Beschreibung
Ladestation zum Laden von Elektrofahrzeugen mit verteilter Energiemessung sowie Verfahren
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ladestation zum Laden von Elektrofahrzeugen umfassend zumindest zwei Ladepunkte, die jeweils mit einem Elektrofahrzeug zum Laden eines elekt rischen Energiespeichers des Elektrofahrzeugs verbindbar sind. Zudem umfasst die Ladestation zumindest zwei Gleich richterzweige zum jeweiligen Bereitstellen von elektrischer Energie, wobei die Gleichrichterzweige mit den Ladepunkten elektrisch verbindbar sind und die elektrische Verbindung zwischen zumindest einem der Gleichrichterzweige und den La depunkten umschaltbar ist. Des Weiteren umfasst die Ladesta tion zumindest einen Energiemesszähler zum Bereitstellen von Zählerwerten, welche die mit den Gleichrichterzweigen bereit gestellte elektrische Energie beschreiben. Darüber hinaus be trifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Ladestation zum Laden von Elektrofahrzeugen.
Das Interesse richtet sich vorliegend auf Ladestationen zum Laden von Elektrofahrzeugen und insbesondere auf sogenannte Schnellladestationen. Im Bereich von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge ist es üblich, diese derart auszulegen, dass es eine zentrale Station und mehrere gegebenenfalls abgesetz te Ladepunkte gibt. Mit diesen Ladepunkten können die Elekt rofahrzeuge verbunden werden, um einen elektrischen Energie speicher des Elektrofahrzeugs zu laden. Die einzelnen Kompo nenten in der zentralen Station sind dabei nicht zwangsläufig einem bestimmten Ladepunkt zugeordnet, sondern werden nach Möglichkeit dynamisch den Ladepunkten zugeordnet. Gerade im Bereich der Leistungselektronik kann die Auslastung hochprei- siger Komponenten so erhöht und die benötigte Anzahl gleich artiger Komponenten reduziert werden (Ausnutzung des Gleich- zeitigkeitsfaktors ) . Gerade bei sehr hohen maximalen Last strömen beziehungsweise Ladeleistungen ist die fahrzeugseitig verursachte Dynamik im zeitlichen Verlauf besonders stark.
Typischerweise können maximale Ladeströme bedingt durch die Eigenschaften der in den Elektrofahrzeugen verbauten Energie speicher beziehungsweise Akkumulatoren nur für relativ kurze Zeiten erreicht werden. Weiterhin ist zu beobachten, dass es eine relativ breite Varianz von Elektrofahrzeugen und deren Ladeprofil gibt, welche sich nicht ohne weiteres in definier ten Klassen einteilen lässt. Schließlich hängt der maximale Ladestrom unter anderem auch von Parametern wie der Batterie temperatur ab, welche nicht als konstant angenommen werden kann .
Die Ladestationen beziehungsweise Schnellladestationen umfas sen entsprechende Gleichrichterzweige, mit denen eine ein gangsseitige Wechselspannung beziehungsweise ein Wechselstrom in eine ausgangsseitige Gleichspannung beziehungsweise einen Gleichstrom gewandelt werden kann. Eine ausgangsseitige DC- Messung der abgegebenen elektrischen Energie führt zwangswei se dazu, dass auch die Messgeräte für den gesamten Dynamikum fang ausgelegt sein müssen. Dabei ist nicht nur der Strom hochdynamisch, sondern auch die ausgangsseitige Spannung ist variabel. Dies ist durch Leistungsverluste sowie durch unter schiedliche Batteriespannungen begründet. Die Berücksichti gung der Fehlerfortpflanzung zweier miteinander multiplizier ter Größen wirkt sich dabei besonders unglücklich aus. Hinzu kommen weitere Erschwernisse bei der Messung, beispielsweise durch Rippelströme .
Eine Alternative zur ausgangsseitigen Messung stellt die ein gangsseitige AC-Messung dar. Eingangsseitig ist zumindest die Spannung weniger variabel. Der Dynamikumfang des Stroms kann dann durch die Verwendung mehrerer Zähler und die Aufteilung der Zähler auf die Gleichrichterzweige begrenzt werden. Bei spielsweise kann jeder Gleichrichterzweig über je einen eige nen Zähler verfügen. Wenn zur Bereitstellung der vollen Nenn abgabeleistung n Gleichrichterzweige benötigt werden, muss jeder Zähler nur für den n-ten Teil des Dynamikumfangs ausge legt sein.
Die Ladestation umfasst üblicherweise entsprechende Energie messzähler, mit denen Zählerwerte bereitgestellt werden, wel che die mit den Gleichrichterzweigen ausgegebene elektrische Energie beschreiben. Da die durch die Energiemesszähler er fassten Zählerwerte abrechnungsrelevant sind, muss sicherge stellt werden, dass eine Zuordnung zu einem Kunden bezie hungsweise Elektrofahrzeug möglich ist. Diese Anforderung er weist sich jedoch aus mehreren Gründen als technisch schwie rig. Zum einen ist es der Fall, dass die Kunden an den Lade punkten regelmäßig wechseln. Daher muss eine eindeutige Zu ordnung zwischen einem Ladevorgang und einem Kunden bezie hungsweise Elektrofahrzeug gewährleistet sein. Zum anderen muss diese Zuordnung ebenfalls eindeutig gewährleistet sein, wenn dynamische Energiemesszähler zu einem Ladevorgang zuge ordnet werden. Insbesondere muss gewährleistet sein, dass die Zuordnung zurückgenommen wird, wenn Energie für andere Zwecke als für den konkreten Ladevorgang entnommen wird. Des Weite ren erhöht das dynamische Zuschalten von weiteren Zweigen die Systemverluste, während das Abschalten die Systemverluste re duziert. Solche Verluste müssen zur Einhaltung von Toleranzen bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses berücksichtigt wer den können.
In bisherigen Anwendungen werden Messgeräte für den Bezug von elektrischer Energie in der Regel so eingesetzt, dass (Mehr-) Jahresverbräuche ganzer Haushalte ermittelt werden, wobei sich zufällige Fehler aufeinanderfolgender Messzeiträume zeitlich (beim in der Regel gleichen Kunden) kompensieren.
Bei den relativ kurzen Zeitdauern eines Ladevorgangs in der Elektromobilität kommt es hingegen auch bei eher großen Leis tungen damit zu nur geringen abgegebenen Energiemengen. Gera de wenn ein Gleichrichterzweig nur für eine sehr kurze Spit zenlast von zum Teil unter einer Minute eingesetzt würde, führte dies zu einer entsprechenden Verfälschung des Messer gebnisses aufgrund der Auflösung des Energiemesszählers.
Die Schnellladeinfrastruktur wird derzeit in höheren Leis tungsklassen erst aufgebaut. Bisherige Ansätze zur Energieer-
fassung erfüllen nur reduzierte Anforderungen hinsichtlich der Manipulationssicherheit und Nachvollziehbarkeit der Mes sung. Es ist jedoch zu erwarten, dass im Rahmen der Konformi- tätsbewertungen der Schnellladeinfrastruktur höhere Anforde rungen gefordert werden und gesetzliche Übergangsfristen nicht verlängert werden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, wie bei einer Ladestation der eingangs genannten Art die an den jeweiligen Ladepunkten abgegebene elektrische Energie auf zuverlässigere Weise ermittelt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ladestation so wie durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß den unabhän gigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen an gegeben .
Eine erfindungsgemäße Ladestation dient zum Laden von Elekt rofahrzeugen. Die Ladestation umfasst zumindest zwei Lade punkte, die jeweils mit einem Elektrofahrzeug zum Laden eines elektrischen Energiespeichers des Elektrofahrzeugs verbindbar sind. Darüber hinaus umfasst die Ladestation zumindest zwei Gleichrichterzweige zum jeweiligen Bereitstellen von elektri scher Energie, wobei die Gleichrichterzweige mit den Lade punkten elektrisch verbindbar sind und die elektrische Ver bindung zwischen zumindest einem der Gleichrichterzweige und den Ladepunkten umschaltbar ist. Darüber hinaus umfasst die Ladestation zumindest einen Energiemesszähler zum Bereitstel len von Zählerwerten, welche die mit den Gleichrichterzweigen bereitgestellte elektrische Energie beschreiben. Außerdem um fasst die Ladestation zumindest einen Messwerterfassungsrech ner, welcher dazu ausgebildet ist, anhand der Zählerwerte des zumindest einen Energiemesszählers für jeden der Ladepunkte eine Energiemenge der mit den Gleichrichterzweigen, welche mit dem Ladepunkt elektrisch verbunden sind, bereitgestellten elektrischen Energie zu bestimmen.
Die Ladestation umfasst die zumindest zwei Ladepunkte, an de nen Elektrofahrzeuge geladen werden können. Unter dem Begriff „Elektrofahrzeug" ist vorliegend ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug zu verstehen. Ein derartiges Elektrofahrzeug umfasst einen elektrischen Antrieb beziehungsweise einen Elektromo tor, der mit elektrischer Energie aus dem elektrischen Ener giespeicher versorgt wird. Bei dem elektrischen Energiespei cher handelt es sich um eine Batterie beziehungsweise um ei nen Akkumulator. An den jeweiligen Ladepunkten können ent sprechende Buchsen und/oder Stecker vorgesehen sein, um eine elektrische Verbindung zu einem Ladeanschluss des Elektro fahrzeugs hersteilen zu können. Zudem umfasst die Ladestation zumindest zwei Gleichrichterzweige, welche eingangsseitig mit einem Stromversorgungsnetz verbunden sind. Mit den jeweiligen Gleichrichterzweigen kann eine Wechselspannung und/oder ein Wechselstrom in eine Gleichspannung und/oder einen Gleich strom zum Laden von Elektrofahrzeugen gewandelt werden. Im einfachsten Fall kann in den jeweiligen Gleichrichterzweigen ein Gleichrichter vorgesehen sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass diesem Gleichrichter ein entsprechender Gleich spannungswandler nachgeschaltet ist. Somit wird es ermög licht, dass die Elektrofahrzeuge an den jeweiligen Ladepunk ten mit einem Gleichstrom geladen werden. Damit ist die Lade station als so genannte Schnellladestation ausgebildet.
Im einfachsten Fall umfasst die Ladestation zwei Ladepunkte und zwei Gleichrichterzweige . In diesem Fall ist es vorgese hen, dass zumindest einer der Gleichrichterzweige entweder mit dem ersten Ladepunkt oder mit dem zweiten Ladepunkt elektrisch verbunden werden kann. Es kann also zum Beispiel je nach Lastanforderung an den jeweiligen Ladepunkten ein Um schalten der Gleichrichterzweige auf die jeweiligen Ladepunk te erfolgen. Grundsätzlich kann es vorgesehen sein, dass die Ladestation mehrere Gleichrichterzweige und mehrere Ladepunk te aufweist. Dabei können zumindest einige der Gleichrichter zweige beliebig mit vorbestimmten der Ladepunkte elektrisch verbunden werden. Darüber hinaus umfasst die Ladestation zu mindest einen Energiemesszähler mit dem die elektrische Ener-
gie, die mit den Gleichrichterzweigen bereitgestellt wird, bestimmt werden kann. Bei dem Energiemesszähler handelt es sich bevorzugt um ein eichfähiges beziehungsweise geeichtes Messgerät. Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass die La destation mehrere Energiemesszähler aufweist. Insbesondere ist jedem der Gleichrichterzweige ein Energiemesszähler zuge ordnet .
Gemäß einem wesentlichen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Ladestation den zumindest einen Messwerterfassungsrechner aufweist. Dieser Messwerterfas sungsrechner, der insbesondere eine entsprechende Rechenein richtung beziehungsweise einen Mikrocontroller aufweist, ist mit dem zumindest einen Energiemesszähler zur Datenübertra gung verbunden. Somit können die Zählerwerte von dem Energie messzähler zu dem Messwerterfassungsrechner übertragen wer den. Mithilfe des Messwerterfassungsrechners können somit für jeden der Ladepunkte die Energiemenge, die mit den Gleich richterzweigen, die mit diesem Ladepunkt verbunden sind, be stimmt werden. Durch die Verwendung des Messwerterfassungs rechners kann die Umschaltung des zumindest einen Gleichrich terzweigs und den Ladepunkten an die Erfassung der Energie menge gekoppelt werden. Durch die erfindungsgemäße Ladestati on wird die Erfassung der an den jeweiligen Ladepunkten ge lieferten Energiemenge in einer Weise sichergestellt, die ei ne eindeutige Zuordnung der durch den zumindest einen Ener giemesszähler erfassten Energiemenge zu einem Elektrofahrzeug bei dynamischer Zuordnung der Gleichrichterzweige ermöglicht. Insgesamt besteht somit die Möglichkeit, die Auslastung der Ladestation zu verbessern und die Investitionskosten sowie den Platzbedarf entsprechend zu verringern.
Bevorzugt ist der zumindest eine Messwerterfassungsrechner dazu ausgebildet, bei dem Laden des elektrischen Energiespei chers des Elektrofahrzeugs eine Fahrzeugkennung des Elektro fahrzeugs zu bestimmten und die während des Ladens des elekt rischen Energiespeichers an dem Ladepunkt bereitgestellte Energiemenge zu bestimmten. Wenn das Elektrofahrzeug mit ei-
nem der Ladepunkte elektrisch verbunden wird, kann eine ent sprechende Fahrzeugkennung, die das Elektrofahrzeug be schreibt, an die Ladestation und somit an den Messwerterfas sungsrechner übertragen werden. Dabei ist bevorzugt vorgese hen, dass mittels des Messwerterfassungsrechners erkannt wird, ob und für welche Zeitdauer die elektrische Verbindung zwischen der Ladestation und dem Elektrofahrzeug vorhanden ist. Mit dem Messwerterfassungsrechner kann für den Ladepunkt anhand der Zählerwerte die Energiemenge bestimmt werden, die mit den Gleichrichterzweigen, die mit dem Ladepunkt verbunden sind, bereitgestellt werden. Somit kann die Energiemenge, die bei der Verbindung des Elektrofahrzeugs mit dem Ladepunkt an das Elektrofahrzeug beziehungsweise dessen Energiespeicher übertragen wird, präzise bestimmt werden. Durch die Erfassung der Fahrzeugkennung kann erkannt werden, wenn der Nutzer be ziehungsweise das Fahrzeug an dem Ladepunkt gewechselt wird. Ferner kann erkannt werden, ob der Nutzer des Elektrofahr zeugs den Ladepunkt ändert, also das Elektrofahrzeug von ei nem Ladepunkt zu dem anderen bewegt und dort den Ladevorgang fortsetzt. Auf diese Weise kann eine unbemerkte Manipulation ausgeschlossen werden.
In einer weiteren Ausführungsform ist der zumindest eine Messwerterfassungsrechner dazu ausgebildet, ein Umschalten der Verbindung zwischen dem zumindest einen Gleichrichter zweig und den Ladepunkten zu erfassen. Der Messwerterfas sungsrechner erfasst also bei jedem Umschalten der Gleich richterzweige die aktuellen Zählerwerte des kontinuierlich laufenden Energiemesszählers und ordnet diese beziehungsweise die Differenzen aufeinanderfolgender Werte der Fahrzeugken nung zu. Die jeweiligen Gleichrichterzweige können über ent sprechende Schalteinrichtungen beziehungsweise Schütze mit den Ladepunkten elektrisch verbunden werden beziehungsweise umgeschaltet werden. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass ein derartiges Umschalten oder ein Betätigen der Schaltein richtung Mithilfe des Messwerterfassungsrechners erkannt wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass ein Zeitpunkt des Umschaltens mithilfe des Messwerterfassungsrechners gespei-
chert wird. Dies ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb der Ladestation und somit ein präzises Erfassen der Energiemenge an dem jeweiligen Ladepunkt.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Ladestation eine Lade ablaufsteuereinheit zum Bestimmen einer an den Ladepunkten benötigten elektrischen Leistung und zum Steuern der Verbin dung zwischen den Gleichricherzweigen und den Ladepunkten in Abhängigkeit von der benötigten Leistung aufweist. Durch die Ladeablaufsteuerung beziehungsweise die LadeablaufSteuerein heit kann ermittelt werden, welcher Bedarf an elektrischer Leistung besteht und zu welcher abgegebenen Energiemenge die se Leistung führen wird. Dabei kann die LadeablaufSteuerein heit bereits die Möglichkeit einer Lastverteilung zwischen den einzelnen Gleichrichterzweigen berücksichtigen. Bei spielsweise kann die Ladeablaufsteuerung so erfolgen, dass Gleichrichterzweige, welche nur kurzfristig zur Spitzenlast abdeckung genutzt werden, mit einer Grundlast beaufschlagt werden. Dies führt zu einem Betrieb der Gleichrichterzweige in einem gut abschätzbaren Arbeitspunkt und einer gleichmäßi geren Verteilung der gemessenen Energiemenge mithilfe des zu mindest einen Energiemesszählers.
In einer weiteren Ausgestaltung weist die Ladestation für je den der Gleichrichterzweige einen Energiemesszähler auf, wo bei die mit den jeweiligen Energiemesszählern bereitgestell ten Zählerwerte die elektrische Energie von dem Energiemess zähler beschreibt, der dem Gleichrichterzweig zugeordnet ist. Bei den jeweiligen Energiemesszählern kann es sich um markt verfügbare Messgeräte handeln, welche entsprechend eichfähig sind beziehungsweise geeicht sind. Mit den Energiemesszählern können die elektrische Spannung und die elektrische Strom stärke bestimmt werden, die von den jeweiligen Gleichrichter zweigen ausgegeben werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass mit den jeweiligen Energiemesszählern die elektrische Span nung und die elektrische Stromstärke bestimmt werden, die dem jeweiligen Gleichrichterzweig aus dem Stromversorgungsnetz zugeführt werden. Mithilfe der jeweiligen Energiemesszähler
kann die elektrische Energie, die mit den Gleichrichterzwei- gen bereitgestellt wird, präzise bestimmt werden.
Hierbei ist bevorzugt vorgesehen, dass die Ladestation für jeden der Ladepunkte einen Messwerterfassungsrechner auf weist, wobei die Messwerterfassungsrechner mit den jeweiligen Energiemesszählern über einen Datenbus verbunden sind. Ferner ist vorgesehen, dass die Ladestation eine Mehrzahl von
Schalteinrichtungen zum Schalten der elektrischen Verbindung zwischen den jeweiligen Gleichrichterzweigen und Ladepunkten und zum Schalten der Verbindung des Datenbusses aufweist. Die Ladestation kann entsprechende Schalteinrichtungen bezie hungsweise Schütze aufweisen, mit denen die jeweilige elekt rische Verbindung zwischen den Gleichrichterzweigen und den Ladepunkten bereitgestellt werden kann. Die Ladestation kann elektrische Verbindungsleitungen aufweisen, welche mittels der Schalteinrichtungen geöffnet und geschlossen werden kön nen. Ferner ist vorgesehen, dass die jeweiligen Energiemess zähler mit den Messwerterfassungsrechnern über den Datenbus verbunden sind. Dabei kann der Datenbus parallel zu den elektrischen Verbindungsleitungen, über welche die Gleich richterzweige mit den Ladepunkten verbunden sind, geführt werden. Die jeweiligen Schalteinrichtungen beziehungsweise Schütze können einen entsprechenden Hilfsschütz für den
Datenbus aufweisen, mit dem beim Betätigen des Schützes auch gleichzeitig der Datenbus geschaltet wird. Dies bedeutet, dass beim Öffnen des Schützes auch gleichzeitig der Datenbus geöffnet beziehungsweise unterbrochen wird. Da vorliegend je dem der Ladepunkte ein Messwerterfassungswert zugeordnet ist, ergibt sich automatisch bei der Umschaltung der Schaltein richtungen die jeweilige Datenverbindung zwischen dem Ener giemesszähler des Gleichrichterzweigs und dem Messwerterfas sungsrechner, der dem Ladepunkt zugeordnet ist. Somit kann auf zuverlässige Weise ein Umschalten der Gleichrichterzweige erkannt werden. Ferner wird es ermöglicht, dass die Erfassung der Zählerwerte präzise und auf nachvollziehbare Weise durch geführt wird.
In einer weiteren Ausführungsform ist der zumindest eine Messwerterfassungsrechner mit den jeweiligen Energiemesszäh lern zur Datenübertragung verbunden und die Ladestation weist eine Mehrzahl von Schalteinrichtungen zum Schalten der elekt rischen Verbindung zwischen den jeweiligen Gleichrichterzwei- gen und der Ladepunkten auf, wobei der zumindest eine Mess werterfassungsrechner dazu ausgebildet ist, eine jeweilige Stellung der Schalteinrichtungen zu erfassen. Bei dieser Aus führungsform kann die Ladestation im einfachsten Fall einen Messwerterfassungsrechner aufweisen. Dieser Messwerterfas sungsrechner ist über einen entsprechenden Datenbus bezie hungsweise über entsprechende Datenleitungen mit den Energie messzählern verbunden und kann somit die Zählerwerte von die sen empfangen. Des Weiteren kann der Messwerterfassungsrech ner Informationen beziehungsweise Schaltinformationen empfan gen, welche einen aktuellen Schaltzustand der jeweiligen Schalteinrichtungen beziehungsweise Schütze, die zum Schalten der elektrischen Verbindung zwischen den Gleichrichterzweigen und den Ladepunkten dient, empfangen. Anhand dieser Schaltin formationen kann der Messwerterfassungsrechner ermitteln, welcher der Gleichrichterzweige mit welchem der Ladepunkte verbunden sind. Anhand der jeweiligen Zählerwerte kann dann der Messwerterfassungsrechner zudem bestimmen, welche Ener giemenge von den jeweiligen Gleichrichterzweigen während der Schaltstellung der Schalteinrichtung abgegeben wurde. Auch somit kann auf zuverlässige Weise die an den jeweiligen Lade punkten abgegebene Energiemenge ermittelt werden.
Hierbei ist bevorzugt vorgesehen, dass der zumindest eine Messwerterfassungsrechner eine analoge Schnittstelle auf weist, über welche dieser mit den jeweiligen Energiemesszäh lern verbunden ist. Ferner ist vorgesehen, dass der zumindest eine Messwerterfassungsrechner einen Summierer zum Summieren von den Zählerwerten aufweist. Die jeweiligen Energiemesszäh ler können über eine analoge Schnittstelle ausgelesen werden. Mit den jeweiligen Energiemesszählern kann beispielsweise ein analoges Signal im Bereich zwischen 4 mA und 20 mA ausgegeben werden. Mithilfe des Summierers beziehungsweise
Analogsummierers können dann Messwerte beziehungsweise Zah lenwerte addiert werden. So können auch hier die jeweiligen Energiemengen, die an den jeweiligen Ladepunkten entnommen werden, auf präzise Weise bestimmt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Ladestation für jeden der Gleichrichterzweige einen Messwandler zum Be reitstellen eines Messwerts, welcher die elektrische Energie beschreibt. Ferner ist jedem der Ladepunkt ein Energiemess zähler zugeordnet, wobei die Messwandler in Abhängigkeit von der Verbindung der Gleichrichterzweige mit den Ladepunkten mit den Energiemesszählern verbunden sind und die jeweiligen Energiemesszähler dazu ausgebildet sind, anhand der Messwerte die Zählerwerte zu bestimmen. Mithilfe der jeweiligen Mess wandler kann der Messwert in Form eines analogen Signals aus gegeben werden, wobei der Messwert die elektrische Spannung und/oder den elektrischen Strom beschreibt, der mit dem je weiligen Gleichrichterzweig ausgegeben wird. Dabei weist die Ladestation mehrere Schalteinrichtungen auf, mit denen die elektrische Verbindung zwischen den Gleichrichterzweigen und den Ladepunkten definiert werden kann. Dabei können Schalt einrichtungen zum Trennen und Öffnen der elektrischen Verbin dung zwischen den jeweiligen Gleichrichterzweigen und den La depunkten vorgesehen sein. Ferner können Schalteinrichtungen vorgesehen sein, mit denen eine elektrische Verbindung zwi schen den Messwandlern bereitgestellt werden kann, vorgesehen sein. Beispielsweise können die Schalteinrichtungen zum
Schalten der elektrischen Verbindung als Schütz in dem
Gleichrichterzweig ausgebildet sein. Zum elektrischen Schal ten der Verbindung zwischen den Messwandlern kann ein zwangs geführtes Hilfsschütz vorgesehen sein. Wenn beispielsweise zwei Gleichrichterzweige mit einem Ladepunkte verbunden wer den, ist es vorgesehen, dass auch die Messwandler dieser Gleichrichterzweige elektrisch miteinander verbunden werden. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass diese Messwandler so ausgebildet sind, dass diese hintereinander beziehungswei se in Serie geschaltet werden können. Ferner werden auch die hintereinander geschalteten Messwandler mit dem Energiemess-
zähler verbunden, der dem Ladepunkt zugeordnet ist. Somit werden diesem Energiemesszähler die Messwerte von beiden Gleichrichterzweigen zugeführt, die mit dem Ladepunkt verbun- den sind. Auch auf diese Weise kann die jeweils an den Lade punkten entnommene Energiemenge auf präzise Weise ermittelt werden .
In den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen werden un terschiedliche Varianten aufgezeigt, wie die Energiemenge an den jeweiligen Ladepunkten präzise bestimmt werden kann. Da bei ist es vorgesehen, dass innerhalb der Ladestation markt übliche Komponenten verwendet werden. Zum Bestimmen der Ener giemenge an den jeweiligen Ladepunkten sind zusätzliche Hard ware-Komponenten vorgesehen. Somit wird die Erweiterung der Ladestation für die Bestimmung der Energiemenge an den Lade punkten im Vergleich zu einer Software-technischen Ausgestal tung nachvollziehbar.
In einer Ausführungsform ist der zumindest eine Energiemess zähler dazu ausgebildet, eine elektrische Spannung und/oder einen elektrischen Strom, welche dem Gleichrichterzweig zuge führt werden, zu erfassen. Bevorzugt ist es also vorgesehen, dass mithilfe des Energiemesszählers eine AC-Messung durchge führt wird. Mithilfe des Energiemesszählers können also die elektrische Spannung und/oder der elektrische Strom, der dem Gleichrichterzweig zugeführt wird, bestimmt werden. Alterna tiv dazu kann es vorgesehen sein, dass der zumindest eine Energiemesszähler dazu ausgebildet ist, eine elektrische Spannung und/oder einen elektrischen Strom, welche von den Gleichrichterzweigen ausgegeben werden, zu erfassen. Es kann also auch vorgesehen sein, dass eine so genannte DC-Messung durchgeführt wird.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren dient zum Betreiben einer La destation zum Laden von Elektrofahrzeugen. Das Verfahren be inhaltet das Verbinden eines Elektrofahrzeugs mit einem von zumindest zwei Ladepunkten zum Laden eines elektrischen Ener giespeichers des Elektrofahrzeugs. Zudem umfasst das Verfah-
ren ein jeweiliges Bereitstellen von elektrischer Energie mit zumindest zwei Gleichrichterzweigen, wobei die Gleichrichter zweige mit den Ladepunkten elektrisch verbindbar sind und die elektrische Verbindung zumindest eines der Gleichrichterzwei- ge und den Ladepunkten umschaltbar ist. Zudem umfasst das Verfahren das Bereitstellen von Zählerwerten, welche die mit den Gleichrichterzweigen bereitgestellte elektrische Energie beschreiben mit zumindest einem Energiemesszähler. Dabei ist es vorgesehen, dass mit zumindest einen Messwerterfassungs rechner anhand der Zählerwerte des zumindest einen Energie messzählers für jeden der Ladepunkte eine Energiemenge der mit den Gleichrichterzweigen, welche mit dem Ladepunkt elekt risch verbunden sind, bereitgestellten elektrischen Energie bestimmt wird.
Die mit Bezug auf die erfindungsgemäße Ladestation vorge stellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für das erfindungsgemäße Verfahren.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprü chen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der
Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merk male und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in ande ren Kombinationen verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung wird nun anhand von bevorzugten Ausführungsbei spielen sowie unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnun gen näher erläutert. Dabei zeigen:
FIG 1 eine schematische Darstellung einer Ladestation, welche zwei Ladepunkte und mehrere Gleichrichter zweige umfasst;
FIG 2 jeweiligen Energiemengen, die mit den jeweiligen
Gleichrichterzweigen bereitgestellt werden sowie eine Gesamtenergiemenge;
FIG 3 Energiemengen, welche mit den jeweiligen Gleich
richterzweigen bereitgestellt werden gemäß einer weiteren Ausführungsform;
FIG 4 eine schematische Darstellung einer Ladevorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform; und
FIG 5 eine schematische Darstellung einer Ladevorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform.
In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
FIG 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ladevorrich tung 1. Die Ladevorrichtung 1 dient zum Laden von elektri schen Energiespeichern von Elektrofahrzeugen beziehungsweise elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Hierzu umfasst die Lade vorrichtung 1 Ladepunkte 2a, 2b, an denen die Elektrofahrzeu ge angeschlossen werden können. In dem vorliegenden Beispiel umfasst die Ladestation 1 einen ersten Ladepunkt 2a und einen zweiten Ladepunkt 2b. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Ladestation 1 zumindest drei Ladepunkte 2a, 2b aufweist. Da rüber hinaus umfasst die Ladestation 1 zumindest zwei Gleich richterzweige 3a, 3b, 3c. In dem vorliegenden Beispiel um fasst die Ladestation 1 einen ersten Gleichrichterzweig 3a, einen zweiten Gleichrichterzweig 3b und einen dritten Gleich richterzweig 3c. Mit den jeweiligen Gleichrichterzweigen 3a, 3b, 3c kann eine dreiphasige Wechselspannung beziehungsweise ein Wechselstrom in eine Gleichspannung beziehungsweise einen Gleichstrom gewandelt werden. Mit diesem Gleichstrom können dann die elektrischen Energiespeicher der Elektrofahrzeuge an den jeweiligen Ladepunkten 2a, 2b geladen werden. Vorliegend umfassen die jeweiligen Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c je weils einen Gleichrichter 4.
Des Weiteren umfasst die Ladestation 1 zumindest einen Ener giemesszähler 5. In dem vorliegenden Beispiel umfasst die La destation 4 jeden der Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c und ei nen Energiemesszähler 5. Mithilfe des jeweiligen Energiemess zählers 5 kann die elektrische Energie beziehungsweise die Energiemenge bestimmt werden, die dem jeweiligen Gleichrich terzweig 3a, 3b, 3c aus dem Stromversorgungsnetz zugeführt wird. Des Weiteren können mit den jeweiligen Energiemesszäh lern 5 Zählerwerte bereitgestellt werden, welche diese Ener giemenge beschreiben.
Bei der Ladestation 1 ist es vorgesehen, dass die elektrische Verbindung zwischen den Ladepunkten 2a, 2b zumindest einigen der Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c umgeschaltet werden kann. Im vorliegenden Beispiel ist der dritte Gleichrichterzweig 3c über elektrische Verbindungsleitungen 6 fest mit dem zweiten Ladepunkt 2b verbunden. Der zweite Gleichrichterzweig 3b kann zusätzlich mit dem zweiten Ladepunkt 2b verbunden werden. Hierzu weist die Ladestation 1 eine entsprechende Schaltein richtung 7 beziehungsweise eine Schütz auf, mittels welcher die Verbindung zwischen dem zweiten Gleichrichterzweig 3b und dem zweiten Ladepunkt 2b geschaltet werden kann. Der erste Gleichrichterzweig 3a kann entweder mit dem ersten Ladepunkt 2a oder mit dem zweiten Ladepunkt 2b verbunden werden. Auch hierzu ist eine entsprechende Schalteinrichtung 7 vorgesehen. Die Schaltzustände der Schalteinrichtung 7 können je nach Leistungsbedarf an den Ladepunkten 2a, 2b bestimmt werden.
Darüber hinaus umfasst die Ladestation 1 zumindest einen Messwerterfassungsrechner 8. In dem vorliegenden Beispiel um fasst die Ladestation 1 zwei Messwerterfassungsrechner 8, wo bei jedem der Ladepunkte 2a, 2b ein Messwerterfassungsrechner 8 zugeordnet ist. Die jeweiligen Messwerterfassungsrechner 8 sind über einen Datenbus 9, beispielsweise einen SO-Bus, mit den jeweiligen Energiemesszählern 5 der Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c verbunden. Somit können die jeweiligen Zählerwer te, die mit den Energiemesszählern 5 bestimmt werden, an den
Messwerterfassungsrechner 8 übertragen werden. Vorliegend sind die jeweiligen Schalteinrichtungen 7 derart ausgebildet, dass diese neben einem Schütz zum Schalten der elektrischen Verbindungsleitungen 8 einen Hilfsschütz zum Schalten des Da tenbusses 9 aufweisen. Dabei wird der Hilfsschütz gleichzei tig mit dem Schütz geschaltet. Wenn nun die Gleichrichter zweige 3a, 3b, 3c mit den jeweiligen Ladepunkten 2a, 2b ver bunden werden, werden hierzu entsprechend die Schalteinrich tungen 7 angesteuert. Dadurch wird erreicht, dass auch die Energiemesszähler 5 von dem Gleichrichterzweig 3a, 3b, 3c der mit dem Ladepunkt 2a, 2b verbunden ist, auch mit dem Mess werterfassungsrechner 8 verbunden wird. Somit kann mit den jeweiligen Messwerterfassungsrechnern 8 an den Ladepunkten 2a, 2b anhand der empfangenen Zählerwerte die Energiemenge, die an den jeweiligen Ladepunkten 2a, 2b bereitgestellt wird, erfasst werden.
FIG 2 zeigt ein Beispiel von jeweiligen Energiemengen Ei, E2, E3, welche mit drei Gleichrichterzweigen 3a, 3b, 3c bereitge stellt werden, in Abhängigkeit von der Zeit t. Bei dem vor liegenden Diagramm sind auf den Abszissen jeweils die Zeit t und auf der Ordinate die Leistung P aufgetragen. Die Energie menge Ei wird von dem ersten Gleichrichterzweig 3a bereitge stellt, die Energiemenge E2 wird von dem zweiten Gleichrich terzweig 3b bereitgestellt und die Energiemenge E3 wird von dem dritten Gleichrichterzweig 3c bereitgestellt. Ferner ist eine Gesamtenergiemenge Eges. Mithilfe einer Ladeablaufsteue rung der Ladestation lkann der Gesamtbedarf beziehungsweise die Gesamtenergiemenge Eges bestimmt werden und hieraus eine Lastverteilung für die jeweiligen Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c ermittelt werden.
FIG 3 zeigt das Diagramm gemäß FIG 2 gemäß einer weiteren Ausführungsform. Im Betrieb der Ladestation 1 ist es vorgese hen, dass mittels des zumindest einen Messwerterfassungsrech ners 8 die jeweiligen Zähler der Energiemesszähler 5 erfasst werden. Zudem können entsprechende Zeitpunkte, zwischen denen die Energie mit den Gleichrichterzweigen 3a, 3b, 3c bereitge-
stellt wird, gespeichert werden. Dabei ist es ferner vorgese hen, dass mit dem zumindest einen Messwerterfassungsrechner 8 bei dem Verbinden des Elektrofahrzeugs mit einem der Lade punkte 2a, 2b eine Fahrzeugkennung empfangen wird, welche das Elektrofahrzeug beschreibt. Anhand der Energiemenge die an dem Ladepunkte 2a, 2b entnommen wurde und der Fahrzeugkennung kann dann eine Abrechnung durchgeführt werden. Mithilfe des zumindest einen Messwerterfassungsrechners 8 kann ein Wechsel eines Elektrofahrzeugs an einem der Ladepunkte 2a, 2b erkannt werden. In dem vorliegenden Beispiel beschreibt ist die Ener giemenge E3 gezeigt, die von dem Gleichrichterzweig 3c an ein erstes Elektrofahrzeug abgegeben wird. Nach dem Wechsel an dem Ladepunkt 2a, 2b, der dem Gleichrichterzweig 3c zugeord net ist, wird die Energiemenge E3 ' an weiteres Elektrofahr zeug abgegeben.
FIG 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Ladestation 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform. Auch diese Ladestation 1 umfasst zwei Ladepunkte 2a und 2b. Ferner umfasst die Lade station drei Gleichrichterzweige 3a, 3b und 3c. Den jeweili gen Gleichrichterzweigen 3a, 3b, 3c ist jeweils ein Energie messzähler 5 zugeordnet. In dem vorliegenden Beispiel umfasst die Ladestation 1 nur einen einzigen Messwerterfassungsrech ner 8. Dieser ist über eine analoge Datenleitung 10 mit den Energiemesszählern 5 verbunden. Auch diese Ladestation 1 um fasst entsprechende Schalteinrichtungen 7 zum Schalten der elektrischen Verbindungsleitungen 6 zwischen Gleichrichter zweigen 3a, 3b, 3c und den Ladepunkten 2a, 2b. Vorliegend kann der Messwerterfassungsrechner 8 ferner Schaltinformatio- nen empfangen, welche eine aktuelle Schaltstellung der jewei ligen Schalteinrichtungen 7 beschreiben. Somit können mit der Messwerterfassungseinrichtung 8 Informationen empfangen wer den, welche beschreiben, welche der Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c mit welchen der Ladepunkte 2a, 2b verbunden sind. Zu dem kann mit der Messwerterfassungseinrichtung 8 anhand der Zählerwerte, die von den jeweiligen Energiemesszählern 5 emp fangen werden, die jeweils an den Ladepunkten 2a, 2b abgege bene Energiemenge bestimmt werden. In diesem Fall ist es ins-
besondere vorgesehen, dass die Messwerterfassungseinrichtung 8 Zählerwerte über die analoge Datenleitung 10 empfängt. In der Messwerterfassungseinrichtung 8 kann dann ein
Analogsummierer zum Summieren der Zählerwerte vorgesehen sein .
FIG 5 zeigt eine Ladestation 1 gemäß einer weiteren Ausfüh rungsform in einer schematischen Darstellung. Auch hier um fasst die Ladestation 1 zwei Ladepunkte 2a, 2b. Ferner sind drei Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c vorgesehen. In diesem Beispiel ist jedem der Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c ein Messwandler 11 zugeordnet. Mit den jeweiligen Messwandlern 11 kann eine elektrische Spannung und/oder ein elektrischer Strom bestimmt werden, der den jeweiligen Gleichrichterzwei- gen 3a, 3b, 3c aus dem Stromversorgungsnetz zugeführt wird. Ferner umfasst die Ladestation 1 für jeden der Ladepunkte 2a, 2b einen Energiemesszähler 5. Auch hier ist eine Schaltein richtung 7 zum Schalten der elektrischen Verbindungsleitungen 6 vorgesehen. Die Schalteinrichtung 7 umfasst vorliegend die Schalter Ql und Q2. Die jeweiligen Messwandler 11 sind über entsprechende Schalter Kl und K2 hintereinander und mit den Energiemesszählern 5 verbunden. Falls der Schalter Ql ge schlossen wird, werden auch die Schalter Kl geschlossen.
Falls im anderen Fall der Schalter Q2 geschlossen wird, wer den auch die Schalter K2 geschlossen. Wenn der Schalter Ql geschlossen wird, werden der erste Gleichrichterzweig 3a und der zweite Gleichrichterzweig 3b mit dem ersten Ladepunkt 2a verbunden. Durch das Schließen der Schalter Kl wird der Mess wandler 11 des Gleichrichterzweigs 3a mit dem Messwandler 11 des Gleichrichterzweigs 3b elektrisch verbunden. Ferner wer den diese beiden Messwandler 11 elektrisch mit dem Energie messzähler 5 des Ladepunkts 2a verbunden. Auf diese Weise kann die Energiemenge, die an dem ersten Ladepunkte 2a abge geben wird, mithilfe des Energiemesszählers 5, der diesem La depunkt 2a zugeordnet ist, auf präzise Weise bestimmt werden.
Mithilfe der Ladestation 1 kann das Umschalten der Gleich richterzweige 3a, 3b, 3c an die Erfassung der Energiemenge
gekoppelt werden. Dieser Mechanismus wird dabei erfindungsge mäß ausgestaltet, sodass eine unbemerkte Manipulation auszu schließen ist. Durch die erfindungsgemäßen Ladestationen 1 wird eine Erfassung der gelieferten Energiemenge in einer Weise sichergestellt, die eine eindeutige Zuordnung von Zäh lerwerten zu einem Elektrofahrzeug bei dynamischer Zuordnung der Gleichrichterzweige 3a, 3b, 3c ermöglicht. Bei den jewei ligen Energiemesszählern 5 handelt es sich dabei um marktver fügbare eichfähige Messgeräte. Die jeweilige Erfassung der Energiemenge erfolgt dabei durch zusätzliche Hardwarekompo nenten. Damit kann die Erfassung der jeweiligen Energiemenge an den Ladepunkten 2a, 2b zuverlässig durchgeführt werden und entsprechend einfach nachvollzogen werden. Ferner wird durch die erfindungsgemäße Ladestation die Möglichkeit geschaffen, die Anlagenauslastung zu verbessern und die Investitionskos ten sowie den Platzbedarf entsprechend zu verringern.