Kabeldurchführung zum Durchführen von Kabel durch ein Trennelement
und Anordnung
Die Erfindung betrifft eine Kabeldurchführung zum Durchführen von Kabel durch ein Trenn- element, beispielsweise eine Trenn- oder Gehäusewand sowie eine Anordnung.
Hintergrund
Derartige Kabeldurchführungen werden genutzt, um in verschiedenen Anwendungen ein oder mehrere Kabel durch ein Trennelement hindurchzuführen, insbesondere eine Trenn- wand. Hierbei ist es häufig erforderlich, dass die Kabel gedichtet durch eine Öffnung in dem Trennelement hindurchgeführt werden, insbesondere um gegen Feuchtigkeits- oder Schmutzeintritt abgedichtet zu sein. Zum dichtenden Hindurchführen werden die Kabel in einem Durchgang eines zugeordneten Dichtelements angeordnet.
Aus dem Dokument DE 10 2013 110 545 A1 ist eine Kabeldurchführung zum Durchführen von Kabeln durch ein Trennelement bekannt. Die Kabeldurchführung weist ein Halteteil auf, welches ein Durchführungsgehäuse bereitstellt. Das Durchführungsgehäuse weist einen Boden und eine seitlich umlaufende Gehäusewand auf. Der Boden ist mit der seitlichen Ge- häusewand einstückig ausgebildet. Im Boden sind Aufnahmen vorgesehen, in welche Dich- telemente eingesteckt sind, die einen jeweiligen Durchgang zum Aufnehmen eines Kabels bereitstellen. In dem Halteteil wird ein Führungsteil arretiert, welches mit Hilfe einer form- schlüssigen Verbindung an dem Halteteil gesichert ist. Beim Montieren der Kabeldurchfüh- rung im Bereich einer Öffnung eines Trennelements wird in der Öffnung eine Tülle aus einem elastischen Material angeordnet, die einen Durchgang zum Aufnehmen eines Abschnitts des Führungsteils der Kabeldurchführung aufweist, in die dann das Führungsteil der Kabeldurch- führung eingesteckt wird. Eine dem Trennelement zugewandte Stirnseite des Halteteils bildet einen Anschlag, der die beim Montieren der Kabeldurchführung gegen eine Stirnseite der Tülle zum Anschlag gebracht wird. Mittels der Tülle ist das Führungsteil der Kabeldurchfüh- rung dichtend in der Öffnung des Trennelements angeordnet und wird dort gehalten.
Zusammenfassung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kabeldurchführung zum Durchführen von Kabel durch ein Trennelement sowie eine Anordnung mit Kabeldurchführung anzugeben, welche eine flexible
Anpassung der Kabeldurchführung an unterschiedliche Anwendungssituationen sowie eine sichere Montage der Kabeldurchführung an einem Trennelement gewährleistet.
Zur Lösung ist eine Kabeldurchführung zum Durchführen von Kabeln durch ein Trennele- ment nach dem unabhängigen Anspruch 1 und dem unabhängigen Anspruch 12 geschaffen. Weiterhin ist eine Anordnung nach dem Anspruch 10 vorgesehen. Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen.
Nach einem Aspekt ist eine Kabeldurchführung zum Durchführen von Kabeln durch ein Trennelement geschaffen, welche mit einem Durchführungsgehäuse gebildet ist, das einen Gehäuseinnenraum aufweist, der von einer seitlichen Gehäusewand und einem Gehäuse- boden mit einer Bodenöffinung zum Durchführen mehrerer Kabel begrenzt ist. Weiterhin sind ein Teilungsbauteil, welches in dem Gehäuseinnenraum dem Gehäuseboden gegenüberlie- gend angeordnet ist und Aufnahmen bereitstellt, sowie Dichtelemente vorgesehen, die je- weils in einer der Aufnahmen angeordnet sind und einen Kabeldurchgang aufweisen, der eingerichtet ist, ein Kabel dichtend aufzunehmen. Die Kabeldurchführung weist weiterhin ein Einschraub- und Verriegelungsbauteil auf, welches in Bezug auf das Durchführungsgehäuse einen proximalen Gewindeabschnitt und einen distalen Gewindeabschnitt aufweist. Der pro- ximale Gewindeabschnitt ist in einen Innengewindeabschnitt des Durchführungsgehäuses eingeschraubt, derart, dass hierdurch das Teilungsbauteil und die Dichtelemente mittels des Einschraub- und Verriegelungsbauteils in dem Gehäuseinnenraum gesichert sind. Der dista- le Gewindeabschnitt ist eingerichtet, mit einem Verschraubungspartner eine Schraubverbin- dung zum Montieren des Durchführungsgehäuses im Bereich einer Öffnung eines Trenn- elements auszu bilden.
Nach einem Aspekt ist eine Kabeldurchführung zum Durchführen von Kabeln durch ein Trennelement geschaffen, welche mit einem Durchführungsgehäuse gebildet ist, das einen Gehäuseinnenraum aufweist, der von einer seitlichen Gehäusewand und einem Gehäuse- boden mit einer Bodenöffinung zum Durchführen mehrerer Kabel begrenzt ist. Weiterhin sind ein Teilungsbauteil, welches in dem Gehäuseinnenraum dem Gehäuseboden gegenüberlie- gend angeordnet ist und Aufnahmen bereitstellt, sowie Dichtelemente vorgesehen, die je- weils in einer der Aufnahmen angeordnet sind und einen Kabeldurchgang aufweisen, der eingerichtet ist, ein Kabel dichtend aufzunehmen. Die Bodenöffnung im Bereich des Gehäu- sebodens ist zumindest abschnittsweise von einer am Durchführungsgehäuse angeordneten
Dichtung umgeben, an welcher die Dichtelemente, wenn diese in der Aufnahme angeordnet sind, dichtend zur Anlage kommen.
Das Anordnen des Teilungsbauteils sowie der Dichtelemente in den Aufnahmen des Tei- lungsbauteils ermöglicht eine individuelle Anpassung der Kabeldurchführung an unterschied- liche Anwendungssituationen. Die Dichtelemente können an verschiedene Aufgaben indivi- duell angepasst werden, um sie dann in den Aufnahmen zum Ausbilden der Kabeldurchfüh- rung anzuordnen. Die Dichtelemente können in Längsrichtung einen Trennschnitt aufweisen, der es ermöglicht, das Dichtelement im Bereich des Trennschnitts zu öffnen, um ein Kabel in dem im Dichtelement bereitgestellten Durchgang anzuordnen.
Mit Hilfe der unter Verwendung des distalen Gewindeabschnitts auszubildenden Schraub- verbindung kann die Kabeldurchführung sicher an dem Trennelement montiert werden, ins- besondere auch in Anwendungsfällen, bei denen die Kabeldurchführung Vibrationen oder Schlägen im Betrieb ausgesetzt ist. Für derartige Anwendungen ist die Kabeldurchführung weiter dadurch optimiert, dass das Teilungsbauteil und die Dichtelemente nach dem Ein- schrauben des Einschraub- und Verriegelungsbauteils in das Durchführungsgehäuse hierin mittels des Einschraub- und Verriegelungsbauteils fixiert und gesichert, wobei vorgesehen sein kann, dass die Dichtelemente hierbei stirnseitig geklemmt sind.
Der Gehäuseinnenraum kann quer zur Längsrichtung der hindurchzuführenden Kabel einen mehreckigen Querschnitt aufweisen, beispielsweise einen viereckigen Querschnitt. Ähnlich können die Aufnahmen, die mittels des Teilungsbauteils bereitgestellt werden, einen eckigen Querschnitt aufweisen, in den sich die Dichtelemente formschlüssig einpassen.
Das Einschraub- und Verriegelungsbauteil kann mit einem einzelnen Durchbruch oder Durchgang gebildet sein, durch den hindurch die mehreren Kabel verlaufen. Alternativ kön- nen in dem Einschraub- und Verriegelungsbauteil mehrere Durchgänge bereitgestellt sein, die jeweils zur Aufnahme eines oder mehrerer Kabel dienen.
Der Gehäuseboden kann mit einem umlaufenden Rand gebildet sein, welcher die Öffnung für die Kabel umgibt. Gegen diesen kann das Teilungsbauteil zur Anlage kommen.
Die Kabeldurchführung kann insbesondere an einem als Trenn- oder Gehäusewand ausge- führten Trennelement montiert werden.
Die Dichtelemente können aus einem elastischen Material sein, und das Einschraub- und Verriegelungsbauteil kann in der eingeschraubten Stellung gegen die Dichtelemente drü- cken, so dass diese ein jeweiliges Kabel dichtend aufnehmen. Es kann vorgesehen sein, dass das Einschraub- und Verriegelungsbauteil in der eingeschraubten Stellung ausschließ- lich oder ergänzend gegen eine der Öffnung des Trennelements zugewandte Stirnseite (Flä- che des Dichtelements, die einen Ausgang des Kabeldurchgangs umschließt) drückt. Mittels Drücken des Dichtelements aus elastischem Material wird eine Dichtung um das in das Dich- telement aufgenommene Kabel herum ausgebildet. Gleichzeitig wird das Dichtelement ge- gen die Aufnahme des Dichtelements umgebende Wandabschnitte gedrückt, so dass auch in diesen Bereichen eine Dichtwirkung ausgebildet wird. Alternativ oder ergänzend zum Drü- cken gegen die Stirnseite des Dichtelements kann vorgesehen sein, dass an dem Ein- schraub- und Verriegelungsbauteil Druckelemente gebildet sind, die beim Einschrauben schräg gegen Oberflächenabschnitte des Dichtelements drücken, zum Beispiel schräg ge- gen eine vorderseitige Kante.
Das Teilungsbauteil kann in dem Gehäuseinnenraum selbsthaltend angeordnet sein. Das Teilungsbauteil ist bei diesen oder anderen Ausführungsfomnen lösbar in dem Gehäusein- nenraum aufgenommen. Eine selbsthaltende Montage kann beispielsweise mittels Einklem- men oder Einklipsen des Teilungsbauteils in dem Gehäuseinnenraum erreicht werden. Im eingeschraubten Zustand sichert das Einschraub- und Verriegelungsbauteil dann das Tei- lungsbauteil zusätzlich in dem Gehäuseinnenraum, so dass beispielsweise eine Absicherung gegen ein Lösen aufgrund von Schwingungen oder Vibrationen der Kabeldurchführung im Betrieb ausgebildet ist.
Das Teilungsbauteil kann auf einer Innenseite des Durchführungsgehäuses in zugeordneten Führungen angeordnet sein. Die Führungen können mit Rillen, Nuten oder Vertiefungen ge- bildet sein, sei es im Bereich der seitlichen Gehäusewand und / oder des Gehäusebodens. Sind die zugeordneten Führungen (auch) im Bereich der seitlichen Gehäusewand ausgebil- det, können diese dazu dienen, dass Teilungsbauteil beim Einführen von der dem Boden gegenüberliegenden stirnseitigen Öffnung des Durchführungsgehäuses zu führen, bei- spielsweise um ein möglichst einfaches Anordnen des Teilungsbauteils in der korrekten Montagelage zu unterstützen.
Der proximale und der distale Gewindeabschnitt können auf Bauteilabschnitten des Ein- schraub- und Verriegelungsbauteils ausgebildet sein, welche unterschiedliche Außendurch- messer aufweisen. Beispielsweise kann der Bauteilabschnitt mit dem proximalen Gewinde- abschnitt einen kleineren Durchmesser als der Bauteilabschnitt mit dem distalen Gewinde- abschnitt aufweisen. Alternativ können der distale und der proximale Gewindeabschnitt den gleichen Außendurchmesser aufweisen. Zwischen den beiden Gewindeabschnitten kann ein gewindefreier Abschnitt zum Trennen des distalen und des proximalen Gewindeabschnitts vorgesehen sein. Das Einschraub- und Verriegelungsbauteil kann mehrteilig ausgeführt sein. Für das Ein- schraub- und Verriegelungsbauteil können lösbar miteinander verbundene Bauteilstücke vorgesehen sein, beispielsweise zwei Bauteilhälften, zum Beispiel in Form von Halbrohrab- schnitten. Die Bauteilstücke können zur Montage zum Beispiel zusammengefügt werden, beispielsweise dadurch, dass an den Bauteilstücken ausgebildete Vorsprünge in zugeordne- te Aufnahmen eingreifen. Es kann vorgesehen sein, dass die Bauteilstücke mittels Klemmen oder Klipsen verbunden werden. Das Einschraub- und Verriegelungsbauteil kann in Längs- richtung geteilt sein, was es ermöglicht, vor dem Zusammenführen der Bauteilstücke hier- zwischen die hindurchzuführenden Kabel anzuordnen. Alternativ kann das Einschraub- und Verriegelungsbauteil einstückig ausgeführt sein. Alternativ kann das Einschraub- und Verrie- gelungsbauteil eintstückig oder einteilig ausgeführt sein.
An dem Bauteilabschnitt des Einschraub- und Verriegelungsbauteils, auf dem der proximale Gewindeabschnitt angeordnet ist, kann ein Anschlag für das Einführen des Einschraub- und Verriegelungsbauteils in der Öffnung des Trennelementes ausgebildet sein. Bei der Montage der Kabeldurchführung kann der Anschlag eine einer Oberfläche des Trennelements zum Anschlag kommen, beispielsweise auf einer äußeren Oberfläche einer Trennwand.
Das Durchführungsgehäuse kann auf einer Stirnseite, welche beim Montieren an dem Trennelement zur Anlage kommt, eine umlaufende Dichtung aufweisen. Die Dichtung kann aus einem elastischen Material sein. Es kann vorgesehen sein, dass die Dichtung einstückig an das Durchführungsgehäuse angeformt ist, beispielsweise mittels 2K-Spritzen. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Dichtung lösbar an dem Durchführungsgehäuse angeordnet ist, beispielsweise als abnehmbarer Dichtring.
In einer Ausgestaltung der Kabeldurchführung mit dem Einschraub- und Verriegelungsbauteil kann vorgesehen sein, dass die Bodenöffnung im Bereich des Gehäusebodens zumindest abschnittsweise von einer Dichtung umgeben ist. Die Dichtung kann alternativ oder ergän- zend zur Dichtung auf der Stirnseite vorgesehen sein, sei es um die Bodenöffnung umlau- fend durchgehend oder unterbrochen.
Die Dichtung im Bereich des Gehäusebodens kann bei den verschiedenen Ausgestaltungen mit einem Steg oder einem Vorsprung (Dichtsteg oder Dichtvorsprung) gebildet sein. Die Dichtung kann an dem Durchführungsgehäuse einstückig angeformt sein, beispielsweise mittels 2K-Spritzen, zum Beispiel als Kunststoff-Weichkomponente, während das Durchfüh- rungsgehäuse aus einer Kunststoff-Hartkomponente ist. Auf diese Weise kann die Dichtung formschlüssig und unverlierbar an dem Durchführungsgehäuse angeordnet oder angeformt sein. Hierbei ist die Dichtung in dichtendem Kontakt mit einer rückseitigen und / oder einer seitlichen Oberfläche der Dichtelemente, wenn diese in eine zugeordnete Aufnahme einge- führt oder eingeschoben sind. Es kann vorgesehen sein, dass die Dichtung, welche den Ge- häuseboden ganz oder teilweise umgreifend gebildet ist, einen Kantenbereich des Dichtele- mentes umgreift. Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass die Dichtung, zum Beispiel ein Dichtsteg, in einer Nut an dem in die Aufnahme eingebrachten Dichtelement liegt. Die Dichtung kann im Querschnitt eine L-Form aufweisen.
Die Dichtung kann in einem Beispiel gegenüber einer Innenwand, die in Kabeldurchführrich- tung verläuft, vorstehen und so einen Anschlag für das in die zugeordnete Aufnahme einzu- führende Dichtelement bilden.
Die mittels des Teilungsbauteils in dem Gehäuseinnenraum bereitgestellten Aufnahmen können konisch ausgebildet sein. Die Aufnahmen können sich in Richtung des Bodens des Durchführgehäuses hin verjüngen oder verkleinern. Zum formschlüssigen Einpassen der Dichtelemente können diese eine konisch ausgebildete Außenform aufweisen. Die vorangehend in Verbindung mit der Kabeldurchführung beschriebenen Ausgestaltungen können im Zusammenhang mit der Anordnung entsprechend vorgesehen sein. Bei der An- ordnung mit Trennelement und Kabeldurchführung kann vorgesehen sein, dass zum Ausbil- den der Schraubverbindung der distale Gewindeabschnitt des Einschraub- und Verriege- lungsbauteils der Kabeldurchführung mit einen Innengewinde im Bereich der Öffnung des Trennelements und / oder einem Befestigungsbauteil verschraubt ist. Weist die Öffnung des
Trennelements, durch welches hindurch die Kabel geführt werden sollen, ein Innengewinde auf, kann der distale Gewindeabschnitt des Einschraub- und Verriegelungsbauteils zum Montieren eingeschraubt werden. Ergänzend oder alternativ kann vorgesehen sein, dass zum Befestigen der Kabeldurchführung im Bereich der Öffnung des Trennelements, bei- spielsweise einer Trennwand, auf dem distalen Gewindeabschnitt ein Befestigungsbauteil aufgeschraubt wird, nachdem der distale Gewindeabschnitt durch die Öffnung des Trenn- elements hindurchgesteckt wurde. Mit Hilfe des Befestigungsbauteils wird dann das Durch- führungsgehäuse an dem Trennelement festgeschraubt, wobei eine Wandung des Trenn- elements zwischen dem Befestigungsbauteil und dem Durchführungsgehäuse mittels Ver- schrauben geklemmt wird. Das Befestigungsbauteil kann zum Beispiel eine Konter- oder Überwurfmutter sein.
Beschreibung von Ausführunasbeispielen
Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf Figuren einer Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen;
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer Anordnung für eine Kabel- durchführung zum Durchführen von Kabeln durch eine Trennelement im nichtmon- tierten Zustand;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der Anordnung zum Durchführen von Kabeln durch ein Trennelement im montierten Zustand;
Fig. 3 schematische perspektivische Darstellungen einer Kabeldurchführung im zusam- mengebauten Zustand;
Fig. 4 schematische Darstellungen der Anordnung aus Fig. 3 von vom und von hinten; Fig. 5 schematische perspektivische Darstellungen einer anderen Anordnung für eine Ka- beldurchführung von schräg vom und schräg hinten und
Fig. 6 schematische perspektivische Darstellungen der anderen Anordnung für eine Ka- beldurchführung aus Fig. 5 von vorn und im Schnitt.
Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung einer Anordnung für eine Kabel- durchführung zum Durchführen von Kabeln (nicht dargestellt) durch ein Trennelement 1 , bei dem es sich beispielsweise um eine Trenn- oder eine Gehäusewand handeln kann, zum Beispiel eine Gehäusewand eines Schaltschranks oder eines elektrischen oder elektroni- schen Geräts. Für die Kabeldurchführung sind ein Durchführungsgehäuse 2, ein Teilungs- bauteil 3, Dichtelemente 4 sowie ein Einschraub- und Verriegelungsbauteil 5 vorgesehen.
Weiterhin ist in Fig. 1 ein Befestigungsbauteil 6 gezeigt, welches bei der gezeigten Ausfüh- rungsform vorgesehen ist, um die Kabeldurchführung an dem Trennelement 1 zu sichern, indem zwischen dem Befestigungsbauteil 6 und dem Einschraub- und Verriegelungsbauteil 5 eine Schraubverbindung ausgebildet wird (vgl. Fig. 2).
Das Durchführungsgehäuse 2 weist einen Gehäuseinnenraum 7 auf, der von einer seitlichen Gehäusewand 8 und einem Gehäuseboden 9 begrenzt ist. Im Bereich des Gehäusebodens 9 ist eine Bodenöffnung 10 ausgebildet, die im dargestellten Ausführungsbeispiel dem Ge- häuseboden 9 zum grollen Teil erfassend ausgeführt ist und zum Hindurchführen der Kabel (nicht dargestellt) dient. Um die Bodenöffnung 10 herum umlaufend ist eine Dichtung 9a an- geordnet. Die Dichtung 9a ist im gezeigten Ausführungsbeispiel mit einem Steg (Dichtsteg) gebildet. Die Dichtung 9a ist an dem Durchführungsgehäuse 2 einstückig angeformt, bei- spielsweise mittels 2K-Spritzen. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Dichtung 9a lös- -ar an dem Durchführungsgehäuse 2 angeordnet ist, beispielsweise als abnehmbarer Dicht- ring oder -reifen. Im verbauten Zustand (vgl. Fig. 2 bis 4) der Dichtelemente 4 liegt Die Dich- tung 9a an diese an und dichtet diese so seitlich entlang eines Abschnitts benachbart zu dem Durchführungsgehäuse 2 ab. Hierbei ist Die Dichtung 9a in dichtendem Kontakt mit einer rückseitigen Oberfläche 4a der Dichtelemente 4 (vgl. insbesondere Fig. 2). Es kann vorgesehen sein, dass die Dichtung 9a hierbei einen Kantenbereich des Dichtelements 4 umgreift. Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass die Dichtung 9a in einer Nut 4b an dem Dichtelement 4 liegt.
Das Durchführungsgehäuse 2 weist weiterhin ein Innengewinde 11 auf. Im Bereich einer stimseitigen Oberfläche 12 ist eine umlaufende Dichtung 13 an dem Durchführungsgehäuse 2 vorgesehen.
Das Teilungsbauteil 3 weist sich kreuzende Teilungswände 14 auf, so dass Aufnahmen 15 bereitgestellt sind, in die dann, wenn das Teilungsbauteil 3 im Gehäuseinnenraum 7 des Durchführungsgehäuses 2 angeordnet Ist, die Dichtelemente 4 eingeführt werden können (vgl. Fig. 2). Beim Einführen in dem Innenraum 7 des Durchführungsgehäuses 2 werden außen- oder randseitige Abschnitte 16 der Trennwände 14 in zugeordneten Führungen 17 im Gehäuseinnenraum 7 angeordnet. Das Teilungsbauteil 3 kann auf diese Weise selbsthaltend in dem Gehäuseinnenraum 7 angeordnet werden, zum Beispiel selbstklemmend. Im Bereich der randseitigen Abschnitte 16 kann eine oberflächenseitige Dichtung aus einem elastischen Material vorgesehen sein.
Bei der dargestellten Ausführungsform weisen die Dichtelemente 4 in Längsrichtung einen Trennschnitt 18 auf, durch den hindurch ein Kabel im Durchgang 19 des jeweiligen Dich- telements 4 eingebracht werden kann. Umlaufend weisen die Dichtelemente 4 mehrere Dichtlippen 20 auf. Vergleichbar sind im Durchgang 19 innere Dichtlippen 21 vorgesehen.
Das Einschraub- und Verriegelungsbauteil 5 verfügt über einen proximalen Gewindeab- schnitt 22 sowie einen distalen Gewindeabschnitt 23, die bei der gezeigten Ausführungsform auf Bauteilabschnitten mit unterschiedlichem Durchmesser angeordnet sind. Bei dem darge- stellten Ausführungsbeispiel ist das Einschraub- und Verriegelungsbauteil 5 mehrteilig mit zwei Bauteilhälften 24, 25 ausgebildet, die mittels Vorsprüngen 26 und zugeordneten Aus- nehmungen 27 lösbar miteinander verbunden werden können, um dann den proximalen Ge- windeabschnitt 22 in das Innengewinde 11 des Durchführungsgehäuses 2 einzuschrauben, so dass hierin das Teilungsbauteil 3 und die Dichtelemente 4 gesichert sind, insbesondere geklemmt, derart, dass eine diesen zugewandte stirnseitige Oberfläche des Einschraub- und Verriegelungsbauteils 5 gegen Teilungsbauteil 3 und Dichtelemente 4 jeweils zur Anlage kommt.
Zum Montieren an dem Trennelement 1 im Bereich einer Öffnung 28 kann dann der distale Gewindeabschnitt 23 durch die Öffnung 28 teilweise hindurchgeführt werden, um das Befes- tigungsbauteil 6 aulzuschrauben. Eine derart ausgebildete Kabeldurchführung ist in Fig. 2 im Schnitt gezeigt. Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass entlang des umlau- fenden Randes 29 der Öffnung 28 ein Innengewinde ausgebildet ist, in welches der distale Gewindeabschnitt 23 eingeschraubt wird.
Die Fig. 3 und 4 zeigen schematische Darstellungen einer Anordnung, in welcher die Kabel- durchführung zusammengebaut ist, ohne an dem Trennelement 1 montiert zu sein. Für die gleichen Merkmale werden in den Fig. 3 und 4 dieselben Bezugszeihen wie in den Fig. 1 und 2 verwendet.
Fig. 5 und 6 zeigen schematische Darstellungen einer anderen Anordnung für eine Kabel- durchführung. Für gleiche Merkmale werden in den Fig. 5 und 6 dieselben Bezugszeichen wie bei der Ausführung in den Fig. 1 bis 4 verwendet.
Dichtelemente 4 sind in zugeordnete Aufnahmen 15 eingesteckt, welche im Durchführungs- gehäuse 2 mittels des Teilungsbauteils 3 bereitgestellt sind.
Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel in den Fig. 1 bis 4 mit dem Einschraub- und Ver- riegelungsbauteil 5 sind an dem Durchführungsgehäuse 2 Durchbrüche 30 vorgesehen, in die Schraubmittel (nicht dargestellt) einführbar sind, um das Durchführungsgehäuse 2 an einer zur Vereinfachung der Darstellung nicht gezeigten Trenn- oder Gehäusewand zu be- festigen, derart, dass die umlaufende Dichtung 13 den Gehäuseinnenraum 7 abdichtet. Zur Abdichtung im Bereich der Bodenöffnung 10 ist die Dichtung 9a an dem Durchführungsge- häuse 2 angeordnet. Beim Anordnen in einer eingeführten Endstellung kommen die Dich- telemente 4 hieran zum Anschlag, so dass entlang des Umfangs der Bodenöffnung 10 um- laufend eine Dichtwirkung ausgebildet wird. Gemäß der Schnittdarstellung Fig. 6 liegt die Dichtung 9a mit einem vorspringenden Abschnitt 9b in einer zugeordneten Nut 4a am Dich- telement 4. Die Dichtung 9a weist, vergleichbar dem Beispiel in den Fig. 2, im Querschnitt eine L-Form auf, was wahlweise .
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen sowie der Zeichnung offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der verschiedenen Ausführungen von Bedeutung sein.