st:
Ist l < 1 (z. B. 0,9) bedeutet dies„Luftmangel", man spricht von einem fetten Abgasgemisch, l > 1 (z. B. 1,1) bedeutet „Luftüberschuss" und das Abgasgemisch wird als mager bezeichnet. Die Aussage l = 1,1 bedeutet, dass 10% mehr Luft vorhanden ist, als zur stöchiometrischen Reaktion notwendig wäre.
Als katalytisch aktive Materialien werden in der Regel Platingruppenmetalle, insbesondere Platin, Palladium und Rhodium eingesetzt, die beispielsweise auf g-Aluminiumoxid als Trägermaterial vorliegen. Daneben enthalten
Dreiwegekatalysatoren Sauerstoffspeichermaterialien, beispielsweise
Cer/Zirkonium-Mischoxide. In letzteren stellt Ceroxid, ein
Seltenerdmetalloxid, die für die Sauerstoffspeicherung grundlegende
Komponente dar. Neben Zirkoniumoxid und Ceroxid können diese
Materialien zusätzliche Bestandteile wie weitere Seltenerdmetalloxide oder Erdalkalimetalloxide enthalten. Sauerstoffspeichermaterialien werden durch Aufbringen von katalytisch aktiven Materialien wie Platingruppenmetallen aktiviert und dienen somit auch als Trägermaterial für die
Platingruppenmetalle.
Die Bestandteile eines Dreiwegekatalysators können in einer einzigen Beschichtungsschicht auf einem inerten Katalysatorträger vorliegen. Solche Katalysatoren zeichnen sich gegenüber mehrschichtigen Katalysatoren durch geringere Beschichtungskosten aus.
EP1541220B1 beschreibt einen Einschicht-Dreiwegekatalysator, in welchem Palladium und Rhodium überwiegend in einer nichtlegierten Form vorliegen.
EP1974810B1 beschreibt einen Einschicht-Dreiwegekatalysator, in welchem ein erstes Cer/Zirkonium-Mischoxid mit Rhodium und ein zweites
Cer/Zirkonium-Mischoxid mit Palladium aktiviert ist, wobei das erste
Cer/Zirkonium-Mischoxid einen höheren Zirkoniumoxidgehalt aufweist als das zweite.
EP2948653A1 beschreibt einen Einschicht-Dreiwegekatalysator, in welchem ein temperaturbeständiges Metalloxid und ggf. ein erstes Cer/Zirkonium- Mischoxid mit Rhodium und ein zweites Cer/Zirkonium-Mischoxid mit Palladium aktiviert ist, wobei der Anteil der Cer/Zirkonium-Mischoxide in der Schicht gleich oder größer ist als der des temperaturbeständigen Metalloxids in der Schicht.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dreiwegekatalysator zur Entfernung von Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden aus dem Abgas
von mit stöchiometrischem Luft/Kraftstoffgemisch betriebenen
Verbrennungsmotoren, insbesondere von Verbrennungsmotoren mit
Saugrohreinspritzung, der ein keramisches Durchflusssubstrat der Länge L und eine katalytische Beschichtung umfasst, wobei sich die Beschichtung auf den Wänden des Substrats befindet und sich ausgehend von einem Ende des Substrats über eine Länge, die mindestens 50% von L beträgt, erstreckt und aktives Aluminiumoxid, mindestens zwei voneinander verschiedene Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxide und mindestens ein
Platingruppenmetall aufweist.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass eine Kombination bestimmter unterschiedlicher Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxide eine stark verbesserte Umsetzung gasförmiger Schadstoffe nach harter Alterung bewirken kann.
Die Beschichtung ist katalytisch aktiv, insbesondere bei
Betriebstemperaturen von 250 °C bis 1100 °C. Sie enthält üblicherweise ein oder mehrere Edelmetalle, die auf einem oder mehreren Trägermaterialien fixiert sind, sowie zwei voneinander verschiedene
Sauerstoffspeicherkomponenten. Die Sauerstoffspeicherkomponenten unterscheiden sich hinsichtlich mindestens einer der enthaltenen
Komponenten. Gleiche Bestandteile der Sauerstoffspeichermaterialien können in gleichen oder verschiedenen Mengen enthalten sein.
Als Sauerstoffspeicherkomponenten kommen insbesondere Cer/Zirkonium/ Seltenerdmetall-Mischoxide in Frage. Der Begriff„Cer/Zirkonium/
Seltenerdmetall-Mischoxid" im Sinne vorliegender Erfindung schließt physikalische Mischungen aus Ceroxid, Zirkoniumoxid und Seltenerdoxid aus. Vielmehr sind„Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxide" durch eine weitgehend homogene, dreidimensionale Kristallstruktur gekennzeichnet, die idealerweise frei ist von Phasen aus reinem Ceroxid, Zirkoniumoxid bzw. Seltenerdoxid. Je nach Herstellungsverfahren können aber auch nicht vollständig homogene Produkte, jedoch mit einer Homogenität von > 80
Gew.-% entstehen, die in der Regel ohne Nachteil verwendet werden können.
Im Übrigen umfasst der Begriff Seltenerdmetall bzw. Seltenerdmetalloxid im Sinne vorliegender Erfindung kein Cer bzw. kein Ceroxid.
Als Seltenerdmetalloxide in den Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxiden kommen beispielsweise Lanthanoxid, Yttriumoxid, Praseodymoxid,
Neodymoxid und/oder Samariumoxid in Betracht.
Bevorzugt sind Lanthanoxid, Yttriumoxid und/oder Praseodymoxid und ganz besonders bevorzugt sind Lanthanoxid und Yttriumoxid, Yttriumoxid und Praseodymoxid, sowie Lanthanoxid und Praseodymoxid.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind die Sauerstoff- speicherkomponenten vorzugsweise frei von Neodymoxid.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung liegt in der Beschichtung das Gewichtsverhältnis von Aluminiumoxid zur Summe der beiden
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxide im Bereich von 10:90 bis 60:40, vorzugsweise im Bereich von 20:80 bis 50 : 50 und besonders bevorzugt im Bereich von 25:75 bis 35:65. Die Beschichtung umfasst in bevorzugten Ausführungsformen jeweils Lanthan-stabilisiertes Aluminiumoxid in Mengen von 10 bis 60 Gew.-%, bevorzugt 20 bis 50, besonders bevorzugt 25 bis 35 Gew.-%, sowie Sauerstoffspeicherkomponenten in Mengen von 40 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 50 bis 80 Gew.-%, besonders bevorzugt 65 bis 75 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Summe der Gewichte von Aluminiumoxid und Sauerstoffspeicherkomponenten in der Beschichtung.
Die Beschichtung umfasst in Ausführungsformen vorzugsweise zwei voneinander verschiedene Sauerstoffspeicherkomponenten, wobei das Gewichtsverhältnis vom ersten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid zum zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid im Bereich von 4: 1 bis 1 :4, vorzugsweise im Bereich von 3: 1 bis 1 : 3 und besonders bevorzugt im Bereich von 2: 1 bis 1 : 2 liegt.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung umfasst die Beschichtung eine erste und eine zweite Sauerstoffspeicherkomponente, wobei die erste Sauerstoffspeicherkomponente einen höheren Gehalt an Zirkoniumoxid aufweist als die zweite Sauerstoffspeicherkomponente.
Erfindungsgemäß kann das Masseverhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid in den Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxiden in weiten Grenzen variieren. Es beträgt beispielsweise 0,1 bis 1,5, bevorzugt 0,2 bis 1,25 oder 0,3 bis 1. Weiterhin ist bevorzugt, wenn die erste
Sauerstoffspeicherkomponente ein Gewichtsverhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid von 0,7 bis 0,1 aufweist, welches kleiner ist als im zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid, das ein Gewichtsverhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid von 0,5 bis 1,5 aufweist. Weitere mehr
bevorzugte Ausführungsformen enthalten eine erste
Sauerstoffspeicherkomponente mit einem Gewichtsverhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid von 0,6 bis 0,2 und eine zweite
Sauerstoffspeicherkomponente mit einem Gewichtsverhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid von 0,6 bis 1,2. Wieder andere ganz bevorzugte
Ausführungsformen enthalten eine erste Sauerstoffspeicherkomponente mit einem Gewichtsverhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid von 0,5 bis 0,3 und die zweite Sauerstoffspeicherkomponente weist ein Gewichtsverhältnis von Ceroxid zu Zirkoniumoxid von 0,7 bis 1,0 auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße
Dreiwegekatalysator so ausgestaltet, dass das erste
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid einen Ceroxid-Gehalt von 10 % bis 40 % bezogen auf das Gewicht des ersten
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids, mehr bevorzugt von 15 % bis 35 % und ganz besonders bevorzugt von 20 % bis 30 % bezogen auf das Gewicht des ersten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids aufweist.
Demgegenüber liegt der Zirkoniumoxid-Gehalt im ersten
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid bei 40 % bis 90 % bezogen auf
das Gewicht des ersten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids.
Vorteilhaft ist, wenn der Zirkoniumoxid-Gehalt im ersten
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid zwischen 50 % bis 75 %, ganz bei 55 % bis 65 % bezogen auf das Gewicht des ersten
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall- Mischoxids liegt.
Gleichfalls sollte im zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid ein Ceroxid-Gehalt von 25 % bis 60 % bezogen auf das Gewicht des zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids vorherrschen. Vorteilhafter ist, wenn im zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid ein Ceroxid- Gehalt von 30 % bis 55 %, ganz bevorzugt von 35 % bis 50 % bezogen auf das Gewicht des zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids gegeben ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das zweite
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid einen Zirkoniumoxid-Gehalt von 20 % bis 70 % bezogen auf das Gewicht des zweiten
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids auf. Hier ist mehr bevorzugt, wenn das zweite Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid einen
Zirkoniumoxid-Gehalt von 30 % bis 60 % und ganz besonders bevorzugt von 40 % bis 55 % bezogen auf das Gewicht des zweiten
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall- Mischoxids aufweist.
Erfindungsgemäß bevorzugt ist, wenn beide Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall- Mischoxide mit Lanthanoxid dotiert sind, so dass bevorzugt der Gehalt an Lanthanoxid >0 % bis 10 % bezogen auf das Gewicht des
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids beträgt. Diese Lanthanoxid enthaltenden Sauerstoffspeicherkomponenten weisen besonders
vorteilhafter Weise ein Masseverhältnis von Lanthanoxid zu Ceroxid von 0,05 bis 0,5 auf.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung umfasst die Beschichtung Lanthan-stabilisiertes Aluminiumoxid, sowie Rhodium, Palladium oder
Palladium und Rhodium und zwei verschiedene, Zirkoniumoxid, Ceroxid, Lanthanoxid, sowie Yttriumoxid oder Praseodymoxid umfassende
Sauerstoffspeicherkomponenten. Bevorzugt ist das erste Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid zusätzlich zu Lanthanoxid mit Yttriumoxid dotiert. Ein bevorzugter Katalysator besitzt einen Yttriumoxidgehalt im ersten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall- Mischoxids von 2 % bis 25 % bezogen auf das Gewicht des ersten
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids. Mehr bevorzugt liegt der
Yttriumoxidgehalt des ersten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids zwischen 4 % und 20 %, ganz bevorzugt bei 10 % bis 15 % bezogen auf das Gewicht des ersten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids.
Ebenfalls vorteilhaft ist eine Ausführungsform, in der das zweite
Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxid neben Lanthanoxid mit einem weiteren Metalloxid aus der Gruppe der Seltenerdmetalloxide dotiert ist, bevorzugt mit Praseodym. Der Gehalt des zweiten Seltenerdmetalls im zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids kann zwischen 2 % bis 15 % bezogen auf das Gewicht des zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall- Mischoxids liegen. Vorteilhafter ist, wenn der Gehalt des zweiten
Seltenerdmetalls des zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids bei 3 % bis 10 %, ganz bevorzugt bei 4 % bis 8 % bezogen auf das Gewicht des zweiten Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxids liegt.
In der Beschichtung ist dabei der Yttriumoxid-Gehalt der ersten
Sauerstoffspeicherkomponente insbesondere 5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Sauerstoffspeicherkomponente. Das Gewichtsverhältnis von Lanthanoxid zu Yttriumoxid beträgt insbesondere 0.1 bis 1,
vorzugsweise 0.15 bis 0.8 und ganz bevorzugt 0.2 bis 0.5.
In der Beschichtung ist dabei der Praseodym-Gehalt der zweiten
Sauerstoffspeicherkomponente insbesondere 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Sauerstoffspeicherkomponente. Das Gewichtsverhältnis
von Lanthanoxid zu Praseodymoxid beträgt insbesondere 0,1 bis 2,0 vorzugsweise 0,2 bis 1,8 und ganz bevorzugt 0,5 bis 1,5.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist in der Beschichtung der Zirkoniumoxidgehalt der yttriumoxidhaltigen Sauerstoffspeicher- komponente größer als der Zirkoniumoxid-Gehalt der
praseodymoxidhaltigen Sauerstoffspeicherkomponente, jeweils bezogen auf die jeweilige Sauerstoffspeicherkomponente.
In einer Ausführung enthält die Beschichtung als katalytisch aktive
Elemente Edelmetalle. Hierfür kommen insbesondere Platin, Palladium und Rhodium oder Mischungen derselben in Frage, wobei Palladium, Rhodium, Palladium und Rhodium, oder Platin, Palladium und Rhodium bevorzugt und Palladium und Rhodium besonders bevorzugt sind. Des Weiteren können beide Cer/Zirkonium/Seltenerdmetall-Mischoxide mit Palladium und
Rhodium, Platin und Rhodium oder Platin, Palladium und Rhodium aktiviert sein.
Die katalytisch aktive Beschichtung befindet sich auf den Wänden in den Kanälen des Durchflusssubstrats. Sofern im Rahmen der vorliegenden Erfindung von einer Beschichtung auf den Wänden die Rede ist, dann ist damit gemeint, dass nur ein geringer Anteil der Beschichtung von max. 20 Gew.-%, mehr bevorzugt max. 15 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt max. 10 Gew.-% sowie äußerst bevorzugt max. 5 Gew.-% in den Wänden des Durchflusssubstrats vorliegt.
Als katalytisch inerter Katalysatorträger eignen sich Wabenkörper aus Keramik oder Metall mit einem Volumen V, die parallele Strömungskanäle für die Abgase des Verbrennungsmotors aufweisen. Erfindungsgemäß befindet sich die katalytisch aktive Beschichtung auf den Wänden in den Kanälen eines Durchflusssubstrats. Keramische Wabenkörper, die gemäß vorliegender Erfindung verwendet werden können, sind bekannte
Durchflusssubstrate und am Markt erhältlich. Sie bestehen beispielsweise
aus Siliciumcarbid, Aluminiumtitanat oder Cordierit, haben beispielsweise eine Zelligkeit von 200 bis 900 Zellen pro Quadratzoll (cpsi), und
üblicherweise eine Wandstärke zwischen 2 und 12 mil, bzw. 0,051 und 0,305 mm.
Die Edelmetalle werden üblicherweise in Mengen von 0,1 g/l bis 15 g/l, bezogen auf das Volumen des keramischen Wabenkörpers, eingesetzt, bevorzugt 0,15 g/L bis 10 g/L. In einer bevorzugten Ausführungsform liegen die Edelmetalle sowohl auf dem Aluminiumoxid als auch auf den
Sauerstoffspeicherkomponenten gleichermaßen vor.
Als Trägermaterialien für die Edelmetalle kommen alle dem Fachmann für diesen Zweck geläufigen Materialien in Betracht. Solche Materialien sind insbesondere Metalloxide mit einer BET-Oberfläche von 30 bis 250 m2/g, bevorzugt von 100 bis 200 m2/g (bestimmt nach DIN 66132 - neueste Fassung am Anmeldetag).
Besonders geeignete Trägermaterialien für die Edelmetalle sind ausgewählt aus der Reihe bestehend aus Aluminiumoxid, dotiertes Aluminiumoxid, Siliziumoxid, Titandioxid und Mischoxiden aus einem oder mehreren davon. Dotierte Aluminiumoxide sind beispielsweise mit Lanthanoxid-, Bariumoxid-, Zirkoniumoxid- und/oder Titanoxid-dotierte Aluminiumoxide. Mit Vorteil wird Lanthan-stabilisiertes Aluminiumoxid eingesetzt, wobei Lanthan in Mengen von 1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 6 Gew.-%, jeweils berechnet als La2Ü3 und bezogen auf das Gewicht des stabilisierten Aluminiumoxides, verwendet wird.
Üblicherweise enthält die Beschichtung Sauerstoffspeicherkomponenten in Mengen von 30 bis 225 g/l, bezogen auf das Volumen des Wabenkörpers, bevorzugt 40 bis 200 g/l und besonders bevorzugt 50 bis 160 g/L.
Das Masseverhältnis von Trägermaterialien und Sauerstoffspeicher- komponenten in der Beschichtung beträgt üblicherweise bevorzugt 0,2 bis 1,5, beispielsweise 0,3 bis 0,8.
Der Begriff„aktives Aluminiumoxid" ist dem Fachmann bekannt. Er bezeichnet insbesondere g-Aluminiumoxid mit einer Oberfläche von 100 bis 200 m2/g. Aktives Aluminiumoxid ist in der Literatur vielfach beschrieben und am Markt erhältlich.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthält die Beschichtung eine oder mehrere Erdalkaliverbindungen wie z. B. Strontiumoxid,
Bariumoxid oder Bariumsulfat. Die Menge an Bariumsulfat je Beschichtung beträgt insbesondere 2 bis 20 g/l Volumen des keramischen Wabenkörpers. Insbesondere enthält die Beschichtung Strontiumoxid oder Bariumoxid.
In weiteren Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthält die Beschichtung Additive wie Seltenerdverbindungen wie z. B. Lanthanoxid und/oder Binder, wie z. B. Aluminiumverbindungen. Diese Additive werden in Mengen verwendet, die in weiten Grenzen variieren können und die der Fachmann im konkreten Fall mit einfachen Mitteln bestimmen kann.
Gemäß der vorliegenden Erfindung erstreckt sich die Beschichtung ausgehend vom ersten Ende des keramischen Wabenkörpers über mindestens 50%, vorzugsweise mindestens 70 % und ganz bevorzugt 100% der Länge L des Substrats. Die Beladung des Substrats mit der katalytischen Beschichtung beträgt 40 g/l bis 300 g/l bezogen auf das Volumen des Trägers, bevorzugt 50 g/l bis 260 g/l und besonders bevorzugt 60 g/l bis 220 g/l. Der erfindungsgemäße Katalysator kann weitere andersartige Beschichtungen in einer geschichteten oder gezonten
Anordnung aufweisen.
In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthält die Beschichtung keinen Zeolithen oder kein Molsieb.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators kann nach dem
Fachmann geläufigen Methoden erfolgen, so etwa dadurch, dass eine
Beschichtungssuspension, die üblicherweise Washcoat genannt wird, mittels eines der üblichen Tauchbeschichtungsverfahren bzw. Pump- und Saug- Beschichtungsverfahren auf das keramische Substrat aufgebracht wird. Thermische Nachbehandlung bzw. Kalzination schließen sich üblicherweise an.
Dem Fachmann ist bekannt, dass die die mittlere Teilchengröße der katalytisch aktiven Materialien auf das jeweilige keramische Substrat abgestimmt werden muss. In Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung werden die Beschichtungssuspensionen zur Herstellung der Beschichtung bis zu einer Partikelgrößenverteilung von dso = 2 bis 8 pm, bevorzugt 3 bis 7 pm und besonders bevorzugt 4 bis 6 pm und von d9o = 7 bis 25 pm, bevorzugt 8 bis 23 pm und besonders bevorzugt 9 bis 20 pm gemahlen (mittlere Partikelgröße dso bzw. d9o der Q3-Verteilung
[https://de.wikipedia.org/wiki/Partikelgr%C3%B6%C3%9Fenverteilung] gemäß DIN 66160 - neueste Fassung am Anmeldetag).
Der erfindungsgemäße Katalysator eignet sich hervorragend zur Entfernung Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden aus dem Abgas von mit stöchiometrischem Luft/Kraftstoff-Gemisch betriebenen
Verbrennungsmotoren.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit auch ein Verfahren zur Entfernung von Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden aus dem Abgas von mit stöchiometrischem Luft/Kraftstoff-Gemisch betriebenen
Verbrennungsmotoren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Abgas über einen erfindungsgemäßen Katalysator geleitet wird.
Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Katalysator, der ein keramisches Substrat (1) der Länge L umfasst, die sich parallel zwischen einem ersten Ende (2) und einem zweiten Ende (3) des Substrats erstrecken und die durch Wände (4) getrennt sind. Die Beschichtung (5) befindet sich auf den Wänden des keramischen Substrats (1).
Die Erfindung wird in den nachstehenden Beispielen näher erläutert. Beispiele:
Jeweils drei Katalysatoren wurden mit verschiedenen katalytisch aktiven Beschichtungen versehen. Als Substrate wurden jeweils keramische
Durchflusssubstrate aus Cordierit mit einem Durchmesser von 4 inch und einer Länge von 6 inch sowie einer Zelligkeit von 600 cpsi und einer
Wandstärke von 4,3 mil verwendet. Jeder Katalysator wurde mit einer Beschichtung von 161 g/l bezogen auf das Volumen des keramischen Wabenkörpers versehen.
Vergleichsbeispiel 1 :
Mit Lanthanoxid stabilisiertes Aluminiumoxid wurde zusammen mit einer Sauerstoffspeicherkomponente, die 25 Gew.-% Ceroxid, 68 Gew.-%
Zirkoniumoxid, 3,5 Gew.-% Lanthanoxid und 4 Gew.-% Yttriummoxid umfasste, in Wasser suspendiert. Das Gewichtsverhältnis von
Aluminiumoxid zu Sauerstoffspeicherkomponente betrug 50: 50. Die so erhaltene Suspension wurde anschließend unter ständigem Rühren mit einer Palladiumnitrat-Lösung und einer Rhodiumnitrat-Lösung versetzt. Die resultierende Beschichtungssuspension wurde direkt zur Beschichtung eines handelsüblichen Substrats eingesetzt, wobei die Beschichtung über 100% der Substratlänge erfolgte. Die Gesamtbeladung dieses Katalysators betrug 161 g/l, die Edelmetallbeladung 1,509 g/l mit einem Verhältnis von
Palladium zu Rhodium von 9: 1. Der so erhaltene beschichtete Katalysator wurde getrocknet und anschließend kalziniert.
Vergleichsbeispiel 2:
Zwei, mit Lanthanoxid stabilisierte Aluminiumoxide wurde zusammen mit einer Sauerstoffspeicherkomponente, die 40 Gew.-% Ceroxid, 50 Gew.-% Zirkoniumoxid, 5 Gew.-% Lanthanoxid und 5 Gew.-% Praseodymmoxid umfasste, in Wasser suspendiert. Das Gewichtsverhältnis von
Aluminiumoxid zu Sauerstoffspeicherkomponente betrug 50: 50. Die so erhaltene Suspension wurde anschließend unter ständigem Rühren mit
einer Palladiumnitrat-Lösung und einer Rhodiumnitrat-Lösung versetzt. Die resultierende Beschichtungssuspension wurde direkt zur Beschichtung eines handelsüblichen Substrats eingesetzt, wobei die Beschichtung über 100% der Substratlänge erfolgte. Die Gesamtbeladung dieses Katalysators betrug 161 g/l, die Edelmetallbeladung 1,509 g/l mit einem Verhältnis von
Palladium zu Rhodium von 9: 1. Der so erhaltene beschichtete Katalysator wurde getrocknet und anschließend kalziniert.
Erfindungsgemäßes Beispiel 1 :
Mit Lanthanoxid stabilisiertes Aluminiumoxid wurde zusammen mit einer ersten Sauerstoffspeicherkomponente, die 40 Gew.-% Ceroxid, 50 Gew.-% Zirkoniumoxid, 5 Gew.-% Lanthanoxid und 5 Gew.-% Praseodymoxid umfasste, und einer zweiten Sauerstoffspeicherkomponente, die 24 Gew.- % Ceroxid, 60 Gew.-% Zirkoniumoxid, 3,5 Gew.-% Lanthanoxid und 12,5 Gew.-% Yttriumoxid umfasste, in Wasser suspendiert. Beide
Sauerstoffspeicherkomponenten wurden zu gleichen Teilen eingesetzt. Das Gewichtsverhältnis von Aluminiumoxid zu Sauerstoffspeicherkomponenten betrug 30:70. Die so erhaltene Suspension wurde anschließend unter ständigem Rühren mit einer Palladiumnitrat-Lösung und einer
Rhodiumnitrat-Lösung versetzt. Die resultierende Beschichtungssuspension wurde direkt zur Beschichtung eines handelsüblichen Substrats eingesetzt, wobei die Beschichtung über 100% der Substratlänge erfolgte. Die
Gesamtbeladung dieses Katalysators betrug 161 g/l, die
Edelmetallbeladung 1,509 g/l mit einem Verhältnis von Palladium zu Rhodium von 9: 1. Der so erhaltene beschichtete Katalysator wurde getrocknet und anschließend kalziniert.
Zur Bestimmung der katalytischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Katalysators wurden jeweils ein Katalysator von Vergleichsbeispiel 1, Vergleichsbeispiel 2 und Beispiel 1 in einer Motorprüfstandsalterung gealtert. Die Alterung besteht aus einer Schubabschaltungsalterung mit 950°C Abgastemperatur vor Katalysatoreingang (Maximale Betttemperatur 1030°C). Die Alterungszeit betrug 38 Stunden.
Anschließend wurden an einem Motorprüfstand das Anspringverhalten bei konstanter mittlerer Luftzahl l und die dynamische Umsetzung bei
Änderung von l geprüft.
Tabelle 1 enthält die Temperaturen Tso, bei denen jeweils 50% der betrachteten Komponente umgesetzt werden. Dabei wurde das
Anspringverhalten bei stöchiometrischer Abgaszusammensetzung (l = 0,999 mit ±3,4% Amplitude) bestimmt.
und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Das erfindungsgemäße Beispiel 1 zeigt eine deutliche Verbesserung im Anspringverhalten gegenüber den beiden Vergleichsbeispielen. Das dynamische Umsatzverhalten wurde in einem Bereich für 7 von 0,99 bis 1,01 bei einer konstanten Temperatur von 510°C bestimmt. Die Amplitude von l betrug dabei ±6,8%. Tabelle 2 enthält den Umsatz am Schnittpunkt der CO- und der NOx-Umsatzkurven, sowie den zugehörigen HC-Umsatz.
Tabelle 2: Ergebnisse des dynamischen Umsatzverhaltens nach Alterung für Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Das erfindungsgemäße Beispiel 1 zeigt eine deutliche Verbesserung beim dynamischen CO/NOx-Umsatz nach Alterung als die beiden
Vergleichsbeispiele. OSC-Eigenschaften :
Die Sauerstoffspeicherfähigkeit wurde in zwei unterschiedlichen Versuchen bestimmt. Tabelle 3 zeigt die Werte für den Lambda-Sprungtest, der die statische Sauerstoffspeicherfähigkeit charakterisiert. Dabei wird das Luft- Kraftstoff- Verhältnis l vor dem Katalysator von fett (l = 0,96) nach mager (l = 1,04) geändert. Aus der Verzugszeit der Nachkat-Lambdasonde gegenüber der Vorkat-Lambdasonde wird die gespeicherte Sauerstoffmenge berechnet.
Tabelle 3: Statische Sauerstoffspeicherfähigkeit nach Alterung für Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Weitere Beispiele:
Vergleichsbeispiel 1 :
Mit Lanthanoxid stabilisiertes Aluminiumoxid wurde zusammen mit einer Sauerstoffspeicherkomponente, die 40 Gew.-% Ceroxid, 50 Gew.-%
Zirkoniumoxid, 5 Gew.-% Lanthanoxid und 5 Gew.-% Praseodymoxid umfasste, in Wasser suspendiert. Das Gewichtsverhältnis von
Aluminiumoxid zu Sauerstoffspeicherkomponente betrug 30:70. Die so erhaltene Suspension wurde anschließend unter ständigem Rühren mit einer Palladiumnitrat-Lösung und einer Rhodiumnitrat-Lösung versetzt. Die resultierende Beschichtungssuspension wurde direkt zur Beschichtung eines handelsüblichen Substrats eingesetzt, wobei die Beschichtung über 100% der Substratlänge aufgebracht wurde. Die Gesamtbeladung dieses
Katalysators betrug 76,27 g/l, die Edelmetallbeladung 1,271 g/l mit einem Verhältnis von Palladium zu Rhodium von 5 : 1. Der so erhaltene
beschichtete Katalysator wurde getrocknet und anschließend kalziniert.
Vergleichsbeispiel 2:
Mit Lanthanoxid stabilisiertes Aluminiumoxid wurde zusammen mit einer Sauerstoffspeicherkomponente, die 24 Gew.-% Ceroxid, 60 Gew.-%
Zirkoniumoxid, 3,5 Gew.-% Lanthanoxid und 12,5 Gew.-% Yttriumoxid umfasste, in Wasser suspendiert. Das Gewichtsverhältnis von
Aluminiumoxid zu Sauerstoffspeicherkomponente betrug 30:70. Die so erhaltene Suspension wurde anschließend unter ständigem Rühren mit einer Palladiumnitrat-Lösung und einer Rhodiumnitrat-Lösung versetzt. Die resultierende Beschichtungssuspension wurde direkt zur Beschichtung eines handelsüblichen Substrats eingesetzt, wobei die Beschichtung über 100% der Substratlänge aufgebracht wurde. Die Gesamtbeladung dieses
Katalysators betrug 76,27 g/l, die Edelmetallbeladung 1,271 g/l mit einem Verhältnis von Palladium zu Rhodium von 5 : 1. Der so erhaltene
beschichtete Katalysator wurde getrocknet und anschließend kalziniert.
Erfindungsgemäßes Beispiel 1 :
Mit Lanthanoxid stabilisiertes Aluminiumoxid wurde zusammen mit einer ersten Sauerstoffspeicherkomponente, die 40 Gew.-% Ceroxid, 50 Gew.-% Zirkoniumoxid, 5 Gew.-% Lanthanoxid und 5 Gew.-% Praseodymoxid umfasste, und einer zweiten Sauerstoffspeicherkomponente, die 24 Gew.- % Ceroxid, 60 Gew.-% Zirkoniumoxid, 3,5 Gew.-% Lanthanoxid und 12,5 Gew.-% Yttriumoxid umfasste, in Wasser suspendiert. Beide
Sauerstoffspeicherkomponenten wurden zu gleichen Teilen eingesetzt. Das Gewichtsverhältnis von Aluminiumoxid zu Sauerstoffspeicherkomponenten betrug 30:70. Die so erhaltene Suspension wurde anschließend unter ständigem Rühren mit einer Palladiumnitrat-Lösung und einer
Rhodiumnitrat-Lösung versetzt. Die resultierende Beschichtungssuspension wurde direkt zur Beschichtung eines handelsüblichen Substrats eingesetzt, wobei die Beschichtung über 100% der Substratlänge aufgebracht wurde.
Die Gesamtbeladung dieses Katalysators betrug 76,27 g/l, die
Edelmetallbeladung 1,271 g/l mit einem Verhältnis von Palladium zu Rhodium von 5 : 1. Der so erhaltene beschichtete Katalysator wurde getrocknet und anschließend kalziniert.
Staudruck:
Zur Bestimmung der katalytischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Katalysators wurden jeweils ein Katalysator von Vergleichsbeispiel 1, Vergleichsbeispiel 2 und Beispiel 1 in einer Motorprüfstandsalterung gealtert. Die Alterung besteht aus einer Schubabschaltungsalterung mit 950°C Abgastemperatur vor Katalysatoreingang (Maximale Betttemperatur 1030°C). Die Alterungszeit betrug 19 Stunden.
Anschließend wurden an einem Motorprüfstand das Anspringverhalten bei konstanter mittlerer Luftzahl l und die dynamische Umsetzung bei
Änderung von l geprüft.
Tabelle 1 enthält die Temperaturen Tso, bei denen jeweils 50% der betrachteten Komponente umgesetzt werden. Dabei wurde das
Anspringverhalten bei stöchiometrischer Abgaszusammensetzung (l = 0,999 mit ±3,4% Amplitude) bestimmt.
Tabelle 1 : Ergebnisse des Anspringverhaltens nach Alterung für Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Das dynamische Umsatzverhalten wurde in einem Bereich für 7 von 0,99 bis 1,01 bei einer konstanten Temperatur von 510°C bestimmt. Die Amplitude von l betrug dabei ±6,8%. Tabelle 2 enthält den Umsatz am Schnittpunkt der CO- und der NOx-Umsatzkurven, sowie den zugehörigen HC-Umsatz.
Tabelle 2: Ergebnisse des dynamischen Umsatzverhaltens nach Alterung für Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Das erfindungsgemäße Beispiel 1 zeigt eine deutliche Verbesserung beim dynamischen CO/NOx-Umsatz nach Alterung, während das
Anspringverhalten ähnlich gut ist wie bei Vergleichsbeispiel 2, aber besser als bei Vergleichsbeispiel 1.
OSC-Eigenschaften :
Die Sauerstoffspeicherfähigkeit wurde in zwei unterschiedlichen Versuchen bestimmt. Tabelle 3 zeigt die Werte für den Lambda-Sprungtest, der die statische Sauerstoffspeicherfähigkeit charakterisiert. Dabei wird das Luft- Kraftstoff-Verhältnis l vor dem Katalysator von fett (l = 0,96) nach mager (l = 1,04) geändert. Aus der Verzugszeit der Nachkat-Lambdasonde gegenüber der Vorkat-Lambdasonde wird die gespeicherte Sauerstoffmenge berechnet.
Tabelle 3: Statische Sauerstoffspeicherfähigkeit nach Alterung für Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
In einem anderen Versuch wird die dynamische Sauerstoffspeicherfähigkeit ermittelt. Dabei wird bei einem Mittelwert von l = 1 das Abgas mit verschiedenen l Amplituden mit einer Frequenz von 1 Hz beaufschlagt. Das Amplitudensignal der Nachkat-Lambdasonde wird durch das
Amplitudensignal der Vorkat-Lambdasonde geteilt. Je kleiner der Wert, desto besser die dynamische Sauerstoffspeicherfähigkeit. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.
Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele 1 und 2 Das erfindungsgemäße Beispiel zeigt sowohl eine hohe statische als auch eine sehr gute dynamische Sauerstoffspeicherfähigkeit nach Alterung.