ABGASTURBOLADER MIT EINEM SCHALLDÄMPFER
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Abgasturbolader für aufgeladene Brennkraftmaschinen. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Schalldämpfer für einen Abgasturbolader einer Brennkraftmaschine. Ferner betrifft die Erfindung einen Abgasturbolader mit einem in der vorliegenden Offenbarung beschriebenen Schalldämpfer sowie eine Brennkraftmaschine mit einem solchen Abgasturbolader.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Für die Leistungssteigerung einer Brennkraftmaschine werden heutzutage standardmäßig Abgasturbolader eingesetzt Ein Abgasturbolader umfasst typischerweise eine Turbine im Abgastrakt der V erbrennungskraftmaschinc und einen der V crbrenmmgskraftmaschine vorgelagerten Verdichter. Die Abgase der Brennkraftmaschine werden dabei in der Turbine entspannt. Die dabei gewonnene Arbeit wird mittels einer Welle auf den Verdichter übertragen, welcher die der Brennkraftmaschine zugeführte Luft verdichtet. Durch die Verwendung der Energie der Abgase zur Verdichtung der dem Verbrennungsprozess in der Brennkraftmaschine zugeführten Luft, können der Verbrennungsprozess und der Wirkungsgrad der Brennkraftmaschine optimiert werden.
[0003] Im Betrieb des Abgasturboladers entstehen typischerweise vorwiegend im Verdichterrad Schallwellen unerwünscht hoho: Amplitude, die durch den Luftansaugkanal an die Umgebung freigesetzt werden. Diese
Schallwellen werden daher üblicherweise mittels eines Schalldämpfers, insbesondere eines Filterschalldämpfers, gedämpft.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind Filterschalldämpfer bekannt, die typischerweise auf der Ansaugseite eines Verdichters eingesetzt werden, der die Verbrennungsluft komprimiert und einem Verbrennungsmotor zuführt. Angetrieben wird ein derartiger Verdichter von der Abgasturbine eines Abgasturboladers.
[0005] Üblicherweise sind die Filterschalldämpfer derart ausgebildet, dass Umgebungsluft durch einen am Umfang eines Filterschalldämpfers angeordneten Filter in einen mit Dämpfungselementen ausgestatteten Innenraum des Filterschalldämpfers eingeleitet werden kann, anschließend an den Dämpfungselementen vorbei strömt, und dabei zum Verdichterrad, von dem entgegen der Luftströmung Schallwellen aus gehen, durch Leitelemente umgelenkt wird. Die Schalldämpfung erfolgt an den Dämpfungselementen dissipativ, indem die Schallenergie unmittelbar durch poröse oder faserige Absorbermaterialien, aus denen die Dämpfungselemente im Wesentlichen aufgebaut sind, in Wärme umgesetzt wird. Die Absorbermaterialien werden üblicherweise durch eine akustisch transparente Hülle in Form gehalten und vor der Strömung geschützt. Diese Hülle kann ganz oder teileweise aus metallischen Werkstoffen bestehen.
[0006] Es hat sich herausgestellt, dass mit den aus dem Stand der Technik bekannten Filterschalldämpfem, bei denen die Ansaughift durch eine Ringfläche radial angesaugt, sowie durch gekrümmte Einschübe radial geleitet und anschließend axial zum Austritt des Schalldämpfers umgelenkt wird, noch keine optimale Schalldämpfung erzielt wird, und unerwünschte Strömungs- und Druckverluste auftreten.
[0007] Ferner hat sich herausgestellt, dass bei konventionellen Filterschalldämpfem unerwünschte Strömungs- und Druckverluste auftreten.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Schalldämpfer bereitzustellen, der mindestens hinsichtlich einem der obengenannten Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Filterschalldämpfer verbessert ist Insbesondere besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen Schalldämpfer für einen Abgasturbolader bereitzustellen, der im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten F ilterschalldämpfer ein verbessertes Design aufweist, insbesondere zur Minimierung von Strömungs- und Druckverlusten.
[0009] Zur Lösung der obengenannten Aufgabe wird ein Schalldämpfer für einen Abgasturbolader gemäß dem unabhängigen Anspruch bereitgestellt. Weitere Aspekte, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung sind den abhängigen Patentansprüchen, der Beschreibung und den beiliegenden Figuren zu entnehmen.
[0010] Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Schalldämpfer für einen Abgasturbolader bereitgestellt, welcher eine Vielzahl von Dämpfungselementen umfasst die konzentrisch um eine Zentralachse des Schalldämpfers angeordnet und konzentrisch voneinander beabstandet sind, so dass jeweils zwischen benachbarten Dämpfungselementen ein Strömungskanal ausgebildet ist. Die Dämpfungselemente umfassen ein nichtmetallisches Material. Insbesondere, umfassen die Dämpfungselemente ein oder mehrere Absorbermaterialien aus einem nicht-metallisches Material. Ferner können die Dämpfungselemente eine Hülle aus einem nichtmetallischen Material umfassen. Der Strömungskanal weist eine Einströmöffnung auf, die von der Zentralachse einen größeren radialen Abstand aufweist als eine Ausströmöffnung des Strömungskanals·
[0011] Somit wird vorteilhafterweise ein Schalldämpfer für einen Abgasturbolader bereitgestellt, der gegenüber den aus dem Stand der Technik
bekannten Schalldämpfern verbessert ist. Insbesondere wird durch den erfindungsgemäßen Schalldämpfer ein Schalldämpfer bereit gestellt mit welchem Strömungs- und Druckverluste verringert werden können. Somit kann ein Schalldämpfer mit verbesserten Dämpfungseigenschaften bereitgestellt werden.
[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Abgasturbolader mit einem Schalldämpfer gemäß einer der hierin beschriebenen Ausftihrungsformen bereitgestellt wobei der Schalldämpfer auf der Ansaugseite eines Verdichters, insbesondere eines Radialverdichters, des Abgasturboladers angeordnet ist. Insbesondere ist der hierein beschriebene Schalldämpfer vorteilhafterweise derart ausgestaltet dass der Schalldämpfer mit einem radial innen liegenden Gehäusebereich eines V erdichtergehäuses verbunden werden kann, wobei der Schalldämpfer im montierten Zustand zumindest teilweise von einem radial außen liegenden Gehäusebereich des Verdichtergehäuses umschlossen ist.
[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Brennkraftmaschine mit einem hierin beschriebenen Abgasturbolader bereitgestellt. Der Abgasturbolader umfasst einen Schalldämpfer gemäß hierin beschriebenen Ausführungsformal, da auf der Ansaugseite eines Verdichters, insbesondere Radialverdichters, des Abgasturboladers angeordnet ist Der Abgasturbolader ist vorteilhafter derart ausgestaltet, dass der Abgasturbolader über eine oder mehrere Abgasleitungen und eine oder mehrere Ladeluftaustrittsöffinmgen in vertikaler oder horizontaler Ausrichtung an einen Verbrennungsmotor angeschlossen werden kann.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0014] Im Weiteren soll die Erfindung anhand von in Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert werden, aus denen sich weitere Vorteile und
Abwandlungen ergeben. Hierbei zeigt
Figur 1 eine schematische Schnittansicht eines Schalldämpfers gemäß hierin beschriebenen AusfÜhnmgsfbrmen, der auf einer Ansaugseite eines Verdichters angeordnet ist;
Figur 2 eine schematische axiale Frontansicht eines Schalldämpfers gemäß hierin beschriebenen Ausfühnmgsformen; und
Figur 3 eine schematische perspektivische Ansicht eines Abgasturboladers mit einem Schalldämpfer gemäß hierin beschriebenen AusftUmmgsformen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0015] Mit Bezugnahme auf Figur 1 wird ein Schalldämpfer 40 für einen Abgasturbolader gemäß der vorliegenden Offenbarung beschrieben. Figur 1 zeigt eine schematische Schnittansicht des Schalldämpfers 40, der auf einer Ansaugseite eines Verdichters, insbesondere eins Radialverdichters 20, angeordnet ist.
[0016] Gemäß eine: Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen kombiniert wenden kann, umfasst der Schalldämpfer 40 eine Vielzahl von Dämpfungselementen 41. Wie beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist, sind die Dämpfungselemente 41 konzentrisch um eine Zentralachse 42 des Schalldämpfers angeordnet. Ferner sind die Dämpfungselemente 41 konzentrisch voneinander beabstandet Mit anderen Worten, die Dämpfungselemente 41 sind in radialer Richtung R zueinander beabstandet angcordnct. Wie in Figur 1 beispielhaft dargestellt ist sind die Dämpfungselemente 41 derart ausgebildet und angeordnet, dass jeweils zwischen benachbarten Dämpfungselementcn 41 jeweils ein Strömungskanal 43 ausgebildet ist. Der Strömungskanal 43 weist eine
Einströmöffnung 44 auf, die von der Zentralachse 42 einen größeren radialen Abstand aufweist als eine Ausströmöffnung 45 des Strömungskanals 43. Die Dämpfungselemente 41 umfassen ein nicht-metallisches Material. Insbesondere, können die Dämpfungselemcnte 41 aus einem nichtmetallischen Material bestehen.
[0017] Demnach wird vorteilhafterweise ein Schalldämpfer für einen Abgasturbolader bereitgestellt, der gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Schalldämpfern verbessert ist. Insbesondere können mit den hierein beschriebenen Ausfuhrungsformen des Schalldämpfers Strömungsund Druckverluste verringert werden. Ferner kann durch die Verwendung eines nicht-metallisches Materials ein kostengünstiger Schalldämpfer bereitgestellt werden. Die Verwendung eines nicht-metallisches Materials kann zudem zu einer verbesserten Schalldämpfung fuhren. Darüber hinaus kann die Bauform des Schalldämpfers besser an die Bedürfnisse der Anwendung angepasst werden. Insbesondere kann der Schalldämpfer kleiner gebaut werden, wodurch dieser kostengünstiger wird.
[0018] Gemäß einer Ausfuhrungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann, umfasst das nicht-metallische Material mindestens ein Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Polymeren, insbesondere anorganischen Polymeren; polymeibasierten Werkstoffen, insbesondere polymerbasierten Verbundwerkstoffen; keramischen Materialien, insbesondere Materialien umfassend keramische Hohlkugeln; Glasfasermaterialen, insbesondere Absorbermaterialen auf Glasfaserbasis; Glasfasermaterialen umfassend S1O2 Silikatfasem; und Glasschaummaterialien. Somit können die Dämpfungselemente 41 aus einem oder mehreren der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien bestdien, oder ein oder mehrere der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien umfassen.
[0019] Wie aus Figur 1 hervorgeht, unterscheidet sich die Anordnung der
Strömungskanäle des hierin beschriebenen Schalldämpfers von der Strömungskanalanordnung konventioneller Schalldämpfern darin, dass die Strömungskanäle des hierin beschrieben Schalldämpfers konzentrisch ausgeführt sind. Im Gegensatz dazu sind konventionelle Schalldämpfer für Abgasturbolader typischerweise derart ausgestaltet, dass die Dämpfungselemente in Umfangsrichtung um eine zentrale Achse herum angeordnet sind, wobei zwischen den Dämpfungselemcntcn Strömungskanäle ausgebildet sind, so dass deren Ausströmöffnungen im Wesentlichen senkrecht auf die zentrale Achse gerichtet sind. Wie in Figur 1 gargestellt ist, sind die Strömungskanäle des hierin beschriebenen Schalldämpfers derart ausgestaltet, dass deren Ausströmöffnungen eine Ausströmrichtung bereitstellen, welche eine radiale und eine positive axiale Strömungskomponente aufweist.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen AusfÜhrungsfbnnen kombiniert weiden kann, sind die Dämpfungselemente 41 trichterartig um die Zentralachse 42 herum angeordnet, wie es beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist Ein „trichterartiges Dämpfungselement“ kann in der vorliegenden Offenbarung so verstanden werden, dass das Dämpfungselement eine Form eines Kegelstumpfes aufweist, wobei der Kegelstumpf eine zentrale Öffnung aufweist, die sich von der Kegelstumpfgrundfläche zur Kegelstumpfdeckfläche erstreckt und dabei verjüngt Die Kegelstumpfmantelfläche kann gekrümmt sein. Die in Figur 1 dargestellten radial nach außen zeigenden Strömungsflächen 48 Dämpfungselement sind beispielsweise, konkave gekrümmte Mantelflächen.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann, sind die Dämpfungselementen 41 zwischen einem einströmseitigen Ende 41A und einem ausströmseitigen Ende 41B gekrümmt, sodass der Strömungskanal 43 derart aus gebildet ist, um eine Strömungsuml enkung in Richtung der
Zentralachse 42 bereitzustellen. Wie beispielhaft in Figur 1 gezeigt ist, weisen radial nach außen zeigende Strömungsflächen 48 der Dämpfungselemente 41 typischerweise eine konkave Krümmung auf. Radial nach innen zeigende Strömungsflächen 49 der Dämpfungselemcnten 41 weisen typischerweise eine konvexe Krümmung auf
[0022] Insbesondere kann die von den Strömungskanälen bereitgestellte Strömungsumlenkung eine Umlenkung der Strömung um einen Umlenkwinkel α von 5° <a< 180°, insbesondere 15° <a< 180°, umfassen. Unter dem Ausdruck „Umlenkwinkel“ kann in der vorliegenden Offenbarung der Winkel verstanden werden, welcher sich zwischen eine Haupteinströmrichtung einer Einströmöffnung 44 eines Strömungskanals 43 und einer Hauptausströmrichtung einer Ausströmöffnung 45 des Strömungskanals 43 ergibt
[0023] Wie in Figur 1 beispielhaft dargestellt ist, können die jeweiligen Umlenkwinkel der jeweiligen Strömungskanale in radialer Richtung R zunehmen. Mit anderen Worten, radial weiter außen angeordnete Strömungskanäle stellen typischerweise einen größeren Umlenkwinkel bereit als radial weite· inner angeordnete Strömungskanäle.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann, sind die Strömungskanäle (auch als Kulissenkanäle bezeichnet) derart konfiguriert, dass die Durchströmungsgeschwindigkeit möglichst konstant ist und keine Geschwindigkeitsspitzen auftreten. Dies ist insbesondere von Vorteil da Geschwindigkeitsspitzen quadratisch in den Druckverlust eingehen, sodass der hierin beschriebene Schalldämpfer einen verringerten Druckverlust aufweist. Eine Verringerung des Druckverlusts wirkt sich vorteilhafterweise positiv auf das Dämpfungsverhalten des Schalldämpfers aus, so dass das Dämpfungsverhalten des hierin beschriebenen Schalldämpfers verbessert werden kann.
[0025] Gemäß einer Ausfuhrungsfbrm, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann, liegen einströmseitige Enden 41A der Dämpfungselemente 41 auf einer in axialer Richtung x konvex gekrümmten Fläche A. Beispielsweise kann die konvex gekrümmten Fläche A eine teilweise kugelförmige oder teilweise elliptischen Fläche sein. Typischerweise ist auf der konvex gekrümmten Fläche A ein Lochblech 411 oder ein Filterelement angeordnet, wie cs beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist
[0026] Gemäß einer Ausfuhrungsfbrm, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann, weist die Einströmöffnung 44 der jeweiligen Strömungskanäle einen größeren Strömungsquerschnitt auf als die Ausströmöffnung 45 der jeweiligen Strömungskanäle. Wie beispielhaft in Figur 2 dargestellt ist, kann die Einströmöffnung 44 da- jeweiligen Strömungskanäle 43 ringartig um die Zentralachse 42 ausgebildet sein. Ferner ist in Figur 2 beispielhaft ein Abstand T zwischen benachbarten Dämpfungselementen 41 dargestellt Der Abstand T zwischen benachbarten Dämpfungselementen 41 kann in radialer Richtung R zunehmen, abnehmen oder konstant sein.
[0027] In diesem Zusammenhang sei angemeikt, dass auch die Ausströmöffnung 45 der jeweiligen Strömungskanäle 43 ringartig um die Zentralachse 42 ausgebildet sein kann.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann, umfasst der Schalldämpfer ferner eine Verbindungsstruktur 46 zur Verbindung von mindestens zwei benachbarten Dämpfungselementen 41. Typischerweise ist Verbindungsstruktur 46 ausgelegt, um die Stabilität des Schalldämpfers zu verbessern. Die Verbindungsstruktur 46 kann beispielsweise durch Stege zwischen dar Dämpfungselementen bereitgestellt werden. Die V erbindungsstruktur karm ein nicht-metallisches Material umfassen oder aus
einem nicht-metallischen Material bestehen. Beispielsweise kann die Verbindungsstruktur 46 mindestens ein nicht-metallisches Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Polymeren, insbesondere anorganischen Polymeren; polymerbasierten Werkstoffen, insbesondere polymerbasierten Verbundwerkstoffen; keramischen Materialien, insbesondere Materialien umfassend keramische Hohlkugeln; Glasfhscrmaterialen, insbesondere Absorbcrmaterialcn auf Glasfascrbasis; Glasfasermaterialen umfassend S1O2 Silikatfasem; und Glasschaummaterialien, umfassen oder daraus bestehen. Somit kann die V erbindungsstruktur 46 aus einem oder mehreren der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien bestehen, oder ein oder mehrere der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien umfassen.
[0029] Gemäß einer Ausfuhrungsfbrm, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen kombiniert werden kann, umfasst der Schalldämpfer ferner eine ausströmseitge zylindrische
Dämpfungsstruktur 47. Beispielsweise kann die zylindrische Dämpfungsstruktur 47 mit einem ausströmseitgen Ende des radial äußersten Dämpfungselements 412 verbunden sein. Somit können die Dämpfungseigenschaften des Schalldämpfers zusätzlich verbessert werden.
[0030] Gemäß einer Ausftihrungsform, die mit anderen hierin beschriebenen AusfÜhrungsformen kombiniert werden kann umfasst die Dämpfungsstruktur 47 ein nicht-metallisches Material oder besteht aus einem nicht-metallischen Material. Beispielsweise kann die Dämpfungsstruktur 47 mindestens ein nicht-metallisches Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Polymeren, insbesondere anorganischen Polymeren; polymerbasierten Werkstoffen, insbesondere polymerbasierten Verbundwerkstoffen; keramischen Materialien, insbesondere Materialien umfassend keramische Hohlkugeln; Glasfasermaterialen, insbesondere Absorbermaterialen auf Glasfaserbasis; Glasfasermaterialen umfassend S1O2
Silikatfesem; und Glasschaummateriahen, umfassten oder daraus bestehen. Somit kamt die Dämpfungsstruktur 47 aus einem oder mehreren der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien bestehen, oder ein oder mehrere der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien umfassen.
[0031] Gemäß einer Ausfuhrungsförm, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen kombiniert werden kann, kann die zylindrische Dämpfungsstruktur 47 eine Veibindungsstruktur 471, zur Verbindung des Schalldämpfers mit einer Ansaugseite eines Verdichtergehäuses 10 eines Abgasturboladers 30 aufweisen. Wie in Figur 1 gezeigt ist, kann das Verdichtergehäuse 10 beispielsweise ein Verdichtergehäuse eines Radialverdichters 20 sein. Die Verbindungsstruktur 471 kam als V erbindungsflansch ausgeführt sein.
[0032] Gemäß einer Ausfuhnmgsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann umfasst die Verbindungsstruktur 471 ein nicht-metallisches Material oder besteht aus einem nicht-metallischen Matmal. Beispielsweise kann die Verbindungsstruktur 471 mindestens ein nicht-metallisches Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus: Polymeren, insbesondere anorganischen Polymeren; polymerbasierten Werkstoffen, insbesondere polymerbasierten Verbundwerkstoffen; keramischen Materialien, insbesondere Materialien umfassend keramische Hohlkugeln; Glasfasermaterialen, insbesondere Absorbermaterialen auf Glasfaserbasis; Glasfasermaterialen umfassend S1O2 Silikatfesem; und Glasschaummaterialien, umfassen oder daraus bestehen. Somit kann die V erbindungsstruktur 471 aus einem oder mehreren der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien bestehen, oder ein oder mehrere der hierin aufgelisteten nicht-metallischen Materialien umfassen.
[0033] Mit Bezugnahme auf Figur 1 wird ein Verdichtergehäuse 10 eines Radialverdichters 20 gemäß der vorliegenden Offenbarung näher
beschrieben. Gemäß einer Ausfuhrungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsförmen kombiniert werden kann, umfasst das Verdichtergehäuse 10 einen radial innen liegenden Gehäusebereich 10A, der einen axialen Einströmungskanal 11 in einem Ansaugbereich des Radialverdichters 20 bildet. Ferner umfasst das Verdichtergehäuse 10 einen sich an den radial innen liegenden Gehäusebereich 10A anschließenden Diffusorbereich 10B. Der Diffusorbereich 10B ist ausgebildet, um eine radiale Strömung nach einem Verdichterrad 21 in eine axiale Richtung entgegen einer Einströmungsrichtung 12 des Einströmkanals 11 umzulenken. Ferner umfasst das Verdichtergehäuse 10 einen sich an dm Diffusorbereich 10B anschließenden radial außen liegenden Gehäusebereich IOC, der sich axial entgegengesetzt zur Einströmungsrichtung 12 erstreckt und einen oder mehrere Ladeluftsammelräume 13, 14 bereitstellt Einzelne Teile des Verdichtergehäuses, insbesondere der Diffusorbereich 10B des Verdichtergehäuses, können mit den hierein beschriebenen nichtmetallischen Materiahen schallabsorbicrend ausgeklcidet sein.
[0034] Wie beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist, umfasst der eine oder die mehreren Ladeluftsammelräume 13, 14 typischerweise jeweils eine Ladeluftaustrittsöffnung 19. Die Ladeluftaustrittsöffhung ist typischerweise derart ausgebildet, um eine Ausströmung der Ladeluft in eine Ausströmungsrichtung 23 bereitzustellen die quer, insbesondere im Wesentlichen rechtwinklig, zur Einströmungsrichtung 12 ist.
[0035] In der in Figur 1 dargestellten beispielhaften AusfÜhrungsföim umfasst der radial außen liegende Gehäusebereich IOC einen ersten Ladchiftsammelraum 13 und einai zweiten Ladchiftsammelraum 14. Der erste Ladeluftsammelraum 13 und der zweite Ladeluftsammelraum 14 sind jeweils mit dem Diffusorbereich 10B verbunden, sodass ein erster Ladcluftgchäuseschenkel 10C1 und ein zweiter Ladeluftgehäuse- schenkel 10C2 bereitgestellt wird.
[0036] Typischerweise weist der radial außen liegenden Gehäusebereich IOC eine axiale Ausdehnung in entgegengesetzter Richtung zur Einströmungsrichtung 12 auf, die größer ist als eine axiale Ausdehnung des radial innen liegenden Gehäusebereichs 10A. Somit ist das V erdichtergehäuse derart ausgebildet, dass der radial außen liegende Gehäusebereich IOC einen axialen Zwischenraum 24 zumindest teilweise umschließt. Der axiale Zwischenraum 24, der typsicherweise zwischen dem ersten Ladeluftgehäuseschenkel 10C1 und dem zweiten Ladehiftgehäuseschenkel 10C2 liegt, ist in Figur 3 gezeigt Typischerweise, ist der axiale Zwischenraum 24 ausgebildet, um ansaugseitig eine zylindrische Dämpfungsstruktur 47 eines hierin beschriebenen Schalldämpfers aufzunchmen. Wie es beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist, kann die zylindrische Dämpfungsstruktur 47 über ein Befestigungselement 472 an dem radial außen liegenden Gehäusebereich IOC befestigt sein.
[0037] Mit anderen Worten, der axiale Zwischenraum 24 kann zur Luftzufuhr zum Einströmkanal 11 des Radialverdichters genutzt werden. Die Luftzufuhr kann über eine Zuleitung erfolgen, die beispielsweise als zylindrische Dämpfungsstruktur 47, ausgebildet sein kann. Eine derartige schallabsorbierende Ansaugstrecke kann vorteilhafterweise genutzt werden, um an der Ansaugöf&ung des Radialverdichters eine Reduktion des Schalldruckpegels zu erreichen. Damit kann ein Schalldämpfer mit geringerer Schallabsorption verwendet werden, der wiederum Vorteile im Druckverlust hat Dies führt somit zu einer weiteren Verringerung der Verluste und kann somit zu einer Wirkungsgradverbesserung eines Radialverdichters beitragen.
[0038] Gemäß einer Ausfuhrungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausfuhrungsformen kombiniert werden kann, ist zumindest einer des radial außen liegenden Gehäusebereichs 10C und des Diffusorbereichs 10B zweischalig ausgefuhrt ist, so dass ein für ein
Kühlmedium durchströmbarer Zwischenraum 15 bereitgestellt wird. Insbesondere ist typischerweise der radial außen liegenden Gehäusebereichs 10C zweischalig ausgeführt und der Diffusorbereich 10B zumindest teilweise oder vollständig zweischalig ausgeführt. Beispielsweise kann zumindest einer, insbesondere beide, des radial außen hegenden Gehäusebereichs 10C und des Diffusorbereichs 10B, eine Innenschale 16 und eine zur Innenschale mit einem Abstand D beabstandete Außenschale 17 umfassen, wie es beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist
[0039] Somit kann vorteilhafter weise ein Verdichtergehäuse mit integrierter Ladhiftkühlung bereitgestellt werden.
[0040] Ferner kann, in dem einen oder den mehreren Ladehiftsammelräumen 13, 14 mindestens ein Ladeluftkühler 18 bereitgestellt sein, wie es beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist.
[0041] Gemäß einer Ausfuhnmgsform, die mit anderen hierin beschriebenen AusfÜhrungsformen kombiniert werden kann, kann der Schalldämpfer 40 ferner ein zentrales längliches Dämpfungselement 41Z umfassen. Typischerweise erstreckt sich das zentrale längliche Dämpfungselement 41Z entlang der Zentralachse und ragt in axialer Richtung x über ein ausströmseitiges Ende des radial äußersten Dämpfungselements 412 hinaus. Insbesondere kann das zentrale längliche Dämpfungselement 41Z ein domartiges Dämpfungselement sein, wie cs beispielhaft in Figur 1 dargestellt ist. Typischerweise ist das zentrale längliche Dämpfungselement 41Z konzentrisch um die Zentralachse 42 des Schalldämpfers angeordnet. Somit können die Dämpftmgseigenschaften des Schalldämpfers zusätzlich verbessert werden.
[0042] Wie beispielhaft in Figur 1 gezeigt ist, kann ferner eine Lagerungsstruktur 41R zur Lagerung des zentralen länglichen Dämpfungselements 41 Z vorgesehen sein. Beispielsweise kann die
Lagerungsstruktur 41R radiale Stege umfassen. Typischerweise sind die radiale Stegen an einem Ende mit der inneren Mantelfläche der zylindrischen Dämpfungsstruktur und an einem gegenüberliegenden Ende mit dem zentralen länglichen Dämpfungselcments 41Z verbunden. Gemäß einem Beispiel können die radialen Stege tropfenförmige Querschnitte aufweisen.
[0043] Mit Bezugnahme auf Figur 3 wird ein Abgasturbolader 30 mit einem Schalldämpfer 40 gemäß der vorliegenden Offenbarung beschrieben. Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen kombiniert werden kann, umfasst der Abgasturbolader 30 einen Schalldämpfer 40 gemäß hierein beschriebenen Ausführungsformen, wobei der Schalldämpfer 40 auf der Ansaugseite eines Verdichters, insbesondere Radialverdichters 20, des Abgasturboladers angeordnet ist. Wie es beispielshaft aus Figur 3 in Kombination mit Figur 1 hervorgeht, kann der Schalldämpfer 40 mit einem radial innen liegenden Gchäuscbereich 10A eines Verdichtergehäuses 10 verbunden und zumindest teilweise von einem radial außen liegenden Gehäusebereich 10C des V erdichtergehäuses 10 umschlossen sein.
[0044] Typischerweise wird der Abgasturbolader 30 gemäß hierin beschriebenen Ausführungsformen über eine oder mehrere Abgasleitungen 32 und eine oder mehrere Ladeluftaustrittsöffinmgen 19 in vertikaler oder horizontaler Ausrichtung an einen Verbrennungsmotor angeschlossen. Somit kann vorteilhafterweise eine Brennkraftmaschine mit einem hierin beschriebenen Abgasturbolader bereitgestellt werden, der über eine oder mehrere Abgasleitungen und eine oder mehrere Ladcluftaustrittsöffaungen in vertikaler oder horizontaler Ausrichtung an einen V erbrennungsmotor angeschlossen werden kann.
[0045] Wie aus den hierin beschriebenen Ausführungsformen hervorgeht wird vorteilhafterweise ein Schalldämpfer bereitgestellt, der gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Filterschalldämpfem verbessert ist.
[0046] Insbesondere wird durch dm erfindungsgemäßen Schalldämpfer ein Schalldämpfer bereitgestellt, mit welchem Strömungs- und Druckverluste verringert werden können. Insbesondere, weist der erfindungsgemäße Schalldämpfer vorteilhafterweise ein Design und eine Anordnung der Dämpfungselemente auf, mit welchem Druckverluste bei Durchströmung des Schalldämpfers verringert werden können, was zu verbesserten Dämpfungscigenschaften führt.
BEZUGZEICHENLISTE
10 Verdichtergehäuse
10A radial innen liegender Gehäusebcreich 10B Difiusorbereich IOC radial außen liegender Gehäusebereich 10C1 erster Ladeluftgehäuseschenkel
10C2 zweiter Ladeluftgehäuseschenkel
11 Einströmungskanal
12 Einströmungsrichtung 13 erster Ladeluftsammelraum
14 zweiter Ladeluftsammelraum
15 Zwischenraum
16 Innenschale
17 Außenschale 18 Ladeluftkühler
19 Ladeluftaustrittsöf&ung
20 Radialverdichter
21 Verdichterrad
23 Ausströmungsrichtung der Ladeluft 24 axialer Zwischenraum
30 Abgasturbolader
40 Schalldämpfer
41 Dämpfungselemente
41A einströmseitigen Ende der Dämpfungselemente 41B ausströmseitiges Ende der Dämpfungselemente
41Z zentrales längliches Dämpfungselement
41R Lagerungsstruktur zur Lagerung des zentralen länglichen Dämpfungselements 411 Lochblech/ Filterelement 412 radial äußerstes Dämpfungselement
42 Zentralachse
43 Strömungskanal
44 Einströmöffnung
45 Ausströmöffnung 46 Verbindungsstruktur
47 zylindrische Dämpfungsstruktur
471 Verbindungsstruktur
472 Befestigungselement zur Befestigung des schallabsorbierenden Elements an dem radial außen liegender Gehäusebereich 48 radial nach außen zeigende Strömungsflächen
49 radial nach innen zeigende Strömungsflächen
31 Turbine
32 Abgasleitung
R radiale Richtung x axiale Richtung
T Abstand zwischen benachbarten Dämpfungsclcmcntcn
D Abstand zwischen Innenschale und Außenschale
A konvex gekrümmte Fläche