STENT MIT SOFORT ABLÖSBARER BESCHICHTUNG
Die Erfindung betrifft ein implantierbares Medizinprodukt, vorzugsweise einen Stent für die arteriosklerotisch bedingte Gefäßstenose, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Die Verbindung von Arzneistoffen mit Medizinprodukten hat sich in vielen klinischen Anwendungen bewährt. Ein wichtiges Gebiet ist die Verhinderung unerwünschter
Gefäßveränderungen nach mechanischen Eingriffen. Dazu werden mechanisch stabile Stützen permanent oder temporär in das Gefäßlumen eingesetzt (als Stents oder Stent- Grafts bezeichnet) oder die Gefäßwand wird mittels eines Ballons eines Ballonkatheters mechanisch behandelt und gleichzeitig mit einem Arzneimittel vor unerwünschten
Veränderungen geschützt.
Stents sind röhrenförmige Gebilde, die gewöhnlich mit einem geringen Durchmesser in den Körper, z.B. in Blutgefäße, Gallengänge oder andere gangförmige Strukturen, gelegentlich auch in Gewebe oder mehr oder weniger solide Strukturen, eingebracht werden. In einem zweiten Schritt und erst am Ort der Anwendung erreichen sie einen größeren Durchmesser, der ein (z.B. für einen ungehinderten Blutfluß) ausreichendes inneres Lumen gewährleistet. Dieser Schritt kann durch Freisetzen des radial komprimierten Stents bestehend aus elastischem Material (z.B. Nitinol) aus einem Schlauch oder Katheter heraus erfolgen oder durch aktive Aufdehnung mittels eines Ballons eines Ballonkatheters unter anderem für Stents aus plastisch verformbaren Materialien, wie Stahl oder Kobalt-Chrom- oder auch anderen Legierungen. Häufige Einsatzorte für Stents sind verengte oder verschlossene Blutgefäße, verengte Gänge oder direkt im Gewebe zur Schaffung von Passagen.
In jedem Fall handelt es sich bei den bisher verfügbaren, mit Arzneimitteln beschichteten oder unbeschichteten Stents um Dauerimplantate. Selbst die in jüngster Zeit propagierten und gelegentlich eingesetzten bioabbaubaren Stents verbleiben für Wochen, Monate oder Jahre am Ort der Implantation.
Die Implantation von Stents ist gewöhnlich mit der gewaltsamen Eröffnung oder
Wiedereröffnung von Passagen verbunden, die zu erheblichen Verletzungen des umgebenden Gewebes führt. Im Zuge der Heilung kommt es zu einer über Monate anhaltenden Gewebeproliferation bzw. Narbenbildung, die wiederum die Einengung oder
den Verschluss der durch den Stent geschaffenen freien Passage zur Folge haben kann. Dies kann, z.T. sehr wirksam, durch die Beschichtung von Stents mit langsam freigesetzten, die überschießende und anhaltende Proliferation des Gewebes hemmenden Wirkstoffen verhindert werden. Es war und ist die Überzeugung, dass nur die längerfristige Freisetzung der Wrkstoffe von den Stents eine dauerhafte Wirkung gewährleistet (Gershlick AH. Treating atherosclerosis: local drug delivery from laboratory studies to clinical trials. Atherosclerosis 2002; 160:259-271. p 267:‘Retention, which is very much the problem with non-stent drug delivery can be overcome if the agent can be attached to the stent but then be made to elute off slowly once the stent is deployed'; lofina E, Langenberg R, Blindt R, Kühl H, Keim M, Hoffmann R. Polymer-based paclitaxel-eluting stents are superior to nonpolymer-based paclitaxel-eluting stents in the treatment of de novo coronary lesions. Am J Cardiol. 2006; 98: 1022-1027‘Achieving the correct balance between rate of elution and degree of retention is clearly important’ oder Müller-Hülsbeck St. Eluvia™ peripheral stent System for the treatment of peripheral lesions above the knee. Expert Opin. Drug Deliv 2016;13: 1639-1644: The available preclinical and clinical data on treatment with EluviaTM suggest that prolonged paclitaxel elution in the femoropopliteal arteries prevents restenosis and may reduce the need for reintervention.’).
Als Dauerimplantate bieten Stents eine ideale Voraussetzung für verzögerte langfristige Freisetzung. Allerdings sind Stents äußerst filigrane Gebilde um möglichst wenig invasiv implantierbar zu sein und nach der Implantation rasch einzuwachsen und wenig lokale Reizung zu verursachen. Die geringe Masse und Oberfläche der Stents beschränkt die auf diesen deponierbare Arzneistoffdosis sehr stark. Es haben sich hochwirksame, verzögert freigesetzte Arzneistoffe auf Stents für Koronararterien fast vollständig durchgesetzt. Erste wirksame Produkte sind auch für periphere Arterien zugelassen und werden dort bereits eingesetzt.
Alternativ wurden in den vergangenen 15 Jahren mit Arzneistoff beschichtete Ballonkatheter entwickelt, zugelassen und in ausgewählten Indikationen in der Klink eingeführt. Bevorzugter Arzneistoff ist Paclitaxel. Ballone von Ballonkathetern blockieren bei Inflation den Blutfluss. Sie können daher in Koronararterien in den meisten Fällen nur für maximal 1 Minute inflatiert werden, in Beinarterien sind Inflationszeiten von einigen Minuten möglich. In dieser kurzen Zeit muss der Arzneistoff möglichst vollständig von der Ballonmembran freigegeben und ein ausreichender Anteil in die Gefäßwand überführt werden.
Beschichtete Ballone von Ballonkathetern enthalten für ein zu behandelndes Gefäß von gleichem Durchmesser und gleicher Länge sehr viel mehr Arzneistoff als beschichtete
Stents. Die höhere Arzneistoffdosis auf den Ballonen könnte als Ausgleich für die in kurzer Zeit unvollständige Übertragung vom Ballon in die Gefäßwand verstanden werden oder als Ausgleich für den Mangel an anhaltendem Arzneimittelfluss von einem Dauerimplantat.
Bei der Beschichtung von Stents und Ballonen mit Arzneistoffen wurden daher ganz unterschiedliche Prinzipien realisiert (Tab. 1).
Tabelle 1 : Beschichtung von Medizinprodukten zur Eröffnung oder Offenhaltung von Passagen oder Hohlräumen im Körper mit Arzneimitteln/ Wirkstoffen (koronar)
Die verzögerte Abgabe der Wirkstoffe von Stents wird durch Diffusion erreicht. Die Diffusion erfolgt aus wasserunlöslichen Polymeren oder aus sehr speziellen, sehr gut haftenden, sehr langsam löslichen bzw. bioabbaubaren Beschichtungen. Die Verzögerung der Abgabe von Stents wird auch durch die Erzeugung besonders schwer löslicher Modifikationen der Arzneistoffe gefördert, z.B. durch nachträgliche Behandlung der beschichteten Stents (annealing).
Probleme der über lange Zeit anhaltenden Freigabe von proliferationshemmenden
Arzneimitteln sind die Bildung von thrombotischen Verschlüssen im Stent (Stentthrombosen)
sowie eine Degeneration der Arterienwand, die sich vom Stent ablöst, und dadurch dessen Einwachsen in die Gefäßwand verhindert oder verzögert und zu einer Lageveränderung des Stents in dem sich vergrößernden Gefäßlumen führen kann.
Ein Ansatz zur Lösung dieser Probleme sind selbstexpandierende Stents. Auf diesen basierend wurden in den vergangenen Jahren Arzneistoffträger entwickelt, wie sie beispielsweise aus US 2017/ 0 196 717 bekannt sind. Diese sind ausgebildet die Gefäßwand zu dehnen und gleichzeitig Arzneistoffe tief in die Gefäßwand einzutragen. Derartige Stents verbleiben im Gegensatz zu den bisher gebräuchlichen Stents nur wenige Minuten am Behandlungsort und werden danach wieder vollständig aus dem Gefäß und dem Körper des Patienten entfernt. Sie bestehen aus Metallen mit ausgeprägtem Formgedächtnis, die wie übliche selbstexpandierende Stents in etwa den gewünschten Durchmesser des zu behandelnden Gefäßlumens haben, aber für die Einbringung in den Körper auf einen sehr viel kleineren Durchmesser komprimiert werden. Probleme der Beschichtung derartiger Stents sind:
(a) eine gleichmäßige Beschichtung der sehr kompliziert geformten Gebilde bevorzugt im expandierten Zustand,
(b) die Wirkstoffabgabe muss rasch und möglichst vollständig erfolgen,
(c) die dennoch zu fordernde sehr gute Haftung der Beschichtung während des
Komprimierens der Stents,
(d) die Haftung während des Einführens durch mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten gefüllte Katheter zu gewährleisten,
(e) die Haftung während der Freisetzung des stark komprimierten Stents aus dem
Katheter, sowie
(f) die zuverlässige Abschätzung einer wirksamen Dosis.
Eine Aufgabe der Erfindung ist somit die genannten Probleme zu lösen und insbesondere eine Beschichtung für implantierbares Medizinprodukte, wie Stents zur Verfügung zu stellen, die unmittelbar nach Kontakt mit dem Gewebe, z.B. der Gefäßwand eine wirksame
Arzneimitteldosis überträgt, die Beschichtung also„sofort ablösbar“ ist.
Diese Aufgabe wird durch ein implantierbares Medizinprodukt mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. So betrifft ein erster Aspekt der Erfindung ein
implantierbares Medizinprodukt, z.B. einen Stent für die arteriosklerotisch bedingte
Gefäßstenose aufweisend einen Grundkörper, mit einem auf einer Oberfläche des
Grundkörpers aufgebrachten Wirkstoff und/oder einem Wirkstoffgemisch. Erfindungsgemäß beträgt die Dosis des Wirkstoffs oder des Wirkstoffgemisches mindestens 5 pg/mm2 bezogen auf die beschichtete Oberfläche.
Dies führt vorteilhafterweise dazu, dass der Wirkstoff rasch freigesetzt wird. Damit wird auch bei kurzen Verweilzeiten des implantierbaren Medizinprodukts (im Weiteren auch nur Medizinprodukt, Ballone von Ballonkathetern werden nicht implantiert und sind nicht gemeint) gewährleistet, dass eine ausreichende Menge Wrkstoff an den Zielort übertragen wird um einer erneuten Gefäßverengung entgegenzuwirken. Für die Ablösung des
Wrkstoffs, im Weiteren auch Arzneistoffs, ist ein Zeitraum von bis zu 20 min bevorzugt, noch raschere Übertragungsgeschwindigkeiten, wie 15 min oder 10 min und weniger sind mehr bevorzugt. Eine Ablösungszeit von bis zu 5 min ist besonders bevorzugt. Vorliegend ist eine rasche Freisetzung des Wrkstoffs dann erfüllt, wenn mindestens 40 %, vorzugsweise mehr als 45 %, weiter bevorzugt mindestens 60%, insbesondere bevorzugt mindestens 65% der ursprünglich, also vor Kontakt mit dem menschlichen Körper, auf der Oberfläche des Medizinprodukts angeordneten Wrkstoffs in der oben angegebenen Zeit an das umliegende Gewebe abgegeben wurde.
Mit anderen Worten ist im Sinne der Erfindung unter einer raschen und vollständigen Freisetzung zu verstehen, dass 10 bis 20 min nachdem das implantierbare Medizinprodukt vollständig in den menschlichen Körper eingebracht wurde im Mittel nicht mehr als 20%, vorzugsweise nicht mehr als 30%, insbesondere nicht mehr als 40% auf der Oberfläche des Medizinprodukts verbleiben.
Überraschend hat sich gezeigt, dass entgegen der herrschenden Meinung eine schnelle Freigabe des Wirkstoffs bei implantierbaren beziehungsweise implantierten
Medizinprodukten, insbesondere Stents wirksam einen Wederverschluss verhindern kann. Dies war insofern überraschend, als dass zur wirksamen Unterbindung eines
Wiederverschlusses gewährleistet sein muss, dass im betreffenden Gewebe möglichst gleichverteilt eine wirksame Wirkstoffdosis vorliegt. Dies wird bei Ballonkathetern dadurch erreicht, dass der Wrkstoff über eine große gleichbleibende Oberfläche möglichst vollflächig auf das umliegende Gewebe appliziert wird. Bei den bisher gebräuchlichen Stents hingegen erfolgt eine stetige Freigabe einer geringeren Dosis über einen längeren Zeitraum. Dabei diffundiert der Wrkstoff vom Ort der Freisetzung in das umliegende Gewebe. Die Verteilung wird im Gegensatz zu Ballonkathetern über die Verweildauer des Implantats erreicht.
Es zeigte sich, dass eine schnelle Freisetzung beziehungsweise Freigabe des Wrkstoffs bei implantierbaren Medizinprodukten, insbesondere Stents in erfindungsgemäßer
Ausgestaltung des implantierbaren Medizinprodukts, nämlich bei einer
Wrkstoffkonzentration von mindestens 5 pm/mm2 Oberfläche wirksam einen
Wiederverschluss verhindert.
Mit besonderem Vorteil liegt der Wirkstoff bzw. das Wirkstoffgemisch auf dem Medizinprodukt ungebunden vor, d.h. nicht in Verbindung mit Substanzen, die die
Freisetzung des oder der Wirkstoffe hemmen. Mit anderen Worten, die Beschichtung auf der Oberfläche des Medizinprodukts weist neben dem die Restenose hemmenden Wrkstoff keine Polymere oder andere die Freisetzungsrate des Wrkstoffs wesentlich vermindernde Verbindung auf. Dies beschleunigt die Freisetzung des Wrkstoffs im Vergleich zu
vorbekannten Stents. In der Folge werden an den Kontaktstellen von Oberfläche des Medizinprodukts und Gewebe am oder im Gewebe Wirkstoffdepots gebildet. Je größer diese Depots, desto mehr Arzneistoff wird in kurzer Zeit an das Gewebe übertragen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind auf der beschichteten Oberfläche des Grundkörpers, also insbesondere auf der bei bestimmungsgemäßen Gebrauch dem
Gefäßlumen abgewandten Oberfläche des Medizinprodukts, beziehungsweise Stents neben dem Wirkstoff pharmazeutisch übliche Zusatz- und Hilfsstoffe angeordnet. Hierunter sind ausdrücklich keine die Freisetzung des Wrkstoffs hemmenden Verbindungen, wie bspw. Polymere zu verstehen. Derartige Zusatzstoffe sind beispielsweise geeignet die Haftung, Freisetzung und Stabilität des Wrkstoffs bzw. Wrkstoffgemischs beziehungsweise die den Wrkstoff oder das Wirkstoffgemisch enthaltende Schicht auf der Oberfläche des
Medizinprodukts vor dessen Implantation z.B. im Blutgefäß zu verbessern. Mit anderen Worten, den Wirkstoffen können pharmakologisch unwirksame oder wenig wirksame
Hilfsstoffe zugesetzt werden. Geeignet sind Hilfsstoffe zur Verbesserung der Haftung vor der beabsichtigten Abgabe der Wirkstoffe , Beschleunigung der Abgabe der Wrkstoffe,
Hilfsstoffe, die zur Verbesserung von deren chemischer Stabilität beitragen, den pH-Wert der Beschichtungslösungen anpassen, oder auch die Struktur der Schicht beeinflussen, z.B. deren Biegsamkeit, Gleitfähigkeit und Löslichkeit in Wasser verändern. Solche Hilfsstoffe sind in der Pharmazie bekannt und gebräuchlich und im Gemisch mit Arzneistoffen auch zur Beschichtung von Ballonkathetern eingesetzt worden, besonders geeignet sind die auf beschichteten Ballonkathetern bewährten hydrophilen Hilfsstoffe, wie jodierte
Röntgenkontrastmittel, Harnstoff oder auch die lipophilen Antioxidantien, wie
Butylhydroxytoluol (BHT), Resveratrol, Nordihydroguajaretsäure (NDGA) und Propylgallat.
Ein weiterer bevorzugter Hilfsstoff ist Dexpanthenol, das die oben genannten Eigenschaften mit einer Förderung der Heilung der Gefäßwand verbindet. Bevorzugt sind auch feste Gleitmittel, wie Magnesiumstearat oder andere Fettsäuresalze. Gleitmittel können der Beschichtung zugesetzt werden oder nachträglich auf die beschichteten Medizinprodukte aufgetragen werden, an deren Oberfläche liegen, um wirksam zu werden.
Bevorzugt umfasst der Grundkörper ein Metall, einen Kunststoff, ein Naturprodukt oder eine Kombination dieser Materialien oder ist daraus gefertigt. Besonders bevorzugt besteht der Grundkörper zumindest bereichsweise aus Stahl, Kobalt-Chrom oder Nitinol, einer Nickel- Titan-Legierung.
Die Grundkörper können plastisch verformbar oder elastisch sein. Alternativ oder zusätzlich ist der Grundkörper durch eine gezielte Anordnung von Aussparungen und Hohlräumen verformbar.
Mit Vorteil wird das erfindungsgemäße Medizinprodukt nur temporär implantiert, verbleibt also nur für eine vorbestimmte Zeit an der Wirkposition. Bevorzugt beträgt die Zeitspanne bis 30 min, insbesondere bis 15 min. Permanente Implantate und damit permanente
Veränderungen der Gefäßwände werden vermieden.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass das Medizinprodukt ein Lumen aufweist und sich im Lumen auch selbstexpandierender Stents ein Ballon zur Nachdilatation befindet. Dies ermöglicht das Medizinprodukt, insbesondere den Stent am Bestimmungsort und/oder im Verlauf der Anwendung zu einem größeren Durchmesser auszudehnen ohne nachträglich einen Ballon einführen und genau platzieren zu müssen. Dies erhöht die Flexibilität der Anwendung des Medizinprodukts und vereinfacht und beschleunigt den Einsatz.
Der Grundkörper weist eine längserstreckte Form auf, die das Lumen begrenzt. Auf einer dem Lumen abgewandten Oberfläche des Grundkörpers können stachelartig lateral nach außen erstreckende Elemente angeordnet sein. Diese dienen dazu bei
bestimmungsgemäßem Gebrauch medizinische Substanzen tief ins Gewebe einzubringen. Der Wrkstoff im Sinne der Erfindung ist dabei in Zwischenbereichen zwischen und/oder auf diesen stachelartigen Elementen angeordnet. Das Einbringen des Wirkstoffs ins Gewebe mittels der stachelartigen Elemente unterstützt die erfindungsgemäße schnelle Freisetzung des Wirkstoffs sowie dessen Eindringen in das Gewebe und ist daher insbesondere in Kombination vorteilhaft.
In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wrkstoff ein Taxan, ein Statin oder ein mTOR-lnhibitor ist oder einen solchen im Gemisch mit anderen Wrkstoffen enthält. Es zeigte sich, dass diese Stoffe für die Anwendung des
erfindungsgemäßen Medizinprodukts, insbesondere in Bezug auf die
Abgabegeschwindigkeit und die Wrkung bei real erzielbarer Dosis besonders geeignet sind.
Alternativ oder zusätzlich ist ein Wirkstoff Paclitaxel. Paclitaxel zeigt stark Restenose hemmende Eigenschaften bei guter Verträglichkeit.
Gleiches gilt für Wrkstoffe der Limus-Gruppe, wie insbesondere Sirolimus, Everolimus, Zotarolimus, Biolimus und Temsirolimus, so dass ebenfalls bevorzugt ist, dass der Wirkstoff aus dieser Gruppe ausgewählt ist oder ein Wirkstoffgemisch davon darstellt.
Wrkung und Verträglichkeit sind durch eine geeignete Kombination mit weiteren, insbesondere zusätzlichen Wrkstoffen verstärkbar, wobei sich die positive Wrkung überraschenderweise über die Summe der Einzeleffekte hinaus verstärkt. Somit ist bevorzugt, wenn das erfindungsgemäße Medizinprodukt mindestens einen weiteren
Wrkstoff enthält, der geeignet ist die Hemmung von Arteriosklerose und/ oder die
Regression arteriosklerotischer Plaques zu fördern und die Dauer der Wrkung zu verlängern.
Insbesondere bevorzugt sind dabei Statine, bevorzugt Cerivastatin, Atorvastatin und/oder Fluvastatin, und/oder antimikrobiell wirkende, und/oder die Blutgerinnung hemmende und/oder die Thrombolyse fördernde Wirkstoffe.
Mit besonderem Vorteil beträgt die Dosis des Wirkstoffs oder Wrkstoffgemisches >10 pg/mm2 Oberfläche, insbesondere ist eine Dosis im Bereich von 10 pg/mm2 bis 50pg/mm2 bevorzugt.
Nachfolgend wird die Erfindung unter anderem an Beispielen genauer beschrieben. Dabei haben die Beispiele keinerlei einschränkende Wrkung in dem Sinne, dass ausschließlich die gezeigten Merkmalskombinationen im Sinne der Erfindung sind.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beschichtung von Stents und formverwandten Medizinprodukten, wobei bei niedriger Temperatur, bevorzugt im Bereich von ca. 0 bis minus 20°C, eine Beschichtungslösung auf eine zu beschichtende Oberfläche aufgetragen wird.
In bevorzugter Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Beschichtungslösung mit Hilfe einer Volumenmeßvorrichtung, bevorzugt einer Spritze, Mikrospritze oder semi- oder vollautomatisch betriebenen Kolbenspritze, auf die Oberfläche aufgetragen wird. Dieses Vorgehen ist mit vergleichsweise wenig apparativen und technischem Aufwand verbunden und führt zu überraschend homogenen Ergebnissen auch bei unregelmäßigen Oberflächen, wie sie beispielsweise bei den oben beschriebenen Stachelstents vorliegen.
Medizinprodukte für die Beschichtung
Geeignet sind alle Medizinprodukte, deren Beschichtung mit Arzneimitteln mit rascher Freisetzung medizinisch sinnvoll ist und die kurzzeitig oder dauerhaft in den Körper eingebracht werden. Als Material sind Metalle, Kunststoffe oder Naturprodukte und
Kombinationen derartiger Produkte wie Stentgrafts geeignet. Die Materialien können plastisch oder elastisch verformbar sein und ein Formgedächtnis aufweisen. Die Oberflächen können glatt, z.B. poliert sein, oder porös oder strukturiert oder mit zusätzlichen Materialien bedeckt sein. Bevorzugt sind Medizinprodukte, die nur kurzzeitig, d.h. für Sekunden bis wenige Stunden mit dem zu behandelnden Gewebe oder Lumen in Kontakt kommen. Dies umfasst Medizinprodukte, die bald nach der Anwendung wieder entnommen werden oder deren Lage im Körper sich während der Implantation verschiebt. Ein Beispiel dafür sind selbst-expandierende oder Ballon-expandierbare Stents, deren Streben sich zum Beispiel durch Aufdehnung / Nachdilatation während oder kurz nach Implantation gegenüber der Gefäßwand verschieben. Durch Abgabe des Wirkstoffs während dieses Prozesses werden Gefäßwandabschnitte mit Wrkstoff versorgt, die später keinen direkten Kontakt zu den beschichteten Stentstreben haben. Die Beschichtung derartiger Stents ist in Beispiel 15 beschrieben.
Ein weiterer Vorteil der sofortigen Arzneistofffreigabe ist, dass die als gut verträglich bekannten Streben der Stents kurz nach dem ersten Kontakt mit dem Gewebe keine die Freigabe der Arzneistoffe verzögernden Polymeren oder anderen Komponenten der Beschichtung enthalten, die die Verträglichkeit des Stentmaterials beeinträchtigen können. Die hier offenbarten Beschichtungen mit besonders hoher Arzneimitteldosis/mm2 Oberfläche der Medizinprodukte ist besonders vorteilhalft für die nur punktuelle an mit Ballons allein nicht ausreichend aufdehnbaren Gefäßabschnitten eingesetzten sehr dünnwandige und kurzen Stents (,tacks‘, Stents verwendet für ,spot stenting'). Diese mechanisch nur schwer erweiterbaren Gefäßsegmente bedürfen besonders der zusätzlichen Behandlung mit einem die Wiederverengung hemmenden Medikament.
Besonders bevorzugte Medizinprodukte sind Stents, die im Folgenden als Beispiel auch für andere Medizinprodukte genannt werden.
Arzneistoffe, Wirkstoffe
Grundsätzlich geeignet sind alle Arzneistoffe oder sonst pharmakologisch wirksamen Substanzen und Substanzgemische. Bevorzugt sind die von Stents langsam freigesetzten Wrkstoffe zur Hemmung überschießender Gewebeproliferation (z. B. antineoplastische Wirkstoffe wie Paclitaxel und andere Taxane sowie Sirolimus, Everolimus, Zotarolimus und
andere mTOR Inhibitoren), Substanzen zur Verbesserung der Heilung, zur
Entzündungshemmung, Substanzen, die das Fortschreiten von zu Arteriosklerose führenden Prozessen und die Arteriosklerose selbst hemmen oder die Regression arteriosklerotischer Plaques fördern, wie z.B. Statine (Cerivastatin, Atorvastatin, Fluvastatin) und antimikrobiell wirksame Substanzen, weiterhin Substanzen zur Beeinflussung der Blutgerinnung, wie Heparin und Heparinfragmente und Thrombolytika, wie Urokinase, Streptokinase oder rekombinante Gewebeplasminaktivatoren.
Dosis
Die erfindungsgemäßen Medizinprodukte und Methoden dienen der gezielten Therapie von räumlich eng begrenzten erkrankten Körperregionen. Durch die Art der Verabreichung werden trotz niedriger Arzneistoffmenge lokal hohe Wirkstoffkonzentrationen erzielt während die Belastung bezogen auf den gesamten Körper sehr gering bleibt.
Die Arzneistoffe sind auf Medizinprodukte aufgetragen oder in Medizinprodukten enthalten. Sie werden beim Kontakt der Medizinprodukte mit Geweben im Körper freigesetzt. Die Dosis bezieht sich auf die Oberfläche des Medizinproduktes, die in engem Kontakt mit Oberflächen innerhalb des Körpers, beispielsweise Arterienwänden kommt. Diese auf die Oberfläche des Medizinproduktes im Zustand des Kontaktes mit dem Zielgewebe bezogene Dosis beträgt nach der Sterilisation des Medizinproduktes > 5 pg Wirkstoff oder Wirkstoffgemisch/mm2, bevorzugt >10pg/mm2 und am meisten bevorzugt > 15 pg/mm2. Diese Grenzen gelten im Fall von Stents auch für die abluminalen Flächen der Stentstreben.
Flüssige Zubereitungen für die Beschichtung
Stents und andere Medizinprodukte werden mit Paclitaxel (Vertreter der Taxane) und/oder Rapamycin (mTOR inhibitor, Makrolid) und/ oder mit anderen, bevorzugt den oben genannten Wirkstoffen beschichtet indem die Arzneistoffe in einem mit Wasser nicht mischbaren oder mischbaren, ggf. auch Wasser enthaltenden organischen Lösungsmittel teils oder ganz löst oder auch suspendiert werden. Bevorzugte Lösungsmittelgemische enthalten >10 Volumen% Wasser, mehr bevorzugt >15 Volumen% Wasser, am meisten bevorzugt >20 Volumen% Wasser. Bevorzugte Konzentrationen sind 10 - 100 mg Wirkstoff oder Wirkstoffgemisch in einem ml Lösung. Bevorzugte mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel sind Methanol, Ethanol, Isopropanol, Aceton, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylsulfoxid. Diese können Zusätze von mit Wasser nicht mischbaren oder nur wenig Wasser aufnehmenden Lösungsmitteln enthalten wie beispielsweise Ether,
Essigsäureethylester, Hexan, Cyclohexan, Heptan, Xylol oder andere verwandte, auch Halogen-enthaltende Lösungsmittel wie Chloroform, Dichlormethan oder Trifluorethanol.
Aufbringen des Arzneistoffs auf das Medizinprodukt
Die Stents oder andere Medizinprodukte können durch Tauchen in die Wirkstofflösungen beschichtet werden. Problem dabei ist, dass nur sehr wenig Lösung und Arzneistoff an glatten Oberflächen haftet. Die aufgetragene Arzneistoff-Dosis wurde bei niedriger
Temperatur beispielsweise bei ca. 0 bis minus 20°C (Beispiel 1) und/ oder durch
wiederholtes Tauchen und Trocknen deutlich erhöht (siehe Beispiel 1 , Tab. 2). Eine
Erhöhung der Menge des haftenden Materials überrascht, weil der Wirkstoff in der
Tauchlösung löslich ist. Insgesamt wurde mehr Wirkstoff aufgetragen als sich für einen klinisch wirksamen Ballon gleicher Größe (4.0 x 60 mm) bei der gebräuchlichen Dosis von 3 pg/ mm2 errechnet (2261 pg) und bei wesentlich höherer Arzneimitteldichte (pg/mm2) auf der Oberfläche des Medizinproduktes (Tab. 3, rechte Spalte). Die Beschichtungslösung kann auf die Oberfläche aufgesprüht werden. Durch gerichtetes Sprühen oder durch geeignete Schutzmaßnahmen kann bei Stents eine Beschichtung der nach Implantation lumenseitigen (zum Blutfluß gerichteten Seite) Stentoberflächen vermieden werden.
Trotz der sehr feingliedrigen Form der Stents (siehe Abbildung 1-6) ist es gelungen, ein definiertes Volumen einer Beschichtungslösung mittels einer Mikrospritze auf die
Stentoberfläche aufzutragen.
Nach dem Beschichten mit einer flüssigen Zubereitung werden die Medizinprodukte getrocknet.
Vorbereitung beschichteter Stents und vergleichbarer Medizinprodukte für das Einbringen in Arterien oder anderer Gänge oder Gewebe
Stents und vergleichbare Medizinprodukte (z. B. Ballonkatheter) müssen zum Einbringen in den Körper auf einen möglichst kleinen Durchmesser reduziert werden. Dazu werden beispielsweise selbst-expandierende Stents im Durchmesser komprimiert und in enge Schläuche geschoben oder gezogen. Die Überführung des Produkts vom expandierten Zustand in einen Applikationskatheter wird durch Verwendung einer trichterförmigen
Einführhilfe erleichtert.
Ballons, die im expandierten, inflatierten Zustand beschichtet wurden, werden nach dem Beschichten gefaltet oder sofern sie vor dem Beschichten gefaltet waren z.B. durch Anlegen von Vakuum rückgefaltet und in einer abziehbaren Schutzhülle gelagert. Verformung der beschichteten Gebilde und Reibung der Strukturen aneinander sowie am Schlaucheingang und im Schlauchlumen bewirken den Verlust an Beschichtung bzw. Arzneistoff.
Die Produkte für den Einsatz an Patienten sind steril. Sie werden bevorzugt mittels
Ethylenoxid sterilisiert, andere Verfahren, wie die Produktion und Verpackung unter sterilen Bedingungen oder die Hitze- oder Strahlensterilisation, sind möglich.
Anwendung
Die beschichteten Medizinprodukte werden möglichst minimal-invasiv an den Einsatzort im Körper gebracht und dort freigesetzt bzw. inflatiert. Sie werden nach Abgabe einer therapeutisch oder prophylaktisch wirksamen Dosis einer Substanz kurz darauf wieder entfernt, ganz oder teilweise in der Lage verändert oder wie implantiert belassen. Die erwünschte Wirkung wird auch erreicht, wenn das Implantat nur für kurze Zeit Kontakt mit dem zu therapierenden oder einem nahe benachbarten Gewebe hat.
Beispiel 1
Beschichtung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend vollständiger Arzneimittelabgabe
Beschichtungslösungen: Tetrahydrofuran/Wasser 60/40 V/V, 20 mg Paclitaxel/ ml oder Ethanol/Tetrahydrofuran/Wasser 60/20/20 V/V/V, 20 mg Paclitaxel/ ml
Beschichtet wurden Stents der Größe 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717 bzw. Abb. 1-3); gesamte Oberfläche eines Stents 188,5 mm2, durch 8-maliges kurzzeitiges Tauchen in die Beschichtungslösung. Jede Beschichtung bedeutet, dass die Stents für 1 sec in die Lösung getaucht und dann für 20 sec. in einem Luftstrom bei 50°C getrocknet wurden.
Table 2 Paclitaxel auf den beschichteten Stents, THF = Tetrahydrofuran
Beispiel 2
Beschichtung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend vollständiger Arzneimittelabgabe
Beschichtungslösung Ethanol/Aceton/Water 40/40/20 V/V/V, 30 mg Paclitaxel/ ml
Beschichtet wurden Stents der Größe 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717), gesamte Oberfläche eines Stents
188,5 mm2 durch 10-maliges kurzzeitiges Tauchen in gekühlte Beschichtungslösungen (- 20°C). Jede Beschichtung bedeutet, dass die Stents für 1 sec in die Lösung getaucht und dann für 20 sec. in einem Luftstrom bei 50°C getrocknet wurden.
Tabelle 3: Arzneimittelgehalt der beschichteten Stents, Vergleich zu Angioplastie
Ballons
Der Ballon (klinisch geprüftes, wirksames Produkt) ist mit 3.5 pg Paclitaxel/mm2, insgesamt ca. 2850 pg Paclitaxel beschichtet. In dem Beispiel 2, Tab. 3 ist es gelungen annähernd die gleiche Dosis auf einer wesentlich kleineren Oberfläche zu deponieren.
Figur 1 zeigt hierzu in Figur 1a einen unbeschichteten Stent und in Teilfigur 1 b einen mittels Tauchen beschichteten Stent, einen sogenannten Stachelstent oder englisch spike stent. Schlussfolgerung: Trotz der geringen Oberfläche der Stents ist eine Beschichtung mit einer auf die zu behandelnde Gefäßfläche (definiert durch Durchmesser und Länge des zu behandelnden Gefäßes) bezogen ähnlich hohen Dosis möglich wie beim beschichteten Ballonkatheter.
Beispiel 3
Einfluss der Wiederholung des Tauchens und Trocknens auf die Dosis auf dem Stent
Beschichtungslösungen:
(a) Ethanol/ Tetrahydrofuran/ Wasser (60/20/20), 20 mg Paclitaxel/ml
(b) Ethanol/Aceton/Wasser (40/40/20 V/V/V), 30 mg Paclitaxel/ml
Beschichtet wurden Stents, wie in Beispiel 1 beschrieben, durch kurzzeitiges wiederholtes Tauchen in gekühlte (-20°C) Beschichtungslösungen. Jede Beschichtung bedeutet, dass die Stents für 1 sec in die Lösung getaucht und dann für 20 sec. in einem Luftstrom bei 50°C getrocknet wurden.
Tabelle 4: Beschichtung von Stents durch wiederholtes Tauchen in
Arzneistofflösungen, Paclitaxelgehalt der Stents; Einfluß der Wiederholung der Beschichtung auf den Arzneistoffgehalt der Stents
Beschichtet wurden Stents 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur
Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717) durch kurzzeitiges wiederholtes Tauchen in gekühlte Beschichtungslösungen. ,Beschichtungszyklus‘ bedeutet, dass die Stents für 1 sec in die Lösung getaucht wurde und dann für 20 sec. in einem Luftstrom bei 50°C getrocknet wurden.
Die gesamte Oberfläche des Stents beträgt 188,5 mm2 und ist damit wesentlich geringer als die Oberfläche eines entsprechend großen Ballons (810mm2).
Beispiel 4
Verlust von Arzneistoff während der Einführung beschichteter Stents in den für die Verabreichung vorgesehenen Katheter durch einen konisch verlaufenden Kanal
Beschichtet wurden Stents 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur
Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717) durch kurzzeitiges wiederholtes Tauchen in gekühlte Beschichtungslösungen. ,Beschichtungszyklus‘ bedeutet, dass die Stents für 1 sec in die auf -20 °C abgekühlte Lösung getaucht wurde und dann für 20 sec. in einem Luftstrom bei 50°C getrocknet wurden. Acht Beschichtungszyklen wurden durchgeführt.
Beschichtungslösung Ethanol/Aceton/Wasser, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Paclitaxel-Konzentration in der Beschichtungslösung lag bei 24 mg/ml.
Tabelle 5: Paclitaxel auf den Stents nach achtmaliger Tauchbeschichtung
Die beschichteten Stents wurden durch Passage eines Edelstahlblocks mit konischer Bohrung auf einen engen Durchmesser komprimiert und dann in das Lumen des
Applikationskatheters eingeführt, der Paclitaxel-Gehalt der abgeplatzten Partikel wurde bestimmt. Diese Partikel enthielten insgesamt (n=6) nur 0.42 ± 0.37% der auf dem Stent befindlichen Arzneimitteldosis.
Tabelle 6: Verlust an Beschichtung während des Komprimierens des Stents und des Einführens in den Applikationskatheter
Tauch-Beschichtung, Paclitaxel 24 mg/ml Ethanol/Aceton/Wasser 40/40/20 V/V/V
Beispiel 5
Beschichtung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend vollständiger Arzneimittelabgabe mit einem abgemessenen Volumen der Beschichtungslösung
Beschichtungslösung (a) Ethanol/Aceton/Wasser oder (b) Ethanol/THF/Wasser, wobei der Ethanolanteil jeweils 40 vol% betrug, der Aceton- oder THF-Anteil 40 oder 50 vol% und der Wasseranteil entsprechend 20 oder 10 vol%. Die Paclitaxel-Konzentration in der
Beschichtungslösung lag bei 12,5 mg/ml. Die Beschichtung erfolgte bei rotierendem
Medizinprodukt (21 U/min) über eine Hamilton-Mikrospritze mit einem Volumen von 75 pl/ Stent (4.0 x 60 mm).
Beschichtet wurden Stents 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur
Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717), gesamte Oberfläche eines Stents = 188,5 mm2 durch Verteilen der Lösung über die unregelmäßige Stentoberfläche.
Auch mit dieser Methode gelang eine unerwartet gleichmäßige, weiße Beschichtung des silbergrauen Metallstents.
Der in Figur 2 gezeigte Stent weist eine Beschichtung auf. Diese wurde mittels einer Beschichtungslösung aus RF - 3d, (Paclitaxel 12.5 mg/ml Ethanol/Aceton/Wasser 40/50/10 V/V/V, aufgetragen, die über eine Hamilton-Spritze appliziert wurde.
Tabelle 7: Paclitaxel auf den Stents nach Einführen in das Applikationssystem
(Kompression des Stents, Lagerung in englumigem Schlauch) und anschließender Freisetzung
Beispiel 6
Beschichtung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend vollständiger Arzneimittelabgabe mit einem abgemessenen Volumen der Beschichtungslösung
Beschichtungslösung Ethanol/Aceton/THF/Wasser, wobei der Ethanol-, Aceton- und THF- Anteil jeweils 30 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 10 vol%. Die Paclitaxel- Konzentration in der Beschichtungslösung lag bei 20 mg/ml. Die Beschichtung erfolgte bei rotierendem Medizinprodukt (21 U/min) über eine Hamilton-Mikrospritze mit einem Volumen von 75 mI/pro Stent (4.0 x 60 mm).
Beschichtet wurden Stents 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur
Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717), gesamte Oberfläche eines Stents = 188,5 mm2 durch Verteilen der Lösung über die unregelmäßige Stentoberfläche.
Figur 3 zeigt ebenso wie Figur 2 eine fotographische Darstellung eines Teils eines beschichteten Stents. Zur Beschichtung wurde eine Beschichtungslösung aus RF-G- 20, (Paclitaxel 20 mg/ml Ethanol/Aceton/TFIF/Wasser 30/30/30/10 (V/V)), ebenfalls mit einer Hamilton-Spritze appliziert.
Tabelle 8: Paclitaxel auf den Stents direkt nach der Beschichtung und Verlust beim Einführen in das Applikationssystem
Beispiel 7
Beschichtung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend vollständiger Arzneimittelabgabe mit einem abgemessenen Volumen der Beschichtungslösung
Beschichtungslösung Ethanol/Aceton/Wasser, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Paclitaxel-Konzentration in der Beschichtungslösung lag bei 20 mg/ml. Zusätzlich wurde lopromid mit einer
Konzentration von 2 mg/ml hinzugefügt. Die Beschichtung erfolgte bei rotierendem
Medizinprodukt (21 U/min) über eine Hamilton-Mikrospritze mit einem Volumen von 75 mI/Stent (4.0 x 60 mm).
Beschichtet wurden Stents 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur
Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717), gesamte Oberfläche eines Stents = 188,5 mm2 durch Verteilen der Lösung über die unregelmäßige Stentoberfläche.
Ein derart beschichteter Stent ist in Figur 4 gezeigt. Als Beschichtungslösung wurde eine Lösung aus RF-C-20-UV-2, (Paclitaxel 20 mg/ml und lopromid (2 mg/ml)
Ethanol/Aceton/Wasser 40/40/20 (V/V)) verwendet. Der Auftrag auf den Stent erfolgte wieder mit einer Hamilton-Spritze.
Tabelle 9: Paclitaxel auf den Stents direkt nach der Beschichtung und Verlust beim Einführen in das Applikationssystem, keine Erhöhung des Verlustes durch lopromid
Beispiel 8
Beschichtung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend vollständiger Arzneimittelabgabe mit einem abgemessenen Volumen der Beschichtungslösung
Beschichtungslösung Ethanol/Aceton/Wasser, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Paclitaxel-Konzentration in der Beschichtungslösung lag bei 20 mg/ml. Zusätzlich wurde Dexpanthenol mit einer Konzentration von 2 mg/ml hinzugefügt. Die Beschichtung erfolgte bei rotierendem
Medizinprodukt (21 U/min) über eine Hamilton-Mikrospritze mit einem Volumen von 75 mI/pro Stent (4.0 x 60 mm).
Beschichtet wurden Stents 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur
Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717), gesamte Oberfläche eines Stents = 188,5 mm2 durch Verteilen der Lösung über die unregelmäßige Stentoberfläche.
Figur 5 zeigt einen mit der Beschichtungslösung RF-C-20-DP-2, gemäß Tabelle 10
(Paclitaxel 20 mg/ml und Dexpanthenol (2 mg/ml) in Ethanol/Aceton/Wasser 40/40/20 (V/V)) beschichteten Stent. Auch hier erfolgte der Auftrag auf den Stent mit einer Hamilton-Spritze.
Tabelle 10: Paclitaxel auf den Stents direkt nach der Beschichtung und Verlust beim Einführen in das Applikationssystem, keine Erhöhung des Verlustes durch
Dexpanthenol
Beispiel 9
Beschichtung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend vollständiger Arzneimittelabgabe mit einem abgemessenen Volumen der Beschichtungslösung
Beschichtungslösung Ethanol/Aceton/Wasser, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Paclitaxel-Konzentration in der Beschichtungslösung lag bei 20 mg/ml. Zusätzlich wurde Harnstoff mit einer
Konzentration von 2 mg/ml hinzugefügt. Die Beschichtung erfolgte bei rotierendem
Medizinprodukt (21 U/min) über eine Hamilton-Mikrospritze mit einem Volumen von 75 mI/pro Stent (4.0 x 60 mm).
Beschichtet wurden Stents 4.0 x 60 mm, mit herausragenden Elementen zur
Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US 2017/0196717), gesamte Oberfläche eines Stents = 188,5 mm2 durch Verteilen der Lösung über die unregelmäßige Stentoberfläche.
Die Stentbeschichtung zu dem in Figur 6 gezeigten Stent erfolgte mittels einer über eine Hamilton-Spritze aufgetragenen Beschichtungslösung gemäß RF-C-20-UR-2, (Paclitaxel 20 mg/ml und Harnstoff (2 mg/ml) Ethanol/Aceton/Wasser 40/40/20 (V/V).
Tabelle 11 : Paclitaxel auf den Stents direkt nach der Beschichtung Verlust beim Einführen in das Applikationssystem, keine Erhöhung des Verlustes durch Harnstoff
Beispiel 10
Beschichtung von Stents und danach Montage auf unbeschichteten Ballonkathetern
Stents mit herausragenden Elementen zur Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US
2017/0196717) wurden mit einer Beschichtung versehen, die bei Implantation eine sofortige, weitgehend vollständige Arzneimittelabgabe gewährleistet. Die Beschichtungslösung enthielt 20mg/ml Paclitaxel oder 20mg/ml Paclitaxel und 2 mg/ml Dexpanthenol. Als
Lösungsmittelgemisch wurde Ethanol/Aceton/Wasser verwendet, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Beschichtung erfolgte unter Rotation (21 U/min) mittels Hamilton-Mikrospritze mit einem Volumen von 75 mI/Stent.
Ballonkatheter mit Ballons passender Größe (Ballondurchmesser = Stentdurchmesser, Ballonlänge = Stentlänge) wurden von proximal in den Applikationskatheter des Stents eingeführt, so daß der Ballon distal vollständig aus dem Applikationskatheter herausragte.
Die Stents wurden nach der Beschichtung über einen gefalteten Ballon des Ballonkatheters geschoben und danach auf den Schaft des Ballonkatheters aufgeklebt, so dass sich der Ballon im Lumen des beschichteten Stents befand. Durch Ziehen des im
Applikationskatheter liegenden Ballonschafts wurden Ballon und Stent durch einen
Metallblock mit konischer Bohrung auf den Durchmesser des Applikationskatheters komprimiert und in diesen eingeführt.
Beispiel 11
Beschichtung von (a) Ballonen von Ballonkathetern und (b) Stents mit anschließender Montage des beschichteten Stents auf den beschichteten Ballonkatheter
Gefaltete Ballons (4.0 x 80 mm) von Ballonkathetern wurden inflatiert und unter Rotation (21 U/min) beschichtet. Die Beschichtungslösung enthielt 20mg/ml Paclitaxel oder 20mg/ml Paclitaxel und 2mg/ml Dexpanthenol. Als Lösungsmittelgemisch wurde
Ethanol/Aceton/Wasser verwendet, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Beschichtung erfolgte mit einem Volumen von 75 mI mittels Hamilton-Mikrospritze. Die beschichteten Ballons wurden deflatiert und unter Vakuum durch Aufschieben eines PTFE-Röhrchens rückgefaltet.
Ballonkatheter mit beschichteten gefalteten Ballons wurden von proximal in den
Applikationskatheter des Stents eingeführt, so daß der Ballon distal vollständig aus dem Applikationskatheter herausragte.
Stents mit herausragenden Elementen zur Arzneimittelapplikation (vgl. ReFlow US
2017/0196717) wurden mit einer Beschichtung versehen, die bei Implantation eine sofortige,
weitgehend vollständige Arzneimittelabgabe gewährleistet. Die Beschichtungslösung enthielt 20mg/ml Paclitaxel oder 20mg/ml Paclitaxel und 2 mg/ml Dexpanthenol. Als
Lösungsmittelgemisch wurde Ethanol/Aceton/Wasser verwendet, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Beschichtung erfolgte unter Rotation (21 U/min) mittels Hamilton-Mikrospritze mit einem Volumen von 75 pl/Stent.
Die Stents wurden nach der Beschichtung über den oben beschriebenen nach Beschichtung rückgefalteten Ballonkatheter geschoben und so auf den Schaft des Ballonkatheters aufgeklebt, dass sich der Ballon im Lumen des beschichteten Stents befand.
Durch Ziehen des im Applikationskatheter liegenden Ballonschafts wurden Ballon und Stent durch einen Metallblock mit konischer Bohrung auf den Durchmesser des
Applikationskatheters komprimiert und in diesen eingeführt.
Beispiel 12
Beschichtung von Stents mit im Stentlumen befindlichem Ballon eines
Ballonkatheters
Die zunächst unbeschichteten Stents mit den ebenfalls unbeschichteten Ballonen von Ballonkatheter befanden sich in einem Applikationskatheter. Das distale Ende des
Ballonkatheters mit Ballon und Stent ragte aus dem Applikationskatheter heraus.
Die Stents mit herausragenden Elementen zur Arzneimittelapplikation, welche am Schaft eines Ballonkatheters befestigt sind und dessen Ballon im Lumen des Stents lokalisiert war, wurden mit einer Beschichtung versehen, die bei Implantation eine sofortige weitgehend vollständige Arzneimittelabgabe gewährleistet.
Die Beschichtungslösung enthielt 20mg/ml Paclitaxel oder 20mg/ml Paclitaxel und 2 mg/ml Dexpanthenol. Als Lösungsmittelgemisch wurde Ethanol/Aceton/Wasser verwendet, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Beschichtung erfolgte unter Rotation (21 U/min) mit einem Volumen von 75 pl/pro Stent (4.0 x 60 mm) mittels Hamilton-Mikrospritze.
Nach Trocknen wurden Ballon und Stent durch Ziehen des im Applikationskatheter liegenden Ballonschafts durch einen Metallblock mit konischer Bohrung auf den Durchmesser des Applikationskatheters komprimiert und in diesen eingeführt.
Beispiel 13
Beschichtung von Ballons von Ballonkathetern und deren Montage im Lumen unbeschichteter Stents
Ballonkatheter mit gefalteten Ballons passender Größe (Ballondurchmesser =
Stentdurchmesser, Ballonlänge = Stentlänge + 20 mm) wurden von proximal in den
Applikationskatheter des Stents eingeführt, so dass der Ballon distal vollständig aus dem Applikationskatheter herausragte.
Die Ballons (4.0 x 80 mm) wurden inflatiert und unter Rotation (21 U/min) beschichtet. Die Beschichtungslösung enthielt 20mg/ml Paclitaxel oder 20mg/ml Paclitaxel und 2mg/ml Dexpanthenol. Als Lösungsmittelgemisch wurde Ethanol/Aceton/Wasser verwendet, wobei der Ethanol- und Acetonanteil jeweils 40 vol% betrug und der Wasseranteil entsprechend 20 vol%. Die Beschichtung erfolgte mit einem Volumen von 75 mI mittels Hamilton-Mikrospritze. Die beschichteten Ballons wurden nach Trocknen deflatiert und unter Vakuum durch
Aufschieben eines PTFE-Röhrchens rückgefaltet. Die PTFE-Röhrchen wurden später entfernt.
Unbeschichtete Stents mit herausragenden Elementen zur Arzneimittelapplikation (vgl.
ReFlow US 2017/0196717) wurden über die beschichteten Ballons geschoben und auf den Schaft des Ballonkatheters so aufgeklebt, dass sich der Ballon im Lumen des
unbeschichteten Stents befand.
Durch Ziehen des im Applikationskatheter liegenden Ballonschafts wurden Ballon und Stent durch einen Metallblock mit konischer Bohrung auf den Durchmesser des
Applikationskatheters komprimiert und in diesen eingeführt.
Beispiel 14
Anwendungsprüfung von Stents mit bei Implantation sofortiger weitgehend
vollständiger Arzneimittelabgabe beim Schwein
Stents der Beispiele 4, 5a, 7 und 8 wurden nach Sterilisation in die lliaca interna, Arteria femoralis und Arteria profunda femoris von Schweinen (ca. 30 kg Körpergewicht) eingeführt und aus dem Applikationskatheter freigesetzt, danach für 2 min mit einem unbeschichteten Ballonkatheter vollständig expandiert und dann durch einen speziellen Rückholmechanismus vollständig entfernt ohne das Tier zu verletzen. Ca. 15 min nach dem Entfernen des Stents wurden im Fall der Verwendung von Stents nach Beispiel 4 4,2±4,0% der Paclitaxel-Dosis, von Beispiel 5a 5,1 ±2,4% der Dosis, von Beispiel 7 4,0±0,6% der Dosis und von Beispiel 8 9,9±7,0% der Dosis in der Arterienwand gefunden. Diese Werte sind ähnlich den nach Anwendung klinisch bewährter beschichteter Ballons gemessenen Werten (Scheller B,
Speck U, Abramjuk C, Bernhardt U, Böhm M, Nickenig G. Paclitaxel balloon coating - a novel method for prevention and therapy of restenosis. Circulation 2004; 110: 810-814; Kelsch B, Scheller B, Biedermann M, Clever YP, Schaffner S; Mahnkopf D; Speck U, Cremers B.
Dose-response to paclitaxel-coated balloon catheters in the porcine coronary overstretch and stent Implantation model. Invest Radiol 2011 ;46:255-263). Auf den Stents verblieben im Mittel 20% der Dosis.
Beispiel 15
Beschichtung von selbstexpandierenden Nitinol-Stents für periphere Arterien
(VascuFlex® peripheral stent, B. Braun Vascular Systems) 8 x 60 mm, ca. 700mm2 Oberfläche, mit einer Hamilton-Mikrospritze beschichtet, Beschichtungslösung
Ethanol/Aceton/Wasser 40/40/20 V/V/V, 30 mg Paclitaxel/ ml
Tabelle 12: Paclitaxel auf den Stents direkt nach der Beschichtung; Verlust beim Einführen in das Applikationssystem, reproduzierbare Beschichtung von Stents mit einem Nitiniol-Grundkörper mit Resveratrol-enthaltender Beschichtungslösung.