SANDWICHWANDKONTRUKTION AUS BEABSTANDETEN PLATTEN MIT DAZWISCHENLIEGENDER ISOLATION, DIE EINEN HOHEN
KOHLENSTOFFANTEIL BESITZT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Wandkonstruktion, wie sie bereits in der EP08874021.2 für den Bau von Häusern und Gebäuden beschrieben wird. Diese Wandkonstruktion hat einen symmetrischen Aufbau aus druckstabilen Platten, die in einem bestimmten Abstand gehalten sind. Zwischen den Platten befindet sich die isolierende Schicht, welche die Konstruktion über den Querschnitt aussteift. Die beiden Platten nehmen die Druckkräfte auf und bestehen aus besonders druckstabilem Material wie Naturstein, Kunststein aller Arten, Beton und sonstigem Steingut, sowie Keramik bis hin zu glashaltigen Substanzen oder Glas - im folgenden Steingut genannt - die zwar druckstabil, in der Regel aber auch durch eine spröde und bruchgefährdete Struktur gekennzeichnet sind. Hier sind besonders Natursteine wie Granit, granitähnliche Gesteine wie Gneis, sowie Marmor, Kalkstein, hochdruckfeste moderne Keramiken, Glaskeramik oder Glas zu erwähnen, sowie alle sonstigen Materialien aus Stein oder Keramik undnatürlich oder künstlich entstandenem Steingut. Die beiden Platten können jeweils aus dem gleichen Material bestehen, oder auch jeweils aus unterschiedlichem Material, zum Beispiel die äußere Steingutscheibe aus Naturstein und die Innere Steingutscheibe aus Beton.
Diese Materialien zeichnen sich einerseits durch eine hohe Belastbarkeit bei Druckbeanspruchung bei einem vergleichsweise geringen spezifischen Gewicht aus, solche Materialien sind aber auch relativ instabil bei Zug- und Biegebelastung, insbesondere dann, wenn Sie möglichst dünn gehalten werden sollen und materialsparend und insbesondere so leichtgewichtig wie möglich ausgelegt werden sollen. Deshalb werden diese Platten mit einer zugstabilen Bewehrung versehen und zum Beispiel mit Hilfe von
Fasermaterialien zugstabil gemacht. Hier dienen Beschichtungen mit Hilfe von Fasern, die möglichst zugstabil sind und Bindemittel oder Harze, die möglichst temperaturstabil sind, um die Faser mit der Steinoberfläche zu beschichten. In Frage kommen Carbonfasern, Glasfaser oder Steinfasern oder ein Gemisch dieses Fasern, und Harze wie Silikonharze oder Wasserglas-Binder, die bis über 500°C temperaturstabil sind. Im Extremfall können auch Silikat-basierte Klebstoffe zum Einsatz kommen oder ein Gemisch von solchen Bindemitteln.
Hauptsächliches Ziel ist es in dieser Erfindung möglichst viel Kohlenstoff in dem Isolations-Material zu binden, welches die Gesamtkonstruktion zusätzlich aussteifen kann, um das Baumaterial insgesamt möglichst CCVnegativ zu machen.
Zu diesem Zweck wird ein Isolations-Material auf Basis von Pflanzenkohle oder künstlich erzeugter Kohle verwendet. Pflanzenkohle ist der bei der Pyrolyse von Biomassen entstehende Feststoff, der sich durch seine hochporöse Struktur und einen Kohlenstoffgehalt von über 50% auszeichnet. Als Ausgangsstoff für die im Isolationsmaterial zu verwendenden Pflanzenkohle können sämtliche Biomassen wie Holz, Erntereste, Strassengrüngut, festes Gärgut aus Biogasanlagen oder auch Klärschlamm eingesetzt werden. Alternativ kann auch künstlich erzeugte Kohle für die Isolationsschicht verwendet werden, die mit Hilfe von elektrischer oder elektromagnetischer Energie und/oder elektrolytischen Verfahren direkt aus CO2 gewonnen wird. Diese Verfahren sind zwar energieintensiver, aber in Ländern mit einem hohen regenerativen Strom-Mix ebenfalls interessant. Die Kohle dient dem Zweck einer guten thermischen Isolierung, verringert das Gewicht der Isolationsschicht und sorgt für eine dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff im System.
Die Kohle wird zum Beispiel mit einem Bindemittel oder einem Stützmittel in den Zwischenraum der druckstabilen Platten eingebracht, so dass die Platten durch die Isolationsschicht fest miteinander verklebt werden. Als Bindemittel für die Kohle können Zement, hydaulischer Kalk, Geopolymere, Epoxid- oder Polyesterharze, aber auch kunststoffbasierte, glas-basierte und mineralisch-basierte Schäume wird z.B. PUR-Schaum, Blähglas oder Glasschaum verwendet werden. Weitere Füllstoffe zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften wie Zugfestigkeit, Wärmeleitung, Abstrahlung usw. sind vorteilhaft. Auch lose Schüttungen von Kohle-basierten Stoffen können dann verwendet werden, wenn die beiden Steinplatten jeweils so selbsttragend ausgeführt werden, dass eine feste Verklebung entfallen kann.
Die vorliegende Erfindung schlägt einen Weg vor, solche dünn ausgelegten Stein- bzw. Steingutplatten oder Keramik- bzw. Kunststeinplatten, die nachhaltig auf preiswerte Weise stabilisiert werden, und auf dem hier vorgeschlagenen Weg zum selbsttragenden Wandelement werden, zusätzlich als möglichst effektive Kohlenstoffsenke zu ertüchtigen. Der Stein, die Keramik oder das Glas und sonstige druckstabile Materialien wie dünne Betonplatten - generell hier als das Steingut gezeichnet - welche bisher rein als Fassadenverkleidung zusätzliches Gewicht für den Bau von Gebäuden bedeuten, werden nunmehr selbst zum tragenden Element der Hauswand und die Kohle basierte Isolationsschicht zusammen mit vorzugsweise Carbonfasern, wenn sie aus organischem Öl hergestellt werden, zur effiziente Kohlenstoffsenke.
Wichtig ist dabei, dass solche Wandelemente in weiten Temperaturbereichen formstabil bleiben und der“Bi-Metalleffekt”
unterdrückt wird. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es nötig, die Steingutplatten oder Keramikplatten gegen Zug und damit * verbundenen Bruch zu stabilisieren. Zudem muss auf der zu stabilisierenden Steinseite an der Grenzfläche zwischen zu stabilisierendem Stein und Isolationsschicht die Ausdehnungsverteilung so eingestellt werden, dass deren Gradient praktisch gegen Null geht, so dass die Steinplatte weder zu der einen Seite, noch zu der anderen Seite, auch bei wechselnden Temperaturen, gebogen wird und somit die sichtbare Fläche großflächig gerade und eben bleibt und nicht schüsselt.
Dafür ist wichtig, dass die isolierende Zwischenschicht so porös und damit dehnungsstabil ist, dass das Fasermaterial in der Lage ist, die Ausdehnung aller Komponenten zu beherrschen, ohne das die Grenzschichten sich voneinander trennen. Einen solchen Weg schlägt die Erfindung mit einem symmetrischen Wandaufbau vor, wobei das Merkmal der Ebenheit der Steinplatte in weiten Temperatur- und Druckbereichen zu einem weiteren wesentlichen Kern der Erfindung wird, in Kombination mit einem dritten kennzeichnenden Merkmal der Nutzung des Fassadenelements selbst als tragendes Teil, das mit Hilfe einer zugstabilen Faserschicht, die vorzugsweise aus pflanzlich basiertem Kohlenstoff hergestellt wird oder ersatzweise aus energiearmen Fasern wie Glasfasern oder Steinfasern bestehen, ausgeführt wird.
Der Weg gewährleistet, dass das Steingut unter den unterschiedlichsten thermisch bedingten mechanischen Belastungen, sowie auch rein mechanischen Belastungen so stabilisiert wird, dass sie durch eine, für die jeweiligen Einsatz- und Belastungsfälle geeignete, Stabilisierung vor mechanischer Zerstörung durch Reißen der Wandplatte einerseits, und
insbesondere auch zusätzlich vor thermisch bedingtem Verbiegen geschützt werden. Die Formstabilität bei Temperaturunterschied auf der Wandinnen- und Wandaußenseite und auch damit bedingter Temperaturänderungen auf der wetterabhängigen Seite ist dabei ebenfalls von kennzeichnender Bedeutung, die auch dadurch unterstützt werden kann, dass die Platten aus jeweils unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten bestehen.
Kern der Lösung, das für solche selbsttragenden Wände in Sandwichbauweise am besten geeignete Isolationsmaterial zu finden ist es, den Gesamtausdehnungskoeffizient der inneren und äußeren Platte möglich klein und insbesondere möglichst gleich zu halten, die Aufnahme von Kohlenstoff zu ermöglichen, ein gutes Brandschutzverhalten zu gewährleisten und einen hohen Isolationswert zu besitzen, sowie formstabil, wasserfest und frostsicher zu sein. Aussichtsreiche Kandidaten sind neben mineralischen Schäumen vor allem Pflanzenkohle basierte Baustoffe, die eine ausreichende Flexibilität und eine ausreichende Zugkraft besitzen, um durch Verklebung mit den faserstabiiisieren Steingutplatten diese am Ausknicken zu hindern.
Bisher wenig bekannt sind Bauformen, bei denen zum Beispiel die Natursteinplatte selbst zum tragenden Element wird und damit zwei Funktionen erfüllt, einmal die statischen Notwendigkeiten beim Hausbau optimal zu übernehmen und gleichzeitig eine optimale Optik zu bieten.
Die optimale Statik wird damit erreicht, dass eine solche Natursteinplatte zum Beispiel aus Granit eine doppelt so hohe Tragkraft besitzt, wie eine vergleichbare Betonplatte gleichen Gewichts. Dadurch wird leichteres, höheres und
raumgewinnendes Bauen möglich, im Vergleich zur klassischen Beton und Ziegelbauweise. Auch im Vergleich zum Bauen mit Stahl wird Gewicht und Raum gespart, weil zum Beispiel Granit mit einem spezifischen Gewicht von Aluminium um einen Faktor 2,7 leichter ist als Stahl, dabei aber eine Druckstabilität besitzt, die dem von Baustahl nahe kommt.
Es folgt eine bautechnische Beschreibung der Wandkonstruktion. Die zur Anmeldung gebrachte Erfindung betrifft den Bausektor, darin insbesondere den Hochbau, genauer den Hausbau mit Dienstleistungsgebäuden, Wohnhäusern, Pavillons, Hallen und jegliche Art von Gebäuden allgemein. Kern der Erfindung betrifft eine Technik zur Erstellung einer Hauswand als Gebäudeelement, mit den Funktionen der statischen Lastabtragung und der Fassade mit allen Funktionen einer Gebäudehülle und den entsprechenden physikalischen Anforderungen gemäß den aktuellen Normierungen, die nunmehr auch über die isolierenden Materialien zur Kohlenstoffsenke ertüchtigt werden soll.
Die Wandelemente werden vorfabriziert und am Bau fertig versetzt. Die Deckenkonstruktionen werden auf die Wandelemente aufgesetzt. Die Wandelemente vereinigen alle statischen und bauphysikalischen Anforderungen in einem Sandwichaufbau. Die äußeren dünnen Scheiben aus Steingut oder sonstigen druckstabilen Materialien übernehmen hauptsächlich die Normalkräfte (Scheibenkräfte). Sie können direkt als fertige Oberflächen auf Sicht im Innen- und Außenbereich genutzt werden. Den Kern des Sandwiches bildet ein auf Kohle basiertes, vorzugsweise schubsteifes, wärmedämmendes Material, das entweder die anliegenden Scheiben verbindet oder nur die Isolationseigenschaften erfüllt, wenn die beiden Scheiben selbstragend ohne schubsteife Verbindung ausgeführt sind. Im Fall der steifen Verbindung werden mit dem Kern die Schubkräfte
aus Biegebeanspruchungen aufgenommen, es ergibt sich eine ausreichende Biegesteifigkeit quer zum Element. Das Element ist damit gegen Knicken gesichert und es können horizontal quer zum Element auftretende Lasten wie zum Beispiel Windlasten aufgenommen werden. Die Lasteinleitungs- und Lastausleitungskonstruktion von den Geschossdecken auf dieses Sandwichelement bringt die Vertikallasten symmetrisch auf die Scheiben ohne eine bauphysikalisch untragbare Wärmebrücke zu erzeugen. Die Wasserdichtigkeit, Dampfdichtigkeit wird durch Zusammenwirken der Sandwichmaterialien mit speziellen Verbindungsdetails gewährleistet. Das Lastniveau ohne zusätzliche statische Strukturen liegt bei Gebrauchslasten >= 75 kN/m. Die Elemente werden vom statischen Prinzip als Pendelstützen in den Decken oben und unten gehalten eingebaut. Die Wärmedämmwerte können schweizerischen Minergiestandard erreichen.
Die dünnen Scheiben bestehen aus einem druck- und schubfesten, wasserdichten Material wie zum Beispiel Beton, Naturstein, Glas, Keramik. Sie werden gesichert über Bewehrungen gegen Zugbeanspruchungen aus thermisch asymmetrischen Verformungen und gegen Zugspannungen im Bereich der Spannungsverteilung in den Lasteinleitungszonen, die zu unangekündigten Totalsprödbrüchen führen könnten. Ebenso können Imperfektionen im Material und in der Konstruktion überbrückt werden und es wir ein gutmütiges, möglichst duktiles Materialverhalten erzeugt. Der Sandwichkern besteht aus einem schubsteifen, hoch wärmedämmenden Aufbau, in der Regel aus einem ausreichend festen Schaum oder sonstigen Bindemitteln mit Pflanzenkohle oder künstlich erzeugter Kohle.
Die Lasteinleitung besteht aus einem thermisch schwach leitenden druck- und schubsteifen Element aus GFK oder Holz oder einem
Fachwerk oder aus kohlenstoffhaltigem mineralischem Material.
Die Verbindungen zwischen den Scheiben und der Lasteinleitung, den Scheiben und ggfls. auch dem Isolationskern werden über dauerhafte schubsteife Verklebungen hergestellt. Es kommen handelsübliche Verklebungen zum Einsatz, entweder basierend auf Harzbasis oder mineralischem Kleber wie hochtemperaturfeste Wassergläser mit einen Temperaturfestigkeit von mindestens 500°C.
Als isolierende Schichten können alle möglichen über den Querschnitt aussteifenden Lösungen oder auch Schüttungen angewendet werden, die einen hohen Kohlenstoffgehalt haben. Hierbei handelt es sich um Kohlenstoff fossilen oder nicht fossilen Ursprungs, der durch pflanzliche Photosynthese der Atmosphäre entzogen wurde oder aus industriell abgeschiedenem CO2 besteht. Durch pyrolytische Behandlung wird der pflanzliche Kohlenstoff stabilisiert und kann sodann nicht mehr mikrobiell abgebaut werden. Verbaut in der isolierenden Schicht zwischen den Steinscheiben, stellt die Pflanzenkohle eine langfristige Kohlenstoffsenke dar.
Für die Stabilisierung der Steinplatten selbst wird die Verwendung von Fasermaterialien mit Matrix vorgeschlagen. Hierbei werden insbesondere Carbonfasern eingesetzt, welche vorzugsweise aus Biomasse oder direkt aus C02 hergestellt wurden. Ferner lassen sich auch Steinfasern, sowie Naturfasermaterialien, die den Stein großflächig stabilisieren und an der Ausdehnung und Bruch hindern, einsetzen. Der Naturstein selbst hat ein sehr geringes Ausdehnungsmodul, welches mit der Faserstabilisierung eingestellt werden kann, da Naturstein aufgrund seiner porösen Struktur komprimierbar ist. In dem Fall, dass der Faserzug
entsprechend groß wird und die richtige Faser verwendet wird, bzw. mit Hilfe der Faser eine entsprechende Vorspannung in den Verbund aus Fasermatrix und Stein gebracht werden kann, wird eine temperaturbedingte Ausdehnung der Steinplatte minimiert. Das Ergebnis ist eine druck- und zugspannungsbelastbare Platte, die in normalen Anwendungsfällen eine ausreichende Stabilisierung des Steinguts gegen Reißen und Bruch gewährleistet und vor allem gerade und eben bleibt. Damit wird diese Platte im symmetrischen Gesamtverbund - faserstabilisierte Steinplatte - Isolationsquerschnitt - weitere faserstabilisierte Steinplatte - nicht nur aus Sicht der Optik im Innenbereich und Außenbereich attraktiv, sondern es wird eine Wandkonstruktion darstellt, die bei gleicher Tragkraft etwa zweifach leichter ist bzw. dünner gehalten werden kann, als herkömmliche Hauswände und Gebäudekonstruktionen.
Das Trägermaterial, im folgenden Träger genannt, besteht - wie zum Beispiel in der Patentanmeldung EP 106 20 92 beschrieben - aus einer faserverstärkten Matrix, die ein Kunstharz oder gegebenenfalls selbst ein Keramikmaterial ist. Es kommen dabei z.B. Carbonfasern zum Einsatz, die hohen Zugbelastungen standhalten und sich unter Wärmeeinwirkung zusammenziehen, also einen negativen Temperaturausdehnungskoeffizienten besitzen und eine mehr oder weniger dünne Steinplatte auch unter wechselnder Temperaturbeanspruchung nachhaltig stabilisieren. Dadurch wird die Platte insbesondere gegen Risse durch Überdehnung geschützt, sowie dem Bruch durch mechanische Belastung senkrecht auf das Steingut entgegengewirkt.
Mit Hilfe des Einsatzes von zum Beispiel temperaturstabilen Epoxidharzen, Polyesterharzen, Harzen auf Phenol-, Polyimid-, Cyanatester-, Melamin-, Polyurethan-, Silikon- oder Silikat-Basis oder auch Wasserglas, genannt Matrix, in Kombination mit z. B.
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Carbonfasern, die einen negativen Temperaturausdehnungskoeffizienten haben, wird eine solche sichere Stabilisierung auch von sehr großen Steinplatten möglich, welche die Höhe eines gesamten Stockwerks haben. Es wird darüber hinaus die Forderung erfüllt, die mechanische Belastbarkeit und Temperaturbelastbarkeit von dünnen Steintragwerken so zu optimieren, dass der Gesamt-Ausdehnungskoeffizient der Platte in weiten Temperaturbereichen kontrolliert wird, um das Schüsseln der Gesamt-Platte zu vermeiden und trotzdem eine Leichtbauweise zu realisieren. Um die Druckkräfte, die von einer solchen Hauswand aufgenommen werden müssen, in die Wand einzuleiten, beschreibt die Erfindung eine geeignete Lösung mit Hilfe von Fachwerken aus GFK-Teilen oder Vollmaterial, zum Beispiel aus Pflanzenkohle basierten Materialien, welche einerseits eine hohe Druckbelastbarkeit und andererseits möglichst isolierende Eigenschaften besitzen muss, um die Kraft einerseits wirkungsvoll in die faserverstärkten Steinplatten einzuleiten und trotzdem Wärmebrücken zu vermeiden, um keinerlei Kondenswasser- und damit Schimmelbildung zuzulassen. Die Gesamtkonstruktion der hier beschriebenen neuartigen Wandkonstruktion trägt dem Umstand Rechnung, dass die notwendige Dampfsperre durch die Fasermatrix eingebaut ist. Sowohl die Steinplatten als auch die Kohle-basierten Materialien der Isolationsschicht können Wasser absorbieren und wieder abgeben und wirken damit regulierend auf den Feuchtigkeitshaushalt im Innenraum. Nach außen hin haben die Steinplatten die gleiche Wirkung und können damit im Sommer zur Kühlfläche werden, wenn die in dem Stein und Isolationsmaterial gespeicherte Feuchtigkeit verdunstet. Wenn geeigneter Granit zur Anwendung kommt, dann sind solche Hauswände absolut frostsicher und korrosionsfrei und altern quasi nicht, insbesondere dann, wenn sie an der Außenseite poliert sind. Durch die hohe
Adsorptionskapazität der Pflanzenkohle in der Isolationsschicht kommt es zu keinem Austritt von Kondensationswasser, wodurch etwaige Schimmelbildung verhindert wird.
Wenn solche Wände nun zusätzlich in der Isolationsschicht so beschaffen sind, dass sie einen hohen Kohlenstoffanteil haben, dann bewirkt dieser Kohlenstoff nicht nur, dass die Isolationseigenschaften und Feuchtigkeitsregulierung verbessert, der Ausdehnungskoeffizient und das Gewicht der Isolationsschicht verringert werden, sondern die Bauteile werden durch das hohe Volumen der Isolationsschicht zu einer effizienten Kohlenstoffsenke, um das Erreichen der Klimaziele durch ein der Klimaproblematik angepasstes Baumaterial zu ermöglichen. Während die Konstruktion mit bisherigen Baumaterialien CO2 Emissionen verursacht haben, werden bei dieser neuen Baumethodik, C02-negative Materialien eingesetzt. Das Baumaterial speichert bzw. sequestriert mehr Kohlenstoff im Material als zu seiner Herstellung aufgewendet wurde.
Dabei finden insbesondere Pflanzenkohle basierte Zement- oder Geopolymer Mörtel, Pflanzenkohle basierte Harze oder Schäume aus PU, Glas oder mineralische Schäume Verwendung, die mit Hilfe von faser-Armierung der äußeren Steinscheiben zum selbsttragenden Wand- und Fassadenelement werden, welches in der Lage ist mehr Kohlenstoff zu speichern, als bei dessen Herstellung in Form von C02 entsteht und in die Atmosphäre entweicht. Faserstabilisierte Steinscheiben mit isolierender Schicht aus Schaummaterial in der Mittelschicht werden symmetrisch aufgebaut und so dimensioniert, dass sie Traglasten und Knickkräfte bei vergleichsweise sehr geringem Gewicht aufnehmen können. Aus diesem Grund muss das Isolationsmaterial trotz einem hohen Kohlenstoffgehalt ggfls. eine ausreichenden Zugstabilisierung aufweisen. Der Kohlenstoff kann
andernfalls auch losen Dämmmaterialien aus Glaswolle oder Steinwolle beigemischt werden, wenn die beiden Steingutscheiben selbsttragend sind, was dadurch errricht werden kann, dass die jeweilige Scheibe selbst aus zwei Steinschichten mit einer Mittelschicht aus Fasermatrix besteht.
Eines die vielen möglichen Ausführungsbeispiele ist in Abb. 1 dargestellt. Die Abbildung zeigt zwei Steinplatten (1) die mit einer Carbonschicht (2) stabilisiert sind. Zwischen den faserbeschichteten Steinplatten ist eine Isolationsschicht (3) angebracht, die einen hohen Kohlestoffanteil hat. Die Isolationsschicht (3) ist hinreichend zugstabil, damit die Platten nicht nach außen knicken können. Die hinreichend zugstabile Isolationsschicht (3) kann vollflächig ausgeführt sein, oder wie in Abbildung 2 im Querschnitt gezeigt auch nur teilflächig, sinnvollerweise so, dass die Steinplatten am Knicken im Mittelbreich gehindert werden. Beide Abbildungen stellen außerdem die Lasteinleitungen (4) oben und unten dar.
In Abb. 3 ist dargestellt, dass die faserbeschichteten Steinplatten so beschaffen sind, dass jede der Platten aus zwei Steinplatten mit innenliegender Carbonschicht ausgeführt ist. In der Mitte ist eine Isolationsschicht (3) angebracht, die einen hohen Kohlestoffanteil hat. Die Isolationsschicht (3) ist lose zwischen den Steinplatten ein- bzw. angebracht und übernimmt keine aussteifende Funktion.