Getränkebereiter und Verfahren zum Betrieb eines Getränkebereiters
Es wird ein Getränkebereiter und ein Verfahren zum Betrieb eines Getränke bereiters bereitgestellt. Der Getränkebereiter ist dadurch gekennzeichnet, dass sein Ablaufkanal einen Sensor aufweist, der zur Detektion eines Reini gungsmittels in Wasser geeignet ist. Zudem enthält der Getränkebereiter eine Steuereinheit, die dazu konfiguriert ist, Messwerte von dem Sensor zu emp fangen und basierend auf den empfangenen Messwerten eine Wasserent nahme aus der Wasserquelle zu regulieren. In dem erfindungsgemäßen Ver- fahren erfolgt entsprechend eine Regulierung einer Wasserentnahme von der
Wasserquelle basierend auf den Messwerten des Sensors im Ablaufkanal. Nach einer Reinigung des Getränkebereiters mit Reinigungsmittel kann si chergestellt werden, dass nur mit einer Menge an Wasser gespült wird, die nötig ist, um restliches Reinigungsmittel sicher aus dem Getränkebereiter zu entfernen und nicht mit unnötig viel oder zu wenig Wasser gespült wird. Hier durch ergeben sich ökonomische und ökologische Vorteile.
Um die Betriebsbereitschaft und die Getränkequalität bei Kaffeemaschinen, insbesondere bei Kaffeevollautomaten, sicher zu stellen benötigen Kompo nenten dieser Maschinen, die mit den Zutaten für die Getränke bzw. den fer tigen Getränken in Berührung kommen zyklische Reinigungsvorgänge. Bei den Getränken handelt es sich gängigerweise um Kaffee, aber auch Milch und Milchschaum, heiße Schokolade, Sirup und/oder Zucker. Darüber hinaus ist bei diesen Getränkebereitern auch eine Entkalkung der Heißwasser- und Dampferzeuger notwendig.
Für die unterschiedlichen Pfade wie Kaffee, Milch heiße Schokolade, Sirup, Heißwasser oder Dampf gibt es unterschiedliche Reinigungsmittel und Entkal kungsmittel. Diese werden in einem Reinigungsmodus in fester oder flüssiger Form (optional konzentrierter Form) in das jeweilige System bzw. in den je weiligen Pfad eingebracht. Dort werden feste Reinigungsmittel entweder auf gelöst oder können in gelöster Form auf eine benötigte Konzentration ver dünnt werden. Danach werden die Reinigungsmittel durch die zu reinigenden Komponenten und Leitungen der Getränkebereiter geführt. Die für ein opti males Reinigungsergebnis erforderlichen Einwirkzeiten sind hierbei im Stand der Technik bekannt. Zudem ist im Stand der Technik bekannt, die Reini gungsmittel mehrfach durch die Komponenten bzw. Leitungen des Getränke bereiters zu leiten, um ein besseres Reinigungsergebnis zu erzielen.
Am Ende des Reinigungsvorgangs wird das Reinigungsmittel aus dem Geträn kebereiter ausgeleitet und die mit dem Reinigungsmittel in Kontakt getrete nen Komponenten und Leitungen gespült, bis alle Reinigerrückstände sicher aus dem Getränkebereiter entfernt sind. Es ist im Stand der Technik bekannt, das Spülen mit kaltem Wasser oder mit heißem Wasser bis hin zu Wasser dampf durchzuführen. Der Wasserdampf bietet den Vorteil einer Desinfektion und der Möglichkeit eines Leerblasens der Leitungen des Getränkebereiters. Bei den gewerblichen Getränkebereitern erfolgt die Ausleitung in der Regel über einen zentralen Ablauf der Maschine, welcher an den Ablauf der Hausin stallation angeschlossen ist.
Die nötige Menge an Spülwasser, um Reinigungsmittel vollständig aus dem
Getränkebereiter zu entfernen, kann von Getränkebereiter zu Getränkeberei ter oder von Reinigungszyklus zu Reinigungszyklus (abhängig vom Verschmut zungszustand der Kaffeemaschine)schwanken. Beispielsweise weist ein wenig benutzter Getränkebereiter auf den Oberflächen der zu spülenden Leitungen und Komponenten kaum bis gar keine Rückstände bzw. Beläge auf, an denen sich Reinigungsmittel festsetzen kann. Bei einem solchen Getränkebereiter wird weniger Spülwasser benötigt als bei einem häufig benutzten Getränkebe reiter, dessen Leitungen und Komponenten mehr Rückstände bzw. Beläge aufweisen, an denen sich Reinigungsmittel festsetzen kann. Ähnlich ist es bei Entkalkungen, da Kalk den Entkalker teilweise neutralisiert.
Um ein vollständiges Ausspülen der Reinigungsmittel bei allen erdenklichen Betriebssituation (z.B. versehentliche Überdosierung von Reinigungsmittel bzw. Ansammlung von Reinigungsmittelresten in Toträumen und/oder schlecht durchströmten Bereichen) sicherstellen zu können, ist es bei Geträn kebereitern aus dem Stand der Technik üblich, eine übermäßig große Menge an Spülflüssigkeit zu verwenden, um eine Gefährdung der Benutzer des Ge tränkebereiters durch Reste an Spülmittel im Getränkebereiter auszuschlie ßen. In vielen Fällen kommt ein vielfaches der eigentlich zum Spülen benötig ten Menge zum Einsatz, was eine Zeit bis zum nächsten Getränkebezug unnö tig verlängern kann und aufgrund eines unnötig hohen Wasserverbrauchs we der ökonomisch noch ökologisch ist.
Ausgehend hiervon war es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Getränkebereiter bereitzustellen, der eine Reduzierung der Spülwassermenge ermöglicht und gleichzeitig sicherstellen kann, dass der Benutzer keinem Si cherheitsrisiko durch restliches Spülmittel in dem Getränkebereiter ausgesetzt ist.
Die Aufgabe wird gelöst durch den Getränkebereiter mit den Merkmalen von Anspruch 1 und durch das Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 9. Die abhängigen Ansprüche zeigen vorteilhafte Weiterbildungen auf.
Erfindungsgemäß wird ein Getränkebereiter bereitgestellt, enthaltend a) eine Wasserquelle;
b) eine Heizeinrichtung (bevorzugt eine Heizeinrichtung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Heißwasserkessel, Dampfkessel, Durchlauferhit zer, Wärmetauscher und Kombinationen hiervon);
c) einen Getränkeausgang;
d) eine Abtropfschale unterhalb (d.h. in Richtung der Schwerkraft) des Ge tränkeausgangs;
e) einen Getränkekanal, der die Wasserquelle fluidisch mit dem Getränke ausgang verbindet;
f) einen Ablauf, der nicht mit dem Getränkeausgang identisch ist; und g) einen Ablaufkanal, der einen Innenraum der Abtropfschale fluidisch mit dem Ablauf verbindet;
dadurch gekennzeichnet, dass der Ablaufkanal einen Sensor aufweist, der zur Detektion eines Reinigungsmittels in Wasser geeignet ist, und der Getränke bereiter eine Steuereinheit enthält, die dazu konfiguriert ist, Messwerte von dem Sensor zu empfangen und basierend auf den empfangenen Messwerten eine Wasserentnahme aus der Wasserquelle zu regulieren.
Bei dem vorgestellten Getränkebereiter sitzt der Sensor zur Detektion eines Reinigungsmittels in dem Ablaufkanal, d.h. in einem Kanal zwischen der Ab tropfschale und dem Ablauf. Somit kann direkt stromaufwärts des Ablaufs, d.h. am letzten Aufenthaltsort von Reinigungsmittel in dem Getränkebereiter, eine Restkonzentration von Reinigungsmittel am Ende eines Reinigungsvor gangs (z.B. eines automatisch ablaufenden Reinigungsprogramms) erfasst werden. Damit kann sichergestellt werden, dass die Spülwasserzufuhr aus der Wasserquelle des Getränkebereiters in Richtung Reinigungsmittelausgang erst dann gestoppt wird, wenn ein bestimmter Messwert am Sensor (Grenzwert) unterschritten wird.
Diese Rückkopplungssteuerung ermöglicht es, nur mit der exakt nötigen Men ge an Wasser zu spülen, um das Reinigungsmittel vollständig aus dem Geträn kebereiter zu entfernen bzw. dessen Restkonzentration im Getränkebereiter auf einen Wert zu senken, der für Benutzer des Getränkebereiters unbedenk lich ist. Der Getränkebereiter kann somit sicherstellen, dass für den Benutzer des Getränkebetreibers keine Gefahr durch restliches Reinigungsmittel in dem Getränkebereiter ausgeht.
Gegenüber Reinigungsverfahren im Stand der Technik, die sicherheitshalber mit einer unnötig hohen Wassermenge am Ende des Reinigungszyklus spülen, ergibt sich durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Getränkebereiters eine deutliche Einsparung von Wasser. Dies hat für den Benutzer bzw. Betrei ber des Getränkebereiters ökonomische Vorteile, da weniger Wasser ver braucht wird und die Zeiten bis zum nächsten möglichen Bezug eines Getränks („Totzeiten") verkürzt sind. Für die Umwelt ergeben sich durch den geringeren Wasserverbrauch ökologische Vorteile, die gerade bei einer steigenden Ten denz zur Wasserknappheit in immer mehr Regionen der Erde immer mehr an Bedeutung zunehmen.
Der Sensor kann an einem beliebigen Punkt des Ablaufkanals lokalisiert sein, d.h. an einem beliebigen Punkt auf der Strecke zwischen dem Ablauf und der Abtropfschale. Bevorzugt ist der Sensor an einer Eintrittsöffnung in den Ab laufkanal angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Sensor an einer Eintritts öffnung vom Innenraum der Abtropfschale in den Ablaufkanal angeordnet. Ferner ist der Sensor besonders bevorzugt an einer Eintrittsöffnung von einem Verbindungskanal in den Ablaufkanal angeordnet, wobei der Verbindungska nal den Getränkekanal mit dem Ablaufkanal fluidisch verbindet. Der Sensor ist ganz besonders bevorzugt stromabwärts der (jeweiligen) Eintrittsöffnung an geordnet.
Je näher der Sensor am Ablauf des Getränkebereiters angeordnet ist, desto besser kann sichergestellt werden, dass restliches Reinigungsmittel den Ab laufkanal des Getränkebereiters während einem Spülvorgang vollständig ver lassen hat bzw. die verbleibende Restkonzentration an Reinigungsmittel unter einem bestimmten Schwellenwert liegt, d.h. unbedenklich ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsform ist der Ablaufkanal strom aufwärts des Sensors über mindestens einen Verbindungskanal fluidisch mit dem Getränkekanal verbunden. Der mindestens eine Verbindungskanal ist bevorzugt stromabwärts der Heizeinrichtung des Getränkebereiters mit dem Getränkekanal verbunden, wobei die Heizeinrichtung bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Heißwasserkessel, Dampfkessel, Durchlauf erhitzer, Wärmetauscher und Kombinationen hiervon. Zudem kann der min destens eine Verbindungskanal stromabwärts einer Brüheinheit des Geträn-
kebereiters mit dem Getränkekanal verbunden sein. Abgesehen davon kann der mindestens eine Verbindungskanal stromabwärts eines Mixers des Ge tränkebereiters mit dem Getränkekanal verbunden sein. Es ist auch möglich, dass der mindestens eine Verbindungskanal stromabwärts einer Milchauf- schäumvorrichtung des Getränkebereiters mit dem Getränkekanal verbunden ist. Ferner kann der mindestens eine Verbindungskanal stromaufwärts des Getränkeausgangs mit dem Getränkekanal verbunden sein. An den Verbin dungspunkten mit dem Getränkekanal kann ein Ventil (z.B. Zwei-Wege-Ventil) angeordnet sein. Vorteil an diesen Ausgestaltungsformen ist, dass im Falle einer Reinigung des Getränkebereiters nicht zwangsweise eine komplette Rei nigung der gesamten im Getränkekanal des Getränkebereiters befindlichen Komponenten erfolgen muss, sondern gezielt einzelne Komponenten (z.B. nur die Heizeinrichtung) gereinigt werden können, was Reinigungsmittel spart und die Reinigungsdauer („Totzeit") verkürzen kann.
Ein weiterer Vorteil des Verbindungskanals (bevorzugt von mehreren solcher Verbindungskanäle) im Getränkebereiter ist, das bei der Reinigung der einzel nen Komponenten, das Reinigungsmittel nicht über den Getränkeauslauf aus gegeben werden muss. Beispielsweise weist ein säurehaltiges Reinigungsmit tel (z.B. ein Entkalkungsmittel) eine gewisse Ätzwirkung auf, die im Falle einer Ausgabe eines solchen Reinigungsmittels über den Getränkeauslauf ein Si cherheitsrisiko darstellen kann (z.B. Verätzungsgefahr über ein Verspritzen des Mittels am Auslauf und/oder einer Verwechselung des Mittels mit einem Getränk durch einen Benutzer des Getränkebereiters).
Der mindestens eine Verbindungskanal des Getränkebereiters weist in einer bevorzugten Ausgestaltungsform mindestens einen weiteren Sensor auf, der zur Detektion eines Reinigungsmittels in Wasser geeignet ist, wobei die Steu ereinheit dazu konfiguriert ist, Messwerte von dem mindestens einen weite ren Sensor zu empfangen und basierend auf den empfangenen Messwerten eine Wasserentnahme aus der Wasserquelle zu regulieren. Vorteil an dieser Ausgestaltungsform ist, dass im Falle einer gleichzeitigen Reinigung von meh reren Komponenten des Getränkebereiters gleichzeitig überwacht werden kann, ob überhaupt Reinigungsmittel jede einzelne Komponente passieren kann und wann beim Spülen (mit Wasser) für jede einzelne Komponente ein unbedenklichen Wert an Reinigungsmittel erreicht ist.
Der mindestens eine weitere Sensor des Getränkebereits ist bevorzugt an ei ner Eintrittsöffnung des Getränkekanals in den Verbindungskanal angeordnet. Besonders bevorzugt ist der mindestens eine weitere Sensor stromaufwärts der Eintrittsöffnung des Verbindungskanals in den Ablaufkanal angeordnet.
Die Steuereinheit kann dazu konfiguriert sein, die Flüssigkeitsentnahme aus dem Wasserreservoir zu stoppen, wenn die Messwerte von dem Sensor, opti onal zudem von mindestens einem weiteren Sensor (in mindestens einem Verbindungskanal), einen bestimmten Grenzwert unterschreiten.
Ferner kann die Steuereinheit dazu konfiguriert sein, basierend auf den Messwerten vom Sensor, optional zudem basierend auf den Messwerten von mindestens einem weiteren Sensor (in mindestens einem Verbindungskanal), eine Flüssigkeitsentnahme aus dem Reinigungsmittelreservoir zu regulieren, insbesondere dergestalt, dass die Flüssigkeitsentnahme aus dem Reinigungs mittelreservoir reduziert oder gestoppt wird, wenn die Messwerte von dem Sensor, optional zudem von mindestens einem weiteren Sensor, einen be stimmten Grenzwert überschreiten.
Der Getränkebereiter kann eine Anzeigeneinheit und/oder eine Speicherein heit enthalten, wobei die Steuereinheit bevorzugt dazu konfiguriert ist zu ver anlassen, ein Unterschreiten und/oder Überschreiten der von dem Sensor, optional zudem von mindestens einen weiteren Sensor (in mindestens einem Verbindungskanal), gemessenen Messwerte auf der Anzeigeneinheit darzu stellen und/oder auf der Speichereinheit zu speichern, besonders bevorzugt in Abhängigkeit von den Messwerten als erfolgreicher Reinigungsvorgang oder als fehlerhafter Reinigungsvorgang. Vorteil ist hierbei, dass der Reinigungs vorgang visualisiert und dokumentiert wird und somit dem Benutzer und auch Wartungspersonal signalisiert, ob ein Reinigungsvorgang erfolgreich war.
Die Steuereinheit kann dazu konfiguriert sein, wenn ein Reinigungsprogramm am Getränkebereiter gestartet wird und der Messwert des Sensors daraufhin einen vorgegebenen Schwellenwert unterschreitet, an einer Anzeigeneinheit des Getränkebereiters eine Aufforderung darzustellen, dem Getränkebereiter Reinigungsmittel zuzuführen und/oder auf einer Speichereinheit des Geträn-
kebereiters eine Unterdosierung von Reinigungsmittel während eine Reini gungsprogramms als Ereignis zu speichern. Optional kann die Steuereinheit dazu konfiguriert sein, zusätzlich eine Bedienbarkeit des G et rän kebereiters, bevorzugt die Möglichkeit zur Ausgabe eines Getränks, einzuschränken.
Die Steuereinheit kann ferner dazu konfiguriert sein, wenn ein Reinigungspro gramm am Getränkebereiter gestartet wird und der Messwert des Sensors daraufhin in einem vorgegebenen Wertebereich liegt, an einer Anzeigenein heit des Getränkebereiters die Mitteilung darzustellen, das ein Reinigungs programm durchgeführt wird und/oder auf einer Speichereinheit des Geträn kebereiters eine korrekte Dosierung von Reinigungsmittel während eine Rei nigungsprogramms als Ereignis zu speichern.
Die Steuereinheit kann zudem dazu konfiguriert sein, wenn ein Reinigungs programm am Getränkebereiter gestartet wird und der Messwert des Sensors daraufhin einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet, an einer Anzei geneinheit des Getränkebereiters eine Aufforderung darzustellen, dem Ge tränkebereiter kein Reinigungsmittel (mehr) zuzuführen und/oder auf einer Speichereinheit des Getränkebereiters eine Überdosierung von Reinigungs mittel während eine Reinigungsprogramms als Ereignis zu speichern. Optional kann die Steuereinheit dazu konfiguriert sein, zusätzlich eine Bedienbarkeit des Getränkebereiters, bevorzugt die Möglichkeit zur Ausgabe eines Getränks, einzuschränken.
Der Sensor des Getränkebereiters, optional mindestens ein weiterer Sensor des Getränkebereites, kann ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Leitfähigkeitssensor („Leitfähigkeit" bezieht sich auf die elektrische Leitfähig keit), pH -Wert-Sensor, kapazitiver Sensor und Kombinationen hiervon. Bevor zugt handelt es sich um einen Leitfähigkeitssensor.
Erfindungsgemäß wird ferner ein Verfahren zum Betrieb eines Getränkeberei ters bereitgestellt, umfassend die Schritte
a) Bereitstellen eines Getränkebereiters enthaltend eine Wasserquelle, eine Heizeinrichtung, einen Getränkeausgang, eine Abtropfschale unterhalb des Getränkeausgangs, eine die Wasserquelle fluidisch mit dem Geträn keausgang verbindenden Getränkekanal, einen nicht mit dem Getränke-
ausgang identischen Ablauf, und einen Ablaufkanal, der einen Innenraum der Abtropfschale fluidisch mit dem Ablauf verbindet und der einen Sen sor zur Detektion eines Reinigungsmittels in Wasser aufweist, und b) Erfassen von Messwerten des Sensors;
c) Empfangen von Messwerten des Sensors von einer Steuereinheit des Ge tränkebereiters; und
d) Regulierung einer Wasserentnahme von der Wasserquelle durch die Steuereinheit, wobei die Regulierung basierend auf den von der Steuer einheit empfangenen Messwerten erfolgt.
Der Sensor kann an einem beliebigen Punkt des Ablaufkanals lokalisiert sein, d.h. an einem beliebigen Punkt auf der Strecke zwischen dem Ablauf und der Abtropfschale. Bevorzugt ist der Sensor an einer Eintrittsöffnung in den Ab laufkanal angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Sensor an einer Eintritts öffnung vom Innenraum der Abtropfschale in den Ablaufkanal angeordnet. Ferner ist der Sensor besonders bevorzugt an einer Eintrittsöffnung von einem Verbindungskanal in den Ablaufkanal angeordnet, wobei der Verbindungska nal den Getränkekanal mit dem Ablaufkanal fluidisch verbindet. Der Sensor ist ganz besonders bevorzugt stromabwärts der (jeweiligen) Eintrittsöffnung an geordnet.
Je näher der Sensor am Ablauf des Getränkebereiters angeordnet ist, desto besser kann sichergestellt werden, dass restliches Reinigungsmittel den den Ablaufkanal des Getränkebereiters während einem Spülvorgang vollständig verlassen hat bzw. die verbleibende Restkonzentration an Reinigungsmittel unter einem bestimmten Schwellenwert liegt, d.h. unbedenklich ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Ablaufkanal stromaufwärts des Sensors über mindestens einen Verbindungskanal fluidisch mit dem Geträn kekanal verbunden. Der mindestens eine Verbindungskanal ist bevorzugt stromabwärts der Heizeinrichtung des Getränkebereiters mit dem Getränke kanal verbunden, wobei Heizeinrichtung bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Heißwasserkessel, Dampfkessel, Durchlauferhitzer, Wärmetauscher und Kombinationen hiervon.. Zudem kann der mindestens eine Verbindungskanal stromabwärts einer Brüheinheit des Getränkebereiters mit dem Getränkekanal verbunden sein. Abgesehen davon kann der mindes-
tens eine Verbindungskanal stromabwärts eines Mixers des Getränkebereiters mit dem Getränkekanal verbunden sein. Es ist auch möglich, dass der mindes tens eine Verbindungskanalstromabwärts einer Milchaufschäumvorrichtung des Getränkebereiters mit dem Getränkekanal verbunden ist. Ferner kann der mindestens eine Verbindungskanal stromaufwärts des Getränkeausgangs mit dem Getränkekanal verbunden sein. An den Verbindungspunkten mit dem Getränkekanal kann ein Ventil (z.B. Zwei-Wege-Ventil) angeordnet sein.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der mindestens eine Verbindungskanal des Getränkebereiters mindestens einen weiteren Sensor auf, der zur Detektion eines Reinigungsmittels in Wasser geeignet ist, wobei die Steuereinheit dazu konfiguriert ist, Messwerte von dem mindestens einen weiteren Sensor zu empfangen und basierend auf den empfangenen Mess werten eine Wasserentnahme aus der Wasserquelle zu regulieren.
Der mindestens eine weitere Sensor des Getränkebereits ist bevorzugt an ei ner Eintrittsöffnung des Getränkekanals in den Verbindungskanal angeordnet. Besonders bevorzugt ist der mindestens eine weitere Sensor stromaufwärts der Eintrittsöffnung des Verbindungskanals in den Ablaufkanal angeordnet.
Das Verfahren kann dadurch gekennzeichnet sein, dass von der Steuereinheit die Flüssigkeitsentnahme aus dem Wasserreservoir des Getränkebereiters gestoppt wird, wenn die Messwerte von dem Sensor, optional zudem von mindestens einem weiteren Sensor (in mindestens einem Verbindungskanal), einen bestimmten Grenzwert unterschreiten.
In dem Verfahren kann von der Steuereinheit, basierend auf den Messwerten von dem Sensor, optional zudem von mindestens einem weiteren Sensor (in mindestens einem Verbindungskanal), eine Flüssigkeitsentnahme aus dem Reinigungsmittelreservoir reguliert werden, insbesondere dergestalt, dass die Flüssigkeitsentnahme aus dem Reinigungsmittelreservoir reduziert oder ge stoppt wird, wenn die Messwerte von dem Sensor, optional zudem von min destens einem weiteren Sensor (in mindestens einem Verbindungskanal), ei nen bestimmten Grenzwert überschreiten.
Der Getränkebereiter kann eine Anzeigeneinheit und/oder eine Speicherein heit enthalten oder mit dieser ausgestattet werden, wobei von der Steuerein heit veranlasst wird, ein Unterschreiten und/oder Überschreiten der von dem Sensor, optional von mindestens einem weiteren Sensor (in mindestens ei nem Verbindungskanal), gemessenen Messwerte auf der Anzeigeneinheit darzustellen und/oder auf der Speichereinheit zu speichern, besonders bevor zugt in Abhängigkeit von den Messwerten als erfolgreicher Reinigungsvorgang oder als fehlerhafter Reinigungsvorgang.
Das Verfahren kann dadurch gekennzeichnet sein, dass, wenn ein Reinigungs programms am Getränkebereiter gestartet wird und der Messwert des Sen sors daraufhin einen vorgegebenen Schwellenwert unterschreitet, die Steuer einheit veranlasst, an einer Anzeigeneinheit des Getränkebereiters eine Auf forderung darzustellen, dem Getränkebereiter Reinigungsmittel zuzuführen und/oder auf einer Speichereinheit des Getränkebereiters eine Unterdosie rung von Reinigungsmittel während eine Reinigungsprogramms als Ereignis zu speichern. Optional kann die Steuereinheit zusätzlich veranlassen, eine Be dienbarkeit des Getränkebereiters einzuschränken, bevorzugt die Möglichkeit zur Ausgabe eines Getränks einzuschränken.
Das Verfahren kann ferner dadurch gekennzeichnet sein, dass, wenn ein Rei nigungsprogramms am Getränkebereiter gestartet wird und der Messwert des Sensors daraufhin in einem vorgegebenen Wertebereich liegt, die Steuerein heit veranlasst, an einer Anzeigeneinheit des Getränkebereiters die Mitteilung darzustellen, das ein Reinigungsprogramm durchgeführt wird und/oder auf einer Speichereinheit des Getränkebereiters eine korrekte Dosierung von Rei nigungsmittel während eine Reinigungsprogramms als Ereignis zu speichern.
Das Verfahren kann zudem dadurch gekennzeichnet sein, dass, wenn ein Rei nigungsprogramms am Getränkebereiter gestartet wird und der Messwert des Sensors daraufhin einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet, die Steuereinheit veranlasst, an einer Anzeigeneinheit des Getränkebereiters eine Aufforderung darzustellen, dem Getränkebereiter kein Reinigungsmittel zuzu führen und/oder auf einer Speichereinheit des Getränkebereiters eine Über dosierung von Reinigungsmittel während eine Reinigungsprogramms als Er eignis zu speichern. Optional kann die Steuereinheit zusätzlich veranlassen,
eine Bedienbarkeit des Getränkebereiters einzuschränken, bevorzugt die Möglichkeit zur Ausgabe eines Getränks einzuschränken.
Der Sensor, optional mindestens ein weiterer Sensor des Getränkebereiters, kann ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Leitfähigkeitssensor („Leitfähigkeit" meint elektrische Leitfähigkeit), pH-Wert-Sensor, kapazitiver Sensor und Kombinationen hiervon. Bevorzugt ist der Sensor ein Leitfähig keitssensor.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekenn zeichnet, dass es mit einem erfindungsgemäßen Getränkebereiter durchge führt wird.
Anhand der nachfolgenden Figur und des nachfolgenden Beispiels soll der erfindungsgemäße Gegenstand näher erläutert werden, ohne diesen auf die hier dargestellten, spezifischen Ausführungsformen einschränken zu wollen.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung der fluidischen Leitungen in einem erfindungsgemäßen Getränkebereiter. Der Getränkekanal 4 verbindet die Wasserquelle 1 (z.B. einen Wasseranschluss) fluidisch mit dem Getränkeaus gang 2. Innerhalb des Getränkekanals 4 sind in dieser Ausgestaltungsform eine Heizeinrichtung umfassend einen Heißwasserkessel 8 und einen Dampf kessel 8', eine Brüheinheit 9, ein Mixer 10 und eine Milchaufschäumvorrich- tung 11 angeordnet. Die Milchaufschäumvorrichtung ist fluidisch mit einer Milchquelle 12 und einer Luftquelle 13 verbunden. Fluid (z.B. Kaffee), das nicht von einem Gefäß (z.B. einer Tasse) auf der Abtropfschale 3 aufgefangen wird, gelangt in einen Innenraum der Auffangschale 3. Der Innenraum der Auffangschale ist fluidisch über einen Ablaufkanal 6 mit dem Ablauf des Ge tränkebereiters verbunden. Innerhalb des Ablaufkanals 6 ist der Sensor S zur Detektion von Reinigungsmittel in Wasser angeordnet, bei dem es sich um einen Leitfähigkeitssensor handeln kann. In dieser Ausgestaltungsform weist der Getränkebereiter vier Verbindungskanäle 7 auf, die den Getränkekanal 4 an unterschiedlichen Punkten (z.B. stromabwärts des Heißwasserkessels 8 und Dampfkessels 8'einerseits und stromabwärts der Milchaufschäumvorrich tung 11 andererseits) fluidisch mit dem Ablaufkanal 6 verbinden. Der Sensor S ist stromabwärts von derjenigen Einleitung eines Verbindungskanals 7 in den
Ablaufkanal 6 angeordnet, die sich am nächsten zum Ablauf 6 befindet. Jeder der Verbindungskanäle weist hier einen weiteren Sensor S' auf, der zur Detek tion eines Reinigungsmittels in Wasser geeignet ist. Die weiteren Sensoren S' der jeweiligen Verbindungskanäle sind stromaufwärts der Eintrittsöffnung des jeweiligen Verbindungskanals 7 in den Ablaufkanal 6 angeordnet. Die Steuer einheit des Getränkebereiters (nicht gezeigt) ist dazu konfiguriert, Messwerte von dem Sensor S des Getränkebereiters und von dem mindestens einen wei teren Sensor S' zu empfangen und basierend auf den empfangenen Messwer ten eine Wasserentnahme aus der Wasserquelle zu regulieren.
Beispiel 1 - Vom Sensor erfasste elektrische Leitwerte unterschiedlicher Reinigungsmittel
In diesem Beispiel wurde als Sensor ein Leitfähigkeitssensor eingesetzt. In Abhängigkeit von einer Spülung mit Wasser bzw. bestimmten Reinigungsmit telgemischen wurde die Leitfähigkeit am Sensor erfasst (siehe Tabelle).
Tabelle: Vom Sensor erfasste Leitwerte in Abhängigkeit von den bei einem Reinigungspro gramm verwendeten Reinigungsmittel. Wasser stellt hierbei die Kontrolle (= kein Reinigungs mittel) dar.
Aus den in der Tabelle ersichtlichen Daten geht hervor, dass die einzelnen, getesteten Reinigungsmittel einen deutlichen Unterschied in der elektrischen Leitfähigkeit zu der elektrischen Leitfähigkeit von Wasser aus der Wasserquel le aufweisen. Folglich lässt sich über den Sensor erfassen, ob noch Rückstände von Reinigungsmittel in dem Getränkebereiter vorhanden sind. Aufgrund der für jedes getestete Reinigungsmittel charakteristischen Leitfähigkeit lässt sich zudem eine Überdosierung oder Unterdosierung vom jeweils eingesetzten
Reinigungsmittel erfassen.
Das aus der Wasserquelle stammende Wasser kann je nach Region oder Wasserversorger einen unterschiedlichen Leitwert aufweisen. Ist der Leitwert höher als der in der obigen Tabelle angegebene Leitwert, sollte entsprechend auch der Leitwert für die Mischung des Wassers mit den jeweiligen, in der obigen Tabelle angegebenen Reinigungsmittel höher sein. Der in der Tabelle angegebene Leitwert für das verwendete Wasser ist also nicht als Absolutwert anzusehen, der im Falle jedes denkbaren Wassers für die Situation steht, dass der Getränkebereiter frei von Reinigungsmittelrückständen ist. Vielmehr ist der Leitwert für Wasser ein Referenzwert, der von jedem Getränkebereiter in Abhängigkeit von seiner jeweiligen Wasserquelle ermittelt werden muss und über den die anderen Werte kalibriert werden. In diesem Fall ergibt die Diffe renz des vom Sensor erfassten Leitwerts zu dem Referenzwert von Wasser den Grad an restlichem Reinigungsmittel an der Stelle im Getränkebereiter an, an der sich der Sensor befindet.
Der Benutzer kann über eine Überdosierung und/oder Unterdosierung von Reinigungsmittel beispielsweise mithilfe einer Anzeigeneinheit des Getränke bereiters informiert werden.
Bezugszeichenliste
1: Wasserquelle (z.B. Wasseranschluss oder Wassertank);
2: Getränkeausgang;
3: Abtropfschale;
4: Getränkekanal;
5: Ablauf;
6: Ablaufkanal;
7: mindestens ein Verbindungskanal;
8: Heißwasserkessel;
8': Dampfkessel;
9: Brüheinheit;
10: Mixer;
11: Milchaufschäumvorrichtung;
12: Milchquelle;
13: Luftquelle;
S: Sensor
S': mindestens ein weiterer Sensor.