Beschreibung
Halterung für Leitungen einer Blutbehandlungsvorrichtung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halterung gemäß Anspruch 1, eine Blutbehandlungsvorrichtung gemäß Anspruch 9 sowie ein Verfahren gemäß Anspruch 15 zum Vorbereiten einer Blutbehandlungssitzung, bzw. gemäß jeweils der Oberbegriffe oder Gattungsbegriffe dieser Ansprüche. Sie betrifft ferner ein digitales Speichermedium, ein Computerprogramm-Produkt sowie ein Computerprogramm.
Aus der Praxis ist die extrakorporale Blutbehandlung bekannt. Dabei wird dem Patienten Blut entnommen, das entlang eines Blutkreislaufs extrakorporal und z. B. durch einen Blutfilter geführt wird. Der Blutfilter weist eine Blutkammer, durch welche Blut geführt wird, und eine Dialysierflüssigkeitskammer, durch welche Dialysierflüssigkeit geführt wird, die dieser über eine Dialysierflüssigkeitszulaufleitung zugeführt wird, auf. Diese beiden Kammern sind durch eine semi-permeable Membran voneinander getrennt. In der Praxis werden dazu regelmäßig Hohlfaserbündel mit einer semipermeablen Faserwandung eingesetzt. Das Hohlfaserbündel ist dabei im Inneren eines meist zylinderförmigen Kunststoffgehäuses angeordnet. Das Blut fließt während der Behandlung dabei im Inneren der Fasern und die Dialysierflüssigkeit außen entlang der Faserwandung. Der Blutfilter hat dabei mindestens einen Zugang und einen Ablauf für das Blut, mindestens einen Zugang für die Dialysierflüssigkeit und einen Ablauf für das Dialysat.
Blut und Dialysierflüssigkeit werden zumeist im Gegenstromprinzip durch den Blutfilter geleitet, wobei das Blut bevorzugt in einer Aufwärtsbewegung durch die Blutkammer geführt wird. Das Blut wird im Blutfilter gereinigt und dem Patienten reinfundiert. Die Dialysierflüssigkeit gilt bei ihrem Austritt aus dem Blutfilter über eine Dialysatablaufleitung als verbraucht und wird, nun als Effluent (auch: Effluat) bezeichnet, verworfen.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung kann darin bestehen, einen effizienten sowie sicheren Füllprozess zu erlauben.
Dazu schlägt die vorliegende Erfindung eine geeignete Halterung für die Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und die Dialysatablaufleitung der Blutbehandlungsvorrichtung sowie eine weitere Blutbehandlungsvorrichtung vor. Ferner soll ein Verfahren zum Vorbereiten einer Blutbehandlungssitzung angegeben werden. Des Weiteren sollen ein digitales Speichermedium, ein Computerprogramm-Produkt sowie ein Computerprogramm angegeben werden.
Die erfindungsgemäße Aufgabe kann mittels der Halterung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie mittels der Blutbehandlungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst werden. Zudem kann sie mittels des Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst werden, ferner mittels des digitalen Speichermediums, des Computerprogramm-Produkts sowie des Computerprogramms wie jeweils hierin offenbart.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halterung zur Verwendung gemeinsam mit einer Blutbehandlungsvorrichtung, insbesondere einer Dialysemaschine.
Die Halterung weist einen Arm auf, der seinerseits eine erste Aufnahme zum, vorzugsweise lösbaren, Aufnehmen und/oder Halten einer Flüssigkeitszulaufleitung, insbesondere einer Dialysierflüssigkeitszulaufleitung, und eine zweite Aufnahme zum, vorzugsweise lösbaren, Aufnehmen und/oder Halten einer Flüssigkeitsablaufleitung, insbesondere einer Dialysatablaufleitung, aufweist.
Dabei kann die erste Aufnahme zum Aufnehmen und/oder Halten eines Konnektors der Flüssigkeitszulaufleitung ausgebildet sein. Auch kann die zweite Aufnahme zum Aufnehmen und/oder Halten eines Konnektors der Flüssigkeitsablaufleitung ausgebildet sein. Damit kann sowohl an der Flüssigkeitszulaufleitung als auch an der
Flüssigkeitsablaufleitung jeweils ein Konnektor zum Verbinden der jeweiligen der vorstehend genannten Leitungen mit einem Konnektor eines Blutfilters ausgebildet sein. Diese Konnektoren können in die erste, beziehungsweise zweite Aufnahme eingelegt werden. Damit sind die Konnektoren in wenigstens einer Ausführungsform lösbar mit der ersten beziehungsweise zweiten Aufnahme verbunden.
Ebenso kann in wenigstens einer Ausführungsform die erste Aufnahme zum Aufnehmen und/oder Halten der
Flüssigkeitszulaufleitung ausgebildet sein und dienen, z. B. direkt, z. B. unter Kontakt mit dem Material der Leitung oder nur der Leitung (im Gegensatz zu unter Kontakt mit dem Material des Konnektors oder auch des Konnektors). In diesem Fall kann die erste Aufnahme als Konnektor der Flüssigkeitszulaufleitung ausgebildet sein. Mit anderen Worten kann in diesem Fall die erste Aufnahme die Funktion des Konnektors erfüllen, so dass die erste Aufnahme mit einem ersten Konnektor eines Blutfilters konnektierbar ist.
Ebenso kann in wenigstens einer Ausführungsform die zweite Aufnahme zum Aufnehmen und/oder Halten direkt der Flüssigkeitsablaufleitung ausgebildet sein. In diesem Fall kann die zweite Aufnahme als Konnektor der Flüssigkeitsablaufleitung ausgebildet sein. Mit anderen Worten kann in diesem Fall die zweite Aufnahme die Funktion des Konnektors erfüllen, so dass die zweite Aufnahme mit einem zweiten Konnektor eines Blutfilters konnektierbar ist. In diesem Fall sind die erste, beziehungsweise zweite Aufnahme jeweils ein Konnektor.
Der Begriff „Halten" kann bedeuten, dass am Arm mittels einer Haltevorrichtung ein Bauteil gehalten wird, beispielsweise ein rohrförmiges Gebilde, durch das Flüssigkeit fließen kann. „Halten" kann ferner bedeuten, dass das Bauteil, durch das die Flüssigkeit fließen kann, als Teil des Arms ausgebildet ist und zwei Konnektionsabschnitte zum Verbinden mit einem Zulauf bzw. zum Verbinden mit einem Ablauf aufweist. Mit anderen Worten, die „Aufnahme" kann eine unlösbare Einheit mit dem Konnektor bilden oder eine lösbare Einheit mit dem Konnektor bilden.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Blutbehandlungsvorrichtung. Sie weist eine erfindungsgemäße Halterung auf.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Vorbereiten einer Blutbehandlungsvorrichtung, insbesondere der erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung, vor einer Blutbehandlungssitzung bzw. für eine Blutbehandlungssitzung.
Das Verfahren umfasst das Konnektieren eines zweiten
Konnektors eines Blutfilters mit einem, einer
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung zugeordneten, Konnektor.
Es umfasst weiter das Konnektieren eines ersten Konnektors des Blutfilters mit einem, einer Dialysatablaufleitung zugeordneten, Konnektor. Das Konnektieren erfolgt jeweils derart, dass bei einer Flüssigkeitszufuhr über die Dialysierflüssigkeitszulaufleitung die zugeführte Flüssigkeit entgegen der Schwerkraft im Blutfilter in Richtung der Dialysatablaufleitung strömt.
Das Verfahren umfasst ferner das Befüllen des Blutfilters zumindest teilweise mit Flüssigkeit über die Dialysierflüssigkeitszulaufleitung .
Weiter umfasst das Verfahren das Bewegen des, der Dialysatablaufleitung zugeordneten, Konnektors und des, der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung zugeordneten, Konnektors mittels einer - insbesondere erfindungsgemäßen - Halterung zum Halten oder Aufnehmen sowohl der Dialysatablaufleitung als auch der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung. Das Bewegen erfolgt vorzugsweise automatisch, z. B. mittels vorgesehener Vorrichtungen oder Mechaniken.
Das Verfahren umfasst weiter ein zeitlich dem vorstehenden Konnektieren nachgelagertes Konnektieren des ersten Konnektors des Blutfilters mit dem, der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung zugeordneten, Konnektor und ein Konnektieren des zweiten Konnektors des Blutfilters mit dem, der Dialysatablaufleitung zugeordneten, Konnektor, so dass bei einer Flüssigkeitszufuhr über die Dialysierflüssigkeitszulaufleitung die Flüssigkeit in
Richtung der Schwerkraft im Blutfilter in Richtung der Dialysatablaufleitung strömt.
In einer alternativen Ausgestaltung des Verfahrens, welches ebenfalls von der vorliegenden Erfindung umfasst ist, umfasst dieses folgende Schritte, zu denen optional der Schritt des Bereitstellens einer erfindungsgemäßen
Blutbehandlungsvorrichtung zählt. Alternativ zu diesem Schritt kann eine solche Blutbehandlungsvorrichtung bereits bereitgestellt sein. In jedem Fall weist diese einen Blutfilter auf mit einem ersten Konnektor zum Verbinden der Dialysierflüssigkeitskammer des Blutfilters mit einem Konnektor einer Fluidleitung und mit einem zweiten Konnektor zum Verbinden der Dialysierflüssigkeitskammer des Blutfilters mit einem weiteren Konnektor einer weiteren Fluidleitung.
Ferner umfasst die Blutbehandlungsvorrichtung eine Flüssigkeitszulaufleitung, insbesondere eine
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung, mit einem Konnektor, eine Flüssigkeitsablaufleitung, insbesondere eine Dialysatablaufleitung, mit einem Konnektor sowie eine erfindungsgemäße Halterung.
Der Konnektor der Flüssigkeitszulaufleitung ist in die erste Aufnahme des Arms der erfindungsgemäßen Halterung aufgenommen, mit dieser verbunden oder ist als die erste Aufnahme ausgebildet, und der Konnektor der
Flüssigkeitsablaufleitung ist in die zweite Aufnahme des Arms der Halterung aufgenommen, mit dieser verbunden oder ist als die zweite Aufnahme ausgebildet.
Als weiteren Schritt umfasst das alternative Verfahren ein Bewegen der ersten Aufnahme und/oder der zweiten Aufnahme
gemeinsam mit den darin jeweils aufgenommenen Konnektoren innerhalb und/oder mittels der Halterung. Dabei kann die erste Aufnahme selbst als der Konnektor ausgebildet sein, oder den Konnektor aufgenommen haben, ebenso kann die zweite Aufnahme selbst als der Konnektor ausgebildet sein, oder den Konnektor aufgenommen haben.
Das Bewegen erfolgt derart, dass sich wenigstens eine der beiden Aufnahmen nach Abschluss des Bewegungsvorgangs in einer neuen Position befindet, wobei sich diese von der ursprünglichen Position der wenigstens einen Aufnahme unterscheidet, wobei die Aufnahme zum Einnehmen der neuen Position vorzugsweise in einer Kreisbewegung und/oder entlang einer Kreisbahn aus der ursprünglichen Position herausgeführt wird oder wurde. Alternativ oder ergänzend erfolgt das Bewegen optional derart, dass nach Abschluss dieses Bewegungsvorgangs der Konnektor der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung dem zweiten Konnektor des Blutfilters, welcher im Gebrauch des Blutfilters relativ zum ersten Konnektor des Blutfilters üblicherweise weiter unten am Blutfilter angeordnet ist, zugeordnet ist oder zugeordnet werden kann, und dass der Konnektor der Dialysatablaufleitung dem ersten Konnektor des Blutfilters, der im Gebrauch üblicherweise weiter oben am Blutfilter angeordnet ist, zugeordnet ist oder zugeordnet werden kann.
Das alternative Verfahren umfasst weiter den Schritt des Bewegens der beiden Aufnahmen und der in ihnen aufgenommenen Konnektoren mittels der Halterung in Richtung auf den Blutfilter zu und/oder das Verbinden des Konnektors der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung mit dem zweiten Konnektor des Blutfilters sowie das Verbinden des Konnektors der
Dialysatablaufleitung mit dem ersten Konnektor des Blutfilters .
Ferner umfasst das alternative Verfahren den Schritt des Befüllens, Spülens und/oder des Priming des Blutfilters oder von Abschnitten hiervon mittels Dialysierflüssigkeit aus der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung heraus und in den Blutfilter hinein.
Als optionalen weiteren Schritt umfasst das alternative Verfahren den Schritt des Trennens des Konnektors der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung vom zweiten Konnektor des Blutfilters sowie des Trennens des Konnektors der Dialysatablaufleitung vom ersten Konnektor des Blutfilters durch Bewegen der Konnektoren der beiden Leitungen mittels Bewegens der Halterung in Richtung vom Blutfilter weg.
Ein optionaler weiterer Schritt des alternativen Verfahrens umfasst das Bewegen der ersten Aufnahme und/oder der zweiten Aufnahme gemeinsam mit den darin aufgenommenen Konnektoren innerhalb und/oder mittels der Halterung derart, dass sich die beiden Aufnahmen nach Abschluss des Bewegungsvorgangs in ihrer ursprünglichen Position befinden. Alternativ oder ergänzend erfolgt das Bewegen optional derart, dass nach Abschluss des Bewegungsvorgangs der Konnektor der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung dem ersten Konnektor des Blutfilters und der Konnektor der Dialysatablaufleitung dem zweiten Konnektor des Blutfilters zugeordnet ist oder zugeordnet werden kann.
Ferner umfasst das alternative Verfahren optional den Schritt des Bewegens der Konnektoren der beiden Leitungen mittels der Halterung in Richtung auf den Blutfilter zu und/oder oder
unter Verbinden des Konnektors der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung mit dem ersten Konnektor des Blutfilters sowie unter Verbinden des Konnektors der Dialysatablaufleitung mit dem zweiten Konnektor des Blutfilters.
Wann immer hierin eine Eignung oder ein Verfahrensschritt genannt ist umfasst die vorliegende Erfindung auch eine entsprechende Programmierung oder Konfigurierung einer geeigneten Vorrichtung oder eines Abschnitts hiervon.
Ein erfindungsgemäßes digitales, insbesondere nicht flüchtiges, Speichermedium, insbesondere in Form eines maschinenlesbaren Trägers, insbesondere in Form einer Diskette, Speicherkarte, CD, DVD, EPROM, FRAM (Ferroelectric RAM) oder SSD (Solid-State-Drive), insbesondere mit, z. B. elektronisch oder optisch auslesbaren, Steuersignalen, kann derart mit einer erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung Zusammenwirken, dass die Schritte jedes erfindungsgemäßen Verfahrens veranlasst und/oder ausgeführt werden.
Ein erfindungsgemäßes Computerprogramm-Produkt weist einen volatilen, flüchtigen oder auf einem maschinenlesbaren Träger gespeicherten Programmcode oder eine Signalwelle zur Veranlassung der Schritte eines beliebigen der hierin offenbarten Verfahren auf, wenn das Computerprogramm-Produkt mit einer erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung zusammenwirkt .
Unter einem Computerprogramm-Produkt kann erfindungsgemäß beispielsweise ein auf einem Träger gespeichertes Computerprogramm, ein Embedded System als umfassendes System mit einem Computerprogramm (z. B. elektronisches Gerät mit
einem Computerprogramm), ein Netzwerk von computerimplementierten Computerprogrammen (z. B. Client/Server-system, Cloud Computing System, etc.) oder ein Computer, auf dem ein Computerprogramm geladen ist, abläuft, gespeichert ist, ausgeführt oder entwickelt wird, verstanden werden.
Der Begriff „maschinenlesbarer Träger", wie er hierin verwendet wird, bezeichnet in bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung einen Träger, der von Software und/oder Hardware interpretierbare Daten oder Informationen enthält. Der Träger kann ein Datenträger, wie eine Diskette, eine CD, DVD, ein USB-Stick, eine Flashcard, eine SD-Karte und dergleichen, sowie jeder andere hierin genannte Speicher oder jedes andere hierin genannte Speichermedium sein.
Ein erfindungsgemäßes Computerprogramm umfasst einen Programmcode, mittels welchem die Schritte eines beliebigen der Verfahren mittels einer erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung bewirkt oder ausgeführt werden, wenn das Computerprogramm auf einem Computer abläuft.
Erfindungsgemäße Ausführungsformen können manche, einige oder alle der folgenden Merkmale in beliebiger Kombination aufweisen, soweit dies für den Fachmann nicht erkennbar technisch unmöglich ist. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind jeweils auch Gegenstand der Unteransprüche .
Bei allen folgenden Ausführungen ist der Gebrauch des Ausdrucks „kann sein" bzw. „kann haben" usw. synonym zu „ist vorzugsweise" bzw. „hat vorzugsweise" usw. zu verstehen und soll erfindungsgemäße Ausführungsformen erläutern.
Wann immer hierin Zahlenworte genannt werden, so versteht der Fachmann diese als Angabe einer zahlenmäßig unteren Grenze. Sofern dies zu keinem für den Fachmann erkennbaren Widerspruch führt, liest der Fachmann daher beispielsweise bei der Angabe „ein" oder „einem" stets „wenigstens ein" oder „wenigstens einem" mit. Dieses Verständnis ist ebenso von der vorliegenden Erfindung mit umfasst wie die Auslegung, dass ein Zahlenwort wie beispielsweise „ein" alternativ als „genau ein" gemeint sein kann, wo immer dies für den Fachmann erkennbar technisch möglich ist. Beides ist von der vorliegenden Erfindung umfasst und gilt für alle hierin verwendeten Zahlenworte.
Wann immer hierin von „oben", „unten", „links" oder „rechts" die Rede ist, versteht der Fachmann hierunter die Anordnung in den angehängten Figuren und/oder im Gebrauchszustand. „Unten" ist dem Erdmittelpunkt oder dem unteren Rand der Figur näher als „oben.
Vorteilhafte Weiterentwicklungen der vorliegenden Erfindung sind jeweils Gegenstand von Unteransprüchen und
Ausführungsformen sowie der Figuren und ihrer Beschreibung.
Wenn hierin von einer Ausführungsform die Rede ist, so stellt diese eine erfindungsgemäße, beispielhafte Ausführungsform dar.
Wenn hierin von einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens die Rede ist, so treffen die darin gemachten Ausführungen auch auf das alternative Verfahren zu.
In einigen Ausführungsformen weist die Halterung eine Mechanik, z. B. eine Verfahrmechanik, auf, welche eingerichtet ist, um die Position der ersten Aufnahme und die Position der zweiten Aufnahme miteinander zu vertauschen.
„Vertauschbar" kann dabei in manchen Ausführungsformen insbesondere bedeuten, dass die Position der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme im Raum und/oder relativ zu einem weiteren Abschnitt der Halterung oder, in ihrem Gebrauch, zu einem Abschnitt der Blutbehandlungsvorrichtung, mit der sie gemeinsam verwendet wird, vertauschbar sind. Bei Verwendung der Halterung mit beispielsweise einer Dialysemaschine kann so die erste Aufnahme zunächst mit dem ersten Konnektor eines Blutfilters verbunden sein und die zweite Aufnahme zunächst mit dessen zweiten Konnektor verbunden sein. Durch ein Bewegen der ersten und zweiten Aufnahme mittels der Mechanik der Halterung kann nun die Position der ersten Aufnahme mit der Position der zweiten Aufnahme vertauscht werden, die beiden Aufnahmen also sozusagen also Platz tauschen, so dass die erste Aufnahme mit dem zweiten Konnektor des Blutfilters verbunden ist und die zweite Aufnahme mit dem ersten Konnektor des Blutfilters verbunden ist oder verbunden werden kann.
In einigen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme unter einem unveränderlichen Abstand zueinander, also mit unveränderlichem Abstand zwischen sich oder voneinander, am Arm vorgesehen.
In manchen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme derart relativ bewegbar angeordnet, dass zwischen der an der ersten Aufnahme gehaltenen Flüssigkeitszulaufleitung und der in der zweiten Aufnahme
gehaltenen Flüssigkeitsablaufleitung eine, insbesondere unmittelbare oder direkte, fluidische Verbindung herstellbar ist oder hergestellt wird, mit anderen Worten zwischen der Flüssigkeitszulaufleitung und der Flüssigkeitsablaufleitung also ein Kurzschluss herstellbar ist, insbesondere ohne Zwischenstück oder insbesondere nur mit Komponenten der Halterung. Eine direkte, fluidische Verbindung kann damit eine Verbindung zwischen der Flüssigkeitszulaufleitung und der Flüssigkeitsablaufleitung sein, welche nicht über den Dialysator oder Blutfilter erfolgt.
Die Verbindung über einen Kurzschluss kann beispielsweise derart ausbildbar sein, dass die Blutbehandlungsvorrichtung einen Leitungsabschnitt aufweisen kann, mit deren Enden die Konnektoren an der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme verbindbar sind. Mit anderen Worten, anstelle mit dem Blutfilter werden die Aufnahmen mit einem Übergangsrohr bzw. -schlauch in Form eines Kurzschlusses verbunden oder können hiermit verbunden werden. Diese Verbindung mit dem Übergangsrohr bzw. -schlauch kann bei einer anderen Positionierung der Aufnahmen und damit auch der Konnektoren als die bei der Verbindung mit dem Blutfilter erfolgen. Dazu kann der Arm in eine Position bringbar sein, die von der Position abweicht, in der der Blutfilter konnektierbar ist.
In einer weiteren Ausführungsform kann das Übergangsrohr bzw. der Übergangsschlauch bewegbar angeordnet sein und zur Konnektion mit den Konnektoren an der ersten und zweiten Aufnahme, in eine entsprechende Position verschiebbar sein, beispielsweise in oder auf die Konnektoren bewegt werden.
Damit können die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme verschwenkbar zueinander vorgesehen sein, beispielsweise um
wenigstens je 30 Grad, 45 Grad, vorzugsweise aber im Wesentlichen 90 Grad, so dass sich die Öffnung der Flüssigkeitsablaufleitung und die Öffnung der Flüssigkeitszulaufleitung gegenüberliegen. Zudem kann der Halterung, z. B. innerhalb des Arms, am Arm oder diesen benachbart, eine Fluidleitung ausgebildet sein. Damit kann durch Verschwenken der ersten und zweiten Aufnahme, vorzugsweise um 90 Grad und damit ein Verbinden der Flüssigkeitszulaufleitung und Flüssigkeitsablaufleitung mit der in dem Arm ausgebildeten Fluidleitung eine direkte fluidische Verbindung zwischen der Flüssigkeitszulaufleitung und der Flüssigkeitsablaufleitung ausgebildet werden.
Damit kann/können innerhalb des Arms mindestens eine, alternativ zwei Fluidleitung(en) ausgebildet sein. Über jeweils einen der ersten Aufnahme und zweiten Aufnahme zugeordneten Port, welcher ein Verbinden der eingeklappten Flüssigkeitszulaufleitung, bzw. Flüssigkeitsablaufleitung mit der im Arm ausgebildete Fluidleitung zulässt, kann die Flüssigkeit innerhalb des Arms durch die Fluidleitung(en) zu bzw. von der ersten und/oder zweiten Aufnahme geleitet werden. Diesem Port der ersten, bzw. zweiten Aufnahme können zudem Ventile zugeordnet sein, welche den Fluidfluss über die Fluidleitung im Arm steuern können.
In manchen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme mittels einer Führung, insbesondere einer Schiene, einer Kulisse oder Kulissenführung oder dergleichen, entlang des Arms verschiebbar oder verfahrbar angeordnet. Die beiden Aufnahmen können sich hierdurch aufeinander zu bewegen und/oder sich weiter voneinander entfernen. Die beiden Aufnahmen können durch das Verschieben oder Verfahren ihre
Positionen am Arm vertauschen.
Die Verfahrmechanik kann mit der hierin offenbarten Schiene oder Führung in einigen Ausführungsformen identisch sein. Es kann sich bei Verfahrmechanik einerseits und Schiene oder Führung andererseits in anderen Ausführungsformen jedoch auch um unterschiedliche Einrichtungen handeln.
In einigen Ausführungsformen weist die erfindungsgemäße Halterung einen Aktor zum Drehen des Arms und/oder zum Verschieben oder Verfahren der ersten Aufnahme und/oder der zweiten Aufnahme entlang des Arms auf. Der Aktor kann einen Antriebsmotor aufweisen. Er kann eine Kette, eine Endlosführung oder dergleichen aufweisen. Er kann elektrisch gesteuert sein. Der Aktor kann ein pneumatischer oder hydraulischer Antrieb sein. Alternativ kann der Aktor ein Elektromotor sein. Dabei kann der Aktor nahe an oder an oder in der Blutbehandlungsvorrichtung befestigt werden, und die Antriebswelle kann ein Zahnrad antreiben, das einen Zahnriemen oder eine Kette antreibt. Hierdurch können beispielsweise die erste und zweite Aufnahme entlang des Arms bewegbar sein, beziehungsweise bewegt werden. Der Arm kann auch direkt oder unmittelbar auf der Antriebswelle oder dem nachfolgend diskutierten Rotationsabschnitt zum Drehen des Arms angeordnet sein. Zudem kann ein zweiter Aktor zum Drehen und/oder Verschieben oder Verfahren vorgesehen sein. Alternativ kann nur ein Aktor zum Verdrehen und Verschieben oder Verdrehen vorgesehen sein.
Der vorstehend diskutierte Aktor kann die Verfahrmechanik oder ein Teil hiervon sein. Er kann zusätzlich zur Verfahrmechanik vorgesehen sein.
In manchen Ausführungsformen ist der Arm, um oder bezogen auf einen Abschnitt der Halterung, vorzugsweise um 180 Grad oder im Wesentlichen um 180 Grad rotierbar angeordnet.
In manchen Ausführungsformen weist die Halterung einen Verbindungsabschnitt auf. Dieser ist ausgestaltet zu seinem, vorzugsweise lösbaren Verbinden mit einem drehbar angeordneten Rotationsabschnitt einer
Blutbehandlungsvorrichtung. Bei seinem Verbinden wird eine drehfeste Verbindung zwischen Verbindungsabschnitt und Rotationsabschnitt erzeugt. Wird der Verbindungsabschnitt mittels des Rotationsabschnitts gedreht, so dreht sich die Halterung, zumindest aber der Arm, um eine Drehachse. Diese kann senkrecht auf einer Längsachse des Arms stehen.
In einigen Ausführungsformen ist der Arm längenveränderlich ausgestaltet, insbesondere klappbar oder teleskopierbar. Eine Vorrichtung bzw. ein entsprechender, insbesondere motorgetriebener, Aktor zum Variieren der Länge des Arms kann ebenso wie eine Vorrichtung oder ein Mechanismus zum, insbesondere motorgetriebenen, Klappen oder Schwenken wenigstens eines Abschnitts des Arms um eine Klappachse und relativ zu einem weiteren Abschnitt des Arms an der Halterung oder an der Blutbehandlungsvorrichtung vorgesehen sein. Mittels dieser Vorrichtung und/oder des Mechanismus kann die erste Aufnahme auf die zweite Aufnahme zu geschwenkt und/oder von dieser weg geschwenkt werden und/oder umgekehrt.
Der längenveränderbare Arm kann wie in der oben beschriebenen Ausführungsform auch rotierbar angeordnet werden. Diese Kombination aus längenveränderbaren und rotierbaren Arm kann den Vorteil haben, dass der für die Rotationsbewegung erforderliche Raum klein gehalten werden kann. Dazu kann zum
Austausch der Aufnahmepositionen optional in einem ersten Schritt, die Länge des Arms verkleinert werden, in einem zweiten Schritt, der Arm mit den Aufnahmen rotiert werden, und einem dritten Schritt, die Länge des Arms auf die vorherige Länge wieder vergrößert werden.
Zusätzlich kann durch ein Bewegen des Arms ein Kurzschluss zwischen der Flüssigkeitszulaufleitung und der Flüssigkeitsablaufleitung erreicht werden.
Insbesondere kann sich bei einem klappbaren Arm die erste Aufnahme der zweiten Aufnahme annähern. Sind in die Aufnahmen die Flüssigkeitszulaufleitung und Flüssigkeitsablaufleitung aufgenommen, so können diese durch ein Verklappen des Arms ineinandergesteckt oder anderweitig miteinander verbunden werden. Auf diese Weise kann eine fluidische Verbindung zwischen diesen beiden Leitungen ausgebildet werden, insbesondere eine unmittelbare oder direkte Verbindung, oder mittels eines Verbinders, welcher Teil der Halterung sein kann. Alternativ oder ergänzend können wie vorstehend beschrieben zur Erreichung eines Kurzschlusses die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme in den Arm eingeklappt werden. Weiter alternativ oder ergänzend kann der Arm eine Position annehmen, in der keine Verbindung mit dem Blutfilter besteht. Hier kann beispielsweise durch Verschieben der ersten und zweiten Aufnahme auf dem Arm und/oder ein Drehen des Arms um einen Winkel von 90 Grad oder kleiner ein Kurzschlussrohr angefahren werden, das beispielsweise an oder in der Blutbehandlungsvorrichtung angeordnet ist.
In manchen Ausführungsformen ist in die erste Aufnahme ein Konnektor einer Dialysierflüssigkeitszulaufleitung
aufgenommen und in die zweite Aufnahme ein Konnektor einer Dialysatablaufleitung .
In manchen Ausführungsformen weist die Blutbehandlungsvorrichtung eine
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung mit einem Konnektor und eine Dialysatablaufleitung mit einem Konnektor auf.
In einigen Ausführungsformen der Blutbehandlungsvorrichtung ist der Konnektor der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung in der ersten Aufnahme, beispielsweise manuell lösbar, nur mit Werkzeug lösbar oder nicht-lösbar, aufgenommen oder gehalten und der Konnektor der Dialysatablaufleitung, beispielsweise manuell lösbar, nur mit Werkzeug lösbar oder nicht-lösbar, in der zweiten Aufnahme aufgenommen oder gehalten. In einer anderen Ausführungsform ist der Konnektor jeweils integral mit der ersten Aufnahme und/oder mit der zweiten Aufnahme ausgebildet.
In manchen Ausführungsformen umfasst die
Blutbehandlungsvorrichtung einen Aktor, eine Programmierung und/oder einen Mechanismus zum Aufsetzen eines Aufsatzes auf den ersten Konnektor, insbesondere auf dessen freies Ende, und/oder zum Abnehmen vom ersten Konnektor, alternativ oder ergänzend zum Aufsetzen und/oder Abnehmen eines Aufsatzes auf oder von weiteren Konnektoren, beispielsweise auf den oder vom zweiten Konnektor.
In einigen Ausführungsformen der Halterung oder der Blutbehandlungsvorrichtung weist der Konnektor der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und/oder der Konnektor der Dialysatablaufleitung einen lösbar auf ihn aufgesetzten bzw. in ihn eingesetzten, hierin offenbarten Aufsatz auf.
In manchen Ausführungsformen weist der Konnektor der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung, der Konnektor der Dialysatablaufleitung und/oder der Aufsatz, oder jeweils ein Abschnitt hiervon, eine sich verjüngende, insbesondere konische, Form bzw. die Form eines (hohlen) Kegelstumpfs auf.
In einigen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung weist diese einen Blutfilter (auch: Dialysator) auf oder ist mit einem solchen verbunden. Dieser weist wiederum einen ersten und einen zweiten Konnektor auf, welche zu ihrem Verbinden, insbesondere zum Verbinden seiner Dialysierflüssigkeitskammer, mit dem Konnektor der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung bzw. dem Konnektor der Dialysatablaufleitung dienen.
In manchen Ausführungsformen der Blutbehandlungsvorrichtung weisen der erste und/oder der zweite Konnektor des Blutfilters, der Konnektor der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und/oder der Konnektor der Dialysatablaufleitung einen Tropfschutz auf, insbesondere ein Septum, beispielsweise aus Silikon.
Der Tropfschütz kann am Ende des Lumens des jeweiligen Konnektors angeordnet sein und eine flexible oder elastische, das Lumen des Konnektors abdeckende Membran oder Scheibe aufweisen. Diese Membran oder Scheibe kann wenigstens einen oder mehrere Schlitze aufweisen.
Alternativ oder ergänzend kann der Tropfschutz ein Ventil aufweisen, dass erst ab einem bestimmten Flüssigkeitsdruck geöffnet wird. Bei der Zufuhr der Flüssigkeit, z. B. während des Befüllens des Blutfilters, kann ein Druck aufbaubar sein,
der die zugeführte Flüssigkeit den Tropfschutz überwinden lässt. Wird die Zufuhr beendet, baut sich der Druck ab, und bei einer sich anschließenden Dekonnektion der Konnektoren von den Konnektoren des Blutfilters tritt wegen des TropfSchutzes keine oder weitestgehend keine Flüssigkeit mehr über die Konnektoren aus.
Alternativ oder zusätzlich kann bei der Konnektion mit dem Blutfilter ein Aktor im Inneren des Lumens des Blutfilters, die Membran oder die Scheibe durchdringen oder das Ventil öffnen. Beim Dekonnektieren wird dieser Aktor wieder herausgezogen und der Tropfschutz verschließt den Konnektor erneut.
Bei der Verwendung einer Membran oder einer Scheibe als Tropfschutz oder als Teil hiervon kann der Aktor selbst rohrförmig sein und die fluidische Verbindung mit dem Blutfilter wird durch das innere Lumen des Rohrs hergestellt. Bei der Verwendung eines Ventils kann der Aktor mechanisch das Verschlußelement des Ventils in seiner Position verändern und dadurch die fluidische Verbindung freigeben.
In einigen Ausführungsformen der Blutbehandlungsvorrichtung umfasst diese eine Vorhaltevorrichtung oder einen Speicher zum Vorhalten oder Aufnehmen von mehreren Aufsätzen, beispielsweise in auf- oder ineinander gestapelter Weise.
In manchen Ausführungsformen weist die
Blutbehandlungsvorrichtung eine Vorrichtung zum Verändern der Länge des Arms auf, sofern dieser längenveränderlich ausgestaltet ist. Alternativ oder ergänzend weist sie eine Vorrichtung zum Verschieben oder Verfahren der ersten Aufnahme und/oder der zweiten Aufnahme entlang des Arms auf.
In einigen Ausführungsformen der Blutbehandlungsvorrichtung umfasst diese einen Rotationsabschnitt und eine Antriebseinheit hierfür. Der Rotationsabschnitt ist drehbar gelagert und kann angesteuert werden, um um eine Drehachse zu rotieren. Ferner dient er zu seiner Verbindung mit dem Verbindungsabschnitt der Halterung unter Erzeugen einer drehfesten Verbindung zwischen Rotationsabschnitt und Verbindungsabschnitt .
In manchen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung weist diese einen ersten maschinenseitigen Konnektor und einen zweiten maschinenseitigen Konnektor auf, die fluidisch miteinander verbunden sind, weshalb in den ersten dieser Konnektoren eingeführtes Fluid (vorzugsweise zwangsläufig nur) aus dem zweiten Konnektor wieder heraustreten würde, und umgekehrt. Diese beiden Konnektoren sind ortsfest an der Blutbehandlungsvorrichtung vorgesehen (zumeist an einem Gehäuse oder in einer Außenwand hiervon) und unter einem konstruktiv vorgegebenen Abstand zueinander angeordnet.
In einigen Ausführungsformen ist der Arm derart längenveränderlich oder anderweitig verstellbar, dass seine erste und seine zweite Aufnahme auf einen Abstand zueinander gebracht werden können, dass die in sie aufgenommenen beiden Konnektoren automatisch oder mittels geeigneter Mechanismen und/oder Steuerungen der beteiligten Vorrichtung in den ersten bzw. zweiten maschinenseitigen Konnektor eingeführt, eingeschoben oder anderweitig mit diesen verbunden werden können. Dies erzeugt einen Kurzschluss für die Dialysierflüssigkeit, der dieser das Umgehen der Dialysierflüssigkeitskammer des Blutfilters ermöglicht.
In manchen Ausführungsformen ist die
Blutbehandlungsvorrichtung als Hämodialysevorrichtung, Hämofiltrationsvorrichtung oder als
Hämodiafiltrationsvorrichtung ausgestaltet, insbesondere als eine Vorrichtung für die akute, die chronische Nierenersatztherapie oder für die kontinuierliche Nierenersatztherapie (CRRT = continuous renal replacement therapy).
In einigen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist oder umfasst das Bewegen der ersten Aufnahme und/oder der zweiten Aufnahme gemeinsam mit den darin aufgenommenen Konnektoren innerhalb und/oder mittels der Halterung eine Klapp- oder Schwenkbewegung, mittels welcher die beiden Aufnahmen bzw. die darin aufgenommenen Konnektoren aufeinander zu bewegt werden. Mittels des
Aufeinanderzuklappens (und des anschließenden Verbindens) des Konnektors der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung mit dem Konnektor der Dialysatablaufleitung kann ein Kurzschluss beider Leitungen ermöglicht werden, durch welchen die Dialysierflüssigkeit die Dialysierflüssigkeitskammer des Blutfilters umgeht. Diese Anordnung kann als „Bypass" bezeichnet werden.
In einigen Ausführungsformen umfasst das Verfahren weiter das Bewegen des Konnektors der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und/oder des Konnektors der Dialysatablaufleitung innerhalb und/oder mittels der Halterung aufeinander zu, so dass eine fluidische Verbindung zwischen der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und der Dialysatablaufleitung ausgebildet wird.
Zum Verbinden können hier zusätzliche Vorrichtungen, beispielsweise Adapter für die Konnektoren und/oder Schlauchleitungsabschnitte, nötig sein, die ebenfalls von der vorliegenden Erfindung mit umfasst sind.
In manchen Ausführungsformen ragen der Konnektor, sein Lumen und/oder ein flexibles Schlauchmaterial der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und/oder der Dialysatablaufleitung nicht über die erste Aufnahme des Arms bzw. über die zweite Aufnahme des Arms hinaus. Die Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und/oder die Dialysatablaufleitung enden in einigen Ausführungsformen dort, wo sie oder ihr jeweiliger Verbinder mit der ersten Aufnahme bzw. der zweiten Aufnahme bestimmungsgemäß aufgenommen sind. Die vorliegende Erfindung kann hiervor bestimmt und entsprechend vorbereitet sein.
In manchen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme des Arms und die zweite Aufnahme des Arms nicht bestimmt und/oder ausgelegt, um sowohl die Dialysierflüssigkeitszulaufleitung als auch die Dialysatablaufleitung gemeinsam zu führen, aufzunehmen oder zu halten.
In einigen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme des Arms und die zweite Aufnahme des Arms nicht bestimmt und/oder ausgelegt, um sowohl die Dialysierflüssigkeitszulaufleitung als auch die Dialysatablaufleitung gemeinsam zu führen, aufzunehmen und/oder zu halten.
In manchen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme des Arms und die zweite Aufnahme des Arms vorgesehen und ausgelegt, um den Abstand zwischen dem bestimmungsgemäß eingelegten Konnektor der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und/oder dem
bestimmungsgemäß eingelegten Konnektor der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung zu bestimmen und/oder zu fixieren. Hierbei kann eine Ausgestaltungen vorgesehen sein, bei welcher sich der Abstand zwischen erster Aufnahme des Arms und zweiter Aufnahme des Arms nur um dieselbe Distanz verändern kann, wie sich auch der Abstand zwischen dem bestimmungsgemäß eingelegten Konnektor der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und dem bestimmungsgemäß eingelegten Konnektor der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung verändert.
In einigen Ausführungsformen bestimmt die Anordnung der ersten Aufnahme des Arms und der zweiten Aufnahme des Arms im Raum die Position des bestimmungsgemäß eingelegten Konnektors der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und des bestimmungsgemäß eingelegten Konnektors der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung im Raum.
In einigen Ausführungsformen ist der Arm nicht direkt oder indirekt mit einem Stromleiter verbunden und/oder mit Letzterem nicht zwangsgeführt.
In manchen Ausführungsformen ist die Bewegung des Arms nicht an die Bewegung eines Stromleiters gekoppelt.
In einigen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme des Arms und die zweite Aufnahme des Arms relativ zu einem Gehäuse der Blutbehandlungsvorrichtung oder einer AufStellfläche der Blutbehandlungsvorrichtung bewegbar, insbesondere für ein Rotieren, vorgesehen oder an der Blutbehandlungsvorrichtung angeordnet .
In einigen Ausführungsformen sind der Arm und/oder die erste Aufnahme und/oder die zweite Aufnahme des Arms vollständig oder teilweise innerhalb eines Gehäuses der Blutbehandlungsvorrichtung ausgebildet.
In manchen Ausführungsformen sind die erste Aufnahme des Arms, die zweite Aufnahme des Arms und/oder der Arm selber nicht geeignet und/oder vorgesehen, um den Blutfilter oder Dialysator zu halten, mit ihm verbunden zu sein, und/oder weisen keine Eingriffs- oder Verbindungsvorrichtung hierfür auf.
Manche oder alle erfindungsgemäßen Ausführungsformen können einen, mehrere oder alle der oben und/oder im Folgenden genannten Vorteile aufweisen.
Während einer Blutbehandlungssitzung wird die Blutkammer bevorzugt von unten nach oben durchströmt. Hiervon ausgehend wird die Dialysierflüssigkeitskammer des Blutfilters bevorzugt von oben nach unten mit Dialysierflüssigkeit durchströmt, um dort im Gegenstromprinzip mit der Blutkammer des Blutfilters das zu behandelnde Blut über die semi permeable Membran reinigen zu können. Da der Blutfilter zu Beginn der Behandlung üblicherweise mit Luft gefüllt ist, kann je nach Art des verwendeten Blutfilters ein sog. Primingvorgang vorgesehen sein, der die Luft auch aus der Dialysierflüssigkeitskammer des Blutfilters entfernt und diesen dabei mit Dialysierflüssigkeit füllt. Zu diesem Zweck durchströmt die Dialysierflüssigkeit den Blutfilter von unten nach oben, das heißt entgegen der Schwerkraft, um eine vollständige Entgasung der Dialysierflüssigkeitskammer zu gewährleisten. Mit der vorliegenden Erfindung ist dies
vorteilhaft ohne menschliches Zutun möglich, was helfen kann, Zeit und Arbeit einzusparen.
Mit anderen Worten muss vor der Behandlung der Blutfilter in beiden Kammern mit physiologisch unbedenklicher Flüssigkeit befüllt werden, d. h. mittels dieser Füllflüssigkeit muss die Luft, die in dem Blutfilter vorliegt, durch Flüssigkeit verdrängt werden. Dabei ist es wichtig, dass diese Luft auch aus der Dialysierflüssigkeitskammer möglichst vollständig entfernt wird, denn an der Faserwandung außen verbleibende Luft führt dazu, dass dieser Bereich der Wandung nicht zur Blutreinigung beitragen kann und damit die Effizienz der Behandlung verringert werden würde. Dieses Befüllen ist besonders effizient, wenn das Befüllen von unten, das heißt entgegen der Schwerkraft erfolgt. Mit der vorliegenden Erfindung kann dieses effiziente Befüllen automatisiert erfolgen. Dabei ist es erfindungsgemäß zudem nicht notwendig, dass der Blutfilter drehbar angeordnet ist. Durch die vorliegende Erfindung wird damit eine größtmögliche Flexibilität der Ausgestaltung erreicht.
Mittels Verwendung der vorliegenden Erfindung kann weiter verhindert werden, dass etwa das Personal den Blutfilter mit vorstehend genannter Zielsetzung manuell drehen bzw. wenden und anschließend in dessen Behandlungsposition zurückbringen müsste.
Da mittels der vorliegenden Erfindung auch das manuelle Ein- bzw. Umstecken der Konnektoren, beispielsweise zum Primen, zum Start der Blutbehandlungssitzung und/oder zum Herstellen eines Bypasses für die Dialysierflüssigkeit ohne menschliches Zutun erfolgen kann, kann hier Zeit und Arbeit eingespart werden.
Die Verwendung der hierin offenbarten Aufsätze kann zur Minderung einer Kontaminationsgefahr während der Vorbereitung der Blutbehandlungssitzung beitragen und somit mittelbar auch die Patientensicherheit erhöhen.
Alle mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielbaren Vorteile lassen sich ungeschmälert auch mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen erzielen, und umgekehrt.
Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren rein exemplarisch beschrieben. In ihnen bezeichnen selbe Bezugszeichen gleiche oder selbe Komponenten. Es gilt:
Fig . 1 zeigt in stark vereinfachter Darstellung eine erfindungsgemäße BlutbehandlungsVorrichtung, verbunden mit einem extrakorporalen Blutkreislauf und einer erfindungsgemäßen Halterung;
Fig . 2 zeigt in vereinfachter Darstellung eine erfindungsgemäße Halterung in einer ersten Ausführungsform;
Fig . 3 zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung der Fig. 2 mit eingelegten Konnektoren links neben einem Blutfilter einer erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung;
Fig . 3a zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung der Fig. 3 mit einem
zusammengeschobenen Arm während des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 4 zeigt in vereinfachter Darstellung eine erfindungsgemäße Halterung in einer zweiten
Ausführungsform links neben einem Blutfilter einer erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung;
Fig. 5a zeigt die erfindungsgemäße Halterung der Fig. 4
(mit Blick von rechts bezogen auf die Abbildung der Fig. 4) zu Beginn des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Ausführungsform des Verfahrens;
Fig. 5b zeigt die erfindungsgemäße Halterung der Fig. 5a während des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 5c zeigt die erfindungsgemäße Halterung der Fig. 5a während des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 6 zeigt in vereinfachter Darstellung einen exemplarischen Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 7a zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung in einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 7b zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung der Fig. 7a in einer zugeklappten Position;
Fig . 8a zeigt eine Ausgestaltung eines Aufsatzes vor seiner Verwendung in einer beispielhaften Lagerposition;
Fig. 8b zeigt die Verwendung des Aufsatzes aus Fig. 8a;
Fig. 8c zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Aufsatzes und dessen Verwendung; und
Fig. 8d zeigt die Ausgestaltung des Aufsatzes der Fig. 8c nach Trennen der Konnektoren.
Fig. 1 zeigt in stark vereinfachter Darstellung eine erfindungsgemäße Blutbehandlungsvorrichtung 100, optional verbunden mit einem extrakorporalen Blutkreislauf 300, einem Effluentbeutel 400 sowie einer erfindungsgemäßen Halterung 500 während einer Blutbehandlungssitzung.
Der extrakorporale Blutkreislauf 300 weist eine erste Leitung 301, hier in Form eines arteriellen Leitungsabschnitts, auf.
Die erste Leitung 301 steht in Fluidverbindung mit einer Blutbehandlungseinrichtung, hier exemplarisch ein Blutfilter oder Dialysator 303 mit einem ersten Konnektor 145' und einem zweiten Konnektor 147'. Der Blutfilter 303 weist eine Dialysierflüssigkeitskammer 303a und eine Blutkammer 303b auf, welche durch eine zumeist semi-permeable Membran 303c voneinander getrennt sind.
Der extrakorporale Blutkreislauf 300 weist ferner wenigstens eine zweite Leitung 305, hier in Form eines venösen Leitungsabschnitts, auf. Sowohl die erste Leitung 301 als auch die zweite Leitung 305 können zu ihrer Verbindung mit dem Gefäßsystem des nicht dargestellten Patienten dienen.
Die erste Leitung 301 ist optional mit einer (ersten) Schlauchklemme 302 zum Sperren oder Schließen der Leitung 301 verbunden. Die zweite Leitung 305 ist optional mit einer (zweiten) Schlauchklemme 306 zum Sperren oder Schließen der Leitung 305 verbunden.
Die in Fig. 1 nur durch einige ihrer Einrichtungen und schematisch repräsentierte Blutbehandlungsvorrichtung 100 weist eine Blutpumpe 101 auf. Die Blutpumpe 101 fördert während der Behandlung des Patienten Blut durch Abschnitte des extrakorporalen Blutkreislaufs 300 und in Richtung zum Blutfilter oder Dialysator 303, wie die kleinen Pfeilspitzen, welche in jeder der Figuren allgemein die Strömungsrichtung angeben, zeigen.
Mittels einer Pumpe für Dialysierflüssigkeit 121, die als Rollenpumpe, als anderweitig okkludierende Pumpe oder als Membranpumpe oder Impellerpumpe ausgestaltet sein kann, wird frische Dialysierflüssigkeit, z. B. aus einer Quelle 200, entlang der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 über deren Konnektor 145 und über den ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 in die Dialysierflüssigkeitskammer 303a gepumpt. Die Dialysierflüssigkeit verlässt die Dialysierflüssigkeitskammer 303a als Dialysat, ggf. angereichert durch Filtrat, über den zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 und den damit verbundenen Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 in Richtung des optionalen Effluentbeutels 400 oder zu einem Ausguss hin und wird hierin als Effluent bezeichnet. Der Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 ist in der ersten Aufnahme 141 an einem Arm 140 der erfindungsgemäßen Halterung 500 aufgenommen oder wird von dieser gehalten. Der
Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 ist in der zweiten Aufnahme 142 am Arm 140 der Halterung 500 aufgenommen oder wird von dieser gehalten. Dies ist zu Fig. 3 näher beschrieben.
Vom optionalen Effluentbeutel 400 kann das Effluent mittels der Effluentablaufleitung 403 in den Ausguss 600 hinein verworfen werden. In manchen Ausführungsformen wird das Effluent direkt mittels der Dialysatablaufleitung 102 in einen Ausguss 600 hinein verworfen werden (hier nicht dargestellt).
Die Quelle 200 kann beispielsweise ein Beutel oder ein Container sein. Die Quelle 200 kann ferner eine Fluidleitung sein, aus der online und/oder kontinuierlich erzeugte oder gemischte Flüssigkeit bereitgestellt wird, z. B. ein Hydraulikausgang oder -anschluss der Blutbehandlungsvorrichtung 100.
Eine weitere Quelle 201 mit Substituat kann optional vorgesehen sein. Sie kann der Quelle 200 entsprechen oder eine eigene Quelle sein.
Eine nur angedeutete Steuer- oder Regelvorrichtung 150 kann dazu konfiguriert sein, die Blutbehandlungsvorrichtung 100 zu steuern oder zu regeln. Sie kann mit jeder der hierin genannten Komponenten - jedenfalls oder insbesondere mit der Blutpumpe 101 - in kabelgebundener oder kabelloser Signalverbindung zur Steuerung oder Regelung der Blutbehandlungsvorrichtung 100 stehen.
Neben der vorgenannten Blutpumpe 101 weist die in Fig. 1 gezeigte Anordnung ferner rein optional eine Reihe weiterer,
jeweils optionaler Pumpen, nämlich die Pumpe 111 für Substituat, die Pumpe 121 für Dialysierflüssigkeit und die Pumpe 131 für das Effluent auf.
Die Pumpe 121 ist vorgesehen, um Dialysierflüssigkeit aus einer Quelle 200, beispielsweise einem Beutel, heraus und über eine optional vorhandene Beutelheizung H2 mit einem Heizbeutel dem Blutfilter 303 mittels einer Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 zuzuführen.
Die auf diese Weise zugeführte Dialysierflüssigkeit tritt über eine Dialysatablaufleitung 102, unterstützt durch die Pumpe 131, wieder aus dem Blutfilter 303 und kann verworfen werden, wie hierin beschrieben.
Stromauf der Blutpumpe 101 ist ein optionaler arterieller Sensor PSI vorgesehen. Während einer Behandlung des Patienten misst er den Druck in der arteriellen Leitung.
Stromab der Blutpumpe 101, jedoch stromauf des Blutfilters 303 und, falls vorgesehen, stromauf einer Zugabestelle 25 für ein Antikoagulationsmittel, beispielsweise Heparin, ist ein weiterer, optionaler Drucksensor PS2 vorgesehen. Er misst den Druck stromauf des Blutfilters 303 („prä-Hämofilter"). Die Zugabestelle für das Antikoagulationsmittel kann alternativ stromauf der Blutpumpe 101 angeordnet sein.
Ein wiederum weiterer Drucksensor kann als PS4 stromab des Blutfilters 303, jedoch vorzugsweise stromauf der Pumpe 131, in der Dialysatablaufleitung 102 zum Messen des Filtratdrucks des Blutfilters 303 vorgesehen sein.
Blut, das den Blutfilter 303 verlässt, durchströmt eine optionale venöse Blutkammer 29, welche eine
Entlüftungseinrichtung 31 aufweisen und mit einem weiteren Drucksensor PS3 in Fluidverbindung stehen kann.
Die optionale Pumpe 111 ist vorgesehen, um Substituat aus der optionalen Quelle 201, beispielsweise einem Beutel, heraus und über eine optional vorhandene Beutelheizung Hl mit einem Heizbeutel der zweiten Leitung 305 zuzuführen.
Fig . 2 zeigt in vereinfachter Darstellung eine erfindungsgemäße Halterung 500 in einer ersten
Ausführungsform. Die Halterung 500 weist den Arm 140 auf, der wiederum die erste Aufnahme 141 aufweist, in welche der Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 (siehe Fig. 3), vorzugsweise lösbar, eingelegt oder aufgenommen, oder von welcher der Konnektor 145 gehalten werden kann.
Ferner weist der Arm 140 die zweite Aufnahme 142 auf, in welche der Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 (siehe Fig.3), vorzugsweise lösbar, eingelegt oder aufgenommen, oder von welcher der Konnektor 147 gehalten werden kann.
Die Konnektoren 145 und/oder 147 können, wie vorstehend ausgeführt, Teil der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 bzw. der Dialysatablaufleitung 102 sein. Sie können alternativ Teil der Halterung 500 sein.
Die erste Aufnahme 141 und die zweite Aufnahme 142 sind in dieser Ausführungsform unter einem variablen Abstand zueinander, einander gegenüberliegend, jeweils am Ende des Arms 140 vorgesehen.
Erfindungsgemäß können die Position der ersten Aufnahme 141 und die Position der zweiten Aufnahme 142 miteinander vertauscht werden. Mit einem solchen Vertauschen der Positionen können auch die Position der Konnektoren 145, 147 vertauscht werden.
Der Arm 140 ist im Beispiel der Fig. 2 zum Verändern oder Einstellen des Abstands längenveränderlich ausgestaltet. Er ist insbesondere teleskopierbar, mit optional drei, zumindest abschnittsweise ineinander verschiebbaren, Abschnitten (z. B. ausgeformt als Hülsen). Mittels Zusammenschiebens der einzelnen Abschnitte des Arms 140 jeweils ineinander kann der Abstand zwischen der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 verkleinert werden, dies ist genauer zu Fig. 3a ausgeführt und darin gezeigt.
Ein optionaler Verbindungsabschnitt 170 dient dem Verbinden der Halterung 500 mit z. B. einem in Fig. 3 exemplarisch gezeigten Rotationsabschnitt 171 der
Blutbehandlungsvorrichtung 100, vorteilhafterweise unter Erzeugen einer drehfesten Verbindung. Das Verbinden kann ein Einstecken und optional ferner ein Verrasten, Verriegeln oder dergleichen umfassen.
Das Drehen der Halterung 500 mittels des
Verbindungsabschnitts 170 bewirkt bei erneutem Herstellen des ursprünglichen Abstands zwischen der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 schließlich das Vertauschen der Positionen der ersten Aufnahme 141 und der zweiten
Aufnahmen 142 miteinander.
Fig . 3 zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung 500 der Fig. 2 mit dem in die erste Aufnahme 141 eingelegten Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 und dem in die zweite Aufnahme 142 eingelegten Konnektor 147 der
Dialysatablaufleitung 102. Die Halterung 500 ist links neben einem Blutfilter 303 einer in Fig. 3 nicht weiter gezeigten erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung 100 angeordnet.
Der Blutfilter 303 weist den ersten Konnektor 145' und den zweiten Konnektor 147' auf. Sie dienen dem fluidischen Verbinden des Inneren der Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 mit den Inneren der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 bzw. der Dialysatablaufleitung 102.
Die erste Aufnahme 141 und die zweite Aufnahme 142 sind in dieser Ausführungsform jeweils an den gegenüberliegenden Enden des Arms 140 angeordnet.
Der optionale Verbindungsabschnitt 170 dient der, vorzugsweise drehfesten, Verbindung der Halterung 500 mit einem Rotationsabschnitt 171 der
Blutbehandlungsvorrichtung 100. Die Drehung des Rotationsabschnitts 171, und damit mittelbar auch des Arms 140, um eine Rotationsachse A kann mit dem oder gegen den Uhrzeigersinn erfolgen. Die Drehung um 180° kann auch wechselweise im Uhrzeigersinn bzw. gegen den Uhrzeigersinn erfolgen. Dadurch kann verhindert werden, dass die Zulaufleitung 104 und die Ablaufleitung 102 in unzulässigem Maße miteinander verdreht werden.
Der Arm 140 ist im Beispiel der Fig. 3 optional längenveränderlich, hier teleskopierbar. Diese Funktion ist zu Fig. 3a genauer ausgeführt.
Die stets (also sowohl beim Primen, Spülen als auch beim nachgelagerten Behandeln) vorteilhafterweise unveränderte Strömungsrichtung des in den Leitungen 102, 104 geförderten
Fluids ist in Fig. 3 sowie in den übrigen Figuren jeweils durch einen Pfeil innerhalb des jeweiligen Lumens angegeben.
Zum Verschieben des Verbindungsabschnitts 170 bzw. Verbinden der Konnektoren 145, 145', 147, 147' jeweils paarweise miteinander (in Fig. 3 eine Links-Rechts-Bewegung) sowie zum Zusammenschieben und Ausfahren des Arms 140 (in Fig. 3 eine Hoch-Runter-Bewegung) können jeweils Aktoren sowie weitere Vorrichtungen vorgesehen sein. Diese sind in Fig. 3 sowie in den übrigen Figuren nicht dargestellt. Der Antrieb des Arms 140 und/oder der Halterung 500 und/oder der Relativbewegung zwischen Verbindungsabschnitt 170 und Rotationsabschnitt 171 kann optional mittels eines Elektromotors, pneumatisch oder hydraulisch erfolgen.
Die Konnektoren 145, 147 können im Bereich ihrer
Schnittstellen zu den Konnektoren 145', 147' des Blutfilters 303 Tropfschutz, beispielsweise Septa oder Ventile aufweisen, der die inneren Lumen der Konnektoren 145, 147, durch die die Flüssigkeit geleitet wird, abschließen und verhindern, dass bei oder nach einer Dekonnektion Flüssigkeit austreten kann.
Fig . 3a zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung 500 der Fig. 3, während der
Schritt S2 einer Ausführungsform des zu Fig. 6 beschriebenen
Verfahrens als Beispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens ausgeführt wird.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind der Verbindungsabschnitt 170 sowie der Rotationsabschnitt 171 (siehe Fig. 3) in der Fig. 3a nicht erneut gezeigt.
Die Halterung 500 weist den optional längenveränderlichen Arm 140 mit optional drei, zumindest abschnittsweise ineinander verschiebbaren, Abschnitten (hier ausgeformt als Hülsen) auf. Die Fig. 3a zeigt den Arm 140 nach seinem Zusammenschieben, es ist deshalb nur seine äußerste Hülse zu erkennen. Aufgrund des Zusammenschiebens des Arms 140 hat sich der Abstand zwischen der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 erkennbar verringert. Damit hat sich mittelbar auch der Abstand zwischen den, in die Aufnahmen 141 und 142 eingelegten, Konnektoren 145 und 147 verringert.
Der so verkürzte Arm 140 kann folglich auch bei beschränkten Platzverhältnissen, vorzugsweise um einen Winkel von 180°, im Uhrzeigersinn um seine Rotationsachse A gedreht werden, die senkrecht auf seiner Längsachse steht. Aufgrund der bereits erfolgten Drehung um 180° gegenüber der Stellung des Arms 140 in der Fig. 3 sind in Fig. 3a die Rückseiten der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 sichtbar.
Nun kann im weiteren Verlauf des Schritts S2 des erfindungsgemäßen Verfahrens aus Fig. 6 der Arm 140 wieder auf seine volle Länge ausgefahren werden.
Daran anschließend kann dann, beispielsweise im Rahmen eines Spül- oder Primingvorgangs, im Schritt S3 des Verfahrens aus Fig. 6 einerseits den Konnektor 145 der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 mit dem, vergleichsweise niedrig bzw. unterhalb angeordneten, zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 und andererseits den Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 mit dem, vergleichsweise hoch bzw. oberhalb angeordneten, ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 zu verbinden (in Fig. 3a nicht gezeigt). Eine Befüllung des Blutfilters 303 mit Flüssigkeit aus der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 von unten nach oben, was vorteilhafterweise zu einer optimalen Entgasung des Blutfilters 303 beitragen kann, kann nun erfolgen.
Anschließend an den Spül- oder Füll- oder Primingvorgang und nach Trennen der Konnektoren 145, 147 der Leitungen 102, 104 von den Konnektoren 145', 147' des Blutfilters 303 (hier beispielsweise mittels Verschiebens des
Verbindungsabschnitts 170 der Halterung 500 nach links, also mittels Zurückziehens der Halterung 500) kann der Arm 140 wieder wie vorstehend beschrieben verkürzt werden, um ihn auch bei geringem Platzangebot in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zurückzudrehen, was vorzugsweise entgegen der erstgenannten Drehrichtung erfolgt, um ein weiteres Verdrehen der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 mit der Dialysatablaufleitung 102 und deren durch das Drehen bedingte Beschädigung zu vermeiden.
Um zu veranlassen, dass während der Blutbehandlung die Dialysierflüssigkeit den Blutfilter 303 in der gewünschten Richtung durchströmen kann, im Beispiel der Fig. 3 von oben nach unten, wird der zwischenzeitlich zurückgedrehte Arm 140 wieder auf seine ursprüngliche volle Länge ausgefahren, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist. Ferner werden einerseits der Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 mit
dem ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 und andererseits der Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 mit dem zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 verbunden, was in Fig. 3a ebenfalls nicht mehr gezeigt ist. Dies kann beispielsweise mittels erneuten Verschiebens des Verbindungsabschnitts 170 - diesmal nach rechts - erfolgen.
Wie ausgeführt, dient die Längenveränderlichkeit des Arms dazu, einem geringeren Platzangebot Rechnung zu tragen. Daher kann dieselbe Halterung auch ohne längenveränderlichen Arm eingesetzt werden. Die Längenveränderlichkeit des Arms ist also nur ein optionales, kein essentielles Merkmal des Arms.
Fig . 4 zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung 500 mit eingelegten Konnektoren 145, 147 links neben dem Blutfilter 303 der erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung 100 in einer zweiten Ausführungsform.
Die Anordnung der Fig 4 entspricht größtenteils der Anordnung der Fig. 3, auf welche, um Wiederholungen zu vermeiden, verwiesen wird.
Die in Fig. 4 gezeigten Positionen der ersten Aufnahme 141 bzw. der zweiten Aufnahme 142 können als deren Ausgangspositionen bezeichnet werden.
Die erste Aufnahme 141 und die zweite Aufnahme 142 sind in dieser Ausführungsform verschiebbar am Arm 140 vorgesehen, der in dieser Ausführungsform optional selber nicht längenveränderlich ist. Zum Verschieben der Aufnahmen 141,
142 entlang des Arms 140 kann auf Letzterem beispielsweise beidseits (d. h. in der Fig. 4 vorne und hinten) optional je
eine Schiene 149 vorgesehen sein. Die Funktion dieser Schienen 149 wird im Folgenden und zu Fig. 5a bis Fig. 5c genauer beschrieben.
In der Ausführungsform der Fig. 4 kann die erste Aufnahme 141 auf der Schiene 149 entlang des Arms 140 und auf dessen, zum Betrachter weisenden, Vorderseite nach unten (in Richtung auf die zweite Aufnahme 142 zu) bewegt und somit verschoben werden. Ebenso kann die zweite Aufnahme 142 in einer (in der Darstellung der Fig. 4 nicht sichtbaren) Schiene entlang des Arms 140 und auf dessen, hinter der Zeichenebene liegenden, Rückseite nach oben (in Richtung auf die erste Aufnahme 141 zu) bewegt und somit verschoben werden.
Der Arm 140 kann so ausgestaltet sein, dass die beiden Aufnahmen 141 und 142, z. B. in der Mitte des Arms 140, aneinander vorbei bewegt werden können.
Hierzu kann, wie für eine Ausführungsform in den Fig. 5a bis 5c detaillierter beschrieben, der Arm 140 auf seiner Vorderseite und Rückseite wie hierin beschrieben zwei Schienen, beziehungsweise Linearführungen, aufweisen. In diesen können die Aufnahmen, etwa durch einen Kettenantrieb, oder einen angetriebenen Zahnriemen, verfahren werden. Alternativ kann auf nur einer Seite des Arms eine Schiene ausgebildet sein, welche sich in einem Mittelabschnitt für einen Teilabschnitt verzweigt und anschließend wieder zusammenführt. Damit können die sich aufeinander zubewegenden Aufnahmen in dem Mittelabschnitt aneinander durch die sich hier parallel ersteckenden Schienen vorbeibewegen.
Nachdem oder sobald die erste Aufnahme 141 ganz oder ausreichend weit nach unten und die zweite Aufnahme 142 ganz
oder ausreichend weit nach oben bewegt wurden, können, beispielsweise mittels Bewegens des Verbindungsabschnitts 170 der Halterung 500 nach rechts, der in der ersten Aufnahme 141 aufgenommene Konnektor 145 der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 mit dem zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 und der in die zweite Aufnahme 142 aufgenommene Konnektor 147 der
Dialysatablaufleitung 102 mit dem ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 verbunden werden, da sich diese Konnektorenpaare nun jeweils gegenüberstehen.
Das Bewegen der Aufnahmen 141 und 142 kann ein Schieben, Ziehen, Verfahren und/oder Verschieben sein.
Der Übersichtlichkeit halber sind in den Fig. 5a bis Fig. 5c nur der Arm 140 der erfindungsgemäßen Halterung 500 mit der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 abgebildet. In die erste Aufnahme 141 ist der Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 aufgenommen, in die zweite Aufnahme 142 ist der Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 aufgenommen. Die weiteren Bezugszeichen beziehen sich auf die Beschreibung der Fig. 1 bis Fig. 4.
Fig. 5a zeigt die erfindungsgemäße Halterung 500 in der Ausgestaltung der Fig. 4 mit Blick von rechts (bezogen auf die Abbildung der Fig. 4) zu Beginn des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Ausführungsform.
Die erste Aufnahme 141 ist am oberen Ende des Arms 140 positioniert, die zweite Aufnahme 142 an dessen unterem Ende. Diese Anordnung repräsentiert wiederum die Ausgangspositionen der Aufnahmen 141 bzw. 142 der Halterung 500.
Links und rechts im oder am Arm 140 kann beispielsweise je eine Schiene 149 oder Führung versenkt sein. Diese ist in der Fig. 5a nicht sichtbar. Alternativ oder ergänzend können auch andere Mechanismen zum Bewegen der Aufnahmen 141 und 142 vorgesehen sein.
Im Rahmen einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Aufnahmen 141, 142 beispielsweise jede für sich jeweils in die Richtung bewegt, in welche der entsprechende Strichpunkt-Pfeil zeigt.
Fig . 5b zeigt die erfindungsgemäße Halterung der Fig. 5a während eines Schritts des erfindungsgemäßen Verfahrens, welcher sich an die in der Fig. 5a dargestellte Stellung anschließt .
Die beiden Aufnahmen 141 und 142 wurden jede für sich jeweils bis zur Mitte des Arms 140 bewegt (entsprechend Schritt S2 in Fig. 6). Durch die Ausgestaltung des Arms 140 der Halterung 500 bietet sich in dieser Ausführungsform genügend Platz, sodass die erste Aufnahme 141 und die zweite Aufnahme 142 aneinander vorbei bewegt werden können.
In manchen Ausführungsformen kann eine solche Positionierung der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 in der Mitte des Arms 140 neben weiteren möglichen Ausgestaltungen eines Kurzschlusses und ihr vorübergehendes Verbleiben dort genutzt werden, um der Dialysierflüssigkeit oder einem anderen Fluid in der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 das Umgehen der Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 zu ermöglichen. Dies kann beispielsweise durch Verbinden des Konnektors 145 der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 mit dem Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 erfolgen. So kann optional ein „Bypass" realisiert werden.
Im Beispiel der Fig. 5b setzen die beide Aufnahmen 141 und 142, nachdem sie sich gegenseitig passiert haben, ihren Weg gemeinsam mit den darin aufgenommenen Konnektoren 145 bzw. 147, jeweils in Pfeilrichtung fort.
Fig . 5c zeigt die erfindungsgemäße Halterung 500 der Fig. 5a in einem weiteren Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die erste Aufnahme 141 mit dem darin aufgenommenen Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 bzw. die zweite Aufnahme 142 mit dem darin aufgenommenen Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 sind an jeweils einer ihrer Zielpositionen angekommen, nämlich in der in der Fig. 5a gezeigten Ausgangsposition des jeweils anderen der beiden Aufnahmen 141, 142.
Im Beispiel der Fig. 5c kann der Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 in dieser Zielposition mit dem relativ weiter unten positionierten zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 (siehe beispielsweise Fig. 4) verbunden werden. Der Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 kann in der Zielposition mit dem relativ weiter oben positionierten ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 verbunden werden.
Dies kann beispielsweise wiederum mittels Verschiebens des Verbindungsabschnitts 170 (in Fig. 5c nicht dargestellt) erfolgen, und der Blutfilter 303 kann mittels Fluids aus der mit dem Konnektor 145 verbundenen
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 von unten nach oben befüllt, gespült und/oder geprimt werden.
Die erste Aufnahme 141 und die zweite Aufnahme 142 können, nachdem die jeweils darin aufgenommenen Konnektoren 145, 147 wieder vom Blutfilter 303 getrennt wurden, in analoger Weise zurück in ihre jeweilige Ausgangsposition bewegt werden, beispielsweise um sie dort zum Zweck einer Blutbehandlung erneut mit den beiden Konnektoren 145', 147' der Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 zu verbinden.
Fig . 6 zeigt in vereinfachter Darstellung einen exemplarischen Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens in Gestalt des oben als alternativ bezeichneten Verfahrens mit den Schritten S1 bis S7. Dabei werden bei seiner Beschreibung die Bezugszeichen aus der Beschreibung der Fig. 1 bis Fig. 5c verwendet.
Im Rahmen dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist oder umfasst der Verfahrensschritt S1 den Schritt des Bereitstellens einer erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung 100 mit einer erfindungsgemäßen Halterung 500. Die Halterung 500 ist vorzugsweise mittels des Verbindungsabschnitts 170 vom Blutfilter 303 beabstandet angeordnet .
Der Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 ist bereits in die erste Aufnahme 141 eingelegt, der Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 in die zweite Aufnahme 142. Sollte eine derart vorbereitete Blutbehandlungsvorrichtung 100 bereits bereitgestellt sein, so entfällt Schritt S1 natürlich.
In Schritt S2 wird wenigstens eine der beiden Aufnahmen, die erste Aufnahme 141 und/oder die zweite Aufnahme 142, mit den darin aufgenommenen Konnektoren 145 bzw. 147 so innerhalb der Halterung 500 bewegt, dass sie sich nach Abschluss des Bewegungsvorgangs in ihrer jeweiligen Zielposition befindet. Die Zielposition der jeweils bewegten Aufnahme 141 bzw.142 unterscheidet sich von deren Ausgangsposition.
Verfahrensschritt S3 stellt das Bewegen der Halterung 500 in Richtung auf den Blutfilter 303 zu dar, beispielsweise mittels Verschiebens des Verbindungsabschnitts 170. Er ist oder umfasst ferner das Verbinden des Konnektors 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 mit dem zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 sowie das Verbinden des Konnektors 147 der Dialysatablaufleitung 102 mit dem ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303.
S4 stellt einen Füll-, Spül- und/oder Primingvorgang dar oder umfasst einen solchen Vorgang. Der Blutfilter 303 wird dabei von unten nach oben befüllt, gespült bzw. geprimt bzw. von Dialysierflüssigkeit oder einem anderen Fluid aus der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 durchströmt.
Verfahrensschritt S5 stellt das Trennen des Konnektors 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 vom zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 sowie das Trennen des Konnektors 147 der Dialysatablaufleitung 102 vom ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 dar. Der Trennvorgang kann beispielsweise mittels Verschiebens des
Verbindungsabschnitts 170, und somit der Halterung 500, weg vom Blutfilter 303, erfolgen.
Schritt S6 stellt analog zu Verfahrensschritt S3 das Bewegen der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 mit den darin aufgenommenen Konnektoren 145 bzw. 147 innerhalb der Halterung 500 oder mittels dieser dar. Die Bewegung erfolgt dergestalt, dass sich nach Abschluss des Bewegungsvorgangs die erste Aufnahme 141 in einer Stellung befindet, in welcher der darin aufgenommene Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 dem ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 zugeordnet werden kann und, dass sich die zweite Aufnahme 142 in einer Stellung befindet, in welcher der darin aufgenommene Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 dem zweiten Konnektor 147' des Blutfilters 303 zugeordnet werden kann.
Verfahrensschritt S7 stellt das Bewegen der Halterung 500 auf den Blutfilter 303 zu dar, beispielsweise mittels Verschiebens der Verbindungseinrichtung 170. Anschließend erfolgt das Verbinden des Konnektors 145 der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 mit dem ersten, weiter oben angeordneten, Konnektor 145' des Blutfilters 303 sowie das Verbinden des Konnektors 147 der
Dialysatablaufleitung 102 mit dem zweiten, weiter unten angeordneten, Konnektor 147' des Blutfilters 303.
Anschließend an das erfindungsgemäße Verfahren kann eine Blutbehandlung eines Patienten mittels der erfindungsgemäßen Blutbehandlungsvorrichtung 100 erfolgen. Dabei kann die Dialysierflüssigkeit die Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 - wie es bevorzugt wird - von oben nach unten durchströmen .
Fig . 7a zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung 500 in einer weiteren Ausführungsform.
In dieser Ausführungsform der Halterung 500 ist die untere Hälfte des Arms 140 mit der zweiten Aufnahme 142 um eine Drehachse B, die in der Fig. 7a senkrecht zur Zeichenebene steht, klappbar.
Fig . 7b zeigt in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Halterung 500 der Fig. 7a in einer zugeklappten Stellung des Arms 140.
Das Aufeinanderzuklappen der ersten Aufnahme 141 und der zweiten Aufnahme 142 kann vorteilhafterweise ein Umgehen der Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 für das Fluid aus der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 ermöglichen .
Eine der Öffnungen der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104 oder der Dialysatablaufleitung 102 kann dabei größer ausgebildet sein als die andere Öffnung. Insbesondere kann so ein Ineinanderstecken derart erreicht werden, dass eine fluidische Verbindung zwischen der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung und der Dialysatablaufleitung erreicht wird.
Da beide Konnektoren 145, 147 an den Aufnahmen 141, 142 jedoch mit denselben Konnektoren 145', 147' des Blutfilters 303 verbindbar sein müssen, können die Konnektoren 145, 147 an den Aufnahmen 141, 142 neben der Konnektionsgeometrie, welche geeignet zum Verbinden mit dem Blutfilter 303 ist, eine zweite Konnektionsgeometrie
aufweisen, welche geeignet ist zum Verbinden der Konnektoren 145, 147 miteinander. „Verbinden" hat dabei die
Bedeutung, dass eine fluidische Verbindung der in den Konnektoren 145, 147 verwirklichten Lumen hergestellt wird.
Zudem kann an oder in der Blutbehandlungsvorrichtung 100 oder Dialysemaschine ein Verbindungsrohr oder ein Verbindungsschlauch ausgebildet sein. Diesem Verbindungsschlauch können sich die erste Aufnahme 141 und zweite Aufnahme 142 derart annähern, so dass sie mit dem Verbindungsschlauch konnektiert werden. Dabei erfolgt die Konnektion direkt über die erste Aufnahme 141 mit dem Verbindungsschlauch auf einer Seite und die Konnektion direkt über die erste Aufnahme 142 mit der anderen Seite des Verbindungsschlauchs . Alternativ kann die Konnektion über die in der ersten Aufnahme 141 und zweiten Aufnahme 142 aufgenommenen Konnektoren erfolgen. Der Verbindungsschlauch kann dabei durch ein Drehen und/oder Verschieben des Arms und/oder ein Drehen und/oder Verschieben der ersten und zweiten Aufnahme 141, 142 erreicht werden.
Um die Gefahr einer eventuellen Kontamination des ersten Konnektors 145' der Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 durch dessen Kontakt mit dem zweiten Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 zu minimieren, kann es vorteilhaft sein, im Gebrauch Aufsätze 185 zwischen z. B. den Konnektoren 145' und 147 zu platzieren, die die gesamte Oberfläche, insbesondere die Hartplastikteile der Konnektoren 147 bzw. 145', oder einen Teil hiervon, bedecken.
Aufsätze 185 sind vorzugsweise Einwegartikel.
Fig . 8a zeigt eine erste Ausgestaltung des Aufsatzes 185 und weiter beispielhaft, wie eine Vielzahl von ihnen, z. B. an oder in der Blutbehandlungsvorrichtung 100 gelagert sein oder werden können.
Durch die Ausgestaltung des Aufsatzes 185 in Form z. B. eines hohlen Kegelstumpfs können mehrere Aufsätze 185 ineinandergeschoben werden. Dies ermöglicht vorteilhafterweise eine sehr platzsparende Lagerung mehrerer Aufsätze 185, beispielsweise 30 Stück, 50 Stück oder mehr, in oder an der Blutbehandlungsvorrichtung 100.
Aufsätze 185 können beispielsweise niedermolekulares Polpropylen, Polyvinylchlorid (PVC) oder Silikon aufweisen oder hieraus bestehen.
Fig . 8b zeigt die Anordnung des Aufsatzes 185 aus Fig. 8a im Gebrauch.
Dabei wird ein Aufsatzes 185, z. B. zwischen dem zweiten Konnektor 147 der Dialysatablaufleitung 102 (in Fig. 8b nicht dargestellt) und dem ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 platziert.
Fig . 8c zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Aufsatzes 185. Er ist hier im Gebrauch gezeigt.
Im Beispiel der Fig. 8c ist an einem Ende des Aufsatzes 185, vorzugsweise an seinem breiteren Ende (hier eines Kegelstumpfs), eine Einrichtung zum Einrasten, beispielsweise in Form von Nasen, angedeutet. Die Einrichtung zum Einrasten des Aufsatzes 185 findet seine Entsprechung auf dem ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303. Dort können
beispielsweise Nuten vorgesehen sein, in welche die Nasen des Aufsatzes 185 eingreifen können. Alternativ umgreift der Aufsatz den ersten Konnektor 145' vollständig und verrastet mit diesem auch ohne Nuten.
Fig . 8d zeigt die Ausgestaltung des Aufsatzes 185 der Fig. 8c nach dem Trennen des zweiten Konnektors 147 der Dialysatablaufleitung 102 vom ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303.
Beim Trennen wird der, insbesondere lösbar, mit dem ersten Konnektor 145' des Blutfilters 303 verbundene Aufsatz 185 gemeinsam mit diesem vom zweiten Konnektor 147 entfernt. Alternativ oder ergänzend können zur Einrichtung zum
Einrasten andere lösbare Verbindungen vorgesehen sein, beispielsweise Einschnapp- oder Clipeinrichtungen aber auch unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten von Innen- und Außenseite des Aufsatzes 185, unterschiedliche Materialien und dergleichen.
In manchen Ausführungsformen können solche Aufsätze als Hygienemaßnahmen auch an anderen der hierin genannten Konnektorpaaren vorgesehen sein, insbesondere bei der Verbindung des zweiten Konnektors 147' der
Dialysierflüssigkeitskammer 303a des Blutfilters 303 mit dem Konnektor 145 der Dialysierflüssigkeitszulaufleitung 104.
Bezugs zeichenliste
25 Zugabestelle für Heparin (optional)
29 venöse Blutkammer (optional)
31 Entlüftungseinrichtung
100 Blutbehandlungs orrichtung
101 Blutpumpe
102 Dialysatablaufleitung, Effluentzulaufleitung
104 Dialysierflüssigkeitszulaufleitung
111 Pumpe für Substituat
121 Pumpe für Dialysierflüssigkeit
131 Pumpe für Dialysat oder Effluent in Effluentzulaufleitung
140 Arm
141 erste Aufnahme
142 zweite Aufnahme 145 Konnektor der
Dialysierflüssigkeitszulaufleitung
145 erster Konnektor des Blutfilters 147 Konnektor der Dialysatablaufleitung 147 zweiter Konnektor des Blutfilters 149 Führung oder Schiene
150 Steuer- oder Regelvorrichtung
170 Verbindungsabschnitt
171 Rotationsabschnitt
185 Aufsatz
200 Quelle mit Dialysierflüssigkeit
201 Quelle mit Substituat, optional
300 extrakorporaler Blutkreislauf
301 erste Leitung (arterieller Leitungsabschnitt)
302 (erste) Schlauchklemme
303 Blutfilter oder Dialysator 303a Dialysierflüssigkeitskämmer 303b Blutkammer 303c semi-permeable Membran
305 zweite Leitung (venöser Leitungsabschnitt)
306 (zweite) Schlauchklemme
400 Effluentbeutel
403 Effluentablaufleitung
500 Halterung
600 Ausguss
A Rotationsachse des Arms
B Klappachse des Arms
H2 Beutelheizung mit Beutel (Dialysierflüssigkeit)
Hl Beutelheizung mit Beutel (Substituat)
PSI, PS2 arterieller Drucksensor (optional)
PS3 Drucksensor (optional)
PS4 Drucksensor zum Messen des Filtratdrucks