Vorrichtung zum druckdichten Durchführen einer Leitung durch eine Wand und Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum druckdichten Durchführen einer einen deformierbaren Mantel umfassenden Leitung durch einen Durchgang in einer Wand, wobei die Wand einen ersten Druckbereich von einem zweiten Druckbereich trennt. Die Druckbereiche können unterschiedliche Drücke aufweisen, bspw. auf der einen Seite Atmosphärendruck und auf der anderen Seite Unter- oder Überdruck. Außerdem können auf beiden Seiten hohe Temperaturen oder stark unterschiedliche Temperaturen herrschen.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Begriff „Wand“ im weitesten Sinne zu verstehen ist. Dabei kann es sich um eine Wand zwischen zwei Räumen oder aber um eine Wand als Bestandteil eines Gehäuses handeln. Wesentlich ist, dass es hier um eine Durchführung durch eine Wand geht, die unterschiedliche Druckbereiche voneinander trennt, wobei die Durchführung der Leitung als Schwachstelle zur Isolation der beiden Bereiche zu verstehen ist.
Bei der industriellen Anwendung in der Messtechnik besteht oftmals die Anforderung, verschiedene Komponenten einer Messkette in unterschiedlichen Druckbereichen zu betreiben. So wird beispielsweise häufig ein Sensor in einem anderen Umgebungsdruckbereich betrieben als die zugehörige Auswerteelektronik. Dazu müssen die Steuer- und Signalleitungen zwischen Sensor und Auswertelektronik über eine Durchführung von dem einen Druckbereich zu dem anderen Druckbereich geführt werden.
Um Steuerleitungen, Kabel oder ähnliches von einem druckfreien Bereich in einen Bereich mit Druck oder Vakuum zu führen, sind sogenannte Druck- bzw. Vakuumdurchführungen üblich bzw. aus der Praxis bekannt.
Bei Durchführungen für Vakuum wird in der Regel die Leitung aufgetrennt und dann über geklebte, vergossene oder eingeglaste Pins auf die gegenüberliegende Seite geführt.
Nachteil dieser Art von Durchführung ist der aufwändige Fertigungs- und Montageprozess. An der Trennstelle könnte außerdem das Umgebungsmedium in die Leitung, z.B. zwischen Innenleiter und Schirm, oder zwischen die Litzen, gepresst werden. Bei schnellem Druckabfall könnte der Mantel der Leitung platzen.
Druckdurchführungen sind in der Regel so aufgebaut, dass die gesamte Leitung mit einer Kabelverschraubung mit Stahlpanzerrohrgewinde (PG-Verschraubung) o.ä. durch die Öffnung geführt wird und danach mit einem O-Ring o.ä. auf dem Mantel der Leitung und der Öffnung durch Verschrauben abgedichtet wird. Nachteil ist deren aufwändige und großvolumige Bauweise. PG-Verschraubungen benötigen sehr viel Bauraum, sind schwer und bestehen aus mehreren Teilen.
Die gängigen Lösungen sind insoweit nachteilig, als sie nicht bei hohen Drücken und gleichzeitig bei hohen bzw. sehr niedrigen Temperaturen eingesetzt werden können, da die mechanische Ausdehnung der Bauteile bei hohen Temperaturen die notwendige Vorspannung der O-Ringe reduziert.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der gattungsbildenden Art derart auszugestalten und weiterzubilden, dass die zuvor genannten Nachteile zumindest weitgehend eliminiert sind. Die Vorrichtung soll sowohl für Druck- als auch für Vakuumanwendungen geeignet sein. Insbesondere soll die Vorrichtung im Bereich der Durchführung nicht beschädigt werden, auch über einen längeren Zeitraum der Anwendung hinweg. Zudem soll die Dichtigkeit über einen weiten Temperaturbereich hinweg gewährleistet sein, beispielsweise über einen Temperaturbereich von etwa -20°C bis +200°C.
Ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung einer solchen Vorrichtung soll ebenso angegeben werden.
Voranstehende Aufgabe ist in Bezug auf die erfindungsgemäße Vorrichtung durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Danach handelt es sich um eine Vorrichtung zum druckdichten Durchführen einer einen deformierbaren Mantel umfassenden Leitung durch einen Durchgang in einer Wand, die einen ersten Druckbereich von einem zweiten Druckbereich trennt. Die Vorrichtung umfasst eine die Leitung im Bereich der Durchführung umgebende Hülse, die mindestens zwei umformtechnisch erzeugte, voneinander beabstan- dete ringförmige Einschnürungen, Einkerbungen, Nuten oder dgl. aufweist, zwischen denen das Material des Mantels durch die Umformung zu einer zwischen dem Mantel und der Hülse wirkenden integralen Ringdichtung gestaucht ist, wobei die Hülse um den Durchgang herum, zumindest von einer Seite her, druckdicht mit der Wand verbunden oder verbindbar ist.
Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass die aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen in der Konstruktion aufwändig und stör-/fehleranfällig sind. So wird erfindungsgemäß eine Dichtung zwischen der Leitung und der Hülse in situ erzeugt, nämlich durch Nachbildung des Funktionsprinzips eines Dichtrings, der aus dem Mantel der Leitung mittels umlaufender Einschnürung, Einkerbung, Nut oder dergleichen in einer Metallhülse erzeugt wird, wobei benachbarte Einkerbungen das Material des Mantels aufeinander zu stauchen, wodurch eine Art integraler Dichtring durch Materialerhebung entsteht. Je nachdem, wie eng die Einschnürungen beieinander liegen, und wie tief die Einschnürungen ausgebildet werden, entsteht ein mehr oder weniger erhabener „Dichtring“ als integraler Bestandteil des Mantelmaterials.
Der Begriff „Leitung“ ist ebenfalls im weitesten Sinne zu verstehen. Dabei kann es sich beispielsweise um eine elektrische Leitung handeln. Auch kann es sich bei der Leitung um eine optische Leitung, beispielsweise um ein Glasfaserkabel, handeln. Ebenso ist es denkbar, dass die Leitung als Fluidleitung ausgeführt ist, beispielsweise im Sinne einer pneumatischen oder hydraulischen Leitung. Wesentlich ist bei der Leitung, dass ein plastisch verformbarer Mantel vorhanden ist, der nicht zwingend elastisch sein muss. So eignen sich insbesondere Leitungen mit einer Ummantelung aus PVC, PUR, FKM (FFKM), FPM (FFPM), PTFE, duktilem Metall, etc.
Die Hülse, durch die die Leitung geführt wird, ist vorzugsweise aus duktilem Metall hergestellt, so dass eine Umformung mit geeignetem Werkzeug möglich ist, die auf das Mantelmaterial wirkt.
Grundsätzlich kann es sich bei dem Material der Hülse um jedwedes verformbares Metall handeln. In besonders vorteilhafter Weise ist das Material der Hülse in Bezug auf den thermischen Ausdehnungskoeffizienten an das Material der Wand in etwa angepasst, so dass im Betrieb, insbesondere bei Temperaturschwankungen, keine Spannungsrisse aufgrund unterschiedlicher thermischer Ausdehnungskoeffizienten im Bereich einer etwaigen Verbindung auftreten.
Zur weiterreichenden Begünstigung der Abdichtung ist es denkbar, dass mindestens eine weitere ringförmige Einschnürung vorgesehen ist, so dass insgesamt drei Einschnürungen ausgebildet werden. Dies bedeutet, dass zwischen den Einschnürungen zwei Ringdichtungen durch Materialverdrängung/Stauchen des Mantelmaterials ausgebildet werden.
Die Einschnürungen können äquidistant zueinander angeordnet und in etwa gleich groß ausgebildet sein. Auch ist es denkbar, eine unterschiedliche Beabstandung der Einschnürungen zueinander und somit auch der Ringdichtungen zueinander vorzusehen, je nach Bedarf. Dazu kann die zur Verformung vorgesehene Hülse unterschiedlich lang über die Leitung hinweg ausgebildet sein.
Insbesondere bei in sich weichen Leitungen, beispielsweise bei Koaxialkabeln, ist es von Vorteil, wenn unmittelbar oder mittelbar unter dem Mantel eine Stützhülse vorgesehen ist, die beim Umformen der Hülse als Widerlager dient. Die Stützhülse kann unter dem Mantel in die Leitung eingezogen werden/sein.
Die Hülse ist grundsätzlich als unabhängiges Bauteil zu verstehen und kann beliebig mit der Wand verbunden werden. In vorteilhafter Weise ist die Hülse integraler Bestandteil der Wand oder eines die Wand umfassenden Gehäuses, so dass zwischen der Hülse und der Wand kein Dichtigkeitsproblem auftritt. So könnte die Hülse integraler Bestandteil eines zylindrischen Sensorgehäuses sein, welches
mechanisch derart bearbeitet wird, dass an einem Ende die hier in Rede stehende Hülse beispielsweise durch Drehen, erodieren, etc. herausgearbeitet wird.
Alternativ kann die Hülse von einer Seite her mit der Wand verklebt oder verschweißt sein.
Im Rahmen einer weiteren Ausführung ist es denkbar, dass die Hülse integraler Bestandteil eines mit der Wand verbindbaren Flanschs ist, der zum Einsatz an verschiedenen Wandungen kommen kann. Wesentlich dabei ist eine abdichtende Verbindung zwischen einer Flanschfläche des Flansches und einer Kontaktfläche der Wand, wobei dazu herkömmliche O-Ringe oder flächig ausgebildete Dichtungen zum Einsatz kommen können.
Die Wand mit der Durchführung kann Bestandteil des Gehäuses einer apparativen Einrichtung sein, beispielsweise einer elektrischen Einrichtung, wobei es sich dabei um eine Messeinrichtung, insbesondere um einen Sensor, handeln kann. In einem solchen Falle dient die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Abdichtung zwischen der Messseite eines Sensors und des in einem Gehäuse untergebrachten Anschlusses, ggf. mit Elektronik.
In Bezug auf das erfindungsgemäße Verfahren ist die zugrundeliegende Aufgabe durch die Merkmale des nebengeordneten Anspruchs 15 gelöst. Das Verfahren dient insbesondere zur Herstellung der zuvor erörterten Vorrichtung.
In einem ersten Verfahrensschritt wird die Leitung in eine Hülse eingezogen oder wird die Leitung mit einer eng anliegenden Hülse überzogen.
In einem weiteren Schritt wird eine Einschnürung oder Einkerbung in die Metallhülse eingebracht. Das Material des Außenmantels wird dabei in radiale Richtung gequetscht. Durch den inneren Aufbau der Leitung kann das Material nicht nach innen ausweichen, wodurch es teilweise axial von der Einschnürung weggedrückt wird. Wenn der innere Aufbau der Leitung zu nachgiebig ist (beispielsweise Koax- oder Triaxleitungen mit einem geschäumten Dielektrikum), kann vor dem Umfor-
men eine Stützhülse zwischen den Mantel und dem inneren Aufbau der Leitung geschoben werden.
Die Einschnürung wird mit einem geeigneten Werkzeug oder einer Vorrichtung ausgeführt. Sie muss umlaufend ausgeführt werden, damit das Material des Mantels über den gesamten Umfang verformt wird. Eine einfache Crimpung ist hier nicht ausreichend. Es könnte eine Quetschvorrichtung, beispielsweise eine Kniehebelpresse mit umlaufenden Pressstücken verwendet werden, die Kreissegmente bilden um beim Zusammenpressen eine umlaufende Einschnürung erzeugen. Besonders geeignet ist ein Rollierumformer, der die Einschnürung durch Herumführen eines Rollierkopfes erzeugt.
In einem weiteren Schritt wird in einem bestimmten Abstand zur ersten Einschnürung eine zweite Einschnürung eingebracht. Hier wird ebenso das Material des Außenmantels radial gequetscht und teilweise axial von der Einschnürung weggedrückt. Da jedoch die erste Einschnürung das axiale Wegdrücken in diese Richtung verhindert, wird das Material des Außenmantels zwischen den beiden Einschnürungen quasi gestaucht. Dadurch entsteht zwischen den beiden Einschnürungen ein Bereich, wo das Material des Mantels verdickt und gestaucht wird: Es entsteht ein Dichtbereich zwischen den Einschnürungen, der einem Dichtring, etwa einem O-Ring nachgebildet ist. Die beiden Schritte können auch mit einer geeigneten Vorrichtung gleichzeitig ausgeführt werden. Kommt nun Druck durch das umgebende Medium der Druckseite auf den nachgebildeten O-Ring, so wird dieser weiter verpresst und dessen Dichtwirkung begünstigt.
Die Form, Tiefe, Abstand und Ausprägung der Einschnürungen bestimmen dabei die Form des nachgebildeten O-Rings. In einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die Einschnürungen so dimensioniert, dass der Bereich der verformbaren Hülse dazwischen nahezu die Form eines Kreisbogens aufweist. In dieser Form werden analog zum O-Ring die entstehenden Druckkräfte besonders gut aufgenommen. Damit wird ein hohes Maß an Dichtigkeit bei Druckbeaufschlagung über eine weite Temperaturspanne von beispielsweise -20°C bis +200°C erreicht, da der Überdruck die Dichtwirkung bei jeder Temperatur unterstützt. Durch die sym-
metrische Ausgestaltung der Einschnürungen wird die Dichtwirkung sogar in zwei Richtungen ermöglicht, was auch eine Anwendung bei Druckwechseln erlaubt.
Bei besonders hohen Anforderungen die Dichtigkeit können auch zwei oder mehr Dichtbereiche hintereinander angeordnet sein.
Ein weiterer Vorteil ist die einfache und kompakte Bauform einer derartigen Durchführung. Ohne zusätzliche Bauteile wird aus dem vorhandenen Mantel der Leitung ein Dichtbereich erzeugt, der auch hohen Drücken standhält. Der erste Druckbereich kann normaler Umgebungsdruck sein, der zweite Druckbereich entweder ein Vakuum oder ein Überdruck. Das Verfahren eignet sich besonders für hohe Drücke. Es ist jede beliebige Kombination aus erstem und zweitem Druckbereich denkbar.
Das Verfahren lässt sich nicht nur auf elektrische Leitungen anwenden, sondern auch auf optische Leitungen (Glasfaserkabel), pneumatische oder hydraulische Leitungen, wenn diese Leitungen aus einem ersten Druckbereich in einen zweiten Druckbereich geführt werden.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Anspruch 1 nachgeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 in einer schematischen Ansicht eine Vorrichtung zum druckdichten Durchführen einer einen deformierbaren Mantel umfassenden Leitung durch einen in der Figur nicht gezeigten Durchgang in einer Wand, wobei die Leitung durch eine Hülse hindurchgeführt ist, vor dem Umformen der Hülse,
Fig. 2 in einer schematischen Ansicht den Gegenstand aus Fig. 1 nach dem Umformen der Hülse,
Fig. 3 in einer schematischen Ansicht die erfindungsgemäße Vorrichtung am Beispiel einer Koaxialleitung mit eingezogener Stützhülse,
Fig. 4 in einer schematischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei die Hülse Bestandteil eines Sensorgehäuses ist,
Fig. 5 in einer schematischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei die Hülse Bestandteil eines Flansches zum unmittelbaren Anschließen an die Wand ist, und
Fig. 6 in einer schematischen, perspektivischen Ansicht den Gegenstand aus Fig. 5.
Fig. 1 zeigt die die Vorrichtung 1 zur Durchführung einer elektrischen Leitung 2, die durch eine Metallhülse 3 geführt ist, vor dem Umformen.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung 1 nach dem Umformen. Eine erste Einkerbung 4 drückt den Mantel 5 in radiale Richtung 6 zusammen, wodurch dieser in axialer Richtung 7 ausweicht. Die zweite Einkerbung 8 dahinter drückt den Mantel ebenfalls radial zusammen, wodurch der Mantel ebenfalls axial ausweicht. Im Bereich 9 zwischen den beiden Einkerbungen wird der Mantel zusammengedrückt und gestaucht, wodurch eine Verdickung entsteht. Diese Verdickung bildet einen Dichtbereich 9, der einem Dichtring, beispielsweise einem O-Ring, nachgebildet ist.
Hier ist der innere Aufbau der Leitung stabil genug, um die radialen Kräfte genügend aufzunehmen, so dass das Material des Mantels der Leitung überwiegend axial ausweicht.
Fig. 3 zeigt am Beispiel einer Koaxleitung 2 eine Situation, bei der dies nicht der Fall ist. Die Koaxleitung 2 besteht aus einem Dielektrikum 10 aus geschäumten Material zwischen dem Innenleiter 11 und dem Schirmgeflecht 12. Das geschäumte Dielektrikum 10 kann allenfalls geringe Kräfte aufnehmen, so dass beim Ausformen der Einkerbungen 4, 8 das Dielektrikum 10 gequetscht würde, nicht jedoch der Mantel 5 verformt würde. Zur Abhilfe kann zwischen dem Mantel 5 und dem Innenaufbau, beispielsweise oberhalb oder unterhalb des Schirmgeflechtes 12, eine Stützhülse 13 eingeführt werden, die dann die radialen Kräfte beim Umformen aufnimmt.
Fig. 4 zeigt die Anwendung einer derartigen Durchführung 1 am Beispiel eines Sensors 14. Der Sensor 14 befindet sich in einem mit hohem Druck und ggf. hoher Temperatur beaufschlagten ersten Bereich 15. Der Sensor 14 selbst ist dicht und beständig gegenüber Druck und Temperatur. Im Inneren des Sensors 14 herrscht Normaldruck, der einen zweiten Druckbereich 16 bildet. Damit das Medium (beispielsweise Luft, oder Öl, Wasser, etc.) im ersten Bereich 15 nicht entlang der Leitung 2 zwischen Mantel 5 und Hülse 3 in den Sensor 14 eindringt und diesen zerstört, ist die Durchführung 1 entsprechend der Lehre der Erfindung abgedichtet. Mit zwei Einkerbungen 4, 8 ist ein Dichtbereich 9 einem O-Ring nachgebildet, der zuverlässig das Eindringen des Mediums in den zweiten Druckbereich 16, d.h. in das Innere des Sensors 14, verhindert.
Fig. 5 zeigt die Anwendung einer derartigen Durchführung 1 durch eine Wand 17 zwischen einem ersten Druckbereich 15 und einem zweiten Druckbereich 16. An einer Öffnung 18 in der Wand 17 wird ein Druckflansch 19 verschraubt und mit einem O-Ring 20 in bekannter Weise gedichtet. Durch die Durchführung 1 im Druckflansch 19 erstreckt sich die Leitung 2. Am Druckflansch 19 ist eine Metallhülse 3 angebracht, die durch zwei Einkerbungen 4, 8 die erfindungsgemäße Abdichtung bildet.
Fig. 6 zeigt den Druckflansch 19 in perspektivischer Schrägdarstellung mit der Leitung 2 und den Einkerbungen 4, 8.
Die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele beziehen sich allesamt auf die Durchführung elektrischer Leitungen. Anstelle der elektrischen Leitungen können jedwede Leitungen, insbesondere auch optische Leitungen, hydraulische Leitungen oder pneumatische Leitungen durchgeführt werden. Wesentlich ist, dass die Leitung einen deformierbaren Mantel umfasst, so dass umformtechnisch eine integrale Ringdichtung erzeugbar ist.
Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lehre wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Be- Schreibung sowie auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Lehre lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Aus- führungsbeispiele einschränken.
B ezugszeichenliste
1 Durchführung
2 Leitung, elektrische Leitung, Koaxleitung
3 Metallhülse
4 erste Einkerbung
5 Mantel
6 radiale Richtung
7 axiale Richtung
8 zweite Einkerbung
9 Bereich zwischen den Einkerbungen 0 Dielektrikum 1 Innenleiter 2 Schirmgeflecht 3 Stützhülse 4 Sensor 5 erster Druckbereich 6 zweiter Druckbereich 7 Wand 8 Öffnung in der Wand 9 Druckflansch 0 O-Ring