BESCHREIBUNG
Faseraustrittselement
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Faseraustrittselement gemäß dem Patentanspruch 1, ein Faseraustrittselement gemäß dem Patentanspruch 6, ein Faseraustrittselement gemäß dem Patentanspruch 9, ein Faseraustrittselement gemäß dem Patentanspruch 10 sowie ein optisches Element gemäß dem Patentanspruch 15.
Auf vielen verschiedenen technischen Gebieten werden heutzutage Glasfasern verwendet. Zu den technischen und insbesondere hochtechnischen Anwendungen gehört die Verwendung von Glasfasern zur Lichtübertragung. So werden Glasfasern zur Datenübertragung mittels Licht verwendet; in diesem Fall können die Glasfasern auch als Lichtwellenleiter bzw. als passive Glasfasern bezeichnet werden. Auch werden Glasfasern in der Medizin zum Beispiel zur Beleuchtung sowie zur Erzeugung von Abbildungen zum Beispiel in Mikroskopen, in Inspektionskameras sowie in Endoskopen verwendet. Ferner werden Glasfasern bei Sensoren eingesetzt, welche dann als faseroptische Sensoren bezeichnet werden können.
Ein weiteres Anwendungsgebiet für Glasfasern stellt die Lasertechnik dar. Hier kann die Laserstrahlung als Signallichtstrahlung mittels einer passiven Glasfaser von einer Laserstrahlungsquelle als Signallichtquelle bzw. als Signallichtstrahlungsquelle zu einer Bearbeitungsstelle geleitet werden, um dort zum Beispiel in der Materialbearbeitung oder in der Medizin zum Beispiel ein Schneiden oder ein Schweißen durchzuführen. Auch kann der Laserstrahl als Laserstrahlung auf diese Art und Weise zum Beispiel in der Messtechnik, in der Mikroskopie oder in der Spektroskopie zum Beispiel einer Probe zugeführt werden. Der Einsatz von passiven Glasfasern zur Leitung eines Laserstrahls kann zum Beispiel bei Anwendungen im Maschinenbau, in der Telekommunikation, in der Medizintechnik sowie in der Sensortechnik erfolgen.
Auch können Glasfasern zur Erzeugung bzw. zur Verstärkung von Laserlicht verwendet und als aktive Glasfasern bezeichnet werden. Faserlaser zur Erzeugung von Laserlicht bzw. Faserverstärker zur Verstärkung von Laserlicht weisen hierzu abschnittsweise einen dotierten Faserkern (siehe unten) auf, welcher das aktive Medium des Faserlasers bzw. des Faserverstärkers, d.h. dessen aktive Glasfaser, bildet. Übliche Dotierungselemente des laseraktiven Faserkerns sind insbesondere Neodym, Ytterbium,
Erbium, Thulium und Holmium. Faserlaser bzw. Faserverstärker werden unter anderem in der Industrie für Ultrakurzpulslasersysteme eingesetzt (zum Beispiel bei einer Wellenlänge von ca. 1 pm), in der Messtechnik (zum Beispiel bei LIDAR-Messungen - laser detection and ranging), in medizinischen Anwendungen (zum Beispiel bei einer Wellenlänge von ca. 2 pm) oder in Weltraumanwendungen (zum Beispiel bei einer Wellenlänge von ca. 1,5 pm).
Glasfasern, welche zur Verstärkung des Signallichts wie zum Beispiel der Laserstrahlung bei Faserverstärkern oder zur Erzeugung von Laserstrahlung bei Faserlasern verwendet werden, weisen üblicherweise einen Faserkern (Englisch: fiber core) auf, welcher aus reinem Glas wie zum Beispiel aus reinem Quarzglas besteht und im Fall von passiven Glasfasern häufig mit Germanium dotiert ist; bei aktiven Glasfasern wird üblicherweise eine Dotierung wie zuvor beschrieben verwendet. In bestimmten Fällen kann auch der Fasermantel dotiert sein; dies gilt für passive und für aktive Glasfasern. In Abhängigkeit von der Größe und der numerischen Apertur des Faserkerns kann man zwischen Single- Mode und Multi-Mode Glasfasern unterscheiden. Außerdem kann der Faserkern noch polarisationserhaltende Eigenschaften für das Licht aufweisen und daher als polarisationserhaltende Glasfasern (PM) bezeichnet werden. Auch kann es sich um photonische Kristallglasfasern sowie um Hollow-Core-Glasfasern handeln. Auch wenn sich das Haupanwendungsgebiet auf Glasfasern bezieht, können Polymerfasern oder Fasern aus anderen Materialien, zum Beispiel sogenannte Soft-Glass-Fibers für den mittleren IR Bereich, ebenfalls für derartige Anwendung(en) eingesetzt werden.
Der Faserkern wird üblicherweise radial von außen von wenigstens einem Fasermantel (Englisch: fiber cladding) umgeben, welcher üblicherweise in der Umfangsrichtung geschlossen ist und somit den Faserkern vollständig umgibt, von den beiden offenen Enden der Glasfaser abgesehen.
Üblicherweise werden sowohl passive Glasfasern als auch aktive Glasfasern von einer Faserbeschichtung (Englisch: fiber coating) aus zum Beispiel Polymer vergleichbar dem Fasermantel umgeben, welche dann der Glasfaser zugerechnet werden kann. Die Faserbeschichtung kann dem mechanischen Schutz des gläsernen Inneren der Glasfaser dienen sowie deren optische Eigenschaften beeinflussen. Üblicherweise dient bei Glasfasern, in denen das Licht ausschließlich im Faserkern geführt wird (Englisch: Single-Clad Glasfasern), die Faserbeschichtung primär dem mechanischen Schutz. Glasfasern, die Licht im Faserkern und im Fasermantel führen (Englisch: Double-Clad Glasfasern), sind üblicherweise mit einer Faserbeschichtung zur Erfüllung von mechanischen sowie von optischen Eigenschaften ausgeführt.
Zwei in der Praxis häufig vorkommende Querschnittsformen für den Fasermantel sind zylindrisch und oktogonal. Die oktogonale Form für den Fasermantel wird insbesondere bei aktiven Glasfasern eingesetzt.
Derartige Glasfasern können in großen Längen hergestellt werden und sind üblicherweise als Rollenwaren erhältlich. Der Durchmesser des Fasermantels variiert üblicherweise zwischen ca. 80 pm und ca. 1 mm. Besonders bei den größeren Faserdurchmessern wird in der Praxis häufig schon von Faserstäben gesprochen (Englisch: rod-type fiber).
Für einen Faserverstärker sind typischerweise vier wesentliche passive Faserkomponenten notwendig: ein Signallichtstrahlungseingang als Schnittstelle für die Einspeisung bzw. für die Einkopplung der zu verstärkenden Signallichtstrahlung als Eingangsstrahlung von außerhalb des Faserverstärkers, ein Pumplichtkoppler, welcher die Pumplichtstrahlung nahezu verlustfrei von der Pumplichtquelle in den Mantel der aktiven Glasfaser transportiert, eine Pumplichtfalle, welche nicht absorbiertes Pumplicht aus der aktiven Glasfaser aufnimmt bzw. aus dem Mantel der Glasfaser entfernt, und ein Signallichtstrahlungsausgang, welche die Ausgangsstrahlung formt und bzw. oder führt und hierdurch nach außerhalb des Faserverstärkers auskoppelt und zur Verfügung stellt. Der Signallichtstrahlungsausgang kann auch als Faseraustrittselement oder als Faseraustrittsoptik bezeichnet werden.
Bei einem Faserlaser werden üblicherweise ebenso ein Pumplichtkoppler, eine aktive Glasfaser, eine Pumplichtfalle und ein Signallichtstrahlungsausgang verwendet. Da hier keine Signallichtstrahlung von außerhalb zugeführt sondern die Laserstrahlung innerhalb des Faserresonators zwischen zwei Reflektoren bzw. Spiegelelementen erzeugt wird, entfällt der Signallichtstrahlungseingang.
Als Signallichtstrahlungsausgang bzw. als Faseraustrittselement kann in jedem Fall zum Beispiel ein optisches Fenster mit einer einseitigen Antireflexionsbeschichtung für die entsprechenden Wellenlängen oder eine Linse zur Kollimation der Ausgangsstrahlung dienen. Die Faseraustrittsoptik kann auch eine weitere Glasfaser sein, welche die Ausgangsstrahlung zu einem Bestimmungsort führt. Derartige Faseraustrittsoptiken werden dabei üblicherweise stoffschlüssig zum Beispiel durch Schweißen, auch Spleißen genannt, mit dem offenen Ende der Glasfaser verbunden. Hierdurch kann das Signallicht bzw. das Laserlicht direkt in die Faseraustrittsoptik zum Beispiel als optisches Fenster oder als Linse übergehen und von dort aus nach außerhalb zum Beispiel des Faserverstärkers bzw. Faserlasers austreten. Mittels des optischen Fensters bzw. mittels der Linse kann der Strahl des Signallichts bzw. des Laserlichts dabei aufgeweitet werden, d.h. seinen Querschnitt vergrößern und hierdurch seine Leistungsdichte reduzieren, was für bestimmte Anwendungen günstig bzw. erforderlich sein kann.
Es ist somit bekannt, eine einzelne Glasfaser stoffschlüssig mit einem einzelnen Faseraustrittselement zu verbinden, wie zuvor beschrieben. Für viele Anwendungen, zum Beispiel in der Materialbearbeitung oder in der Medizintechnik, ist es jedoch relevant, mehrere Laserstrahlen in einer möglichst räumlich kompakten und vor allem thermisch und mechanisch hochstabilen Anordnung am Einsatzort zu nutzen.
Dies könnte man zum Beispiel in der Freistrahloptik mit einer beliebigen Anordnung von Mikrolinsen realisieren, aber hierdurch würde man die erheblichen Vorteile der Glasfasertechnologie verlieren.
Werden stattdessen mehrere Glasfasern mit jeweils einem einzelnen Faseraustrittselement miteinander kombiniert, so führt dies zu einem zusätzlichen Aufwand, um die Faseraustrittselemente zueinander anzuordnen und auszurichten, so dass die jeweiligen Signallichtstrahlen wie gewünscht zueinander austreten und genutzt werden können. Dies stellt gleichzeitig eine erhebliche Fehlerquelle bei der Montage dar, welche zu einem schlechten oder sogar unbrauchbaren Endprodukt führen kann. Auch vergrößert dies den Bauraum des Endprodukts zumindest im Bereich der Faseraustrittselemente. Ferner lassen sich gewisse Mindestabstände der einzelnen Glasfasern zueinander nicht vermeiden, welche der Größe der jeweiligen Faseraustrittselemente geschuldet sind, welche parallel zueinander angeordnet werden und gemeinsam das eigentliche Faseraustrittselement bilden.
Das US 6,819,858 B2 beschreibt eine geformte Halterung aus nichtkristallinem Polymermaterial, welche derart konfiguriert ist, dass sie einen Kanal zum Halten eines Siliziumchips mit einer Vielzahl von nebeneinander liegenden V-Nuten aufweist, die in einer oberen Fläche zwischen rechten und linken Seitenabschnitten davon gebildet sind, wobei ein ausgesparter Bereich in dem Kanal hinter dem Chip zur Aufnahme einer Faserpufferbeschichtung vorgesehen ist und eine Kerbe in einem oberen Abschnitt der Halterung zwischen dem Kanal und einem Seitenabschnitt davon gebildet ist, um Verstärkungsfasern eines optischen Faserkabels zu halten, wobei die V-Nut so konfiguriert ist, dass sie jeweils einzelne optische Fasern darin aufnimmt. Zwei solche geformten Halterungen mit Siliziumchips sind sicher zusammengeschichtet, wobei die V-Nut der Chips einander gegenüberliegen, um die optischen Fasern dazwischen zu halten.
Das US 6,978,073 B2 beschreibt ein optisches Faserarray umfassend ein Ausrichtungssubstrat, eine Vielzahl von Ferrulelementen und eine Vielzahl von optischen Fasern. Das Ausrichtungssubstrat hat eine Vielzahl von Führungslöchern, die zweidimensional angeordnet sind und sich durch das Substrat erstrecken. Die Ferrule werden jeweils in der gleichen Richtung in die Führungslöcher eingesetzt und haben Durchgangslöcher in den zentralen Abschnitten. Die optischen Fasern werden in die jeweiligen Durchgangslöcher eingepasst und gehalten. Das Führungsloch wird zu einer zylindrischen Form geformt, deren Durchmesser im Wesentlichen dem Außendurchmesser der Ferrule entspricht. Die Lichteintritts- /Austrittsstirnfläche der optischen Faser ist an einer Stirnfläche der Ferrule freiliegend.
Nachteilig bei den beiden zuvor beschriebenen Druckschriften ist deren mechanisch formschlüssiger und bzw. oder kraftschlüssiger Halt der einzelnen Glasfasern, welcher im Vergleich zu dem zuvor beschriebenen stoffschlüssigen Schweißen bzw. Spleißen als weniger stabil, definiert und bzw. oder langlebig angesehen werden kann. Auch können durch die mechanischen Kräfte dieser Verbindungen mechanische Spannungen innerhalb der gehaltenen Glasfasern erzeugt werden, welche das optische
Übertragungsverhalten der Glasfasern beeinflussen können. Dies kann insbesondere Undefiniert erfolgen und störend auf die Signallichtübertragung wirken.
Nachteilig ist hieran ferner, dass bei dieser Vorgehensweise die freien Enden der Glasfasern, welche die Grenzfläche zwischen dem Material der Glasfaser wie zum Beispiel Glas und der Umgebung wie zum Beispiel Luft bilden, bei der Übertragung von mittleren und hohen optischen Leistungen von einigen Watt bis einigen Kilo-Watt leicht beschädigt oder zerstört werden können.
Die US 2012/045169 Al beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bilden einer Lichtleitfaser- Array-Baugruppe, das umfasst: Bereitstellen einer Vielzahl von Lichtleitfasern einschließlich einer ersten Lichtleitfaser und einer zweiten Lichtleitfaser, Bereitstellen einer Faserarray-Platte, die eine erste Oberfläche und eine zweite Oberfläche umfasst, Verbinden der Vielzahl von Lichtleitfasern mit der ersten Oberfläche der Faserarray-Platte, Übertragen einer Vielzahl von optischen Signalen durch die Lichtleitfasern in die Faserarray-Platte an der ersten Oberfläche der Faserarray-Platte, und Emittieren eines zusammengesetzten Ausgangsstrahls mit Licht aus der Vielzahl von optischen Signalen von der zweiten Oberfläche der Faserarray-Platte. Bei einigen Ausführungen ist die Mehrzahl der optischen Fasern stumpf an die erste Oberfläche der Faseranordnungsplatte geschweißt.
Nachteilig bei der Verbindung des offenen Endes wenigstens einer Glasfaser mit einem optischen Element einer Faseraustrittsoptik ist, dass sowohl bei einem Verkleben mittels eines zusätzlichen Klebstoffs als auch beim Verschmelzen bzw. Verschweißen der Materialien der Glasfaser und des optischen Elementes jeweils Material zwischen das offene Ende der Glasfaser und der Eintrittsfläche des optischen Elementes gelangen kann. Dies kann zu Störungen bei der Einkopplung bzw. Übertragung der Signallichtstrahlung aus dem Kern der Glasfaser in das optische Element an dessen Eintrittsfläche führen.
Wird zur Vermeidung dieser Nachteile das offene Ende stumpf auf die Eintrittsfläche des optischen Elementes aufgesetzt und randseitig durch Verkleben mittels eines zusätzlichen Klebstoffs oder durch Verschmelzen bzw. Verschweißen der Materialien der Glasfaser und des optischen Elementes miteinander stoffschlüssig verbunden, so kann lediglich eine vergleichsweise mechanisch schwache Verbindung zwischen dem offenen Ende der Glasfaser und dem optischen Element an dessen Eintrittsfläche erreicht werden.
Auch kann sich die Ausrichtung des offenen Endes der Glasfaser gegenüber der Eintrittsfläche des optischen Elements bei ungleichmäßiger Klebung bzw. Verschweißung gegen dem stumpfen, d.h. senkrechten, Aufsetzen ändern, was sich entsprechend auf die Ausbreitung des Signallichts der Glasfaser durch das optische Element hindurch auswirken und sogar zur Unbrauchbarkeit der hergestellten Komponente führen.
Nachteilig ist ferner, dass die Eintrittsfläche sowie weitere Flächen des optischen Elements außer dessen Austrittfläche optisch angeraut sein können. Dies kann dazu dienen, um Störlichtstrahlung im optischen Element, zum Beispiel aus dem Mantel der Glasfasern oder reflektiertes Signallichtstrahlung von der Austrittsfläche des optischen Elements, aus dem optischen Element zu extrahieren oder diffus zu reflektieren. Die Reduzierung derartiger Störlichtstrahlung kann insbesondere bei höheren optischen Leistungen für die Umsetzbarkeit der jeweiligen Anwendung bzw. der Reduzierung der Störanfälligkeit des Lasersystems zwingend notwendig sein. Wird auf eine derart optisch angeraute Eintrittsfläche das offene Ende der Glasfaser aufgesetzt und dort randseitig stoffschlüssig verbunden, so kann hierdurch der Übergang der Signallichtstrahlung von dem Kern der Glasfaser in das optische Element hinein ebenfalls von der angerauten Oberfläche beeinträchtigt werden. Die Beeinträchtigungen können sich zum Beispiel auf die Signaltransmission an der Verbindungsstelle, die Strahlqualität oder die Polarisation der Signallichtstrahlung signifikant auswirken. Bei mittleren und hohen optischen Leistungen kann sogar eine Zerstörung des kompletten optischen Elementes als Faseranordnung (Faserarrayplatte) und der angebundenen Lasersysteme erfolgen. Wird daher auf die angeraute Eintrittsfläche verzichtet, so können die Vorteile einer angerauten Oberfläche zumindest bei der Eintrittsfläche des optischen Elements nicht genutzt werden.
Die WO 2020/254661 Al beschreibt ein Faseraustrittselement mit einer Mehrzahl von Glasfasern mit jeweils wenigstens einem Kern, welcher jeweils ausgebildet ist, eine Signallichtstrahlung zu führen, und mit wenigstens einem optischen Element, welches mit jeweils einem offenen Ende der Kerne der Glasfasern verbunden und ausgebildet ist, die Signallichtstrahlung von den offenen Enden der Kerne der Glasfasern zu erhalten und als Austrittsstrahlungen über wenigstens eine Austrittsfläche nach außerhalb abzugeben. Die offenen Enden der Kerne der Glasfasern sind mit jeweils einer Eindringtiefe innerhalb des Materials des optischen Elements angeordnet, wobei wenigstens das Material der offenen Enden der Kerne der Glasfasern mit dem Material des optischen Elements verschmolzen ist.
Die Herstellung des Faseraustrittselements erfolgt, indem in einer Bearbeitungszone des optischen Elements dort, wo die offenen Ende der Kerne der Glasfasern mit der Eindringtiefe in das Material des optischen Elements eingeführt werden sollen, das Material der Eintrittsfläche des optischen Elements entsprechend stark erwärmt und hierdurch aufgeschmolzen wird, beispielsweise mittels eines Laserstrahls.
Werden auf diese Art und Weise mehrere nebeneinander angeordnete Glasfasern nacheinander mit dem optischen Element verbunden, insbesondere bei einer seriellen, d.h. zeitlich versetzten, Anbindung der Glasfasern aus fertigungstechnischen Gründen, so kann der Eintrag der thermischen Energie zum Aufschmelzen des Materials des optischen Elements einer weiteren Glasfaser diejenige Glasfaser beschädigen oder zerstören, welche bereits zuvor mit dem optischen Element verschmolzen wurde und
ausreichend nah zur nun zu verschmelzenden Glasfaser angeordnet ist, um von der hierfür in das optische Element eingebrachten thermischen Energie erreicht zu werden. Diese Gefahr besteht bei jeder weiteren einzubringenden Glasfaser für wenigstens eine entsprechend nah angeordnete bereits zuvor eingebrachte Glasfaser. Dies kann die bereits verschmolzene Glasfaser und damit auch das Faseraustrittselement unbrauchbar machen.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Möglichkeiten zur Herstellung eines eingangs beschriebenen Faseraustrittselements zu verbessern. Insbesondere sollen die, insbesondere nacheinander gefügten, Glasfasern oder Glasfaserpakete beim Verschmelzen mit dem optischen Element besser thermisch geschützt werden können. Dies soll möglichst einfach und bzw. oder kostengünstig erfolgen können. Insbesondere soll dies möglichst ohne eine Veränderung des Fügeprozesses von Glasfasern und optischem Element erfolgen können. Zumindest soll eine Alternative zu den bekannten Herstellungsmöglichkeiten geschaffen werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch mehrere Faseraustrittselemente sowie durch ein optisches Element mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Somit betrifft die vorliegende Erfindung ein Faseraustrittselement mit einer Mehrzahl von Glasfasern mit jeweils wenigstens einem Kern, welcher jeweils ausgebildet ist, eine Signallichtstrahlung zu führen, und mit wenigstens einem optischen Element, vorzugsweise einem optischen Fenster, einer optischen Linse, einem optischen Strahlteiler, einem optischen Prisma oder einem optisches Linsenarray, welches mit jeweils einem offenen Ende der Kerne der Glasfasern verbunden und ausgebildet ist, die Signallichtstrahlung von den offenen Enden der Kerne der Glasfasern zu erhalten und als Austrittsstrahlungen über wenigstens eine Austrittsfläche nach außerhalb abzugeben, wobei die offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner die offenen Enden von die Kerne im Wesentlichen umschließenden Mänteln der Glasfasern, mit jeweils einer Eindringtiefe, vorzugsweise gegenüber einer Eintrittsfläche des optischen Elements, innerhalb des Materials des optischen Elements angeordnet sind, und wobei wenigstens das Material der offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner das Material der offenen Enden der Mäntel der Glasfasern, mit dem Material des optischen Elements verschmolzen ist.
Das erfindungsgemäße Faseraustrittselement ist dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsfläche des optischen Elements wenigstens eine erste Vertiefung aufweist und wenigstens eine erste verschmolzene Glasfaser und eine zweite verschmolzene Glasfaser durch die erste Vertiefung der Eintrittsfläche zueinander beabstandet sind. Es können auch mehrere erste Glasfasern als erstes Glasfaserpaket und mehrere zweite Glasfasern als zweites Glasfaserpaket verwendet werden. In jedem Fall kann eine thermische Entkopplung der beiden Glasfasern bzw. Glasfaserpakete bei der Herstellung, d.h. beim
Aufschmelzen der jeweiligen Bearbeitungszone für den Fertigungsprozess zwischen optischem Element und Glasfaser, erfolgen, da die Hitze der Bearbeitungszone der zweiten Glasfaser die erste Glasfaser, welche bereits zuvor mit dem Material des optischen Element verschmolzen wurde, gar nicht oder lediglich in einem ausreichend geringen Maße erreichen kann, um Beschädigungen der ersten Glasfaser im fortlaufenden Fertigungsprozess zu vermeiden. Dies kann die Herstellungsqualität des Faseraustrittselements verbessern bzw. den Ausschuss qualitativ ungenügender Faseraustrittselemente reduzieren oder sogar die technische Umsetzung einer bestimmten Anordnung von Glasfasern überhaupt erst ermöglichen. Dies kann jeweils die Herstellungskosten reduzieren.
Die Vertiefung erstreckt dabei von der Eintrittsfläche des optischen Elements zumindest im Wesentlichen und vorzugsweise genau in der Erstreckungsrichtung der Glasfasern in das Material des optischen Elements hinein. Die Vertiefung kann durch Materialabtrag, beispielsweise durch Sägen, Fräsen, Ätzen, Lasern oder dergleichen in das Material des optischen Elements eingebracht worden sein. Dies kann vorzugsweise bei der Herstellung des optischen Elements oder bei der Vorbereitung des Fügens, vorzugsweise mittels derselben Bearbeitungsvorrichtung, erfolgen.
Die Vertiefung kann dabei jegliche beliebige Form bzw. Kontur aufweisen, welche geeignet ist, die gewünschte thermische Isolation zwischen den Glasfasern bzw. den Glasfaserpaketen zu erreichen.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die erste Vertiefung der Eintrittsfläche linienförmig ausgebildet und die verschmolzenen Glasfasern sind senkrecht zur linienförmigen Erstreckung der ersten Vertiefung der Eintrittsfläche angeordnet. Dies kann eine besonders wirkungsvolle thermische Entkopplung bei vergleichsweise geringem Eingriff in die Struktur des optischen Elements bzw. dessen Eintrittsfläche ermöglichen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird wenigstens die erste verschmolzene Glasfaser von der ersten Vertiefung oder von einer Mehrzahl von, vorzugsweise kreuzlinienförmigen, Vertiefungen umschlossen. Dies kann eine thermische Entkopplung rings um die erste verschmolzene Glasfaser herum ermöglichen, sodass die Ausbreitung von Hitze von der Bearbeitungszone heraus in alle Richtungen der Eintrittsfläche, d.h. horizontal, unterbunden oder zumindest reduziert werden kann.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Eintrittsfläche des optischen Elements eine Mehrzahl von, vorzugsweise linienförmigen, Vertiefungen auf und eine Mehrzahl von verschmolzenen Glasfasern sind jeweils durch eine der Vertiefungen der Eintrittsfläche zueinander beabstandet. Dies kann es ermöglichen, die zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Aspekte auf entsprechend viele Glasfasern bei deren Verschmelzen im Material der Eintrittsfläche des optischen Elements anzuwenden.
Vorzugsweise sind die verschmolzenen Glasfasern jeweils senkrecht zur linienförmigen Erstreckung der Vertiefungen der Eintrittsfläche angeordnet. Hierdurch können die entsprechenden zuvor beschriebenen Aspekte auf mehrere verschmolzene Glasfasern übertragen werden.
Vorzugsweise werden die verschmolzenen Glasfasern jeweils von einer der Vertiefungen oder von einer Mehrzahl von, vorzugsweise kreuzlinienförmigen, Vertiefungen umschlossen. Hierdurch können die entsprechenden zuvor beschriebenen Aspekte auf mehrere verschmolzene Glasfasern übertragen werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die erste Vertiefung der Eintrittsfläche ringförmig um die erste verschmolzene Glasfaser angeordnet. Dies kann den Gestaltungsspielraum erhöhen. Auch kann hierdurch eine gezielte thermische Isolation der ersten Glasfaser ringsherum in der Ebene senkrecht zur länglichen Erstreckung der ersten Glasfaser erfolgen.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Faseraustrittselement mit einer Mehrzahl von Glasfasern mit jeweils wenigstens einem Kern, welcher jeweils ausgebildet ist, eine Signallichtstrahlung zu führen, und mit wenigstens einem optischen Element, vorzugsweise einem optischen Fenster, einer optischen Linse, einem optischen Strahlteiler, einem optischen Prisma oder einem optisches Linsenarray, welches mit jeweils einem offenen Ende der Kerne der Glasfasern verbunden und ausgebildet ist, die Signallichtstrahlung von den offenen Enden der Kerne der Glasfasern zu erhalten und als Austrittsstrahlungen über wenigstens eine Austrittsfläche nach außerhalb abzugeben, wobei die offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner die offenen Enden von die Kerne im Wesentlichen umschließenden Mänteln der Glasfasern, mit jeweils einer Eindringtiefe, vorzugsweise gegenüber einer Eintrittsfläche des optischen Elements, innerhalb des Materials des optischen Elements angeordnet sind, und wobei wenigstens das Material der offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner das Material der offenen Enden der Mäntel der Glasfasern, mit dem Material des optischen Elements verschmolzen ist.
Das erfindungsgemäße Faseraustrittselement ist dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsfläche des optischen Elements wenigstens eine erste Erhebung aufweist, wobei wenigstens eine erste verschmolzene Glasfaser in der ersten Erhebung der Eintrittsfläche angeordnet ist und wenigstens eine zweite verschmolzene Glasfaser nicht in der ersten Erhebung der Eintrittsfläche der ersten Glasfaser angeordnet ist. Die zweite verschmolzene Glasfaser kann somit auf der Eintrittsfläche des optischen Elements selbst oder auch auf einer zweiten Erhebung der Eintrittsfläche angeordnet sein.
Somit kann der erfindungsgemäße Ansatz, eine thermische Beeinflussung einer ersten bereits verschmolzenen Glasfaser durch das Verschmelzen einer zweiten Glasfaser, insbesondere unmittelbar benachbart, in dem Material der Eintrittsfläche desselben optischen Elements auch dadurch umgesetzt
werden, dass auf die Eintrittsfläche des optischen Elements wenigstens eine erste Erhebung durch Materialauftrag aufgebracht wird, um hierdurch die Bearbeitungszone beim Verschmelzen einer Glasfaser gegenüber der Eintrittsfläche des optischen Elements anzuheben und auch auf diese Art und Weise seitlich, d.h. horizontal, thermisch zu isolieren. Der Materialauftrag kann dabei beispielsweise über additive Verfahren wie 3D-Druck erfolgen.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die zweite verschmolzene Glasfaser in einer zweiten Erhebung der Eintrittsfläche angeordnet. Hierdurch können die zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Aspekte auch auf die zweite verschmolzene Glasfaser übertragen bzw. dort angewendet werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die erste Erhebung, vorzugsweise und die zweite Erhebung, der Eintrittsfläche linienförmig oder punktuell ausgebildet. Hierdurch kann die erste Erhebung wie zuvor beschrieben konkret umgesetzt werden. Dies linienförmig vorzunehmen kann gegebenenfalls den Materialauftrag vereinfachen. Dies punktuell vorzunehmen kann eine thermische Isolation in alle Richtungen in der Horizontalen und die Bearbeitungszone bzw. um die Erhebung herum ermöglichen. Auch kann der Aufwand des Materialauftrags geringgehalten werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Faseraustrittselement mit einer Mehrzahl von Glasfasern mit jeweils wenigstens einem Kern, welcher jeweils ausgebildet ist, eine Signallichtstrahlung zu führen, und mit wenigstens einem optischen Element, vorzugsweise einem optischen Fenster, einer optischen Linse, einem optischen Strahlteiler, einem optischen Prisma oder einem optisches Linsenarray, welches mit jeweils einem offenen Ende der Kerne der Glasfasern verbunden und ausgebildet ist, die Signallichtstrahlung von den offenen Enden der Kerne der Glasfasern zu erhalten und als Austrittsstrahlungen über wenigstens eine Austrittsfläche nach außerhalb abzugeben, wobei die offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner die offenen Enden von die Kerne im Wesentlichen umschließenden Mänteln der Glasfasern, mit jeweils einer Eindringtiefe, vorzugsweise gegenüber einer Eintrittsfläche des optischen Elements, innerhalb des Materials des optischen Elements angeordnet sind, und wobei wenigstens das Material der offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner das Material der offenen Enden der Mäntel der Glasfasern, mit dem Material des optischen Elements verschmolzen ist.
Das erfindungsgemäße Faseraustrittselement ist dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine erste verschmolzene Glasfaser und eine zweite verschmolzene Glasfaser durch wenigstens ein Abstandselement, vorzugsweise als Glasfaser, besonders vorzugsweise als kernlose Glasfaser, zueinander beabstandet sind.
Das Abstandselement kann insbesondere ein Stück einer Glasfaser und ganz besonders ein Stück einer kernlosen Glasfaser, welche lediglich das Material des Mantels aufweist, sein, sodass gleiche bzw.
vergleichbare Materialien verwendet bzw. miteinander kombiniert werden können. Das Abschlusselement kann jedoch auch aus einem anderen beliebigen geeigneten Material ausgebildet sein.
Das Abstandselement kann nach dem Verschmelzen der Glasfasern wieder entfernt werden oder dort verbleiben. In letzterem Fall kann das Abstandselement zusammen mit der Glasfaser in den optische Element verschmolzen werden.
In jedem Fall kann hierdurch vor dem, vorzugsweise gemeinsamen, Verschmelzen der Glasfasern in der Eintrittsfläche des optischen Elements eine Beabstandung bzw. eine Positionierung der zu verschmelzenden Glasfasern gegenüber einander erfolgen, was die Genauigkeit der Positionierung erhöhen, die flexible Einstellung des Faser-zu-Faser-Abstands ermöglichen und bzw. oder ebenfalls eine gewisse thermische Isolation und bzw. oder eine gewisse mechanische Stabilität beim Verschmelzen untereinander bewirken kann.
Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren ein Faseraustrittselement mit einer Mehrzahl von Glasfasern mit jeweils wenigstens einem Kern, welcher jeweils ausgebildet ist, eine Signallichtstrahlung zu führen, und mit wenigstens einem optischen Element, vorzugsweise einem optischen Fenster, einer optischen Linse, einem optischen Strahlteiler, einem optischen Prisma oder einem optisches Linsenarray, welches mit jeweils einem offenen Ende der Kerne der Glasfasern verbunden und ausgebildet ist, die Signallichtstrahlung von den offenen Enden der Kerne der Glasfasern zu erhalten und als Austrittsstrahlungen über wenigstens eine Austrittsfläche nach außerhalb abzugeben.
Das erfindungsgemäße Faseraustrittselement ist dadurch gekennzeichnet, dass die offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner die offenen Enden der Mäntel der Glasfasern, jeweils mit einem ersten offenen Ende eines Übergangselements stoffschlüssig verbunden, vorzugsweise verschmolzen, sind, wobei die zweiten offenen Enden der Übergangselemente mit jeweils einer Eindringtiefe, vorzugsweise gegenüber einer Eintrittsfläche des optischen Elements, innerhalb des Materials des optischen Elements angeordnet sind, und wobei wenigstens das Material der zweiten offenen Enden der Übergangselemente mit dem Material des optischen Elements verschmolzen ist.
Mittels des Übertragungselements kann somit zum einen eine Übertragung bzw. eine Leitung der Signallichtstrahlung von der ersten Glasfaser zur Eintrittsfläche des optischen Elements erfolgen. Zum anderen können die erste Glasfaser und die Eintrittsfläche des optischen Elements mittels des Übertragungselements indirekt verbunden werden, sodass das Verschmelzen in der Eintrittsfläche des optischen Elements mittels des Übertragungselements und nicht mittels der ersten Glasfaser erfolgt. Auch hierdurch kann die erste Glasfaser thermisch geschützt und ggfs. verbesserte optische und bzw. oder mechanische Eigenschaften erzielt werden.
Vorzugsweise sind die Übergangselemente Übergangsfasern, welche jeweils einen Kern und bzw. oder einen Mantel, vorzugsweise einen den Kern im Wesentlichen umschließenden Mantel, aufweisen. Somit können als Übergangsfasern Faserkerne, kernlose Fasermäntel und bzw. oder Faserkerne mit Fasermänteln verwendet werden. Dies kann jeweils alleinig oder in gemischter Form erfolgen. Dies kann die Umsetzung vereinfachen und bzw. oder die Übertragung der Signallichtstrahlung begünstigen.
Vorzugsweise weisen die Übergangsfasern Kerne auf, welche den gleichen Durchmesser wie die Kerne der Glasfasern aufweisen. Vorzugsweise weisen die Kerne der Übergangsfasern die gleiche numerische Apertur wie die Kerne der Glasfasern auf. Alternativ oder zusätzlich weisen die Übergangsfasern dann vorzugsweise einen unterschiedlichen Fasermanteldurchmesser auf, also vorzugsweise einen größeren oder kleineren Fasermanteldurchmesser als die Mäntel der Glasfasern. Außerdem kann am Übergang von den Glasfasern zu den Übergangsfasern zur Erhaltung von Signaleigenschaften ein Modenfeldadapter realisiert werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die Übergangselemente zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, breiter als die Glasfasern ausgebildet, wobei vorzugsweise die Übergangselemente zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, aneinander anliegen. Hierdurch können die Übertragungselemente gleichzeitig als Abstandselement dienen, wie zuvor bereits beschrieben.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Eintrittsfläche winkelig zur Austrittsfläche angeordnet und bzw. oder die Eintrittsfläche wenigstens zwei Abschnitte auf, welche winkelig zueinander und bzw. oder zur Austrittsfläche angeordnet sind. Dies kann jeweils den Gestaltungsspielraum des Faseraustrittselements erhöhen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Austrittfläche des optischen Elements zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollflächig, eine optische Beschichtung, vorzugsweise eine optische Anti- Reflektionsbeschichtung, auf. Hierdurch kann der Übergang von Strahlung durch die Austrittsfläche aus dem optischen Element hinaus und bzw. oder von der Seite der Austrittsfläche in das optische Element hinein beeinflusst werden. Insbesondere kann durch eine optische Anti-Reflektionsbeschichtung das Eindringen von Störstrahlung von außerhalb des optischen Elements verhindert oder zumindest reduziert werden. Eine derartige Beschichtung kann entsprechend gewählt werden, um die relevanten Wellenlängen bzw. Wellenlängenbereiche zu reflektieren. Dies kann das Maß von Störstrahlung innerhalb des optischen Elements reduzieren.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist wenigstens eine, vorzugsweise einige, besonders vorzugsweise alle, der Glasfasern wenigstens einen Mantel auf, welcher den Kern im Wesentlichen umschließt, wobei im Bereich des Faseraustrittselements wenigstens eine Pumplichtfalle, vorzugsweise
als Vertiefungen, in dem Material des Mantels der Glasfaser ausgebildet ist, um Mantellicht aus dem Mantel der Glasfaser nach außerhalb der Glasfaser abzuführen. Eine derartige Pumplichtfalle kann auch als Mantellichtentferner oder als Cladding-Light-Stripper bezeichnet werden. Hierdurch kann störendes Mantellicht unmittelbar vor dem optischen Element aus den Mänteln der Glasfasern entfernt und bzw. oder rücklaufendes Mantellicht vom optischen Element reduziert werden. Dies kann den Eintrag von Störstrahlungen in das optische Element reduzieren.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist wenigstens die Eintrittsfläche des optischen Elements, vorzugsweise sind alle Außenflächen des optischen Elements außer der Austrittfläche des optischen Elements, optisch angeraut ausgebildet und wenigstens die Austrittfläche des optischen Elements, vorzugsweise genau die Austrittfläche des optischen Elements, ist mit optisch glatter Oberflächenqualität ausgebildet. Eine optisch angeraute Oberfläche kann beispielsweise mittels einer Bearbeitung mit einem mechanischen Werkzeug wie zum Beispiel durch Schleifen aber auch mittels eines Laserstrahls als Werkzeug erfolgen. Eine optisch glatt ausgebildete Oberfläche kann ebenfalls mittels einer Bearbeitung mit einem mechanischen Werkzeug wie zum Beispiel durch Polieren aber auch mittels eines Laserstrahls als Werkzeug erfolgen. Eine optisch glatte Oberflächenqualität ist gegeben, wenn bei der entsprechenden Wellenlänge bzw. bei dem entsprechenden Wellenlängenbereich der Signallichtstrahlung die notwendigen optischen Eigenschaften beim Austritt über die Austrittsfläche für die jeweilige Anwendung größtenteils erhalten werden können bzw. eine entsprechende optische Beschichtung fachgerecht aufgebracht werden kann. Häufig wird zur Bewertung der Oberflächenqualität unter anderem die Scratch-Dig-Spezifikation der Norm MIL-PRF-13830B herangezogen.
Eine optisch angeraute Oberfläche des optischen Elements kann für dessen Außenflächen außer der Austrittsfläche vorteilhaft sein, um Störstrahlungen aus dem optischen Element austreten zu lassen und hierdurch im Volumen des optischen Elements zu reduzieren. Ein derartiges Störlicht kann Mantellicht aus dem Mantel der Glasfasern sein. Auch kann es an den Seitenflächen des optischen Elements zu Reflexion der Signalstrahlungen kommen. Außerdem kann Signallichtstrahlung im optischen Element an der Austrittsfläche teilweise in Form von Störlicht reflektiert werden. Ferner kann Signallichtstrahlung durch Reflexion von außen, zum Beispiel vom Bearbeitungs- oder Anwendungsort der Signallichtstrahlung, erneut ins optische Element gelangen. Zur Reduzierung der genannten Störlichtstrahlungen im optischen Element und damit zur Gewährleistung eines sicheren Betriebszustandes kann wie bereits erwähnt eine optisch angeraute Oberfläche vorteilhaft sein.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind wenigstens einige, vorzugsweise alle, der offenen Enden der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise ferner die offenen Enden von die Kerne im Wesentlichen umschließenden Mänteln der Glasfasern, mit jeweils der gleichen Eindringtiefe oder mit jeweils einer unterschiedlichen Eindringtiefe innerhalb des Materials des optischen Elements angeordnet. Die
Verwendung der gleichen Eindringtiefe kann die Herstellung vereinfachen. Durch die Variation der Eindringtiefe zwischen einzelnen Glasfasern können die Austrittsstrahlungen bzw. ein hieraus kombinierter Austrittstrahl in seinen optischen Eigenschaften beeinflusst werden. Mit anderen Worten können die Signallichtstrahlungen der einzelnen Glasfasern aufgrund ihrer unterschiedlichen Eindringtiefe in das optische Element dort unterschiedlich lange optische Wegstrecken durchlaufen und somit an der Austrittsfläche des optischen Elements unterschiedliche optische Eigenschaften wie zum Beispiel unterschiedliche Strahldurchmesser aufweisen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weisen wenigstens einige, vorzugsweise alle, der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise und bzw. oder einige, vorzugsweise alle, die Kerne im Wesentlichen umschließenden Mäntel der Glasfasern, zumindest im Bereich des Faseraustrittselements in ihrer länglichen Erstreckungsrichtung einen gleichbleibenden oder unterschiedlichen Durchmesser und bzw. oder einen gleichbleibenden oder unterschiedlichen Querschnitt auf. Dies kann die Gestaltungsmöglichkeiten der Ausgangsstrahlungen erhöhen.
Dabei können durch Ätzen vor dem Schweißprozess die Durchmesser der Glasfasern bzw. deren Mäntel gezielt reduziert werden, so dass zum Beispiel die Kerne der Glasfasern im optischen Element räumlich näher aneinander gebracht werden können. Auch durch Tapern können die Durchmesser der einzelne Glasfasern reduziert werden, was auch zu den vorher beschreiben geometrischen Vorteilen führen kann. Zusätzlich kann beim Tapern noch der Modenfelddurchmesser des Signals vor dem Schweißprozess modifiziert werden, um gewünschte Eigenschaften des kombinierten Austrittsstrahls zu erzielen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weisen wenigstens einige, vorzugsweise alle, der Kerne der Glasfasern, vorzugsweise und bzw. oder einige, vorzugsweise alle, die Kerne im Wesentlichen umschließenden Mäntel der Glasfasern, das gleiche oder unterschiedliche Materialien und bzw. oder den gleichen oder unterschiedliche Durchmesser und bzw. oder den gleichen oder unterschiedliche Querschnitte, vorzugsweise kreisrund, rechteckig, quadratisch oder oktogonal, auf. Hiervon ist vorzugsweise auch umfasst, dass Single-Mode Glasfasern, Large-Mode Area Glasfasern, Multi-Mode- Glasfasern, polarisationserhaltende Glasasfern, photonische Kristallglasfasern und Multikern-Glasfasern verwendet werden können. Dies kann die Gestaltungsmöglichkeiten der Ausgangsstrahlungen erhöhen.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein optisches Element zur Verwendung in einem Faseraustrittselement wie zuvor beschrieben. Hierdurch kann ein optisches Element wie zuvor beschrieben zur Verfügung gestellt werden, um das erfindungsgemäße Faseraustrittselement herstellen zu können.
Mit anderen Worten betrifft die vorliegende Erfindung eine optische Komponente und ein Herstellungsverfahren zur kompakten Zusammenführung und Formung von Licht mit optischen Glasfasern.
Optische Glasfasern werden heute typischerweise zur Erzeugung von Laserstrahlung oder zum Transport von Laserstrahlung (engl. beam delivery) vom Laser zum Einsatzort verwendet. Hierbei kann es sich z.B. um Single- oder Multi-Mode Glasfasern, polarisationserhaltende Glasfasern (PM) oder Photonische Kristallglasfasern sowie Hollow-Core-Glasfasern handeln, um nur einige Beispiele an am Markt verfügbaren Glasfasertypen zu benennen. Die im Folgenden dargestellten optischen Komponenten und Verfahren zur Herstellung dieser Komponenten beziehen sich deshalb auf die vollständige Bandbreite der am Markt verfügbaren Glasfasertypen. Auch wenn sich das Haupanwendungsgebiet auf Glasfasern bezieht, können Polymerfasern oder Fasern aus anderen Materialien, z.B. sogenannte Soft-Glass-Fibers für den mittleren IR Bereich, ebenfalls für diese Anwendung(en) eingesetzt werden.
Für viele Anwendungen, z.B. in der Materialbearbeitung, Medizintechnik, Telekommunikation der Messtechnik ist es jedoch relevant mehrere Laserstrahlen in einer möglichst räumlich kompakten und vor allem thermisch und mechanisch hochstabilen Anordnung am Einsatzort zu nutzen. Außerdem ist es aufgrund der Limitierung der optischen Ausgangsleistung von Lasersystemen wünschenswert die Laserstrahlung von einzelnen Lasersystemen kohärent oder inkohärent zu überlagern. Dies könnte man z.B. in der Freistrahloptik mit einer beliebigen Anordnung von separaten oder aneinander angebundenen Glasfasern mit Mikrolinsen realisieren, aber mit der Nutzung von Freistrahloptik würde man die erheblichen Vorteile der Glasfasertechnologie verlieren, z.B. mechanische und thermische Stabilität.
Um diese Problematik zu überwinden, können mehrere Glasfasern in einer beliebigen Anordnung an ein optisches Element geschweißt (gespleißt, engl. Fusion Splicing) werden, siehe beispielsweise WO 2020/254661 Al. Hierdurch kann ein ein- oder zweidimensionales Faserarray realisiert werden. Durch das Schweißen (Spleißen) realisiert man eine monolithische optische Komponente, die eben insbesondere für mittlere und hohe optische Leistungen geeignet ist und gleichzeitig in kompakter Form eine glasfaserbasierte Lichtleitung und -formung (üblicherweise räumlich) von Energiestrahlung vorzugsweise Laserstrahlung in einer rauen industriellen Umgebung oder in einem Bereich mit hohen Sicherheitsaspekten, wie z.B. in der Medizintechnik, oder in einem Anwendungsbereich mit extrem hohen Temperaturanforderungen oder die kohärente sowie inkohärente Kombination von Laserstrahlung ermöglicht. Wobei neben dem typischen Schweißen auch andere Verbindungstechniken genutzt werden könnten. Das optische Element kann ein Glasblock, ein optisches Fenster, eine Linse, ein Siliziumchip mit optischen Wellenleitern oder jedes beliebige andere optische Element sein, das zur
optischen Strahlführung in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen und bzw. oder optischen Leistungsklassen eingesetzt werden kann.
Beim Fügen der Glasfasern mit dem optischen Element wird die Glasfaser mit einer gewissen Eindringtiefe gegenüber der Eintrittsfläche des optischen Elementes mit dem optischen Element verbunden, z.B. durch einen Schweißprozess, siehe beispielsweise WO 2020/254661 Al.
Werden die Glasfasern mit einen geringen Faser-zu-Faserabstand an das optische Element gefügt, dann besteht die Möglichkeit, dass durch die hohen Schweißtemperaturen - bei Quarzglas im Bereich von 2000°C - bereits angebundene benachbarte Glasfasern beschädigt werden. Das heißt die Prozesszone hat beim Schweißen eine solch große räumliche Ausdehnung im optischen Element, sodass eine Schädigung anderer (benachbarter) Glasfasern eintreten kann.
Um diese thermische Schädigung zu minimieren können zwischen den Glasfasern Vertiefungen (siehe Figuren la bis lc) eingebracht oder Stege (siehe Figur ld) aufgebracht werden, die den Wärmefluss bzw. die Ausbreitung der Energie im optischen Element zumindest im oberflächennahen Bereich unterbinden.
Die Vertiefungen können in beliebiger Form ausgeführt werden, parallel, trapezförmig, gaußförmig oder bei 2-dimensinalen Faserarrays z.B. in Form von Bohrungen oder Ringen. In der Praxis ist die genaue Form der Vertiefungen bzw. der Stege typischerweise von der Verwendung des jeweiligen Werkzeugs zur Ausführung der Vertiefungen bzw. Stege abhängig. Als Werkzeug zur Einbringung von Vertiefungen kann z.B. eine Säge, ein Laser oder auch ein Ätzprozess eingesetzt werden. Das Aufbringen von Stegen kann z.B. durch additive Fertigung, z.B. mit einem glasbasierten 3D-Druck realisiert werden. Dabei können die Stege durch den Aufbau, die Geometrie und der Wahl des Materials sehr flexibel gestaltet werden. Die Vertiefungen können prozesstechnisch bedingt auch mit einem beliebigen Material gefüllt werden. Durch Vertiefung kann auch ein Luftstrom geführt werden, um den Kühlprozess beim Fügeprozess gezielter zu steuern. Die Länge der Vertiefung und die Breite der Vertiefung kann je nach Aufbau des Faserarrays beliebig gewählt werden, um die entsprechende thermische Isolation zu erzielen. Die Vertiefungen und die Breite der Vertiefungen können innerhalb eines optischen Bauteils gleich oder auch unterschiedlich ausgeführt sein. Die Vertiefungen und die Breite der Vertiefungen können typischerweise im Bereich von einigen Mikrometer bis einige Millimeter variieren. Es können gleiche oder unterschiedliche Glasfasern an ein optisches Element angebunden werden (Fasertyp, Durchmesser, ...). Der Faser-zu-Faserabstand kann für ein optisches Element gleich oder unterschiedlich sein oder ggf. ein Gradient ausweisen, z.B. von links nach rechts oder von der Mitte nach außen.
Die Figuren la bis lc zeigen den potentiellen Aufbau eines 2-dimensionalen Faserarrays mit Vertiefungen sowie die Figur ld mit Stegen, um die einzelnen Faserreihen beim Fügeprozess thermisch
voneinander zu isolieren. Entlang der einzelnen Stege können zwischen den Glasfasern ebenfalls Vertiefungen eingebracht sein (nicht dargestellt). Weitere beispielhafte Ausführungsbeispiele sind aus der Abb. 2a, 2b und 3 ersichtlich. Die Vertiefungen und Stege können durch ihre Beschaffenheit neben der thermischen Isolation auch eine (I) thermische, (II) mechanische und (III) optische Funktion im Betrieb des Faserarray ausüben, z.B. (I) Kühlung an der Schweißverbindung beim Transport von hohen optischen Leistungen durch das Faserarray, (II) Erhöhung der mechanischen Stabilität der Schweißverbindung zwischen Glasfaser und optischen Element und (III) Beeinflussung der optischen Strahlpropagationseigenschaften im Faserarray. In besonderen Fällen kann es auch sinnvoll sein die Glasfasern in den Vertiefungen mit dem optischen Element zu verbinden und die Stege als Schutz im Fügeprozess zu nutzen.
Außerdem können einzelne Glasfasern oder alle Glasfasern unter einem bestimmten Winkel zur Eintrittsfläche mit dem optischen Element verbunden werden. An die Glasfasern können Laserstrahlquellen oder andere Strahlquellen (kohärent oder inkohärent, ggf. polarisationserhaltend, ggf. gepulst) angebunden werden. Somit kann die elektromagnetische Strahlung von mehreren Laserstrahlquellen oder anderen Strahlquellen an den Einsatzort transportiert werden.
Dabei können die Strahlquellen bzw. die Leistungsanteile in den optischen Glasfasern gleichzeitig, zeitlich versetzt oder mit einer für den Prozess sinnvollen zeitlichen Modulation der einzelnen Leistungsanteile in den optischen Glasfasern betrieben werden. Die Strahlquellen können baugleich sein oder sich z.B. in der Polarisation, in der Wellenlänge oder in der optischen Pulslänge unterscheiden. Außerdem ist es möglich die Leistung bzw. einzelne spektrale Leistungsanteile einer Strahlquelle oder ggf. Laserstrahlquelle auf die Glasfasern in beliebigen Teilungsverhältnissen zu übertragen. Der Laser oder eine beliebige andere Lichtquelle kann kontinuierlich oder gepulst arbeiten. Die Glasfasern können auch zur kohärenten oder inkohärenten Kombination von Laserstrahlquellen genutzt werden.
Hier gibt es je nach Anwendung zahlreiche Variationsmöglichkeiten basierend auf den zur Verfügung stehenden Eigenschaften der Lasersysteme bzw. anderer verfügbarer Lichtquellen. Das optische Element kann z.B. ein optisches Fenster mit oder ohne optische Beschichtung oder eine Linse sowie ein optischer Strahlteiler oder ein Mikrolinsenarray sein, um nur einige Beispiele an optischen Elementen zu benennen. Das optische Element kann auch aus einer Vielzahl von optischen Einzelelementen bestehen, z.B. einem Array von Mikrolinsen oder einem flexiblen Material (z.B. Polymer) mit brauchbaren optischen Eigenschaften für die jeweilige Anwendung. Das optische Element kann auch aus verschiedenen Materialien bestehen oder in seine Materialeigenschaften über seine Dimension (x-, y- und z Richtung) variieren, z.B. durch partielle Dotierung des optischen Elements. Besteht das optische Element aus verschiedenen Materialien, so können diese verklebt, geschweißt oder gebondet sein.
Werden Glasfasern mit einen bestimmten Faser-zu-Faser Abstand an ein optisches Element angebunden (Fügeprozess), in einem gleichmäßigen, unterschiedlichen oder z.B. graduellen Abstand, können zur Einstellung des Faser-zu-Faser Abstands zwischen den Glasfasern präzise Spacer (Abstandshalter) eingesetzt werden (siehe Figur 4). Die Spacer können Glasfasern sein oder beliebige andere Körper mit beliebigen Formen und aus beliebigen Materialien. Typischerweise erstrecken sich die Spacer über einen Längenbereich von einigen 10 mm entlang des Fasermantels, können aber auch nur punktuell in bestimmten Bereich zur Einstellung des Abstandes der Glasfasern eingesetzt werden. Die Spacer können z.B. auch keilförmig ausgebildet sein, um die Glasfasern in einem bestimmten Winkel zueinander zu positionieren. Typischerweise werden die Spacer zwischen dem Mantel der Glasfasern positioniert. Der Spacer kann aber z.B. auch zwischen der Beschichtung der Fasern platziert werden. Die Spacer können ggf. im optischen Element mit verschweißt werden, wie beispielhaft in Abb. 4 dargestellt.
Der Spacer kann neben der Einstellung des Faser-zu-Faser Abstand auch optische Funktionen ausführen, z.B. als Cladding Light Stripper fungieren oder thermische Prozess bei mittleren und hohen optischen Leistungen steuern (z.B. Kühlung). Der Spacer kann außerdem die mechanische Stabilität der Faserarrayanordnung verbessern. Typischerweise werden die Spacer zur Einstellung von Faser-zu-Faser Abständen im Bereich von einigen 10 Mikrometern bis zu einigen Millimetern eingesetzt. In der Abb. 4 sind die Spacer zwischen den Glasfasern als Einzelstücke ausgebildet. Es ist ebenfalls sinnvoll die Spacer als ein z.B. flächenförmiges Element (aus einem Stück) auszubilden, dass z.B. Rillen oder V-Grooves zur Positionierung der Glasfasern besitzt und zunächst an das optische Element angebunden, ggf. auch angeschweißt oder aufgedruckt (additive Fertigung) wird und dann als Spacer und Stützelement für die Glasfasern dient.
Zur Verbesserung bzw. Optimierung der mechanischen, thermischen oder optischen Eigenschaften des Faserarrayelementes können Übergangsfasern eingesetzt werden (siehe Figuren 5a und 5b). Außerdem können die Übergangsfasern aus prozesstechnischen Gründen eingesetzt werden, z.B. zur Verbesserung des Fügeprozesses oder zur besseren Positionierung der Glasfasern vor dem bzw. beim Fügen, z.B. indem die Übergangsfasern gleichzeitig als Spacer (Abstandshalter) fungieren. Die Übergangsfasern werden mit dem optischen Element verbunden, z.B. verschweißt (siehe Figuren 5a und 5b). Die Übergangsfasern werden an die Glasfasern des Faserarrays z.B. durch Spleißen angebunden. Je nach Ausführung der Übergangsfaser kommen auch andere Fügeprozesse in Betracht. Die Übergangsfasern können zur Verbesserung der aufgeführten Eigenschaften für das Faserarrayelement und bzw. oder den Fertigungsprozess aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Formen ausgeführt werden.
Es ist hier noch einmal ausdrücklich zu erwähnen, dass der Begriff Übergangsfaser nicht ausschließlich auf Fasern zu beziehen ist. Die Übergangsfaser kann auch als Übergangselement definiert werden. Die Übergangsfaser (auch Übergangselement) kann die optischen Eigenschaften des Lichts bzw. der
Laserstrahlung passiv oder aktiv steuern, je nach Wahl der Übergangsfaser bzw. des Übergangselements (Material, Form, optischer Aufbau, ...).
Die Länge der Übergangsfasern sowie die Dicke der Übergangsfasern können je nach Zielstellung beliebig variieren, auch innerhalb eines Faserarrayelementes. Die Länge der Übergangsfasern beträgt typischerweise einige 100pm bis einige 10mm. Die Übergangsfaser besteht typischerweise aus Kern und Mantel, kann z.B. aber auch in einer kernlosen Variante ausgeführt sein. Der Übergangsfaser kann außerdem verjüng (getapert) sein. Vor sowie in der Übergangsfaser kann ein Cladding Light Stripper eingebracht werden. Die Übergangsfaser kann z.B. zur Beeinflussung der optischen Eigenschaften, wie die Strahlqualität, die Polarisation, die optische Leistungsstabilität sowie zur Strahlformung, im Faserarray genutzt werden.
Mehrere Ausführungsbeispiele und weitere Vorteile der Erfindung werden nachstehend im Zusammenhang mit den folgenden Figuren rein schematisch dargestellt und näher erläutert. Darin zeigt:
Figur la eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels von der Seite;
Figur lb eine perspektivische Darstellung der Ansicht der Figur la von schräg oben;
Figur lc eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels von schräg oben;
Figur ld eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels von schräg oben;
Figur 2a eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines vierten Ausführungsbeispiels von der Seite;
Figur 2b eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines fünften Ausführungsbeispiels von der Seite;
Figur 3 eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines sechsten Ausführungsbeispiels von der Seite;
Figur 4 eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines siebten Ausführungsbeispiels von der Seite;
Figur 5a eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines achten Ausführungsbeispiels von der Seite; und Figur 5b eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements gemäß eines neunten Ausführungsbeispiels von der Seite.
Die o.g. Figuren werden in kartesischen Koordinaten betrachtet. Es erstreckt sich eine Längsrichtung X, welche auch als Tiefe X oder als Länge X bezeichnet werden kann. Senkrecht zur Längsrichtung X erstreckt sich eine Querrichtung Y, welche auch als Breite Y bezeichnet werden kann. Senkrecht sowohl
zur Längsrichtung X als auch zur Querrichtung Y erstreckt sich eine vertikale Richtung Z, welche auch als Höhe Z bezeichnet werden kann. Die Längsrichtung X und die Querrichtung Y bilden gemeinsam die Horizontale X, Y, welche auch als horizontale Ebene X, Y bezeichnet werden kann.
Figur la zeigt eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels von der Seite. Figur lb zeigt eine perspektivische Darstellung der Ansicht der Figur la von schräg oben. Das Faseraustrittselement 1, 2 kann auch als Signallichtstrahlungsausgang 1, 2, als Faseraustrittsoptik 1, 2 oder als Faserarray 1, 2 bezeichnet werden.
Das Faseraustrittselement 1, 2 weist eine Mehrzahl von Glasfasern 1 auf, welche jeweils einen Kern 10 besitzen, welcher jeweils von einem Mantel 11 und der Mantel 11 von einer Beschichtung 12 zylindrisch umschlossen wird. Die Querschnitte bzw. die Konturen der Kerne 10, der Mäntel 11 und der Beschichtungen 12 sind jeweils kreisförmig. In ihrer länglichen Erstreckungsrichtung enden die Glasfasern 1 in der vertikalen Richtung Z auf einer gemeinsamen gleichen Höhe mit jeweils einem offenen Ende (nicht bezeichnet). Dabei erstrecken sich die Kerne 10 und die Mäntel 11 der Glasfasern 1 gleichweit und enden gemeinsam an dem jeweiligen offenen Ende. Die Beschichtungen 12 sind jeweils in der vertikalen Richtung Z auf gleicher Höhe zu den offenen Enden der Glasfasern 1 beabstandet.
Das Faseraustrittselement 1, 2 weist ferner ein optisches Element 2 auf, welches auch als optisches Fenster 2, als optische Linse 2, als optischer Strahlteiler 2, als optisches Prisma 2 oder einem optisches Linsenarray 2 bezeichnet werden kann. Ein optischer Grundkörper 20 des optischen Elements 2 in Form eines Glaskörpers 20 ist beispielsweise gemäß der Figur lb quaderförmig ausgebildet und weist in der vertikalen Richtung Z nach oben zeigend eine Eintrittsfläche 21 und gegenüberliegend nach unten zeigend eine Austrittsfläche 24 auf. Die vier Seiten des quaderförmigen optischen Elements 2 werden von den Seitenflächen 25 gebildet. An der Unterseite des optischen Elements 2 ist eine optische Beschichtung 26 in Form einer Anti-Reflektionsbeschichtung 26 flächendeckend aufgebracht, welche dem optischen Element 2 zugerechnet werden kann, sodass die Austrittsfläche 24 des optischen Elements 2 mit der Unterseite bzw. Außenseite der Anti-Reflektionsbeschichtung 26 zusammenfällt.
Die Seitenflächen 25 sowie die Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 sind dabei optisch angeraut, um das Austreten von Störstrahlungen aus dem optischen Element 2 hinaus zu begünstigen. Die Unterseite bzw. die Austrittsfläche 24 des optischen Elements 2, welche von der optischen Beschichtung 26 abgedeckt wird, ist optisch glatt ausgebildet, um hierdurch den Austritt der Austrittstrahlungen zu begünstigen.
Die Mäntel 11 der Glasfasern 1 weisen in dem Bereich, in dem die Beschichtungen 12 entfernt sind, jeweils eine Pumplichtfalle (nicht dargestellt) auf, welche auch als Mantellichtentferner oder als
Stripping-Element bezeichnet werden kann und in Form von ringförmigen Vertiefungen ausgebildet ist. Durch die Ausrichtung der ringförmigen Vertiefungen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Signallichtstrahlungen A bzw. der länglichen Erstreckungsrichtung der Glasfasern 1 kann störendes Mantellicht unmittelbar vor Erreichen des optischen Elements 2 aus den Mänteln 11 der Glasfasern 1 nach außen hin ausgekoppelt werden. Auf diese Art und Weise kann der Eintrag von Störstrahlungen seitens des Mantellichts in das optische Element 2 vermieden werden. Auch rücklaufendes Mantellicht, vom optischen Element kommend, kann reduziert werden.
Die offenen Enden der Kerne 10 und der Mäntel 11 der Glasfasern 1 sind dabei mit einer Eindringtiefe W gegenüber der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 innerhalb des Materials des optischen Elements 2 angeordnet. Die Materialien der Kerne 10 und der Mäntel 11 der Glasfasern 1 sind hierzu mit dem Material des optischen Elements 2 verschmolzen worden, wie weiter unten noch näher beschrieben werden wird. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass Signallichtstrahlungen A zum Beispiel in Form von Laserlichtstrahlungen A möglichst störungsfrei und vollständig in das optische Element 2 eingeleitet werden können. Die in das optische Element 2 eingeleiteten Signallichtstrahlungen A können dieses durchlaufen und als Austrittsstrahlungen (nicht dargestellt) über die Austrittsfläche 24 des optischen Elements 2 nach außen austreten. Die Austrittsstrahlungen können hierdurch auch einen kombinierten Ausgangstrahl bilden. Auch kann hierdurch die mechanische Stabilität der stoffschlüssigen Verbindung zwischen den Glasfasern 1 und dem optischen Element 2 verbessert werden.
Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 kann derart erfolgen, dass einzelne Glasfasern 1 nacheinander einzeln oder gruppiert im Material der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 bzw. dessen optischen Körpers 20 verschmolzen werden. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass eine Laserstrahlung auf eine Stelle bzw. auf einen Bereich der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 gerichtet wird, um diese Stelle bzw. diesem Bereich als Bearbeitungszone ausreichend zu erhitzen, sodass die offenen Enden der Glasfasern 1 in das aufgeschmolzene Material der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 eingeführt bzw. eingedrückt und damit gefügt werden können, um mit dem Material der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 zu verschmelzen.
Beispielsweise kann eine Bearbeitungszone der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 wie zuvor beschrieben erhitzt werden, um das offene Ende einer ersten Glasfaser la der Glasfasern 1 aufzunehmen und zu verschmelzen. Wird nun unmittelbar neben der bereits verschmolzenen ersten Glasfaser la mit einem Faser-zu-Faser-Abstand LF eine zweite Glasfaser lb der Glasfasern 1 in dessen Bearbeitungszone verschmolzen, so kann die Hitze der Bearbeitungszone der zweiten Glasfaser lb sich bis zur bereits verschmolzenen ersten Glasfaser la erstrecken. Somit kann von dem Material der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 ausreichend Hitze bis zur bereits verschmolzenen ersten
Glasfaser la übertragen werden, welche zu einer Beschädigung oder Zerstörung der bereits verschmolzenen ersten Glasfaser la führen kann. Dies kann insbesondere eine kompakte Anordnung von Glasfasern 1 verhindern bzw. zumindest ausreichend große Faser-zu-Faser-Abstände LF zwischen den einzelnen Glasfasern 1 erfordern, falls die Glasfasern 1 nacheinander verschmolzen werden sollen.
Erfindungsgemäß weist das optische Element 2 daher Vertiefungen 22 seiner Eintrittsfläche 21 auf, welche linienförmig durch Materialabtrag zwischen den einzelnen Bearbeitungszonen der Glasfasern 1 in das Material des optischen Körpers 20 von der Eintrittsfläche 21 her eingebracht sind. Dies kann beispielsweise durch Sägen, Fräsen, Ätzen und dergleichen vorab erfolgen. Die Vertiefungen 22 weisen dabei eine Breite Bv, eine Länge Lv und eine Tiefe Tv auf. Die Breite Bv der Vertiefungen 22 kann vorzugsweise möglichst gering gewählt werden, um den Bauraum der verschmolzenen Glasfasern 1 möglichst gering zu halten. Die Länge Lv der Vertiefungen 22 kann möglichst so gewählt werden, dass die gewünschte thermische Entkopplung in der Horizontalen X, Y erreicht wird, ohne die Vertiefungen 22 in der vertikalen Richtung Z unnötig weit in den optischen Körper 20 einbringen zu müssen.
Auf diese Art und Weise kann erfindungsgemäß durch eine erste Vertiefungen 22a der Vertiefungen 22 die Ausbreitung der Hitze von der Bearbeitungszone der zu verschmelzenden zweiten Glasfaser lb zur bereits zuvor verschmolzenen ersten Glasfaser la ausreichend unterbunden werden, um Beschädigungen der verschmolzenen ersten Glasfaser la zu vermeiden. Dies kann entsprechend durch eine zweite Vertiefung 22b der Vertiefungen 22 für die dann verschmolzene zweite Glasfaser lb erreicht werden.
Figur lc zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels von schräg oben. In diesem Fall sind die Vertiefungen 22 kreuzlinienförmig in die Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 eingebracht, sodass die einzelnen Glasfasern 1 in der Horizontalen X, Y in alle Richtungen zueinander beabstandet und somit thermisch isoliert sind.
Figur ld zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels von schräg oben. Der erfindungsgemäße Gedanke der thermischen Isolation von nacheinander zuvor schmelzenden Glasfasern 1 kann somit auch dadurch umgesetzt werden, indem auf die Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 bzw. dessen optischen Körper 20 durch Materialauftrag eine Mehrzahl von Erhebungen 23 aufgebracht werden. Die Erhebungen 23 weisen jeweils eine Länge LE, eine Breite BE sowie eine Tiefe TE auf. Auch in diesem Fall können die Maße der Erhebungen 23 in der Horizontalen X, Y, d. h. die Breite BE sowie die Tiefe TE, vorzugsweise möglichst gering gewählt werden, um den Bauraum der verschmolzenen Glasfasern 1 möglichst gering zu halten. Die Länge LE der Erhebungen 23 kann ebenfalls möglichst so gewählt werden, dass die gewünschte thermische Entkopplung in der Horizontalen X, Y erreicht wird, ohne die
Erhebungen 23 in der vertikalen Richtung Z unnötig weit von der Eintrittsfläche 21 des optischen Körpers 20 nach oben hervor ragen zu lassen.
In das Material der Erhebungen 23, welches der Eintrittsfläche 21 zugerechnet werden kann, können nun die Glasfasern 1 einzelnen oder gruppiert nacheinander wie zuvor beschrieben verschmolzen werden. Beispielsweise kann eine erste Glasfaser la der Glasfasern 1 in das Material einer ersten Erhebung 23a der Erhebungen 23 verschmolzen werden. Anschließend kann eine zweite Glasfaser lb der Glasfasern 1 in das Material einer zweiten Erhebung 23b der Erhebungen 23 verschmolzen werden, ohne dabei die zuvor bereits verschmolzene erste Glasfaser la thermisch zu erreichen.
Figur 2a zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines vierten Ausführungsbeispiels von der Seite, welches vergleichbar dem Faseraustrittselement 1, 2 gemäß des ersten Ausführungsbeispiels der Figuren la und lb ausgebildet ist. Es besteht dabei der Unterschied, dass in diesem Fall die Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2 gewölbt ausgebildet ist. Die Glasfasern 1 sind in der vertikalen Richtung Z sowie parallel zueinander ausgerichtet.
Figur 2b zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines fünften Ausführungsbeispiels von der Seite. Auch das fünfte Ausführungsbeispiel der Figur 2b ist vergleichbar dem Faseraustrittselement 1, 2 gemäß des ersten Ausführungsbeispiels der Figuren la und lb ausgebildet. Hier besteht der Unterschied darin, dass die beiden Abschnitte der Eintrittsfläche 21 des optischen Elements 2, welche die Glasfasern 1 jeweils senkrecht aufnehmen, gegenüber der Horizontalen X, Y und damit auch gegenüber der Austrittsfläche 24 des optischen Elements 2 geneigt ausgerichtet sind.
Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines sechsten Ausführungsbeispiels von der Seite. Das sechste Ausführungsbeispiel der Figur 3 entspricht dem ersten Ausführungsbeispiel der Figuren la und lb mit dem Unterschied, dass anstelle der optischen Beschichtung 26 der Austrittsfläche 24 die Austrittsfläche 24 als optische Elemente 27 in Form von Linsen 27 ausgebildet ist, welche jeweils einer der Glasfasern 1 zugeordnet sind.
Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines siebten Ausführungsbeispiels von der Seite. In diesem Fall werden mehrere Abstandselemente 13, welche Abschnitte bzw. Stücke von Glasfasern sein können, derart seitlich zwischen die Glasfasern 1 im von den Beschichtungen 12 freigelegten Bereich gelegt, um die Glasfasern 1 voneinander zu beabstanden. In dieser Konfiguration werden die Glasfasern 1 gemeinsam über eine entsprechend große bzw. längliche Bearbeitungszone hinweg gleichzeitig mit dem
Material der Eintrittsfläche 21 bzw. des optischen Körpers 20 des optischen Elements 2 verschmolzen. Durch die Abstützelement 13 können dabei die Positionierung und die Beabstandung der Glasfasern 1 genau erfolgen und während des Fügeprozesses auch beibehalten werden.
Figur 5a zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines achten Ausführungsbeispiels von der Seite. In diesem Fall werden Übergangsfasern 14, welche jeweils einen Kern 14a und einen Mantel 14b aufweisen, vorab an die offenen Enden der Glasfasern 1 angefügt. Die Übergangsfasern 14 weisen dabei eine Dicke Du sowie eine Länge Lu auf. Die Dicke Dd bzw. der Querschnitt der Übergangsfasern 14 entspricht dabei der Dicke beziehungsweise dem Querschnitt der Glasfasern 1. Die Länge Lu der Übergangsfasern 14 ist ausreichend lang gewählt um die Übergangsfasern 14 beim Fügen mit den Glasfasern 1 sicher handhaben zu können, andererseits kurz genug, um einen kompakten Aufbau zu erhalten.
Das Fügen der Übergangsfasern 14 der Glasfasern 1 an Verbindungsstellen C kann stoffschlüssig durch Kleben oder durch Verschmelzen erfolgen. Die hierbei entstehenden Verbindungsstellen C können auch als Schweißstellen C oder als Spleißstellen C bezeichnet werden. Anschließend können die Übergangsfasern 14 samt Glasfasern 1 wie zuvor beschrieben nacheinander mit dem optischen Körper 20 bzw. dessen Eintrittsfläche 21 verschmolzen werden.
Figur 5b zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Faseraustrittselements 1, 2 gemäß eines neunten Ausführungsbeispiels von der Seite. In diesem Fall ist die Dicke Dd bzw. der Querschnitt der Übergangsfasern 14 derart gewählt, dass sich die einzelnen Übergangsfasern 14 berühren bzw. aneinander anliegen, sodass die Übergangsfasern 14 gleichzeitig als Abstandselemente 13 wie anhand des siebten Ausführungsbeispiels der Figur 4 beschrieben wirken können.
BEZUGSZEICHENLISTE (Teil der Beschreibung)
A Signallichtstrahlungen; Laserlichtstrahlungen
C Verbindungsstellen; Schweißstellen; Spleißstellen
W Eindringtiefe
LF Faser-zu-Faser-Abstand; Abstand zwischen zwei unmittelbar benachbarten Glasfasern 1 bzw.
Kernen 10 der Glasfasern 1
Bv Breite der Vertiefungen 22 in der Querrichtung Y
Lv Länge der Vertiefungen 22 in der vertikalen Richtung Z
Tv Tiefe der Vertiefungen 22 in der Längsrichtung X
LE Länge der Erhebungen 23 in der vertikalen Richtung Z
BE Breite der Erhebungen 23 in der Querrichtung Y
TE Tiefe der Erhebungen 23 in der Längsrichtung X
Dj Dicke bzw. Durchmesser der Übergangsfasern 15
Lu Länge der Übergangsfasern 15 in der vertikalen Richtung Z
X Längsrichtung; Tiefe; Länge
Y Querrichtung; Breite
Z vertikale Richtung; Höhe
X, Y Horizontale; horizontale Ebene
1, 2 Faseraustrittselement; Signallichtstrahlungsausgang; Faseraustrittsoptik; Faserarray
I Glasfasern la erste Glasfaser der Glasfasern 1 lb zweite Glasfaser der Glasfasern 1
10 Kerne der Glasfasern 1
II Mäntel der Glasfasern 1
12 Beschichtungen der Glasfaser 1
13 Abstandselemente
14 Übergangselemente; Übergangsfasern
14a Kerne der Übergangsfasern 14
14b Mäntel der Übergangsfasern 14
2 optisches Element; optisches Fenster; optische Linse, optischer Strahlteiler; optisches Prisma; optisches Linsenarray 20 optischer Körper; Glaskörper
21 Eintrittsfläche des optischen Elements 2
22 Vertiefungen der Eintrittsfläche 21
22a erste Vertiefung der Eintrittsfläche 21
22b zweite Vertiefung der Eintrittsfläche 21 23 Erhebungen bzw. Stege der Eintrittsfläche 21
23a erste Erhebung der Eintrittsfläche 21
23b zweite Erhebung der Eintrittsfläche 21
24 Austrittsfläche des optischen Elements 2
25 Seitenflächen des optischen Elements 2 26 optische Beschichtung der Austrittsfläche 24; Anti-Reflektionsbeschichtung
27 optische Elemente bzw. Linsen der Austrittsfläche 24