Verfahren zum Betreiben eines mobilen Systems und eines Alarm-Gateways als
Teilnehmer in einem drahtlosen Netzwerk
Beschreibung:
Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zum Betreiben eines mobilen Systems und eines Alarm-Gateways als Teilnehmer in einem drahtlosen Netzwerk.
Solche mobilen Systeme können beispielsweise Roboter oder autonome Flurförderfahrzeuge sein, die sich innerhalb einer Anlage, beispielswiese einer Lagerhalle oder einer
Produktionsstätte, bewegen. In solchen Anlagen ist es üblich, dass auch Personen anwesend sind. Daher sind in der Regel in der Anlage Sicherheitszonen fest definiert, beispielsweise Flucht- oder Rettungswege, die für Personen Vorbehalten sind und durch mobile Systeme nur vorrübergehend oder nur wenn die mobilen Systeme zeitnah auf Gefahrensituationen reagieren können befahren werden dürfen. Es können auch andere und/oder weitere Zonen, beispielsweise explosionsgefährdete Bereiche, definiert sein.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben von mobilen
Systemen in einer Einsatzumgebung zu schaffen, bei dem eine Betriebssicherheit verbessert ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den in den Ansprüchen 1 und 12 angegebenen Merkmalen gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren für ein mobiles System ist gekennzeichnet durch: Erfassen der aktuellen Position des mobilen Systems innerhalb der Zonen, Feststellen der
Verbindungsqualität des mobilen Systems im drahtlosen Netzwerk, und Anpassen des Verhaltens des mobilen Systems anhand der festgestellten Verbindungsqualität und der ermittelten Position innerhalb der Zonen.
Von Vorteil dabei ist, dass mobile Systeme in industriellen Umgebungen unter
Berücksichtigung sicherheitskritischer Zonen und der aktuellen Verbindungsqualität gesteuert werden. Die Zonen sind dabei fest in Bezug auf die Anlage definiert und verändern sich während dem Betrieb nicht. Beispiele solcher Zonen sind etwa Fluchtwege, Brandschutzzonen oder dergleichen.
Die mobilen Systeme besitzen eine Anbindung an ein drahtloses Netzwerk, über das sie Steuerbefehle und gegebenenfalls Alarm-Nachrichten empfangen können. Dennoch kann es zu Situationen kommen, in denen nicht jedes mobile System einen Netzzugang hat, beispielsweise, weil ein drahtloses Netzwerksignal durch Hindernisse abgeschwächt wird. Hier besteht insbesondere in Alarmsituationen die Gefahr, dass ein mobiles System eine Alarm- Nachricht nicht erhält und somit eventuell einen Fluchtbereich nicht räumt oder Personen dort zusätzlich gefährdet. Beispielsweise kann ein mobiles System daher sein Verhalten an die aktuelle Netzwerk-Verbindungsqualität und in Abhängigkeit seiner Position innerhalb der Zonen anpassen. Auf diese Weise kann ein mobiles System eigenständig und möglicherweise auch ohne Netzwerkverbindung sein Verhalten anpassen und beispielsweise eine kritische Zone verlassen. Es ist somit erreichbar, dass kritische Zonen beispielsweise in
Alarmsituationen freigehalten werden. Eine Betriebssicherheit ist somit verbesserbar.
Die Verbindungsqualität kann dabei durch einen oder mehrere Netzwerkparameter bestimmt sein, wie beispielsweise eine Signallaufzeit, eine empfangene Signalstärke, eine
Übertragungsrate oder eine Latenz.
Die Erfindung bietet weiter den Vorteil, dass die verfügbare Fläche der Produktionsstätte besser ausgenutzt werden kann, bei gleichzeitig verbesserter Verfügbarkeit der Fluchtwege oder anderer sicherheitskritischer Zonen im Alarmfall. Es kann beispielsweise festgelegt sein, dass diese Zonen befahren werden dürfen, wenn Alarm-Benachrichtigungen mit geringer Verzögerung empfangen werden können und so schnell auf sicherheitskritische Situationen reagiert werden kann. Hierzu erkennt das mobile System zunächst, in welcher Zone es sich
befindet. Dies kann sowohl auf Basis einer zuvor vorgenommenen Kartierung als auch auf Basis von Merkmalen in der Umgebung geschehen.
Sowohl das Feststellen der Verbindungsqualität als auch das Ermitteln der Position kann dabei je nach Anforderung periodisch, regelmäßig und/oder kontinuierlich erfolgen. Wichtig ist dabei, dass zur Anpassung des Verhaltens aktuelle Werte für Verbindungsqualität und Position vorliegen. Demnach kann das Anpassen des Verhaltens ein Trigger für das Feststellen der Verbindungsqualität und/oder das Ermitteln der Position sein.
Der Netzwerkstatus aller mobilen Systeme wird parallel überwacht. Neu ist es dabei das Netzwerk mit Prüf-Nachrichten zu fluten, die als Broadcast gesendet werden. Die Teilnehmer können ihren eigenen Netzwerkstatus ermitteln, beispielsweise durch die Anzahl der empfangenen Prüf-Nachrichten, deren Verzögerung, der verwendeten Routen und/oder der Reihenfolge, in der die Prüf-Nachrichten eingingen.
In einer Ausführung umfasst das Feststellen der Verbindungsqualität ein wiederholtes
Empfangen und Auswerten einer Prüf-Nachricht, die als Broadcast im Netzwerk empfangbar ist. Dies hat den Vorteil, dass eine Prüf-Nachricht alle Teilnehmer innerhalb der Reichweite erreicht.
In einer Ausführung enthält eine Prüf-Nachricht wenigstens eine eindeutige Kennung, einen unveränderbaren Zähler und einen Urheber-Zeitstempel. Der Zähler wird beispielsweise vom Ersteller oder Urheber, in der Regel ein Alarm-Gateway, der Prüf-Nachricht inkrementeil erhöht und nachträglich, also beim Weiterleiten, nicht mehr verändert. Die Prüf-Nachricht kann weitere Informationen zum Urheber der Prüf-Nachricht enthalten, beispielsweise, eine
Absenderkennung, eine Absenderposition, einen Absenderstatus und eine Sendezeit.
Die Prüf-Nachricht kann weiterhin beispielsweise eine Prüfsumme und/oder einen
Nachrichtentyp aufweisen. Der Nachrichtentyp kann beispielsweise Alarm-Nachricht, Prüf- Nachricht oder Feedback-Nachricht sein. Daneben sind noch weitere Nachrichtentypen möglich und denkbar.
Der Nachrichtentyp kann auch weitere Informationen und/oder Bedingungen enthalten.
Insbesondere kann der Nachrichtentyp einer Alarm-Nachricht komplexer sein. So kann
beispielsweise eine Alarm-Nachricht einen Temperaturalarm ab einer bestimmten Alarm- Temperatur definieren. Das mobile System misst dann lokal die Temperatur und aktiviert den Alarmzustand selbsttätig, aber nur wenn die gemessene Temperatur die gesetzte Alarm- Temperatur über- oder unterschreitet. In einem anderen Beispiel kann ein Alarm definieren, dass eine Person in einer bestimmten Zone oder einem Sektor anwesend ist. Mobile Systeme, die nicht in dieser Zone oder dem Sektor unterwegs sind, können daher normal weiterfahren. Auf diese Weise kann gezielter auf einzelne Zustände reagiert werden, so dass insbesondere in großen Netzwerken zwar immer alle Teilnehmer einen Alarm empfangen aber nicht unbedingt darauf reagieren müssen.
Der Vorteil dabei ist, dass die grundsätzliche Struktur der Nachrichten immer gleich ist und sich die Nachrichten im Wesentlichen nur durch den Wert im Nachrichtentyp-Feld unterscheiden. Auf diese Weise ist eine Übertragung einer Alarm-Nachricht mit der gleichen
Wahrscheinlichkeit oder Sicherheit gegeben, die durch die Prüf-Nachrichten ermittelt wird. Denn Übertragungsfehler, wie Bitfehler, Prüfsummenfehler oder andere Fehler, können stark von der Nachrichtenlänge abhängig sein.
Eine Prüfsumme hat dabei den Vorteil, dass erkennbar ist, ob bei der Übertragung der Nachricht Fehler aufgetreten sind und somit etwa einzelne Daten in der Nachricht
möglicherweise verändert oder nicht vollständig sind.
In einer Ausführung erfolgt das Auswerten der Prüf-Nachricht dadurch, dass das mobile System die Verzögerung, die Übertragungswahrscheinlichkeit und/oder die Reihenfolge der empfangenen Prüf-Nachrichten und eine Redundanz der Routen, über die die Prüf- Nachrichten empfangen wurden, bewertet. Eine solche Auswertung kann im Ergebnis zu einer quantitativen Feststellung der Verbindungsqualität führen. Diese quantitative
Verbindungsqualität kann als Grundlage für eine Anpassung des Verhaltens herangezogen werden. Das Verhalten kann präventiv und/oder reaktiv angepasst werden.
In einer Ausführung umfasst das Feststellen der Verbindungsqualität das Senden einer Prüf- Nachricht vom mobilen System, insbesondere das Weiterleiten einer empfangenen Prüf- Nachricht, insbesondere wobei für das Senden mehrere Bedingungen gelten.
Aus der Differenz der Empfangszeit und dem Urheber-Zeitstempel der Nachricht kann beispielsweise eine Verzögerung einer Prüf-Nachricht bestimmt werden.
Aus der Anzahl der empfangenen Nachrichten innerhalb eines Testzeitraumes und der Anzahl der erwarteten Nachrichten kann beispielsweise eine Paketfehlerrate ermittelt werden. Dabei kann beispielsweise der Wert des bei Weiterleitung unveränderbaren Zählers der Prüf- Nachrichten betrachtet werden. Wenn einzelne Werte des fortlaufenden Zählers fehlen, dann müssen diese auf dem Übertragungsweg verloren gegangen sein.
Als eine Bedingung kann beispielsweise eine Gültigkeitsdauer für eine Prüf-Nachricht definiert sein, wobei die Nachricht nicht weitergeleitet wird, wenn eine ermittelte Verzögerung größer als die Gültigkeitsdauer ist. Auf diese Weise wird verhindert, dass veraltete und ungültige Nachrichten im Netzwerk verbreitet werden, wodurch die Netzwerkauslastung reduziert und der Informationsgehalt im Netzwerk erhöht. Dadurch, dass die Prüf-Nachrichten einen inkrementeilen Zähler aufweisen, kann festgestellt werden, ob zwischen zwei Empfangenen Prüf-Nachrichten eine oder mehrere ausgefallene Prüf-Nachrichten liegen. Auf diese Weise kann beispielsweise eine Latenz des Netzwerks ermittelt werden.
Der Vorteil dabei ist, dass durch das Weiterleiten von Nachrichten durch mobile Systeme die Reichweite im Netzwerk verlängerbar ist. Insbesondere für die Übermittlung von Alarm- Nachrichten ist es wichtig, eine lückenlose Netzwerkabdeckung zu gewährleisten. Dies ist ohne erheblichen Installationsaufwand möglich. Je nach Größe der Einsatzumgebung und der Anzahl der Hindernisse innerhalb der Einsatzumgebung, etwa Regale, die das drahtlose Netzwerk behindern, können sehr viele stationäre Sendestationen eingespart werden. Die Erfindung bietet demnach eine drahtlose Kommunikation über große Reichweiten ohne Infrastruktur, so dass Kosten und Installationsaufwand reduziert werden.
Als Bedingung zur Weiterleitung kann beispielsweise dienen, dass die Verzögerung einer Nachricht noch nicht zu hoch ist, diese Nachricht vom selben Sender noch nicht weitergeleitet wurde und/oder die maximale Anzahl an Weiterleitungen noch nicht erreicht wurde. In diesen Fällen kann der Teilnehmer die Nachricht erneut versenden. Auf diese Weise entsteht eine Netzwerkflut, die die Reichweite der Netzwerkprüfung deutlich erhöht.
Von Vorteil ist es auch, die Reichweite der Netzwerkprüfung zu erhöhen, indem die
Teilnehmer die Prüf-Nachrichten weiterleiten können. Durch die Weiterleitung der Prüf- Nachrichten wird die effektive Reichweite erhöht, ohne dass dafür eine stationäre Netzwerk-Infrastruktur notwendig ist. Jeder mobile und stationäre Teilnehmer kann zur Weiterleitung ausgebildet sein, so dass eine Reichweitenverlängerung möglich ist. Dies bietet sowohl den Vorteil der Kostenersparnis als auch flexiblere Einsatzmöglichkeiten der mobilen Systeme.
In einer Ausführung werden der Prüf-Nachricht vor dem Senden Informationen zum mobilen System, also dem weiterleitenden Teilnehmer, hinzugefügt. Diese Informationen können beispielsweise eine Teilnehmeradresse, eine Teilnehmerposition, einen Teilnehmerstatus und einen Weiterleitungszeitstempel umfassen. Zusätzlich kann ein Weiterleitungszähler der Prüf- Nachricht inkrementiert werden. Auf diese Weise kann beispielsweise ein Teilnehmer feststellen, ob er dieselbe Nachricht bereits weitergeleitet hat. In einem solchen Fall kann die Weiterleitung gestoppt werden, um eine unnötige redundante Nachrichtenflut zu verhindern.
Da mögliche Alarm-Nachrichten den gleichen Aufbau haben wie Prüf-Nachrichten, erfährt die Übertragung von Alarmen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die gleiche Verzögerung, wie die gemessene Verzögerung der Prüf-Nachrichten. Eine solche überwachungsbasierte
Vorhersage von deterministischen Übertragungsverzögerungen ist neu. Der Vorteil ist dabei, dass jeder Teilnehmer abschätzen kann, wie lange der Empfang einer Alarm-Nachricht benötigen würde und sein Verhalten daran anpassen.
Die Erfindung umfasst das Anpassen des Verhaltens des mobilen Systems anhand der festgestellten Verbindungsqualität und der ermittelten Position innerhalb der Zonen.
In einer Ausführung der Erfindung befährt das mobile System bei festgestellter, unzureichender Verbindungsqualität sicherheitskritische Zonen vorbeugend nicht. Dadurch wird erreicht, dass sich kein mobiles System mit schlechter Verbindungsqualität in einer kritischen Zone befindet, wenn eine Alarm-Nachricht ausgelöst wird und das mobile System diese Alarm-Nachricht aufgrund seiner aktuellen schlechten Netzwerkanbindung nicht empfangen würde.
In einer Ausführung der Erfindung verlässt das mobile System bei festgestellter,
unzureichender Verbindungsqualität sicherheitskritische Zonen vorbeugend. Dabei kann das mobile System seine Geschwindigkeit auch erhöhen, um die Zone schnellstmöglich zu verlassen. Ein mobiles System kann sich auch selbst in Sicherheit bringen.
Unzureichend im Sinne der Erfindung kann beispielsweise dadurch definiert sein, dass die quantitative Verbindungsqualität einen Verbindungsschwellwert unterschreitet.
Dementsprechend kann eine gute oder ausreichende Verbindungsqualität beispielsweise dadurch beschrieben werden, dass die Verbindungsqualität einen Verbindungsschwellwert überschreitet. Bei der Anpassung des Verhaltens kann eine Hysterese für den
Verbindungsschwellwert gelten, die einen Undefinierten Übergangszustand oder ein ständiges Ändern des Verhaltens verhindert.
In einer Ausführung wird beim Feststellen einer guten Verbindungsqualität der normale Betrieb fortgesetzt, wenn sich das mobile System in einer unkritischen Zone befindet. Wenn sich das System in einer kritischen Zone befindet, wird die aktuelle Aufgabe fortgesetzt. Nach
Fertigstellung dieser Aufgabe kann eine neue Bewertung stattfinden. Bei guter
Verbindungsqualität wird davon ausgegangen, dass jederzeit eine Alarm-Nachricht empfangen werden kann, auf die entsprechend reagiert werden kann, beispielsweise indem eine kritische Zone verlassen wird.
In einer Ausführung der Erfindung wird beim Feststellen einer schlechten Verbindungsqualität die aktuelle Aufgabe beendet und anschließend ein Netzwerkzugang gesucht, wenn sich das mobile System in einer unkritischen Zone befindet. Wenn sich das mobile System in einer kritischen Zone befindet, wird die kritische Zone umgehend verlassen und ein Netzwerkzugang gesucht. Dadurch ist sichergestellt, dass in einer Alarmsituation ein kritischer Bereich bereits verlassen ist oder ein mobiles System bereits dabei ist eine kritische Zone zu verlassen.
Eine Ausführung ist gekennzeichnet durch das Rückmelden des Status des mobilen
Systems in einer Feedback-Nachricht an ein zentrales Alarm-Gateway ohne Verwendung von Netzwerkinfrastruktur. Die Feedback-Nachricht enthält wenigstens einen Status des mobilen Systems. Dies hat den Vorteil, dass das Alarm-Gateway jederzeit über alle Teilnehmer im Netzwerk informiert ist. Es kann somit beispielsweise eine mittlere und/oder längste Laufzeit ermittelt werden, mit der Nachrichten alle Teilnehmer erreichen. Das Gateway kann auch eine Positionsüberwachung durchführen und beispielsweise die Frequenz, also die Häufigkeit, mit der die Prüf-Nachrichten gesendet werden, an die Entfernungen und/oder die Positionen der Teilnehmer anpassen. Dabei kann die Frequenz bei großer Entfernung, bei großen
Teilnehmergeschwindigkeiten und/oder beim Aufenthalt in kritischen Zonen erhöht werden.
Umgekehrt kann die Frequenz geringer sein, wenn sich die mobilen Systeme langsam bewegen, sich nahe am Gateway und/oder nicht in kritischen Zonen aufhalten.
Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn die Feedback-Nachricht als Broadcast- oder Unicast- Nachricht über eine ausgewählte Route gesendet wird. Auf diese Weise erreicht die
Feedback-Nachricht ein Alarm-Gateway ohne feste Netzwerkinfrastruktur auf einer bekannten Route und somit mit einer bekannten Sicherheit.
Die Feedback-Nachricht kann dazu eine Liste der Adressen der mobilen Systeme der ausgewählten Route enthalten. Diese Liste enthält die Adressen der weiterleitenden mobilen Systeme der Prüf-Nachricht, die zuletzt über die ausgewählte Route empfangen wurde in umgekehrter Reihenfolge. Auf diese Weise wird die Feedback-Nachricht genau auf dieser Route zurück an das Alarm-Gateway gesendet. Demnach ist die
Übertragungswahrscheinlichkeit bekannt.
Die ausgewählte Route kann dabei eine sicherste, eine zuverlässigste oder eine schnellste Route sein. Wobei die Auswahl nach unterschiedlichen Kriterien fest vorgegeben sein kann, beispielsweise je nach Anwendung, oder auch dynamisch vom mobilen System in
Abhängigkeit von Parametern erfolgen kann.
In einer Ausführung umfasst das Verfahren weiter die folgenden Schritte:
Empfangen einer Alarm-Nachricht, die als Broadcast im Netzwerk verfügbar ist;
Weiterleiten der Alarm-Nachricht als Broadcast in das Netzwerk;
Aktivieren eines Alarmzustands des mobilen Systems basierend auf der Alarm-Nachricht, insbesondere wobei der Alarmzustand nur durch eine Alarmquittierung aufgehoben wird; und Anpassen des Verhaltens des mobilen Systems anhand des Alarmzustands.
Auf diese Weise ist die Verbreitung eines Alarms innerhalb des Netzwerks auf dieselbe Art möglich, wie die Prüf-Nachrichten.
Das Anpassen des Verhaltens kann beispielsweise umfassen, dass eine kritische Zone verlassen wird oder nicht befahren wird. Dabei können weitere Informationen oder Parameter der Alarm-Nachricht mitberücksichtigt werden.
In einer Ausführung werden zum Empfangen und/oder Senden von Nachrichten eine oder mehrere drahtlose Kommunikationsschnittstellen eines mobilen Systems verwendet. Dadurch kann die Redundanz an möglichen Routen für eine Nachricht wesentlich erhöht werden. Dabei ist es möglich, dass eine auf einer Schnittstelle empfangene Nachricht über eine oder mehrere Schnittstellen gesendet, also weitergeleitet, wird. Die Sendeschnittstellen können andere Schnittstellen sein als die Empfangsschnittstelle. Ebenso ist es möglich, dass ein mobiles System Nachrichten über mehrere Schnittstellen empfängt aber nur über eine Schnittstelle weiterleitet. Dazwischen sind alle M zu N Kombinationen aus Empfangs- und Sende- Schnittstellen denkbar und möglich.
Über eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle werden die Nachrichten elektromagnetisch, optisch, akustisch oder induktiv übertragen, insbesondere wobei eine elektromagnetische Übertragung über WLAN oder Bluetooth erfolgt. Drahtlos ist daher keinesfalls auf
Funkschnittstellen beschränkt, sondern bezieht sich auf jegliche berührungslose Übertragung.
In einer Ausführung erfolgt die Einteilung der Zonen auf Basis vorheriger Kartierung, beispielsweise mittels SLAM (Simultaneous Localization and Mapping; Simultane
Positionsbestimmung und Kartenerstellung), und/oder auf Basis von Merkmalen in der Umgebung. Ein mobiles System kann demnach seine Einsatzumgebung selbst kartieren. Es ist jedoch auch möglich, dass ein mobiles System eine Karte seiner Einsatzumgebung übermittelt bekommt. Von Vorteil ist dabei, dass der Teilnehmer anhand seiner Position selbst feststellen kann, in welcher Einsatzzone er sich gerade aufhält, und somit sein Verhalten entsprechend der Verbindungsqualität erfindungsgemäß selbst anpassen kann. Entscheidend ist, dass die Zonen fest in Bezug auf die Anlage definiert sind und nicht veränderlich sind. Die Zonen sind demnach insbesondere unabhängig von den mobilen Systemen, die sich innerhalb der Anlage befinden und bewegen. Die primäre Aufgabe der Erfindung ist es bestimmte Zonen innerhalb der Anlage freizuhalten und nicht Personen im unmittelbaren Umkreis eines mobilen Systems zu schützen, was durch bereits vorhandene Methoden gelöst ist.
Ein weiteres Beispiel umfasst ein mobiles System zum Betreiben als Teilnehmer in einem drahtlosen Netzwerk mit mehreren Teilnehmern. Das System ist dadurch gekennzeichnet, dass das mobile System wenigstens eine drahtlose Schnittstelle zum Empfangen von
Broadcast-Nachrichten aufweist, dass das mobile System Mittel zur Bestimmung der Position innerhalb einer Einsatzumgebung aufweist, dass das mobile System Mittel zur Zuordnung der Position zu einer Zone aufweist und dass das mobile System eine Netzwerkbewertungseinheit aufweist, zum Feststellen einer Verbindungsqualität und/oder eines Netzwerkstatus.
Die festgestellte Verbindungsqualität kann aus verschiedenen Metriken abgeleitet sein und als Grundlage für ein präventives und/oder reaktives Verhalten des mobilen Systems dienen, das die aktuelle Position innerhalb einer Zone mit einbezieht.
Es ist somit insbesondere geeignet und/oder dazu ausgebildet, ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben eines mobilen Systems auszuführen.
In einer Ausführung ist das mobile System zum Senden einer Broadcast-Nachricht in das Netzwerk ausgebildet, insbesondere wobei eine empfangene Broadcast-Nachricht
weitergeleitet wird. Auf diese Weise kann das mobile System eine Prüf-Nachricht und/oder Alarm-Nachricht an weitere Teilnehmer im drahtlosen Netzwerk weiterleiten und dadurch die Reichweite über die physikalisch vorhandene Reichweite erhöhen.
Die Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zum Betreiben eines Alarm-Gateways als Teilnehmer in einem drahtlosen Netzwerk mit mehreren Teilnehmern, gekennzeichnet durch das wiederholte Senden einer Prüf-Nachricht als Broadcast in das Netzwerk. Von Vorteil ist dabei, dass auf diese Weise jeder Teilnehmer im Netzwerk seinen Verbindungsstatus ermitteln kann, indem die Prüf-Nachrichten ausgewertet werden.
Eine Ausführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch das Empfangen und Auswerten von Rückmeldungen der weiteren Teilnehmer an das Alarm-Gateway. Auf diese Weise kann das Alarm-Gateway auf verschiedene Situationen reagieren, beispielsweise eine detaillierte Netzwerk-Topologie erstellen, die Sendefrequenz der Prüf-Nachrichten anpassen und/oder angepasste Steuerbefehle an Teilnehmer senden.
In einer Ausführung umfasst das Verfahren das das Alarm-Gateway anstelle der Prüf- Nachrichten wenigstens eine Alarm-Nachricht als Broadcast in das Netzwerk sendet. Somit verbreitet sich eine Alarm-Nachricht im Netzwerk auf dieselbe Weise wie eine Prüf-Nachricht.
In einer Ausführung kann ein Alarm, insbesondere durch einen Nutzer, quittiert werden, wodurch das Alarm-Gateway vom Alarm-Zustand in den Normal-Zustand zurückversetzt wird und mit dem regulären Senden von Prüf-Nachrichten fortfährt.
Eine Ausführung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Empfangen eines Alarm-Signals über eine Alarmschnittstelle und Senden einer Alarm-Nachricht als Broadcast in das Netzwerk. Ein Alarm-Gateway kann auf diese Weise, beispielsweise über drahtgebundene
Alarmschnittstellen mit verschiedenen Alarmgebern, verbunden werden. Solche Alarmgeber können beispielsweise Rauchmelder, Feuermelder, Bewegungsmelder, Feuchtigkeitsmelder oder andere Umgebungssensoren sein. Ein Alarm-Signal von einem dieser Sensoren wird zweckmäßigerweise als Alarm-Nachricht über Broadcast in das drahtlose Netzwerk gesendet. Auf diese Weise wird es von mobilen Systemen empfangen und weitergeleitet. Der Vorteil ist dabei, dass auch mobile Systeme, die sich außerhalb der physikalischen Reichweite des Alarm-Gateways befinden, die Alarm-Nachricht empfangen können.
Dies hat den Vorteil, dass die Alarm-Nachrichten auf dieselbe Weise im Netzwerk verbreitet werden, wie die Prüf-Nachrichten, und dass beispielsweise die Laufzeit der Nachrichten bekannt ist.
Alarm-Gateways können redundant ausgelegt sein und in einer Anwendung oder einer Einsatzumgebung mehrfach vorhanden sein. Auf diese Weise kann ein Ausfall eines Alarm- Gateways kompensiert werden. Zweckmäßigerweise werden die Prüf-Nachrichten und Alarm- Nachrichten jedoch jeweils nur von einem Alarm-Gateway versendet, so dass unnötiger Netzwerkverkehr reduziert ist. Das Alarm-Gateway kann jedoch mit mehreren
Sendeeinrichtungen verbunden sein, über die eine Prüf- und/oder Alarm-Nachricht gleichzeitig versendet wird. Dadurch kann sich die initiale Reichweite und/oder die Redundanz der Routen erhöhen
Ein Beispiel umfasst ein Alarm-Gateway als stationäres System in einem drahtlosen Netzwerk mit mehreren Teilnehmern. Das Alarm-Gateway ist dadurch gekennzeichnet, dass das Alarm- Gateway wenigstens eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle zum Senden von Broadcast- Nachrichten in das Netzwerk aufweist und dass das Alarm-Gateway wenigstens eine
Alarmschnittstelle zum Verbinden mit einem Alarmgeber aufweist.
Von Vorteil ist dabei, dass Alarmsignale, die über die Alarmschnittstelle empfangen werden, schnell und mit deterministischer Verzögerung an alle Teilnehmer im Netzwerk gesendet werden können.
In einer Ausführung weist das Alarm-Gateway Mittel zum Auswerten des Netzwerkstatus, insbesondere von Rückmeldungen der Teilnehmer, auf. Diese Mittel können im Alarm- Gateway oder einem mit dem Alarm-Gateway verbundenen Gerät angeordnet sein. Vorteilhaft ist dabei, dass eine Netzwerktopologie erstellt werden kann und dass der Status, die Position und andere Parameter aller Teilnehmer bekannt sein können.
Die Erfindung umfasst die Steuerung von mobilen Systemen in einer industriellen Umgebung unter Berücksichtigung sicherheitskritischer Zonen und dem aktuellen Netzwerkstatus. Dies beinhaltet das Erfassen von unterschiedlichen Einsatzzonen in industrieller Umgebung, das Feststellen der Zonen auf Basis vorheriger Kartierung, beispielsweise mittels SLAM
(Simultaneous Localization and Mapping) und/oder das Erfassen der Zone auf Basis von Merkmalen in der Umgebung.
Weiterhin umfasst die Erfindung die permanente Überwachung des Netzwerkstatus aller Teilnehmer in einem infrastrukturlosen Multi-Hop Netzwerk. Dies kann beispielsweise durch Überwachen mittels einer Flut an Prüf-Nachrichten mittels Broadcast und Weiterleiten der Prüf-Nachrichten durch Teilnehmer für eine erhöhte Reichweite ohne Netzwerk-Infrastruktur erfolgen. Bedingungen zur Weiterleitung können die Flut schleifenfrei halten und die
Ausbreitung begrenzen und Netzwerkressourcen schonen.
Die Teilnehmer erfassen die Verbindungsqualität, indem sie die Verzögerung, die
Übertragungswahrscheinlichkeit, die Reihenfolge der empfangenen Prüf-Nachrichten und die Redundanz der Routen, über die die Prüfnachrichten empfangen wurden, bewerten. Die Verzögerung kann beispielsweise ermittelt werden, indem jede Prüf-Nachricht den Zeitpunkt des Versendens beinhaltet. Aus der Differenz zwischen der aktuellen Zeit beim Empfangen der Nachricht und dem Zeitpunkt des Versendens ergibt sich die bisherige Verzögerung der Nachricht. Für dieses Vorgehen können die Systemzeiten aller Teilnehmer synchronisiert sein. Dies kann beispielsweise mittels Softwareprotokollen, wie NTP oder PTP, erreicht werden, oder mittels Hardware, wie Echtzeituhren oder GPS-Zeitquellen.
Um die Reihenfolge der empfangenen Prüfnachrichten zu ermitteln, enthält jede Nachricht einen Zähler. Dieser Zähler wird kontinuierlich durch den Sender der Prüfnachrichten inkrementiert. Das Ausbleiben eines Zählers oder das Empfangen eines veralteten Zählers weist dann auf eine falsche Empfangsreihenfolge hin. Über einen gewissen Zeitraum wird berechnet, wie hoch der Anteil der übertragenen Prüfnachrichten ist. So ergibt sich die Übertragungswahrscheinlichkeit als Verhältnis der Anzahlen der empfangenen zu den erwarteten Nachrichten.
Mit Hilfe des Zählers können auch doppelt oder mehrfach empfangene Prüfnachrichten erkannt werden. Da jede Nachricht die Information enthält, von welchen Teilnehmern sie bereits weitergeleitet wurde, ist die Route jeder empfangenen Nachricht bekannt. Wenn eine Nachricht über mindestens zwei Routen übertragen wurde, in denen sich keine identischen Teilnehmer befinden, so sind diese Routen redundant. Zur Erhöhung der
Übertragungssicherheit sind redundante Routen wünschenswert. Durch die Prüfung auf
redundante Routen kann ein Ausfall der Alarmübertragung bei Ausfall von nur einem
Teilnehmer ausgeschlossen werden.
Weiterhin kann das Verhalten eines Teilnehmers je nach Kombination aus Verbindungsqualität und aktueller Zone angepasst werden. Besteht eine gute Verbindung in unkritischer Zone, kann der normale Betrieb fortgesetzt werden. Besteht keine Verbindung in einer unkritischen Zone, kann die aktuelle Aufgabe beendet werden und anschließend ein Netzwerkzugang gesucht werden. Besteht eine gute Verbindung in einer kritischen Zone, so kann die Aufgabe fortgesetzt werden. Besteht keine Verbindung in einer kritischen Zone, so muss diese umgehend verlassen werden und ein Netzwerkzugang gesucht werden.
Wie bereits oben erwähnt, kann die Verbindungsqualität grundsätzlich dadurch beschrieben werden, dass sie durch einen oder mehrere Netzwerkparameter quantifiziert wird. Dabei kann beispielsweise die Empfangssignalstärke, die Laufzeit und/oder die Latenz mitberücksichtigt werden. Eine gute oder ausreichende Verbindungsqualität besteht demnach dann, wenn die quantitative Repräsentation der Netzwerkparameter einen vorgegebenen
Verbindungsschwellwert überschreitet. Der Verbindungsschwellwert kann dabei fest vorgegeben sein oder von weiteren Umgebungsparametern, wie beispielsweise der
Entfernung zum nächsten Teilnehmer oder der Geschwindigkeit des Teilnehmers, abhängig sein.
Die Erfindung umfasst auch ein präventives Nichtbefahren sicherheitskritischer Zonen bei unzureichender Verbindungsqualität. Durch permanente Netzwerküberwachung wird die Verbindungsqualität präventiv erfasst. Sicherheitskritische Zonen werden nicht betreten, wenn keine ausreichende Verbindungsqualität vorliegt. Kritische Bewegungen der
Netzwerkteilnehmer, welche zu Verbindungsverlust führen könnten, können frühzeitig erkannt werden. Weitergeleitete Nachrichten enthalten Informationen der weiterleitenden
Netzwerkteilnehmer, darunter auch Position und Geschwindigkeit. Sehr hohe Abstände oder schnell größer werdende Abstände im Netzwerk können frühzeitig detektiert werden. Höhere Abstände bedeuten in den meisten Umgebungen geringere
Übertragungswahrscheinlichkeiten.
Aufgrund der vorgenannten Merkmale ist ein Übertragen von Alarm-Nachrichten mit deterministischer Verzögerung in einem Multi-Hop Netzwerk ohne Bedarf an
Netzwerkinfrastruktur möglich. Da diese Nachrichten auf demselben Weg im Netzwerk übertragen werden, wie die Prüf-Nachrichten, ist jederzeit bekannt, wie sich solche Alarm- Nachrichten im Netzwerk ausbreiten werden. Daher wird der Prüfkanal für Verbindungsqualität für Alarm-Nachrichten genutzt, welche mit deterministischer Verzögerung an alle verbundenen Netzwerkteilnehmer übertragen werden können. Alarm-Nachrichten können in Länge und Struktur den Prüf-Nachrichten entsprechen, wodurch die zuvor bestimmte
Übertragungsverzögerung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bestehen bleibt. Durch die konstante Netzwerkprüfung kann ein Teilnehmer die Verzögerung einer Alarmübertragung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Voraussagen.
Die Erfindung umfasst die Rückmeldung vom Status der Endgeräte an eine zentrale Stelle ohne Verwendung von Netzwerkinfrastruktur. Das bedeutet, dass die zur Netzwerkprüfung gesendeten Daten genutzt werden, um Rückmeldung an das zentrale System zu liefern. Durch die Flut mit Prüf-Nachrichten wird eine baumartige Topologie erzeugt, welche zur
Rückübertragung der Rückmeldungen genutzt wird. Dabei kann die zuverlässigste Route für die Rückübertragung gewählt werden. In einer alternativen Ausführung können jedoch auch redundante Routen zur Übertragung verwendet werden.
Dabei werden vorzugsweise Daten, wie Übertragungswahrscheinlichkeiten, erreichte
Verzögerungen, beispielsweise die mittlere und die längste Verzögerung, und/oder die zuverlässigste Route der Anbindung zurückgesendet. Zusätzlich kann beispielsweise eine oder mehrere der folgenden optionalen Informationen übertragen werden: die Anzahl der direkten Nachbarn eines Teilnehmers; die Position, der Batteriestatus und/oder die gerade durchgeführte Aufgabe. Von Vorteil ist dabei, dass das zentrale System, etwa ein Alarm- Gateway, jederzeit über alle Teilnehmer informiert ist und dementsprechend Steuerbefehle und Aufgaben an die Teilnehmer verteilen und anpassen kann.
Grundsätzlich kann das mobile System als separate Einheit ausgebildet sein, das mit einem vorhandenen mobilen System verbindbar ist. Auf diese Weise kann beispielsweise ein bestehender oder vorhandener Roboter mit der neuen Funktionalität ausgerüstet werden. Das mobile System kann aber auch bereits ein Roboter sein, in den die erfindungsgemäßen Merkmale ab Werk integriert sind.
Grundsätzlich kann das Alarm-Gateway als separate Einheit ausgebildet sein, das mit einem vorhandenen Alarm-Gateway verbindbar ist. Auf diese Weise kann beispielsweise ein bestehendes oder vorhandenes Alarm-Gateway mit der neuen Funktionalität ausgerüstet werden. Das Alarm-Gateway kann aber auch bereits die erfindungsgemäßen Merkmale ab Werk aufweisen.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen
Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.
Die Erfindung wird nun anhand von Figuren näher erläutert:
Es zeigt:
Figur 1 : eine schematische Ansicht einer Einsatzumgebung mit verschiedenen Zonen,
Figur 2: die Einsatzumgebung der Figur 1 mit einem stationären Alarm-Gateway und mehreren mobilen Systemen,
Figur 3: ein Ablaufdiagramm eines reaktiven Verhaltens eines mobilen Systems,
Figur 4: ein Ablaufdiagramm eines präventiven Verhaltens eines mobilen Systems,
Figur 5: die Einsatzumgebung der Figur 1 zur Darstellung der Weiterleitung von
Nachrichten im drahtlosen Netzwerk,
Figur 6: verschiedene Ausführungen eines Alarm-Gateways,
Figur 7: eine schematische Darstellung der Nachrichtenverarbeitung in verschiedenen
Teilnehmern eines drahtlosen Netzwerks,
Figur 8: ein Ablaufdiagramm zur Generierung einer Prüf- Nach rieht durch ein Alarm- Gateway,
Figur 9: ein Ablaufdiagramm zur Verbreitung einer Prüf-Nachricht als Broadcast im drahtlosen Netzwerk durch ein Alarm-Gateway,
Figur 10: ein Ablaufdiagramm zur Generierung einer Rückmeldung durch ein mobiles
System,
Figur 11 : ein Ablaufdiagramm zum Empfangen, Auswerten und Präsentieren des
Netzwerkstatus am Alarm-Gateway,
Figur 12: eine schematische Darstellung eines drahtlosen Netzwerks mit einem erfindungsgemäßen Alarm-Gateway und mehreren mobilen Systemen,
Figur 13: eine schematische Darstellung der Informationen innerhalb einer Prüf-Nachricht und
Figur 14: eine schematische Darstellung der Informationen innerhalb einer Feedback- Nachricht.
In der Figur 1 ist schematisch eine beispielhafte Einsatzumgebung eines mobilen Systems, beispielsweise eines Roboters, gezeigt. Die Einsatzumgebung kann eine Lagerhalle oder eine Fertigungsanlage sein und ist in verschiedene Zonen eingeteilt. Die Zonen sind fest in Bezug auf die Einsatzumgebung definiert und sind in der Regel nicht dynamisch.
Diese Zonen umfassen auch Hindernisse, die mit 1 bezeichnet sind. Dies können
beispielsweise Maschinen, Regale oder andere statische oder auch dynamische Elemente sein. Diese Hindernisse 1 schränken die Bewegungsmöglichkeiten der mobilen Systeme innerhalb der Einsatzumgebung ein und beeinflussen auch die drahtlose Datenübertragung.
In der Einsatzumgebung gibt es verschiedene Zonen 2 und 3, die während des
Arbeitsprozesses der mobilen Systeme berücksichtigt werden, beispielsweise Fluchtwege für Personen, Rettungswege, bestimmte Fahrwege, explosionsgeschützte Bereiche,
Brandschutzzonen und dergleichen. In Figur 1 stellt Zone 2 einen Fluchtweg dar und Zone 3 einen Bereich mit Explosionsgefahr. Diese Zonen sind demnach kritische Zonen. Die
Einsatzumgebung, die nicht in einer dieser Zonen eingeteilt ist, ist die unkritische Zone, in der sich ein mobiles System ohne Einschränkung bewegen kann.
In der in Figur 2 beispielhaft dargestellten Einsatzumgebung agiert eine Gruppe mobiler Systeme 4 und ein statisches System 5. Diese Gruppe ist stark heterogen. Die einzige Gemeinsamkeit von allen beteiligten Systemen 4 und 5 ist die Ausstattung mit
erfindungsgemäßen Funktionen, sowie die Verfügbarkeit einer drahtlosen
Kommunikationsschnittstelle.
Das stationäre System 5 ist hier als Alarm-Gateway ausgebildet, welches die Quelle von Prüf- und Alarm-Nachrichten für die Teilnehmer ist. Alle mobilen Teilnehmer 4 und das Alarm- Gateway 5 bilden in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Funktionalität ein Alarm- System 7. Das Alarm-System 7 ist dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere Alarm- Nachrichten jeden Teilnehmer 4 erreichen können und dass jeder Teilnehmer entsprechend auf Alarm-Nachrichten reagiert.
Das Alarm-Gateway 5 verfügt über Alarmschnittstellen zu peripheren Überwachungseinheiten, welche es erlauben, Informationen von beispielsweise Feuermeldesystemen,
Temperaturüberwachungen und weiteren Sensoren und Überwachungssystemen zu beziehen. Das Alarm-Gateway 5 verfügt über ein oder mehrere dieser Überwachungseinheiten. Mögliche Ausprägungen dieser Überwachungseinheiten sind verbindende Netzwerkelemente, zentrale Steuerungseinheiten oder auch Not-Aus-Knöpfe mit drahtloser Kommunikationsschnittstelle.
Die mobilen Systeme 4 verfügen über eine Recheneinheit mit einem Programm, mit dem das erfindungsgemäße Verfahren implementiert ist, so dass sie auf die Kombination von aktuellem Standort innerhalb der Einsatzumgebung, also der Zone, in der es sich befindet, und eingehender Alarm-Nachrichten reagieren können. Bezogen auf die in Figur 2 gezeigte Einsatzumgebung bedeutet dies beispielsweise, dass bei erhöhter Temperatur die Zone 3 nicht mehr befahren werden darf. Oder es muss bei einem Feueralarm die kritische Zone 2 von allen autonomen mobilen Systemen 4 umgehend verlassen werden, um den Fluchtweg für eine eventuelle Evakuation von Personen frei zu machen oder frei zu halten. Dabei können die mobilen Systeme ihre Geschwindigkeit beispielsweise auch erhöhen, um die kritische Zone schnellstmöglich zu verlassen.
In Figur 2 ist zusätzlich die physikalische Sendereichweite 6 des Alarm-Gateways 5 gezeigt. Alle mobilen Systeme 4, die sich innerhalb dieser Reichweite 6 befinden, könnten Alarm- Nachrichten mit geringer Verzögerung und hoher Zuverlässigkeit direkt vom Alarm-Gateway 5 empfangen. Das erfindungsgemäße System erlaubt es den mobilen Systemen 4, diese Anbindung an das Alarm-Gateway kontinuierlich zu überwachen und auf unzuverlässige und langsame Verbindungen zu reagieren. Des Weiteren können durch die mobilen Systeme 4 die Reichweite für Alarm-Nachrichten verlängert werden. Alarm-Nachrichten sind so über die initiale, physikalische Reichweite des Alarm-Gateways 5 hinaus empfangbar.
Die Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm für ein beispielhaftes, reaktives Verhalten eines mobilen Systems 4 anhand seiner aktuellen Zone und seiner Netzwerkverbindungsqualität am Beispiel zur Übertragung eines Feueralarms.
In einem ersten Schritt S31 wird festgestellt, ob die aktuelle Netzwerkanbindung, also die Verbindungsqualität, gut ist. Eine gute Verbindungsqualität im Sinne der Erfindung kann beispielsweise dadurch charakterisiert sein, dass eine quantitative Repräsentation von einem oder mehreren Netzwerkparametern einen Verbindungsschwellwert überschreitet.
Falls die Verbindungsqualität gut ist, wird in einem nächsten Schritt S32 geprüft, ob sich das mobile System in einer kritischen Zone, im Beispiel in einem Fluchtweg 2, befindet.
Falls nein, wird in Schritt S33 die aktuelle Aufgabe des mobilen Systems weiter ausgeführt.
Falls ja, wird in Schritt S34 die aktuelle Aufgabe ebenfalls fortgeführt. Der Fluchtweg 2 wird jedoch verlassen, wenn dies die Aufgabe nicht behindert, die Verbindungsqualität sich verschlechtert oder die Aufgabe abgeschlossen ist.
Falls die Verbindungsqualität schlecht, also unzureichend, ist, wird ebenfalls in einem nächsten Schritt S35 geprüft, ob sich das mobile System in einer kritischen Zone, im Beispiel in einem Fluchtweg 2, befindet. Eine schlechte Verbindungsqualität im Sinne der Erfindung kann beispielsweise dadurch charakterisiert sein, dass eine quantitative Repräsentation von einem oder mehreren Netzwerkparametern den Verbindungsschwellwert unterschreitet.
Falls ja, wird im nächsten Schritt S36 der Fluchtweg 2, also die kritische Zone, umgehend verlassen und ein Zugang zum Netzwerk gesucht. Ein Zugang zum Netzwerk erfolgt durch Aufsuchen einer Position in der Einsatzumgebung, an der eine gute Verbindungsqualität besteht.
Falls nein, wird im nächsten Schritt S37 die aktuelle Aufgabe fortgeführt und anschließend ein Zugang zum Netzwerk gesucht.
In jedem Fall wird jeweils mit Schritt S31 fortgefahren. Die Feststellung der
Verbindungsqualität ist im Beispiel eine permanent wiederholte Tätigkeit, da das Verhalten der mobilen Systeme davon abhängig ist.
Die Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm für ein beispielhaftes, präventives Verhalten eines mobilen Systems 4. Hier wird in einem ersten Schritt S41 vom mobilen System 4 geprüft, ob eine kritische Zone 2, 3 befahren werden soll. Dies erfolgt durch Abgleich der aktuellen Position mit den Zonen der Einsatzumgebung.
Falls ja, wird in einem weiteren Schritt S42 zunächst geprüft, ob die Verbindungsqualität des Netzwerks gut ist.
Falls ja, wird in einem Schritt S43 die aktuelle Aufgabe fortgesetzt. Die kritische Zone kann befahren werden. In einer alternativen Ausführung kann je nach Art der Zone und des mobilen Systems beispielsweise in dem Schritt S43 die Geschwindigkeit des Systems verringert werden.
Falls nein, darf die kritische Zone nicht befahren werden. Das mobile System hält an, oder es kann einen alternativen Weg unter Umgehung der kritischen Zone suchen. Zusätzlich wird der aktuelle Netzwerkstatus an das Alarm-Gateway 5 gemeldet. In einer alternativen Ausführung des Systems kann ein weiteres mobiles System 4 bei der zentralen Steuerung angefragt werden, um eine sichere Anbindung an das Netzwerk zu gewährleisten. Der angeforderte Teilnehmer kann sich beispielsweise zwischen das Alarm-Gateway 5 und den anfordernden Teilnehmer positionieren, um als Reichweitenverlängerung zu dienen.
Auch wenn keine kritische Zone befahren werden soll, wird in einem weiteren Schritt S45 geprüft, ob die Verbindungsqualität des Netzwerks gut ist.
Falls ja, wird in Schritt S46 die aktuelle Aufgabe fortgeführt. Falls nein, wird in Schritt S47 dennoch fortgefahren, aber bei Möglichkeit eine Verbindung zum Netzwerk hergestellt.
Wie sich das mobile System in Abhängigkeit von Netzwerkstatus und Standort verhält, kann dabei an die jeweilige Situation angepasst werden. Neben den in Figur 3 und 4 beschriebenen Verhaltensweisen sind noch viele weitere Szenarien und Vorgehensweisen denkbar. Das Verhalten kann auch von der Art der kritischen Zone und/oder der Art der aktuellen Situation der Einsatzumgebung abhängen, beispielsweise von Uhrzeit, Umgebungstemperatur, Anzahl der Personen und dergleichen.
Die Periodizität oder Frequenz, mit der der Standort und der Netzwerkstatus geprüft werden, kann dabei vorzugsweise an die Dynamik des jeweils betrachteten Netzwerks angepasst werden und liegt typischerweise im Bereich von Hz bis kHz. Wenn die Netzwerkteilnehmer sich schnell bewegen, kann eine häufigere Prüfung stattfinden als bei langsamen
Teilnehmern. Bei einer Geschwindigkeit von beispielsweise 1 m/s der mobilen Systeme ist eine Frequenz von mindestens 1/s zweckmäßig. Die Frequenz kann dabei fest vorgegeben sein oder auch dynamisch an sich ändernde Geschwindigkeiten der Teilnehmer angepasst werden.
Um das Netzwerk permanent überwachen zu können, sendet das Alarm-Gateway im
Normalfall in regelmäßigen Abständen Prüf-Nachrichten aus. Diese Prüf-Nachrichten werden durch die Endgeräte empfangen und es wird die Verzögerung während der Übermittlung ermittelt. Da die Prüf-Nachrichten in Größe und Modulation identisch mit den Alarm- Nachrichten sind, hat eine anschließend gesendete Alarm-Nachricht mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit ein identisches Übertragungsverhalten. Über die Prüf-Nachrichten wird der Netzwerkstatus ermittelt und regelmäßig an die Steuerung der mobilen Systeme übermittelt. Alarm-Nachrichten werden über dieselben Schnittstellen wie die Prüf-Nachrichten gesendet, können aber auch verzögerungsarm unabhängig von deren Periodizität übermittelt werden.
Die Figur 5 zeigt ein vorteilhaftes Alarm-System 7 anhand der Einsatzumgebung der Figur 2. Das Alarm-System 7 umfasst das Alarm-Gateway 5 als stationären Teilnehmer sowie mehrere Endgeräte als mobile Teilnehmer 4. Das Alarm-System 7 wird weiterhin durch das
erfindungsgemäße Zusammenwirken der mobilen Teilnehmer 4 mit dem Alarm-Gateway 5 gebildet und definiert.
Das Alarm-System 7 ist dabei unabhängig von einer Netzwerk-Infrastruktur. Aus diesem Grund sendet das Alarm-Gateway 5 die Prüf- und Alarm-Nachrichten 10 als Broadcast über alle verfügbaren Kommunikationsschnittstellen. Dadurch können diese Nachrichten 10 auch ohne Infrastruktur übertragen werden. Jedes Endgerät 4, das diese Alarm- oder Prüf-Nachricht empfängt, bewertet diese, fügt Informationen über sich selbst an, und leitet diese wiederum als infrastrukturunabhängigen Broadcast weiter. Bei der entstehenden, netzwerkweiten Flut aus Alarm- oder Prüf-Nachrichten werden dabei Maßnahmen getroffen, um die Last für das drahtlose Netzwerk zu begrenzen. Das Netzwerk wird schleifenfrei gehalten, indem veraltete Nachrichten nicht mehr übertragen werden.
Da weitergeleiteten Nachrichten Informationen, inklusive der Adressen, der weiterleitenden mobilen Systeme beigefügt werden, kennt jedes Endgerät, das eine Nachricht empfängt, eine Route zurück zu dem Alarm-Gateway. Über eine solche Route sendet das Endgerät
Informationen über seinen aktuellen Zustand zurück an das Alarm-Gateway. Diese können Informationen zum Netzwerkstatus, der Position des Endgerätes und/oder seiner
verbleibenden Batterie-Kapazität enthalten. Das Alarm-System erlaubt also neben der Alarmübertragung mit minimaler, deterministischer Verzögerung eine infrastrukturunabhängige Überwachung der wichtigsten Informationen aller verbundenen Endgeräte. Um
Netzwerkressourcen zu sparen, wird die Rückmeldung der Statusinformationen bevorzugt mit geringerer Frequenz ausgeführt als die Übermittlung der Prüf-Nachrichten.
Das Alarm-System 7 stellt dabei nur minimale Anforderungen an die Art der Implementierung seiner Elemente. In Figur 6 werden drei Varianten für das Alarm-Gateway 5 gezeigt. In allen Varianten werden Alarm-Signale durch eine externe Alarmschnittstelle 8 empfangen. Solche Alarm-Signale können beispielsweise von externen Sensoren, wie etwa Rauchmeldern oder Feuchtigkeitsmeldern, ausgelöst werden.
Diese Alarm-Signale werden, wie die durch das Gateway 5 generierten Prüf-Nachrichten, an Kommunikationsschnittstellen 9 übermittelt, welche sie als Alarm-Nachrichten als Broadcast 10 an die anderen Teilnehmer des Netzwerks senden. Das Gateway 5 verfügt über eine oder mehrere Kommunikationsschnittstellen 9, wie in Figur 6 gezeigt. Diese Schnittstellen 9 sind entweder interne Komponenten (a, c) des Gateways oder auch externe Elemente (b).
Feedback-Nachrichten 11 aus dem Netzwerk werden durch eine oder mehrere der
Schnittstellen 9 empfangen und an Elemente 13 weitergeleitet 12, die den aktuellen Status des Netzwerks auswerten. Dies können sowohl Software-Komponenten 13 auf dem Gateway
5 selbst, Figur 6 (a), als auch Teile externer Geräte 13 sein, Figur 6 (c). Es ist auch möglich, dass die auswertenden Elemente 13 identisch mit den peripheren Komponenten sind, welche die Alarm-Signale generieren, Figur 6 (b).
Auch die Integration des Alarm-Systems 7 in die mobilen Endgeräte 4 ist flexibel. Das System kann dabei als zusätzliche Hard- und/oder Software in bestehende mobilen Systeme 4 integriert werden. Es kann dabei sowohl unabhängige Kommunikationsschnittstellen 9 mitbringen als auch vorhandene Schnittstellen 9 des Endgerätes nutzen. Das Alarm-System 7 wird mit unterschiedlichen internen Komponenten des Endgerätes verbunden, um diesen den aktuellen Netzwerkstatus mitzuteilen und um Informationen zur Generierung der Feedback- Nachrichten zu erhalten. Das Alarm-System kann aber auch bereits in dem mobilen Endgerät 4 ab Werk integriert sein.
Neben den beschriebenen Alarm-Gateways 5 und Endgeräten 4 sind aber auch weitere Elemente im Alarm-System 7 möglich. Beispielsweise stationäre Elemente zur Weiterleitung von Alarm- und Prüf-Nachrichten, stationäre Alarm-Melder, wie Not- Aus- Knöpfe, die auch örtlich begrenzte Alarme, mit oder ohne vorherige Netzwerkprüfung, in das Netzwerk senden.
Die folgenden Abschnitte beschreiben den Gesamtablauf innerhalb des Netzwerks. Dabei wird zunächst die normale Operation während der Netzwerküberwachungsphase beschrieben.
Sowohl auf dem Alarm-Gateway als auch auf jedem Endgerät verfügt das Alarm-System über wenigstens eine Schnittstelle, über die Daten über das Endgerät ausgetauscht werden. Dies umfasst vorzugsweise wenigstens die folgenden Daten: eine eindeutige Adresse,
beispielsweise eine IP-Adresse oder eine MAC-Adresse, den aktuellen Standort des Gerätes, den aktuellen Status des Gerätes, etwa seine aktuelle Aufgabe oder der Batteriestand, und eine systemweit synchronisierte Uhrzeit.
Neben diesen Informationen wurden zum Zeitpunkt der Initialisierung des Alarm-Systems Konfigurationen übergeben, die die Anbindung der Kommunikationsschnittstellen beschreiben und weitere generelle Informationen über den Aufbau und die Funktion des Endgerätes. Diese Informationen stehen den lokalen Instanzen des Alarm-Systems zur Verfügung und werden für die weitere Funktion des Alarm-Systems verwendet. Die Synchronisation der Systemzeiten
mehrere Teilnehmer wird dabei über Protokolle, wie NTP durchgeführt. Insbesondere erfolgt eine Synchronisation zu einem lokalen Zeitserver.
In Figur 7 ist der Verlauf einiger Nachrichten im Alarm-System 7 verdeutlicht. Das Element A ist ein peripheres System, welches Alarme erzeugt. Das Element B ist das Alarm-Gateway.
Das Element C ist das Alarm-System auf einem mobilen Endgerät und das Element D ist die Steuerung des mobilen Endgerätes.
Während der Initialisierung (a) werden dem Alarm-System im mobilen Endgerät C Daten über das mobile Endgerät zugesendet 14.
Nach der Initialisierung (a) beginnt die Netzwerküberwachungsphase (b) in der das Alarm- Gateway B zunächst Prüf-Nachrichten 15 generiert und an die mobilen Alarm-Systeme C sendet 16. Diese ermitteln anhand der erhaltenen Prüf-Nachrichten den Status des Netzwerks und melden 17 diesen an die Steuerung des mobilen Endgerätes. Außerdem werden die Prüf- Nachrichten 15, wenn entsprechende Bedingungen erfüllt sind, an andere mobile Endgeräte weitergeleitet 18. Wenn das Alarm-System im mobilen Endgerät C eine Feedback-Nachricht erzeugt, sendet 19 es diese an das Alarm-Gateway B. Auch Feedback-Nachrichten 22, die von anderen Endgeräten empfangen werden, werden, wenn das aktuelle Endgerät Teil der Route ist, weitergeleitet 23.
Wenn ein Alarm-Signal 24 durch das periphere System A generiert wird und an das Alarm- Gateway B gesendet wird, kann dieses Alarm-Signal als Alarm-Nachricht durch das Alarm- System zum Endgerät gesendet 20 werden. Die Alarm-Nachricht wird umgehend an die Steuerung D des mobilen Endgerätes weitergeleitet 21. Dies wird als Alarm-Sende-Phase (c) bezeichnet. Die Alarm-Nachrichten werden, wenn entsprechende Bedingungen erfüllt sind, wie die Prüf-Nachrichten an andere mobile Endgeräte weitergeleitet. Die ausgesprochene minimale, deterministische Verzögerung bezieht sich bei dem Alarm-System auf die in Figur 7 gezeigte Verzögerung T. Während des Verbreitens des Alarms, wird das Netzwerk weiterhin überwacht.
Ein vorteilhafter Ablauf des Alarm-Systems lässt sich in folgenden Schritten beschreiben. In einem ersten Schritt wird eine Prüf-Nachricht durch das Alarm-Gateway generiert. In einem zweiten Schritt wird die Prüf-Nachricht mittels Broadcast-Flutung im Netzwerk verbreitet. In einem dritten Schritt werden die eingehenden Prüf-Nachrichten durch die Endgeräte, etwa die mobilen Systeme, ausgewertet. Dabei wird unter anderem die Verbindungsqualität festgestellt.
Das Endgerät generiert in einem vierten Schritt eine Feedback-Nachricht und versendet in einem fünften Schritt diese Feedback-Nachricht durch das Netzwerk zum Alarm-Gateway. In einem sechsten Schritt empfängt das Alarm-Gateway die Feedback-Nachricht und wertet diese aus.
Diese sechs Schritte sind nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert.
Schritt 1 : Generieren einer Prüf-Nachricht durch das/die Alarm-Gateway/s
Ein Ablauf des ersten Schritts ist beispielhaft in Figur 8 gargestellt. Mit einer vorbestimmten Frequenz 25 generiert jedes Alarm-Gateway Prüf-Nachrichten 15. Die Frequenz liegt vorzugsweise im Bereich von Hz bis kHz, kann jedoch auch darunter oder darüber liegen. Die Prüf-Nachricht enthält beispielhaft die nachfolgenden Informationen (siehe Figur 13): eine eindeutige Kennung, die die Nachricht als Teil des Alarm-Systems identifiziert; die eindeutige Adresse des Alarm-Gateways innerhalb des Netzwerks, beispielsweise eine IP-Adresse; den Standort des Alarm-Gateways; Zustandsinformationen über das Alarm-Gateway; den
Zeitpunkt, zu dem die Nachricht gesendet wurde; einen inkrementierenden Index; den
Nachrichten-Typ, beispielsweise Prüf-Nachricht oder Alarm-Nachricht; die Anzahl der bisherigen Weiterleitungen; eine Prüfsumme zur Prüfung der Integrität der Daten und eine Liste über Endgeräte, die die Prüf-Nachricht bisher weitergeleitet haben. Diese Liste ist zu Beginn leer. Die Frequenz 25, mit der diese Prüf-Nachrichten generiert 24 werden, kann dabei nach der jeweiligen Anwendung bestimmt werden und kann dem Alarm-System bei der Initialisierung mitgeteilt werden. Eine geringe Frequenz 25 beeinflusst die sonstige
Kommunikation im jeweiligen Übertragungsmedium kaum, während eine hohe Frequenz die Überwachung sehr schneller Netzwerkteilnehmer erlaubt. Die generierte Prüf-Nachricht wird über alle zur Verfügung stehenden Kommunikationsschnittstellen 9 versendet. Das Generieren der Nachricht 24 bezieht vorzugsweise Informationen von Alarm-Eingängen 8, von einer Steuerung 26, von einer Navigation 27 und einem Energie-Management 28 mit ein, um die oben genannten Informationen zu erhalten.
Schritt 2: Verbreitung der Prüf-Nachricht mittels Broadcast-Flutung im Netzwerk
Die Figur 9 zeigt ein Ablaufschema des zweiten Schritts, gemäß dem die Prüf-Nachrichten per Broadcast im Netzwerk verbreitet werden.
Wenn eine Prüf-Nachricht durch eine Kommunikationsschnittstelle 9 eines Endgeräts empfangen wird, S91 , wird zunächst deren Gültigkeit und Integrität mittels der enthaltenen Prüfsumme geprüft S92. Handelt es sich nicht um eine gültige Prüf-Nachricht, wird die
Verarbeitung der aktuellen Prüf-Nachricht in Schritt S99 beendet. Handelt es sich jedoch um eine gültige Prüf-Nachricht, wird sofort bewertet, ob diese Nachricht weitergeleitet werden soll. Diese sofortige Prüfung erlaubt auch bei mehrfacher Weiterleitung einer Nachricht eine geringe Verzögerung. Bei dieser Prüfung werden vorzugsweise drei Bedingungen geprüft:
1. Anzahl der bisherigen Weiterleitungen (S93):
Eine Prüf-Nachricht wird nur bis zu einer bestimmten maximalen Hop-Zahl weitergeleitet. Die maximale Hop-Zahl wird dabei an Hand der verfügbaren Schnittstellen und der Applikation gewählt.
2. Bisherige Verzögerung (S94):
Die Verzögerung kann ermittelt werden, in dem der Zeitpunkt des Sendens aus der Nachricht mit dem aktuellen Zeitpunkt verglichen wird, da alle Systeme zeitsynchronisiert sind. Eine Prüf- Nachricht wird nicht mehr weitergeleitet, wenn sie eine Gültigkeitsdauer, also eine maximal zulässige Verzögerung, bereits überschritten hat. Dies beeinträchtigt die Funktionsweise des Systems nicht, da auch aus dem Ausbleiben von Prüf-Nachrichten die Information extrahiert werden kann, dass ein Endgerät nicht mehr verzögerungsarm erreichbar ist.
3. Einzigartigkeit der Prüf-Nachricht (S95):
Eine Prüf-Nachricht wird durch einen Teilnehmer maximal einmal weitergeleitet. Dazu prüft der Teilnehmer die Kombination aus Adresse des Alarm-Gateways und dem inkrementierenden Index. Zusammen erlauben diese beiden Parameter eine eindeutige Identifikation der
Nachricht, so dass dieselbe Nachricht von einem Teilnehmer nicht noch einmal weitergeleitet wird. Mittels dieses Verfahrens wird der Flut-Mechanismus schleifenfrei gehalten.
All diese Prüfungen dienen dazu, die Last über die drahtlosen Schnittstellen zu senken und die Funktionsfähigkeit des Alarm-Systems sicherzustellen. Wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind, werden Informationen über das Endgerät an die Nachricht angehängt, S96, und die Nachricht wird über alle verfügbaren Kommunikationsschnittstellen 9 des mobilen Systems weitergeleitet, S97. Dabei kann die Weiterleitung auch über mehr
Kommunikationsschnittstellen 9 erfolgen.
Neben dieser Weiterleitung dient jede Prüf-Nachricht auch zur Bewertung des Netzwerks,
S98.
Schritt 3: Auswertung eingehender Prüf-Nachrichten durch die Endgeräte
Gemäß dem dritten Schritt werden alle eingehenden Prüf-Nachrichten genutzt, um den Netzwerkstatus zu bewerten. Dazu weist ein mobiler Teilnehmer vorzugsweise eine
Netzwerkbewertungseinheit auf. Auch Nachrichten, die nicht weitergeleitet werden oder die doppelt oder verspätet empfangen wurden, werden verwendet, um den Netzwerkstatus am Endgerät zu erfassen. Zur Bewertung können dabei verschiedene Metriken verwendet werden. Es kann beispielsweise die mittlere und/oder die höchste gemessene Verzögerung ermittelt werden. Es kann auch ein Verhältnis zwischen den Anzahlen der empfangenen und nicht empfangenen Alarm-Nachrichten berechnet werden. Dies kann beispielsweise für jedes Kommunikationsschnittstellen getrennt oder als gemeinsame Kennzahl für alle
Kommunikationsschnittstellen gemeinsam berechnet werden, Die Länge und Zuverlässigkeit der verwendeten Routen zur Übertragung und/oder die Redundanz der verwendeten Routen können weitere Metriken sein. Aus einem oder mehreren dieser quantitativen Metriken werden eine Verbindungsqualität und/oder ein Netzwerkstatus abgeleitet.
Der so abgeleitete Netzwerkstatus wird von der Netzwerkbewertungseinheit an die Steuerung des mobilen Teilnehmers weitergegeben. Der Netzwerkstatus wird außerdem verwendet, um die optimale Route zurück zum Alarm-Gateway zu ermitteln. Dazu werden die Informationen verwendet, die jedes weiterleitende Endgerät der Prüf-Nachricht angehängt hatte. Hier wird bewertet, welche der Routen die zuverlässigste ist. Haben zwei Routen die gleiche
Zuverlässigkeit, wird die kürzeste Route verwendet. Als Route ist dabei eine Reihe aus
Kombinationen von Endgerät-Adressen und zu verwendender Kommunikationsschnittstelle 9 zu verstehen. Diese können der Liste der weiterleitenden Systeme innerhalb einer Prüf- Nachricht entnommen werden.
Schritt 4: Generieren einer Feedback-Nachricht durch jedes Endgerät
Jedes Endgerät erstellt im vierten Schritt mit einer definierten Frequenz 25 Feedback- Nachrichten, über welche das Alarm-Gateway über den aktuellen Status des Netzwerks informiert wird. Die Figur 10 zeigt beispielhaft einen Ablauf eines solchen Verfahrens zur
Generierung 29 einer Feedback-Nachricht. Die Frequenz 25 der Feedback-Generierung ist vorzugsweise kleiner oder gleich der Frequenz 25 der Prüf-Nachrichten-Generierung. In der Feedback-Nachricht werden vorzugsweise folgende Informationen gespeichert (siehe Figur 14): eine eindeutige ID, die die Nachricht als Feedback identifiziert; die Adresse, die Position und den Status 44 des Senders; die durchschnittliche und maximale Verzögerung; die Anzahl der empfangenen Nachrichten; das Verhältnis zwischen den Anzahlen der empfangenen und nicht empfangenen Nachrichten weitere Merkmale, wie beispielsweise eine detektierte Zeit- Desynchronisation, welche einen Netzwerkstatus, wie Redundanz, kritische Routen und Ähnliches, kennzeichnen; die Länge 45 der Route zum Zurücksenden der Nachricht; die aktuelle Position 46 auf der Rücksende-Route, sowie die Adressen 47 der
Netzwerkteilnehmer, die die Feedback-Nachricht zum Alarm-Gateway weiterleiten werden.
Das Generieren der Nachricht 29 bezieht Informationen der Netzwerkbewertungseinheit 43, von einer Steuerung 26, von einer Navigation 27 und einem Energie-Management 28 mit ein.
Schritt 5: Versenden der Feedback-Nachrichten durch das Netzwerk zum Alarm-Gateway
In dem fünften Schritt werden die Feedback-Nachrichten an das Alarm-Gateway
zurückgesendet.
Um die Feedback-Nachrichten ohne die Nutzung von Infrastruktur zurück an das Alarm- Gateway übertragen zu können, werden die Routen verwendet, die durch die Prüf-Nachrichten ermittelt wurden. Insbesondere wird eine Route ausgewählt, die beispielsweise die
zuverlässigste oder schnellste Route ist. Die Route enthält demnach eine Liste an mobilen Systemen, die der letzten, auf der ausgewählten Route empfangenen Prüf-Nachricht in umgekehrter Reihenfolge entnommen ist. Eine Feedback- Nach rieht wird dabei als Unicast oder Broadcast in das drahtlose Netzwerk gesendet.
Alle Endgeräte im Alarm-System fungieren dabei sowohl als Quellen der Feedback- Nachrichten, als auch als Router oder Relay zum Weiterleiten der Feedback-Nachrichten.
Figur 11 zeigt beispielhaft den Ablauf des Verfahrens. Wenn ein Endgerät eine Feedback- Nachricht erhält S111 , prüft es, S112, zunächst deren fehlerfreie Übertragung mittels der Prüfsumme. Anschließend wird geprüft, S113, ob das Endgerät Element der Route ist, die die Nachricht übertragen soll. Das heißt, ob die eigene Adresse in der Liste der Feedback- Nachricht enthalten ist. Wenn dies der Fall ist, werden die Routing-Informationen in der
Nachricht aktualisiert, S114, und die Feedback-Nachricht über die in der Route angegebene Kommunikationsschnittstelle 9 weitergeleitet, S115.
Schritt 6: Empfangen, Auswerten und Präsentieren des Netzwerkstatus am Alarm- Gateway
In dem sechsten Schritt werden die Feedback-Nachrichten vom Alarm-Gateway empfangen. Das Netzwerk kann auf Basis der erhaltenen Feedback-Nachrichten beobachtet und bewertet werden. Es kann festgestellt werden, welche Endgeräte nicht mehr mit dem Netzwerk verbunden sind oder welche Topologie das Gesamtnetzwerk aufweist. Das Alarm-Gateway ist damit in der Lage auf Veränderungen im Netzwerk entsprechend zu reagieren.
Die Figur 12 zeigt eine beispielhafte Implementierung eines erfindungsgemäßen Alarm- Systems 7 in einer Einsatzumgebung. Das System weist mehrere mobile Systeme 4 als Endgeräte und ein stationäres Alarm-Gateway 5 auf. In der Figur 12 ist der Weg der Prüf- Nachrichten 10 dargestellt, die Feedback-Nachrichten bewegen sich entsprechend in entgegengesetzter Richtung. Im Beispiel weist jedes Endgerät einen Einplatinen-Computer auf, welcher über eine WLAN 9 und eine Bluetooth-Schnittstelle 9‘ verfügt. Das Alarm- Gateway 5 sendet dabei die Prüf-Nachrichten 10 mittels WLAN, welche dann durch die Endgeräte 4 weitergeleitet werden. Über die gleichen Schnittstellen 9 wird auch der Status der Endgeräte an das Alarm-Gateway 5 zurückgemeldet. Die Endgeräte 4 können Nachrichten, die beispielsweise über WLAN empfangen wurden, auch über Bluetooth weiterleiten oder umgekehrt oder über alle verfügbaren Schnittstellen.
Nachdem aus den Prüf-Nachrichten der Netzwerkstatus lokal für jedes Endgerät 4 bekannt ist, werden Informationen über die aktuelle Zone benötigt, in der sich das mobile Endgerät 4 befindet. Die mobilen Systeme 4 können sich in der Umgebung orten. Weiterhin liegen Zonen informationen in einer kartierten Form für die Umgebung vor, oder Merkmale in der Umgebung erlauben eine Zuordnung zu den Zonen. Entsprechend können die Netzwerk- und die Zonen informationen kombiniert werden, um die zuvor beschriebenen reaktiven und/oder präventiven Verhaltensweisen der Endgeräte zu erzeugen.
Figur 13 (a) zeigt beispielhaft Elemente der Prüf- oder Alarm-Nachrichten. Die Nachricht beginnt mit einer ID 30, die die Nachricht als Teil des Protokolls ausweist. Die ID 30 ändert
sich während der Laufzeit nicht. Es folgt die Adresse 31 des ursprünglichen Senders, seine Position
32, sowie sein Status 33. Anschließend folgt ein Zeitstempel 34 mit der Sendezeit und ein Zähler 35. Jeder Sender hat dabei genau einen Zähler 35 der stetig inkrementiert. Mit Hilfe dieses Zählers 35 und der Sender-Adresse 31 wird jede Alarm- oder Prüf-Nachricht eindeutig identifiziert. Durch den Typ 36 unterscheiden sich Alarm- und Prüf-Nachrichten. So kann beispielsweise ein Alarm den Typ 1 und eine Prüf-Nachricht den Typ 0 haben. Weitere Typen können spezielle Alarme oder Prüf-Nachrichten beschreiben. Anschließend gibt ein weiterer Zähler 37 an, wie oft die Nachricht bereits weitergeleitet wurde. Ein letztes Feld nennt eine Prüfsumme 38 mit deren Hilfe die Integrität der empfangenen Daten geprüft werden kann.
Vor jeder Weiterleitung fügt der weiterleitende Teilnehmer seine Adresse 39, seine Position 40, seinen Status 41 und den aktuellen Zeitpunkt 42 an die Nachricht an, wie in (b) dargestellt. Nach n Weiterleitung wurden dementsprechend n dieser Teilnehmer-Informations-Pakete angehängt, wie in (c) gezeigt. Je nach Anwendung können selbstverständlich auch andere, weitere oder auch weniger Informationen in der Nachricht enthalten sein. Die Erfindung ist daher in keiner Weise auf die hier gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Figur 14 zeigt beispielhaft Elemente einer Feedback-Nachricht. Die Feedback-Nachricht ist ähnlich aufgebaut, wie eine Prüf-Nachricht nach Fig. 13 und enthält teilweise dieselben Elemente, weshalb diese Elemente auch mit denselben Bezugszeichen versehen sind.
Darüber hinaus enthält die Feedback-Nachricht Statusinformation 44 des mobilen Systems, die Länge der beigefügten Route 45, die aktuelle Position 46 des mobilen Systems in der Route und eine Liste der Adressen 47 der Relays in der Route. Die Adresse 47 enthält neben einer Netzwerkadresse des Relays auch die Schnittstelle, über die das Relay die Feedback- Nachricht weiterleiten soll. Auf diese Weise ist eine sichere und schnelle Übertragung der Feedback-Nachricht gewährleistet.
Bezugszeichenliste
1 Hindernis
2 Fluchtweg
3 Explosionsgefährdeter Bereich
4 mobiles System
5 Alarm-Gateway
6 Reichweite
7 Alarm-System
8 Alarmschnittstelle
9 Kommunikationsschnittstelle
10 Broadcast
11 Feedback
12 Feedback- Weiterleitung
13 Statusauswerteeinheit
14 Initialisierungsdaten
15 Generierung der Prüf-Nachricht
16 Senden der Prüf-Nachricht
17 Meldung des Netzwerk-Status
18 Weiterleitung der Prüf-Nachricht
19 Feedback-Nachricht
20 Alarm-Nachricht
21 weitergeleitete Alarm-Nachricht
22 weitere Feedback-Nachricht
23 weitergeleitete Feedback-Nachricht
24 Alarm-Signal
25 Frequenz der Prüf- und Alarm-Nachrichten
26 Steuerung
27 Navigation
28 Energie-Management
29 generiere Feedback-Nachricht
30 ID
31 Senderadresse
32 Senderposition
33 Senderstatus
34 Sendezeitpunkt
35 Zähler
36 Typ
37 Zähler für die Anzahl der Weiterleitungen
38 Prüfsumme
39 Weiterleiteradresse
40 Weiterleiterposition
41 Weiterleiterstatus
42 Weiterleiterzeitpunkt
43 Netzwerkbewertungseinheit
44 Status Information des mobilen Systems
45 Länge der beigefügten Route
46 Aktuelle Position in der Route
47 Adresse eines Relay in der Route
S31 - S37 Schritte für ein reaktives Verhalten eines mobilen Systems S41 - S47 Schritte für ein präventives Verhalten eines mobilen Systems S91 - S99 Schritte zur Verarbeitung einer Prüfnachricht
S111 - S116 Schritte zum Versenden einer Feedback-Nachricht