EP4003653B1 - Einschraubhilfe zum einschrauben einer langen schraube - Google Patents
Einschraubhilfe zum einschrauben einer langen schraubeInfo
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- EP4003653B1 EP4003653B1 EP20745134.5A EP20745134A EP4003653B1 EP 4003653 B1 EP4003653 B1 EP 4003653B1 EP 20745134 A EP20745134 A EP 20745134A EP 4003653 B1 EP4003653 B1 EP 4003653B1
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Einschraubhilfe zum Einschrauben einer langen Schraube in einem definierten Einschraubwinkel in einen Untergrund mit mindestens einem Untergrundabschnitt zur Anlage an dem Untergrund und mindestens einem Schraubenanlageabschnitt zur Anlage der Schraube daran, wobei zwischen diesen der Einschraubwinkel gebildet ist.
- Aus der
DE102017119 820 A1 ist eine dreieckförmige Einschraubhilfe bekannt. Die drei Seiten bilden im Wesentlichen ein rechtwinkliges Dreieck, bei dem die Hypotenuse zum Auflegen einer Schraube ausgebildet ist. Die Hypotenuse weist im Bereich der Mitte eine Abwinkelung auf, so dass Schrauben unter zwei verschiedenen Winkeln in Holz eingeschraubt werden können. Eine Kathete des Dreiecks dient als Handgriff. Die andere Kathete dient zur Auflage auf das Holz. -
US 2014/260814 A1 offenbart eine weitere Einschraubhilfe. Eine weitere Einschraubhilfe ist bekannt ausDE 10 2016 014 860 B3 .US 4,037,632 A offenbart eine Nagel-Halte-Vorrichtung. - Nachteilig ist, dass die Schraube beim Einschrauben mit einer derartigen Einschraubhilfe leicht aus derselben herausrutscht, bspw. wenn der Anwender beim Einschrauben der
- Schraube mit einem Akkuschrauber diesen nicht genau in Einschraubrichtung hält. Oft reicht ein kleines Wackeln, um die Schraube aus der Einschraubhilfe heraus rutschen zu lassen. Die Einschraubhilfe bietet ferner nur einen geringen Funktionsumfang, wenn man die im Rahmen des Einschraubens einer langen Schraube in Holz in einem bestimmten Einschraubwinkel nötigen Arbeitsschritte bedenkt, bspw. verschiedene Bits zum Einschrauben zur Verfügung halten oder den Abstand zu einem benachbarten Gegenstand einstellen.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Einschraubhilfe bereit zu stellen, die ein sicheres Einschrauben der Schraube ermöglicht und vorzugsweise noch einen breiteren Funktionsumfang bietet.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Einschraubhilfe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Bevorzugt ist die Einschraubhilfe zum Einschrauben der langen Schraube geeignet, die eine Länge von mehr als 10cm, insbesondere mehr als 15cm und bevorzugt mehr als 20cm hat. Für kürzere bzw. kurze Schrauben ist eine Einschraubhilfe in der Regel nicht nötig, da diese in der Regel ausreichend von Hand, d.h. ohne eine Einschraubhilfe, geführt werden können. Gerade im Holzbau, bspw. Dachbau, ist jedoch das Einschrauben von langen Schrauben unter einem bestimmten Winkel erforderlich, um bestimmte Lastwerte der zu verbindenden Holzbalken zu gewährleisten.
- Bevorzugt ist die Einschraubhilfe zum Einschrauben der langen Schraube in dem definierten Einschraubwinkel in den Untergrund geeignet, der bevorzugt aus Folgendem besteht oder Folgendes umfasst: Holz, Spanplatte, MDF, Kunststoff. Der Untergrund kann dann bspw. in Form von Latten, Balken, insbes. Dachbalken, Brettschichtholz, Brettsperrholz, Furnierschichtholz oder Platten vorliegen.
- Vorteilhaft weisen der Schraubenanlageabschnitt und/oder der Schraubenhalter eine Nut zur Aufnahme der Schraube darin auf. Dadurch ist eine gute Führung der Schraube an der Einschraubhilfe und/oder dem Schraubenhalter ermöglicht.
- Der Schraubenhalter mit dem Schraubenanlageabschnitt ist mittels ineinandergreifender Rastmittel, insbesondere Rastnasen und Rastnasenaufnahmen, verrastbar und/oder ist von einem Ende desselben auf diesen aufschiebbar, wobei insbesondere Führungsnasen des Schraubenhalters in Führungsschienen des Schraubenanlageabschnitts schiebbar sind.
- Bevorzugt ist ein zweiter Schraubenanlageabschnitt vorgesehen, der von dem freien Ende des Untergrundabschnitts zu dem freien Ende des Schraubenanlageabschnitts reicht, so dass diese ein Dreieck bilden. Durch diese Gestaltung stellt die eine Einschraubhilfe auf einfache Weise zwei Einschraubwinkel bereit.
- In einer weiteren Ausführungsform kann ein zweiter Schraubenanlageabschnitt und ein zweiter Untergrundabschnitt vorgesehen sein, wobei die vier Abschnitte ein Viereck bilden und sich die Untergrundabschnitte und die Schraubenanlageabschnitte gegenüberliegen, wobei zwischen den jeweiligen Abschnitten jeweils verschiedene Winkel gebildet sein können.
- Vorteilhaft bestehen die Einschraubhilfe und/oder der Schraubenhalter insbesondere einstückig aus Kunststoff.
- Vorteilhaft liegt der Einschraubwinkel zwischen 20-90°, insbesondere. 30-75°.
- Bevorzugt ist mindestens ein Abstandshalter im Untergrundabschnitt verschieblich geführt, insbesondere im rechten Winkel zu diesem, um einen gewünschten Abstand der Ein-schraubhilfe zu einem benachbarten Gegenstand, insbesondere. einem benachbarten Holzbalken, einzustellen.
- Vorteilhaft sind zwei Abstandshalter vorgesehen, die insbesondere an gegenüberliegenden Enden des Untergrundabschnitts angeordnet sind.
- Bevorzugt weist eine der Schraube zugewandte Seite des Schraubenanlageabschnitts mindestens abschnittsweise eine harte Oberfläche oder eine harte Auflage auf, um den Schraubenanlageabschnitt vor Abrieb durch die Schraube beim Einschrauben derselben zu schützen, indem die der Schraube zugewandte Seite des Schraubenanlageabschnitt aus einem härteren Kunststoff gebildet ist, insbesondere aus einem härteren Kunststoff als die übrige Einschraubhilfe, und/oder eine Auflage aus einem Metall aufweist.
- Vorteilhaft weist der mindestens eine Schraubenanlageabschnitt mindestens einen Magnet auf, um die Schraube an dem Schraubenanlageabschnitt zu halten, insbesondere bis der Schraubenhalter an der Einschraubhilfe angeordnet ist.
- Bevorzugt ist in dem Untergrundabschnitt und/oder dem mindestens einem Schraubenanlageabschnitt mindestens eine Einstecköffnung für einen Bit gebildet, um mindestens einen Bit zur Verwendung mit einem (Akku-)Schrauber direkt an der Einschraubhilfe zu halten.
- Mit Vorteil weist der Untergrundabschnitt Vorsprünge, insbesondere Stifte, oder Rillen, aus Metall oder Kunststoff auf, um so ein Verrutschen der Einschraubhilfe auf dem Untergrund im Einsatz zu vermeiden. Sind diese in bestimmten Abstand zueinander, insbesondere 1cm, können diese auch als Anrißhilfe bzw. zum Anzeichnen dienen.
- In einer ersten Ausführungsform umfasst der Schraubenhalter an dem mindestens einen Schraubenanlageabschnitt eine insbesondere längsverschiebliche Klammer, an der eine Abdeckplatte schwenkbar gelagert ist, bevorzugt mittels einer Feder so vorgespannt, dass sie von dem Schraubanlageabschnitt weg geschwenkt ist, um in diesem geöffneten Zustand das Anlegen einer Schraube an dem Schraubenanlageabschnitt zu ermöglichen, und in einem geschlossenen Zustand, wenn die Abdeckplatte an dem Schraubenanlageabschnitt anliegt, den geschlossenen Schraubkanal (1SK) zu bilden. In dieser Ausführungsform kann die Schraube an den Schraubenanlageabschnitt gelegt werden und dann von Hand die Abdeckplatte in Richtung Schraubenanlageabschnitt geschwenkt werden, um einen mindestens teilweise geschlossenen Schraubkanal zum Führen der Schraube zu bilden. Der geschlossene Schraubkanal wird somit von dem Schraubenanlageabschnitt und der Abdeckplatte gebildet. Die vorteilhaft angeordnete Feder hält die Abdeckplatte weg von dem Schraubenanlageabschnitt, so dass zu jeder Zeit eine Schraube an den Schraubenanlageabschnitt angelegt werden kann. Der Schraubenanlageabschnitt und/oder die Abdeckplatte können Nuten aufweisen, in die die Schraube eingelegt werden kann.
- In einer zweiten Ausführungsform umfasst der Schraubenhalter eine ebene Basis als Grundplatte zur Anlage an dem Schraubenanlageabschnitt und zum Bilden des Schraubkanals. Von der Basis aus erstreckt sich an der einen Seite ein halbkreisförmiger Haltegriff, um den Schraubenhalter und evtl. gleichzeitig die damit verbundene Einschraubhilfe zu handhaben. Von der anderen Seite aus erstrecken sich vier Rastfüße mit Rastnasen, um diese mit Führungsschienen des Schraubenanlageabschnitts zu verrasten. Der Schraubenhalter kann unter Aufspreizung der Rastfüße nach außen senkrecht zu dem Schraubenanlageabschnitt auf diesen aufgeschoben werden, um die Rastnasen mit den Führungsschienen zu verrasten. Der Schraubenhalter kann auch von einem Ende des Schraubenanlageabschnitts entlang dessen Erstreckung auf denselben aufgeschoben werden, wobei die Rastnasen in die Führungsschienen greifen. Sind mehrere Führungsschienen parallel zueinander angeordnet, kann der Schraubenhalter - je nach Durchmesser der Schrauben - verschieden tief mit der Einschraubhilfe verrastet werden.
- In diesem Ausführungsbeispiel wird der Schraubkanal somit von der einen Seite der Basis bzw. Grundplatte und dem Schraubenanlageabschnitt gebildet. Zum Bilden bzw. Öffnen des Schraubkanals wird der Schraubenhalter mit der Einschraubhilfe verbunden bzw. diese werden voneinander gelöst. Vorteilhaft können in der Basis und/oder dem Schraubkanal eine Nut gebildet sein, um darin die Schraube aufzunehmen.
- Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- a) eine erste perspektivische, b) eine zweite perspektivische, c) eine dritte perspektivische, d) eine erste Seiten- und e) eine zweite Seitenansicht der erfindungsgemäßen Einschraubhilfe mit Schraubenhalter in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- a) eine erste perspektivische Ansicht, b) eine erste Seitenansicht, c) eine zweite Seitenansicht, d) eine dritte Seitenansicht, e) eine Draufsicht und f) eine zweite perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Einschraubhilfe mit Schraubenhalter in einer zwei Ausführungsform, und
- Fig. 3
- a) eine dritte und b) eine vierte Ausführungsform in schematischer Ansicht.
-
Fig. 1 zeigt in verschiedenen Ansichten eine erfindungsgemäße Einschraubhilfe 1 mit Schraubenhalter 3. - Die Einschraubhilfe 1 weist eine Dreieckform auf, bei der die längste Seite des Dreiecks einen Untergrundabschnitt 1U1 zur Anlage an einem Untergrund 7 und die beiden anderen Seiten Schraubenanlageabschnitte 1S1, 1S2 zur Anlage von Schrauben 5 bilden.
- Der Untergrundabschnitt 1U1 weist eine Reihe von Einstecköffnungen 13 für Bits auf. Senkrecht zu der Längserstreckung des Untergrundabschnitts 1U1 sind zwei Abstandshalter 11 verschieblich in dem Untergrundabschnitt 1U1 geführt. Die beiden Abstandshalter 11 weisen Rastaufnahmen 9A für im Untergrundabschnitt 1U1 angeordnete, nicht dargestellte Rastnasen auf. Die Rastaufnahmen sind im regelmäßigen Abstand zueinander angeordnet und können so in definierten Maße relativ zu dem Untergrundabschnitt 1U1 verschoben werden. Die beiden Abstandhalter 11 weisen an einem Ende eine Abwinkelung von 90° auf, wodurch ein Fuß zur Anlage an einem beliebigen Gegenstand gebildet ist. Mit Hilfe der beiden Abstandhalter 11 kann die Einschraubhilfe 1 in einem definierten Abstand zu einem anderen Gegenstand angeordnet werden. Sollten beispielsweise beim Dachbau zwei Balken in definiertem Abstand zueinander angeordnet werden oder sollten Schrauben in einem definierten Abstand von einem anderen Gegenstand eingeschraubt werden, so kann dieser Abstand über die Abstandshalter 11 eingestellt werden. Die beiden Abstandshalter 11 sind an gegenüberliegenden Enden des Untergrundabschnitts 1U1 angeordnet, um die Einschraubhilfe 1 möglichst stabil über die Abstandshalter 11 relativ zu einem anderen Gegenstand anzuordnen.
- Die Unterseite des Untergrundabschnitts 1U1 lässt sich am besten der
Fig. 2f entnehmen, die zwar eine weitere Ausführungsform der Einschraubhilfe 1 betrifft, bei der jedoch die Unterseite des Untergrundabschnitts 1U1 baugleich zu der vorliegenden Ausführungsform ist. Senkrecht zu dem Untergrundabschnitt 1U1 verlaufen parallel zueinander mehrere Rillen 1R, um einem Verrutschen der Einschraubhilfe 1 auf einem Untergrund 7 entgegenzuwirken. Ferner weist die Unterseite mehrere spitzenförmige Vorsprünge 1V auf, um einem Verrutschen der Einschraubhilfe 1 auf dem Untergrund 7 entgegen zu wirken. - Die beiden Schraubenanlageabschnitte 1S1, 1S2 verlaufen unter verschiedenen Winkeln zu dem Untergrundabschnitt 1U1: der kürzere Abschnitt verläuft unter einem Winkel von 45° und der längere Abschnitt unter einem Winkel von 60° zu dem Untergrundabschnitt 1U1. Im Übrigen sind die beiden Abschnitte gleich aufgebaut.
- In der Erstreckungsrichtung der beiden Schraubenanlageabschnitte 1S1, 1S2 verläuft mittig jeweils eine Nut 1N zur Aufnahme einer Schraube 5 darin. Die Nut 1N weist im Querschnitt im Wesentlichen eine V-Form auf. In beiden Nuten 1N ist eine Auflage 1A für Schrauben 5 angeordnet, die aus einem Federstahl besteht und fest mit dem jeweiligen Schraubenanlageabschnitt 1S1 verrastet ist. Die Auflage 1A schützt den Schraubenanlageabschnitt 1S1 beim Einschrauben der Schraube vor Reibung, die den Schraubenanlageabschnitt 1S1 beschädigen würde.
- An gegenüberliegenden Seiten jedes Schraubenanlageabschnitts 1S1, 1S2 sind Führungsschienen 9A angeordnet, die parallel zueinander verlaufen. Einmal mittig und einmal am Ende der Führungsschienen 9A sind auf beiden gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Einsteckfläche 9E gebildet. Die Einsteckflächen 9E dienen zum Einschieben von Rastfüßen 3R des Schraubenhalters 3, wie unten beschrieben.
- Die Einschraubhilfe 1 ist einstückig aus Kunststoff gebildet. Die Auflagen 1A bestehen aus Federstahl und werden in der jeweiligen Nut 1N verrastet. Die Abstandshalter 11 sind ebenfalls einstückig aus Kunststoff hergestellt. Alternativ ist die Einschraubhilfe 1 aus zwei Hälften zusammen gesetzt (in Längsrichtung derselben mittig geteilt) und dann zusammen gesetzt.
- Der Schraubenhalter 3 weist eine Basis 3B auf, die eine rechteckige Form aufweist. Zu der einen Seite der Basis 3B erstreckt sich ein halbkreisförmiger Haltegriff 3H, um den Schraubenhalter 3H (und die evtl. damit verrastete Einschraubhilfe 1) zu handhaben. Zu der anderen Seite erstrecken sich vier Rastfüße 3R, an deren freien Ende Rastnasen 9N gebildet sind, um diese in Führungsschienen 9A des Schraubenanlageabschnitts 1S1, 1S2 zu rasten. Der Schraubenhalter 3 ist einstückig aus Kunststoff hergestellt.
- Es gibt zwei Möglichkeiten, den Schraubenhalter 3 mit der Einschraubhilfe 1 zu verbinden. Die erste Möglichkeit besteht darin, den Schraubenhalter 3 vom in
Fig. 1a ) unteren Ende des Schraubenanlageabschnitts 1S1 auf den Schraubenanlageabschnitt 1S1 aufzuschieben. Eine zweite Möglichkeit ist, den Schraubenhalter 3 so senkrecht zu dem Schraubenanlageabschnitt 1S1 auf diesen aufzuschieben, dass die Rastfüße 3R in die Einsteckflächen 9E greifen. Folgend kann der Schraubenhalter 3 in der Orientierung derFig. 1a nach unten bewegt werden, so dass wieder die Rastnasen 9N der Rastfüße 3R in die Führungsschienen 9A des jeweiligen Schraubenanlageabschnitts 1S1, 1S2 greifen. Ist der Schraubenhalter 3 mit der Einschraubhilfe 1 verbunden, so ist zwischen diesen ein Schraubkanal 1SK gebildet, innerhalb dessen eine Schraube 5 beim Einschrauben geführt werden kann. Der Schraubkanal 1SK ist umfänglich geschlossen, so dass die Schraube 5 aus diesem 1SK nicht herausweichen kann. - Durch die mehreren, parallel zueinander verlaufenden Führungsschienen 9A der Schraubenanlageabschnitte 1S1, 1S2 kann der Schraubenhalter 3 in verschiedenen Abständen zu der Einschraubhilfe 1 angeordnet werden. Somit können Schraubkanäle verschiedener Abmessung gebildet werden, so dass der Schraubkanal 1SK auf den jeweils vorliegenden Durchmesser einer einzuschraubenden Schraube 5 angepasst werden kann. Weist die Schraube 5 einen geringen Durchmesser auf, kann der Schraubenhalter 3 eng bzw. nah an der Einschraubhilfe 1 verrastet werden, d.h. mit in
Fig. 1a ) rechts angeordneten Führungsschienen 9A des Schraubenanlageabschnitts 1S1. Weist die Schraube 5 einen großen Durchmesser auf, kann der Schraubenhalter 3 in einem größeren Abstand von der Einschraubhilfe 1 verrastet werden, d.h. mit inFig. 1a ) links angeordneten Führungsschienen 9A des Schraubenanlageabschnitts 1S1. - Beispiel für die Verwendung der Einschraubhilfe 1 mit Schraubenhalter 3:
Die Einschraubhilfe 1 wird mit ihrem Untergrundabschnitt 1U1 auf einem Holzbalken als Untergrund 7 eines Dachstuhls angeordnet, s.Fig. 1e ). Mit Hilfe der Abstandshalter 11 wird ein Abstand zu einem benachbarten Holzbalken des Dachstuhls eingestellt. Eine Holzschraube 5 wird in der Nut 1N des Schraubenanlageabschnitts 1S1 angeordnet, wobei die Spitze der Schraube 5 an der Stelle auf dem Holzbalken angeordnet wird, an der sie eingeschraubt werden soll. Folgend wird der Schraubenhalter 3 mit der Einschraubhilfe 1 verrastet, um einen Schraubkanal 1SK zu bilden. Der Schraubenhalter 3 wird möglichst nah an der Einschraubhilfe 1 angeordnet, um einen möglichst engen Schraubkanal 1SK zu bilden. Anschließend wird die Schraube 5 mit Hilfe eines Akkuschraubers in den Holzbalken geschraubt, wobei die Schraube 5 entlang der Schraubenanlageabschnitts 1S1 beim Einschrauben gleitet. Ist die Schraube 5 ausreichend tief in dem Holzbalken angeordnet, so dass sie ihre Richtung gefunden hat, kann der Schraubenhalter 3 von der Einschraubhilfe 1 gelöst werden und beide von der Schraube 5 entfernt werden. Abschließend wird der Einschraubvorgang fortgesetzt, bis die Schraube 5 im gewünschten Maße in dem Holzbalken versenkt ist. -
Fig. 2 zeigt in verschiedenen Ansichten eine weitere Ausführungsform der Einschraubhilfe 1 mit Schraubenhalter 3, wobei folgend nur auf die Unterschiede eingegangen wird. An dem inFig. 2a linken Schraubenanlageabschnitt 1S1 ist eine Klammer 3K angeordnet, die auf den Schraubenanlageabschnitt 1S1 aufgeschoben und mit diesem verrastet ist. Die Klammer 3K besteht aus Federstahl und weist im Querschnitt im Wesentlichen eine U-Form auf. An der Klammer 3K ist eine Abdeckplatte 3A angelenkt, die mit Hilfe einer Feder (nicht dargestellt) die Abdeckplatte 3A in die inFig. 2a gezeigte Stellung drückt, bei der die Abdeckplatte 3A von dem Schraubenanlageabschnitt 1S1 weg geschwenkt ist. Die inFig. 2a gezeigte Stellung ist die geöffnete Stellung, bei der eine Schraube 5 in die Nut 1N des Schraubenanlageabschnitts 1S1 eingelegt werden kann. Ist eine Schraube 5 in der Nut 1N angeordnet, kann der Schraubenanlageabschnitt 1S1 so von Hand gegriffen werden, dass sich die Abdeckplatte 3A in Richtung auf den Schraubenanlageabschnitt 1S1 verschwenkt und die Schraube 5 in die Nut 1N drückt. Dies ist die geschlossene Stellung der Abdeckplatte 3A, in der die Schraube 5 bspw. in einen Holzbalken geschraubt werden kann. - Die Verwendung der Einschraubhilfe 1 mit Schraubenhalter 3 erfolgt somit wie folgend beschrieben: Die Einschraubhilfe 1 wird auf einem Holzbalken angeordnet und mit den Abstandshaltern 11 ein gewünschter Abstand eingestellt. Eine Schraube 5 wird in die Nut 1N eines Schraubenanlageabschnitts 1S1 gelegt. Eine Hand greift die Klammer 3K und die Abdeckplatte 3A, wodurch die Schraube 5 durch die Abdeckplatte 3A in die Nut 1N gedrückt wird. Mit dem Akkuschrauber wird die Schraube 5 in den Holzbalken geschraubt. Ist die Schraube 5 weit genug eingeschraubt, kann die Hand von dem Schraubenanlageabschnitt 1S1, 1S2 genommen werden, wodurch sich die Abdeckplatte 3A wieder in ihre geöffnete Stellung der
Fig. 2a bewegt. Nun kann die Einschraubhilfe 1 von der Schraube 5 entfernt werden und die Schraube 5 weiter eingeschraubt werden. -
Fig. 3a zeigt schematisch eine dritte Ausführungsform der Erfindung. Abweichend von den beiden oben beschriebenen Ausführungsformen ist ein Schraubenanlageabschnitt 1S2 entfernt, so dass die Einschraubhilfe 1 nur einen Untergrundabschnitt 1U1 und einen Schraubenanlageabschnitt 1S1 aufweist, d.h. der Schraubenanlageabschnitt 1S2 wurde einfach heraus geschnitten. Die Einschraubhilfe 1 derFig. 3a ist somit lediglich ein Winkel, der von dem Untergrundabschnitt 1U1 und dem Schraubenanlageabschnitt 1S1 aufgespannt wird. Die Einschraubhilfe derFig. 3a kann sowohl einen Schraubenhalter 3 gemäßFig. 1 als auch einen gemäß derFig. 2 aufweisen. - Der Schraubenhalter der
Fig. 3b weist zwei gegenüberliegende Untergrundabschnitte 1U1, 1U2 und zwei gegenüberliegende Schraubenanlageabschnitte 1S1, 1S2 auf, die jeweils verschiedene Einschraubwinkel 1E zwischen sich aufweisen. Vorteilhaft bei dieser Ausgestaltung ist, dass ein langer Untergrundabschnitt 1U2 gebildet werden kann, der ein gutes Handhaben und Greifen der Einschraubhilfe 1 ermöglicht. -
- 1
- Einschraubhilfe
- 1A
- Auflage für Schrauben
- 1E
- Einschraubwinkel
- 1N
- Nut zur Aufnahme Schraube
- 1R
- Rille, um ein Verrutschen der Einschraubhilfe auf dem Untergrund zu vermeiden
- 1S1
- (erster) Schraubenanlageabschnitt zur Anlage an einer Schraube
- 1S2
- (zweiter) Schraubenanlageabschnitt zur Anlage an einer Schraube
- 1SK
- Schraubkanal
- 1U1
- (erster) Untergrundabschnitt zur Anlage an dem Untergrund
- 1U2
- (zweiter) Untergrundabschnitt zur Anlage an dem Untergrund
- 1V
- Vorsprung, um ein Verrutschen der Einschraubhilfe auf dem Untergrund zu vermeiden
- 3
- Schraubenhalter
- 3A
- Abdeckplatte
- 3B
- Basis
- 3H
- Haltegriff (Halbkreis)
- 3K
- Klammer
- 3R
- Rastfuß
- 5
- Schraube
- 7
- Untergrund
- 9A
- Rastnasenaufnahmen bzw. Führungsschienen
- 9E
- Einsteckfläche
- 9N
- Rastnasen bzw. Führungsnasen
- 11
- Abstandshalter
- 13
- Einstecköffnung für einen Bit
Claims (14)
- Einschraubhilfe zum Einschrauben einer langen Schraube (5) in einem definierten Einschraubwinkel (1E) in einen Untergrund (7) mit mindestens einem Untergrundabschnitt (1U1) zur Anlage an dem Untergrund (7) und mindestens einem Schraubenanlageabschnitt (1S1) zur Anlage der Schraube (5) daran, wobei zwischen diesen der Einschraubwinkel (1E) gebildet ist, wobei an dem Schraubenanlageabschnitt (1S1) ein Schraubenhalter (3) insbesondere lösbar angeordnet ist, der zwischen diesen (1S1, 3) einen insbesondere umfänglich geschlossenen Schraubkanal (1SK) für die Schraube (5) bildet, um die Schraube (5) beim Einschrauben in den Untergrund (7) zu führen;
wobei der Schraubenhalter (3) mit dem Schraubenanlageabschnitt (1S) mittels ineinandergreifender Rastmittel, insbesondere Rastnasen und Rastnasenaufnahmen (9A, 9N), verrastbar ist und/oder wobei der Schraubenhalter (3) mit dem Schraubenanlageabschnitt (1S) mittels der ineinandergreifenden Rastmittel von einem Ende desselben auf diesen aufschiebbar ist, wobei insbesondere Führungsnasen (9N) des Schraubenhalters (3) in Führungsschienen (9A) des Schraubenanlageabschnitts (1S) schiebbar sind. - Einschraubhilfe nach dem vorangehenden Anspruch, wobei der Schraubenanlageabschnitt (1S) und/oder der Schraubenhalter (3) eine Nut (1N, 3N) zur Aufnahme der Schraube (5) darin aufweisen.
- Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen zweiten Schraubenanlageabschnitt (1S2), der von dem freien Ende des Untergrundabschnitts (1U) zu dem freien Ende des Schraubenanlageabschnitts (1S) reicht, so dass diese ein Dreieck (1U, 1S1, 1S2) bilden.
- Einschraubhilfe nach einem der Ansprüche 1-3, gekennzeichnet durch einen zweiten Schraubenanlageabschnitt (1S2) und einen zweiten Untergrundabschnitt (1U2), wobei die vier Abschnitte ein Viereck bilden und sich die Untergrundabschnitte (1U1, 1U2) und die Schraubenanlageabschnitte (1S1, 1S2) gegenüberliegen, wobei zwischen den jeweiligen Abschnitten (1S1, 1S2, 1U1, 1U2) jeweils verschiedene Winkel gebildet sind.
- Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Einschraubhilfe (1) und/oder der Schraubenhalter (3) insbesondere einstückig aus Kunststoff bestehen.
- Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Einschraubwinkel (1E) zwischen 20-90°, insbesondere 30-75°, liegt.
- Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Abstandshalter (11) im Untergrundabschnitt (1U1) verschieblich geführt ist, insbesondere im rechten Winkel zu diesem, um einen gewünschten Abstand der Einschraubhilfe (1) zu einem benachbarten Gegenstand, insbesondere einem benachbarten Holzbalken, einzustellen.
- Einschraubhilfe nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch zwei Abstandshalter (11), die insbesondere an gegenüberliegenden Enden des Untergrundabschnitts angeordnet sind.
- Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine der Schraube (5) zugewandte Seite des Schraubenanlageabschnitts (1S) mindestens abschnittsweise eine harte Oberfläche oder eine harte Auflage (1A) aufweist, um den Schraubenanlageabschnitt vor Abrieb durch die Schraube (5) beim Einschrauben derselben zu schützen, indem die der Schraube (5) zugewandte Seite des Schraubenanlageabschnitts (1S) aus einem härteren Kunststoff gebildet ist als die übrige Einschraubhilfe (1) und/oder eine Auflage (1A) aus Metall aufweist.
- Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei der mindestens eine Schraubenanlageabschnitt (1S) mindestens einen Magnet aufweist, um die Schraube (5) an dem Schraubenanlageabschnitt (1S) zu halten, insbesondere bis der Schraubenhalter (3) an der Einschraubhilfe (1) angeordnet ist. - Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei in dem Untergrundabschnitt (1U) und/oder dem mindestens einem Schraubenanlageabschnitt (1S) mindestens eine Einstecköffnung (13) für einen Bit gebildet ist, um mindestens einen Bit zur Verwendung mit einem Schrauber direkt an der Einschraubhilfe zu halten. - Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Untergrundabschnitt (1U) Vorsprünge (1V), insbesondere Stifte, oder Rillen (1R), aus Metall oder Kunststoff aufweist, um so ein Verrutschen der Einschraubhilfe (1) auf dem Untergrund (7) im Einsatz zu vermeiden.
- Einschraubhilfe nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Schraubenhalter (3) an dem mindestens einen Schraubenanlageabschnitt (1S) eine insbesondere längsverschiebliche Klammer (3K) umfasst, an der eine Abdeckplatte (3A) schwenkbar gelagert ist, bevorzugt mittels einer Feder so vorgespannt, dass sie von dem Schraubanlageabschnitt weg geschwenkt ist, um in diesem geöffneten Zustand das Anlegen einer Schraube (5) an dem Schraubenanlageabschnitt (1S) zu ermöglichen, und in einem geschlossenen Zustand, wenn die Abdeckplatte (3A) an dem Schraubenanlageabschnitt (1S) anliegt, den geschlossenen Schraubkanal (1SK) zu bilden.
- Einschraubhilfe nach einem der Ansprüche 1-13, wobei der Schraubenhalter (3) eine ebene Basis (3B) aufweist, von der aus sich an der einen Seite ein halbkreisförmiger Haltegriff (3H) erstreckt und von dem aus sich an der gegenüberliegenden Seite vier Rastfüße (3R, 9N) mit Rastnasen (9N) erstrecken, um diese mit Führungsschienen (9A) des Schraubenanlageabschnitts zu verrasten.
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