EP3875707B1 - Vorrichtung zum witterungsschutz für ein baugerüst - Google Patents

Vorrichtung zum witterungsschutz für ein baugerüst Download PDF

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EP3875707B1 EP21159830.5A EP21159830A EP3875707B1 EP 3875707 B1 EP3875707 B1 EP 3875707B1 EP 21159830 A EP21159830 A EP 21159830A EP 3875707 B1 EP3875707 B1 EP 3875707B1
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    • E04G21/24Safety or protective measures preventing damage to building parts or finishing work during construction
    • E04G2021/248Tarpaulins specially adapted therefor

Definitions

  • the tarpaulins can be attached to the scaffolding at their respective free end sections using an elastic band.
  • the disadvantage of this is that the installation of the device takes a relatively long time due to the unwinding rollers arranged both at the front of the scaffolding and at the rear of the scaffolding.
  • the tarpaulin of the unwinding roll arranged on the back of the scaffolding is bulged as a result of being transferred over the unwinding roll on the front of the scaffolding in such a way that a side inlet opening extending over half the height of the scaffolding is formed, through which moisture and wind can penetrate.
  • the unwinding rollers are preferably mounted on the fastening support in such a way that, in the installed position, the reference plane running through the two respective longitudinal axes of the roller runs parallel to the frontal plane spanned by the scaffolding. In this way, excessive bulging of the covering tarpaulin of the lower-lying first unwinding roller can be reduced in particular by the second unwinding roller acting as a tensioning element, as a result of which the lateral entry gap is reduced overall.

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Witterungsschutz für ein Baugerüst, mit wenigstens einer am Baugerüst befestigbaren Abdeckplane. Aus dem Stand der Technik sind Vorrichtungen zum Witterungsschutz für Baugerüste bekannt ( EP 0241466 A1 ), wobei jeweils eine Abwickelrolle für eine Abdeckplane an der Baugerüstfront auf etwa halber Baugerüsthöhe und eine zweite Abwickelrolle an der der Baufassade zugewandten Baugerüstrückseite angeordnet ist. Dabei wird die Abdeckplane der zweiten Abwickelrolle so von der Baugerüstrückseite zur Baugerüstvorderseite geführt, dass der Endabschnitt jener Abdeckplane sowohl die auf halber Baugerüsthöhe angeordnete erste Abwickelrolle vollständig überdeckt. Die Abdeckplanen können an ihren jeweiligen freien Endabschnitten über einen Gummizug am Baugerüst angebunden werden. Nachteilig ist daran allerdings, dass die Installation der Vorrichtung aufgrund der sowohl baugerüstvorderseitig als auch baugerüstrückseitig angeordneten Abwickelrollen relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Darüber hinaus wird die Abdeckplane der baugerüstrückseitig angeordneten Abwickelrolle zufolge des Überführens über die baugerüstvorderseitge Abwickelrolle derart ausgewölbt, dass sich eine über die halbe Baugerüsthöhe erstreckende, seitliche Einlassöffnung ausbildet, über die Nässe und Wind eindringen kann.
  • Eine Vorrichtung zum Witterungsschutz für ein Baugerüst ist außerdem aus JPH09144323 A , US3586126 A und DE 202004016546 U1 bekannt.
  • Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass trotz kompakter Bauweise und rasch vorzunehmender Installation ein zuverlässiger Schutz insbesondere vor Wind und Nässe ermöglicht wird. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
  • Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass zwei sich entlang parallel zueinander verlaufender Rollenlängsachsen erstreckende Abwickelrollen an einem gemeinsamen Befestigungsträger für das Baugerüst drehbar bezüglich ihrer Rollenlängsachsen gelagert und mit Höhenversatz zueinander angeordnet sind, wobei die abgewickelte Abdeckplane der bezüglich des Höhenniveaus tieferliegenden ersten Abwickelrolle die zweite Abwickelrolle dachziegelartig überlappt.
  • Zufolge dieser Merkmale wird zum einen die Installation der Vorrichtung erheblich vereinfacht, weil hierfür lediglich der gemeinsame Befestigungsträger, beispielsweise über Schellen, an den entsprechenden Baugerüststangen befestigt werden kann. Zum anderen schafft die dachziegelartige Überlappung der zweiten Abwickelrolle durch die Abdeckplane der tieferliegenden ersten Abwickelrolle einen wirksamen Schutz vor eindringender Nässe, wobei aufgrund der kompakten Anordnung der beiden Abwickelrollen am Befestigungsträger auch eine gute Stabilität gegenüber Windeinflüssen gegeben ist. Besonders günstige Schutzbedingungen ergeben sich, wenn der Befestigungsträger bezüglich der Baugerüsthöhe so weit oben wie möglich an diesem angebracht wird, vorzugsweise im obersten Abschnitt bzw. in der obersten Etage des Baugerüstes. Dadurch bildet sich lediglich entlang eines kurzen Abschnittes über die Baugerüsthöhe ein kleiner seitlicher Einlassspalt, der für den praktischen Gebrauch vernachlässigbar ist. Vorzugsweise sind die Abwickelrollen so am Befestigunsgträger gelagert, dass in Einbaulage die durch die beiden jeweiligen Rollenlängsachsen verlaufende Bezugsebene parallel zur vom Baugerüst aufgespannten Frontalebene verläuft. Dadurch kann insbesondere eine zu starke Auswölbung der Abdeckplane der tieferliegenden ersten Abwickelrolle durch die als Spannelement wirkende zweite Abwickelrolle verringert werden, wodurch insgesamt der seitliche Eintrittsspalt vermindert wird.
  • Um dem Anwender eine möglichst einfache Handhabung der Vorrichtung zu ermöglichen wird vorgeschlagen, dass die Abwickelrollen jeweils über ein selbsthemmendes Winkelgetriebe mit einem Wellenansatz zur Aufnahme eines Bohrfutters antriebsverbunden sind. Dadurch wird nicht nur das Auf- und Abwickeln der Abdeckplanen erheblich vereinfacht, weil hierfür beispielsweise lediglich ein auf den Wellenansatz aufgesetzter Akkuschrauber nötig ist, sondern es können auch zusätzliche Befestigungsmittel zur Festlegung der Abdeckplane in deren Auf- bzw. Abwickelrichtung entfallen. Dies ist insbesondere für solche Fälle hilfreich, bei denen die baugerüstvorderseitig nach unten abgewickelte Abdeckplane sich aufgrund ihres Eigengewichtes bei fehlenden Befestigungsmitteln normalerweise ungehindert von selbst abwickeln würde. Das Winkelgetriebe kann insbesondere als Schneckengetriebe ausgebildet sein.
  • Um bei starken Niederschlägen die Gefahr eines Wassereintritts in das Baugerüst zu vermeiden, können parallel zu den Rollenlängsachsen verlaufende Stützstangen für die abgewickelte Abdeckplane der ersten Abwickelrolle vorgesehen sein. Die Stützstangen wirken dabei sowohl als Spann- als auch als Umlenkelemente für die entsprechende Abdeckplane, sodass die Stabilität der über das Baugerüst aufgespannten Abdeckplane verbessert wird. Dadurch wird das Risiko verringert, dass der das Baugerüst nach oben hin schützende Abdeckplanenabschnitt aufgrund hoher Niederschlagsmengen dem dadurch zusätzlichen Gewicht nachgibt.
  • Für einfache konstruktive Bedingungen können die Stützstangen in T-förmige Verbindungsstücke zur formschlüssigen Verbindung für die Vertikalstangen des Baugerüsts eingesetzt sein. Die T-Stücke können beispielsweise rohrförmig ausgebildet sein. Dabei werden die Stützstange selbst in die jeweiligen Horizontalabschnitte der T-Stücke eingesetzt, wobei der Vertikalabschnitt der T-Stücke dann in die üblicherweise ebenfalls rohrförmigen Vertikalrohre des Baugerüstes eingesetzt wird. An den jeweiligen seitlichen Baugerüstenden kann auch ein L-Stück vorgesehen sein.
  • Um besonders günstige Transportbedingungen zu schaffen, kann der Befestigungsträger Rastausnehmungen für die freien Endabschnitte der Abdeckplanen, insbesondere für an den freien Endabschnitten quer zur Planenlängsrichtung verlaufende Beschwerungsstangen, aufweisen. Beispielsweise können am Befestigungsträger angebrachte, den jeweiligen Stirnseiten der Abwickelrollen zugeordnete Formbleche vorgesehen sein, die Einkerbungen für die stirnseitigen Endabschnitte der Beschwerungsstangen aufweisen. Dadurch können die Abwickelrollen in die Rastausnehmungen eingehängt und in Aufwickelrichtung vorgespannt werden, sodass ein unbeabsichtigtes Abwickeln vermieden und ein sicherer Transport der Vorrichtung ermöglicht wird.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
  • Fig. 1
    eine schematische Vorderansicht eines dreietagigen Baugerüstes mit erfindungsgemäßen Vorrichtungen in der obersten Etage,
    Fig. 2
    einen Schnitt entlang der Linie II - II der Fig. 1 in einem größeren Maßstab und
    Fig. 3
    eine Detailansicht eines Befestigungsträgers einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem noch größeren Maßstab.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Witterungsschutz für ein Baugerüst 1 weist zwei Abwickelrollen 2, 3 auf, die an einem gemeinsamen Befestigungsträger 4 für das Baugerüst 1 drehbar bezüglich ihrer Rollenlängsachsen gelagert sind. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, können die jeweiligen Befestigungsträger 4 vorzugsweise im bezüglich der Baugerüsthöhe oberen Abschnitt bzw. in der obersten Etage angeordnet und beispielsweise über Schellen 5 am Baugerüst befestigt sein. Das Baugerüst weist unter anderem mehrere Vertikalstangen 6 sowie mehrere Einlegeböden 7 auf.
  • Die Abwickelrollen 2, 3 sind zueinander mit Höhenversatz auf dem Befestigungsträger 4 angeordnet. In Gebrauchslage überlappt die abgewickelte Abdeckplane 8 der bezüglich des Höhenniveaus tieferliegenden ersten Abwickelrolle 2 dachziegelartig zumindest die zweiten Abwickelrolle 3.
  • Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird die Abdeckplane 9 der zweiten Abwickelrolle 3 von der Baugerüstvorderseite aus betrachtet hinter der ersten Abwickelrolle 2 vorbeigeführt. Die jeweiligen freien Endabschnitte der abgewickelten Abdeckplanen 8, 9 können beispielsweise über einfache, nicht näher dargestellte Gummizüge am Baugerüst 1 befestigt werden.
  • Die Abwickelrollen 2, 3 sind in der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform jeweils über ein selbsthemmendes Winkelgetriebe 10 mit einem Wellenansatz 11 zur Aufnahme eines Bohrfutters antriebsverbunden.
  • Die Vorrichtung kann darüber hinaus parallel zu den Rollenlängsachsen verlaufende Stützstangen 12 für die abgewickelte Abdeckplane 8 der ersten Abwickelrolle 2, die in Fig. 1 und 2 schematisch angedeutet werden. Dabei können die Stützstangen 12 in T-förmige Verbindungsstücke 13 zur formschlüssigen Verbindung für die Vertikalstangen 6 des Baugerüsts 1 eingesetzt sein.
  • Wie in Fig.3 dargestellt ist, kann der Befestigungsträger 4 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung grundsätzlich so ausgestaltet sein, dass dieser Rastausnehmungen 14 für den freien Endabschnitt der Abdeckplanen 8, 9, insbesondere für Beschwerungsstangen 15, 16 ausbildet. Beispielsweise kann hierfür ein am Befestigungsträger 4 angebrachtes Blechformteil 17 vorgesehen sein, das entsprechende, die Rastausnehmungen 14 bildende Ausfräsungen aufweist. Dadurch können die in die Rastausnehmungen 14 eingehängten Abdeckplanen 8, 9 in ihrer jeweiligen Aufwickelrichtung vorgespannt werden, sodass ein sicherer Transport der Vorrichtung ermöglicht wird.
  • Wie ebenfalls in Fig. 3 schematisch angedeutet ist, kann der Befestigungsträger 4 eine Buchse ausbilden, durch die ein Befestigungszapfen 18 der Schelle 5 hindurchgeführt und über ein Sicherungselement 19, beispielweise einen Splint, gesichert ist.

Claims (4)

  1. Vorrichtung zum Witterungsschutz für ein Baugerüst (1), mit zwei am Baugerüst (1) befestigbaren Abdeckplanen (8,9) und mit zwei sich entlang parallel zueinander verlaufender Rollenlängsachsen erstreckende Abwickelrollen (2, 3), dadurch gekennzeichnet, dass die Abwickelrollen (2,3) an einem gemeinsamen Befestigungsträger (4) für das Baugerüst (1) drehbar bezüglich ihrer Rollenlängsachsen gelagert und mit Höhenversatz zueinander angeordnet sind, wobei die abgewickelte Abdeckplane (8) der bezüglich des Höhenniveaus tieferliegenden ersten Abwickelrolle (2) die zweite Abwickelrolle (3) dachziegelartig so überlappt, dass die Abdeckplane (9) der zweiten Abwickelrolle (3) von der Vorderseite des Baugerätes (1) aus betrachtet hinter der ersten Abwickelrolle (2) vorbeigeführt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwickelrollen (2, 3) jeweils über ein selbsthemmendes Winkelgetriebe (10) mit einem Wellenansatz (11) zur Aufnahme eines Bohrfutters antriebsverbunden sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch parallel zu den Rollenlängsachsen verlaufende Stützstangen (12) für die abgewickelte Abdeckplane (8) der ersten Abwickelrolle (2).
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstangen (12) in T-förmige Verbindungsstücke (13) zur formschlüssigen Verbindung für die Vertikalstangen (12) des Baugerüsts (1) eingesetzt sind.
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